Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Schwierige Gesprächspartner | Kommunikationsstörungen

#SchwierigeGesprächspartner #KommunikationsStörungen

Ich denke, jeder hat schon einmal die Situation erlebt, dass in einem #Seminar oder #Vortrag jemand dabei war, der irgendwie gestört hat. Der vielleicht ständig reingeredet hat, schlechte Laune verbreitete oder immer alles besser wusste. Doch nicht nur in Seminaren und Vorträgen ist das der Fall, es kann auch in einem ganz normalen #Gespräch auftreten. Unter diesen Voraussetzungen ist es fast unmöglich, ein produktives und professionelles Gespräch zu führen, denn es geht dabei eher um Machtspielchen als um einen zwischenmenschlichen Austausch auf Augenhöhe. Doch wie kannst du nun mit solchen Menschen umgehen?

Als Erstes solltest du dir dabei klar machen, dass so ein Verhalten immer eine Ursache hat. Dass dahinter ein unerfülltes #Bedürfnis steckt. Eine persönliche Befindlichkeit, die vielleicht nicht einmal etwas mit dir zu tun hat. Das hilft dir vielleicht dabei, den Angriff nicht persönlich zu nehmen und möglichst entspannt an die Situation heran zu gehen.

Doch was genau wollen „Störer“ mit ihrem Verhalten eigentlich erreichen? Sie wünschen sich in erster Linie #Aufmerksamkeit. Und da sie sich nicht anders auszudrücken wissen oder es nicht anders gelernt haben, tun sie es auf diese Art und Weise. Nun kannst du einerseits versuchen, ihr Verhalten zu ignorieren, um ihnen genau diese Aufmerksamkeit und Genugtuung zu verwehren. Das mag eine gewisse Zeit funktionieren und manchmal hören die #Störer dann sogar damit auf. Manchmal ist es in einem Seminar oder Vortrag auch so, dass die Gruppe von selbst die Sache regelt. Doch es kann auch genau ins Gegenteil umschlagen und die Störer fühlen sich genau dadurch erst bestärkt und werden immer aggressiver.

Hinter jedem störenden Verhalten steckt ein unerfülltes Bedürfnis.

Spätestens dann ist es an der Zeit, die störende Person direkt anzusprechen. Dabei solltest du ruhig und entspannt bleiben und mit Bedacht deine Worte wählen. Auch hier kann wieder das Modell der Gewaltfreien #Kommunikation helfen. Beschreibe zuerst, was du beobachtest bzw. wahrnimmst. Zum Beispiel könntest du sagen: „Wie ich sehe, kennen Sie sich in diesem Thema besonders gut aus? Möchten Sie vielleicht kurz Ihre Erfahrungen dazu schildern und uns daran Teil haben lassen?“ Manchmal kann diese direkte Ansprache schon dafür sorgen, dass sich der Störer zurück zieht.

Ich habe etwas Ähnliches mal in einem meiner Seminare erlebt. Dabei saßen zwei Herren mittleren Alters im Anzug in der ersten Reihe. Sie warfen ständig dumme Bemerkungen in den Raum und versuchten, mich damit aus der Ruhe zu bringen und zu provozieren. Die erste Zeit ignorierte ich sie und bedachte sie nur mit einem kleinen Lächeln. Als sie jedoch nicht aufhörten, sprach ich beide direkt an. Da es um das Thema „Stimme“ ging, bezog ich sie kurzerhand in ein interaktives Beispiel mit ein. Alles ganz professionell, freundlich und mit einem Lächeln. Natürlich war das Thema Stimme etwas, bei dem beide sich nicht auskannten und sich dadurch, in der Übung, selbst bloß stellten. Das half mir dabei, ihnen indirekt zu zeigen, dass das, was ich zu sagen hatte, wohl doch nicht ganz so „dumm“ sei. Und ich hatte Erfolg mit meinem Vorgehen. Denn sie entschuldigten sich direkt nach der Übung ganz von selbst und vor allen anderen bei mir.

Solche direkten Ansprachen können helfen, wieder für Ruhe und #Entspannung zu sorgen. Überlege dir jedoch genau, ob es für dich und den anderen auch tragbar ist, ihn vor dem gesamten Publikum bloßzustellen. Möglich wäre es z.B. auch, eine kleine Pause einzulegen und dir die Person kurz zur Seite zu nehmen. Spiegele ihr, was du wahrnimmst und frage sie freundlich, was sie damit erreichen möchte. Solltest du die Situation jedoch, trotz aller gut gemeinten Versuche, nicht in den Griff bekommen, so hast du durchaus auch die Möglichkeit, das Gespräch abzubrechen oder die Störer des Raumes zu verweisen. Denn gerade bei Vorträgen und Seminaren kann eine einzelne störende Person den gesamten Raum vergiften.

Stress und Hektik | KommunikationsStörungen

#StressUndHektik #KommunikationsStörungen

Neben der Emotionalität sind auch negativer #Stress und Hektik Ursachen dafür, dass Gespräche scheitern oder in einem riesigen Chaos enden können. Denn auch Stress hat Auswirkungen auf unsere Gehirnprozesse und somit auf unser #Denken. In meinen Einzelcoachings habe ich es oft erlebt, dass Klienten vollkommen abgehetzt zum Termin erschienen sind, sie während der gemeinsamen Stunde ständig auf die Uhr und das Handy schauten und somit gar nicht richtig bei der Sache waren. Ich habe diese #Störungen immer sehr schnell zum Thema gemacht. Doch was passiert, wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird?

Stehen wir unter Druck, so fällt es uns schwer, uns wirklich voll und ganz einem #Gespräch zu widmen. Unsere Gedanken schweifen ständig ab. Unsere #Konzentration und Aufmerksamkeit sind auf andere Themen gerichtet. Vielleicht sind wir gedanklich bereits auf der Autobahn oder auf dem Weg zum nächsten Termin. Forscher fanden heraus, dass wir unter Stress nicht ergebnisorientiert denken können. Im Gehirn werden dann vermehrt Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin und andere Stresshormone ausgeschüttet. Bei extremen oder lang andauerndem Stress, haben wir zu viele dieser Hormone im #Gehirn. Sie sorgen dann dafür, dass wir auf altbekannte Verhaltensmuster zurück greifen, anstatt offen für neue und kreative Ideen zu sein und uns auf neue Situationen individuell einstellen zu können.

Zu viele Stresshormone im Gehirn hindern uns daran, uns individuell auf Situationen einzustellen und sie blockieren kreatives Denken.

Wenn wir nicht in der Lage sind, richtig zu denken, dann grübeln wir oft zu lange über einen Sachverhalt nach, ohne zu einer Lösung zu kommen, oder wir übergehen ihn einfach. Beides ist nicht gerade förderlich, wenn es darum geht, neue Lösungen zu finden oder ein anspruchsvolles Gespräch zu führen. Bei zu starkem Druck kann es sogar zu einem #Blackout kommen. Einem kurzzeitigen Teilausfall des Gehirns. Dabei werden bestimmte Hirnareale regelrecht lahmgelegt. Und nicht zu unterschätzen ist bei Stress auch die ständige Alarmbereitschaft unseres Körpers. Zu viel negativer Stress, #Druck und Hektik sorgen dafür, dass die Stresshormone in unserem Körper dann gar nicht mehr richtig abgebaut werden.

Es ist also in mehrfacher Hinsicht von Vorteil, wenn du gut vorbereitet, rechtzeitig und möglichst entspannt in wichtige Gespräche hinein gehst. Sorge dafür, dass du dir im Voraus eine kleine #Auszeit nimmst. Und sei es nur ein paar Minuten in der Sonne sitzen oder einfach etwas Musik zu hören. Pack alles, was nichts mit dem Gespräch zu tun hat, in eine imaginäre Schublade. Diese verschließt du so lange, bis das Gespräch vorbei ist. Es kann auch helfen, eine Atemmeditation zu machen. Dabei reicht es, wenn du die Augen schließt und ein paar Mal ganz tief und bewusst ein- und ausatmest und dich dabei an deinen Lieblingsort träumst. Hilft das alles nichts und schweifen deine Gedanken trotzdem ständig ab, so schau, ob du das Gespräch nicht auf einen anderen Zeitpunkt verschieben kannst. Denn unter Stress und Hektik ist die Gefahr groß, relativ schnell auf die emotionale Ebene abzudriften. Und vielleicht triffst du dadurch am Ende sogar eine #Entscheidung, die du dann im Nachhinein bereust.

Emotionalität | KommunikationsStörungen

#Emotionalität #KommunikationsStörungen

Wir kommunizieren immer auf mindestens zwei Ebenen: Zum einen auf der Sach- bzw. Inhaltsebene, zum anderen auf der emotionalen bzw. der Gefühlsebene. Während sachliche Inhalte hauptsächlich über #Worte kommuniziert werden und relativ objektiv sind, werden Gefühle und #Emotionen über die #Stimme und #Körpersprache nach außen gebracht. Emotionen erwecken leere Worte erst zum Leben und nicht selten kann dadurch auch zwischen den Zeilen gelesen werden.

Stellen wir uns nun vor, du möchtest ein #Gespräch mit jemandem führen. Du bereitest dich gut darauf vor. Du überlegst dir im Voraus das Gesprächsziel und wählst deine Worte mit Bedacht. Du versuchst, #Störungen von vorn herein auszuschließen bzw. zu minimieren und wendest außerdem die Regeln der Gewaltfreien #Kommunikation an. Und trotzdem ist dieses Gespräch dann doch vollkommen eskaliert. Wie kann das sein?

Die Ausschüttung verschiedenster Stresshormone im Gehirn, behindert unser Denken, so dass in Gesprächen, bei emotionalen Anzeichen, unbedingt eine Pause eingelegt werden sollte.

Es kann sein, dass dein Gegenüber von irgendetwas, das du thematisiert hast, getriggert wurde. Was genau bedeutet das? Dein Gegenüber hat in seinem Leben schon mehrere Gespräche geführt. Mit den unterschiedlichsten Personen und in verschiednen Situationen. Vielleicht hat sein Gegenüber damals immer verlangt, zwischen den Zeilen zu lesen. Klare Kommunikation ist ihm deshalb fremd. Nun unterhält er sich mit dir und versucht also ganz automatisch, auch hier zwischen den Zeilen zu lesen. Er gleicht das Gesagte mit seiner eigens erschaffenen Welt ab und interpretiert etwas hinein, was von dir aus vielleicht gar nicht gesagt oder gemeint war. Dein Gegenüber kann in dem Moment auch gar nicht anders, da ihm diese Prozess nicht bewusst ist.

So kann es sein, dass dein Gesprächspartner sich durch dich angegriffen fühlt. Fühlen wir uns durch etwas bedroht oder gestresst, ist die Situation nun real oder nur eingebildet, reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Hormonen. Diese verschiedenen #Hormone bewirken, dass unser gesamter Körper sich auf Flucht oder Kampf einstellt. Dafür sorgt unser Reptiliengehirn sowie unsere antrainierte Alarm-Datenbank im #Gehirn ganz automatisch und wir können in diesem Moment kaum etwas dagegen tun. Unser #Denken wird somit behindert. Und wir können damit auch nicht mehr richtig zuhören, weil wir nur noch darauf konzentriert sind, unser Überleben zu sichern und uns zu verteidigen.

Das Einzige, was wir in so einem Moment überhaupt tun können, ist, uns dieser Prozesse im Gehirn bewusst zu sein und sie zu erkennen. Bei unserem Gegenüber und auch bei uns selbst. Nehmen wir wahr, dass wir selbst oder unser Gesprächspartner, emotional werden, so ist das eine ganz bedeutsame „Störung“ im Gespräch, der wir uns erst widmen und dann das Gespräch weiterführen sollten. Am besten ist es in so einem Moment, das Gespräch zu unterbrechen. Denn eine konstruktive Fortführung ist erst dann möglich, wenn die Emotionen wieder abgeflacht sind und wir wieder klar denken können.

Achte also auf körperliche Reaktionen, wie z.B. eine schnellere Atmung, Schweißausbrüche, das Zusammenpressen der Lippen oder Zähneknirschen. Vielleicht ballt dein Gesprächspartner sogar die Fäuste oder die Füße und Beine beginnen sich unentwegt zu bewegen. Auch andere #Stressgesten können sichtbar sein oder dein Gegenüber hat plötzlich Tränen in den Augen. Spätestens dann ist es an der Zeit, das Gespräch zu unterbrechen und vorerst mit auf die emotionale Ebene zu wechseln, z.B. in Form von #Verständnis und Mitgefühl. Fang deinen Gesprächspartner auf, schenke ihm die Zeit, die er braucht, um sich wieder zu beruhigen und führe erst dann dein Gespräch weiter.

Auswirkungen von Kommunikationsstörungen

#AusWirkungen #KommunikationsStörungen

In meinem Studium habe ich gelernt: #Störungen haben immer Vorrang! Und damit ist die gesamte #Kommunikation gemeint. Vom Gespräch angefangen über das Meeting bis hin zur Präsentation. Und das hat auch einen guten Grund. Denn, wenn Störungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation vorhanden sind, so werden diese auch immer vordergründig sein, auch wenn wir sie versuchen zu ignorieren oder wegzudrücken. Und in einer Situation mit mehreren Gesprächspartnern kann es sogar so weit kommen, dass sich die Störung auf nahezu alle anderen Personen überträgt.

Doch was genau sind Kommunikationsstörungen überhaupt und was haben sie für Auswirkungen? Beginnen wir mit den schwierigen Gesprächspartnern. Dieses Thema ist so spannend, dass ich darauf in einem anderen Beitrag noch einmal intensiver eingehen werde. Sie können z.B. dafür sorgen, dass Unruhe und Ärger entsteht, weil sie ständig dazwischen reden oder gar nicht erst zuhören.

Störungen können außerdem im Gesprächsablauf entstehen. Zum Beispiel, wenn die die Regeln der professionellen #Gesprächsführung nicht eingehalten werden. Oder die Gesprächspartner nicht auf das Thema vorbereitet sind. Besonders bei Streit- und Kritikgesprächen ist es wichtig, das Thema im Auge zu behalten, nicht zu sehr abzuschweifen und im besten Fall dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation zu folgen. Das bedarf jedoch alles einer guten Vorbereitung.

In der Kommunikation mit anderen, sollten Störungen immer Vorrang haben.

Eine weitere Störung kann auftreten, wenn einer der Gesprächspartner, oder auch mehrere, die Sachebene der Kommunikation verlassen und auf die Gefühlsebene gehen. Oder wenn Sender und Empfänger nicht auf derselben Kommunikationsseite sind. Dann kann es schnell zu #Missverständnissen kommen. Nehmen wir nur einmal an, der Sender sagt etwas rein auf der Inhaltsebene, um Informationen zu vermitteln. Das Gegenüber versucht jedoch, zwischen den Zeilen zu lesen und interpretiert das Gesagte als Angriff. Das Ergebnis: Das Reptiliengehirn in uns springt in den Überlebensmodus, wir haben den Drang zu flüchten oder in den #Kampf zu gehen und das Gespräch endet in einem Fiasko. Dasselbe kann auch passieren, wenn wir durch ein bestimmtes Thema getriggert werden und dadurch in alte Verhaltensmuster verfallen.

Letzten Endes möchte ich noch kurz die Störungen von außen erwähnen. Zum Beispiel eine schlechte Telefonverbindung, so dass man den anderen kaum versteht. Oder Störgeräusche, wie z.B. Straßenlärm oder eine rasselnde Klimaanlage. Auch ein nicht funktionierender Internetzugang oder eine fehlerhafte Präsentation können vom eigentlichen Thema ablenken.

Wichtig ist in all diesen Fällen: Versuche Störungen, sobald sie auftreten, den Vorrang zu geben und sie möglichst schnell zu beseitigen. Denn so lange unser #Gehirn mit dieser Störung beschäftigt ist, sind wir nicht in der Lage, dem Gesprächsablauf und Inhalt zu folgen. Versuche dich also im Vornherein gut vorzubereiten und rechne auch mit möglichen Störungen. Überlege dir dazu Alternativen und versuche, selbst nicht in Stress zu verfallen. Und stellst du bei dir selbst fest, dass dich etwas stört, dann sprich dieses Thema ruhig auch an. Sei dir deiner Reaktionen und Hirnprozesse bewusst und schaffe somit die bestmögliche Ausgangsposition, damit dein Gespräch zu einem wahren #Erfolg wird.

Objektivität | GesprächsFührung

#Objektivität #GesprächsFührung

Ich habe in meinem Leben bereits selbst viele wichtige Gespräche geführt und auch mit meinen Klienten immer wieder dieses spannende Thema bearbeitet. Oft stellt sich im Nachhinein die Frage, weshalb ein #Gespräch am Ende vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist oder das Gesprächsziel nicht erreicht wurde. Ein häufiger Grund dafür ist, dass uns unsere #Emotionalität einen Strich durch die Rechnung machte.

Den meisten Menschen fällt es schwer, auch dann noch möglichst objektiv zu bleiben, wenn sie sich im Unrecht oder persönlich angegriffen fühlen. Wir alle tragen die Narben unserer Vergangenheit mit uns herum und reagieren auf bestimmte Themen emotional. Unser Gegenüber spricht einen gewissen Punkt oder ein Thema an und plötzlich merken wir, wie unser Adrenalinspiegel nach oben steigt und unser Herz zu klopfen anfängt. In uns wächst der Wunsch nach Flucht oder #Kampf. Dafür sorgt unser Reptiliengehirn, das in dem Moment unser Überleben sichert, weil wir uns bedroht fühlen. Wenn unser Körper so reagiert, so befinden wir uns im Überlebensmodus und unser #Gehirn kann nicht mehr richtig denken und wir können auch dem Gespräch nicht mehr wirklich folgen.

Wir alle leben in unserer selbst erschaffenen Welt. Deshalb kann 100%ige Objektivität nie erreicht werden.

Du kannst solche Situationen bereits im Voraus positiv beeinflussen, indem du Worte wählst, die möglichst wenig bewerten. Schildere stattdessen eher das, was du wahrnimmst und versuche, die Situation möglichst objektiv zu beschreiben. Dabei kann dir z.B. das Modell der Gewaltfreien #Kommunikation helfen. Du solltest dir dabei jedoch bewusst sein, dass eine 100%ige Objektivität nicht erreicht werden kann. Denn wir Menschen haben alle unsere eigene Wirklichkeit erschaffen und sind dahin gehend, von Beginn an, beeinflusst.

Jedoch hilft es in professionellen Gesprächen, wenn wir uns dessen und unserer eigenen Emotionalität, in Bezug auf bestimmte Themen, bewusst sind und somit auch gegenlenken können. Wenn unser Körper, als Reaktion auf eine Aussage unsres Gegenübers, intensiv und aufgeregt reagiert, solltest du unbedingt eine Gesprächspause einlegen, um wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Wenn möglich, verschiebe das Gespräch auf einen anderen Tag. Ist dies nicht möglich, so hilft es in manchen Fällen auch, die eigene Emotionalität direkt im Gespräch zu thematisieren. Denn erst, wenn diese „Störung“ des Gesprächs- und Denkprozesses beseitigt ist, kannst du dich wieder voll und ganz auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren.

Offenheit und Augenhöhe | GesprächsFührung

#OffenheitUndAugenhöhe #GesprächsFührung

In der professionellen Gesprächsführung geht es darum, dass dem #Gespräch auch ein konkretes Ziel zu Grunde liegt. Man hält nicht einfach nur einen entspannten Plausch unter Freunden, sondern es sind bestimmte #Erwartungen mit dem Gespräch verbunden und oft soll am Ende auch ein Ergebnis im Raum stehen. Dieses Ziel bzw. #Ergebnis, kann jedoch nur dann erreicht werden, wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind.

Zum einen gehört dazu die Offenheit und Bereitschaft aller Gesprächspartner, sich auch wirklich am Gespräch zu beteiligen. Denn nur dann kann ein wirklicher Austausch und #Dialog zu Stande kommen. Wenn auch nur eine Person sich von vornherein weigert, ist es keine #Kommunikation auf #Augenhöhe mehr. Diese Person befindet sich dann in ihrer ganz eigenen Welt und lässt nur wenig oder gar keine anderen Meinungen an sich heran. Oft endet das ganze Gespräch dann in einem Machtkampf und rutscht nicht selten auch unter die Gürtellinie.

Die Bereitschaft, mit jemandem auf Augenhöhe in einen Dialog zu treten, ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Gespräch.

Ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen. Sich verschiedene Meinungen anzuhören, andere ausreden zu lassen und sich wirklich auch, mit allen Argumenten, intensiv auseinander zu setzen. Die Fähigkeit, sich in andere Personen und ihre Standpunkte hinein zu versetzen und ihre #Bedürfnisse zu erkennen, spielt in der professionellen Gesprächsführung eine ganz bedeutsame Rolle. Denn dann erst kann man den Inhalt und das Thema des Gesprächs überhaupt aus unterschiedlichen #Perspektiven betrachten und neue Lösungsansätze erkennen.

Die Bereitschaft zur Offenheit und Gespräche auf Augenhöhe zu führen sind deshalb so wertvoll, weil man sich anschließend auch immer noch in die Augen schauen kann. Es kommt nicht zu persönlichen Beleidigungen, sondern zu einem intensiven Austausch miteinander. Man hat echtes #Verständnis und Interesse füreinander und ist an einem positiven Ausgang des Gesprächs interessiert. Das alles sollte Voraussetzung für jedes Gespräch sein.

Diskussions- und Streitkultur (Der Blick hinter die Kulissen)

#DiskussionsUndStreitKultur #DerBlickHinterDieKulissen

In meiner Studienzeit habe ich mich intensiv mit den Thema zwischenmenschliche #Kommunikation beschäftigt. Ich war damals in einen Kreis von Menschen integriert, die es liebten, stundenlang miteinander zu diskutieren. Anfangs war ich in dieser Runde lediglich Beobachter. Später jedoch, fand ich selbst Gefallen daran. Dinge zu hinterfragen, logisch zu denken und mit anderen, ganz entspannt, in den kommunikativen Austausch zu gehen. Bis heute ist es mein Anliegen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Oft einfach nur aus Interesse und des Dialogs und Austauschs wegen. Und nicht, um unbedingt Recht zu bekommen oder am Ende ein gemeinsames Ergebnis zu erhalten. Manchmal stehen verschiedene Meinungen auch nur einfach nebeneinander und es wird kein Konsens gefunden. Und das ist auch vollkommen okay so.

Was ich jedoch immer öfter wahrnehme, ist, dass ein richtiger #Dialog und Austausch untereinander immer seltener möglich ist. Denn, um in den gemeinsamen Austausch zu gehen, muss die Bereitschaft dazu von beiden Seiten aus vorhanden sein. Sobald auch nur einer der Gesprächspartner nicht die Bereitschaft dazu hat, wird das #Gespräch zum Machtkampf. Dann geht es nur noch darum, Recht zu haben. Den anderen von seiner Meinung überzeugen zu wollen. Andere Ansichten gar nicht erst anzuhören, geschweige denn, sie zuzulassen. Und dann diskutiert man auch nicht mehr auf Augenhöhe. Oft sinkt das Niveau dann unter die Gürtellinie. Es werden persönliche Angriffe gefahren oder Gesprächspartner erniedrigt, so dass man sich selbst über sie stellt.

So macht der kommunikative Austausch keinen Spass mehr. Er verliert an Attraktivität und macht dann auch keinen Sinn mehr. Denn was bedeutet es eigentlich, miteinander zu diskutieren? Geht es allein darum, #Recht zu haben und seine Meinung durchzudrücken? Nein. Es geht viel mehr darum, ein #Gespräch bzw. einen Dialog zu führen, in welchem ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt steht und jede Seite ihre Argumente vorträgt. Und genau da, ist schon der erste wichtige Punkt. Es sollte immer nur EIN Thema im Mittelpunkt stehen. Viele schweifen in #Diskussionen vom eigentlichen Thema ab und holen immer neue Themen mit hinein. Da verliert man schnell den Durchblick und das Gespräch gerät am Ende vollkommen außer Kontrolle.

Und dann gelangt man leicht, von der Darstellung der eigenen Position, in eine #Rechtfertigung. Doch was genau ist eigentlich der Unterschied? Kurz gesagt: Es ist die innere Einstellung. Die Art und Weise, wie du deinen Standpunkt darstellst. Fühlst du dich angegriffen und hast du den Drang, dich zu verteidigen? Oder bleibst du ruhig und triffst lediglich eine klare Aussage, in welcher das Thema „Schuld“ keine Rolle spielt? Gerätst du in den Rechtfertigungsmodus, machst du dich entweder selbst kleiner oder auch größer. Es ist also keine Kommunikation auf Augenhöhe. Bei einer Rechtfertigung schwingen oft auch Unsicherheit und #Schuldgefühle mit. Eine Erklärung hingegen, entspringt einem reinen Gewissen. Allerdings muss man erwähnen, dass deine Erklärung oder Begründung auch als Rechtfertigung von deinem Gegenüber gesehen werden kann. Je nachdem, wie dein Gesprächspartner deine Aussage für sich interpretiert.

Doch noch einmal kurz zurück zu den Grundlagen der Diskussion, die meiner Meinung nach wichtig sind, um überhaupt einen Dialog führen zu können. Eine weitere Voraussetzungen für einen guten Diskussionsstil und eine gute Streitkultur, sind gegenseitiger #Respekt. Dazu gehört auch, dass andere Meinungen angehört und zugelassen werden, auch wenn sie der eigenen Meinung widersprechen. Ein respektvoller Umgang miteinander, kann auch in Streitgesprächen vorhanden sein. Es geht dabei vor allem darum, den anderen ausreden zu lassen, ihm wirklich zuzuhören und möglichst sachlich auf die Argumente einzugehen. Und wie gesagt, muss das Ergebnis einer Diskussion nicht zwingend ein Konsens oder Kompromiss sein. Mein Wunsch dabei ist es, ein Thema auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Wie gesagt bin ich ein Mensch, der dem Dialog und Diskussionen nicht aus dem Weg geht, sie manchmal sogar sucht, um neue Sichtweisen zu erhalten. Doch ermüdet es mich ungemein, wenn meinen Gesprächspartnern die Etikette des Diskutierens nicht wichtig ist. Wenn es lediglich darum geht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen oder den anderen von seiner Sichtweise zu überzeugen. Wenn nicht mal die Bereitschaft dazu da ist, auch einmal den Blickwinkel zu verändern. Neue Perspektiven einzunehmen und diese in Ruhe zu überdenken.

Wenn man sich über andere stellt und nicht die Augenhöhe bewahrt. Denn dann, kann man nicht in den Dialog treten. Dann bleiben einem neue Sichtweisen verborgen. Und dann besteht die Gefahr, dass man um sich herum nur noch das wahrnimmt, was man selbst auch vertritt. Man sich in seiner ganz eigenen „Bubble“ befindet und nicht mehr über den Tellerrand hinaus schaut.

Ist man jedoch wirklich an einem Dialog interessiert, so besteht die Möglichkeit, ganz neue Welten zu entdecken, die einem sonst verborgen geblieben wären. Und dann kann man sich auch mal mit jemandem so richtig streiten und trotzdem noch befreundet sein. Denn eine gute Diskussion bleibt immer auf Augenhöhe und ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Und das gehört für mich auch zu einer guten Freundschaft und Beziehung zueinander dazu.

Und statt Aber

#UndStattAber #PositiveFormulierungen

Ein Thema, dass mich schon seit mehreren Jahren beschäftigt. Und bis zum heutigen Tage bin ich immer noch dabei, es für mich umzusetzen. Das schöne Wörtchen „aber“. Früher habe ich es unbewusst verwendet, während ich heute um seine Bedeutung weiß. Wie ist das mit dir? Weißt du, wie oft am Tag du es verwendest und welche Wirkung es hat?

„Aber“ solltest du immer mit Bedacht verwenden, denn es hat eine große #Macht. Alles, was du gesagt hast, wird durch das darauf folgende „aber“ negiert bzw. verliert es dadurch an Bedeutung. Das möchte ich an einigen kurzen Beispielen verdeutlichen:

„Du hast ein schönes Kleid an… ABER irgendwie steht dir die Farbe nicht.“

Welches #Gefühl hinterlässt dieser Satz? Dass das Kleid schön ist, ist nach dem „aber“ wieder vergessen. Was wäre jedoch, wenn wir das „aber“ durch ein „und“ ersetzen?

„Du hast ein schönes Kleid an… UND wenn du es jetzt noch in der Farbe Rot tragen würdest, wäre es einfach perfekt.“

Auch hier wird zwar indirekt #Kritik geübt, jedoch ist es positiv verpackt und hinterlässt ein ganz anderes Gefühl. Es ist also eine etwas entschärfte Version des ersten Satzes. Diese Wirkung kannst du ganz bewusst für dich nutzen, um eine angenehmere und entspanntere Atmosphäre in Gesprächen zu erhalten.

Verwende „aber“ mit Bedacht und überlege, ob es für den weiteren Verlauf des Gesprächs vielleicht sinnvoller wäre, es durch ein „und“ zu ersetzen. Denn „und“ verbindet, während ein „aber“ uns voneinander trennt.

Versuche zukünftig, jedes „aber“ durch ein „und“ zu ersetzen und den Satz dementsprechend umzuformulieren. Und schau, was es mit deinem und dem Gefühl deines Gegenübers macht.

Natürlich kannst du das „aber“ auch ganz bewusst einsetzen, um etwas zu verdeutlichen oder hervorzuheben. Hier machst du dir die Wirkung des „aber“ im positiven Sinne zu Nutze.

„Du kommst zwar ständig zu spät und vergisst immer wieder deine Schlüssel… ABER ich liebe dich (trotzdem) über alles!“

Hier wird das „aber“ ganz bewusst eingesetzt, um das Positive hervor zu heben. Doch egal, wie du „aber“ verwendest… dir sollte bewusst sein, welche Wirkung du mit diesem kleinen Wörtchen hervor rufst und ob es wirklich das ist, was du willst. Ein nachgeschobenes: „Das hab ich doch gar nicht so gemeint!“ bringt dann nur selten noch Entspannung in die angeheizte Situation. Und manchmal lohnt es sich durchaus, ganz bewusst ein „und“ zu verwenden, um Situationen zu entschärfen oder von vorn herein zu entspannen. Außerdem ist es doch auch viel schöner, das in den Mittelpunkt zu stellen, was uns verbindet, anstatt uns darauf zu fokussieren, was uns voneinander trennt.

Keine Verallgemeinerungen

#KeineVerallgemeinerungen #PositiveFormulierungen

„Immer machst du alles falsch!“ Dieser Satz oder ähnliche Sätze fallen schnell einmal in #Diskussionen oder Streitgesprächen. Allerdings sind sie nicht wirklich effektiv und konstruktiv. Denn niemand macht IMMER und dann auch noch ALLES falsch. Solche Sätze sind meist nur Ausdruck extremer Unzufriedenheit und führen häufig zu noch mehr #Frustration.

Mit konkreten Ansagen und eindeutigen Ich-Botschaften schaffen wir Klarheit und vermeiden endlosen Interpretationsspielraum. Somit wird die Wahrscheinlichkeit für Missverständnisse geringer und die Kommunikation insgesamt entspannter.

Auch das allseits beliebte Wörtchen „man“ wird gern verwendet. „Man macht das so nicht.“ oder „Man sagt so etwas doch nicht!“ Allerdings habe ich diesen „man“ noch nie getroffen. Ganz besonders fällt mir das „man“ in Situationen auf, in denen es Menschen unangenehm ist, über sich selbst zu sprechen. Zum Beispiel, wenn sie über Themen reden, bei denen sie nicht so gut da stehen. Dann wird das „man“ an der Stelle von „ich“ verwendet, um eine gewisse Distanz zwischen einem Selbst und dem Negativen herzustellen.

Wie können wir nun also Verallgemeinerungen vermeiden? Ganz einfach: #Klartext reden! Anstatt „man“ oder die Allgemeinheit vorzuschieben, sprich ganz klar von dir selbst in der „ich“-Form und steh zu deinen Aussagen. Außerdem hilft es, Situationen so eindeutig wie nur möglich zu benennen. Was denkst du? Wie fühlst du dich? Was genau nimmst du wahr? Ist es wirklich „immer“, dass der andere etwas falsch macht? Oder vielleicht doch nur in gewissen Situationen?