Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Emotionalität | KommunikationsStörungen

#Emotionalität #KommunikationsStörungen

Wir kommunizieren immer auf mindestens zwei Ebenen: Zum einen auf der Sach- bzw. Inhaltsebene, zum anderen auf der emotionalen bzw. der Gefühlsebene. Während sachliche Inhalte hauptsächlich über #Worte kommuniziert werden und relativ objektiv sind, werden Gefühle und #Emotionen über die #Stimme und #Körpersprache nach außen gebracht. Emotionen erwecken leere Worte erst zum Leben und nicht selten kann dadurch auch zwischen den Zeilen gelesen werden.

Stellen wir uns nun vor, du möchtest ein #Gespräch mit jemandem führen. Du bereitest dich gut darauf vor. Du überlegst dir im Voraus das Gesprächsziel und wählst deine Worte mit Bedacht. Du versuchst, #Störungen von vorn herein auszuschließen bzw. zu minimieren und wendest außerdem die Regeln der Gewaltfreien #Kommunikation an. Und trotzdem ist dieses Gespräch dann doch vollkommen eskaliert. Wie kann das sein?

Die Ausschüttung verschiedenster Stresshormone im Gehirn, behindert unser Denken, so dass in Gesprächen, bei emotionalen Anzeichen, unbedingt eine Pause eingelegt werden sollte.

Es kann sein, dass dein Gegenüber von irgendetwas, das du thematisiert hast, getriggert wurde. Was genau bedeutet das? Dein Gegenüber hat in seinem Leben schon mehrere Gespräche geführt. Mit den unterschiedlichsten Personen und in verschiednen Situationen. Vielleicht hat sein Gegenüber damals immer verlangt, zwischen den Zeilen zu lesen. Klare Kommunikation ist ihm deshalb fremd. Nun unterhält er sich mit dir und versucht also ganz automatisch, auch hier zwischen den Zeilen zu lesen. Er gleicht das Gesagte mit seiner eigens erschaffenen Welt ab und interpretiert etwas hinein, was von dir aus vielleicht gar nicht gesagt oder gemeint war. Dein Gegenüber kann in dem Moment auch gar nicht anders, da ihm diese Prozess nicht bewusst ist.

So kann es sein, dass dein Gesprächspartner sich durch dich angegriffen fühlt. Fühlen wir uns durch etwas bedroht oder gestresst, ist die Situation nun real oder nur eingebildet, reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Hormonen. Diese verschiedenen #Hormone bewirken, dass unser gesamter Körper sich auf Flucht oder Kampf einstellt. Dafür sorgt unser Reptiliengehirn sowie unsere antrainierte Alarm-Datenbank im #Gehirn ganz automatisch und wir können in diesem Moment kaum etwas dagegen tun. Unser #Denken wird somit behindert. Und wir können damit auch nicht mehr richtig zuhören, weil wir nur noch darauf konzentriert sind, unser Überleben zu sichern und uns zu verteidigen.

Das Einzige, was wir in so einem Moment überhaupt tun können, ist, uns dieser Prozesse im Gehirn bewusst zu sein und sie zu erkennen. Bei unserem Gegenüber und auch bei uns selbst. Nehmen wir wahr, dass wir selbst oder unser Gesprächspartner, emotional werden, so ist das eine ganz bedeutsame „Störung“ im Gespräch, der wir uns erst widmen und dann das Gespräch weiterführen sollten. Am besten ist es in so einem Moment, das Gespräch zu unterbrechen. Denn eine konstruktive Fortführung ist erst dann möglich, wenn die Emotionen wieder abgeflacht sind und wir wieder klar denken können.

Achte also auf körperliche Reaktionen, wie z.B. eine schnellere Atmung, Schweißausbrüche, das Zusammenpressen der Lippen oder Zähneknirschen. Vielleicht ballt dein Gesprächspartner sogar die Fäuste oder die Füße und Beine beginnen sich unentwegt zu bewegen. Auch andere #Stressgesten können sichtbar sein oder dein Gegenüber hat plötzlich Tränen in den Augen. Spätestens dann ist es an der Zeit, das Gespräch zu unterbrechen und vorerst mit auf die emotionale Ebene zu wechseln, z.B. in Form von #Verständnis und Mitgefühl. Fang deinen Gesprächspartner auf, schenke ihm die Zeit, die er braucht, um sich wieder zu beruhigen und führe erst dann dein Gespräch weiter.

Atmen mit Maske | Kommunikation mit Maske

#AtmenMitMaske #KommunikationMitMaske

Um mit Maske klar und deutlich sprechen zu können, ist eine gute Atmung Voraussetzung. Der Mund-Nasen-Schutz, auch Maske oder MNS genannt, ist dazu da, um die Übertragung der Viren einzudämmen. Ärzte und Pflegekräfte zum Beispiel, sind es gewohnt, mit #Maske zu arbeiten. Wir hingegen müssen uns erst daran gewöhnen, dass sie nun auch zu unserem Alltag gehört. Und dieses Stück Stoff vor Mund und Nase, beeinträchtigt natürlich auch unsere #Atmung. Besonders an warmen Tagen und in stickigen Räumen, kann das Luft holen damit zur echten Qual werden.

Was also kannst du effektiv tun, um dir genau das zu erleichtern? Das Ein- und Ausatmen ist normalerweise ein passiver Prozess, der ganz automatisch abläuft und den du nicht zu steuern brauchst. Doch, wenn du mit Maske unterwegs bist, ist es wichtig, dass du hinter dem Stoff auch noch ausreichend #Sauerstoff bekommst. Werde dir deshalb dem Prozess des Ein- und Ausatmens bewusst und atme immer einmal wieder richtig tief ein und aus. Denn gerade im Alltag und unter #Stress, neigen wir eher zu einer flachen Atmung.

Atme, beim Tragen der Maske, ganz bewusst tief ein und aus.

Wenn du merkst, dass dir schwindelig wird, atmest du vielleicht nicht tief genug, das heisst, du wirst nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Dann kann es helfen, anstatt durch die Nase, durch den Mund zu atmen. Dadurch bekommst du automatisch mehr Sauerstoff in deine #Lunge. Achte außerdem darauf, dass du tief und langsam atmest. Denn genauso wichtig, wie das Einatmen, ist auch das Ausatmen, damit die verbrauchte #Luft auch wieder deine Lungen verlassen kann. Zu schnelles und hektischen #Atmen kann dazu führen, dass du hyperventilierst. Versuche in diesem Fall, ruhig zu bleiben, langsam weiter zu atmen und die Situation zu verlassen. Gehe dort hin, wo du sicher bist und deine Maske absetzen kannst. Dann atme weiter ruhig durch die Nase ein und aus.

Grundsätzlich empfehle ich dir, die Maske nur dann zu tragen, wenn du sie wirklich auch benötigst. Halte diese Zeiträume lieber kurz und gönne dir zwischendurch ausreichend frische Luft und freies Atmen. Besorge dir außerdem eine Maske, die dir optisch gefällt und die dich gut atmen lässt. Denn es gibt unterschiedliche Modelle, die du ausprobieren kannst.

Und auch deine innere Einstellung kann dir helfen, unter der Maske besser zu atmen. Sieh die Maske nicht als deinen Feind, sondern als etwas Gutes, das dich und andere davor schützen kann, krank zu werden. Akzeptiere die Situation so, wie sie ist und versuche, möglichst entspannt an das Tragen der Maske heran zu gehen. Denn auch das, wird sich auf deine Art und Weise, zu atmen, übertragen.

Verinnerlichung

#Verinnerlichung #StoryTelling

Stell dir vor, jemand würde dich nachts wecken und dich darum bitten, ihm deine #Geschichte zu erzählen… bist du in der Lage dazu? Oder musst du erst nach deinen Notizen suchen? In den meisten Fällen ist wahrscheinlich Letzteres der Fall. Doch, um dein #Publikum wirklich überzeugen zu können, musst du Eins mit deiner Geschichte geworden sein.

Das Publikum sollte immer das Gefühl haben, als würdest du deine Geschichte zum allerersten Mal erzählen. Als wäre sie dir gerade erst in den Sinn gekommen. Verinnerlichen geht weit darüber hinaus, die #Worte lediglich auswendig zu lernen und auszugestalten. Um die #Lebendigkeit zu spüren und authentisch zu wirken, hilft nur #Üben, Üben und nochmals Üben.

Wahres Storytelling geht über reines Auswendiglernen und Gestalten hinaus.

Hast du eine Vorstellung davon, wie lange es in etwa dauert, eine #Rede von 20 Minuten optimal vorzubereiten? In dem Buch „TALK like #TED – Die 9 Geheimnisse der besten TED Redner“ (welches ich übrigens sehr empfehlen kann), steht geschrieben, dass in eine einzige Rede bis zu 250 Stunden Vorbereitungszeit investiert wurden. Eine andere Rednerin hatte ihre Rede im Voraus über 200 Mal vor Publikum gehalten, bevor sie sich wirklich bereit für die große #Bühne fühlte.

Und diese Investition lohnt sich und zahlt sich aus. Dadurch wirst du dich von den anderen abheben. Denn es geht darum, nicht nur Informationen zu vermitteln bzw. einen #Vortrag zu halten. Beim Geschichtenerzählen ist es wichtig, dass du mit deinem Publikum in echte Interaktion trittst. Dass du ein #Gespräch mit ihm führst. Dass du deine Geschichte so erzählst, als würdest du gerade mit deinem besten Freund zusammen sitzen. Und um diese Lässigkeit, #Authentizität und Glaubhaftigkeit zu erreichen, braucht es Zeit… und vor allem ganz viel Übung. Viel lautes Sprechen. Sich unermüdlich immer wieder #Kritik aussetzen und sich auch immer wieder #Feedback einholen, um dann die entsprechenden Anpassungen zu treffen.

Dieser gesamte Prozess sollte so lange dauern, bis du deine Geschichte wirklich im Schlaf erzählen kannst. Bis du dich rundherum wohl mit ihr fühlst. Bis du sie, in dem Moment, wenn du sie erzählst, immer noch einmal selbst durchlebst. Und das mit allem, was dazu gehört. Denn nur dann bist du auch glaubhaft und überzeugend. Und du erweckst in dir und deinem Publikum, deine Geschichte zu neuem Leben.

Stimmliche Gestaltung

#StimmlicheGestaltung #Storytelling

Wenn ich an das Thema #Geschichten erzählen denke, dann habe ich ein ganz besonderes Bild vor Augen. Ich sehe einen gemütlichen Raum, in dem nur eine kleine Nachttischlampe brennt. In der Mitte steht ein großes Kuschelbett. Darin liegt ein kleines Kind und hält seinen Teddy in den Armen. Neben dem Bett steht ein gemütlicher Stuhl. Darauf sitzt die Großmutter des Kindes mit einer Brille auf der Nase und einem dicken #Märchenbuch in den Händen. Sie schlägt es auf und beginnt mit den Worten: „Es war einmal…“

Wenn sie anfängt zu sprechen, dann habe ich eine ganz bestimmte Stimme im Ohr. Geht es dir auch so? Oder erinnerst du dich vielleicht an Filme, in denen jemand eine Geschichte erzählt? Zum Beispiel an den Zauberer #Gandalf aus „Der Herr der Ringe“? Auch er hat diese ganz besondere Stimm-Aura, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Was ich damit ausdrücken möchte, ist Folgendes: Deine ganze Geschichte, die du dir mühevoll erarbeitet hast, steht und fällt mit der Art und Weise, wie du sie erzählst.

Geschichten werden erst durch den richtigen Einsatz der Stimme zum Leben erweckt.

Ich bin in anderen Beiträgen von mir bereits intensiv auf das Thema #Stimme und deren Wirkung eingegangen. Jedoch möchte an diesem Punkt noch einmal auf das ein oder andere Detail eingehen. Geschichten haben oft etwas Mystisches, das du mit der Art und Weise, wie du sprichst und deine Stimme einsetzt, unterstützen kannst. Am besten ist es, wenn deine ersten Worte bereits diese #Spannung ausstrahlen. Nehmen wir doch einfach noch einmal den Satzbeginn „Es war einmal…“. Wie könntest du ihn sprechen, so dass er geheimnisvoll klingt?

Deine Stimme sollte dabei entspannt und relativ tief sein. Wenn du beim #Sprechen ein klein wenig die Lautstärke zurück nimmst und die Worte langsam und bedächtig sprichst, kannst du bereits eine gewisse Spannung aufbauen. Versuche es doch einfach mal selbst, diesen Satzbeginn auf unterschiedliche Art und Weise auszusprechen und nimm dich dabei auf. Wie wirken die unterschiedlichen Ansätze?

Natürlich ist nicht nur der Anfang der Geschichte wichtig, sondern die gesamte Geschichte sollte stimmlich aufgearbeitet werden. An welchen Stellen kannst du mit Spannungspausen arbeiten? Wo die #Lautstärke variieren und das Tempo? Gibt es Stellen, an denen deine Stimme zu zittern anfangen kann? Oder kannst du, als Extrembeispiele, einen #Schrei mit einbauen oder ein Flüstern? Es gibt unendliche Möglichkeiten, deine Geschichte stimmlich zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, um Inspiration zu erhalten, sind zum Beispiel #Hörbücher. Und ein bisschen Mut gehört auch dazu. Traust du dich?

WendePunkt

#WendePunkt #StoryTelling

Jede gute #Geschichte lebt von einem Wendepunkt. Etwas Unvorhersehbaren. Etwas, wo dir der Atem stockt und du denkst: „Waaaas?!“ Ich denke, fast jeder hat schon mal etwas davon gehört, dass es in einer Geschichte einen Höhepunkt geben soll. Etwas, worauf die Handlung hin arbeitet. Der „Wow“-Moment. Doch ein Wendepunkt hat noch einmal eine ganz andere Wirkung. Vor allem, wenn er an einer Stelle eintritt, wo du nicht damit rechnest. Denn den Wendepunkt kannst du ganz unterschiedlich in deiner Geschichte platzieren.

Zum Beispiel könntest du gleich mit dem Wendepunkt deiner Geschichte starten. Ihn direkt an den Anfang setzen: „Ich drehte mich um… und plötzlich, war sie verschwunden. Nur noch einer ihrer roten Schuhe, lag auf dem Asphalt.“ Mit einem Wendepunkt als Einstieg, fesselst du, vom ersten Moment an, dein Publikum. Du baust sofort #Spannung auf. Und man möchte unbedingt wissen, was da passiert ist, wie es dazu kam und vor allem auch, wie es weiter geht.

Ein gut platzierter Wendepunkt in deiner Geschichte sorgt dafür, dass sie dem Publikum in Erinnerung bleibt.

Natürlich kannst du den Wendepunkt auch im Mittelteil deiner Geschichte setzen. Das ist dann eher der klassische Weg. Eine #Handlung wird Stück für Stück aufgebaut, bis sie sich plötzlich um 180 Grad dreht. Am besten wirkt es, wenn du etwa 2/3 der Zeit die Handlung aufbaust und nach dem Wendepunkt noch etwa 1/3 der Geschichte übrig ist.

Um dein #Publikum mit einem emotionalen Feuerwerk zu verabschieden, kannst du den Wendepunkt jedoch auch ganz ans Ende setzen. Du kannst z.B. eine Geschichte erzählen, in der es um deinen besten Freund geht. Du erzählst sie aus seiner Sicht. Es ist eine sehr bewegende und berührende Geschichte. Und dann sagst du ganz am Ende: „Und dieser Mann, von dem ich die ganze Zeit erzählt habe, ist nicht mein bester Freund. – Der Mann… bin ich.“ Wichtig ist dabei, dass du auch bis zum Schluss den emotionalen Spannungsbogen hältst, damit du beim Publikum auch wirklich einen Wow-Effekt erreichst.

Die Königsdisziplin sind Geschichten mit mehreren Wendepunkten. Ich erinnere mich dabei besonders an die Filme „Magnolia“ oder „Memento“. Oder auch der Klassiker „12 Monkeys“. Die Geschichten in diesen Filmen sind sehr komplex und werden aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und es gibt auch immer wieder Wendepunkte, bis sich schließlich am Ende alles auflöst. Aber zwischendrin dachte ich damals immer wieder: „Häh?!“. Diese drei Filme sind mir bis heute in Erinnerung geblieben und gehören seitdem zu meinen Favoriten.

Für den Alltagsgebrauch solltest du jedoch beachten, nicht zu viele Wendepunkte einzubauen, um deine Geschichte nicht zu anspruchsvoll zu machen. Denn bei einer Rede, kann man nicht einfach mal zurück spulen und sich die Szene noch einmal anschauen.

RaumNutzung

#RaumNutzung #Körpersprache

Ich hatte in meinem Artikel zu den Armen schon einmal angesprochen, dass Menschen unterschiedlich den Raum um sich herum nutzen. Stellen wir uns doch einmal folgende Situation vor. An einem Seminartag treffen nacheinander ein Mann und eine Frau ein, die den #Seminarraum betreten und sich einen Platz suchen. Ich werde das Verhalten dieser beiden Personen, als Beispiel, mal ein wenig genauer beschreiben.

Beginnen wir mit dem #Mann, der zügig den Raum betritt, sich einen Platz sucht, sich setzt und wie ganz selbstverständlich seinen Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls ablegt. Seine Sachen breitet er auf dem vor ihm stehenden Tisch aus und die Tasche stellt er auf dem Nachbarstuhl ab. Er blickt in die Runde, schaut jedem in die Augen und lächelt. Dann steht er auf und geht durch den gesamten Raum, um sich einen Kaffee zu holen. Mit der Tasse stellt er sich dann entspannt ans Fenster und schaut hinaus in die Ferne. Mit seinem Verhalten nutzt er den gesamten Raum. Er zeigt damit ganz deutlich: Hier bin ich, hier ist mein Platz und hier fühle ich mich wohl. Er bewegt sich frei und markiert, mit seinen Sachen auf dem Tisch und seiner Tasche auf dem Nachbarstuhl, gleich sein Revier. Ihm kann man demnach einen großen #Selbstwert sowie eine gewisse #Dominanz zuschreiben.

Nun kommen wir zu der #Frau. Ohne groß umher zu schauen, betritt sie, mit leisen Schritten, denselben Raum und sichert sich gleich den Platz nahe der Tür. Sie setzt sich und holt aus ihrer Tasche einen Block, einen Stift und ihr Handy heraus. Den Block legt sie direkt vor sich und den Stift sowie das Handy auf den Block. Danach stellt sie ihre Tasche zwischen die Beine und greift zum Handy. Ihre Körperhaltung ist extrem angespannt. Ihre Beine halten die Tasche fest und die Arme hält sie eng am Körper. Ihr Blick ist gesenkt und auf das Handy gerichtet. Verstohlen schaut sie in Richtung Kaffeemaschine und anschließend zu dem Mann, der mit seiner Kaffeetasse am Fenster steht. Als er sie anschaut, blickt sie sofort wieder auf ihr Handy und beschäftigt sich anschließend so lange damit, bis das #Seminar beginnt. Im Gegensatz zu dem Mann, bewegt sich die Frau in einem sehr engen Radius. Ihre Bewegungen sind nah am Körper gehalten und sie nutzt den Raum nur so weit, wie sie es unbedingt muss. Sie fühlt sich sichtlich unwohl und möchte so wenig wie möglich auffallen. Ihr #Selbstbewusstsein ist eher gering. Sie wirkt schüchtern und zurückhaltend.

Je mehr du den Raum für dich nutzt, desto selbstbewusster wirkst du.

Bei Menschen mit einem hohen Selbstwert, sind die Körperbewegungen weitschweifig und sie nutzen, bei Bedarf, gern den gesamten Raum. Ist der Selbstwert gering, geht es darum, so wenig wie möglich aufzufallen. Die Körperbewegungen sind klein und eng am Körper gehalten. Der Raum wird so wenig wie nur möglich genutzt.

Warum habe ich gerade für den Mann und die Frau die entsprechenden Rollenbeispiele gewählt? Aus meiner Erfahrung heraus, sind es meist die Männer, die selbstbewusst auftreten und die Frauen eher diejenigen, die sich zurückhalten und in sich zurück ziehen. Doch natürlich darf man aus diesen beiden Beispielen keine Verallgemeinerungen ziehen.

Nun noch kurz ein weiteres Beispiel zum Thema Raumnutzung: Auch bei Rednern auf der #Bühne, kann man diesen Unterschied gut wahrnehmen. Menschen, die während der Rede die Bühne oder sogar den gesamten Raum für sich nutzen und große Bewegungen machen, werden als selbstbewusster wahrgenommen, als Personen, die nur an einer Stelle auf der Bühne stehen und sich krampfhaft am Mikrofon oder ihrem Skript festhalten. Nutze also dementsprechend den Raum für dich. Und sei dir dabei stets auch deiner Haltung und deiner Außenwirkung bewusst.

Kleidung und Accessoires

#KleidungUndAccessoires #Körpersprache

Ich möchte das Thema #Kleidung und #Accessoires gern im Zusammenhang mit der Körpersprache aufbringen, weil es für mich ein weiterer bedeutsamer Aspekt ist, dem oft nur wenig Beachtung geschenkt wird. Für unsere Kleidung und alles weitere, was damit zusammenhängt, sind wir selbst verantwortlich. Wir entscheiden demnach, welche Kleidung wir täglich tragen. Und wenn ich mir dann die Menschen auf der Straße einmal etwas genauer anschaue, frage ich mich oft, weshalb jemand gerade diese Entscheidung getroffen hat. Ich selbst habe mehrere verschiedene Kleidungsstücke im Kleiderschrank. Manche sind schon Jahre alt, manche ganz neu. Wieder andere haben viel Geld gekostet, andere wenig. Ich liebe es, verschiedene Stile miteinander zu kombinieren und wähle auch, je nach Anlass, bewusst aus, was ich trage.

Dabei geht es nicht nur um die Kleidung, sondern auch um die entsprechenden Accessoires. Ich habe unterschiedliche Schmuckstücke, Tücher, Taschen und Schuhe, die ich mit zum Einsatz bringe. Und ich weiß, dass man auch durch Farbe bewusst kommunizieren kann. Ich selbst trage gern Schwarz in Kombination mit anderen Farben. Ich kombiniere gern Altes mit Neuem, Preiswertes mit Teurem. Wir sollten uns viel mehr unserer #Wirkung in Bezug auf das, was wir tragen, bewusst sein. Ich kenne #Menschen, die z.B. ganz bewusst, zum klassischen Business-Outfit, knallbunte Socken tragen. Oder eine herausstechende Brille. Oder auffällige Schuhe. Verrückte Stile, gepaart mit viel #Selbstbewusstsein, haben Wirkung und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auch Frisuren haben eine starke Wirkung. Oder Make-Up. Auffällig oder eher dezent? Was passt am besten zu dir und dem entsprechenden Anlass? Und wie ist es bei den Männern mit dem Bart? Ist er gepflegt und hat einen guten Schnitt? Tattoos sind übrigens auch ein ganz klares Statement.

Dein äußeres Erscheinungsbild sollte deine Persönlichkeit positiv unterstreichen.

Wichtig ist, dass der entsprechende Stil zu dir und deinem Auftreten passt. Sobald du verkleidet wirkst und dich in deiner Kleidung nicht wohl fühlst, wirst du das auch ausstrahlen. Wenn du selbst kein Händchen für Kleidung, Farben und #Stil hast, kannst du dir entsprechende Unterstützung holen. Und nicht umsonst gilt der Spruch: „Kleider machen Leute.“ Kleidung kann dich auch dabei unterstützen, deine #Haltung zu verändern. Denken wir nur an ein Korsett. Oder wie sich der Gang und die Körperbewegung verändern, wenn Frauen Kleider und High Heels tragen. An dieser Stelle noch ein Tipp für uns Frauen: Wenn du hohe Absätze trägst, dann solltest du auch darin laufen können.

Wenn du dich wohl in deiner Haut und mit deinem #Outfit fühlst, dann wird deine #Ausstrahlung eine ganz besondere sein. Es ist beeindruckend, wenn man Vorher/Nachher Bilder von Menschen sieht, die ein Umstyling hinter sich haben. Man sieht förmlich, wie sie neu erstrahlen. Und trau dich ruhig, auch mal neue Dinge auszuprobieren. Hol dir immer wieder Feedback dazu ein. Hab Spaß daran und tu das so lange, bis du deinen persönlichen Stil gefunden hast.

Augen

#Blickkontakt #Körpersprache

Kennst du folgende Situation? Du sitzt in der Bahn, in einem Wartezimmer oder an sonst einem öffentlichen Ort und derjenige, der dir gegenüber sitzt, starrt dich unermüdlich an. Was geht in dir vor? Vielleicht erst einmal #Unsicherheit… du fragst dich vielleicht, ob du was im Gesicht hast oder deine Brille schief sitzt. Vielleicht streichst du dir nervös übers Gesicht. Starrt dich derjenige immer noch an, wächst in dir langsam die innere #Anspannung. Du fühlst dich unwohl und es ärgert dich, dass er andere dich so penetrant anstiert und du bist froh, wenn er endlich wegschaut oder du die Situation verlassen kannst.

Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich, welche #Wirkung Blickkontakt haben kann. Und das im positiven, als auch im negativen Sinne. Wie lange sollte man eine andere Person anschauen, so dass es einen positiven Eindruck hinterlässt? Es wird gesagt, dass eine Dauer von 2-3 Sekunden im akzeptablen Rahmen ist. Dauert der Blickkontakt deutlich länger, fühlt sich die andere Person angesprochen. Beim #Flirten mag das vielleicht positive Auswirkungen haben, ansonsten hat es eher einen provokativen Charakter.

Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Schaust du jemanden zu lange an, kann das beim Gegenüber zu Unsicherheit bis hin zu #Aggression führen. Dessen solltest du dir bewusst sein. Bist du jedoch in einem Zweier-Gespräch, so kann der Blickkontakt natürlich auch länger andauern. Jedoch solltest du auf die Reaktion deines Gegenübers achten. Fängt die andere Person an, nervös an sich herum zu nesteln, löse den Blickkontakt immer mal wieder ganz bewusst, bis die Atmosphäre zwischen euch wieder entspannter ist.

Wichtig ist auch die richtige Kopfhaltung. Hältst du den Kopf gesenkt, wirkt dein Blick schüchtern, zurückhaltend und unsicher. Hast du deinen Kopf zu stark gehoben, kann das einschüchternd und arrogant rüber kommen. Ein Vorteil ist es außerdem im Sommer, wenn du in einem Gespräch die Sonnenbrille absetzt, damit dein Gegenüber deine Augen sehen kann. Alles andere kann unhöflich und verunsichernd für den anderen sein.

Und noch ein Tipp für #Vorträge und #Präsentationen. Suche unbedingt den Blickkontakt zum Publikum. Lass deinen Blick über die Personen schweifen und denke vor allem auch an die toten Punkte, wie z.B. rechts und links vor dir. Bei bis zu 20 Personen kannst du gut jeden Einzelnen einbeziehen. Lass deinen Blick auch hier immer einmal wieder ca. 2-3 Sekunden auf jedem Gesicht ruhen.

Arme

#Arme #Körpersprache

Ist dir auch schon mal jemand begegnet, der sich auf einen Stuhl setzte und ganz selbstverständlich seinen einen Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls abgelegt hat? Das sagt bereits ganz deutlich etwas über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Arme aus. Man kann sie entweder eng am Körper halten und kleine #Bewegungen machen oder weite, ausufernde Armbewegungen vollführen und somit den gesamten Raum um sich herum einnehmen. Doch was bedeutet das alles bzw. was kann man daran ablesen?

Der Herr, der mit seinem Arm auch gleich den Nachbarstuhl für sich mit beansprucht, verfügt z.B. über einen relativ hohen #Selbstwert. Kleine Bewegungen und Einschränkungen sind nichts für ihn. Er weiß, wo es lang geht. Dem gegenüber gibt es jedoch Menschen, die man in einer Runde am Tisch fast übersieht, weil sie sich so klein machen. Die Arme sind eng an den Körper gepresst und bewegen sich, wenn überhaupt, nur mit dem unteren Teil ab dem Ellenbogen. Sie beanspruchen demnach nur wenig Raum um sich herum und ziehen sich zurück. Auch der Selbstwert ist hier eher gering.

Unsere Armbewegungen verraten, wie wir uns fühlen und wie es um unseren Selbstwert bestellt ist.

Nun kurz zu dem Thema: Die Arme vor dem Brustkorb verschränken. Viele interpretieren diese Geste als Ablehnung… weil sie das vielleicht irgendwo mal so gehört haben. Jedoch handelt es sich hierbei um gefährliches Halbwissen. Beim Thema #Körpersprache ist es extrem wichtig, immer den Gesamtkontext zu betrachten. Denn viele Menschen verschränken ihre Arme auch einfach nur, weil es für sie bequem ist. Führen wir jedoch ein #Gespräch und kommen auf ein bestimmtes Thema zu sprechen oder stellen unserem Gegenüber eine #Frage und derjenige verschränkt dann genau in diesem Moment seine Arme, kann man das durchaus als Reaktion auf das Vorangegangene interpretieren. Es deutet auf Unbehagen hin, Rückzug und wir schützen durch das Arme verschränken unsere empfindliche Körpermitte.

Auch bei den Armen ist es wieder so, dass alle Bewegungen entgegen der Schwerkraft Zufriedenheit ausstrahlen. Beim Gehen schwingen dann unsere Arme ganz wie von selbst. In Gesprächen gestikulieren wir mehr. Und wenn unsere Lieblingsmannschaft endlich ein Tor schießt, so schießen auch unsere Arme ganz von selbst in die Höhe. Bei Unwohlsein fallen unsere #Schultern und Arme nach unten. Man kann richtig zusehen, wie es in diesen Momenten aussieht, als würden schwere Gewichte an ihnen hängen.

Zum Schluss vielleicht noch ein interessanter Fakt: Droht uns Gefahr, so sorgt das limbische System in diesen Momenten ganz automatisch dafür, dass wir versuchen, uns mit unseren Armen zu schützen. Zum Beispiel halten wir in dem Moment, wenn es um uns herum irgendwo knallt, ganz automatisch zum #Schutz die Arme über den Kopf.