AusZeit (Der Blick hinter die Kulissen)

#AusZeit #DerBlickHinterDieKulissen

Manchmal ist es einfach an der Zeit, sich eine kleine Auszeit zu nehmen und nur auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich persönlich bin ja auch der Meinung, dass man erst einmal eine gewisse Art von #Langeweile erreichen muss, um wirklich kreativ sein zu können. Denn alle Ideen entstehen erst einmal im Kopf. Und um überhaupt Platz im Kopf zu haben, darf man ihn erst einmal ausleeren. Manche nutzen dafür #Meditation, andere Sport oder Musik. Bei mir ist es der Luxus, mir auch mal Langeweile zu erlauben.

In dem letzten halben Jahr habe ich extrem viel Zeit in meinen #Blog gesteckt. Seit Beginn des Jahres gab es jede Woche ein besonderes Thema, dem ich mich gewidmet habe und jeden Sonntag noch meinen privaten Post. Ich möchte diese Tradition gern fortführen, jedoch in den kommenden Wochen erst einmal ohne das „Muss“ dahinter. Denn ich widme mich in der nächsten Zeit in erster Linie meinem „realen Leben“ im Hier und Jetzt.

Auszeiten sind außerdem gut für die #Seele. Die Zeit, die ich sonst mit geschäftlichen Themen gefüllt habe, bleibt nun vordergründig für andere Dinge. Und ich freue mich darauf, mir auch mal keinen Plan machen zu müssen. Einfach mal in den Tag hinein zu leben und das mitzunehmen, was sich ergibt. Viel Zeit für meine kleine #Familie zu haben und auch mal ein paar private Projekte umsetzen zu können.

Ich überlege noch, in den kommenden Wochen meinen privaten Sonntagsbeitrag beizubehalten oder alles unabhängig vom Sonntag zu gestalten und einfach ein paar alltägliche Dinge mit euch zu teilen. Denn es gibt einige liebe Menschen, mit denen ich privat verbunden bin und die immer wieder mal zu mir sagen: „Ach Kristin, schade, dass man in den sozialen Netzwerken kaum noch Privates von dir liest.“ Und vielleicht ist ja die anstehende kleine Auszeit genau dafür da. Mal eine andere Seite von mir zu zeigen…

In jedem Fall heißt es die nächsten Wochen für mich: „Family comes first.“ Habt eine gute Zeit und genießt die warmen Sonnenstrahlen. Lasst es euch gut gehen, gönnt euch angenehme Gedanken und bringt ein wenig mehr Liebe und Wärme in diese chaotische Welt.

Alles Liebe für euch 🧡

Kristin

ErWartungen (Der Blick hinter die Kulissen)

#ErWartungen #DerBlickHinterDieKulissen

„Erwarte nichts von anderen, dann kannst du auch nicht enttäuscht werden.“ Ein Satz, den ich in schon oft gehört habe. Doch so einfach, wie er gesagt ist, ist es dann doch nicht umzusetzen. Und trotzdem habe ich dahin gehend schon viel erreicht. Denn das Thema Erwartungen, zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.

Wie oft war mein #Leben, auf Grund falscher Erwartungen, ein wahres Trauerspiel. Ganz besonders häufig in meiner Jugendzeit. Und doch habe ich jedes Mal etwas daraus gelernt. Und an jeder einzelnen Ent-Täuschung, bin ich ein Stück gewachsen.

Wusstest du eigentlich, dass es zwei Varianten von Erwartungshaltungen gibt? Zum einen gibt es da die #Vermutung, zum anderen den #Anspruch. Bei der Vermutung habe ich, auf Grund meiner eigenen Erfahrungen und Menschenkenntnis, eine gewisse Vorstellung davon, wie eine Situation ausgehen bzw. wie andere Menschen sich möglicherweise verhalten könnten. Beim Anspruch habe ich eine ganz klare Vorstellung davon, wie jemand anders sich zu verhalten hat.

Wer etwas erwartet, im Sinne eines Anspruchs, drückt die andere Person in eine Rolle, welcher derjenige vielleicht gar nicht entspricht. Es kann also passieren, dass der andere sich dadurch in seiner #Freiheit eingeschränkt fühlt. Das führt dann bei ihm zu Unwohlsein und Widerstand, wodurch er sich dann komplett verweigert, um seine #Autonomie zu schützen und zu behalten.

Allerdings kann es auch sein, dass er sich der Erwartung beugt, um die Harmonie zu bewahren oder als positiv wahr genommen zu werden. Allerdings wird dieser innere Widerstand gegen die Einschränkung der persönlichen Freiheit, der weiterhin in ihm brodelt, eines Tages an anderer Stelle aus ihm heraus brechen, um die eigene Autonomie wieder herzustellen.

So weit zur Theorie. Theoretisch weiß ich also, dass es nichts bringt, in Bezug auf andere Menschen Erwartungen zu haben. Und oftmals gelingt es mir auch, dem nachzukommen und mit dem zu leben, was sich mir bietet. Doch gerade bei sensiblen Themen, wenn ich in irgendeiner Art Unterstützung benötige oder, wenn ich mich selbst in meiner Freiheit eingeschränkt fühle, verfalle auch ich in den Widerstand oder die Erwartungshaltung gegenüber anderen. Und das endet zumeist in einem riesen Chaos. Und ja, ich sollte es besser wissen… doch manchmal bin ich auch nur ein Mensch und keine „Expertin“. Dann bestehe ich auf meinem eingebildeten Recht, dass andere doch auch mal was für mich tun können. Und dann erwarte ich bestimmte Verhaltensweisen, und das, obwohl ich es besser weiß.

Und blicke ich im Nachhinein zurück auf die Situation, dann sehe ich ganz klar, dass ich meine Bedürfniserfüllung, die ich durch Erwartungen auf andere projiziere, nur auf mich selbst richten kann. Ich kann und ich möchte auch gar niemanden dazu zwingen, mein Leben zu führen. Denn jeden von uns gibt es nur ein Mal auf dieser Erde. Mit dem Gesamtpaket unserer Erfahrungen, Werte und Ansprüche. Und welche Person weiß am besten, was dir gut tut? Das weißt nur du selbst. Und jeder von uns lebt in seiner eigenen Realität. Und somit kann niemand wissen, was du gerade denkst, fühlst oder brauchst, wenn du es nicht nach außen trägst. Wenn du dich anderen nicht mitteilst. Und selbst dann läufst du Gefahr, dass deine Erwartungen nicht erfüllt oder enttäuscht werden.

Deshalb hilft nur, weiterhin deine Erlebnisse für dich selbst zu reflektieren. Entsprach das, was du erwartet hast, einer gerechtfertigten Vermutung? Oder war es lediglich nur dein alleiniger Wunsch? Wenn du dir zukünftig diese Fragen stellst, kannst du falsche Erwartungen schneller entlarven. Und schau, was dein wirkliches #Bedürfnis dahinter ist. Kannst du es dir vielleicht sogar selbst erfüllen? Denn andernfalls gerätst du in eine #Abhängigkeit, die dir, besonders auf lange Sicht, nicht gut tut.

Also sorge gut für dich und halte dich zukünftig möglichst von Erwartungen fern. Reflektiere dich selbst immer wieder und wachse an deinen Erfahrungen. Äußere #Bitten und #Wünsche, aber habe nicht gleichzeitig den Anspruch auf Erfüllung. Dann wirst du letzten Endes glücklicher, zufriedener und ausgeglichener sein.

WendePunkte

#WendePunkte #DerBlickHinterDieKulissen

Manchmal kommst du in deinem #Leben an einen Punkt und du weißt, du musst eine #Entscheidung treffen. Etwas muss sich verändern. Vielleicht hast du schon länger das Gefühl, dass etwas anders werden muss, aber kannst es noch nicht so richtig greifen. Und so vergehen Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre, in denen du dich einfach dem fügst, was ist. In denen du lediglich reagierst und dich manchmal fühlst, wie die Kugel in einem Flipper-Automaten. Doch nach und nach frisst sich diese #Unzufriedenheit immer weiter in dein Herz und deine Seele. Deine Energie schwindet. Dein positives Lebensgefühl auch.

Und irgendwann bemerkst du, dass alles um dich herum an Farbe verloren hat. Und du fragst dich, wie du überhaupt dort hin gelangen konntest. Wie du für so lange Zeit in diesem Zustand leben konntest. Und du stellst fest, dass die vergangene Zeit nicht mal mehr dem Wort Leben gerecht war. Du beginnst dich selbst zu fragen, was aus dir geworden ist. Du warst doch einmal so stark und lebensfroh. Andere haben dich immer um deine positive Lebenseinstellung beneidet. Wie konnte es nur so weit kommen?

Vielleicht findest du in diesem Moment noch keine Antwort auf deine Frage. Denn oft erkennen wir die Dinge erst im Nachhinein. Doch das ist momentan nicht wichtig. Wichtig ist, dass du erkannt hast, dass sich etwas ändern muss. Und dass sich nichts verändern wird, solange du nicht selbst die Initiative ergreifst. Du für dein eigenes Denken und #Handeln nicht zu 100% die #Verantwortung übernimmst. Du überlegst, was du brauchst, um dich wieder besser zu fühlen. Vielleicht kannst du auch das noch nicht wirklich beantworten, doch du weißt, dass du zu allererst die jetzige Situation verlassen musst, um überhaupt eine Chance auf wirkliche Veränderung zu haben.

Doch Veränderungen brauchen vor allem auch #Mut. Stärke. #Selbstbewusstsein. Und vielleicht ist dir genau das in den letzten Jahren verloren gegangen. Aber das brauchst du, um die Situation überhaupt erst verlassen zu können. Doch du traust dich nicht. Und du beginnst, dir selbst alles schön zu reden. Es ist ja eigentlich auch gar nicht so schlimm. Schau doch mal, wie gut ich es eigentlich habe! Mich hätte es auch viel schlechter treffen können. Und du raffst dich nochmal auf. Versuchst, weiter mit der jetzigen Situation klar zu kommen. Das Positive darin zu sehen. Du kämpfst für das, was irgendwann einmal so viel versprechend begonnen hat. Als alles noch schön war und du dieses Leben genau so wolltest. Und du begreifst, dass du genau das zurück willst. Dieses Gefühl der #Leichtigkeit, des Lachens und der #Zufriedenheit.

Und irgendwann später… Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre… erkennst du, dass du dir selbst die ganze Zeit nur etwas vor gemacht hast. Dass dieses farbenfrohe Bild schon lange nicht mehr existiert und um dich herum schon längst alles schwarz ist. Und nicht nur das, denn jetzt bist du auch noch ausgebrannt, weil du diesem untragbaren Zustand viel zu lange ausgesetzt warst. Du steckst in einem schwarzen Loch. In einer Abwärtsspirale. Und vielleicht bist du jetzt an dem Punkt angelangt, an dem es nur noch zwei Wege gibt: Entweder, dich von dieser Abwärtsspirale immer weiter in den dunklen Abgrund ziehen zu lassen oder endlich deine letzte Energie zusammensuchen, um den Absprung doch noch irgendwie zu schaffen.

Du weißt, dass das vielleicht deine letzte Möglichkeit ist, lebend aus all dem Chaos heraus zu kommen. Doch du hast Angst. #Angst vor der Veränderung. Denn Veränderungen bringen immer auch #Ungewissheiten mit sich. Wer weiß, ob das, was kommt, wirklich besser ist? Vielleicht gibt es ja auch gar keinen Ausweg? Vielleicht schaffe ich es ja auch gar nicht? Und dann taucht es wieder vor deinem geistigen Auge auf. Das Bild von damals, als du noch stark und voller Energie warst. Und genau das ist jetzt dein Antrieb. Da möchtest du wieder hin.

Und mit dem letzten Funken Energie in dir bäumst du dich ein letztes Mal auf. Du weißt, das sich vor dir ein langer und beschwerlicher Weg befindet, voller Stolperfallen und Hindernisse. Doch Mut ist stärker als Angst. Und so konzentrierst du dich auf den ersten Schritt nach vorn. Und dann auf den zweiten. Schritt für Schritt. Und mit jedem geschafften Schritt wächst deine #Zuversicht. Und die Freude darüber, dass du endlich wieder in Bewegung bist. Der Weg ist dein #Ziel. Und ganz tief in deinem Herzen spürst du: „The light at the end is worth the pain. I’m on my way. I’m on my way.“

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Ich denke, fast jeder von uns hat schon einmal Momente in seinem Leben gehabt, in denen er nicht mehr weiter wusste und an einem Wendepunkt stand. Entweder lebe ich dieses Leben weiter, obwohl es mich unglücklich macht, oder ich nehme all meinen Mut zusammen und verändere die Situation. Ohne zu wissen was kommt. Ohne sicheren Ausgang. Manche schaffen diesen Schritt. Andere nicht. Jeder ist in diesem Sinne für sein eigenes Handeln und Leben verantwortlich.

Ich selbst habe bereits einige Wendepunkte in meinem bisherigen Leben gehabt. Und ich habe Menschen in meinem näheren Umfeld, die zum Teil ganz extreme Veränderungen in ihrem Leben bewältigt haben. Doch kenne ich auch nach wie vor Menschen, die zwar ein unglückliches Leben führen, sich jedoch (noch) nicht trauen. Denen die eigene Angst vor dem „Was kommt danach?“ (noch) im Weg steht.

Und denen, die sich (noch) nicht trauen. Die (noch) nicht bereit sind für die anstehende Veränderung. Denen möchte ich mit auf den Weg geben: Mut ist immer stärker als Angst! Trau dich! Sei mutig! Tu den ersten Schritt heraus aus dem Dunkel! Hab #Vertrauen in dich, deine Entscheidungen und in deinen Weg! Und am Ende wirst du dich fragen, wieso du überhaupt so lange gewartet hast.

Die Fünf Sinne

#DieFünfSinne #Körpersprache

Wenn wir an Körpersprache denken, dann haben wir oft nur die Äußerlichkeiten im Kopf. Wie sieht es aus mit der #Mimik und #Gestik eines Menschen? Wie spricht unser Körper? Und dabei vergessen wir, dass wir auch über unsere #Sinne kommunizieren. Zu den 5 Sinnen gehören: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Doch wie genau kommunizieren wir darüber miteinander und worauf sollten wir achten?

Beginnen wir mit dem #Sehen. Siehst du dir auch schöne, ästhetische Menschen an? Liebst du es, dir Tanzshows anzuschauen? Oder magst du lieber Mode-Events? Tolle Frisuren? Eine schönes Make Up oder tolle Accessoires? Blickst du gern in Gesichter, die ein strahlendes Lächeln haben?Über unser Äußeres setzen wir ein deutliches Statement. Schaut mich an… oder eben genau das Gegenteil: Bloß nicht auffallen. Alles, was wir sehen können, beeinflusst, wie wir über die andere Person denken.

In Bezug auf das #Hören kommunizieren wir über unsere #Stimme. Die Art und Weise, wie wir sprechen, lässt bei unserem Gegenüber einen positiven oder auch negativen Eindruck entstehen. Und auch über unsere Nase nehmen wir Signale von außen wahr. Sicher hast du es schon mal erlebt, dass du dein Gegenüber „nicht riechen“ konntest… und das muss nicht unbedingt am #Parfum gelegen haben. Durch Parfum wird übrigens unser Eigengeruch überdeckt, was sich bei der Partnerwahl eher negativ auswirken kann. Zu viel Parfum wirkt sowieso eher kontraproduktiv. Besser ist es, einen dezenten #Geruch zu wählen, der gut zu einem passt.

Sei dir der kommunikativen Wirkung deiner fünf Sinne bewusst.

Im Bezug auf das #Schmecken und #Fühlen, müssen wir einer anderen Person dann schon sehr nahe sein. Denken wir nur einmal an das Salz auf unserer Haut. Wie süß #Küsse schmecken können. Oder wie unappetitlich, kurz nachdem jemand geraucht hat. Und auch das Essen ist #Kommunikation. Verwöhnst du deine/n Liebste/n gern mit süßen Erdbeeren und Sahne?

Die Art und Weise, wie wir andere berühren, sollte wohl überlegt sein. Denn dafür müssen wir in die Privatsphäre eines Menschen gelangen, was immer nur mit dessen Erlaubnis geschehen sollte. Selbst ein gut gemeintes Schulterklopfen oder kurz die Hand berühren, kann nach hinten losgehen, wenn dein Gegenüber damit nicht einverstanden ist.

Unbewusst treten wir auch über unsere 5 Sinne mit unserer Umwelt in Kontakt. Sei dir deshalb also immer bewusst, dass du auch darüber mit anderen Menschen kommunizierst. Die Art und Weise deines Auftretens kann positive, aber auch negative Auswirkungen haben. Lenke sie in die richtige Richtung, sei flexibel und aufmerksam und gehe auf dein Gegenüber ein.

HochSensibilität

#HochSensibilität #DerBlickHinterDieKulissen

Die Welt, in der wir leben, ist für mich oft zu hektisch, zu grell und zu laut. Ich kann das zwar eine Weile ertragen, jedoch immer nur eine begrenzte Zeit. Dann meldet sich mein Körper. Wenn ich mich dann nicht zurück ziehe, bekomme ich früher oder später Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche und fange an zu zittern. Denn ich gehöre zu den ca. 20% der Bevölkerung, die Reize von außen fast ungefiltert wahrnehmen. Es gelingt mir immer nur für eine relativ kurze Zeit, Störgeräusche auszublenden. Und nein, ich habe kein #ADHS und ich bin auch nicht irgendwie krank. Das, was ich bin, nennt man hochsensibel.

Schon seit ich mich erinnern kann, habe ich mich irgendwie anders gefühlt. Ganz deutlich wurde das dann mit den Jahren, als ich älter wurde. Ständig waren irgendwelche Parties, war laute Musik, wurde Alkohol getrunken usw. Ich hatte zwar einen großen Freundeskreis und eine feste Clique und ich war auch fast überall immer mit dabei, aber oft war es auch mehr Gruppenzwang, als wirkliches Interesse daran. Denn ich wollte ja keine #Außenseiterin sein. Wollte dazu gehören. Auch beim Stadtbummel oder bei einem Spaziergang, der z.B. an einer belebten Straße entlang führte, war ich schnell überreizt von all den Eindrücken. Wenn ich dann mal etwas dazu sagte, hörte ich nur zu oft, ich solle mich doch nicht so haben oder mal nicht so empfindlich sein.

Dieser rote Faden zog sich durch mein gesamtes #Leben. Und erst viele Jahre später, genau genommen im Jahr 2013, stieß ich auf einen interessanten Artikel im Internet. Darin ging es um das Thema Hochsensibilität und in ihm wurde genau das beschrieben, wie ich mich oft fühlte. Ich recherchierte also weiter und fand heraus, dass dieses „Anderssein“ einen Namen hat und ich nicht allein damit bin. Ich bestellte mir zwei Bücher von Elaine N. #Aron, welche sich viel mit diesem Thema beschäftigt und auch dazu geforscht hat.

Und, was soll ich sagen, diese beiden Bücher veränderten mein Leben. Ich verstand plötzlich, was mit mir los war und warum ich mich so fühlte. Mir fällt es schwer, #Sinneseindrücke zu filtern. Sie prasseln einfach auf mich ein. Ganz besonders herausfordernd sind für mich auditive Reize. Lang andauernde Geräuschkulissen sind für mich ein Horror. Und insgesamt zu viel Licht, zu viel Geruch, zu viel Berührung, zu intensiver Geschmack und so vieles mehr.

Durch die beiden #Bücher lernte ich, mit meiner Besonderheit besser umzugehen. Ich achte seitdem darauf, dass ich mir genügend Rückzugs- und Ruhepausen gönne. Ich schaue ganz genau, mit welchen Menschen ich wie lange meine Zeit verbringe. Ich suche mir ganz bewusst Wohlfühlorte aus, sei es, um Urlaub zu machen oder um mich mit jemandem zu treffen. Alles, was mich stresst, versuche ich weitestgehend zu vermeiden. Und wenn ich weiß, dass ich es nicht vermeiden kann und stressige Zeiten vor mir liegen, so versuche ich immer auch parallel dazu gleich für den nötigen Ausgleich zu sorgen.

Und ich habe vor allem gelernt, ‚Nein‘ zu sagen, wenn mir etwas zu viel wird oder ich im Vornherein schon weiß, dass es mir zu viel werden könnte. Durch diesen wichtigen Schritt hat sich zwar mein soziales Umfeld noch einmal gewaltig verändert, aber so habe ich wirklich nur #Menschen in meinem Leben, die mit meiner Besonderheit umgehen können.

An dieser Stelle bin ich auch sehr dankbar für meinen Lebenspartner Mike. Er ist zwar das genaue Gegenteil von mir, aber er kann unglaublich gut mit meiner Hochsensibilität umgehen. Er weiß, dass mir schnell auch mal alles zu viel werden kann und sorgt dann für den nötigen Ausgleich. Und er hat auch einen großen Anteil daran, dass ich meine Hochsensibilität nicht mehr nur als Fluch, sondern auch als einen Segen betrachten kann. Denn ohne sie wäre ich z.B. in meiner Arbeit niemals so gut, wie ich es heute bin. Denn ich weiß meine Hochsensibilität zu nutzen und einen Mehrwert daraus zu schöpfen.

Und auch für unsere kleine Tochter ist es mir wichtig, zu meiner Hochsensibilität zu stehen. Sie als etwas Positives zu sehen. Nur so kann ich sie durch diese laute und manchmal auch überreizte Welt führen. Denn auch sie ist hochsensibel, allerdings gepaart mit viel Temperament. Ich wünsche mir, dass sie mit ihrer #Sensibilität gut umzugehen lernt. Und sie soll niemals das Gefühl haben, falsch zu sein. Denn auch, wenn unsere Welt noch so anstrengend für uns hochsensible Menschen ist, so sehen und spüren wir doch auch so viele wunderbare Dinge, für die sich all die Herausforderungen lohnen.

FreiRäume schaffen

#FreiRäumeSchaffen #DerBlickHinterDieKulissen

Gerade in den letzten Wochen und Monaten war in meinem Leben immer wieder ein Thema präsent: Das Thema „Freiräume schaffen“, egal ob im beruflichen oder privaten Kontext. Dabei geht es nicht allein nur um räumliche Möglichkeiten, sondern auch um das mentale Abschalten. Doch als #Selbstständige und Neu-#Mama sowie mit den vergangenen Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen, war das alles gleich noch einmal ein ganz anderes Thema.

Vielleicht erst einmal kurz zu den beruflichen Freiräumen. Wie schafft man es, in einer Zeit, wo die Arbeit plötzlich komplett still steht, von der Arbeit bzw. den Existenzängsten abzuschalten? Gerade als Selbstständige? Nach meiner Mama-Auszeit hatte das Jahr so gut begonnen. Tolle, neue Aufträge mit Zukunftsaussichten flatterten ins Haus, Folgeaufträge wurden bereits besprochen und plötzlich: Seit März kompletter Stillstand. Und kein planbares Ende in Sicht. Natürlich gibt es übergangsweise die soziale Absicherung vom Staat, doch diese deckt bei mir nicht mal die monatlichen Grundausgaben. Wie also schaffe ich es in Zeiten, wie diesen, mir meine mentalen Freiräume diesbezüglich zu schaffen? Ich gebe mir ganz bewusst Momente, in denen ich auch mal so richtig #Panik schieben darf. In denen ich alles anzweifle und mich frage: Wie soll das alles nur jemals wieder besser werden? Doch diese Momente setze ich mir ganz bewusst… und dann heisst es für mich wieder nach vorn blicken. Wie kann ich die jetzige Zeit für mich positiv nutzen? Wie kann ich meine Angebote dem Nutzen nach entsprechend anpassen? Was wird gerade gebraucht und wie kann ich #Menschen dahin gehend am besten unterstützen? Und ich weiß auch, dass ich Klienten habe, die meine Leistungen wieder in Anspruch nehmen werden, wenn sich das ganze Chaos wieder ein wenig geordnet hat. Und das alles gibt mir dann wieder Hoffnung und Zuversicht, dass sich alles finden und im Guten weitergehen wird.

Nun zu meinen privaten Freiräumen. Vor der Zeit der Ausgangsbeschränkungen musste ich mich erst einmal als Neu-Mama finden und arrangieren. Unsere kleine Maus klebte fast 24h am Stück an mir, die Nächte waren kurz und so fühlte ich mich mit jedem Tag erschöpfter und ausgelaugter. Mit der Zeit merkte ich, dass ich dringend auch #Baby-Auszeiten brauchte. Als es dann immer mehr möglich wurde, wollten wir es so ausprobieren, dass Mike die Kleine auch öfter einmal nimmt und mit ihr spazieren geht. So hätte ich endlich mal wieder Zeit für mich, für Freunde und meine persönlichen Bedürfnisse. Anfangs fühlte ich mich mit der Option jedoch richtig schlecht. Wie konnte ich als #Mutter nur unsere Kleine einfach weggeben? Doch nach diesen Startschwierigkeiten ging es immer besser und ich nutze die mir geschenkte Zeit. Und auch, wenn die Luft zuhause zwischen Mike und mir mal etwas dicker wurde, gönnten wir uns kleine Auszeiten. Und wir gestehen uns diese auch gegenseitig zu. Und um so größer ist dann die Freude, wenn er z.B. mit der Kleinen vom Spazierengehen nach Hause kommt und ich in der Zwischenzeit die Möglichkeit hatte, einfach mal auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und ein Buch zu lesen. Selbst die Ausgangsbeschränkungen konnten uns somit nichts anhaben. Natürlich war es manchmal schon etwas eintönig, immer wieder dieselben Wege zu gehen, doch wir veränderten einfach unsere #Prioritäten und es war nicht mehr wichtig, wo wir spazieren gehen oder dass ich ja nur auf dem Balkon sitze, sondern dass wir überhaupt die Möglichkeit hatten, an der frischen Luft zu sein.

Wie also gelingt es mir, Freiräume zu schaffen, auch wenn auf den ersten Blick vielleicht gar keine Möglichkeit dafür da zu sein scheint? Durch eine Anpassung meiner Sichtweise. Durch einen neuen Blick auf die Dinge und Begebenheiten und die Möglichkeiten, die mir gegeben sind. Ich war schon immer jemand, der immer versucht hat, das Beste aus jeder Situation heraus zu holen und so halte ich es auch heute. Kleine Tiefschläge und Niederlagen und kleine Momente der Schwäche sind erlaubt, aber dann heisst es wieder: Aufstehen… Krone richten… und weitermachen!