Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Emotionalität | KommunikationsStörungen

#Emotionalität #KommunikationsStörungen

Wir kommunizieren immer auf mindestens zwei Ebenen: Zum einen auf der Sach- bzw. Inhaltsebene, zum anderen auf der emotionalen bzw. der Gefühlsebene. Während sachliche Inhalte hauptsächlich über #Worte kommuniziert werden und relativ objektiv sind, werden Gefühle und #Emotionen über die #Stimme und #Körpersprache nach außen gebracht. Emotionen erwecken leere Worte erst zum Leben und nicht selten kann dadurch auch zwischen den Zeilen gelesen werden.

Stellen wir uns nun vor, du möchtest ein #Gespräch mit jemandem führen. Du bereitest dich gut darauf vor. Du überlegst dir im Voraus das Gesprächsziel und wählst deine Worte mit Bedacht. Du versuchst, #Störungen von vorn herein auszuschließen bzw. zu minimieren und wendest außerdem die Regeln der Gewaltfreien #Kommunikation an. Und trotzdem ist dieses Gespräch dann doch vollkommen eskaliert. Wie kann das sein?

Die Ausschüttung verschiedenster Stresshormone im Gehirn, behindert unser Denken, so dass in Gesprächen, bei emotionalen Anzeichen, unbedingt eine Pause eingelegt werden sollte.

Es kann sein, dass dein Gegenüber von irgendetwas, das du thematisiert hast, getriggert wurde. Was genau bedeutet das? Dein Gegenüber hat in seinem Leben schon mehrere Gespräche geführt. Mit den unterschiedlichsten Personen und in verschiednen Situationen. Vielleicht hat sein Gegenüber damals immer verlangt, zwischen den Zeilen zu lesen. Klare Kommunikation ist ihm deshalb fremd. Nun unterhält er sich mit dir und versucht also ganz automatisch, auch hier zwischen den Zeilen zu lesen. Er gleicht das Gesagte mit seiner eigens erschaffenen Welt ab und interpretiert etwas hinein, was von dir aus vielleicht gar nicht gesagt oder gemeint war. Dein Gegenüber kann in dem Moment auch gar nicht anders, da ihm diese Prozess nicht bewusst ist.

So kann es sein, dass dein Gesprächspartner sich durch dich angegriffen fühlt. Fühlen wir uns durch etwas bedroht oder gestresst, ist die Situation nun real oder nur eingebildet, reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Hormonen. Diese verschiedenen #Hormone bewirken, dass unser gesamter Körper sich auf Flucht oder Kampf einstellt. Dafür sorgt unser Reptiliengehirn sowie unsere antrainierte Alarm-Datenbank im #Gehirn ganz automatisch und wir können in diesem Moment kaum etwas dagegen tun. Unser #Denken wird somit behindert. Und wir können damit auch nicht mehr richtig zuhören, weil wir nur noch darauf konzentriert sind, unser Überleben zu sichern und uns zu verteidigen.

Das Einzige, was wir in so einem Moment überhaupt tun können, ist, uns dieser Prozesse im Gehirn bewusst zu sein und sie zu erkennen. Bei unserem Gegenüber und auch bei uns selbst. Nehmen wir wahr, dass wir selbst oder unser Gesprächspartner, emotional werden, so ist das eine ganz bedeutsame „Störung“ im Gespräch, der wir uns erst widmen und dann das Gespräch weiterführen sollten. Am besten ist es in so einem Moment, das Gespräch zu unterbrechen. Denn eine konstruktive Fortführung ist erst dann möglich, wenn die Emotionen wieder abgeflacht sind und wir wieder klar denken können.

Achte also auf körperliche Reaktionen, wie z.B. eine schnellere Atmung, Schweißausbrüche, das Zusammenpressen der Lippen oder Zähneknirschen. Vielleicht ballt dein Gesprächspartner sogar die Fäuste oder die Füße und Beine beginnen sich unentwegt zu bewegen. Auch andere #Stressgesten können sichtbar sein oder dein Gegenüber hat plötzlich Tränen in den Augen. Spätestens dann ist es an der Zeit, das Gespräch zu unterbrechen und vorerst mit auf die emotionale Ebene zu wechseln, z.B. in Form von #Verständnis und Mitgefühl. Fang deinen Gesprächspartner auf, schenke ihm die Zeit, die er braucht, um sich wieder zu beruhigen und führe erst dann dein Gespräch weiter.

Augen und Mimik | Kommunikation mit Maske

#AugenUndMimik #KommunikationMitMaske

Durch den Mund-Nasen-Schutz sind von unserem Gesicht (zumindest bei richtigem Gebrauch der Maske) nur die #Augen sichtbar. Wenn wir mit jemandem sprechen, dann scannen wir jedoch normalerweise die gesamte #Mimik des anderen. Und wir richten unseren Blick auch immer wieder auf den Mund, um zusätzlich von den Lippen abzulesen. Die Maske erschwert nun diesen Prozess.

Doch gibt es auch in diesem Fall ein paar wertvolle Dinge zu beobachten, denn wir können auch von den Augen so einiges ablesen. Wenn wir mit jemandem sprechen wollen, ist es empfehlenswert, zuerst einmal #Blickkontakt mit der anderen Person aufzunehmen. Denn so können wir erkennen, ob wir überhaupt die Aufmerksamkeit des anderen haben.

Beim Tragen der Maske ist die Mimik hauptsächlich auf die Augenregion beschränkt. Doch auch ein Lächeln ist sichtbar.

Wenn wir dann mit der anderen Person sprechen, ist es von Vorteil, wenn wir dabei weiterhin den Blickkontakt halten. Verändert sich irgendetwas an ihrer Mimik, speziell den Augen und der #Stirn? Ist der Blick wach und verständnisvoll oder eher fragend, indem z.B. die Stirn gerunzelt wird und die #Augenbrauen sich heben?

Und auch mit Maske kannst du lächeln und dir damit einen Vorteil schaffen. Denn ein echtes #Lächeln wird auf die Augen übertragen. Sie werden dabei etwas schmaler und die Lachfältchen treten deutlich hervor. Auf dieses Lächeln reagiert übrigens auch ganz automatisch dein Gegenüber. Dafür sorgen unsere Spiegelneuronen im #Gehirn. Und schon wird die Kommunikation miteinander entspannter.

Konzentriere dich, während des Tragens der Maske, also mehr auf die Region der Augen. Spiele mit dem Blickkontakt, deinem Lächeln, den Augenbrauen oder auch einem Augenzwinkern. Du wirst sehen, dass das alles die #Kommunikation miteinander erleichtert und auch zu deinem eigenen Wohlbefinden beitragen wird.

Lautstärke und Aussprache | Kommunikation mit Maske

#AusspracheUndLautstärke #KommunikationMitMaske

Das Tragen der #Maske im öffentlichen Raum, stellt unsere #Kommunikation vor ganz neue Herausforderungen. Die meisten Menschen fühlen sich hinter dem Mund-Nasen-Schutz unwohl, was sich auch auf ihre Art und Weise zu sprechen auswirkt. Sie sprechen dann oft zu leise und sind deshalb schlecht zu verstehen. Noch dazu haben wir die Maske vor dem Mund, so dass wir auch nicht mehr in der Lage sind, von den Lippen unseres Gegenübers abzulesen. All das ist nicht gerade förderlich für die Kommunikation.

Mein Freund berichtete mir vor Kurzem von einem persönlichen Erlebnis, das er beim Einkaufen hatte. Er wollte an der Fischtheke etwas bestellen. Das Problem war, dass die Verkäuferin den Abstand hielt und ihn deshalb nicht richtig verstand, obwohl er laut und deutlich sprach. Er hatte dann regelrecht das Bedürfnis, sich die Maske vom Gesicht zu reißen, doch genau das ist es ja, was nicht passieren soll.

Beim Sprechen mit Maske gilt es, die Stoffbarriere mit deiner Stimme sowie einer klaren und deutlichen Aussprache zu überwinden.

Wie also können wir nun den bestmöglichen Zustand herstellen, dass der andere uns, trotz Maske, gut verstehen kann? Die wichtigste Voraussetzung ist: Sei dir bewusst, dass du eine Maske trägst und dadurch deine Kommunikation eingeschränkt ist. Zum einen musst du die Barriere Maske mit deiner #Stimme überwinden, zum anderen kann dir dein Gegenüber nicht von den Lippen ablesen, was es zusätzlich schwierig macht. Deshalb ist es so wichtig, so deutlich wie möglich und in einer angemessenen #Lautstärke zu sprechen.

Also sprich, wenn du deine Maske trägst, immer etwas lauter als sonst. Und sprich außerdem auch etwas langsamer und deutlicher, als du es ohne Maske tun würdest. Nimm zusätzlich, zu deinem Gegenüber, #Blickkontakt auf und vergewissere dich, ob du auch verstanden wurdest.

Grundsätzlich hilft es, wenn du erst einmal kurz darüber nachdenkst, was genau du sagen möchtest. Dann hole tief Luft und sprich deine Worte klar und deutlich aus. Kommuniziere überlegt und sei dir der Herausforderungen des Sprechens mit Maske bewusst. Dann hast du eine gute Chance, von deinem Gegenüber auch richtig verstanden zu werden. Beim Sprechen mit Maske gilt es, die Stoffbarriere mit deiner Stimme sowie einer klaren und deutlichen Aussprache zu überwinden.

Atmen mit Maske | Kommunikation mit Maske

#AtmenMitMaske #KommunikationMitMaske

Um mit Maske klar und deutlich sprechen zu können, ist eine gute Atmung Voraussetzung. Der Mund-Nasen-Schutz, auch Maske oder MNS genannt, ist dazu da, um die Übertragung der Viren einzudämmen. Ärzte und Pflegekräfte zum Beispiel, sind es gewohnt, mit #Maske zu arbeiten. Wir hingegen müssen uns erst daran gewöhnen, dass sie nun auch zu unserem Alltag gehört. Und dieses Stück Stoff vor Mund und Nase, beeinträchtigt natürlich auch unsere #Atmung. Besonders an warmen Tagen und in stickigen Räumen, kann das Luft holen damit zur echten Qual werden.

Was also kannst du effektiv tun, um dir genau das zu erleichtern? Das Ein- und Ausatmen ist normalerweise ein passiver Prozess, der ganz automatisch abläuft und den du nicht zu steuern brauchst. Doch, wenn du mit Maske unterwegs bist, ist es wichtig, dass du hinter dem Stoff auch noch ausreichend #Sauerstoff bekommst. Werde dir deshalb dem Prozess des Ein- und Ausatmens bewusst und atme immer einmal wieder richtig tief ein und aus. Denn gerade im Alltag und unter #Stress, neigen wir eher zu einer flachen Atmung.

Atme, beim Tragen der Maske, ganz bewusst tief ein und aus.

Wenn du merkst, dass dir schwindelig wird, atmest du vielleicht nicht tief genug, das heisst, du wirst nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Dann kann es helfen, anstatt durch die Nase, durch den Mund zu atmen. Dadurch bekommst du automatisch mehr Sauerstoff in deine #Lunge. Achte außerdem darauf, dass du tief und langsam atmest. Denn genauso wichtig, wie das Einatmen, ist auch das Ausatmen, damit die verbrauchte #Luft auch wieder deine Lungen verlassen kann. Zu schnelles und hektischen #Atmen kann dazu führen, dass du hyperventilierst. Versuche in diesem Fall, ruhig zu bleiben, langsam weiter zu atmen und die Situation zu verlassen. Gehe dort hin, wo du sicher bist und deine Maske absetzen kannst. Dann atme weiter ruhig durch die Nase ein und aus.

Grundsätzlich empfehle ich dir, die Maske nur dann zu tragen, wenn du sie wirklich auch benötigst. Halte diese Zeiträume lieber kurz und gönne dir zwischendurch ausreichend frische Luft und freies Atmen. Besorge dir außerdem eine Maske, die dir optisch gefällt und die dich gut atmen lässt. Denn es gibt unterschiedliche Modelle, die du ausprobieren kannst.

Und auch deine innere Einstellung kann dir helfen, unter der Maske besser zu atmen. Sieh die Maske nicht als deinen Feind, sondern als etwas Gutes, das dich und andere davor schützen kann, krank zu werden. Akzeptiere die Situation so, wie sie ist und versuche, möglichst entspannt an das Tragen der Maske heran zu gehen. Denn auch das, wird sich auf deine Art und Weise, zu atmen, übertragen.

Abstand Halten | Kommunikation mit Maske

#AbstandHalten #KommunikationMitMaske

Für uns alle ist es eine völlig neue Situation, mit der wir jetzt, in Zeiten von #Corona, konfrontiert sind. Das #Maske tragen im öffentlichen Raum, ruft die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Und es ist ungewohnt. Etwas, womit wir nicht vertraut sind. Und noch dazu das #Abstand halten. Wie genau sollen wir uns denn nun überhaupt in der #Kommunikation mit anderen verhalten? Wie soll das funktionieren, ohne dass wir uns wirklich nah kommen dürfen, so wie wir es doch immer gewohnt waren?

Der Anblick von Menschen mit Masken in Bus, Bahn und beim Einkaufen, verunsichert viele #Menschen. Auch das Abstand halten, ist neu für uns. Die meisten fühlen sich unter bzw. hinter ihrer Maske auch nicht wohl. Das überträgt sich auch auf die Art und Weise, wie sie sprechen und sich bewegen. #Verunsicherung und Unwohlsein hinterlassen ihre Spuren in der #Stimme und #Körpersprache. Wir sprechen dann automatisch leiser, vermeiden Blickkontakt und unsere Körperbewegungen werden kleiner. Wenn wir uns nicht wohl in unserer Haut fühlen, möchten wir nicht auffallen und verkriechen uns immer mehr in uns selbst.

Abstand halten und Maske tragen haben enormen Einfluss auf unsere zwischenmenschliche Kommunikation im öffentlichen Raum.

Doch genau das ist nicht gerade förderlich für unsere Kommunikation. Besonders dann, wenn es zusätzlich nach darum geht, Abstand zu halten. Dazu kommt, dass wir, im #Gespräch mit anderen, gleich mehrere Barrieren durchbrechen müssen. Da ist zum einen die psychische Komponente, unsere eigene #Unsicherheit, die uns klein uns leise werden lässt. Zum anderen gilt es, auch die physischen Barrieren, wie z.B. die #Distanz zwischen unserem Gesprächspartner sowie die Maske und vielleicht sogar noch eine Plexiglasscheibe, zu überwinden. Und wie ist es eigentlich anders herum? Wenn du jemand anderem zuhören möchtest? Und du plötzlich Abstand halten sollst und auch nicht mehr seinen Mund siehst? Fällt es dir dann schwerer, ihn zu verstehen?

Das alles stellt uns vor ganz neue Herausforderungen im zwischenmenschlichen Miteinander. Doch Abstand halten und Maske tragen gehören vorerst zu unserer neuen Normalität. Unsere Stimme und Körpersprache, aber auch unsere innere Einstellung, spielen in der heutigen Kommunikation eine ganz neue Rolle. Und wir sollten uns dieser neuen Herausforderung bewusst sein, um ihr effektiv entgegen treten zu können.

Verinnerlichung

#Verinnerlichung #StoryTelling

Stell dir vor, jemand würde dich nachts wecken und dich darum bitten, ihm deine #Geschichte zu erzählen… bist du in der Lage dazu? Oder musst du erst nach deinen Notizen suchen? In den meisten Fällen ist wahrscheinlich Letzteres der Fall. Doch, um dein #Publikum wirklich überzeugen zu können, musst du Eins mit deiner Geschichte geworden sein.

Das Publikum sollte immer das Gefühl haben, als würdest du deine Geschichte zum allerersten Mal erzählen. Als wäre sie dir gerade erst in den Sinn gekommen. Verinnerlichen geht weit darüber hinaus, die #Worte lediglich auswendig zu lernen und auszugestalten. Um die #Lebendigkeit zu spüren und authentisch zu wirken, hilft nur #Üben, Üben und nochmals Üben.

Wahres Storytelling geht über reines Auswendiglernen und Gestalten hinaus.

Hast du eine Vorstellung davon, wie lange es in etwa dauert, eine #Rede von 20 Minuten optimal vorzubereiten? In dem Buch „TALK like #TED – Die 9 Geheimnisse der besten TED Redner“ (welches ich übrigens sehr empfehlen kann), steht geschrieben, dass in eine einzige Rede bis zu 250 Stunden Vorbereitungszeit investiert wurden. Eine andere Rednerin hatte ihre Rede im Voraus über 200 Mal vor Publikum gehalten, bevor sie sich wirklich bereit für die große #Bühne fühlte.

Und diese Investition lohnt sich und zahlt sich aus. Dadurch wirst du dich von den anderen abheben. Denn es geht darum, nicht nur Informationen zu vermitteln bzw. einen #Vortrag zu halten. Beim Geschichtenerzählen ist es wichtig, dass du mit deinem Publikum in echte Interaktion trittst. Dass du ein #Gespräch mit ihm führst. Dass du deine Geschichte so erzählst, als würdest du gerade mit deinem besten Freund zusammen sitzen. Und um diese Lässigkeit, #Authentizität und Glaubhaftigkeit zu erreichen, braucht es Zeit… und vor allem ganz viel Übung. Viel lautes Sprechen. Sich unermüdlich immer wieder #Kritik aussetzen und sich auch immer wieder #Feedback einholen, um dann die entsprechenden Anpassungen zu treffen.

Dieser gesamte Prozess sollte so lange dauern, bis du deine Geschichte wirklich im Schlaf erzählen kannst. Bis du dich rundherum wohl mit ihr fühlst. Bis du sie, in dem Moment, wenn du sie erzählst, immer noch einmal selbst durchlebst. Und das mit allem, was dazu gehört. Denn nur dann bist du auch glaubhaft und überzeugend. Und du erweckst in dir und deinem Publikum, deine Geschichte zu neuem Leben.

FeinSchliff

#FeinSchliff #StoryTelling

Du hast deine #Geschichte bis ins Detail vorbereitet, hast ein ansprechendes Thema gefunden, sie aufgearbeitet und ausgestaltet. Normalerweise könntest du an diesem Punkt enden. Jedoch solltest du bedenken, dass die Geschichte dann lediglich aus deiner Sicht geschrieben ist.

Was fehlt, ist der Blick von außen. Denn wie kannst du dir sicher sein, dass deine Geschichte auch richtig beim #Publikum ankommt und verstanden wird? Ich habe es selbst bei einigen Redewettbewerben erlebt, dass die Redner absolut überzeugt von ihrer Geschichte waren und der #Auftritt dann genau das Gegenteil zeigte. Humor wurde nicht verstanden, es fehlten wichtige Informationen, der Schluss war nicht wirkungsvoll und die Struktur insgesamt deutlich verbesserungswürdig.

Eine Geschichte entwickelt nur dann ihre gesamte Kraft, wenn sie vom Publikum auch verstanden wird.

Meine Empfehlung deshalb für dich an dieser Stelle: Hole dir, von den unterschiedlichsten Personen, im Voraus regelmäßig #Feedback ein. Halte deine Rede immer wieder vor neuem Publikum und bitte ganz konkret um Verbesserungsvorschläge. Allerdings darfst du diese auch sorgfältig für dich sortieren. Denn nicht jeder gut gemeinte Vorschlag, bedarf auch der Umsetzung.

Du darfst immer für dich entscheiden, ob du ihn auch annehmen möchtest. Ob er wirklich zu dir passt. Ob du es ausprobieren und deine Geschichte demnach verändern möchtest. Denn du solltest dich damit immer noch wohl fühlen. Wenn jedoch mehrere Personen eine Sache ansprechen, solltest du dir das auch wirklich zu Herzen nehmen. Auch, wenn es anfangs für dich vielleicht befremdlich wirkt. Denn dann stimmt meisten irgendetwas Grundlegendes nicht.

Nur durch das Einholen von Feedback wirst du erreichen, dass deine Geschichte auch wirklich rund wird. Du kannst es zwar nicht allen recht machen, aber du kannst damit dafür sorgen, dass du von der Mehrheit auch verstanden wirst. Das sollte unbedingt in deinem Sinne sein, denn du möchtest darüber eine „Message“ transportieren. Überprüfe deshalb deine Geschichte immer einmal wieder und triff die nötigen Anpassungen. So lange, bis sie wirklich fein geschliffen ist.

Mediale Hilfsmittel

#MedialeHilfsmittel #StoryTelling

Um eine #Geschichte so richtig zum Leben zu erwecken, empfiehlt es sich, die Sinne des Publikums anzusprechen. Je mehr sie zu einer Art sinnlichen Erfahrung wird, desto besser bleibt sie beim Publikum in Erinnerung.

Sehen: Um die #Augen anzusprechen, könntest du dich zum Beispiel, dem Anlass entsprechend, kleiden. Oder du bringst etwas mit, das zu deiner Geschichte passt und was sich dein Publikum anschauen kann. Auch emotionale Bilder, Filme und Fotos, groß auf Leinwand projeziert, haben Wirkung. Dein #Vortrag könnte auch an einem bestimmten Ort stattfinden oder deine Bühne in entsprechendes Licht oder in Nebel getaucht sein. Auch angeleitete Traumreisen sind möglich.

Hören: Um die Ohren zu beeinflussen, eignen sich #Musik oder Soundeffekte. Und auch der Klang deiner Stimme hat eine entsprechende Wirkung. Verschiedene Rollen könntest du in der jeweils passenden Stimmlage und Stimmfärbung sprechen. Oder du variierst mit Lautstärke und Sprechtempo.

Um die Sinne mit deiner Geschichte anzusprechen, kannst du wirkungsvolle und gut angeleitete Traumreisen verwenden.

Fühlen: Um diesen Sinn anzusprechen, bedarf es ein wenig #Kreativität. Was kannst du dir zu Nutze nehmen, womit dein Publikum auf Tuchfühlung gehen kann? Vielleicht hast du entsprechende Give-Aways, die du verteilen möchtest. Oder du spielst mit der Raumtemperatur, mit Wärme und Kälte. Du könntest außerdem zu Partnerübungen aufrufen oder das Publikum zum Mitmachen motivieren, z.B. die Augen zu schließen und auf eine Traumreise zu gehen. Wie fühlt es sich an, im warmen Sand zu liegen? Oder seine Hand in eisiges Wasser zu tauchen?

Riechen: Hier ist alles gefragt, was über die Nase geht. Parfum, entsprechende #Gerüche, Give-Aways oder auch wieder Traumreisen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Raum im Voraus gut vorzubereiten und ihn mit dem passenden Duft auszustatten.

Schmecken: Dieser Sinn wird über Give-Aways sehr häufig angesprochen… in Form von kleinen Schokoladen, Bonbons, Gummibärchen oder Pfefferminz. Aber auch hier kannst du wieder gut Traumreisen für dich nutzen dir, z.B. dein Lieblingsessen vorstellen. Oder wie es ist, in eine Zitrone zu beissen.

Hast du keine Möglichkeit für entsprechende Vorbereitungen oder Give-Aways, kannst du für alle Sinne Traumreisen als Hilfsmittel verwenden. Allerdings solltest du sie im Voraus ein wenig üben, so dass du dein Publikum gut anleiten kannst. Dann wird es deine Geschichte mit starken Sinneseindrücken verknüpfen und sie somit besser in Erinnerung behalten.

Stimmliche Gestaltung

#StimmlicheGestaltung #Storytelling

Wenn ich an das Thema #Geschichten erzählen denke, dann habe ich ein ganz besonderes Bild vor Augen. Ich sehe einen gemütlichen Raum, in dem nur eine kleine Nachttischlampe brennt. In der Mitte steht ein großes Kuschelbett. Darin liegt ein kleines Kind und hält seinen Teddy in den Armen. Neben dem Bett steht ein gemütlicher Stuhl. Darauf sitzt die Großmutter des Kindes mit einer Brille auf der Nase und einem dicken #Märchenbuch in den Händen. Sie schlägt es auf und beginnt mit den Worten: „Es war einmal…“

Wenn sie anfängt zu sprechen, dann habe ich eine ganz bestimmte Stimme im Ohr. Geht es dir auch so? Oder erinnerst du dich vielleicht an Filme, in denen jemand eine Geschichte erzählt? Zum Beispiel an den Zauberer #Gandalf aus „Der Herr der Ringe“? Auch er hat diese ganz besondere Stimm-Aura, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Was ich damit ausdrücken möchte, ist Folgendes: Deine ganze Geschichte, die du dir mühevoll erarbeitet hast, steht und fällt mit der Art und Weise, wie du sie erzählst.

Geschichten werden erst durch den richtigen Einsatz der Stimme zum Leben erweckt.

Ich bin in anderen Beiträgen von mir bereits intensiv auf das Thema #Stimme und deren Wirkung eingegangen. Jedoch möchte an diesem Punkt noch einmal auf das ein oder andere Detail eingehen. Geschichten haben oft etwas Mystisches, das du mit der Art und Weise, wie du sprichst und deine Stimme einsetzt, unterstützen kannst. Am besten ist es, wenn deine ersten Worte bereits diese #Spannung ausstrahlen. Nehmen wir doch einfach noch einmal den Satzbeginn „Es war einmal…“. Wie könntest du ihn sprechen, so dass er geheimnisvoll klingt?

Deine Stimme sollte dabei entspannt und relativ tief sein. Wenn du beim #Sprechen ein klein wenig die Lautstärke zurück nimmst und die Worte langsam und bedächtig sprichst, kannst du bereits eine gewisse Spannung aufbauen. Versuche es doch einfach mal selbst, diesen Satzbeginn auf unterschiedliche Art und Weise auszusprechen und nimm dich dabei auf. Wie wirken die unterschiedlichen Ansätze?

Natürlich ist nicht nur der Anfang der Geschichte wichtig, sondern die gesamte Geschichte sollte stimmlich aufgearbeitet werden. An welchen Stellen kannst du mit Spannungspausen arbeiten? Wo die #Lautstärke variieren und das Tempo? Gibt es Stellen, an denen deine Stimme zu zittern anfangen kann? Oder kannst du, als Extrembeispiele, einen #Schrei mit einbauen oder ein Flüstern? Es gibt unendliche Möglichkeiten, deine Geschichte stimmlich zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, um Inspiration zu erhalten, sind zum Beispiel #Hörbücher. Und ein bisschen Mut gehört auch dazu. Traust du dich?