Auswirkungen von Kommunikationsstörungen

#AusWirkungen #KommunikationsStörungen

In meinem Studium habe ich gelernt: #Störungen haben immer Vorrang! Und damit ist die gesamte #Kommunikation gemeint. Vom Gespräch angefangen über das Meeting bis hin zur Präsentation. Und das hat auch einen guten Grund. Denn, wenn Störungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation vorhanden sind, so werden diese auch immer vordergründig sein, auch wenn wir sie versuchen zu ignorieren oder wegzudrücken. Und in einer Situation mit mehreren Gesprächspartnern kann es sogar so weit kommen, dass sich die Störung auf nahezu alle anderen Personen überträgt.

Doch was genau sind Kommunikationsstörungen überhaupt und was haben sie für Auswirkungen? Beginnen wir mit den schwierigen Gesprächspartnern. Dieses Thema ist so spannend, dass ich darauf in einem anderen Beitrag noch einmal intensiver eingehen werde. Sie können z.B. dafür sorgen, dass Unruhe und Ärger entsteht, weil sie ständig dazwischen reden oder gar nicht erst zuhören.

Störungen können außerdem im Gesprächsablauf entstehen. Zum Beispiel, wenn die die Regeln der professionellen #Gesprächsführung nicht eingehalten werden. Oder die Gesprächspartner nicht auf das Thema vorbereitet sind. Besonders bei Streit- und Kritikgesprächen ist es wichtig, das Thema im Auge zu behalten, nicht zu sehr abzuschweifen und im besten Fall dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation zu folgen. Das bedarf jedoch alles einer guten Vorbereitung.

In der Kommunikation mit anderen, sollten Störungen immer Vorrang haben.

Eine weitere Störung kann auftreten, wenn einer der Gesprächspartner, oder auch mehrere, die Sachebene der Kommunikation verlassen und auf die Gefühlsebene gehen. Oder wenn Sender und Empfänger nicht auf derselben Kommunikationsseite sind. Dann kann es schnell zu #Missverständnissen kommen. Nehmen wir nur einmal an, der Sender sagt etwas rein auf der Inhaltsebene, um Informationen zu vermitteln. Das Gegenüber versucht jedoch, zwischen den Zeilen zu lesen und interpretiert das Gesagte als Angriff. Das Ergebnis: Das Reptiliengehirn in uns springt in den Überlebensmodus, wir haben den Drang zu flüchten oder in den #Kampf zu gehen und das Gespräch endet in einem Fiasko. Dasselbe kann auch passieren, wenn wir durch ein bestimmtes Thema getriggert werden und dadurch in alte Verhaltensmuster verfallen.

Letzten Endes möchte ich noch kurz die Störungen von außen erwähnen. Zum Beispiel eine schlechte Telefonverbindung, so dass man den anderen kaum versteht. Oder Störgeräusche, wie z.B. Straßenlärm oder eine rasselnde Klimaanlage. Auch ein nicht funktionierender Internetzugang oder eine fehlerhafte Präsentation können vom eigentlichen Thema ablenken.

Wichtig ist in all diesen Fällen: Versuche Störungen, sobald sie auftreten, den Vorrang zu geben und sie möglichst schnell zu beseitigen. Denn so lange unser #Gehirn mit dieser Störung beschäftigt ist, sind wir nicht in der Lage, dem Gesprächsablauf und Inhalt zu folgen. Versuche dich also im Vornherein gut vorzubereiten und rechne auch mit möglichen Störungen. Überlege dir dazu Alternativen und versuche, selbst nicht in Stress zu verfallen. Und stellst du bei dir selbst fest, dass dich etwas stört, dann sprich dieses Thema ruhig auch an. Sei dir deiner Reaktionen und Hirnprozesse bewusst und schaffe somit die bestmögliche Ausgangsposition, damit dein Gespräch zu einem wahren #Erfolg wird.

Weniger ist mehr

#WenigerIstMehr #DiePerfekteRede

Das #Gehirn kann nur eine bestimmte Zeit lang Informationen aufnehmen und verarbeiten. Deshalb ist es von großem Vorteil, wenn man seinem Publikum den Inhalt seiner #Rede möglichst Gehirn gerecht anbietet. Neben der magischen Dreier-Regel und einer klaren, leicht verständlichen #Sprache, spielt auch die Menge der Informationen eine wichtige Rolle. Außerdem ist vielleicht noch interessant, an dieser Stelle zu erwähnen, dass der Mensch seine #Aufmerksamkeit immer nur einem Inhalt zuwenden kann. Sorge also für den nötigen Fokus.

Unmengen an Powerpointfolien mit viel Text und Zahlen wirken reizüberflutend. Und sei dir an dieser Stelle auch bewusst, dass das Publikum nur eins kann: Entweder die Folien anschauen bzw. lesen, oder dir zuhören. Besser ist es deshalb, wenn überhaupt, nur wenige, aussagekräftige Folien zu verwenden. Am besten in Form eines passenden Bildes und maximal einem Schlagwort.

Das Gehirn kann sich nur auf eine komplexe Tätigkeit konzentrieren.

Auch deine Art und Weise zu sprechen, hat viel Einfluss darauf, wie dein Publikum deiner Rede folgen kann. Konzentrierst du dich auf das Wesentliche? Sprichst du klar und deutlich und in einem angemessenen Tempo? Und arbeitest du mit ausreichend Denk-Pausen? Denn der Mensch braucht eine gewisse Zeit, um das, was er über seine Augen und Ohren wahrnimmt, auch im Gehirn zu verarbeiten. Wie ich in einem anderen Artikel von mir bereits erwähnte, können bestimmte Methoden dazu genutzt werden, um die #Sinne des Publikums zu schärfen und somit dafür zu sorgen, dass die Rede bzw. die #Geschichte intensiver erlebt und erinnert wird.

Und noch ein kleiner Denkanstoß: Sicher kannst du dich an viele, endlose Redebeiträgen auf #Messen, Kongressen und Meetings erinnern. Du weißt zwar nicht mehr, worum es dabei ging, jedoch bleibt dieser schale Beigeschmack des Unwohlseins in deinem Gehirn verankert. Und genau das, kannst du dir zu Nutze machen. Bleib bei deinem Publikum in Erinnerung, weil du genau das Gegenteil davon machst. Fasse dich kurz und konzentriere dich auf das Wesentliche. Spare an Floskeln und weiten Ausschweifungen. Denn letzten Endes ist es doch so: Wenn man etwas nicht einfach, kurz und gut verständlich in Worte packen kann, dann hat man es auch nicht verstanden.

Starke Emotionen

#StarkeEmotionen #DiePerfekteRede

Weißt du noch, wo du gerade warst, als du am 11. September 2001 von den Terroranschlägen in New York erfahren hast? Ich war gerade auf dem Weg vom Zahnarzt zurück nach Hause, saß im Auto und hörte im Radio, dass eine Boing 767 in einen der beiden Türme des World Trade Centers geflogen sei. Ich dachte zuerst, es wäre ein Scherz. Zuhause angekommen machte ich sofort den Fernseher an und verfolgte das Drama bis zuletzt. Ich war schockiert und fassungslos.

Solche Ereignisse nennt man auch „Blitzlichterinnerungen“. Sie sind mit so starken #Emotionen verknüpft, dass in der Amygdala Dopamin freigesetzt wird. Dopamin unterstützt die #Erinnerung und Informationsverarbeitung im #Gehirn. Die Information wird im Gehirn dauerhaft verknüpft. Diesen Effekt kannst du dir auch in deiner #Rede zu Nutze machen, indem du einen gefühlsintensiven Zustand erschaffst. Suche dafür die wichtigsten Inhalte bzw. die Message deiner #Geschichte heraus und versuche, diese auf eine neuartige und eindrucksvolle Art und Weise zu verpacken. Wichtig ist dabei, wieder die #Sinne mit einzubeziehen.

Blitzlichterinnerungen sind mit extrem starken Emotionen verknüpft und bleiben lange Zeit im Gedächtnis.

Und es gibt noch einen weiteren interessanten Effekt: Durch emotionale Aufregung steigen das Noradrenalin und die Stresshormone. Das sorgt dafür, dass die #Amygdala mit der Sehrinde kommuniziert. Die Folge ist, dass die Aktivität der Sehrinde gesteigert wird und darüber eine intensivere Wahrnehmung möglich ist. Du solltest also ganz konkret mit wirkungsvollen Bildern in Form von Fotos oder Filmen arbeiten, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Verknüpfst du deine Message also mit emotionsgeladenen Momenten, so kannst du dir sicher sein, dass dein Publikum sich noch lange Zeit daran erinnern wird. Über die emotionale Reaktion deines Publikums kannst du eine intensive Verbindung herstellen. Und auch hier ist es wieder wichtig, dass das #Publikum dich versteht. Verwende also eine klare und einfache Sprache und nutze gut verständliche Beispiele, so dass du jeden Einzelnen im Publikum in deine Geschichte mit einbeziehst.

Verinnerlichung

#Verinnerlichung #StoryTelling

Stell dir vor, jemand würde dich nachts wecken und dich darum bitten, ihm deine #Geschichte zu erzählen… bist du in der Lage dazu? Oder musst du erst nach deinen Notizen suchen? In den meisten Fällen ist wahrscheinlich Letzteres der Fall. Doch, um dein #Publikum wirklich überzeugen zu können, musst du Eins mit deiner Geschichte geworden sein.

Das Publikum sollte immer das Gefühl haben, als würdest du deine Geschichte zum allerersten Mal erzählen. Als wäre sie dir gerade erst in den Sinn gekommen. Verinnerlichen geht weit darüber hinaus, die #Worte lediglich auswendig zu lernen und auszugestalten. Um die #Lebendigkeit zu spüren und authentisch zu wirken, hilft nur #Üben, Üben und nochmals Üben.

Wahres Storytelling geht über reines Auswendiglernen und Gestalten hinaus.

Hast du eine Vorstellung davon, wie lange es in etwa dauert, eine #Rede von 20 Minuten optimal vorzubereiten? In dem Buch „TALK like #TED – Die 9 Geheimnisse der besten TED Redner“ (welches ich übrigens sehr empfehlen kann), steht geschrieben, dass in eine einzige Rede bis zu 250 Stunden Vorbereitungszeit investiert wurden. Eine andere Rednerin hatte ihre Rede im Voraus über 200 Mal vor Publikum gehalten, bevor sie sich wirklich bereit für die große #Bühne fühlte.

Und diese Investition lohnt sich und zahlt sich aus. Dadurch wirst du dich von den anderen abheben. Denn es geht darum, nicht nur Informationen zu vermitteln bzw. einen #Vortrag zu halten. Beim Geschichtenerzählen ist es wichtig, dass du mit deinem Publikum in echte Interaktion trittst. Dass du ein #Gespräch mit ihm führst. Dass du deine Geschichte so erzählst, als würdest du gerade mit deinem besten Freund zusammen sitzen. Und um diese Lässigkeit, #Authentizität und Glaubhaftigkeit zu erreichen, braucht es Zeit… und vor allem ganz viel Übung. Viel lautes Sprechen. Sich unermüdlich immer wieder #Kritik aussetzen und sich auch immer wieder #Feedback einholen, um dann die entsprechenden Anpassungen zu treffen.

Dieser gesamte Prozess sollte so lange dauern, bis du deine Geschichte wirklich im Schlaf erzählen kannst. Bis du dich rundherum wohl mit ihr fühlst. Bis du sie, in dem Moment, wenn du sie erzählst, immer noch einmal selbst durchlebst. Und das mit allem, was dazu gehört. Denn nur dann bist du auch glaubhaft und überzeugend. Und du erweckst in dir und deinem Publikum, deine Geschichte zu neuem Leben.

Mediale Hilfsmittel

#MedialeHilfsmittel #StoryTelling

Um eine #Geschichte so richtig zum Leben zu erwecken, empfiehlt es sich, die Sinne des Publikums anzusprechen. Je mehr sie zu einer Art sinnlichen Erfahrung wird, desto besser bleibt sie beim Publikum in Erinnerung.

Sehen: Um die #Augen anzusprechen, könntest du dich zum Beispiel, dem Anlass entsprechend, kleiden. Oder du bringst etwas mit, das zu deiner Geschichte passt und was sich dein Publikum anschauen kann. Auch emotionale Bilder, Filme und Fotos, groß auf Leinwand projeziert, haben Wirkung. Dein #Vortrag könnte auch an einem bestimmten Ort stattfinden oder deine Bühne in entsprechendes Licht oder in Nebel getaucht sein. Auch angeleitete Traumreisen sind möglich.

Hören: Um die Ohren zu beeinflussen, eignen sich #Musik oder Soundeffekte. Und auch der Klang deiner Stimme hat eine entsprechende Wirkung. Verschiedene Rollen könntest du in der jeweils passenden Stimmlage und Stimmfärbung sprechen. Oder du variierst mit Lautstärke und Sprechtempo.

Um die Sinne mit deiner Geschichte anzusprechen, kannst du wirkungsvolle und gut angeleitete Traumreisen verwenden.

Fühlen: Um diesen Sinn anzusprechen, bedarf es ein wenig #Kreativität. Was kannst du dir zu Nutze nehmen, womit dein Publikum auf Tuchfühlung gehen kann? Vielleicht hast du entsprechende Give-Aways, die du verteilen möchtest. Oder du spielst mit der Raumtemperatur, mit Wärme und Kälte. Du könntest außerdem zu Partnerübungen aufrufen oder das Publikum zum Mitmachen motivieren, z.B. die Augen zu schließen und auf eine Traumreise zu gehen. Wie fühlt es sich an, im warmen Sand zu liegen? Oder seine Hand in eisiges Wasser zu tauchen?

Riechen: Hier ist alles gefragt, was über die Nase geht. Parfum, entsprechende #Gerüche, Give-Aways oder auch wieder Traumreisen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Raum im Voraus gut vorzubereiten und ihn mit dem passenden Duft auszustatten.

Schmecken: Dieser Sinn wird über Give-Aways sehr häufig angesprochen… in Form von kleinen Schokoladen, Bonbons, Gummibärchen oder Pfefferminz. Aber auch hier kannst du wieder gut Traumreisen für dich nutzen dir, z.B. dein Lieblingsessen vorstellen. Oder wie es ist, in eine Zitrone zu beissen.

Hast du keine Möglichkeit für entsprechende Vorbereitungen oder Give-Aways, kannst du für alle Sinne Traumreisen als Hilfsmittel verwenden. Allerdings solltest du sie im Voraus ein wenig üben, so dass du dein Publikum gut anleiten kannst. Dann wird es deine Geschichte mit starken Sinneseindrücken verknüpfen und sie somit besser in Erinnerung behalten.

Bildhafte Sprache

#BildhafteSprache #StoryTelling

Du hast eine Idee, weißt, von welcher Perspektive aus du deine Geschichte erzählen möchtest, du hast eine fesselnde #Storyline mit einem oder sogar mehreren Wendepunkten erstellt und nun geht es daran, deine Geschichte zum Leben zu erwecken. Denn neben all den genannten Merkmalen ist es auch wichtig, die richtigen Worte zu verwenden. Nur so kann es zu einer wirklichen Gedankenverschmelzung zwischen dir und dem Publikum kommen.

Das menschliche #Gehirn denkt größtenteils in Bildern. Doch wie schaffen wir es, diese Bilder, allein mit Worten, in die Köpfe des Publikums zu bekommen? Die Basis dafür bildet eine einfache #Sprache. Zu meinen Klienten sage ich oft: „Stell dir vor, du würdest zu einem Kind sprechen. Welche Worte würdest du wählen?“

Je mehr deine Wortwahl die Sinne anspricht, umso stärker wird deren Wirkung sein.

Neben der einfachen Sprache geht es darum, so viel wie möglich zu beschreiben, um die #Sinne anzusprechen. Denn das, was wir sinnlich erfahren, bleibt besser in unserem Gedächtnis verankert. Anstatt also zu sagen: „Die Blume blüht auf der Wiese.“ wäre das hier viel treffender: „Mit ihrem kräftigen Rot, das einem sofort ins Auge fiel, steht sie, wie die Königin aller Blumen, auf der saftig, grünen Wiese und verbreitet einen lieblichen Duft, der Herzen zum Schmelzen bringt.“

Beschreibe das, was du darstellen willst, so detailliert wie möglich. Was siehst, hörst, riechst, fühlst und schmeckst du? Beim Storytelling geht es nicht unbedingt um die Geschichte an sich, sondern darum, was die Hauptperson dabei erlebt, wie es sich angefühlt und wie es den Menschen verändert hat. Deshalb ist es so wichtig, alle Sinne mit einzubeziehen.

Nutze deshalb viele beschreibende Wörter, Adjektive und #Lautmalereien. Worte, die du auch mit deiner #Stimme gut gestalten kannst. Nutze das gesamte Repertoire, um dein Publikum zu erreichen. Dann wirkt das, was du sagst, auch auf mehreren Ebenen. Male Farben mit deinen Worten und lass somit ein buntes Bild in den Köpfen der anderen entstehen.

PrivatSphäre

#PrivatSphäre #DerBlickHinterDieKulissen

Jeder Mensch benötigt immer mal etwas Raum und Zeit für sich. Der eine mehr, der andere weniger. Ich lasse #Menschen heute nur noch an mich heran, wenn ich das auch wirklich möchte. Früher habe ich eher dazu tendiert, meine Privatsphäre zu ignorieren. Ich war sehr viel für andere Menschen da, bin viel unterwegs gewesen und habe viel zu oft meine persönlichen #Grenzen vernachlässigt. Das führte dann dazu, dass ich mich ausgebrannt und auch irgendwie ausgenutzt fühlte. Denn viel zu oft war ich für andere nur der seelische Mülleimer oder ein akzeptabler Lückenfüller. Doch heute kenne und akzeptiere ich meine persönlichen Grenzen und die anderer Personen. Durch meine eigene #Hochsensibilität, bin ich dahin gehend vielleicht auch aufmerksamer und empfindlicher, als der Durchschnitt.

Ich lebe in einer Großstadt, wo es schwierig ist, Menschen aus dem Weg zu gehen und echte Ruhe zu finden. Die Großstadt ist eigentlich immer laut, hektisch und voller Menschen. Selbst in abgelegeneren Gebieten findet man kaum Ruhe und wirkliche #Entspannung. Doch dann kam das Virus und alles änderte sich von einen Tag auf den anderen. Und es war für mich eine sehr abstruse Erfahrung, dass die Corona-Verhaltensregeln meinem persönlichen Lebensstil sehr entgegen kamen. Und dass auch eine Großstadt zur Ruheinsel werden kann. Mag es noch so verrückt klingen… von dieser Seite her gesehen, war die Zeit der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für mich ein wahrer Segen. Denn alles um mich herum wurde plötzlich ruhig. Ich hörte die Vögel zwitschern. Das Rumpeln der Straßenbahn wurde weniger. Das Rauschen der Autos verschwand. Es waren weniger Menschen unterwegs. Die Luft war so viel sauberer und klarer. Und nachts war es so ruhig, dass ich richtig gut schlafen konnte. Das Leben in der Großstadt glich plötzlich einem ruhigen Dorfleben und ich genoss es sehr.

Doch was ich überhaupt nicht mag und auch noch nie mochte, ist, wenn jemand in meinen persönlichen Raum ungefragt eindringt. Und wie passend für mich, dass man jetzt, in Corona-Zeiten, sogar #Abstand voneinander halten soll. Und ich frage mich, warum das für so viele Menschen nicht einfach selbstverständlich ist. Der anderen Person ihren Raum zu geben. Natürlich hat das auch viel mit #Macht zu tun: „Hier bin ich… und ihr könnt mir gar nichts! Ich gehe, wohin ICH will!“ Aber mal im Ernst, gehört nicht ein respektvoller Abstand zu Fremden zum Zusammenleben von Menschen dazu?

Warum fällt es also vielen so schwer, diesen privaten Raum zu respektieren? Es passiert mir so oft, dass mich jemand fast anrempelt, wenn er an mir vorbei geht. Dass ich an der Kasse schon den Atem des anderen im Nacken spüre. Das sich irgendwo an mir vorbei gedrängelt wird. Dass man mir im #Gespräch zu nah kommt. Und gerade jetzt mit unserer kleinen Tochter, möchte ich noch mehr Abstand zu anderen. Sie ist keine Puppe, die man einfach mal so anfassen kann. Bereits während der #Schwangerschaft ging es mir so, dass andere ungefragt meinen Babybauch anfassen wollten.

Und jetzt, in Zeiten von #Corona, dachte ich, es würde auch dahin gehend alles entspannter werden. Selbst im Restaurant hat man jetzt viel Platz um sich herum und muss nicht mehr notgedrungen den Gesprächen am Nachbartisch zuhören. Aber falsch gedacht. Nur die wenigsten Menschen halten sich wirklich an die Abstandsregeln. Egal, ob beim Einkaufen oder beim Spazieren gehen. Letzten Endes darf es ja auch jeder so halten, wie er möchte. Wenn sich jemand mit anderen trifft und keinen Abstand hält, darf er das gern tun. Doch gegenüber Fremden, sollte doch immer noch so viel Respekt vorhanden sein, dass man sich gegenseitig Raum lässt. Die Privatsphäre wahrt, wo immer es auch möglich ist.

Doch oft stoße ich auf Unverständnis, wenn ich den Abstand halten möchte. Es wird einfach ignoriert. Und dabei sollte doch jeder selbst bestimmen dürfen, wen er wie nah an sich heran lässt. Mir waren Menschen jedenfalls schon immer suspekt, die mich beim ersten Kennenlernen wie ihre beste Freundin begrüßten. In Deutschland war es zum Beispiel ja auch immer üblich, sich zur Begrüßung und Verabschiedung die Hand zu geben. Heutzutage sollte man darauf lieber verzichten. Mir persönlich würde ja ein freundliches #Lächeln und kurzes Kopfnicken vollkommen ausreichen. Mal schauen, was sich dahingehend als neue Begrüßungsetikette in der #Gesellschaft etabliert.

Also… jetzt an dieser Stelle: Ein freundliches Lächeln und kurzes Kopfnicken. Haltet respektvollen Abstand und bleibt gesund.

Die Fünf Sinne

#DieFünfSinne #Körpersprache

Wenn wir an Körpersprache denken, dann haben wir oft nur die Äußerlichkeiten im Kopf. Wie sieht es aus mit der #Mimik und #Gestik eines Menschen? Wie spricht unser Körper? Und dabei vergessen wir, dass wir auch über unsere #Sinne kommunizieren. Zu den 5 Sinnen gehören: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Doch wie genau kommunizieren wir darüber miteinander und worauf sollten wir achten?

Beginnen wir mit dem #Sehen. Siehst du dir auch schöne, ästhetische Menschen an? Liebst du es, dir Tanzshows anzuschauen? Oder magst du lieber Mode-Events? Tolle Frisuren? Eine schönes Make Up oder tolle Accessoires? Blickst du gern in Gesichter, die ein strahlendes Lächeln haben?Über unser Äußeres setzen wir ein deutliches Statement. Schaut mich an… oder eben genau das Gegenteil: Bloß nicht auffallen. Alles, was wir sehen können, beeinflusst, wie wir über die andere Person denken.

In Bezug auf das #Hören kommunizieren wir über unsere #Stimme. Die Art und Weise, wie wir sprechen, lässt bei unserem Gegenüber einen positiven oder auch negativen Eindruck entstehen. Und auch über unsere Nase nehmen wir Signale von außen wahr. Sicher hast du es schon mal erlebt, dass du dein Gegenüber „nicht riechen“ konntest… und das muss nicht unbedingt am #Parfum gelegen haben. Durch Parfum wird übrigens unser Eigengeruch überdeckt, was sich bei der Partnerwahl eher negativ auswirken kann. Zu viel Parfum wirkt sowieso eher kontraproduktiv. Besser ist es, einen dezenten #Geruch zu wählen, der gut zu einem passt.

Sei dir der kommunikativen Wirkung deiner fünf Sinne bewusst.

Im Bezug auf das #Schmecken und #Fühlen, müssen wir einer anderen Person dann schon sehr nahe sein. Denken wir nur einmal an das Salz auf unserer Haut. Wie süß #Küsse schmecken können. Oder wie unappetitlich, kurz nachdem jemand geraucht hat. Und auch das Essen ist #Kommunikation. Verwöhnst du deine/n Liebste/n gern mit süßen Erdbeeren und Sahne?

Die Art und Weise, wie wir andere berühren, sollte wohl überlegt sein. Denn dafür müssen wir in die Privatsphäre eines Menschen gelangen, was immer nur mit dessen Erlaubnis geschehen sollte. Selbst ein gut gemeintes Schulterklopfen oder kurz die Hand berühren, kann nach hinten losgehen, wenn dein Gegenüber damit nicht einverstanden ist.

Unbewusst treten wir auch über unsere 5 Sinne mit unserer Umwelt in Kontakt. Sei dir deshalb also immer bewusst, dass du auch darüber mit anderen Menschen kommunizierst. Die Art und Weise deines Auftretens kann positive, aber auch negative Auswirkungen haben. Lenke sie in die richtige Richtung, sei flexibel und aufmerksam und gehe auf dein Gegenüber ein.