Der größte Fehler in der Führung ist…

…von dir auf andere zu schließen.

Diesen Worten von Andreas Buhr kann ich mich nur anschließen, denn das sind auch die Erfahrungen, die ich persönlich gemacht habe.

Um wirklich gut führen zu können, solltest du in der Lage sein, die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen, mit denen du zusammen arbeitest.

Dafür sind emphatische Fähigkeiten unabdingbar. Und hier sind insbesondere hochsensible Menschen gefragt, die mit ihrer hohen Empathie versteckte Informationen sichtbar machen können.

Meiner Meinung nach gehören deshalb mehr hochsensible Menschen in die Führungsebene. Oder sie sollten zumindest unterstützend in wichtige Prozesse mit einbezogen werden.

Was sind deine Gedanken dazu?

In jedem wichtigen Meeting sollte mindestens eine Person sitzen, die hochsensibel ist.

Denn ich persönlich bin der Überzeugung, dass hochsensible Menschen die Erfolgswahrscheinlichkeit deines Verhandlungsgesprächs oder Meetings erhöhen.

Durch ihre empathischen und intuitiven Fähigkeiten nehmen sie auch kleine Nuancen wahr, die anderen verborgen bleiben. Sie können zwischen den Zeilen lesen und somit versteckte Botschaften und Informationen für dich sichtbar machen.

Des weiteren können sie, während des Meetings, für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen und somit schneller Nähe und Vertrauen zum Gegenüber aufbauen. 

Das alles sind wichtige Punkte, die zum Gelingen eines Gesprächs beitragen können. Wenn du also selbst vor wichtigen Terminen stehst, dann sorge dafür, dass dich eine hochsensible Person dabei begleitet. Und du wirst sehen, was für neue Möglichkeiten sich dir plötzlich offenbaren.

Wenn du wieder einmal an deiner Hochsensibilität zweifelst…

Heute möchte ich dich dazu ermutigen, einmal darüber nachzudenken, in welchen Situationen dich deine Sensibilität positiv beeinflusst hat. Wann hat sie dich oder andere Menschen davor bewahrt, negative Erfahrungen zu machen? In eine Falle zu tappen? Oder in gefährlichen Situationen sogar Leben gerettet?

Viele hochsensible Menschen haben, auf Grund Ihrer „Andersartigkeit“, in ihrer Vergangenheit eher negative Erfahrungen gemacht. Sie neigen dazu, ihre Sensibilität zu verstecken. Sie ziehen sich zurück und nicht selten höre ich von ihnen, dass sie nicht mehr hochsensibel sein wollen. Dass es ein Fluch ist und sie einfach nur ein „normales“ Leben führen möchten.

Doch es gibt auch die andere, wertvolle Seite. Die ausgeprägten emphatischen Fähigkeiten. Eine hohe Intuition. Die Wahrnehmung von Sinneseindrücken, die anderen Menschen verborgen bleiben.

Rufe dir deshalb die positiven Situationen wieder ins Gedächtnis und schreibe sie auf. Vielleicht sogar hier in den Kommentaren, um andere damit zu inspirieren. Denn Hochsensibilität ist nicht nur ein Fluch, sondern auch ein Segen 💛

Wenn du denkst, du bist allein mit deiner Hochsensibilität…

…dann lass dir mal den Fakt auf der Zunge zergehen, dass etwa jeder 5. Mensch auf dieser Welt als hochsensibel gilt.

Und dann denke an dein Netzwerk bzw. dein persönliches Umfeld. Wieviele Menschen kennst du? Und wer davon könnte auch hochsensibel sein?

Sensibilität ist keine Schwäche, sondern deine persönliche Stärke.

Lass dir von niemandem einreden, du seist zu sensibel. Oder dir sagen, du sollst dich doch endlich mal zusammen reißen und nicht immer so empfindlich sein.

Du bist genau so okay, wie du bist! Und in deiner Sensibilität stecken ungeahnte Potentiale, die es zu entdecken gilt. Zu denen du stehen darfst. Und die du zeigen kannst.

Deine Sensibilität ist keine Schwäche, sondern deine persönliche Stärke. Lerne sie anzunehmen und wertzuschätzen. Akzeptiere dich selbst so, wie du bist. Und du wirst automatisch Menschen in dein Leben ziehen, die dich in deinen besonderen Fähigkeiten unterstützen und bestärken 💛

Wie findest du heraus, ob du hochsensibel bist?

Da ich immer wieder gefragt werde: „Kristin, wie kann ich denn herausfinden, ob ich hochsensibel bin? Gibt es da irgendwelche Tests, die ich machen kann? Und muss ich dabei auf irgendwas achten?“, möchte ich nun heute gern ein paar Gedanken dazu mit dir teilen.

Ja, es gibts Tests, die du machen kannst und du findest sie auch im Internet. Du kannst also einfach nach „Hochsensibel – Test“ suchen und wirst auch fündig. Allerdings ist es dabei wichtig, dass du außerdem „Elaine Aron“ zu deinen Suchbegriffen hinzufügst. Denn sie ist die Begründerin der Hochsensibilität und hat den Original-Fragebogen dazu entwickelt. Du findest ihn direkt auf ihrer Website: https://hsperson.com Allerdings nur in englischer Sprache.

Es gibt mittlerweile jedoch auch Tests in deutscher Sprache, die auf dem Original-Fragebogen von Elaine Aron beruhen. Suche deshalb einfach nach „Elaine Aron – hochsensibel – Test“. Bei diesen Suchergebnissen bzw. Tests kannst du dir dann auch relativ sicher sein, dass sie aussagekräftig sind und dir ein erstes Ergebnis liefern. Lass mich gern wissen, was bei dir heraus gekommen ist.

Hochsensibilität ist keine Modeerscheinung.

Hochsensibilität verkommt leider immer mehr zu einer Modeerscheinung. Für Menschen, die wirklich hochsensibel sind, ist das ein großer Nachteil. Denn sie werden oft nicht mehr ernst genommen und im Extremfall sogar dafür belächelt. Und deshalb ist Aufklärung so wichtig!

Denn Hochsensibilität gibt es wirklich! Und es gibt ganz viele verschiedene Abstufungen und Mischformen. Und du kannst lernen, besser mit deiner eigenen Hochsensibilität umzugehen.

Um herauszufinden, ob du selbst hochsensible Tendenzen hast, gibt es gute Tests im Internet. Dort kannst du ein erstes Gefühl für dieses spannende Thema bekommen.

„Nein!“

Wie oft hast du in deinem Leben schon „Ja.“ gesagt, obwohl du eigentlich „Nein!“ gemeint hast?

Wieso haben wir eigentlich so oft Angst davor, „Nein!“ zu sagen? Denn viel zu oft sagen wir „Ja.“, obwohl wir „Nein!“ meinen. Um nicht negativ aufzufallen. Um uns nicht erklären zu müssen. Um dazuzugehören.

Doch übergehen wir mit jedem unechten „Ja.” unsere eigenen Grenzen. Wir stehen in diesem Moment nicht zu dem, was uns wichtig ist und belügen uns selbst.

Mit einem klaren „Nein“ jedoch, tust du etwas für dein Wohlbefinden. Du zeigst deine eigene Grenzen auf und sorgst gut für dich.

Also, das nächste Mal, wenn du etwas nicht willst… wenn du z.B. nicht mit auf diese Party möchtest, wenn du von jemandem Abstand wünschst oder, wenn dir einfach alles zu viel wird… dann sage ganz bewusst: „Nein!“ Ein „Nein!“ bedarf übrigens grundsätzlich keinerlei Erklärungen oder gar Rechtfertigung.

Und auch, wenn es sich am Anfang vielleicht komisch anfühlt und es dir schwer fällt, so wird es doch von Mal zu Mal einfacher werden und du wirst dich immer wohler damit fühlen.

Denn mit einem „Nein!“ bist du nicht in erster Linie gegen etwas, sondern tust etwas Gutes für dich. Sorge gut für dich 💛

Du hast keine Hochsensibilität, du BIST hochsensibel 💛

Alles, was man hat: Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen… da kann man etwas dagegen machen. Du kannst z.B. zum Arzt gehen und bekommst Medikamente dagegen verschrieben, die dann dafür sorgen, dass du schnell wieder gesund bist. Aber Hochsensibilität ist keine Krankheit und du brauchst deshalb auch nicht zum Arzt zu gehen.

Denn hochsensible Menschen haben besondere Persönlichkeitsstrukturen, die sie ausmachen. Sie haben also keine Hochsensibilität, die man einfach so weg machen kann. Sie sind hochsensibel. Dazu gehört z.B., dass sie Sinneseindrücke viel stärker wahrnehmen und viel feinfühliger sind. Es wird gesagt, dass sie eine starke Intuition und hohe emphatische Fähigkeiten besitzen. Hochsensible Menschen leben mit all diesen Besonderheiten. Und sie gehören zu ihrer individuellen Persönlichkeit.

Gegen Hochsensibilität kann und sollte man deshalb auch nichts „machen“. Ganz im Gegenteil! Hochsensible Menschen dürfen lernen, mit ihren Fähigkeiten besser umzugehen, sie wertzuschätzen und bewusster einzusetzen. Sie dürfen ihre persönlichen Herausforderungen angehen, um im Alltag und Berufsleben besser klar zu kommen. Anstatt die Persönlichkeit hochsensibler Menschen klein zu machen, sollte sie von der Gesellschaft gefördert und akzeptiert werden. Denn in ihr stecken ganz ungeahnte Möglichkeiten, die es zu entdecken gilt.

Fähigkeiten, die heutzutage ganz besonders gebraucht werden. Die vor allem auch Unternehmen einen großen Nutzen bringen können, wenn sie denn optimal gefördert werden. Denn hochsensible Menschen haben einen so genannten „6. Sinn“, der vor allem dann zum Tragen kommt, wenn alle rationalen Ressourcen erschöpft sind. Jetzt ist die Zeit, genau das zu erkennen. Die große Stärke der leisen Menschen, deren Worte in dieser doch sehr lauten Welt leider immer noch viel zu oft überhört werden.

Warum ich mich für Hochsensibilität stark mache 💛🙏🏻

Kristin, warum sprichst und schreibst du in letzter Zeit so viel über Hochsensibilität?

Der ein oder andere hat sich vielleicht schon die Frage gestellt, warum ich in letzter Zeit immer mehr über das Thema Hochsensibilität spreche und schreibe. Kurz gesagt: Ich möchte das Thema Hochsensibilität mehr in den Fokus der Gesellschaft rücken. Ich möchte aufklären, darüber sprechen und anderen hochsensiblen Menschen die Augen dafür öffnen, dass sie NICHT krank sind und auch NICHT zum Arzt müssen. Sondern, dass sie eine wunderbare Gabe besitzen, in welcher ungeahntes Potential steckt. Die im Privaten und in Unternehmen erkannt und gefördert werden sollte. Weil sie, meiner Meinung nach, unbedingt gebraucht wird… ganz besonders in der heutigen Zeit.

So lange ich denken kann, hatte ich immer wieder das Gefühl, anders zu sein als die Menschen um mich herum. Dass mir die Welt da draußen viel zu laut ist. Dass ich viel mehr wahrnehme, als andere. Dass ich mehr Rückzugsmöglichkeiten brauche. Dass ich oft lieber allein für mich bin, als im Trubel zu sein. Und ich habe, während meines Lebens, immer wieder Sprüche gehört wie: „Nun reiß dich doch mal zusammen!“ oder „Sei doch nicht immer so sensibel!“ Und ich traf, besonders in meiner Jugend und Studienzeit, sehr oft auf Unverständnis, wenn ich mich zurückziehen wollte. Deshalb bin ich viel zu oft über meine persönlichen Grenzen gegangen, nur um dazuzugehören und keine Außenseiterin zu sein. Doch das endete dann sehr häufig in extremer, körperlicher und auch seelischer Erschöpfung.

Mit fast 30 stieß ich dann auf einen Artikel im Internet, in welchem es um Hochsensibilität ging. Und ich hatte sofort das Gefühl: „Die schreiben über mich!!!“ Ich besorgte mir schließlich die Bücher von Elaine Aron und entdeckte nach und nach meine eigene Hochsensibilität. Und das, hat mein Leben komplett verändert! Denn seitdem bin ich dabei, meine Gabe immer mehr anzunehmen und in meinen Alltag sowie meine Arbeit ganz bewusst zu integrieren.

Somit rückte das Thema immer mehr in den Mittelpunkt meines Lebens. Und es kamen immer wieder Menschen auf mich zu, die Ähnliches erlebt haben. Die sich in meinen Erzählungen wieder finden. Die ihre Andersartigkeit leider viel zu oft als etwas Negatives fühlten. Und das bis zum heutigen Tage. Leider herrscht in unserer Gesellschaft immer noch viel zu wenig Wissen und Aufklärung über dieses Thema. Es gibt immer noch zu viel Stigmatisierung. Zu viel Mobbing. Zu viel Negativität, die dann oft in Depression und anderen psychischen sowie physischen Beschwerden endet.

Doch all das muss nicht sein. Es kann anders werden, wenn wir Hochsensibilität früh genug erkennen. Wenn wir mit ihr umgehen lernen, sie zu schätzen wissen und hochsensible Menschen individuell fördern. Deshalb ist es mir ein großes, persönliches Anliegen, Hochsensibilität mit allem was dazu gehört, mehr in den Fokus der Gesellschaft zu rücken. Darüber aufzuklären. Es als eine wunderbare Gabe zu beschreiben, in der so unglaublich viel Potential steckt! Menschen zu ermutigen und zu motivieren, zu ihrer Hochsensibilität zu stehen. Sie stark zu machen für ihren Platz in der Gesellschaft. Und all das immer mehr in meine Arbeit zu integrieren. Mit dem Wunsch nach mehr Sichtbarkeit und Anerkennung für uns hochsensible Menschen 💛