Aktives Zuhören | GesprächsFührung

#AktivesZuhören #GesprächsFührung

In meinem Beitrag zum Thema #Fragen hatte ich bereits erwähnt, dass eine wichtige Voraussetzung für das Stellen der richtigen Fragen, das aktive #Zuhören ist. Denn nur, wer sich wirklich aktiv am Gespräch beteiligt und auch dem aufmerksam folgt, was das Gegenüber zu sagen hat, kann das beste aus dem #Gespräch heraus holen. Denn immerhin geht es ja darum, gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

Doch wie genau geht nun das richtige Zuhören? Ein guter Anfang ist bereits gemacht, wenn du von vorn herein offen bist für die Worte deines Gesprächspartners und du ihn auch ausreden lässt. Signalisiere durch Kopfnicken, ein #Lächeln oder zustimmende Worte, wie z.B. „Hm.“ oder „Aha.“, dass du seinen Worten und Gedanken folgst. Halte außerdem den #Blickkontakt und lass dich nicht durch dein Handy oder sonstige Dinge ablenken. Schenke dem Gespräch deine volle Aufmerksamkeit.

Soll ein Gespräch erfolgreich sein, so widme deinem Gesprächspartner deine volle Aufmerksamkeit.

Es gibt außerdem ein paar wertvolle Techniken, die du zusätzlich anwenden kannst. Eine davon ist das #Spiegeln. Spiegeln bedeutet, dass du die Kernaussage deines Gegenübers noch einmal in deinen eigenen Worten zusammen fasst: „Sie wünschen sich also mehr Unterstützung bei diesem Thema?“ Man nennt das auch #Paraphrasieren. Dabei ist es jedoch wichtig, möglichst objektiv zu bleiben und nicht zu bewerten. Durch das Spiegeln bzw. Paraphrasieren werden mögliche #Missverständnisse aufgedeckt, die somit aus der Welt geschafft werden können.

Das stellen Verständnisfragen ist eine weitere Möglichkeit, Missverständnisse zu vermeiden und dich aktiv am Gespräch zu beteiligen: „Könnten Sie mir noch einmal genau erklären, weshalb sie mit diesem Sachverhalt so unzufrieden sind?“ Wenn du dich in den anderen hineinversetzt und ihm Verständnis für seine #Gefühle entgegen bringst, fördert das das Vertrauensverhältnis zwischen euch beiden: „Ich habe vollstes #Verständnis für Ihre Situation.“ Und am Ende eines Gesprächs ist es von Vorteil, wenn du alles noch einmal in deinen eigenen Worten zusammen fasst: „Ich möchte das alles nun noch einmal für mein Verständnis zusammen fassen…“

Voraussetzung für ein gelungenes, professionelles Gespräch sind eine offene Grundhaltung und die Bereitschaft zum wirklichen #Dialog. Das Einfühlen in deinen Gesprächspartner sowie das Zuhören und Ausreden lassen. Die verschiedenen Techniken vermitteln deinem Gegenüber, dass du wirklich bei der Sache bist und dich für ihn und sein Anliegen interessierst. Und es können, von Anfang an, Missverständnisse vermieden werden.

Mindset und Charisma

#MindsetUndCharisma #Körpersprache

Ich kenne niemanden, der nicht gern einmal in der Lage wäre, bei anderen die #Gedanken zu lesen. Weshalb beschäftigen wir uns überhaupt so intensiv mit dem Thema Körpersprache und weshalb ist es für viele Menschen so interessant? Es ist eine echte Faszination, Menschen lesen zu können. Zu wissen, was sie gerade denken. Und natürlich, ob sie lügen oder die #Wahrheit sagen. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Selbst den besten Experten gelingt es nicht immer, zu ihrem Gegenüber durchzudringen.

Ich habe mich über die Jahre viel mit dem Thema Gesprächs- und Verhörtechniken beschäftigt. Und was dabei immer wieder deutlich wird, ist, dabei alles miteinander zu verbinden. Das Abchecken des Normalzustands, die Körperreaktionen zu beobachten, im richtigen Moment die richtigen #Fragen zu stellen sowie ein echtes Interesse am Gegenüber zu haben. Denn, wenn du kein Interesse daran hast, die „Wahrheit“ auch sehen zu wollen, dann wirst du sichtbare Hinweise einfach übersehen oder sie gar nicht erst wahrnehmen.

Menschen lesen und Lügen von der Wahrheit unterscheiden zu können, ist ein komplexer und anspruchsvoller Prozess.

Dazu ein kleines Beispiel: Menschen mit sehr viel #Charisma, wirken auf andere anziehend und haben eine positive Aura um sich. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn wir bei diesen Menschen von Grund auf nichts Negatives vermuten. Man hört dann oft: „Was? Der??? Das glaube ich jetzt nicht… das war doch immer so ein Guter!“ Und wenn wir versuchen, solche Menschen zu lesen, dann kann es gut sein, dass wir Hinweise und Merkmale übersehen, weil wir einfach nicht glauben können, dass diese Person etwas #Böses getan hat.

Ein ganz anderes Phänomen zeigt sich in Bezug auf das persönliche #Mindset. Es kann sein, dass Menschen etwas so Schlimmes erlebt haben, dass ihr Gehirn, sozusagen als Schutz, dieses Erlebnis komplett ausblendet… so, als wäre es nie geschehen. Nehmen wir z.B. traumatische Ereignisse, die das #Gehirn dann in eine Art „Tresor“ packt. Die Person ist dann wirklich der vollen Überzeugung, dass dieses Ereignis nie passiert ist. Und was ist dann in diesem Fall mit der Körpersprache? Dadurch, dass die Person zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass das Ereignis nie passiert ist, wird der Körper auch keine Stressmerkmale zeigen. Die eigentliche „#Lüge“ wird in diesem Fall zur „Wahrheit“ und es ist kaum möglich, dieses Rätsel zu lösen.

Diese Beispiele zeigen, wie schwierig das eigentliche Lesen von Menschen ist. Es geht weit über das Erkennen einzelner körperlicher Merkmale hinaus. Sei dir dessen immer bewusst und verurteile Menschen niemals vorschnell, z.B. auf Grund einer einzelnen Armbewegung. Denn das genaue Hinschauen, das Stellen der richtigen Fragen sowie das letztendliche Interpretieren des Ganzen, ist ein anspruchsvoller und komplexer Prozess.