Tagesrückblick

Jeden Abend, nachdem Mina eingeschlafen ist, nehme ich noch einmal mein Handy zur Hand, scrolle durch die unterschiedlichsten sozialen Netzwerke und Nachrichtenseiten und verschaffe mir einen Überblick über die Geschehnisse des Tages. Und momentan komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Wer bitte schreibt die Storyline für dieses und das letzte Jahr? So etwas kann man sich ja nicht ausdenken… die ganze Welt scheint ver-rückt und aus den Angeln gehoben. Hat man die eine Hiobsbotschaft gerade verarbeitet, kommt bereits die nächste ins Rollen. Ist ein Ende in Sicht?


In diesem Zusammenhang fällt mir ein Zitat aus der „Unendlichen Geschichte“ ein. Der Glücksdrache Fuchur erhält dort von der Zwergin eine Spritze. Er heult auf vor Schmerzen und sie ruft ihm zu: „Es muss weh tun, damit es heilen kann!“ Und ja, vielleicht ist es das. Vielleicht muss alles erst noch schlimmer werden, damit die Welt dann endlich heilen kann…


Ich schließe alle Apps und lege mein Handy zur Seite. Neben mir höre ich die ruhigen und tiefen Atemzüge unserer kleinen Tochter. Momentan ist sie noch so klein, dass sie von all dem da draußen noch nicht viel mitbekommt. Und wenn sie größer wird wünsche ich ihr, dass sie in einer liebevollen, gesunden und schönen Welt aufwachsen kann. Was mir momentan bleibt und Hoffnung gibt, ist die Zuversicht, dass letztendlich doch alles gut werden wird. 💛

BreiFreie Beikost (Der Blick hinter die Kulissen)

#BreiFreieBeikost #DerBlickHinterDieKulissen

Seit ich von meinen #Nahrungsmittelunverträglichkeiten weiß, spielt die #Ernährung in meinem Leben eine wichtige Rolle. Und seit der Geburt unserer kleinen Tochter, ist dieses Thema nochmal ein kleines Stückchen mehr in den Mittelpunkt gerutscht. Denn natürlich möchten wir, dass sie von Anfang an so gesund wie nur möglich aufwächst und sich auch dementsprechend ernährt. Deshalb war das #Stillen für uns sehr wichtig. Zum Glück hat bei uns dahingehend auch alles geklappt. Die WHO empfiehlt, Babies bis zum 6. Monat ausschließlich zu stillen, damit sie mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden.

Doch langsam rückte der Start der #Beikost immer näher und ich begann, mich allumfassend darüber zu informieren. So recherchierte ich zum Thema Stillen und Beikost und fand sehr interessante und aufschlussreiche Beiträge, die jedoch in die unterschiedlichsten Richtungen gingen. Natürlich ist das Thema #Brei dabei allgegenwärtig und steht im Vordergrund. Überall, wo man hin schaut, gibt es Brei in Gläschen zu kaufen. Doch dann stieß ich auf ein Thema, das meine Aufmerksamkeit ganz besonders weckte: Breifreie Beikost.

Diese Beikost, die ohne Brei auskommt, wird auch als Baby Led Weaning (#BLW) bezeichnet. Dabei wird vollkommen auf Brei verzichtet und das Baby isst sozusagen einfach vom #Familientisch mit. Man umgeht also das lästige Gläschen kaufen oder Brei kochen. Das Baby isst mehr oder weniger selbstbestimmt und entscheidet selbst, was und wieviel es essen möchte. Es wird also nicht gefüttert, sondern es isst selbst. Dabei bleibt das Stillen nach wie vor die Hauptmahlzeit, so lange sich Mutter und Kind damit wohl fühlen.

Was für ein spannender Ansatz. Mike und ich sprachen darüber und entschieden uns dafür. So starteten wir langsam im 6. Monat und boten unserer Kleinen erst kleine Nahrungshäppchen an. Den Anfang machte gedünstetes Gemüse und weiches Obst. Als das gut funktionierte, kamen Waffeln, Brot und Pancakes dazu. Und seit einer ganzen Weile, isst sie nun mit uns gemeinsam. Natürlich sind ihre Portionen dabei ohne Zucker und Salz. Am Liebsten isst sie momentan Brot, Weintrauben, Nudeln und Fleisch. Achja, und puren Joghurt liebt sie auch über alles.

Jedoch gibt es für uns als Eltern natürlich auch die ein oder andere Aufgabe zu bewältigen. Bevor wir mit der Beikost begannen, haben wir beide einen Baby-Erste-Hilfe-Kurs besucht. Damit wir genau wissen, was wir zu tun haben, sollte sich unsere Kleine doch einmal #verschlucken. Seit dem Beikoststart hat sie sich 4 Mal richtig doll verschluckt, so dass wir sie über unseren Oberschenkel mit dem Kopf nach unten legen mussten und sie dadurch das verschluckte Essen wieder hervor brachte. Natürlich steigt da der Adrenalinspiegel, aber die Nahrungsstückchen kamen jedes Mal sehr schnell wieder heraus. Und jedes Mal hat es uns daran erinnert, beim #Essen noch genauer hinzuschauen. Ist das Stückchen auch weich genug bzw. hat es die richtige Größe? Und wie schaffen wir es, dass sie beim Essen nicht herum kaspert?

Natürlich gibt es von außen auch immer wieder die Frage: „Und? Isst sie schon schön Brei?“ Und wir antworten dann: „Naja, vielleicht mal ein bisschen Kartoffelbrei. Ansonsten liebt sie Weintrauben, Waffeln und ein saftiges Stück Fleisch.“ Die Blicke der anderen in dem Moment sind unbezahlbar. Doch wir fahren gut mit dem breifreien Konzept. Und unsere Kleine liebt es auch, selbstbestimmt zu essen und mit uns gemeinsam am Tisch zu sitzen.

Und noch etwas: Wir sind mittlerweile dazu gezwungen, unser eigenes Essverhalten auch noch einmal genauer anzuschauen. Was und wie essen wir eigentlich? Das Prinzip ist ja, dass unsere Kleine vom Familientisch mit isst. Das heisst, sie bekommt all das, was wir auch essen. Und das fordert sie natürlich auch ein. So überlegen wir uns mittlerweile zwei Mal, ob es jetzt wirklich das Stück Kuchen oder das Eis sein muss. Wieviel Salz und Zucker wir an unser Essen machen. Ob das Essen wirklich mit Butter, oder doch lieber mit gesünderem Pflanzenöl zubereitet werden soll. Und natürlich bemühen wir uns auch, regelmäßig zu Essen.

Und das alles kommt uns nur zu Gute. Denn eine bewusste und gesunde Ernährung, sorgt für ein gutes Körpergefühl und eine entspannte Seele. Und so macht unsere Kleine uns wieder ein Stück mehr zu besseren und bewussteren Menschen.

SchlafVerhalten

#SchlafVerhalten #DerBlickHinterDieKulissen

Seit ich selbst Mama bin, beschäftige ich mich mit manchen Dingen meines Lebens etwas intensiver. Und manchmal frage ich mich, weshalb ich so bin, wie ich bin und was mich zu dem gemacht hat. Ein Thema, das mich früher schon beschäftigt hat und jetzt noch viel präsenter geworden ist, ist das Thema #Schlaf.

Seit der Geburt unserer kleinen Tochter letztes Jahr, habe ich keine Nacht mehr länger als 3 Stunden am Stück geschlafen, da sie immer wieder nachts aufwacht und gestillt werden möchte. Mal mehr, mal weniger oft. Einerseits finde ich das gar nicht so schlimm, da ich eigentlich schon immer auch mit relativ wenig Schlaf ausgekommen bin. Aber so langsam gerate auch ich an meine Grenzen. Und jetzt höre ich andere schon wieder sagen: „Dann schlaf doch einfach mal tagsüber!“ Wenn das so einfach wäre. Und jetzt sagen die nächsten: „Aber das kannst du lernen!“… und ich denke: „Ja, hab ich alles schon versucht.“

Irgendwie will es mir tagsüber nicht gelingen, einzuschlafen. Vielleicht sind es die Helligkeit und die Geräusche um mich herum, mit deinen ich als Hochsensible besonders zu kämpfen habe? Aber nein, das ist es nicht nur allein. Es ist auch eine Art innere Unruhe, die ich gar nicht so richtig beschreiben kann. Tagsüber kommt mein Geist einfach nicht zur Ruhe. Ich fühle mich immer wie in „Hab-Acht-Stellung“.

Als ich nachts noch normal schlafen konnte, hat es mir nicht viel ausgemacht tagsüber nicht schlafen zu können und ich habe es auch nie wirklich hinterfragt. Doch jetzt, wenn es darum geht, unserer kleinen Tochter das optimale Schlafen nahe zu bringen, fallen mir einige Dinge auf. In der Literatur heisst es immer wieder, dass man, besonders in den ersten Lebensmonaten, den Schlaf der Kleinen begleiten soll, ganz besonders das Einschlafen. Und sie ganz allgemein auch liebevoll begleiten soll, zum Beispiel beim Weinen und Schreien.

Davon hatte ich noch nie zuvor etwas gehört. In der Theorie heisst es, dass man das Baby, wenn es anfängt zu Weinen oder zu Schreien, liebevoll dabei begleitet. Es im Arm hält und für es da ist. Ihm sozusagen zuhört, was es zu „erzählen“ hat. Und es würde, wenn es sich ausgeweint hat, ganz von selbst beruhigen und sich um Einiges besser fühlen. Dieses liebevoll begleitete Weinen oder Schreien, soll dem Baby Urvertrauen und Sicherheit geben. Es darin stärken, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln.

Mike und ich waren dem gegenüber sehr skeptisch, aber ich probierte es aus. Anfangs war es für mich sehr schwer, das #Schreien auszuhalten, doch ich hielt unsere Kleine liebevoll im Arm. Ich hörte ihr zu und sprach ganz sanft mit ihr. Und irgendwann hörte sie ganz von alleine wirklich langsam auf mit Weinen. Und das Beeindruckendste war, dass sie mich dann plötzlich anlächelte. So als wollte sie sagen: „Danke, Mama, dass du mich gehalten und mir zugehört hast.“ Es war, als wäre plötzlich die ganze Anspannung von ihr abgefallen. Dieser positive Effekt bestärkte mich darin, diese Methode beizubehalten. Sehr oft schlief sie, nach dem #Weinen, dann auch ganz entspannt ein. Und auch beim Schlafen, bin ich von Anfang an immer an ihrer Seite. Ich merke, wie es ihr #Sicherheit gibt. Und Ruhe und Vertrauen. Sie schläft dann viel ruhiger und tiefer. Und auch ich schlafe neben ihr insgesamt viel besser, abgesehen von den kleinen Unterbrechungen nachts.

Doch, wieso nun fällt es mir tagsüber so schwer, abzuschalten und in den Schlaf zu finden, während unsere Kleine auch tagsüber ganz entspannt neben mir einschlafen kann? Wenn ich so an meine eigene #Kindheit zurück denke, dann erinnere ich mich daran, immer allein in meinen eigenen Bettchen geschlafen zu haben. Ich weiß nicht, wie alt ich bei all den Erinnerungen war. Ich hatte zwar mein Kuscheltier bei mir, aber ich fühlte mich trotzdem allein. Ich hatte als Baby und Kleinkind niemanden neben mir liegen, der mir nachts, wenn ich wach wurde, Sicherheit schenkte.

Ich erinnere mich daran, als Kind oft lange Zeit wach in meinen Bettchen gelegen zu haben. Ich erinnere mich daran, dass ich mich, z.B. bei Sturm oder Gewittern, allein in meinem Bettchen fühlte… jedenfalls so lange, bis meine Eltern ins Zimmer kamen und nach mir schauten. Und ich erinnere mich daran, dass ich manchmal mit Absicht ganz laut gehustet habe, so dass meine Eltern nochmal in mein Zimmer kamen. Denn ich wollte einfach nicht allein sein.

Ich weiß, dass damals die gesamte #Erziehung und somit auch die Schlaf-Erziehung, eine ganz andere war, als die heute. Ich mache meinen Eltern in jeglicher Hinsicht keinerlei Vorwürfe, denn sie haben damals nach besten Wissen und Gewissen gehandelt und waren immer liebevoll zu mir. Doch denke ich, dass diese damalige Schlaf-#Erziehung dafür gesorgt hat, dass mir heute das nötige Urvertrauen fehlt. Die Sicherheit, die mich ruhig und entspannt in den Schlaf gleiten lässt.

Abends ist es dunkel und ruhig. Dann kann ich einigermaßen entspannen und abschalten und finde dann auch relativ gut in den Schlaf. Doch tagsüber schaffe ich es einfach nicht, auch wenn ich noch so müde bin. Und ich hoffe sehr, dass wir es mit unserem Weg schaffen, dass unsere Kleine ein gesundes Verhältnis zum Schlaf entwickelt. Dass sie dadurch das #Urvertrauen mit auf den Weg bekommt, welches sie auch zukünftig positiv beeinflussen wird. Und die Erfahrungen der letzten Monate zeigen uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Und vielleicht, schaffe ich es selbst ja auch noch irgendwann, auch tagsüber entspannt in den Schlaf zu finden.

PrivatSphäre

#PrivatSphäre #DerBlickHinterDieKulissen

Jeder Mensch benötigt immer mal etwas Raum und Zeit für sich. Der eine mehr, der andere weniger. Ich lasse #Menschen heute nur noch an mich heran, wenn ich das auch wirklich möchte. Früher habe ich eher dazu tendiert, meine Privatsphäre zu ignorieren. Ich war sehr viel für andere Menschen da, bin viel unterwegs gewesen und habe viel zu oft meine persönlichen #Grenzen vernachlässigt. Das führte dann dazu, dass ich mich ausgebrannt und auch irgendwie ausgenutzt fühlte. Denn viel zu oft war ich für andere nur der seelische Mülleimer oder ein akzeptabler Lückenfüller. Doch heute kenne und akzeptiere ich meine persönlichen Grenzen und die anderer Personen. Durch meine eigene #Hochsensibilität, bin ich dahin gehend vielleicht auch aufmerksamer und empfindlicher, als der Durchschnitt.

Ich lebe in einer Großstadt, wo es schwierig ist, Menschen aus dem Weg zu gehen und echte Ruhe zu finden. Die Großstadt ist eigentlich immer laut, hektisch und voller Menschen. Selbst in abgelegeneren Gebieten findet man kaum Ruhe und wirkliche #Entspannung. Doch dann kam das Virus und alles änderte sich von einen Tag auf den anderen. Und es war für mich eine sehr abstruse Erfahrung, dass die Corona-Verhaltensregeln meinem persönlichen Lebensstil sehr entgegen kamen. Und dass auch eine Großstadt zur Ruheinsel werden kann. Mag es noch so verrückt klingen… von dieser Seite her gesehen, war die Zeit der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für mich ein wahrer Segen. Denn alles um mich herum wurde plötzlich ruhig. Ich hörte die Vögel zwitschern. Das Rumpeln der Straßenbahn wurde weniger. Das Rauschen der Autos verschwand. Es waren weniger Menschen unterwegs. Die Luft war so viel sauberer und klarer. Und nachts war es so ruhig, dass ich richtig gut schlafen konnte. Das Leben in der Großstadt glich plötzlich einem ruhigen Dorfleben und ich genoss es sehr.

Doch was ich überhaupt nicht mag und auch noch nie mochte, ist, wenn jemand in meinen persönlichen Raum ungefragt eindringt. Und wie passend für mich, dass man jetzt, in Corona-Zeiten, sogar #Abstand voneinander halten soll. Und ich frage mich, warum das für so viele Menschen nicht einfach selbstverständlich ist. Der anderen Person ihren Raum zu geben. Natürlich hat das auch viel mit #Macht zu tun: „Hier bin ich… und ihr könnt mir gar nichts! Ich gehe, wohin ICH will!“ Aber mal im Ernst, gehört nicht ein respektvoller Abstand zu Fremden zum Zusammenleben von Menschen dazu?

Warum fällt es also vielen so schwer, diesen privaten Raum zu respektieren? Es passiert mir so oft, dass mich jemand fast anrempelt, wenn er an mir vorbei geht. Dass ich an der Kasse schon den Atem des anderen im Nacken spüre. Das sich irgendwo an mir vorbei gedrängelt wird. Dass man mir im #Gespräch zu nah kommt. Und gerade jetzt mit unserer kleinen Tochter, möchte ich noch mehr Abstand zu anderen. Sie ist keine Puppe, die man einfach mal so anfassen kann. Bereits während der #Schwangerschaft ging es mir so, dass andere ungefragt meinen Babybauch anfassen wollten.

Und jetzt, in Zeiten von #Corona, dachte ich, es würde auch dahin gehend alles entspannter werden. Selbst im Restaurant hat man jetzt viel Platz um sich herum und muss nicht mehr notgedrungen den Gesprächen am Nachbartisch zuhören. Aber falsch gedacht. Nur die wenigsten Menschen halten sich wirklich an die Abstandsregeln. Egal, ob beim Einkaufen oder beim Spazieren gehen. Letzten Endes darf es ja auch jeder so halten, wie er möchte. Wenn sich jemand mit anderen trifft und keinen Abstand hält, darf er das gern tun. Doch gegenüber Fremden, sollte doch immer noch so viel Respekt vorhanden sein, dass man sich gegenseitig Raum lässt. Die Privatsphäre wahrt, wo immer es auch möglich ist.

Doch oft stoße ich auf Unverständnis, wenn ich den Abstand halten möchte. Es wird einfach ignoriert. Und dabei sollte doch jeder selbst bestimmen dürfen, wen er wie nah an sich heran lässt. Mir waren Menschen jedenfalls schon immer suspekt, die mich beim ersten Kennenlernen wie ihre beste Freundin begrüßten. In Deutschland war es zum Beispiel ja auch immer üblich, sich zur Begrüßung und Verabschiedung die Hand zu geben. Heutzutage sollte man darauf lieber verzichten. Mir persönlich würde ja ein freundliches #Lächeln und kurzes Kopfnicken vollkommen ausreichen. Mal schauen, was sich dahingehend als neue Begrüßungsetikette in der #Gesellschaft etabliert.

Also… jetzt an dieser Stelle: Ein freundliches Lächeln und kurzes Kopfnicken. Haltet respektvollen Abstand und bleibt gesund.

HochSensibilität

#HochSensibilität #DerBlickHinterDieKulissen

Die Welt, in der wir leben, ist für mich oft zu hektisch, zu grell und zu laut. Ich kann das zwar eine Weile ertragen, jedoch immer nur eine begrenzte Zeit. Dann meldet sich mein Körper. Wenn ich mich dann nicht zurück ziehe, bekomme ich früher oder später Kreislaufprobleme, Schweißausbrüche und fange an zu zittern. Denn ich gehöre zu den ca. 20% der Bevölkerung, die Reize von außen fast ungefiltert wahrnehmen. Es gelingt mir immer nur für eine relativ kurze Zeit, Störgeräusche auszublenden. Und nein, ich habe kein #ADHS und ich bin auch nicht irgendwie krank. Das, was ich bin, nennt man hochsensibel.

Schon seit ich mich erinnern kann, habe ich mich irgendwie anders gefühlt. Ganz deutlich wurde das dann mit den Jahren, als ich älter wurde. Ständig waren irgendwelche Parties, war laute Musik, wurde Alkohol getrunken usw. Ich hatte zwar einen großen Freundeskreis und eine feste Clique und ich war auch fast überall immer mit dabei, aber oft war es auch mehr Gruppenzwang, als wirkliches Interesse daran. Denn ich wollte ja keine #Außenseiterin sein. Wollte dazu gehören. Auch beim Stadtbummel oder bei einem Spaziergang, der z.B. an einer belebten Straße entlang führte, war ich schnell überreizt von all den Eindrücken. Wenn ich dann mal etwas dazu sagte, hörte ich nur zu oft, ich solle mich doch nicht so haben oder mal nicht so empfindlich sein.

Dieser rote Faden zog sich durch mein gesamtes #Leben. Und erst viele Jahre später, genau genommen im Jahr 2013, stieß ich auf einen interessanten Artikel im Internet. Darin ging es um das Thema Hochsensibilität und in ihm wurde genau das beschrieben, wie ich mich oft fühlte. Ich recherchierte also weiter und fand heraus, dass dieses „Anderssein“ einen Namen hat und ich nicht allein damit bin. Ich bestellte mir zwei Bücher von Elaine N. #Aron, welche sich viel mit diesem Thema beschäftigt und auch dazu geforscht hat.

Und, was soll ich sagen, diese beiden Bücher veränderten mein Leben. Ich verstand plötzlich, was mit mir los war und warum ich mich so fühlte. Mir fällt es schwer, #Sinneseindrücke zu filtern. Sie prasseln einfach auf mich ein. Ganz besonders herausfordernd sind für mich auditive Reize. Lang andauernde Geräuschkulissen sind für mich ein Horror. Und insgesamt zu viel Licht, zu viel Geruch, zu viel Berührung, zu intensiver Geschmack und so vieles mehr.

Durch die beiden #Bücher lernte ich, mit meiner Besonderheit besser umzugehen. Ich achte seitdem darauf, dass ich mir genügend Rückzugs- und Ruhepausen gönne. Ich schaue ganz genau, mit welchen Menschen ich wie lange meine Zeit verbringe. Ich suche mir ganz bewusst Wohlfühlorte aus, sei es, um Urlaub zu machen oder um mich mit jemandem zu treffen. Alles, was mich stresst, versuche ich weitestgehend zu vermeiden. Und wenn ich weiß, dass ich es nicht vermeiden kann und stressige Zeiten vor mir liegen, so versuche ich immer auch parallel dazu gleich für den nötigen Ausgleich zu sorgen.

Und ich habe vor allem gelernt, ‚Nein‘ zu sagen, wenn mir etwas zu viel wird oder ich im Vornherein schon weiß, dass es mir zu viel werden könnte. Durch diesen wichtigen Schritt hat sich zwar mein soziales Umfeld noch einmal gewaltig verändert, aber so habe ich wirklich nur #Menschen in meinem Leben, die mit meiner Besonderheit umgehen können.

An dieser Stelle bin ich auch sehr dankbar für meinen Lebenspartner Mike. Er ist zwar das genaue Gegenteil von mir, aber er kann unglaublich gut mit meiner Hochsensibilität umgehen. Er weiß, dass mir schnell auch mal alles zu viel werden kann und sorgt dann für den nötigen Ausgleich. Und er hat auch einen großen Anteil daran, dass ich meine Hochsensibilität nicht mehr nur als Fluch, sondern auch als einen Segen betrachten kann. Denn ohne sie wäre ich z.B. in meiner Arbeit niemals so gut, wie ich es heute bin. Denn ich weiß meine Hochsensibilität zu nutzen und einen Mehrwert daraus zu schöpfen.

Und auch für unsere kleine Tochter ist es mir wichtig, zu meiner Hochsensibilität zu stehen. Sie als etwas Positives zu sehen. Nur so kann ich sie durch diese laute und manchmal auch überreizte Welt führen. Denn auch sie ist hochsensibel, allerdings gepaart mit viel Temperament. Ich wünsche mir, dass sie mit ihrer #Sensibilität gut umzugehen lernt. Und sie soll niemals das Gefühl haben, falsch zu sein. Denn auch, wenn unsere Welt noch so anstrengend für uns hochsensible Menschen ist, so sehen und spüren wir doch auch so viele wunderbare Dinge, für die sich all die Herausforderungen lohnen.

FreiRäume schaffen

#FreiRäumeSchaffen #DerBlickHinterDieKulissen

Gerade in den letzten Wochen und Monaten war in meinem Leben immer wieder ein Thema präsent: Das Thema „Freiräume schaffen“, egal ob im beruflichen oder privaten Kontext. Dabei geht es nicht allein nur um räumliche Möglichkeiten, sondern auch um das mentale Abschalten. Doch als #Selbstständige und Neu-#Mama sowie mit den vergangenen Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen, war das alles gleich noch einmal ein ganz anderes Thema.

Vielleicht erst einmal kurz zu den beruflichen Freiräumen. Wie schafft man es, in einer Zeit, wo die Arbeit plötzlich komplett still steht, von der Arbeit bzw. den Existenzängsten abzuschalten? Gerade als Selbstständige? Nach meiner Mama-Auszeit hatte das Jahr so gut begonnen. Tolle, neue Aufträge mit Zukunftsaussichten flatterten ins Haus, Folgeaufträge wurden bereits besprochen und plötzlich: Seit März kompletter Stillstand. Und kein planbares Ende in Sicht. Natürlich gibt es übergangsweise die soziale Absicherung vom Staat, doch diese deckt bei mir nicht mal die monatlichen Grundausgaben. Wie also schaffe ich es in Zeiten, wie diesen, mir meine mentalen Freiräume diesbezüglich zu schaffen? Ich gebe mir ganz bewusst Momente, in denen ich auch mal so richtig #Panik schieben darf. In denen ich alles anzweifle und mich frage: Wie soll das alles nur jemals wieder besser werden? Doch diese Momente setze ich mir ganz bewusst… und dann heisst es für mich wieder nach vorn blicken. Wie kann ich die jetzige Zeit für mich positiv nutzen? Wie kann ich meine Angebote dem Nutzen nach entsprechend anpassen? Was wird gerade gebraucht und wie kann ich #Menschen dahin gehend am besten unterstützen? Und ich weiß auch, dass ich Klienten habe, die meine Leistungen wieder in Anspruch nehmen werden, wenn sich das ganze Chaos wieder ein wenig geordnet hat. Und das alles gibt mir dann wieder Hoffnung und Zuversicht, dass sich alles finden und im Guten weitergehen wird.

Nun zu meinen privaten Freiräumen. Vor der Zeit der Ausgangsbeschränkungen musste ich mich erst einmal als Neu-Mama finden und arrangieren. Unsere kleine Maus klebte fast 24h am Stück an mir, die Nächte waren kurz und so fühlte ich mich mit jedem Tag erschöpfter und ausgelaugter. Mit der Zeit merkte ich, dass ich dringend auch #Baby-Auszeiten brauchte. Als es dann immer mehr möglich wurde, wollten wir es so ausprobieren, dass Mike die Kleine auch öfter einmal nimmt und mit ihr spazieren geht. So hätte ich endlich mal wieder Zeit für mich, für Freunde und meine persönlichen Bedürfnisse. Anfangs fühlte ich mich mit der Option jedoch richtig schlecht. Wie konnte ich als #Mutter nur unsere Kleine einfach weggeben? Doch nach diesen Startschwierigkeiten ging es immer besser und ich nutze die mir geschenkte Zeit. Und auch, wenn die Luft zuhause zwischen Mike und mir mal etwas dicker wurde, gönnten wir uns kleine Auszeiten. Und wir gestehen uns diese auch gegenseitig zu. Und um so größer ist dann die Freude, wenn er z.B. mit der Kleinen vom Spazierengehen nach Hause kommt und ich in der Zwischenzeit die Möglichkeit hatte, einfach mal auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und ein Buch zu lesen. Selbst die Ausgangsbeschränkungen konnten uns somit nichts anhaben. Natürlich war es manchmal schon etwas eintönig, immer wieder dieselben Wege zu gehen, doch wir veränderten einfach unsere #Prioritäten und es war nicht mehr wichtig, wo wir spazieren gehen oder dass ich ja nur auf dem Balkon sitze, sondern dass wir überhaupt die Möglichkeit hatten, an der frischen Luft zu sein.

Wie also gelingt es mir, Freiräume zu schaffen, auch wenn auf den ersten Blick vielleicht gar keine Möglichkeit dafür da zu sein scheint? Durch eine Anpassung meiner Sichtweise. Durch einen neuen Blick auf die Dinge und Begebenheiten und die Möglichkeiten, die mir gegeben sind. Ich war schon immer jemand, der immer versucht hat, das Beste aus jeder Situation heraus zu holen und so halte ich es auch heute. Kleine Tiefschläge und Niederlagen und kleine Momente der Schwäche sind erlaubt, aber dann heisst es wieder: Aufstehen… Krone richten… und weitermachen!

Zukunftsaussichten

#ZukunftsAussichten #DerBlickHinterDieKulissen #FürMehrRealität

Als ich mit dieser Sonntagsserie, Anfang des Jahres, begann, hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mir einmal über solche Dinge Gedanken machen würde. Ich meine, man hat ja immer Einiges auf dem Schirm und überlegt sich: „Was wäre, wenn…“ Aber mit so einem Szenario hat wohl kaum jemand gerechnet.

Und auch ich stelle mir die Frage, wie es weiter gehen wird. Wirtschaftlich, geschäftlich, aber auch privat. Ich bin dieses Jahr, trotz der Geburt unserer Tochter im letzten Sommer, geschäftlich sehr positiv und gut gestartet. Und genau so sollte es auch weiter gehen. Und dann kam das Virus… und plötzlich stand fast alles still. Meine geschäftlichen Pläne kann ich nun größtenteils über Bord werfen bzw. müssen neue Anpassungen getroffen werden. Aber in welche Richtung soll es gehen? Ja, auch ich hatte geplant, zukünftig mehr Online-Coachings und Webinare zu geben. Doch plötzlich schießen diese überall wie Pilze aus dem Boden…

Doch das ist momentan die kleinste Herausforderung. Die größte Frage ist: Wie geht es weiter mit meinem Geschäft und meiner Selbstständigkeit? Wann werden Menschen und Unternehmen wieder bereit dazu sein, in sich und ihre persönliche Weiterbildung zu investieren? Momentan überlege ich, wie ich meinen Klienten derzeit einen größtmöglichen Nutzen bringen kann, ohne an die Finanzen zu denken. Denn jetzt ist erst einmal menschliches Handeln gefragt. Und es gilt diejenigen zu unterstützen, die momentan Großes leisten oder schwere Krisen überwinden müssen.

Ich bin jetzt über 11 Jahre selbstständig und ich liebe das, was ich tue. Und ich bin, im Unterschied zu vor ein paar Jahren, auch nicht mehr allein. Ich habe mit Mike einen Partner an meiner Seite, der mich auf allen Ebenen unterstützt und eine kleine Tochter, der ich ein gutes Vorbild sein möchte. Und mein Anliegen ist es nach wie vor, Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung tatkräftig zu unterstützen. Und das werde ich auch weiterhin tun. Es ist, was ist… und es geht, was geht. Ich habe nach wie vor Vertrauen. Auch, wenn viele Aufträge mittlerweile auf Eis gelegt sind. Auch, wenn die gesundheitliche Krise eine wirtschaftliche Krise nach sich ziehen wird. Auch, wenn niemand sagen kann, wie lange diese Phase jetzt dauert und ob in diesem Jahr überhaupt wieder so etwas wie „Normalität“ eintreten wird.

Wir sind auf alles vorbereitet und auch bereit dazu, uns und unsere Angebote dementsprechend anzupassen. Zu unterstützen, wo es nur geht. Da zu sein, wenn man uns braucht. Und Kommunikation, Führung und Auftretenskompetenz werden nach wie vor gebraucht und sind, auch laut meiner Klienten, wichtige Tools, um in dieser herausfordernden Zeit, weiter bestehen zu können.

Und die private Seite? Nun, seit einigen Wochen sind wir mit unseren Familien und Freunden ausschließlich über Nachrichten und Video-Calls in Verbindung. Ein sehr seltsames Gefühl. Geburtstage so ohne Familienfeier zu erleben. Nähe zu spüren und gleichzeitig auf Distanz zu sein. Nachdem ich durch die Schwangerschaft und die ersten Monate nach der Geburt viel zuhause war, wollte ich nun endlich wieder öfter mal raus und unterwegs sein. Und nun? Plötzlich bin ich wieder abgeschnitten, obwohl ich noch nicht mal angefangen hatte, raus zu gehen. Auch für unsere kleine Tochter waren Krabbelgruppe und eine Musikgruppe geplant. Jetzt darf sie, bis auf weiteres, mit Mami und Daddy vorlieb nehmen.

Und doch schaue ich hoffnungsvoll nach vorn, glaube daran, dass letztendlich alles gut werden wird und wir auch weiterhin, geschäftlich wie auch privat, unseren Traum leben können. Dass alles seinen Sinn hat. Und ich weiß, dass viele da draußen Angst haben, vor dem, was kommt. Die die Ungewissheit nicht ertragen können. Die nicht wissen, wie es weiter gehen soll… privat und auch geschäftlich.

Denen möchte ich zurufen: Bleibt hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass sich letztendlich alles finden wird! Ihr seid nicht allein 💛

Ego vs. Familie

#EgoVersusFamilie #DerBlickHinterDieKulissen

Da bin ich nun also. Angekommen in meiner Welt als „Business-Mama“. Oder etwa doch nicht? Diese Woche bot sich mir ein ganz aktuelles Thema, bei welchem ich mich entscheiden durfte zwischen meinem Ego und der #Familie. Oder besser gesagt: Zwischen meinem Business und dem Wohl meiner Familie.

Im Juli letzten Jahres bin ich #Mama geworden. Bereits drei Monate später saß ich wieder im ersten Einzelcoaching-Termin. Und ich fühlte mich wohl damit. Nicht nur zuhause zu sein, dass Baby zu versorgen und den Haushalt zu schmeißen, sondern auch wieder arbeiten zu können.

Doch was ist, wenn du dich plötzlich dazu gezwungen siehst, eine wichtige #Entscheidung zu treffen? Die dir niemand abnehmen kann? Wenn du dich entscheiden musst zwischen Ego und deiner Familie? Für mich war das eine ganz neue Erfahrung, die mich wieder einmal an meine persönlichen Grenzen gebracht hat.

Ich hatte letztes Jahr, für ein großes Unternehmen, ein Seminar geplant. Das musste ich jedoch dann, auf Grund meiner fortgeschrittenen Schwangerschaft, auf dieses Jahr verschieben. Kommende Woche sollte es nun endlich so weit sein… doch plötzlich kamen mir Zweifel. Nicht nur wegen der steigenden Fälle von Corona-Virus-Erkrankungen, sondern auch auf Grund der Influenza-Welle. Was wäre, wenn eine/r der Teilnehmer/innen infiziert ist und ich mich anstecke? Immerhin kommen sie aus ganz Deutschland angereist. Oder jemand aus dem Hotel ist infiziert, mit dem wie Kontakt haben?

Bitte versteht mich richtig, ich finde die Panikmache bzgl. des #Corona-Virus in der Öffentlichkeit unnötig, doch gehe ich trotzdem mit dem gewissen Respekt an das Thema heran. Ich habe mir unter anderem die Pressekonferenz des Robert Koch Instituts angeschaut, um mich zu informieren. Dort wurde gesagt, dass man durch die regulären Hygienevorkehrungen, wie z.B. Händewaschen etc., gut geschützt wäre. Soweit zur Theorie. Aber könnte ich das auch in einem 2-Tage-Seminar durchhalten und sicherstellen, dass ich mich nicht doch irgendwo anstecke? Wenn es nur um meine eigene #Gesundheit ginge, okay… aber jetzt trage ich außerdem die Verantwortung für unsere kleine Tochter. Sie ist erst 7 Monate alt und hat noch kein abgehärtetes Immunsystem. Und auch ich bin immer noch nicht wieder voll bei Kräften.

Wie hoch also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich anstecken könnte? Kann ich es ganz ausschließen? Sollte ich das Seminar vielleicht lieber absagen? Dem widerspricht jedoch, in meinen Augen, meine #Professionalität als Unternehmerin. Kann ich so ein Seminar überhaupt absagen? Und dann auch noch auf Grund einer minimalen Ansteckungswahrscheinlichkeit? Würde das Unternehmen das überhaupt verstehen und ernst nehmen?

Ich habe also mit mir gerungen… das Für und Wider abgewogen, mit Mike darüber gesprochen und eine schlaflose Nacht gehabt. Wofür sollte ich mich entscheiden? Für meine Professionalität als Unternehmerin oder das Wohl und die Gesundheit meiner kleinen Tochter? Oder passt beides doch irgendwie auch zusammen?

Und nun die Frage an dich: Wie hättest du dich an meiner Stelle entschieden?

BusinessMama

#BusinessMama #FürMehrRealität

Letzte nacht Sonntag hatte ich ja bereits darüber berichtet, dass ich wieder mit arbeiten angefangen habe und dabei auch auf die volle Unterstützung meines Partners Mike zählen kann. Soviel zur Theorie. Mit dieser wunderbaren Ausgangsbasis, sollte doch alles gut machbar sein. Nun, das denke ich auch… jedenfalls die meiste Zeit.

Doch, ich bin ehrlich… ich habe es unterschätzt. Anfangs dachte ich, das ist alles gut zu managen… ich arbeite einfach dann, wenn die Kleine schläft oder spielt. Doch sie benötigt mich zur Zeit fast 24h am Tag. Wenn sie schläft, dann geht das (noch) nicht ohne mich an ihrer Seite. Und auch, wenn sie spielt, braucht sie Aufmerksamkeit. Oft ist es so, dass ich die wichtigsten Dinge abends am Handy erledige, während sie neben mir schläft und bevor ist selbst müde genug bin, um selbst einzuschlafen.

Doch selbstständig zu sein, bedeutet auch viel Arbeit im Hintergrund. Die Selbstständigkeit besteht bei mir nicht nur aus dem Halten von Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings. Die meiste Zeit steckt in der Vorbereitung, in der Akquise, im Marketing und der Organisation. Und dafür brauche ich Konzentration und Aufmerksamkeit.

Doch ich habe anfangs unterschätzt, wie wenig Zeit ich letztendlich haben werde, um Dinge zu erledigen und wie müde ich doch sein werde. Und dann gibt es eben auch die Tage, an denen so gut wie gar nichts gelingt und ich meine Pläne komplett über den Haufen werfe. Doch das ist eher die Ausnahme.

Und auch damit habe ich mich mittlerweile angefreundet und es akzeptiert. Es ist, was ist und es geht, was geht. Damit fahre ich nun relativ gut und habe so meinen Weg gefunden. Das Setzen von Prioritäten hilft mir dabei sehr, Frustration zu vermeiden. Und die nötigen Auszeiten. Und das Wissen darüber, dass alles der Veränderung unterliegt und Flexibilität das Zauberwort ist. Das bringt mich dazu, gut durch die Tage und Nächte zu kommen und sagen zu können: Ich bin glücklich 💝

Business und Familie

#BusinessUndOderFamilie

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ – Was in der Fachsprache so abgeklärt und gefühlskalt klingt, ist in Wirklichkeit ein sehr persönlicher und auch emotionaler Prozess. Und ganz besonders als selbstständige Neu-#Mama.

Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, wusste ich nicht wirklich, wie ich meine #Selbstständigkeit weiterführen sollte. Ich hatte für das kommende Jahr bereits einige feste Termine, die ich nun absagen musste. Mit einem etwas unguten Gefühl, teilte ich meinen Klienten die Neuigkeiten mit. Womit ich an diese Stelle nicht gerechnet hatte, war deren absolutes Verständnis für meine Situation. Das führte dazu, dass die Termine allesamt nicht abgesagt, sondern lediglich um ein Jahr verschoben worden.

Ich selbst hatte mir vorgenommen, nach der Geburt maximal 6 Monate auszusteigen. Nach 3 Monaten hatte ich bereits wieder ein Einzelcoaching angenommen. Mein Klient nannte das „sehr mutig“. Ich selbst fand es nicht mutig, sondern einfach an der Zeit und hatte viel Freude an dem Termin. Es waren lediglich 90 min. Unsere Kleine wusste ich in der Zeit gut versorgt, ich hatte endlich mal wieder etwas Abwechslung und Mike holte mich, zusammen mit unserer Kleinen, vom Termin ab. Was für ein schönes Gefühl das war!

Doch dann rückte die Zeit der größeren Termine und Neuauftröge heran. Sollte ich diese wirklich durchführen? Braucht mich meine Tochter nicht 24h am Stück? Was ist, wenn es der Kleinen mal nicht gut geht? Oder es mir mal nicht gut geht und ich eine schlaflose Nacht hatte? Bin ich eine Rabenmutter, wenn ich unsere Kleine für die Arbeit „allein“ lasse? Kann ich es ihr zumuten, bei Geschäftsreisen einfach mitzukommen oder ist das zu viel Aufregung für sie? Vielleicht ist es nun doch an der Zeit, meine Selbstständigkeit aufzugeben?

Tausend Fragen hatte ich Tag für Tag in meinem Kopf. Doch nach 11 Jahren die Selbstständigkeit einfach so aufgeben? Nicht, bevor ich es nicht wenigstens nochmal versucht habe. Also setzten Mike und ich uns zusammen und wir sprachen über all diese Themen, meine Bedenken und alternative Möglichkeiten. Das Ergebnis ist: Wir haben einen gemeinsamen Plan, mit dem wir uns gut fühlen. Mit dem wir für unsere Tochter da sein und gleichzeitig arbeiten können. Und meine oberste Priorität dabei ist: Habe ich das Gefühl, dass es unserer Tochter nicht gut tut, dann machen wir es nicht.

Und so entscheiden wir bei jedem neuen Auftrag gemeinsam und wägen das Für und Wider ab. Fühlt es sich gut an? Macht unsere Kleine das alles gut mit? Schaffe ich alles kräftemäßig? Bleibt ausreichend Raum und Zeit zum Erholen? Und wir spielen, unseren Klienten gegenüber, auch immer mit offenen Karten. Alle wissen von vorn herein Bescheid. Und wir arbeiten, trotz allem, auch weiterhin professionell. So muss ich mich nicht für #Familie oder #Business entscheiden, sondern darf beides haben.

Mit einer guten Planung und Vorbereitung ist so gut wie alles möglich. Und ich empfinde tiefe Dankbarkeit Mike gegenüber, dass er so hinter mir steht, mir den Rücken frei hält und mich, wenn nötig, auch mal ein wenig pushed… und dass wir jetzt alle drei gemeinsam diesen tollen Lebensweg gehen können… so lange er sich für uns gut anfühlt ❤️