Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Stress und Hektik | KommunikationsStörungen

#StressUndHektik #KommunikationsStörungen

Neben der Emotionalität sind auch negativer #Stress und Hektik Ursachen dafür, dass Gespräche scheitern oder in einem riesigen Chaos enden können. Denn auch Stress hat Auswirkungen auf unsere Gehirnprozesse und somit auf unser #Denken. In meinen Einzelcoachings habe ich es oft erlebt, dass Klienten vollkommen abgehetzt zum Termin erschienen sind, sie während der gemeinsamen Stunde ständig auf die Uhr und das Handy schauten und somit gar nicht richtig bei der Sache waren. Ich habe diese #Störungen immer sehr schnell zum Thema gemacht. Doch was passiert, wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird?

Stehen wir unter Druck, so fällt es uns schwer, uns wirklich voll und ganz einem #Gespräch zu widmen. Unsere Gedanken schweifen ständig ab. Unsere #Konzentration und Aufmerksamkeit sind auf andere Themen gerichtet. Vielleicht sind wir gedanklich bereits auf der Autobahn oder auf dem Weg zum nächsten Termin. Forscher fanden heraus, dass wir unter Stress nicht ergebnisorientiert denken können. Im Gehirn werden dann vermehrt Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin und andere Stresshormone ausgeschüttet. Bei extremen oder lang andauerndem Stress, haben wir zu viele dieser Hormone im #Gehirn. Sie sorgen dann dafür, dass wir auf altbekannte Verhaltensmuster zurück greifen, anstatt offen für neue und kreative Ideen zu sein und uns auf neue Situationen individuell einstellen zu können.

Zu viele Stresshormone im Gehirn hindern uns daran, uns individuell auf Situationen einzustellen und sie blockieren kreatives Denken.

Wenn wir nicht in der Lage sind, richtig zu denken, dann grübeln wir oft zu lange über einen Sachverhalt nach, ohne zu einer Lösung zu kommen, oder wir übergehen ihn einfach. Beides ist nicht gerade förderlich, wenn es darum geht, neue Lösungen zu finden oder ein anspruchsvolles Gespräch zu führen. Bei zu starkem Druck kann es sogar zu einem #Blackout kommen. Einem kurzzeitigen Teilausfall des Gehirns. Dabei werden bestimmte Hirnareale regelrecht lahmgelegt. Und nicht zu unterschätzen ist bei Stress auch die ständige Alarmbereitschaft unseres Körpers. Zu viel negativer Stress, #Druck und Hektik sorgen dafür, dass die Stresshormone in unserem Körper dann gar nicht mehr richtig abgebaut werden.

Es ist also in mehrfacher Hinsicht von Vorteil, wenn du gut vorbereitet, rechtzeitig und möglichst entspannt in wichtige Gespräche hinein gehst. Sorge dafür, dass du dir im Voraus eine kleine #Auszeit nimmst. Und sei es nur ein paar Minuten in der Sonne sitzen oder einfach etwas Musik zu hören. Pack alles, was nichts mit dem Gespräch zu tun hat, in eine imaginäre Schublade. Diese verschließt du so lange, bis das Gespräch vorbei ist. Es kann auch helfen, eine Atemmeditation zu machen. Dabei reicht es, wenn du die Augen schließt und ein paar Mal ganz tief und bewusst ein- und ausatmest und dich dabei an deinen Lieblingsort träumst. Hilft das alles nichts und schweifen deine Gedanken trotzdem ständig ab, so schau, ob du das Gespräch nicht auf einen anderen Zeitpunkt verschieben kannst. Denn unter Stress und Hektik ist die Gefahr groß, relativ schnell auf die emotionale Ebene abzudriften. Und vielleicht triffst du dadurch am Ende sogar eine #Entscheidung, die du dann im Nachhinein bereust.

Emotionalität | KommunikationsStörungen

#Emotionalität #KommunikationsStörungen

Wir kommunizieren immer auf mindestens zwei Ebenen: Zum einen auf der Sach- bzw. Inhaltsebene, zum anderen auf der emotionalen bzw. der Gefühlsebene. Während sachliche Inhalte hauptsächlich über #Worte kommuniziert werden und relativ objektiv sind, werden Gefühle und #Emotionen über die #Stimme und #Körpersprache nach außen gebracht. Emotionen erwecken leere Worte erst zum Leben und nicht selten kann dadurch auch zwischen den Zeilen gelesen werden.

Stellen wir uns nun vor, du möchtest ein #Gespräch mit jemandem führen. Du bereitest dich gut darauf vor. Du überlegst dir im Voraus das Gesprächsziel und wählst deine Worte mit Bedacht. Du versuchst, #Störungen von vorn herein auszuschließen bzw. zu minimieren und wendest außerdem die Regeln der Gewaltfreien #Kommunikation an. Und trotzdem ist dieses Gespräch dann doch vollkommen eskaliert. Wie kann das sein?

Die Ausschüttung verschiedenster Stresshormone im Gehirn, behindert unser Denken, so dass in Gesprächen, bei emotionalen Anzeichen, unbedingt eine Pause eingelegt werden sollte.

Es kann sein, dass dein Gegenüber von irgendetwas, das du thematisiert hast, getriggert wurde. Was genau bedeutet das? Dein Gegenüber hat in seinem Leben schon mehrere Gespräche geführt. Mit den unterschiedlichsten Personen und in verschiednen Situationen. Vielleicht hat sein Gegenüber damals immer verlangt, zwischen den Zeilen zu lesen. Klare Kommunikation ist ihm deshalb fremd. Nun unterhält er sich mit dir und versucht also ganz automatisch, auch hier zwischen den Zeilen zu lesen. Er gleicht das Gesagte mit seiner eigens erschaffenen Welt ab und interpretiert etwas hinein, was von dir aus vielleicht gar nicht gesagt oder gemeint war. Dein Gegenüber kann in dem Moment auch gar nicht anders, da ihm diese Prozess nicht bewusst ist.

So kann es sein, dass dein Gesprächspartner sich durch dich angegriffen fühlt. Fühlen wir uns durch etwas bedroht oder gestresst, ist die Situation nun real oder nur eingebildet, reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Hormonen. Diese verschiedenen #Hormone bewirken, dass unser gesamter Körper sich auf Flucht oder Kampf einstellt. Dafür sorgt unser Reptiliengehirn sowie unsere antrainierte Alarm-Datenbank im #Gehirn ganz automatisch und wir können in diesem Moment kaum etwas dagegen tun. Unser #Denken wird somit behindert. Und wir können damit auch nicht mehr richtig zuhören, weil wir nur noch darauf konzentriert sind, unser Überleben zu sichern und uns zu verteidigen.

Das Einzige, was wir in so einem Moment überhaupt tun können, ist, uns dieser Prozesse im Gehirn bewusst zu sein und sie zu erkennen. Bei unserem Gegenüber und auch bei uns selbst. Nehmen wir wahr, dass wir selbst oder unser Gesprächspartner, emotional werden, so ist das eine ganz bedeutsame „Störung“ im Gespräch, der wir uns erst widmen und dann das Gespräch weiterführen sollten. Am besten ist es in so einem Moment, das Gespräch zu unterbrechen. Denn eine konstruktive Fortführung ist erst dann möglich, wenn die Emotionen wieder abgeflacht sind und wir wieder klar denken können.

Achte also auf körperliche Reaktionen, wie z.B. eine schnellere Atmung, Schweißausbrüche, das Zusammenpressen der Lippen oder Zähneknirschen. Vielleicht ballt dein Gesprächspartner sogar die Fäuste oder die Füße und Beine beginnen sich unentwegt zu bewegen. Auch andere #Stressgesten können sichtbar sein oder dein Gegenüber hat plötzlich Tränen in den Augen. Spätestens dann ist es an der Zeit, das Gespräch zu unterbrechen und vorerst mit auf die emotionale Ebene zu wechseln, z.B. in Form von #Verständnis und Mitgefühl. Fang deinen Gesprächspartner auf, schenke ihm die Zeit, die er braucht, um sich wieder zu beruhigen und führe erst dann dein Gespräch weiter.

WendePunkte

#WendePunkte #DerBlickHinterDieKulissen

Manchmal kommst du in deinem #Leben an einen Punkt und du weißt, du musst eine #Entscheidung treffen. Etwas muss sich verändern. Vielleicht hast du schon länger das Gefühl, dass etwas anders werden muss, aber kannst es noch nicht so richtig greifen. Und so vergehen Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre, in denen du dich einfach dem fügst, was ist. In denen du lediglich reagierst und dich manchmal fühlst, wie die Kugel in einem Flipper-Automaten. Doch nach und nach frisst sich diese #Unzufriedenheit immer weiter in dein Herz und deine Seele. Deine Energie schwindet. Dein positives Lebensgefühl auch.

Und irgendwann bemerkst du, dass alles um dich herum an Farbe verloren hat. Und du fragst dich, wie du überhaupt dort hin gelangen konntest. Wie du für so lange Zeit in diesem Zustand leben konntest. Und du stellst fest, dass die vergangene Zeit nicht mal mehr dem Wort Leben gerecht war. Du beginnst dich selbst zu fragen, was aus dir geworden ist. Du warst doch einmal so stark und lebensfroh. Andere haben dich immer um deine positive Lebenseinstellung beneidet. Wie konnte es nur so weit kommen?

Vielleicht findest du in diesem Moment noch keine Antwort auf deine Frage. Denn oft erkennen wir die Dinge erst im Nachhinein. Doch das ist momentan nicht wichtig. Wichtig ist, dass du erkannt hast, dass sich etwas ändern muss. Und dass sich nichts verändern wird, solange du nicht selbst die Initiative ergreifst. Du für dein eigenes Denken und #Handeln nicht zu 100% die #Verantwortung übernimmst. Du überlegst, was du brauchst, um dich wieder besser zu fühlen. Vielleicht kannst du auch das noch nicht wirklich beantworten, doch du weißt, dass du zu allererst die jetzige Situation verlassen musst, um überhaupt eine Chance auf wirkliche Veränderung zu haben.

Doch Veränderungen brauchen vor allem auch #Mut. Stärke. #Selbstbewusstsein. Und vielleicht ist dir genau das in den letzten Jahren verloren gegangen. Aber das brauchst du, um die Situation überhaupt erst verlassen zu können. Doch du traust dich nicht. Und du beginnst, dir selbst alles schön zu reden. Es ist ja eigentlich auch gar nicht so schlimm. Schau doch mal, wie gut ich es eigentlich habe! Mich hätte es auch viel schlechter treffen können. Und du raffst dich nochmal auf. Versuchst, weiter mit der jetzigen Situation klar zu kommen. Das Positive darin zu sehen. Du kämpfst für das, was irgendwann einmal so viel versprechend begonnen hat. Als alles noch schön war und du dieses Leben genau so wolltest. Und du begreifst, dass du genau das zurück willst. Dieses Gefühl der #Leichtigkeit, des Lachens und der #Zufriedenheit.

Und irgendwann später… Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre… erkennst du, dass du dir selbst die ganze Zeit nur etwas vor gemacht hast. Dass dieses farbenfrohe Bild schon lange nicht mehr existiert und um dich herum schon längst alles schwarz ist. Und nicht nur das, denn jetzt bist du auch noch ausgebrannt, weil du diesem untragbaren Zustand viel zu lange ausgesetzt warst. Du steckst in einem schwarzen Loch. In einer Abwärtsspirale. Und vielleicht bist du jetzt an dem Punkt angelangt, an dem es nur noch zwei Wege gibt: Entweder, dich von dieser Abwärtsspirale immer weiter in den dunklen Abgrund ziehen zu lassen oder endlich deine letzte Energie zusammensuchen, um den Absprung doch noch irgendwie zu schaffen.

Du weißt, dass das vielleicht deine letzte Möglichkeit ist, lebend aus all dem Chaos heraus zu kommen. Doch du hast Angst. #Angst vor der Veränderung. Denn Veränderungen bringen immer auch #Ungewissheiten mit sich. Wer weiß, ob das, was kommt, wirklich besser ist? Vielleicht gibt es ja auch gar keinen Ausweg? Vielleicht schaffe ich es ja auch gar nicht? Und dann taucht es wieder vor deinem geistigen Auge auf. Das Bild von damals, als du noch stark und voller Energie warst. Und genau das ist jetzt dein Antrieb. Da möchtest du wieder hin.

Und mit dem letzten Funken Energie in dir bäumst du dich ein letztes Mal auf. Du weißt, das sich vor dir ein langer und beschwerlicher Weg befindet, voller Stolperfallen und Hindernisse. Doch Mut ist stärker als Angst. Und so konzentrierst du dich auf den ersten Schritt nach vorn. Und dann auf den zweiten. Schritt für Schritt. Und mit jedem geschafften Schritt wächst deine #Zuversicht. Und die Freude darüber, dass du endlich wieder in Bewegung bist. Der Weg ist dein #Ziel. Und ganz tief in deinem Herzen spürst du: „The light at the end is worth the pain. I’m on my way. I’m on my way.“

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Ich denke, fast jeder von uns hat schon einmal Momente in seinem Leben gehabt, in denen er nicht mehr weiter wusste und an einem Wendepunkt stand. Entweder lebe ich dieses Leben weiter, obwohl es mich unglücklich macht, oder ich nehme all meinen Mut zusammen und verändere die Situation. Ohne zu wissen was kommt. Ohne sicheren Ausgang. Manche schaffen diesen Schritt. Andere nicht. Jeder ist in diesem Sinne für sein eigenes Handeln und Leben verantwortlich.

Ich selbst habe bereits einige Wendepunkte in meinem bisherigen Leben gehabt. Und ich habe Menschen in meinem näheren Umfeld, die zum Teil ganz extreme Veränderungen in ihrem Leben bewältigt haben. Doch kenne ich auch nach wie vor Menschen, die zwar ein unglückliches Leben führen, sich jedoch (noch) nicht trauen. Denen die eigene Angst vor dem „Was kommt danach?“ (noch) im Weg steht.

Und denen, die sich (noch) nicht trauen. Die (noch) nicht bereit sind für die anstehende Veränderung. Denen möchte ich mit auf den Weg geben: Mut ist immer stärker als Angst! Trau dich! Sei mutig! Tu den ersten Schritt heraus aus dem Dunkel! Hab #Vertrauen in dich, deine Entscheidungen und in deinen Weg! Und am Ende wirst du dich fragen, wieso du überhaupt so lange gewartet hast.

FreiRäume schaffen

#FreiRäumeSchaffen #DerBlickHinterDieKulissen

Gerade in den letzten Wochen und Monaten war in meinem Leben immer wieder ein Thema präsent: Das Thema „Freiräume schaffen“, egal ob im beruflichen oder privaten Kontext. Dabei geht es nicht allein nur um räumliche Möglichkeiten, sondern auch um das mentale Abschalten. Doch als #Selbstständige und Neu-#Mama sowie mit den vergangenen Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen, war das alles gleich noch einmal ein ganz anderes Thema.

Vielleicht erst einmal kurz zu den beruflichen Freiräumen. Wie schafft man es, in einer Zeit, wo die Arbeit plötzlich komplett still steht, von der Arbeit bzw. den Existenzängsten abzuschalten? Gerade als Selbstständige? Nach meiner Mama-Auszeit hatte das Jahr so gut begonnen. Tolle, neue Aufträge mit Zukunftsaussichten flatterten ins Haus, Folgeaufträge wurden bereits besprochen und plötzlich: Seit März kompletter Stillstand. Und kein planbares Ende in Sicht. Natürlich gibt es übergangsweise die soziale Absicherung vom Staat, doch diese deckt bei mir nicht mal die monatlichen Grundausgaben. Wie also schaffe ich es in Zeiten, wie diesen, mir meine mentalen Freiräume diesbezüglich zu schaffen? Ich gebe mir ganz bewusst Momente, in denen ich auch mal so richtig #Panik schieben darf. In denen ich alles anzweifle und mich frage: Wie soll das alles nur jemals wieder besser werden? Doch diese Momente setze ich mir ganz bewusst… und dann heisst es für mich wieder nach vorn blicken. Wie kann ich die jetzige Zeit für mich positiv nutzen? Wie kann ich meine Angebote dem Nutzen nach entsprechend anpassen? Was wird gerade gebraucht und wie kann ich #Menschen dahin gehend am besten unterstützen? Und ich weiß auch, dass ich Klienten habe, die meine Leistungen wieder in Anspruch nehmen werden, wenn sich das ganze Chaos wieder ein wenig geordnet hat. Und das alles gibt mir dann wieder Hoffnung und Zuversicht, dass sich alles finden und im Guten weitergehen wird.

Nun zu meinen privaten Freiräumen. Vor der Zeit der Ausgangsbeschränkungen musste ich mich erst einmal als Neu-Mama finden und arrangieren. Unsere kleine Maus klebte fast 24h am Stück an mir, die Nächte waren kurz und so fühlte ich mich mit jedem Tag erschöpfter und ausgelaugter. Mit der Zeit merkte ich, dass ich dringend auch #Baby-Auszeiten brauchte. Als es dann immer mehr möglich wurde, wollten wir es so ausprobieren, dass Mike die Kleine auch öfter einmal nimmt und mit ihr spazieren geht. So hätte ich endlich mal wieder Zeit für mich, für Freunde und meine persönlichen Bedürfnisse. Anfangs fühlte ich mich mit der Option jedoch richtig schlecht. Wie konnte ich als #Mutter nur unsere Kleine einfach weggeben? Doch nach diesen Startschwierigkeiten ging es immer besser und ich nutze die mir geschenkte Zeit. Und auch, wenn die Luft zuhause zwischen Mike und mir mal etwas dicker wurde, gönnten wir uns kleine Auszeiten. Und wir gestehen uns diese auch gegenseitig zu. Und um so größer ist dann die Freude, wenn er z.B. mit der Kleinen vom Spazierengehen nach Hause kommt und ich in der Zwischenzeit die Möglichkeit hatte, einfach mal auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und ein Buch zu lesen. Selbst die Ausgangsbeschränkungen konnten uns somit nichts anhaben. Natürlich war es manchmal schon etwas eintönig, immer wieder dieselben Wege zu gehen, doch wir veränderten einfach unsere #Prioritäten und es war nicht mehr wichtig, wo wir spazieren gehen oder dass ich ja nur auf dem Balkon sitze, sondern dass wir überhaupt die Möglichkeit hatten, an der frischen Luft zu sein.

Wie also gelingt es mir, Freiräume zu schaffen, auch wenn auf den ersten Blick vielleicht gar keine Möglichkeit dafür da zu sein scheint? Durch eine Anpassung meiner Sichtweise. Durch einen neuen Blick auf die Dinge und Begebenheiten und die Möglichkeiten, die mir gegeben sind. Ich war schon immer jemand, der immer versucht hat, das Beste aus jeder Situation heraus zu holen und so halte ich es auch heute. Kleine Tiefschläge und Niederlagen und kleine Momente der Schwäche sind erlaubt, aber dann heisst es wieder: Aufstehen… Krone richten… und weitermachen!

Leben

#Leben #LebenOderÜberleben

Fast kaum jemandem ist bewusst, dass unser #Gehirn aus mehreren Teilgehirnen besteht. Und dass unser Reptiliengehirn sowie das emotionale Gehirn unbewusst auf unsere Umgebung reagieren. Unser ältester Gehirnteil, der Hirnstamm, sichert unser Überleben, während das Emotionale Gehirn entscheidet, ob wir uns wohl oder unwohl fühlen. Der neueste Gehirnteil existiert nur bei den Säugetieren und ist bei uns Menschen am deutlichsten ausgeprägt: Der Neocortex. Er gibt unseren Handlungen einen Sinn und sorgt dafür, dass wir über unser Handeln Nachdenken und #Entscheidungen treffen können.

Somit sind wir nicht nur allein unseren Instinkten ausgesetzt. Auch heute bewahren sie uns zwar noch vor möglicher Gefahr, allerdings kann diese #Angst oder Panik auch allein durch unseren Verstand oder unsere Erziehung ausgelöst sein. Es ist also immer von Vorteil, seine Handlungen im Nachhinein zu überprüfen. War bzw. ist meine Reaktion überhaupt angemessen?

Die Fähigkeit zum Denken und Reflektieren gibt uns die Möglichkeit, ein bewusstes und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die instinktive Reaktion unseres Hirnstamms können wir in Extremsituationen nicht beeinflussen. Wenn wir uns Erschrecken oder uns in Lebensgefahr befinden, reagiert unser Körper als erstes und erst danach schaltet sich unser #Verstand ein. Jedoch können wir unser emotionales Gehirn beeinflussen, so dass wir und unser Gegenüber sich wohl fühlen und es gar nicht erst zu Flucht- oder Kampfgedanken kommt.

Letzten Endes ist es gut, dass unser Reptiliengehirn für unser Überleben sorgt. Doch sollten wir im Nachhinein die jeweilige Situation auch analysieren und schauen, ob wirklich unser Überleben bedroht war. Vielleicht haben wir uns ja auch nur unwohl gefühlt oder unser Verstand hat uns nur etwas vorgespielt.

Wir Menschen gelten als die am höchsten entwickelten Lebewesen auf dieser Erde. Wir sind in der Lage dazu, unser Handeln zu reflektieren und zu hinterfragen, anstatt einfach kopflos in Panik zu verfallen. Wir sollten dankbar für diese Fähigkeit sein und sie auch dem entsprechend nutzen. Denn erst dann fangen wir wirklich an ganz bewusst zu leben, anstatt lediglich im Überlebensmodus zu sein.

Intuition

#Intuition #LebenOderÜberleben

Meiner persönlichen Meinung nach, ist die Intuition bzw. das #Bauchgefühl etwas, das schon lange in uns Menschen verankert ist. Es hat uns, als wir noch nicht in sicheren Wohnungen lebten, vor Gefahren gewarnt und somit unser Überleben gesichert. Doch mit der Zeit und unserer evolutionären Weiterentwicklung, haben wir dieses Bauchgefühl verlernt bzw. haben wir verlernt, es wahrzunehmen und darauf zu vertrauen. Denn in unserer jetzigen Gesellschaft, sind wir relativ abgesichert und brauchen nicht mehr um unser Überleben zu fürchten.

Das Bauchgefühl ist ein Gefühl, das unbewusst von innen heraus kommt, ohne dass wir es genau erklären können. Manchmal sprechen wir mit Menschen oder befinden uns in Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen oder die uns sogar Bauchschmerzen bereiten. Doch oft verdrängen wir dieses Gefühl, welches sich rational nicht erklären lässt und vertrauen lieber unserem #Verstand. Wir lassen uns vom schönen Schein blenden und schieben das schlechte Gefühl im Bauch auf mangelnde Nahrungsaufnahme. Geht das Ganze dann schief, sagen wir im Nachhinein: Hätte ich doch bloß auf meine Intuition gehört!

Vertraue öfter deinem Bauchgefühl, anstatt dir immer wieder den Kopf zu zerbrechen.

Das, was uns dieses ungute Gefühl beschert, sind oft kleine Nuancen in der Stimmfärbung oder der Mikromimik bzw. #Körpersprache unseres Gegenübers, die wir unbewusst wahrnehmen. Und auch, wenn ein Großteil von uns verlernt hat, diese Signale bewusst wahrzunehmen, so kann man es doch wieder lernen, auf sein Bauchgefühl zu hören. Denn es gibt durchaus Situationen, in denen wir allein intuitiv entscheiden. Der Verstand analysiert dann im Nachhinein die Situation und deren Resultate. Sind diese positiv, lernen wir auch, diesem Bauchgefühl wieder mehr zu vertrauen.

Um wieder zurück zur eigenen Intuition zu finden, können z.B. #Mediation und Autogenes Training helfen. Denn nur, wer zur Ruhe kommen kann, kann sich selbst auch wieder besser fühlen. Nachts, während wir schlafen, kann der Geist Herausforderungen und Probleme besonders gut bewältigen und verarbeiten. Somit kann es sein, dass wir früh aufwachen und ganz plötzlich intuitiv eine Lösung parat haben.

Wenn wir uns jedoch zu sehr den Kopf zerbrechen, so endet das häufig in körperlichen Beschwerden, #Stress oder Panik. Also höre lieber öfter einmal wieder darauf, was dein Bauchgefühl dir zu sagen hat… ganz egal, ob du es rational erklären kannst oder nicht.

Sinnhaftigkeit

#Sinnhaftigkeit #LebenOderÜberleben

Der jüngste Gehirnteil, auch #Neocortex genannt, existiert nur bei Säugetieren und wird deshalb umgangssprachlich auch das Säugetiergehirn genannt. Das Wachstum dieses Gehirnteils wird auf die Entwicklung der #Sprache und neuer Fähigkeiten zurück geführt. Er ist verantwortlich für das Träumen, Sprechen und komplexes Denken. Der Mensch hat die höchste Informationsverarbeitungskapazität und #Intelligenz unter allen Lebewesen.

Rufen wir uns doch noch einmal die anderen beiden Gehirnteile in Erinnerung. das Reptiliengehirn, auch Stammhirn genannt, sichert unser Überleben, während die Amygdala für unsere #Emotionen zuständig ist und entscheidet, ob wir uns wohl oder unwohl fühlen. Hätten wir nun den Neocortex nicht, würden wir in Stresssituationen immer wieder in den puren Überlebensmodus zurück fallen.

Der Mensch ist, auf Grund seines Neocortex, dazu in der Lage, seine Handlungen zu hinterfragen und ganz bewusst zu steuern.

Unser Säugetiergehirn bringt uns nun jedoch dazu, die Dinge zu hinterfragen. Was für einen #Sinn hat meine Handlung? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es überhaupt? Was sind die Konsequenzen meines Handelns? Durch den ausgeprägten Neocortex sind wir überhaupt erst in der Lage dazu, Lösungsmöglichkeiten für Herausforderungen zu finden. Und diese Fähigkeit, sollten wir uns, als Menschen, auch zu Nutze machen.

Emotionen

#Emotionen #LebenOderÜberleben

Über unsere #Stimme und #Körpersprache zeigen sich unbewusst unsere Emotionen. Fühlen wir uns wohl in einer Situation oder Umgebung, so sind wir entspannt und können die Seele baumeln lassen. Fühlen wir uns jedoch unwohl oder sogar bedroht, springt unser Reptiliengehirn an und wir verfallen, ob wir wollen oder nicht, zurück in den Überlebensmodus.

Während der älteste Gehirnteil, der Hirnstamm, für unser Überleben sorgt, ist die #Amygdala, welche Teil des limbischen Systems ist, für unsere Emotionen verantwortlich. Vor allem die Entstehung von Angstgefühlen ist im so genannten Mandelkern verankert. #Angst spiegelt sich in unserem Auftreten wieder. Die gesamte Haltung ist angespannt und wir haben den Drang zu flüchten.

In einem wichtigen Gespräch z.B. ist das sehr unpassend. Und da wir in so einem Moment dann oft doch nicht flüchten, verfallen wir in den Kampfmodus, was sich dann in unseren Äußerungen und unserem Verhalten widerspiegelt.

Starke Emotionen, wie Wut oder Angst, führen dazu, dass unser Denken blockiert wird und wir stattdessen in einen Flucht- oder Kampfmodus verfallen.

Angst und #Wut sind sehr starke Emotionen. Dabei werden im Gehirn Stoffe produziert, die uns am Denken hindern. Wir sind dann nur noch damit beschäftigt, daran zu denken, wie wir am besten flüchten oder uns verteidigen können. Fühlen wir diese Emotionen in einem wichtigen Gespräch, ist es von Vorteil, wenn wir eine Pause einlegen und das #Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortführen könnten.

Noch besser ist es jedoch, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Denn unser emotionales Gehirn können wir stark durch unsere Stimme und Körpersprache beeinflussen. Bei Gesprächen oder wichtigen Meetings sollten wir deshalb immer darauf achten, dass wir selbst und auch unser Gegenüber, sich so wohl wie möglich fühlen. Denn dann passiert es gar nicht erst, dass wir um unser Überleben fürchten müssen.

ÜberLeben

#Überleben #LebenOderÜberleben

Tief in uns verankert sind unsere #Instinkte, die unser Überleben sichern. So gelingt es uns, in gefährlichen oder lebensbedrohlichen Situationen, ohne zu überlegen, richtig zu handeln. Wittern wir #Gefahr, schalten wir ganz automatisch und ohne zu denken in den Überlebensmodus.

Dieser wird gesteuert von unserem ältesten Gehirnteil, dem Hirnstamm oder auch #Reptiliengehirn genannt. Es sichert unser Überleben und regelt alle dafür notwendigen Prozesse, wie z.B. das Atmen und Essen sowie auch die Fortpflanzung.

Unsere Instinkte sichern unser Überleben. Jedoch ist es ein Unterschied, ob wir uns wirklich in Gefahr befinden oder uns dieses Gefühl lediglich anerzogen ist.

Finden wir uns nun in einer Gefahrensituation wieder, in welcher wir uns bedroht fühlen, reagiert unser Hirnstamm ganz automatisch in 3 nacheinander anspringenden Stufen: Schockstarre – Flucht – Kampf. Die #Schockstarre zeigt sich durch eine Art Ohnmacht oder totale Handlungsunfähigkeit. Im Tierreich spricht man auch vom „Sich-Tot-Stellen“. Die zweite Phase ist die #Flucht aus der Situation. Gelingt uns das Flüchten nicht, springt automatisch die 3. Stufe an: Der Kampfmodus. All das passiert ganz automatisch ohne unser Zutun.

Die Frage ist nun jedoch: Entspricht die Gefahr, in der wir uns angeblich befinden, auch wirklich der Realität? Ist daher unser Leben bedroht? Oder ist die Gefahr vielleicht doch nur selbst gemacht? Zum Beispiel durch über die Jahre erlernte Verhaltensweisen? Und ist demnach auch unsere Reaktion darauf, die sich letztendlich in Flucht oder #Kampf äußert, überhaupt gerechtfertigt und angemessen?