AusZeit (Der Blick hinter die Kulissen)

#AusZeit #DerBlickHinterDieKulissen

Manchmal ist es einfach an der Zeit, sich eine kleine Auszeit zu nehmen und nur auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich persönlich bin ja auch der Meinung, dass man erst einmal eine gewisse Art von #Langeweile erreichen muss, um wirklich kreativ sein zu können. Denn alle Ideen entstehen erst einmal im Kopf. Und um überhaupt Platz im Kopf zu haben, darf man ihn erst einmal ausleeren. Manche nutzen dafür #Meditation, andere Sport oder Musik. Bei mir ist es der Luxus, mir auch mal Langeweile zu erlauben.

In dem letzten halben Jahr habe ich extrem viel Zeit in meinen #Blog gesteckt. Seit Beginn des Jahres gab es jede Woche ein besonderes Thema, dem ich mich gewidmet habe und jeden Sonntag noch meinen privaten Post. Ich möchte diese Tradition gern fortführen, jedoch in den kommenden Wochen erst einmal ohne das „Muss“ dahinter. Denn ich widme mich in der nächsten Zeit in erster Linie meinem „realen Leben“ im Hier und Jetzt.

Auszeiten sind außerdem gut für die #Seele. Die Zeit, die ich sonst mit geschäftlichen Themen gefüllt habe, bleibt nun vordergründig für andere Dinge. Und ich freue mich darauf, mir auch mal keinen Plan machen zu müssen. Einfach mal in den Tag hinein zu leben und das mitzunehmen, was sich ergibt. Viel Zeit für meine kleine #Familie zu haben und auch mal ein paar private Projekte umsetzen zu können.

Ich überlege noch, in den kommenden Wochen meinen privaten Sonntagsbeitrag beizubehalten oder alles unabhängig vom Sonntag zu gestalten und einfach ein paar alltägliche Dinge mit euch zu teilen. Denn es gibt einige liebe Menschen, mit denen ich privat verbunden bin und die immer wieder mal zu mir sagen: „Ach Kristin, schade, dass man in den sozialen Netzwerken kaum noch Privates von dir liest.“ Und vielleicht ist ja die anstehende kleine Auszeit genau dafür da. Mal eine andere Seite von mir zu zeigen…

In jedem Fall heißt es die nächsten Wochen für mich: „Family comes first.“ Habt eine gute Zeit und genießt die warmen Sonnenstrahlen. Lasst es euch gut gehen, gönnt euch angenehme Gedanken und bringt ein wenig mehr Liebe und Wärme in diese chaotische Welt.

Alles Liebe für euch 🧡

Kristin

Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Diskussions- und Streitkultur (Der Blick hinter die Kulissen)

#DiskussionsUndStreitKultur #DerBlickHinterDieKulissen

In meiner Studienzeit habe ich mich intensiv mit den Thema zwischenmenschliche #Kommunikation beschäftigt. Ich war damals in einen Kreis von Menschen integriert, die es liebten, stundenlang miteinander zu diskutieren. Anfangs war ich in dieser Runde lediglich Beobachter. Später jedoch, fand ich selbst Gefallen daran. Dinge zu hinterfragen, logisch zu denken und mit anderen, ganz entspannt, in den kommunikativen Austausch zu gehen. Bis heute ist es mein Anliegen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Oft einfach nur aus Interesse und des Dialogs und Austauschs wegen. Und nicht, um unbedingt Recht zu bekommen oder am Ende ein gemeinsames Ergebnis zu erhalten. Manchmal stehen verschiedene Meinungen auch nur einfach nebeneinander und es wird kein Konsens gefunden. Und das ist auch vollkommen okay so.

Was ich jedoch immer öfter wahrnehme, ist, dass ein richtiger #Dialog und Austausch untereinander immer seltener möglich ist. Denn, um in den gemeinsamen Austausch zu gehen, muss die Bereitschaft dazu von beiden Seiten aus vorhanden sein. Sobald auch nur einer der Gesprächspartner nicht die Bereitschaft dazu hat, wird das #Gespräch zum Machtkampf. Dann geht es nur noch darum, Recht zu haben. Den anderen von seiner Meinung überzeugen zu wollen. Andere Ansichten gar nicht erst anzuhören, geschweige denn, sie zuzulassen. Und dann diskutiert man auch nicht mehr auf Augenhöhe. Oft sinkt das Niveau dann unter die Gürtellinie. Es werden persönliche Angriffe gefahren oder Gesprächspartner erniedrigt, so dass man sich selbst über sie stellt.

So macht der kommunikative Austausch keinen Spass mehr. Er verliert an Attraktivität und macht dann auch keinen Sinn mehr. Denn was bedeutet es eigentlich, miteinander zu diskutieren? Geht es allein darum, #Recht zu haben und seine Meinung durchzudrücken? Nein. Es geht viel mehr darum, ein #Gespräch bzw. einen Dialog zu führen, in welchem ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt steht und jede Seite ihre Argumente vorträgt. Und genau da, ist schon der erste wichtige Punkt. Es sollte immer nur EIN Thema im Mittelpunkt stehen. Viele schweifen in #Diskussionen vom eigentlichen Thema ab und holen immer neue Themen mit hinein. Da verliert man schnell den Durchblick und das Gespräch gerät am Ende vollkommen außer Kontrolle.

Und dann gelangt man leicht, von der Darstellung der eigenen Position, in eine #Rechtfertigung. Doch was genau ist eigentlich der Unterschied? Kurz gesagt: Es ist die innere Einstellung. Die Art und Weise, wie du deinen Standpunkt darstellst. Fühlst du dich angegriffen und hast du den Drang, dich zu verteidigen? Oder bleibst du ruhig und triffst lediglich eine klare Aussage, in welcher das Thema „Schuld“ keine Rolle spielt? Gerätst du in den Rechtfertigungsmodus, machst du dich entweder selbst kleiner oder auch größer. Es ist also keine Kommunikation auf Augenhöhe. Bei einer Rechtfertigung schwingen oft auch Unsicherheit und #Schuldgefühle mit. Eine Erklärung hingegen, entspringt einem reinen Gewissen. Allerdings muss man erwähnen, dass deine Erklärung oder Begründung auch als Rechtfertigung von deinem Gegenüber gesehen werden kann. Je nachdem, wie dein Gesprächspartner deine Aussage für sich interpretiert.

Doch noch einmal kurz zurück zu den Grundlagen der Diskussion, die meiner Meinung nach wichtig sind, um überhaupt einen Dialog führen zu können. Eine weitere Voraussetzungen für einen guten Diskussionsstil und eine gute Streitkultur, sind gegenseitiger #Respekt. Dazu gehört auch, dass andere Meinungen angehört und zugelassen werden, auch wenn sie der eigenen Meinung widersprechen. Ein respektvoller Umgang miteinander, kann auch in Streitgesprächen vorhanden sein. Es geht dabei vor allem darum, den anderen ausreden zu lassen, ihm wirklich zuzuhören und möglichst sachlich auf die Argumente einzugehen. Und wie gesagt, muss das Ergebnis einer Diskussion nicht zwingend ein Konsens oder Kompromiss sein. Mein Wunsch dabei ist es, ein Thema auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Wie gesagt bin ich ein Mensch, der dem Dialog und Diskussionen nicht aus dem Weg geht, sie manchmal sogar sucht, um neue Sichtweisen zu erhalten. Doch ermüdet es mich ungemein, wenn meinen Gesprächspartnern die Etikette des Diskutierens nicht wichtig ist. Wenn es lediglich darum geht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen oder den anderen von seiner Sichtweise zu überzeugen. Wenn nicht mal die Bereitschaft dazu da ist, auch einmal den Blickwinkel zu verändern. Neue Perspektiven einzunehmen und diese in Ruhe zu überdenken.

Wenn man sich über andere stellt und nicht die Augenhöhe bewahrt. Denn dann, kann man nicht in den Dialog treten. Dann bleiben einem neue Sichtweisen verborgen. Und dann besteht die Gefahr, dass man um sich herum nur noch das wahrnimmt, was man selbst auch vertritt. Man sich in seiner ganz eigenen „Bubble“ befindet und nicht mehr über den Tellerrand hinaus schaut.

Ist man jedoch wirklich an einem Dialog interessiert, so besteht die Möglichkeit, ganz neue Welten zu entdecken, die einem sonst verborgen geblieben wären. Und dann kann man sich auch mal mit jemandem so richtig streiten und trotzdem noch befreundet sein. Denn eine gute Diskussion bleibt immer auf Augenhöhe und ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Und das gehört für mich auch zu einer guten Freundschaft und Beziehung zueinander dazu.

BreiFreie Beikost (Der Blick hinter die Kulissen)

#BreiFreieBeikost #DerBlickHinterDieKulissen

Seit ich von meinen #Nahrungsmittelunverträglichkeiten weiß, spielt die #Ernährung in meinem Leben eine wichtige Rolle. Und seit der Geburt unserer kleinen Tochter, ist dieses Thema nochmal ein kleines Stückchen mehr in den Mittelpunkt gerutscht. Denn natürlich möchten wir, dass sie von Anfang an so gesund wie nur möglich aufwächst und sich auch dementsprechend ernährt. Deshalb war das #Stillen für uns sehr wichtig. Zum Glück hat bei uns dahingehend auch alles geklappt. Die WHO empfiehlt, Babies bis zum 6. Monat ausschließlich zu stillen, damit sie mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden.

Doch langsam rückte der Start der #Beikost immer näher und ich begann, mich allumfassend darüber zu informieren. So recherchierte ich zum Thema Stillen und Beikost und fand sehr interessante und aufschlussreiche Beiträge, die jedoch in die unterschiedlichsten Richtungen gingen. Natürlich ist das Thema #Brei dabei allgegenwärtig und steht im Vordergrund. Überall, wo man hin schaut, gibt es Brei in Gläschen zu kaufen. Doch dann stieß ich auf ein Thema, das meine Aufmerksamkeit ganz besonders weckte: Breifreie Beikost.

Diese Beikost, die ohne Brei auskommt, wird auch als Baby Led Weaning (#BLW) bezeichnet. Dabei wird vollkommen auf Brei verzichtet und das Baby isst sozusagen einfach vom #Familientisch mit. Man umgeht also das lästige Gläschen kaufen oder Brei kochen. Das Baby isst mehr oder weniger selbstbestimmt und entscheidet selbst, was und wieviel es essen möchte. Es wird also nicht gefüttert, sondern es isst selbst. Dabei bleibt das Stillen nach wie vor die Hauptmahlzeit, so lange sich Mutter und Kind damit wohl fühlen.

Was für ein spannender Ansatz. Mike und ich sprachen darüber und entschieden uns dafür. So starteten wir langsam im 6. Monat und boten unserer Kleinen erst kleine Nahrungshäppchen an. Den Anfang machte gedünstetes Gemüse und weiches Obst. Als das gut funktionierte, kamen Waffeln, Brot und Pancakes dazu. Und seit einer ganzen Weile, isst sie nun mit uns gemeinsam. Natürlich sind ihre Portionen dabei ohne Zucker und Salz. Am Liebsten isst sie momentan Brot, Weintrauben, Nudeln und Fleisch. Achja, und puren Joghurt liebt sie auch über alles.

Jedoch gibt es für uns als Eltern natürlich auch die ein oder andere Aufgabe zu bewältigen. Bevor wir mit der Beikost begannen, haben wir beide einen Baby-Erste-Hilfe-Kurs besucht. Damit wir genau wissen, was wir zu tun haben, sollte sich unsere Kleine doch einmal #verschlucken. Seit dem Beikoststart hat sie sich 4 Mal richtig doll verschluckt, so dass wir sie über unseren Oberschenkel mit dem Kopf nach unten legen mussten und sie dadurch das verschluckte Essen wieder hervor brachte. Natürlich steigt da der Adrenalinspiegel, aber die Nahrungsstückchen kamen jedes Mal sehr schnell wieder heraus. Und jedes Mal hat es uns daran erinnert, beim #Essen noch genauer hinzuschauen. Ist das Stückchen auch weich genug bzw. hat es die richtige Größe? Und wie schaffen wir es, dass sie beim Essen nicht herum kaspert?

Natürlich gibt es von außen auch immer wieder die Frage: „Und? Isst sie schon schön Brei?“ Und wir antworten dann: „Naja, vielleicht mal ein bisschen Kartoffelbrei. Ansonsten liebt sie Weintrauben, Waffeln und ein saftiges Stück Fleisch.“ Die Blicke der anderen in dem Moment sind unbezahlbar. Doch wir fahren gut mit dem breifreien Konzept. Und unsere Kleine liebt es auch, selbstbestimmt zu essen und mit uns gemeinsam am Tisch zu sitzen.

Und noch etwas: Wir sind mittlerweile dazu gezwungen, unser eigenes Essverhalten auch noch einmal genauer anzuschauen. Was und wie essen wir eigentlich? Das Prinzip ist ja, dass unsere Kleine vom Familientisch mit isst. Das heisst, sie bekommt all das, was wir auch essen. Und das fordert sie natürlich auch ein. So überlegen wir uns mittlerweile zwei Mal, ob es jetzt wirklich das Stück Kuchen oder das Eis sein muss. Wieviel Salz und Zucker wir an unser Essen machen. Ob das Essen wirklich mit Butter, oder doch lieber mit gesünderem Pflanzenöl zubereitet werden soll. Und natürlich bemühen wir uns auch, regelmäßig zu Essen.

Und das alles kommt uns nur zu Gute. Denn eine bewusste und gesunde Ernährung, sorgt für ein gutes Körpergefühl und eine entspannte Seele. Und so macht unsere Kleine uns wieder ein Stück mehr zu besseren und bewussteren Menschen.

SchlafVerhalten

#SchlafVerhalten #DerBlickHinterDieKulissen

Seit ich selbst Mama bin, beschäftige ich mich mit manchen Dingen meines Lebens etwas intensiver. Und manchmal frage ich mich, weshalb ich so bin, wie ich bin und was mich zu dem gemacht hat. Ein Thema, das mich früher schon beschäftigt hat und jetzt noch viel präsenter geworden ist, ist das Thema #Schlaf.

Seit der Geburt unserer kleinen Tochter letztes Jahr, habe ich keine Nacht mehr länger als 3 Stunden am Stück geschlafen, da sie immer wieder nachts aufwacht und gestillt werden möchte. Mal mehr, mal weniger oft. Einerseits finde ich das gar nicht so schlimm, da ich eigentlich schon immer auch mit relativ wenig Schlaf ausgekommen bin. Aber so langsam gerate auch ich an meine Grenzen. Und jetzt höre ich andere schon wieder sagen: „Dann schlaf doch einfach mal tagsüber!“ Wenn das so einfach wäre. Und jetzt sagen die nächsten: „Aber das kannst du lernen!“… und ich denke: „Ja, hab ich alles schon versucht.“

Irgendwie will es mir tagsüber nicht gelingen, einzuschlafen. Vielleicht sind es die Helligkeit und die Geräusche um mich herum, mit deinen ich als Hochsensible besonders zu kämpfen habe? Aber nein, das ist es nicht nur allein. Es ist auch eine Art innere Unruhe, die ich gar nicht so richtig beschreiben kann. Tagsüber kommt mein Geist einfach nicht zur Ruhe. Ich fühle mich immer wie in „Hab-Acht-Stellung“.

Als ich nachts noch normal schlafen konnte, hat es mir nicht viel ausgemacht tagsüber nicht schlafen zu können und ich habe es auch nie wirklich hinterfragt. Doch jetzt, wenn es darum geht, unserer kleinen Tochter das optimale Schlafen nahe zu bringen, fallen mir einige Dinge auf. In der Literatur heisst es immer wieder, dass man, besonders in den ersten Lebensmonaten, den Schlaf der Kleinen begleiten soll, ganz besonders das Einschlafen. Und sie ganz allgemein auch liebevoll begleiten soll, zum Beispiel beim Weinen und Schreien.

Davon hatte ich noch nie zuvor etwas gehört. In der Theorie heisst es, dass man das Baby, wenn es anfängt zu Weinen oder zu Schreien, liebevoll dabei begleitet. Es im Arm hält und für es da ist. Ihm sozusagen zuhört, was es zu „erzählen“ hat. Und es würde, wenn es sich ausgeweint hat, ganz von selbst beruhigen und sich um Einiges besser fühlen. Dieses liebevoll begleitete Weinen oder Schreien, soll dem Baby Urvertrauen und Sicherheit geben. Es darin stärken, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln.

Mike und ich waren dem gegenüber sehr skeptisch, aber ich probierte es aus. Anfangs war es für mich sehr schwer, das #Schreien auszuhalten, doch ich hielt unsere Kleine liebevoll im Arm. Ich hörte ihr zu und sprach ganz sanft mit ihr. Und irgendwann hörte sie ganz von alleine wirklich langsam auf mit Weinen. Und das Beeindruckendste war, dass sie mich dann plötzlich anlächelte. So als wollte sie sagen: „Danke, Mama, dass du mich gehalten und mir zugehört hast.“ Es war, als wäre plötzlich die ganze Anspannung von ihr abgefallen. Dieser positive Effekt bestärkte mich darin, diese Methode beizubehalten. Sehr oft schlief sie, nach dem #Weinen, dann auch ganz entspannt ein. Und auch beim Schlafen, bin ich von Anfang an immer an ihrer Seite. Ich merke, wie es ihr #Sicherheit gibt. Und Ruhe und Vertrauen. Sie schläft dann viel ruhiger und tiefer. Und auch ich schlafe neben ihr insgesamt viel besser, abgesehen von den kleinen Unterbrechungen nachts.

Doch, wieso nun fällt es mir tagsüber so schwer, abzuschalten und in den Schlaf zu finden, während unsere Kleine auch tagsüber ganz entspannt neben mir einschlafen kann? Wenn ich so an meine eigene #Kindheit zurück denke, dann erinnere ich mich daran, immer allein in meinen eigenen Bettchen geschlafen zu haben. Ich weiß nicht, wie alt ich bei all den Erinnerungen war. Ich hatte zwar mein Kuscheltier bei mir, aber ich fühlte mich trotzdem allein. Ich hatte als Baby und Kleinkind niemanden neben mir liegen, der mir nachts, wenn ich wach wurde, Sicherheit schenkte.

Ich erinnere mich daran, als Kind oft lange Zeit wach in meinen Bettchen gelegen zu haben. Ich erinnere mich daran, dass ich mich, z.B. bei Sturm oder Gewittern, allein in meinem Bettchen fühlte… jedenfalls so lange, bis meine Eltern ins Zimmer kamen und nach mir schauten. Und ich erinnere mich daran, dass ich manchmal mit Absicht ganz laut gehustet habe, so dass meine Eltern nochmal in mein Zimmer kamen. Denn ich wollte einfach nicht allein sein.

Ich weiß, dass damals die gesamte #Erziehung und somit auch die Schlaf-Erziehung, eine ganz andere war, als die heute. Ich mache meinen Eltern in jeglicher Hinsicht keinerlei Vorwürfe, denn sie haben damals nach besten Wissen und Gewissen gehandelt und waren immer liebevoll zu mir. Doch denke ich, dass diese damalige Schlaf-#Erziehung dafür gesorgt hat, dass mir heute das nötige Urvertrauen fehlt. Die Sicherheit, die mich ruhig und entspannt in den Schlaf gleiten lässt.

Abends ist es dunkel und ruhig. Dann kann ich einigermaßen entspannen und abschalten und finde dann auch relativ gut in den Schlaf. Doch tagsüber schaffe ich es einfach nicht, auch wenn ich noch so müde bin. Und ich hoffe sehr, dass wir es mit unserem Weg schaffen, dass unsere Kleine ein gesundes Verhältnis zum Schlaf entwickelt. Dass sie dadurch das #Urvertrauen mit auf den Weg bekommt, welches sie auch zukünftig positiv beeinflussen wird. Und die Erfahrungen der letzten Monate zeigen uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Und vielleicht, schaffe ich es selbst ja auch noch irgendwann, auch tagsüber entspannt in den Schlaf zu finden.

PrivatSphäre

#PrivatSphäre #DerBlickHinterDieKulissen

Jeder Mensch benötigt immer mal etwas Raum und Zeit für sich. Der eine mehr, der andere weniger. Ich lasse #Menschen heute nur noch an mich heran, wenn ich das auch wirklich möchte. Früher habe ich eher dazu tendiert, meine Privatsphäre zu ignorieren. Ich war sehr viel für andere Menschen da, bin viel unterwegs gewesen und habe viel zu oft meine persönlichen #Grenzen vernachlässigt. Das führte dann dazu, dass ich mich ausgebrannt und auch irgendwie ausgenutzt fühlte. Denn viel zu oft war ich für andere nur der seelische Mülleimer oder ein akzeptabler Lückenfüller. Doch heute kenne und akzeptiere ich meine persönlichen Grenzen und die anderer Personen. Durch meine eigene #Hochsensibilität, bin ich dahin gehend vielleicht auch aufmerksamer und empfindlicher, als der Durchschnitt.

Ich lebe in einer Großstadt, wo es schwierig ist, Menschen aus dem Weg zu gehen und echte Ruhe zu finden. Die Großstadt ist eigentlich immer laut, hektisch und voller Menschen. Selbst in abgelegeneren Gebieten findet man kaum Ruhe und wirkliche #Entspannung. Doch dann kam das Virus und alles änderte sich von einen Tag auf den anderen. Und es war für mich eine sehr abstruse Erfahrung, dass die Corona-Verhaltensregeln meinem persönlichen Lebensstil sehr entgegen kamen. Und dass auch eine Großstadt zur Ruheinsel werden kann. Mag es noch so verrückt klingen… von dieser Seite her gesehen, war die Zeit der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für mich ein wahrer Segen. Denn alles um mich herum wurde plötzlich ruhig. Ich hörte die Vögel zwitschern. Das Rumpeln der Straßenbahn wurde weniger. Das Rauschen der Autos verschwand. Es waren weniger Menschen unterwegs. Die Luft war so viel sauberer und klarer. Und nachts war es so ruhig, dass ich richtig gut schlafen konnte. Das Leben in der Großstadt glich plötzlich einem ruhigen Dorfleben und ich genoss es sehr.

Doch was ich überhaupt nicht mag und auch noch nie mochte, ist, wenn jemand in meinen persönlichen Raum ungefragt eindringt. Und wie passend für mich, dass man jetzt, in Corona-Zeiten, sogar #Abstand voneinander halten soll. Und ich frage mich, warum das für so viele Menschen nicht einfach selbstverständlich ist. Der anderen Person ihren Raum zu geben. Natürlich hat das auch viel mit #Macht zu tun: „Hier bin ich… und ihr könnt mir gar nichts! Ich gehe, wohin ICH will!“ Aber mal im Ernst, gehört nicht ein respektvoller Abstand zu Fremden zum Zusammenleben von Menschen dazu?

Warum fällt es also vielen so schwer, diesen privaten Raum zu respektieren? Es passiert mir so oft, dass mich jemand fast anrempelt, wenn er an mir vorbei geht. Dass ich an der Kasse schon den Atem des anderen im Nacken spüre. Das sich irgendwo an mir vorbei gedrängelt wird. Dass man mir im #Gespräch zu nah kommt. Und gerade jetzt mit unserer kleinen Tochter, möchte ich noch mehr Abstand zu anderen. Sie ist keine Puppe, die man einfach mal so anfassen kann. Bereits während der #Schwangerschaft ging es mir so, dass andere ungefragt meinen Babybauch anfassen wollten.

Und jetzt, in Zeiten von #Corona, dachte ich, es würde auch dahin gehend alles entspannter werden. Selbst im Restaurant hat man jetzt viel Platz um sich herum und muss nicht mehr notgedrungen den Gesprächen am Nachbartisch zuhören. Aber falsch gedacht. Nur die wenigsten Menschen halten sich wirklich an die Abstandsregeln. Egal, ob beim Einkaufen oder beim Spazieren gehen. Letzten Endes darf es ja auch jeder so halten, wie er möchte. Wenn sich jemand mit anderen trifft und keinen Abstand hält, darf er das gern tun. Doch gegenüber Fremden, sollte doch immer noch so viel Respekt vorhanden sein, dass man sich gegenseitig Raum lässt. Die Privatsphäre wahrt, wo immer es auch möglich ist.

Doch oft stoße ich auf Unverständnis, wenn ich den Abstand halten möchte. Es wird einfach ignoriert. Und dabei sollte doch jeder selbst bestimmen dürfen, wen er wie nah an sich heran lässt. Mir waren Menschen jedenfalls schon immer suspekt, die mich beim ersten Kennenlernen wie ihre beste Freundin begrüßten. In Deutschland war es zum Beispiel ja auch immer üblich, sich zur Begrüßung und Verabschiedung die Hand zu geben. Heutzutage sollte man darauf lieber verzichten. Mir persönlich würde ja ein freundliches #Lächeln und kurzes Kopfnicken vollkommen ausreichen. Mal schauen, was sich dahingehend als neue Begrüßungsetikette in der #Gesellschaft etabliert.

Also… jetzt an dieser Stelle: Ein freundliches Lächeln und kurzes Kopfnicken. Haltet respektvollen Abstand und bleibt gesund.

HochSensibilität

#HochSensibilität #DerBlickHinterDieKulissen

Die Welt, in der wir leben, ist für mich oft zu hektisch, zu grell und zu laut. Ich kann das zwar eine Weile ertragen, jedoch immer nur eine begrenzte Zeit. Dann meldet sich mein Körper. Wenn ich mich dann nicht zurück ziehe, bekomme ich früher oder später Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche und fange an zu zittern. Denn ich gehöre zu den ca. 20% der Bevölkerung, die Reize von außen fast ungefiltert wahrnehmen. Es gelingt mir immer nur für eine relativ kurze Zeit, Störgeräusche auszublenden. Und nein, ich habe kein #ADHS und ich bin auch nicht irgendwie krank. Das, was ich bin, nennt man hochsensibel.

Schon seit ich mich erinnern kann, habe ich mich irgendwie anders gefühlt. Ganz deutlich wurde das dann mit den Jahren, als ich älter wurde. Ständig waren irgendwelche Parties, war laute Musik, wurde Alkohol getrunken usw. Ich hatte zwar einen großen Freundeskreis und eine feste Clique und ich war auch fast überall immer mit dabei, aber oft war es auch mehr Gruppenzwang, als wirkliches Interesse daran. Denn ich wollte ja keine #Außenseiterin sein. Wollte dazu gehören. Auch beim Stadtbummel oder bei einem Spaziergang, der z.B. an einer belebten Straße entlang führte, war ich schnell überreizt von all den Eindrücken. Wenn ich dann mal etwas dazu sagte, hörte ich nur zu oft, ich solle mich doch nicht so haben oder mal nicht so empfindlich sein.

Dieser rote Faden zog sich durch mein gesamtes #Leben. Und erst viele Jahre später, genau genommen im Jahr 2013, stieß ich auf einen interessanten Artikel im Internet. Darin ging es um das Thema Hochsensibilität und in ihm wurde genau das beschrieben, wie ich mich oft fühlte. Ich recherchierte also weiter und fand heraus, dass dieses „Anderssein“ einen Namen hat und ich nicht allein damit bin. Ich bestellte mir zwei Bücher von Elaine N. #Aron, welche sich viel mit diesem Thema beschäftigt und auch dazu geforscht hat.

Und, was soll ich sagen, diese beiden Bücher veränderten mein Leben. Ich verstand plötzlich, was mit mir los war und warum ich mich so fühlte. Mir fällt es schwer, #Sinneseindrücke zu filtern. Sie prasseln einfach auf mich ein. Ganz besonders herausfordernd sind für mich auditive Reize. Lang andauernde Geräuschkulissen sind für mich ein Horror. Und insgesamt zu viel Licht, zu viel Geruch, zu viel Berührung, zu intensiver Geschmack und so vieles mehr.

Durch die beiden #Bücher lernte ich, mit meiner Besonderheit besser umzugehen. Ich achte seitdem darauf, dass ich mir genügend Rückzugs- und Ruhepausen gönne. Ich schaue ganz genau, mit welchen Menschen ich wie lange meine Zeit verbringe. Ich suche mir ganz bewusst Wohlfühlorte aus, sei es, um Urlaub zu machen oder um mich mit jemandem zu treffen. Alles, was mich stresst, versuche ich weitestgehend zu vermeiden. Und wenn ich weiß, dass ich es nicht vermeiden kann und stressige Zeiten vor mir liegen, so versuche ich immer auch parallel dazu gleich für den nötigen Ausgleich zu sorgen.

Und ich habe vor allem gelernt, ‚Nein‘ zu sagen, wenn mir etwas zu viel wird oder ich im Vornherein schon weiß, dass es mir zu viel werden könnte. Durch diesen wichtigen Schritt hat sich zwar mein soziales Umfeld noch einmal gewaltig verändert, aber so habe ich wirklich nur #Menschen in meinem Leben, die mit meiner Besonderheit umgehen können.

An dieser Stelle bin ich auch sehr dankbar für meinen Lebenspartner Mike. Er ist zwar das genaue Gegenteil von mir, aber er kann unglaublich gut mit meiner Hochsensibilität umgehen. Er weiß, dass mir schnell auch mal alles zu viel werden kann und sorgt dann für den nötigen Ausgleich. Und er hat auch einen großen Anteil daran, dass ich meine Hochsensibilität nicht mehr nur als Fluch, sondern auch als einen Segen betrachten kann. Denn ohne sie wäre ich z.B. in meiner Arbeit niemals so gut, wie ich es heute bin. Denn ich weiß meine Hochsensibilität zu nutzen und einen Mehrwert daraus zu schöpfen.

Und auch für unsere kleine Tochter ist es mir wichtig, zu meiner Hochsensibilität zu stehen. Sie als etwas Positives zu sehen. Nur so kann ich sie durch diese laute und manchmal auch überreizte Welt führen. Denn auch sie ist hochsensibel, allerdings gepaart mit viel Temperament. Ich wünsche mir, dass sie mit ihrer #Sensibilität gut umzugehen lernt. Und sie soll niemals das Gefühl haben, falsch zu sein. Denn auch, wenn unsere Welt noch so anstrengend für uns hochsensible Menschen ist, so sehen und spüren wir doch auch so viele wunderbare Dinge, für die sich all die Herausforderungen lohnen.

FreiRäume schaffen

#FreiRäumeSchaffen #DerBlickHinterDieKulissen

Gerade in den letzten Wochen und Monaten war in meinem Leben immer wieder ein Thema präsent: Das Thema „Freiräume schaffen“, egal ob im beruflichen oder privaten Kontext. Dabei geht es nicht allein nur um räumliche Möglichkeiten, sondern auch um das mentale Abschalten. Doch als #Selbstständige und Neu-#Mama sowie mit den vergangenen Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen, war das alles gleich noch einmal ein ganz anderes Thema.

Vielleicht erst einmal kurz zu den beruflichen Freiräumen. Wie schafft man es, in einer Zeit, wo die Arbeit plötzlich komplett still steht, von der Arbeit bzw. den Existenzängsten abzuschalten? Gerade als Selbstständige? Nach meiner Mama-Auszeit hatte das Jahr so gut begonnen. Tolle, neue Aufträge mit Zukunftsaussichten flatterten ins Haus, Folgeaufträge wurden bereits besprochen und plötzlich: Seit März kompletter Stillstand. Und kein planbares Ende in Sicht. Natürlich gibt es übergangsweise die soziale Absicherung vom Staat, doch diese deckt bei mir nicht mal die monatlichen Grundausgaben. Wie also schaffe ich es in Zeiten, wie diesen, mir meine mentalen Freiräume diesbezüglich zu schaffen? Ich gebe mir ganz bewusst Momente, in denen ich auch mal so richtig #Panik schieben darf. In denen ich alles anzweifle und mich frage: Wie soll das alles nur jemals wieder besser werden? Doch diese Momente setze ich mir ganz bewusst… und dann heisst es für mich wieder nach vorn blicken. Wie kann ich die jetzige Zeit für mich positiv nutzen? Wie kann ich meine Angebote dem Nutzen nach entsprechend anpassen? Was wird gerade gebraucht und wie kann ich #Menschen dahin gehend am besten unterstützen? Und ich weiß auch, dass ich Klienten habe, die meine Leistungen wieder in Anspruch nehmen werden, wenn sich das ganze Chaos wieder ein wenig geordnet hat. Und das alles gibt mir dann wieder Hoffnung und Zuversicht, dass sich alles finden und im Guten weitergehen wird.

Nun zu meinen privaten Freiräumen. Vor der Zeit der Ausgangsbeschränkungen musste ich mich erst einmal als Neu-Mama finden und arrangieren. Unsere kleine Maus klebte fast 24h am Stück an mir, die Nächte waren kurz und so fühlte ich mich mit jedem Tag erschöpfter und ausgelaugter. Mit der Zeit merkte ich, dass ich dringend auch #Baby-Auszeiten brauchte. Als es dann immer mehr möglich wurde, wollten wir es so ausprobieren, dass Mike die Kleine auch öfter einmal nimmt und mit ihr spazieren geht. So hätte ich endlich mal wieder Zeit für mich, für Freunde und meine persönlichen Bedürfnisse. Anfangs fühlte ich mich mit der Option jedoch richtig schlecht. Wie konnte ich als #Mutter nur unsere Kleine einfach weggeben? Doch nach diesen Startschwierigkeiten ging es immer besser und ich nutze die mir geschenkte Zeit. Und auch, wenn die Luft zuhause zwischen Mike und mir mal etwas dicker wurde, gönnten wir uns kleine Auszeiten. Und wir gestehen uns diese auch gegenseitig zu. Und um so größer ist dann die Freude, wenn er z.B. mit der Kleinen vom Spazierengehen nach Hause kommt und ich in der Zwischenzeit die Möglichkeit hatte, einfach mal auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und ein Buch zu lesen. Selbst die Ausgangsbeschränkungen konnten uns somit nichts anhaben. Natürlich war es manchmal schon etwas eintönig, immer wieder dieselben Wege zu gehen, doch wir veränderten einfach unsere #Prioritäten und es war nicht mehr wichtig, wo wir spazieren gehen oder dass ich ja nur auf dem Balkon sitze, sondern dass wir überhaupt die Möglichkeit hatten, an der frischen Luft zu sein.

Wie also gelingt es mir, Freiräume zu schaffen, auch wenn auf den ersten Blick vielleicht gar keine Möglichkeit dafür da zu sein scheint? Durch eine Anpassung meiner Sichtweise. Durch einen neuen Blick auf die Dinge und Begebenheiten und die Möglichkeiten, die mir gegeben sind. Ich war schon immer jemand, der immer versucht hat, das Beste aus jeder Situation heraus zu holen und so halte ich es auch heute. Kleine Tiefschläge und Niederlagen und kleine Momente der Schwäche sind erlaubt, aber dann heisst es wieder: Aufstehen… Krone richten… und weitermachen!