🌿 Newsletter #10 | „Hör endlich auf zu jammern!“ – Wie Glaubenssätze dein Leben beeinflussen.

Sicher kennst du sie auch, diese Stimme in deinem Kopf, die dir immer wieder sagt: „Du kannst das nicht!“. Oder die dich immer wieder darauf hinweist, dass du nichts wert bist oder du dich doch einfach mal zusammen reißen sollst!

Das Spannende ist, dass diese Stimme in den seltensten Fällen wirklich zu dir gehört. Es handelt sich dabei um Glaubenssätze, die in deiner Vergangenheit von außen in dein Gehirn gepflanzt worden sind. Von Menschen aus deinem persönlichen Umfeld. Von Eltern, Lehrern oder anderen Bezugspersonen. Das Problem ist, dass sie dich klein halten. Dass sie dich blockieren. Und dich im Extremfall sogar so negativ beeinflussen, dass sie dein Leben zerstören.

Wenn du dir jedoch bewusst machst, dass diese Sätze ind en meisten Fällen nichts mit dir zu tun haben, so kannst du diese Glaubenssätze nach und nach aus deinem Gehirn verschwinden lassen.
Ein paar Impulse dazu, wie dir das gelingen kann, wie der aktuelle Stand der Wissenschaft aussieht und warum hochsensible Menschen besonders stark von negativen Glaubenssätzen betroffen sind, wird Inhalt dieses Newsletters sein.

Ich bin gespannt auf dein Feedback.

Hochsensible Menschen erleben in ihrer Kindheit und Jugend bereits sehr oft ihre Andersartigkeit und hören Sprüche wie: „Nun reiß dich doch mal zusammen!“, „So schlimm ist es doch gar nicht!“ oder „Was hast du denn schon wieder?“.

Glaubenssätze wie diese führen dazu, dass wir uns immer mehr versuchen, anzupassen. Nicht aufzufallen. Mit der Masse zu schwimmen. Ich selbst habe mich, bis vor etwa 10 Jahren, immer anders gefühlt. Im Kindergarten, in der Schule und auch im Studium. Irgendwie passte ich gefühlt immer nicht hinein in diese laute und schnelle Welt. Ich habe es jedoch immer wieder versucht, da ich gern dazu gehören wollte und bin dafür auch immer wieder über meine eigenen Grenzen gegangen.

Doch was passiert, wenn du diesen Zustand dauerhaft beibehältst? Mein Körper begann mir immer wieder ganz deutlich zu zeigen, dass dieses Leben unter diesen Umständen für mich einfach zu viel ist. Ich hatte oft Kopfschmerzen, Magenprobleme oder war immer wieder extrem geschafft und ausgelaugt. Und jedes Mal, wenn mein Körper mir zeigte, dass meine Grenze erreicht oder bereits überschritten ist, hörte ich diese Stimme in meinem Kopf die sagte: „Was hast du denn schon wieder?“ Oder: „Jetzt reiß dich doch mal zusammen!“

Und genau das tat ich. Immer und immer wieder. Viele Jahre lang. Bis zu dem Punkt am Ende meines Studiums, als ich mich für ein Schnupper-Wochenende für die Ausbildung zur „Integrativen Tanztherapeutin“ in Nürnberg anmeldete. An diesem Wochenende hinterfragte ich zum ersten Mal, wer ich eigentlich wirklich bin und was mich ausmacht. Den Stein ins Rollen brachte damals unsere Ausbilderin Birgit, die mich in einer Gesprächsrunde nach einer Übung fragte: „Und Kristin, was willst DU eigentlich?“ Bis zu diesem Punkt hatte ich immer nur im Kopf, wie ich es anderen Menschen recht machen könnte. Was genau ich jedoch eigentlich brauche und was meine eigenen Bedürfnisse sind, hatte ich bis dahin nie in den Vordergrund gestellt. Das sollte sich nun ändern.

Eines Tages hatte ich dann irgendwie das Bild von einem alten, grummeligen Männlein im Kopf, das auf meiner Schulter sitzt und mir immer wieder diese negativen Glaubenssätze ins Ohr brüllt. Die Glaubenssätze kamen also nicht von mir und sie gehörten auch nicht zu mir und meinen persönlichen Werten.

Irgendwann entschied ich mich dafür, dieses Männlein auf einen Zaun zu setzen und ihn liebevoll zu verabschieden. Manchmal gehe ich heute noch an dieser Stelle vorbei, aber er ist nicht mehr da. Nur sein leises Stimmchen höre ich von Zeit zu Zeit. Wer weiß, wo er jetzt sitzt und vor sich hin grummelt. Vielleicht hat ihn auch irgendjemand anderes mitgenommen…

Wie kannst du nach und nach deine negativen Glaubenssätze angehen und sie in etwas Positives verwandeln? Die folgenden Impulse können dich dabei unterstützen:

  • Sei dir bewusst, dass du wahrscheinlich viele unbewusste negative Glaubenssätze in dir verankert hast und es eine Herausforderung sein kann, sie überhaupt als diese zu erkennen. Deshalb kann es dir helfen, erst einmal ganz ohne Bewertung alle Sätze aufzuschreiben, die dir in deinem Alltag immer wieder begegnen.
  • Erkenne deine negativen Glaubenssätze: Welche Verallgemeinerungen halten dich zurück? Welche Sätze hörst du immer wieder in deinem Kopf, die dich klein halten? Welche Sätze sagst du immer wieder gedankenlos einfach so daher?
  • Hinterfrage deine negativen Glaubenssätze: Gehören sie wirklich zu dir und deinen Überzeugungen? Oder stammen sie von einer anderen Person aus deinem vergangenen Leben. Oder sind es vielleicht einfach nur Sätze, die du irgendwo aufgeschnappt und übernommen hast?
  • Wieviel Wahrheit steckt für dich in diesen Glaubenssätzen? Sind sie für dich, dein Leben und deine Werte überhaupt umsetzbar und passend? Glaubst du wirklich daran?
  • Visualisiere dir deine negativen Glaubenssätze, indem du sie einer fiktiven Person zuschreibst. Bei mir ist es z.B. das grummelige, alte Männlein gewesen, das auf meiner Schulter saß. So fällt es dir leichter, dich von den negativen Glaubenssätzen abzugrenzen.
  • Wenn du einen negativen Glaubenssatz für dich erkannt hast, dann versuche, ihn in etwas Positives zu verwandeln. In eine Aussage, die für dich passt. Sozusagen in einen positiven Glaubenssatz, eine Affirmation oder ein Mantra.
  • Verinnerliche dir deinen neuen, positiven Glaubenssatz. Schreibe ihn dir z.B. auf ein Stück Papier und hänge dir den Zettel irgendwo hin, wo du ihn täglich siehst. Zum Beispiel an deinen Spiegel. Schau dich dann im Spiegel an und sage den neuen Glaubenssatz mit fester Stimme zu dir selbst. Anfangs wird es sich vielleicht noch komisch und unecht anfühlen, doch mit der Zeit wirst du deinen Worte immer mehr verinnerlichen.

Du möchtest gern mit mir zusammen an deinen Glaubenssätzen arbeiten? Dann melde dich bei mir und wir finden zusammen einen Weg.

Wie sieht eigentlich der Blick der Wissenschaft auf das Thema Glaubenssätze aus? Was sind spannende Aussagen und Erkenntnisse? Im Folgenden habe ich dir einige davon zusammen gefasst:

  • Glaubenssätze sind mentale Repräsentationen: Sie beschreiben zentrale Annahmen, die Menschen über sich selbst und andere haben. Aus Erfahrungen lernen wir etwas über uns und diese Informationen speichern wir dann in Form von Glaubenssätzen ab. Sie beeinflussen zukünftig, welche Ziele wir uns setzen und wie wir diese erreichen wollen.
  • Alfred Adler gilt als Pionier, wenn es um die Erforschung frühkindlicher Prägungen geht. Aus seiner Sicht entsteht das Unterbewusste durch frühkindliche Umwelteinflüsse und Erfahrungen.
  • Menschen werden einerseits durch ihr soziales Umfeld geprägt, aber auch davon, welche Schlüsse sie aus den Erfahrungen ziehen und wie sie auf Herausforderungen reagieren.
  • Alles, was wir als unsere Wahrheit erleben, ist subjektiver Natur. Sie ist das Ergebnis unserer Glaubenssätze und Programmierungen, die im Unterbewusstsein abgespeichert sind und unser Verhalten steuern.
  • Glaubenssätze sind tief in unserem Unterbewusstein verankert und werden somit zu unserer Identität. Sie erschaffen somit auch unsere Realität. Denn das, woran wir glauben, ziehen wir in unser Leben. Das ist inzwischen durch die Quantenphysik nachgewiesen. Jede Realität wird erst durch ihren Beobachter erschaffen.
  • Der amerikanische Psychologe Dr. Irving Kristol fand heraus, dass in seiner groß angelegten Studie drei Viertel der Gesamtwirkung von Antidepressiva auf den Placebo-Effekt zurück gingen. Glaubenssätze haben also eine sehr ausgeprägte Wirkung!
  • Glaubenssätze sind inhaltlich oft stark verallgemeinernd und klingen daher wie absolute Wahrheiten, z.B. „Es ist schon immer so gewesen, dass…“. Dadurch wirken sie sehr stark und werden nur sehr selten hinterfragt.
  • Glaubenssätze können jedoch auch ein großartiger Motor für uns sein, der uns antreibt und erfolgreich macht.
  • Es gibt z.B. positive Glaubenssätze, wie: „Ich darf meinen Weg gehen.“ oder: „Ich werde geliebt.“, die uns antreiben und stärken. Und es gibt negative Glaubenssätze, z.B. „Ich darf keine Schwäche zeigen.“ oder „Da musst du nun mal durch!“, die uns blockieren oder sogar schaden.
  • Glaubenssätze können wir durch neue Erfahrungen verändern oder ganz aktiv, indem wir uns intensiv mit ihnen auseinandersetzen.

[Quellen: Freie Universität Berlin, Spektrum, Thieme]

In meiner aktuellen Podcast-Episode betrachte ich das Thema Glaubenssätze noch einmal von meinem persönlichen Standpunkt aus. Diese Folge ist auch sehr informativ für Eltern, da ich darüber spreche, weshalb es so wichtig ist, bereits Kindern ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Persönlichkeiten zuzugestehen.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc. 

Empfiehl ihn auch gern weiter, wenn du jemanden kennst, für den er hilfreich sein könnte. Und ich freue mich natürlich über deinen Kommentar oder Bewertung.

Der vierte Termin meiner Online-Seminare im Herbst widmet sich dem Thema „Hochsensibilität bei Eltern.“

Dieses Seminar richtet sich insbesondere an hochsensible Menschen, die mit Kindern zusammen leben oder die mit hochsensiblen Eltern zusammen arbeiten.

Das werden die Themenschwerpunkte sein:

  • Was macht hochsensible Eltern so besonders?
  • Welche Herausforderungen gibt es im Alltag mit Kindern zu bestehen?
  • Wie erschaffe ich mir kleine Ruhe-Inseln und Auszeiten?

Neben diesem Seminar gibt es noch 4 weitere Termine zu anderen hochsensiblen Themen. Alle Events sind dabeisehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine der Seminarreihe „Hochsensibilität“ buchen.im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine der Seminarreihe „Hochsensibilität“ buchen.

Mein heutiges „Learning der Woche“ ist etwas, das ich schon vor ein paar Jahren erlebt habe. Dabei geht es dieses Mal um eine Aussage von Stephen King, einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Ich lese seine Bücher seit meiner Jugend unglaublich gerne. Besonders die Saga des Dunklen Turms hat es mir angetan.

Jedenfalls hatte ich die große Freude, Stephen King im Herbst 2013 live bei seinem ersten (und wahrscheinlich auch letzten) Deutschlandbesuch in Hamburg erleben zu dürfen. Und dort erzählte er uns folgende Geschichte:

Eines Tages begegnete er beim Einkaufen einer älteren Dame und sie kamen ins Gespräch. Als sie erkannte, dass es sich um Stephen King handelte, sagte sie, dass seine Bücher und Geschichten furchtbar wären! Immer dieser Horrorkram! Er solle doch endlich mal etwas Anständiges schreiben, wie zum Beispiel „Die Verurteilten“. Das wäre ein echtes Meisterwerk!!!

Der Dame war nicht bewusst, dass Stephen Kings Novelle „Frühlingserwachen: Pin-up!“ die Ausgangsbasis für diesen Film war…

Glaubenssätze sind unser ständiger Begleiter und prägen uns sowie unser Leben auf eindrucksvolle Weise. Während positive Glaubenssätze uns zu Höchstleistungen anspornen können, blockieren negative Glaubenssätze oft unbewusst unser Denken, unser Handeln und unseren Erfolg.

Mach dir deshalb deine negativen Glaubenssätze bewusst, arbeite an ihnen und wandle sie in positive Affirmationen um. Gern unterstütze ich dich dabei.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Liest du gern Stephen King? Und wenn ja, welches seiner Werke hat dich am meisten beeindruckt?

🎧 Neue Podcast-Folge: „Hör auf zu jammern!!!“

🌿 „Hör auf zu jammern!“, „Das kannst du doch so nicht machen!“, „Reiß dich doch einfach mal zusammen!“

🎡 Sätze wie diese kennt wahrscheinlich jeder von uns. Und wusstest du, dass diese Glaubenssätze und Denkmuster hauptsächlich aus unserer Kindheit stammen?

👉🏻 Was du tun kannst, um negative Glaubenssätze und Selbstzweifel anzugehen und warum es so wichtig ist, für deine Bedürfnisse einzustehen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge.

👶🏼 Sie ist auch für Eltern sehr informativ. Denn meist sind wir selbst extrem von unserer eigenen Vergangenheit geprägt und handeln im Kontakt mit unseren Kindern dann unbewusst nach diesen Mustern. Dabei ist es doch so wichtig, Kindern ihre Bedürfnisse und ihre Persönlichkeitsmerkmale zuzugestehen.

🌸 Ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir viel Freude beim Anhören. Empfehle meinen Podcast auch gern Menschen, die davon profitieren können.

🗞️ Nächste Woche gibt es dann meinen dazu passenden Newsletter, in dem es um das Thema „Glaubenssätze“ gehen wird. Außerdem gibt es eine kleine Anekdote aus dem Leben von Stephen King. Seid gespannt!

🌿 Newsletter #9 | Wie du Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren kannst.

Fällt es dir schwer, anderen deine Gedanken, Emotionen und Entscheidungen mitzuteilen? Denn jeder von uns kommt früher oder später einmal an diesen Punkt, sei es im privaten oder beruflichen Kontext. Doch warum fällt genau das uns eigentlich so schwer? 

Es kann sehr wertvoll und entlastend sein, wenn du dich gut auf solche Situationen vorbereitest. In diesem Newsletter wird genau das Thema sein. Du erhältst Impulse dazu, wie diese Vorbereitung aussehen kann und worauf du achten solltest. Des weiteren erfährst du, warum gerade hochsensible Menschen schwierige Gespräche lange vor sich her schieben. Und es gibt spannende Fakten aus der Wissenschaft sowie ein kurioses „Learning der Woche.“

Und jetzt, wie unsere Tochter sagen würde…: „Los geht’s!!!“ ☺️

Hochsensible Menschen tun sich oft schwer damit, Entscheidungen zu treffen und diese anderen auch mitzuteilen. Die Angst davor, unser Gegenüber zu verletzen, auf Gegenwind zu stoßen oder vielleicht sogar angegriffen zu werden, führt dazu, dass wir schwierige Gespräche endlos lange vor uns her schieben.

Immer wieder spielen wir den Ablauf des Gesprächs in unserem Kopf durch, denken uns alle möglichen Szenarien dazu aus und wollen auf alles vorbereitet sein. Dass das vollkommen unmöglich ist, versteht sich von selbst. Und trotzdem haben wir diesenextrem hohen Anspruch an uns selbst.

Vielleicht ist es auch so, dass wir selbst sehr unsicher sind und uns nicht trauen, für unsere Gefühle, Gedanken und Entscheidungen einzustehen. Wenn das eigene Mindset nicht stimmt ist die Gefahr groß, dass uns andere Menschen einfach so überrollen. Insbesondere dann, wenn sie uns mit unseren Bedürfnissen nicht ernst nehmen. So ziehen wir uns lieber zurück, sprechen unbequeme Themen gar nicht erst an oder ordnen uns (wie so oft bereits in unserem Leben) einfach den Ansprüchen anderer Personen unter. 

Dabei ist es so wichtig, für deine Bedürfnisse einzustehen. Und sie nach außen zu kommunizieren. Entscheidungen zu treffen, die dein Leben in eine positive Richtung lenken. Denn, wenn du deine Gedanken und Gefühle nur für dich behältst, wie sollen dann andere davon wissen? 

Wenn du Schwierigkeiten mit diesem Thema hast, dann hoffe ich, dir mit dem folgenden Abschnitt wertvolle Impulse für die Vorbereitung und Durchführung von Gesprächen mit auf den Weg geben zu können. 

Was kann dir dabei helfen, dich auf schwierige oder herausfordernde Gespräche vorzubereiten? Was solltest du beachten und was auf jeden Fall vermeiden? Hier sind meine Impulse für dich:

  • Sorge für eine angenehme Atmosphäre, so dass alle sich wohlfühlen und Störungen möglichst vermieden werden können.
  • Setze dir einen zeitlichen Rahmen für das Gespräch und achte darauf, dass dieser auch eingehalten wird.
  • Frage dich, mit welchem Ergebnis du aus dem Gespräch herausgehen möchtest. Was genau kann dir dabei helfen, dieses Ziel auch zu erreichen?
  • Überlege dir mögliche Szenarien, die auftreten könnten. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Und wie kannst du dich bereits jetzt schon darauf vorbereiten?
  • Sei dir klar darüber, wie du das Gespräch beginnen und beenden möchtest. So gibst du ihm eine klare Struktur bzw. einen Rahmen, in dem ausreichend Raum für Flexibilität bleibst.
  • Emotionen und Störungen haben immer Vorrang! Egal ob bei dir oder deinem Gegenüber. Denn solche Situationen führen dazu, dass das Denken blockiert wird. Lege in diesem Fall eine Pause ein oder verschiebe im Notfall das Gespräch noch einmal.
  • Sollte während des Gesprächs die Gefahr einer Eskalation bestehen, so hole dir im Voraus eine dritte, neutrale Person hinzu. Es kann auch helfen, einen professionellen Mediator oder eine Mediatorin hinzuzuziehen.
  • Achte darauf, mit welchem Mindset du in das Gespräch hinein gehst. Beeinflusse es im Voraus möglichst positiv.
  • Beachte deine Körpersprache und die deines Gegenübers. Ist sie natürlich, offen und authentisch oder wirkt sie eher angespannt, unsicher oder sogar abweisend? An der Körpersprache kannst du bereits viel über die andere Person erfahren und auch du kannst deine Körpersprache bewusst beeinflussen.
  • Schenke während des Gesprächs deinem Gegenüber deine volle Aufmerksamkeit. Gib ausreichend Raum zum Sprechen und höre aufmerksam zu. Im Idealfall hörst du doppelt so viel zu, wie du sprichst.
  • Sprich in der Ich-Perspektive, z.B. „Ich habe das Gefühl, dass…“, „Habe ich das richtig verstanden… „, „Ich vertrete die Meinung, dass…“, „Mir kommt es so vor, dass…“ etc.
  • Beende das Gespräch mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Ausblick darauf, wie es weiter gehen wird. Verabschiede dich wertschätzend und respektvoll.

Dir fällt es schwer, anderen Menschen deine Entscheidungen mitzuteilen oder du hast Angst vor schwierigen Gesprächen? Gern unterstütze ich dich bei der Vorbereitung und verhelfe dir zu einem stabileren Selbstwert. 

Welche Erkenntnisse gibt es im Bereich der Wissenschaft zum Thema Gesprächsführung? Im folgenden habe ich einige interessante Fakten zusammengetragen:

  • Gesprächsführung ist die Kunst, die Kommunikation wertschätzend sowie respektvoll zu gestalten und sie dabei unter Wahrung der legitimen Interessen der Gesprächspartner so zu steuern, dass die eigenen Zielvorstellungen möglichst erreicht werden können.
  • Jeder Gesprächsteilnehmer trägt Mitverantwortung dafür, wie das Gespräch verläuft.
  • Bei einer Gesprächsrunde wird der runde Tisch als optimal angesehen, da er eine Gleichberechtigung aller Gesprächsteilnehmer unterstützt.
  • Der Schlüssel eines guten Gesprächs liegt darin, mehr zuzuhören als zu sprechen.
  • Die Neurowissenschaftlerin Catherine Hobaiter und ihr Team fanden heraus, „dass das Timing der Gesten von Schimpansen der Gesprächsführung von Menschen sehr ähnlich ist. Das deutet darauf hin, dass ähnliche evolutionäre Mechanismen diese sozialen, kommunikativen Interaktionen steuern.“
  • Sehr förderlich ist eine positive Gesprächskultur. Es geht dabei darum, die eigene Perspektive zu erweitern und gemeinsam eine Lösung zu finden. Ziel ist es also nicht Recht zu haben, sondern ein kooperatives Miteinander zu finden.
  • Mehrere Studien haben gezeigt, dass Frauen in Gesprächen häufiger von Männern unterbrochen werden, als umgekehrt. Und das sogar meist ohne wichtigen Grund. Dieses Phänomen nennt man auch „Manterrupting„. 

[Quellen: refa.de, arbeits-abc.de, Der Standard, Spektrum der Wissenschaft, Business Insider]

In meiner aktuellen Podcast-Episode gehe ich auf das Thema „Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren.“ noch einmal von meiner persönlichen Seite aus ein.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc. 

Der dritte Termin meiner Online-Seminare im Herbst widmet sich dem Thema „Hochsensibilität bei Kindern.“ Da ich immer wieder auf dieses Thema angesprochen werde und wir selbst eine hochsensible Tochter haben, liegt es mir  sehr am Herzen.

Dieses Seminar richtet sich inbesondere an Menschen, die mit hochsensiblen Kindern zusammen leben oder arbeiten.

Das werden unsere Themenschwerpunkte sein:

  • Wie ticken hochsensible Kinder und was macht sie so besonders?
  • Was kann ich persönlich tun, um hochsensible Kinder im Alltag, Kindergarten, Schule etc. zu unterstützen?
  • Wie kann ich (z.B. mit dem Kindergarten oder der Schule) wirkungsvoll kommunizieren, um das Bewusstsein für Hochsensibilität zu erhöhen?

Alle fünf Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine der Seminarreihe „Hochsensibilität“ buchen.

In meinem Learning der Woche geht es dieses Mal um ein interessantes Phänomen, das insbesondere auf Konzerten oder beim Erleben von sehr bewegenden Ereignissen vorkommt. Das Phänomen nennt sich „Post-Konzert-Amnesie„.

Die „Post-Konzert-Amnesie“ führt dazu, dass man zwar körperlich ein Konzert besucht hat, sich im Anschluss jedoch kaum noch daran erinnern kann. 

Es entsteht bei extrem starken Emotionen, z.B. bei unbändiger Vorfreude. Der Neurowissenschaftler Daniel Scholz spricht davon, dass wir bei solchen Ereignissen in eine andere Gedächtnisspur wechseln. Das geschieht z.B. auch bei traumatischen Erlebnissen.

In diesem Moment verhindern die extrem starken Emotionen den Aufbau unserer Erinnerungen. Es fälllt uns somit schwer sie im Nachhinein wieder abzurufen. Allerdings kann es helfen, sich Videos oder Bilder vom Konzert anzuschauen, um so die Erinnerungen wieder hervorzuholen.

Hättest du es gewusst? Und hast du vielleicht selbst schon einmal diese Erfahrung gemacht?

Entscheidungen anderen mitzuteilen kann eine riesige Herausforderung, aber auch eine echte Befreiung sein. Oft entsprechen die negativen Szenarien dazu in unserem Kopf allein unserer Phantasie und die Gespräche verlaufen oft viel besser, als wir denken.

Trotzdem kann es hilfreich sein, wenn du dich im Voraus gut auf das anstehende Gespräch vorbereitest. Meiner Meinung nach hat dein persönliches Mindset mit den größten Einfluss auf den Gesprächsverlauf. Deshalb sorge dafür, dass du mit guten Gedanken und einem positiven Gesfühl in das Gespräch hinein gehst.

Zur Unterstützung kann es außerdem helfen, das Gespräch im Voraus einmal durchzuspielen oder dir jemanden zur Seite zu nehmen, der dich dabei begleitet. Melde dich deshalb gern bei mir, wenn du dir so eine Unterstützung wünschst.

Welche Methoden helfen dir bei der Vorbereitung? Was waren die bisher größten Entscheidungen in deinem Leben? Und welche Gespräche sind letztendlich ganz anders verlaufen, als du dachtest?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu. Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

🎧 Neue Podcast-Folge: Wie du Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren kannst.

🌿 Manchmal ist es an der Zeit, Außenstehenden eine Entscheidung mitzuteilen. Und dann ist es gut, wenn du dich im Voraus gut auf das anstehende Gespräch vorbereiten kannst.

🌸 Denn viele Menschen scheuen sich davor und schieben so etwas lange vor sich her. Insbesondere hochsensiblen Menschen fällt es sehr schwer, zu ihren eigenen Entscheidungen zu stehen. Denn sie fürchten sich vor Ablehnung, Streit oder haben Angst, andere mit ihren Worten zu verletzen.

🎧 Was du tun kannst, damit dir solche Gespräche zukünftig leichter von der Hand gehen, wie du dich gut darauf vorbereiten kannst und warum es so wichtig ist, mit einer guten Energie in das Gespräch zu gehen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge.

📬 In der kommenden Woche gibt es dann in meinem Newsletter noch etwas ausführlichere Informationen zum Thema. Du erhältst hilfreiche Impulse dazu, wie du dich auf ein schwieriges Gespräch vorbereiten kannst. Wie der aktuelle Forschungsstand dazu aussieht. Und mein „Learning der Woche“ beinhaltet dieses Mal einen kuriosen Fakt zum Thema Konzerte.

🩷 Ich wünsche dir viel Spaß beim Anhören meiner Podcastfolge! Und falls du es noch nicht getan hast: Abonniere gern auch meinen 14-tägigen Newsletter bei LinkedIn oder verwende dieses Formular zur Anmeldung.

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Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und freue mich über dein Feedback 🙂

🌿 Newsletter #4 – Der Umgang mit Emotionalität, vor allem in wichtigen Gesprächen.

Vielleicht kennst du das auch: Du führst mit jemandem ein Gespräch (egal ob geschäftlich oder privat) und plötzlich bricht dein Gegenüber in Tränen aus. Oder wird wütend. Wie gut kannst du damit umgehen?

Oder betrachten wir das Ganze doch einmal von der anderen Seite: Du befindest dich in einem Gespräch… doch plötzlich triggert dich ein Satz oder ein bestimmtes Wort und dann bist du die Person, die in Tränen ausbricht.

Stauen wir Emotionen zu lange in uns auf oder schieben wir unsere persönlichen Baustellen immer wieder zur Seite, kann es fast jederzeit dazu kommen, dass uns unsere Emotionen ohne Vorwarnung überrollen und wir dann keine Kontrolle mehr darüber haben. Und wenn wir nicht in der Lage dazu sind, uns in diesen Momenten selbst zu regulieren, dann können wir es auch nur sehr schwer aushalten, wenn andere Menschen in unserer Gegenwart emotional werden.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die uns in solchen Situationen helfen können. Mehr dazu im übernächsten Abschnitt. Vorher möchte ich jedoch noch kurz darauf eingehen, welchen Einfluss Hochsensibilität auf das Thema Emotionen hat.

Hochsensible Menschen nehmen Sinnesreize intensiver wahr. Ihre Empathie und Tiefgründigkeit führen außerdem dazu, dass Emotionen einen stärkeren Einfluss auf sie haben. Das Gehirn funktioniert einfach anders als bei normal sensiblen bzw. neurotypischen Menschen. Intensives Fühlen und Erleben sowie das Hineinversetzen in die unterschiedlichsten Situationen und Szenarios gehört bei hochsensiblen Menschen zum Alltag.

Doch viele Hochsensible leben oft noch unentdeckt und sind Meister der Anpassung geworden. Sie sind sich ihrer eigenen Hochsensibilität oft gar nicht bewusst und haben über die Jahre hinweg gelernt, ihre wahren Emotionen zu verstecken. Weil es oft einfach unbequem ist, immer wieder als „Sensibelchen“ abgestempelt zu werden.

Das Ergebnis ist, dass sie emotionale Situationen häufig mit sich selbst ausmachen oder einfach alles in sich hinein fressen. Kommt dann ein Auslöser bzw. „Trigger“ von außen, so lösen sich plötzlich die aufgestauten Emotionen und die eigene Kontrolle darüber geht verloren.

Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität bewusst zu sein. Sie zuzulassen, sie wieder zu entdecken und mit ihr umgehen zu lernen. Sich selbst gut regulieren zu können. Und somit auch für andere Menschen da sein zu können ohne vom Mitgefühl ins selbstschädigende Mitleid abzurutschen.

Sich deiner eigenen Emotionen bewusst zu werden, um anschließend gut mit ihnen umgehen zu können, ist oft ein längerfristiger Prozess. Die folgenden Schritte können dir jedoch gut dabei helfen, in herausfordernden Situationen zukünftig besser zu reagieren:

  • Nimm deine Emotionen ganz bewusst wahr. Welche körperlichen Symptome zeigen sich? Was passiert in dir?
  • Frage dich, was genau der Auslöser bzw. „Trigger“ für deinen emotionalen Ausbruch war. Was kannst du tun, damit das zukünftig nicht wieder passiert?
  • Wenn du merkst, dass dein Körper anfängt zu reagieren: Erschaffe dir eine Art „Notfall- bzw. Pauseknopf„, den du in Gedanken drücken kannst. Dann atme mehrmals tief durch, um dich selbst zu regulieren oder verlasse die emotionale Situation, um Abstand zu erhalten.
  • Wenn du emotional reagierst, werden in deinem Körper zahlreiche Hormone ausgeschüttet, die das Denken blockieren. Erst, wenn diese Hormone wieder abgebaut sind (was übrigens eine ganze Weile dauern kann…) bist du wieder in der Lage, richtig zuzuhören und klar zu denken.
  • Was genau sind bzgl. der emotionalen Situation deine Gedanken? Wie tragen sie dazu bei, dass du die Kontrolle verlierst?
  • Wie sprichst du grundsätzlich mit dir selbst? Sind das wirklich deine eigenen Gedanken oder Glaubenssätze, die von anderen Menschen aus deiner Vergangenheit stammen?
  • Was sind konkrete Dinge, die du tun kannst, wenn du in einem Gespräch emotional wirst? (z.B. Atmung kontrollieren, an etwas Angenehmes denken, um eine kurze Pause bitten etc.)

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl von Impulsen, die gern ergänzt werden dürfen. Grundsätzlich geht es darum, deine Emotionen zu erkennen, dir den Auslösern bewusst zu werden und deine Emotionen zukünftig selbst regulieren zu können.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt. Ich durfte eine von ihnen sein.

Die Dokumentation läuft MORGEN am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat. Danach ist der Beitrag in der Mediathek zu finden.

Heute möchte ich mich kurz dem Thema „Emotinale Intelligenz“ widmen und warum sie so erfolgreich macht.

  • Emotionale Intelligenz bezeichnet das Erkennen bzw. Wahrnehmen von Emotionen, das Verstehen der wahrgenommen Emotion sowie die Fähigkeit zur Regulierung der Emotion. Das alles kann auf die eigenen Emotionen oder die fremder Menschen bezogen werden.
  • Während das Erkennen von Emotionen eher Talent bezogen ist, ist das Verstehen und Regulieren von Emotionen eine Kompetenz. Das bedeutet, du kannst sie aktiv üben und traineren.
  • Hochsensible Menschen sind von Natur aus wahre Talente darin, Emotionen bei anderen zu erkennen.
  • Die kognitive Intelligenz steht in enger Beziehung mit dem Talent, Emotionen zu erkennen und der Kompetenz, Emotionen zu verstehen.
  • Die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor für den Erwerb von Kompetenzen zum Verstehen und Regulieren von Emotionen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es Menschen gibt, die von Natur aus sehr gut darin sind, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen. Das Verstehen von Emotionen sowie deren Regulierung, kann man jedoch sehr gut üben und trainieren.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile übrigens so weit, dass sie Emotionen, an Hand von Gesichtsausdrücken, verlässlich erkennen und sogar Vorhersagen für den Erfolg von Psychotherapie treffen kann. Verrückt, oder?!

[Quelle: Forschung & Lehre, mdr Wissen]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über den Einfluss von Emotionen auf wichtige Gespräche und greife damit das Thema dieses Newsletters noch einmal auf.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Mein Learning der Woche hat dieses Mal mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) zu tun:

Wusstest du, dass Soft Skills in Zeiten von KI auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger werden?

Wo du früher durch Fachwissen glänzen konntest, darfst du heute mit deiner Persönlichkeit überzeugen. Denn Soft Skills, wie z.B. Emotionale Intelligenz, Führungs- und Problemlösefähigkeiten sowie echte Empathie, kann KI (noch?!) nicht.

Wie gut kannst du mit Emotionen bei dir und anderen umgehen? Welche Methoden und Techniken nutzt du zur Selbstregulierung? Welche Informationen hast du, die anderen einen Mehrwert bieten können?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Der Umgang mit Emotionalität in wichtigen Gesprächen.

🤔 Wie oft habe ich in meinen Coachings gehört, dass Führungskräfte in wichtigen Gesprächen nicht mit der Emotionalität ihres Gegenübers umgehen können. Dass Menschen dafür belächelt oder übergangen werden.

🩷 Dabei ist es doch so wichtig, seine eigene Emotionalität und die anderer Menschen regulieren und begleiten zu können. Wie das funktionieren kann, erfährst du in meiner aktuellen Podcastfolge.

Was hast du für Erfahrungen gemacht?

Hier geht es zur aktuellen Podcastfolge:

Neue Podcast-Folge: Endlich Erholung… oder doch nicht?! | Wie du mit Herausforderungen umgehen kannst.

🌿 Die neue Folge meines Podcasts ist online und dieses Mal spreche ich über den Umgang mit Herausforderungen. Zum Beispiel dann, wenn du lange Zeit dafür investiert hast, einen entspannten Urlaub zu planen… und dann plötzlich alles anders kommt.

✅ Was kannst du tun, um in solchen Situationen einen klaren Kopf zu behalten? Welche Rolle spielen dabei dein persönliches Mindset und sein soziales Umfeld?

💚 Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und bin gespannt auf deine Gedanken zum Thema. Was tust du, um bei negativen Überraschungen gelassen bleiben zu können?

Hier geht es zu allen Podcast-Folgen:

RSS-Fehler: A feed could not be found at `https://hochwas-hochsensibel.podcasterin.de/hochwas-hochsensibel.rss`; the status code is `404` and content-type is `text/html; charset=utf-8`

Newsletter #2 – Du bist (k)ein seelischer Mülleimer.

Bist du in Gesprächen ein guter Zuhörer? Oder übernimmst du lieber den Rede-Part und liebst es, dich anderen Menschen mitzuteilen? Grundsätzlich bin ich eine Mischung aus beiden, doch höre ich auch sehr gern anderen Menschen zu. Mich interessieren die Geschichten, die hinter ihnen stehen.

„Mit dir kann man sich richtig gut unterhalten!“ Was im 1. Moment wie etwas Positives erscheint, war für mich, beim genaueren Hinschauen, fast immer eine Qual. Denn diesen Satz hörte ich so oft von Menschen, die in meiner Anwesenheit fast ausschließlich Monologe hielten. Oder nur über ihre Probleme sprachen. In deren „Gesprächen“ mein Redeanteil bei maximal 10 Prozent lag und ich förmlich vom Redeschwall meines Gegenübers überrollt wurde.

Nach diesen Gesprächen fühlte ich mich jedes Mal vollkommen erschöpft und ausgebrannt. Denn es ging gar nicht darum, echte Gespräche zu führen. Ich war lediglich die Zuhörerin und traute mich oft aus Höflichkeit nicht, die andere Person zu unterbrechen und das Gespräch zu beenden.

Wir hochsensiblen Menschen haben ausgeprägte emphatische Fähigkeiten und können uns somit hervorragend in andere Menschen und Situationen hinein fühlen. Außerdem schenken wir unserem Gegenüber gern 100 Prozent unserer Aufmerksamkeit, haben wirkliches Interesse und können unglaublich gut zuhören.

Doch genau das ist das Problem. In der heutigen Welt bleibt selten Raum für echte Gespräche und ehrliche Aufmerksamkeit. Dabei haben wir doch alle in uns diesen Drang, uns anderen Menschen mitzuteilen. Und wie dankbar sind wir deshalb für Menschen, die uns ihre Aufmerksamkeit schenken und uns wirklich einmal zuhören.

Hochsensible Menschen eignen sich deshalb hervorragend als Gesprächspartner. Besonders in therapeutischen und sozialen Berufen oder im Coaching kommt uns das zugute. In zwischenmenschlichen Beziehungen haben wir jedoch oft Schwierigkeiten, uns abzugrenzen und zu erkennen, wann wir ein Gespräch beenden sollten, um uns am Ende nicht vollkommen ausgelaugt zu fühlen.

Wie bereits beschrieben besitzen hochsensible Menschen ausgeprägte emphatische Fähigkeiten. Wir können also ganz tief in die Situationen anderer Menschen hinein fühlen. Das kann jedoch auch zur Gefahr werden.

Genau dann, wenn unser Mit-GEFÜHL in Mit-LEID umschlägt. Denn dann entzieht uns das Gespräch unglaublich viel Energie und kann uns sogar krank machen. Eine Grenze zu ziehen ist also essenziell dafür, dass wir gesund und in unserer Energie bleiben.

  • Ein gutes Gespräch sollte vom Redeanteil und Zuhören aus etwa ausgeglichen sein. Nur dann ist es ein wirklicher Dialog.
  • Höflichkeit ist nur dann etwas Gutes, wenn du dich damit wohl fühlst. Achte deshalb unbedingt auf deine persönlichen Bedürfnisse.
  • Erkenne, wann dein Körper sich meldet (z.B. mit Herzklopfen, Kopfschmerzen etc.) und beende spätestens dann das Gespräch.
  • Signalisiere deinem Gegenüber deutlich, dass du gehen musst, z.B. durch Körpersprache, einen Blick auf die Uhr, dem Gang zur Toilette oder sprich einfach ehrlich an, dass du eine kleine Auszeit brauchst.
  • Lerne, dich von den Themen deines Gegenübers abzugrenzen. Das Leid der anderen ist nicht dein Leid. Mitfühlen ist etwas Wunderbares, mitleiden macht dich krank.

In meiner neuesten Podcast-Episode betrachte ich mein aktuelles Thema noch einmal von einer anderen Seite. Ich erzähle dir darin zum Beispiel, wie meine Vergangenheit als „seelischer Mülleimer“ aussah und warum ich deshalb auch immer wieder unter Liebeskummer litt.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Wenn ein Mensch aus emotionalen Gründen weint, ändert sich die Zusammensetzung der Tränen.

Und noch etwas Interessantes in diesem Zusammenhang:

Eine menschliche Träne wiegt im Durchschnitt etwa 15 Milligramm. Das entspricht etwa 15 Sandkörnern. Oder 15 kleinen Ameisen. Wow!


Danke, dass du bis hierhin gelesen hast und ich hoffe, ich konnte dir ein paar kleine, wertvolle Infos mit auf den Weg geben.

Welche Themen wünschst du dir für die kommenden Newsletter?

Weitere Infos zu mir und meinen Angeboten findest du auf meiner Webseite, in meinem Blog oder Podcast.

Hab eine gute Zeit!

Kristin

🎧 Neue Podcast-Folge: Du bist (k)ein seelischer Mülleimer. 🎧

In meiner 4. Podcast-Episode spreche ich darüber, warum hochsensible Menschen für andere oft zum „seelischen Mülleimer“ werden. Und warum das in meiner Jugendzeit auch oft zu Liebeskummer geführt hat. 

Was sind deine Erfahrungen dazu?

Meinen Podcast findest du überall da, wo es Podcasts gibt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und freue mich außerdem über dein Feedback und deine Anregungen 🙂

Kristin

🌿 Seelischer Mülleimer

Kennst du das Gefühl, wenn dich dein Gesprächspartner mit seinem Redebedürfnis förmlich überrollt? Wenn der Dialog plötzlich zum Monolog wird? Wenn dir das Gespräch zwar deine Energie entzieht, du jedoch aus Höflichkeit nichts sagst und dich am Ende vollkommen ausgelaugt fühlst?

Rückblickend habe ich in meinem Leben viel zu oft solche Situationen erlebt. Zum Glück gibt es jedoch einige Dinge, die du tun kannst, um dich zukünftig davor zu schützen.

Fällt dir noch etwas ein, das dir dabei hilft, dich besser abzugrenzen?