Mindset und Charisma

#MindsetUndCharisma #Körpersprache

Ich kenne niemanden, der nicht gern einmal in der Lage wäre, bei anderen die #Gedanken zu lesen. Weshalb beschäftigen wir uns überhaupt so intensiv mit dem Thema Körpersprache und weshalb ist es für viele Menschen so interessant? Es ist eine echte Faszination, Menschen lesen zu können. Zu wissen, was sie gerade denken. Und natürlich, ob sie lügen oder die #Wahrheit sagen. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Selbst den besten Experten gelingt es nicht immer, zu ihrem Gegenüber durchzudringen.

Ich habe mich über die Jahre viel mit dem Thema Gesprächs- und Verhörtechniken beschäftigt. Und was dabei immer wieder deutlich wird, ist, dabei alles miteinander zu verbinden. Das Abchecken des Normalzustands, die Körperreaktionen zu beobachten, im richtigen Moment die richtigen #Fragen zu stellen sowie ein echtes Interesse am Gegenüber zu haben. Denn, wenn du kein Interesse daran hast, die „Wahrheit“ auch sehen zu wollen, dann wirst du sichtbare Hinweise einfach übersehen oder sie gar nicht erst wahrnehmen.

Menschen lesen und Lügen von der Wahrheit unterscheiden zu können, ist ein komplexer und anspruchsvoller Prozess.

Dazu ein kleines Beispiel: Menschen mit sehr viel #Charisma, wirken auf andere anziehend und haben eine positive Aura um sich. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn wir bei diesen Menschen von Grund auf nichts Negatives vermuten. Man hört dann oft: „Was? Der??? Das glaube ich jetzt nicht… das war doch immer so ein Guter!“ Und wenn wir versuchen, solche Menschen zu lesen, dann kann es gut sein, dass wir Hinweise und Merkmale übersehen, weil wir einfach nicht glauben können, dass diese Person etwas #Böses getan hat.

Ein ganz anderes Phänomen zeigt sich in Bezug auf das persönliche #Mindset. Es kann sein, dass Menschen etwas so Schlimmes erlebt haben, dass ihr Gehirn, sozusagen als Schutz, dieses Erlebnis komplett ausblendet… so, als wäre es nie geschehen. Nehmen wir z.B. traumatische Ereignisse, die das #Gehirn dann in eine Art „Tresor“ packt. Die Person ist dann wirklich der vollen Überzeugung, dass dieses Ereignis nie passiert ist. Und was ist dann in diesem Fall mit der Körpersprache? Dadurch, dass die Person zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass das Ereignis nie passiert ist, wird der Körper auch keine Stressmerkmale zeigen. Die eigentliche „#Lüge“ wird in diesem Fall zur „Wahrheit“ und es ist kaum möglich, dieses Rätsel zu lösen.

Diese Beispiele zeigen, wie schwierig das eigentliche Lesen von Menschen ist. Es geht weit über das Erkennen einzelner körperlicher Merkmale hinaus. Sei dir dessen immer bewusst und verurteile Menschen niemals vorschnell, z.B. auf Grund einer einzelnen Armbewegung. Denn das genaue Hinschauen, das Stellen der richtigen Fragen sowie das letztendliche Interpretieren des Ganzen, ist ein anspruchsvoller und komplexer Prozess.

Die Fünf Sinne

#DieFünfSinne #Körpersprache

Wenn wir an Körpersprache denken, dann haben wir oft nur die Äußerlichkeiten im Kopf. Wie sieht es aus mit der #Mimik und #Gestik eines Menschen? Wie spricht unser Körper? Und dabei vergessen wir, dass wir auch über unsere #Sinne kommunizieren. Zu den 5 Sinnen gehören: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Doch wie genau kommunizieren wir darüber miteinander und worauf sollten wir achten?

Beginnen wir mit dem #Sehen. Siehst du dir auch schöne, ästhetische Menschen an? Liebst du es, dir Tanzshows anzuschauen? Oder magst du lieber Mode-Events? Tolle Frisuren? Eine schönes Make Up oder tolle Accessoires? Blickst du gern in Gesichter, die ein strahlendes Lächeln haben?Über unser Äußeres setzen wir ein deutliches Statement. Schaut mich an… oder eben genau das Gegenteil: Bloß nicht auffallen. Alles, was wir sehen können, beeinflusst, wie wir über die andere Person denken.

In Bezug auf das #Hören kommunizieren wir über unsere #Stimme. Die Art und Weise, wie wir sprechen, lässt bei unserem Gegenüber einen positiven oder auch negativen Eindruck entstehen. Und auch über unsere Nase nehmen wir Signale von außen wahr. Sicher hast du es schon mal erlebt, dass du dein Gegenüber „nicht riechen“ konntest… und das muss nicht unbedingt am #Parfum gelegen haben. Durch Parfum wird übrigens unser Eigengeruch überdeckt, was sich bei der Partnerwahl eher negativ auswirken kann. Zu viel Parfum wirkt sowieso eher kontraproduktiv. Besser ist es, einen dezenten #Geruch zu wählen, der gut zu einem passt.

Sei dir der kommunikativen Wirkung deiner fünf Sinne bewusst.

Im Bezug auf das #Schmecken und #Fühlen, müssen wir einer anderen Person dann schon sehr nahe sein. Denken wir nur einmal an das Salz auf unserer Haut. Wie süß #Küsse schmecken können. Oder wie unappetitlich, kurz nachdem jemand geraucht hat. Und auch das Essen ist #Kommunikation. Verwöhnst du deine/n Liebste/n gern mit süßen Erdbeeren und Sahne?

Die Art und Weise, wie wir andere berühren, sollte wohl überlegt sein. Denn dafür müssen wir in die Privatsphäre eines Menschen gelangen, was immer nur mit dessen Erlaubnis geschehen sollte. Selbst ein gut gemeintes Schulterklopfen oder kurz die Hand berühren, kann nach hinten losgehen, wenn dein Gegenüber damit nicht einverstanden ist.

Unbewusst treten wir auch über unsere 5 Sinne mit unserer Umwelt in Kontakt. Sei dir deshalb also immer bewusst, dass du auch darüber mit anderen Menschen kommunizierst. Die Art und Weise deines Auftretens kann positive, aber auch negative Auswirkungen haben. Lenke sie in die richtige Richtung, sei flexibel und aufmerksam und gehe auf dein Gegenüber ein.

RaumNutzung

#RaumNutzung #Körpersprache

Ich hatte in meinem Artikel zu den Armen schon einmal angesprochen, dass Menschen unterschiedlich den Raum um sich herum nutzen. Stellen wir uns doch einmal folgende Situation vor. An einem Seminartag treffen nacheinander ein Mann und eine Frau ein, die den #Seminarraum betreten und sich einen Platz suchen. Ich werde das Verhalten dieser beiden Personen, als Beispiel, mal ein wenig genauer beschreiben.

Beginnen wir mit dem #Mann, der zügig den Raum betritt, sich einen Platz sucht, sich setzt und wie ganz selbstverständlich seinen Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls ablegt. Seine Sachen breitet er auf dem vor ihm stehenden Tisch aus und die Tasche stellt er auf dem Nachbarstuhl ab. Er blickt in die Runde, schaut jedem in die Augen und lächelt. Dann steht er auf und geht durch den gesamten Raum, um sich einen Kaffee zu holen. Mit der Tasse stellt er sich dann entspannt ans Fenster und schaut hinaus in die Ferne. Mit seinem Verhalten nutzt er den gesamten Raum. Er zeigt damit ganz deutlich: Hier bin ich, hier ist mein Platz und hier fühle ich mich wohl. Er bewegt sich frei und markiert, mit seinen Sachen auf dem Tisch und seiner Tasche auf dem Nachbarstuhl, gleich sein Revier. Ihm kann man demnach einen großen #Selbstwert sowie eine gewisse #Dominanz zuschreiben.

Nun kommen wir zu der #Frau. Ohne groß umher zu schauen, betritt sie, mit leisen Schritten, denselben Raum und sichert sich gleich den Platz nahe der Tür. Sie setzt sich und holt aus ihrer Tasche einen Block, einen Stift und ihr Handy heraus. Den Block legt sie direkt vor sich und den Stift sowie das Handy auf den Block. Danach stellt sie ihre Tasche zwischen die Beine und greift zum Handy. Ihre Körperhaltung ist extrem angespannt. Ihre Beine halten die Tasche fest und die Arme hält sie eng am Körper. Ihr Blick ist gesenkt und auf das Handy gerichtet. Verstohlen schaut sie in Richtung Kaffeemaschine und anschließend zu dem Mann, der mit seiner Kaffeetasse am Fenster steht. Als er sie anschaut, blickt sie sofort wieder auf ihr Handy und beschäftigt sich anschließend so lange damit, bis das #Seminar beginnt. Im Gegensatz zu dem Mann, bewegt sich die Frau in einem sehr engen Radius. Ihre Bewegungen sind nah am Körper gehalten und sie nutzt den Raum nur so weit, wie sie es unbedingt muss. Sie fühlt sich sichtlich unwohl und möchte so wenig wie möglich auffallen. Ihr #Selbstbewusstsein ist eher gering. Sie wirkt schüchtern und zurückhaltend.

Je mehr du den Raum für dich nutzt, desto selbstbewusster wirkst du.

Bei Menschen mit einem hohen Selbstwert, sind die Körperbewegungen weitschweifig und sie nutzen, bei Bedarf, gern den gesamten Raum. Ist der Selbstwert gering, geht es darum, so wenig wie möglich aufzufallen. Die Körperbewegungen sind klein und eng am Körper gehalten. Der Raum wird so wenig wie nur möglich genutzt.

Warum habe ich gerade für den Mann und die Frau die entsprechenden Rollenbeispiele gewählt? Aus meiner Erfahrung heraus, sind es meist die Männer, die selbstbewusst auftreten und die Frauen eher diejenigen, die sich zurückhalten und in sich zurück ziehen. Doch natürlich darf man aus diesen beiden Beispielen keine Verallgemeinerungen ziehen.

Nun noch kurz ein weiteres Beispiel zum Thema Raumnutzung: Auch bei Rednern auf der #Bühne, kann man diesen Unterschied gut wahrnehmen. Menschen, die während der Rede die Bühne oder sogar den gesamten Raum für sich nutzen und große Bewegungen machen, werden als selbstbewusster wahrgenommen, als Personen, die nur an einer Stelle auf der Bühne stehen und sich krampfhaft am Mikrofon oder ihrem Skript festhalten. Nutze also dementsprechend den Raum für dich. Und sei dir dabei stets auch deiner Haltung und deiner Außenwirkung bewusst.

Kleidung und Accessoires

#KleidungUndAccessoires #Körpersprache

Ich möchte das Thema #Kleidung und #Accessoires gern im Zusammenhang mit der Körpersprache aufbringen, weil es für mich ein weiterer bedeutsamer Aspekt ist, dem oft nur wenig Beachtung geschenkt wird. Für unsere Kleidung und alles weitere, was damit zusammenhängt, sind wir selbst verantwortlich. Wir entscheiden demnach, welche Kleidung wir täglich tragen. Und wenn ich mir dann die Menschen auf der Straße einmal etwas genauer anschaue, frage ich mich oft, weshalb jemand gerade diese Entscheidung getroffen hat. Ich selbst habe mehrere verschiedene Kleidungsstücke im Kleiderschrank. Manche sind schon Jahre alt, manche ganz neu. Wieder andere haben viel Geld gekostet, andere wenig. Ich liebe es, verschiedene Stile miteinander zu kombinieren und wähle auch, je nach Anlass, bewusst aus, was ich trage.

Dabei geht es nicht nur um die Kleidung, sondern auch um die entsprechenden Accessoires. Ich habe unterschiedliche Schmuckstücke, Tücher, Taschen und Schuhe, die ich mit zum Einsatz bringe. Und ich weiß, dass man auch durch Farbe bewusst kommunizieren kann. Ich selbst trage gern Schwarz in Kombination mit anderen Farben. Ich kombiniere gern Altes mit Neuem, Preiswertes mit Teurem. Wir sollten uns viel mehr unserer #Wirkung in Bezug auf das, was wir tragen, bewusst sein. Ich kenne #Menschen, die z.B. ganz bewusst, zum klassischen Business-Outfit, knallbunte Socken tragen. Oder eine herausstechende Brille. Oder auffällige Schuhe. Verrückte Stile, gepaart mit viel #Selbstbewusstsein, haben Wirkung und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auch Frisuren haben eine starke Wirkung. Oder Make-Up. Auffällig oder eher dezent? Was passt am besten zu dir und dem entsprechenden Anlass? Und wie ist es bei den Männern mit dem Bart? Ist er gepflegt und hat einen guten Schnitt? Tattoos sind übrigens auch ein ganz klares Statement.

Dein äußeres Erscheinungsbild sollte deine Persönlichkeit positiv unterstreichen.

Wichtig ist, dass der entsprechende Stil zu dir und deinem Auftreten passt. Sobald du verkleidet wirkst und dich in deiner Kleidung nicht wohl fühlst, wirst du das auch ausstrahlen. Wenn du selbst kein Händchen für Kleidung, Farben und #Stil hast, kannst du dir entsprechende Unterstützung holen. Und nicht umsonst gilt der Spruch: „Kleider machen Leute.“ Kleidung kann dich auch dabei unterstützen, deine #Haltung zu verändern. Denken wir nur an ein Korsett. Oder wie sich der Gang und die Körperbewegung verändern, wenn Frauen Kleider und High Heels tragen. An dieser Stelle noch ein Tipp für uns Frauen: Wenn du hohe Absätze trägst, dann solltest du auch darin laufen können.

Wenn du dich wohl in deiner Haut und mit deinem #Outfit fühlst, dann wird deine #Ausstrahlung eine ganz besondere sein. Es ist beeindruckend, wenn man Vorher/Nachher Bilder von Menschen sieht, die ein Umstyling hinter sich haben. Man sieht förmlich, wie sie neu erstrahlen. Und trau dich ruhig, auch mal neue Dinge auszuprobieren. Hol dir immer wieder Feedback dazu ein. Hab Spaß daran und tu das so lange, bis du deinen persönlichen Stil gefunden hast.

MenschenLesen

#MenschenLesen #Körpersprache

Nachdem ich die letzten Tage bereits einiges Wissen zum Thema Körpersprache mit euch geteilt habe, möchte ich nun gern noch einmal etwas allgemeiner auf dieses spannende Thema eingehen. Man sagt ja immer, dass man an der Körpersprache gewisse Dinge ablesen… ja sogar #Lügen erkennen kann! Doch, wie geht das überhaupt… Menschen lesen?

Ich hatte schon einmal erwähnt, dass am Menschen das ehrlichste Körperteil die Füße sind. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, dass bei einem Menschen, nach oben hin, die #Täuschung zunimmt. Denn über die Jahre hinweg haben wir zwar gelernt, unser Gesicht und unsere Arme, so weit es möglich ist, zu kontrollieren. Und damit können wir jemanden, der nicht so genau hin schaut, durchaus blenden bzw. unsere wahren Gefühle und Gedanken vor ihm verstecken. Doch wer von uns kontrolliert schon seine Füße?

Grundsätzlich gilt, dass kein Körpersprache-Merkmal für sich allein interpretierbar ist, sondern immer im jeweiligen Kontext betrachtet werden muss. Das klassische Beispiel, das häufig fehlinterpretiert wird, ist das Arme verschränken. Allein nur die Arme zu verschränken bedeutet nicht automatisch auch Ablehnung. Denn, um überhaupt etwas interpretieren zu können, ist es zuerst einmal wichtig, den „Normalzustand“ der jeweiligen Person heraus zu finden. Wie verhält und bewegt sie sich, wenn sie entspannt ist? Dazu kann man sie z.B. erst einmal nur beobachten oder ein wenig #Smalltalk mit ihr führen. Und erst dann sollte man das Thema ansprechen, bei dem man heraus finden möchte, wie der andere wirklich dazu steht.

Körpersprache sollte immer im Kontext gesehen werden.

Und in dem Moment ist es dann wichtig, genau hinzuschauen. Wie sehr weicht das Verhalten, das dann gezeigt wird, von dem Normalzustand ab? Stellst du z.B. eine Frage oder sprichst ein spezielles Thema an und darauf hin verschränkt die andere Person dann die Arme, so hat das durchaus etwas zu bedeuten. Du könntest dann entweder weiter zu diesem Thema ins Detail gehen und dabei beobachten, ob die Person weitere Stressmerkmale zeigt. Oder du wechselst erst noch einmal das Thema hin zu etwas Entspannterem und sprichst das heikle Thema erst später nochmal an. Zeigt dein Gegenüber auch in dem Moment dann noch einmal eine Stressreaktion, so kannst du dir sicher sein, dass ihn dieses Thema extrem berührt.

Doch Vorsicht! Dass Zeigen von #Stress-Gesten heisst jedoch nicht gleich, dass jemand lügt. Sie zeigen lediglich, dass diese Person sich in diesem Moment, mit diesem Thema und in dieser Situation, unwohl fühlt. Um #Lügner wirklich zu entlarven, bedarf es schon noch etwas mehr. Denn dann gilt es, ganz gezielt nachzufragen und die einzelnen Merkmale zu interpretieren. Doch all das jetzt hier zu erklären, würde zu weit führen.

Manchmal reicht es für den Alltag jedoch schon, einfach mal etwas genauer hinzuschauen, um Menschen lesen zu können. Welche Körperhaltung zeigt sich? Ist sie aufrecht oder gebeugt? Ist der Blick nach vorn oder nach unten gerichtet? Siehst du ein echtes #Lächeln oder bewegt sich lediglich der Mund? Wie ist der Gang der anderen Person? Mit viel Energie oder eher schleppend und antriebslos? Verändert sich die Körperhaltung oder die #Mimik, wenn du ein bestimmtes Thema ansprichst? Wirkt der andere entspannt oder zappelt er nervös mit den Beinen? Körpersprache wirkt unbewusst. Und es kann ein deutlicher Vorteil gegenüber anderen sein, wenn du dich ein wenig damit beschäftigst.

Augen

#Blickkontakt #Körpersprache

Kennst du folgende Situation? Du sitzt in der Bahn, in einem Wartezimmer oder an sonst einem öffentlichen Ort und derjenige, der dir gegenüber sitzt, starrt dich unermüdlich an. Was geht in dir vor? Vielleicht erst einmal #Unsicherheit… du fragst dich vielleicht, ob du was im Gesicht hast oder deine Brille schief sitzt. Vielleicht streichst du dir nervös übers Gesicht. Starrt dich derjenige immer noch an, wächst in dir langsam die innere #Anspannung. Du fühlst dich unwohl und es ärgert dich, dass er andere dich so penetrant anstiert und du bist froh, wenn er endlich wegschaut oder du die Situation verlassen kannst.

Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich, welche #Wirkung Blickkontakt haben kann. Und das im positiven, als auch im negativen Sinne. Wie lange sollte man eine andere Person anschauen, so dass es einen positiven Eindruck hinterlässt? Es wird gesagt, dass eine Dauer von 2-3 Sekunden im akzeptablen Rahmen ist. Dauert der Blickkontakt deutlich länger, fühlt sich die andere Person angesprochen. Beim #Flirten mag das vielleicht positive Auswirkungen haben, ansonsten hat es eher einen provokativen Charakter.

Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Schaust du jemanden zu lange an, kann das beim Gegenüber zu Unsicherheit bis hin zu #Aggression führen. Dessen solltest du dir bewusst sein. Bist du jedoch in einem Zweier-Gespräch, so kann der Blickkontakt natürlich auch länger andauern. Jedoch solltest du auf die Reaktion deines Gegenübers achten. Fängt die andere Person an, nervös an sich herum zu nesteln, löse den Blickkontakt immer mal wieder ganz bewusst, bis die Atmosphäre zwischen euch wieder entspannter ist.

Wichtig ist auch die richtige Kopfhaltung. Hältst du den Kopf gesenkt, wirkt dein Blick schüchtern, zurückhaltend und unsicher. Hast du deinen Kopf zu stark gehoben, kann das einschüchternd und arrogant rüber kommen. Ein Vorteil ist es außerdem im Sommer, wenn du in einem Gespräch die Sonnenbrille absetzt, damit dein Gegenüber deine Augen sehen kann. Alles andere kann unhöflich und verunsichernd für den anderen sein.

Und noch ein Tipp für #Vorträge und #Präsentationen. Suche unbedingt den Blickkontakt zum Publikum. Lass deinen Blick über die Personen schweifen und denke vor allem auch an die toten Punkte, wie z.B. rechts und links vor dir. Bei bis zu 20 Personen kannst du gut jeden Einzelnen einbeziehen. Lass deinen Blick auch hier immer einmal wieder ca. 2-3 Sekunden auf jedem Gesicht ruhen.

Mimik

#Mimik #Körpersprache

An der Mimik eines Menschen erkennt man, was er gerade fühlt. Doch ist es wirklich so einfach? Studien haben heraus gefunden, dass es gar nicht so leicht ist, allein von der Mimik Rückschlüsse auf die menschlichen #Emotionen zu ziehen. Über die Jahre hinweg haben wir gelernt, unser #Gesicht weitestgehend zu kontrollieren, so dass nicht immer die wahren Emotionen hervortreten. Und um Mikromimik entschlüsseln zu können, muss man schon einiges an Wissen haben.

Außerdem ist es so, dass ähnliche Gesichtsausdrücke unterschiedliche Bedeutungen haben. Stellen wir uns doch einfach mal ein Gesicht vor, dass die Augen geschlossen und den Mund weit aufgerissen hat. Was könnte das bedeuten? Ist die Person wütend? Schreit sie vielleicht gerade? Oder ist sie einfach nur so müde und gelangweilt, so dass sie gähnen muss?

Neben den 6 Grundemotionen gibt es noch zahlreiche weitere Gesichtsausdrücke, die zum Teil nicht so leicht zu entschlüsseln sind.

Ein spannender Aspekt ist auch, was passiert, wenn der Inhalt des Gesprochenem nicht mit dem Gesichtsausdruck überein stimmt. Oft ist es so, dass der Sender sich dann in einem Zwiespalt befindet… also sich unwohl fühlt. Ein gutes Beispiel dafür, ist das falsche oder auch aufgesetzte #Lächeln, bei dem sich lediglich der Mund bewegt.

Letzten Endes spielt auch bei der Mimik immer der Kontext eine bedeutende Rolle, um die Emotionen einer Person wirklich entschlüsseln und lesen zu können. Dabei sind viele Merkmale zu beachten. An welchem Ort sehe ich diesen Gesichtsausdruck? Wie ist die Haltung und die Gesichtsfarbe der Person? Was hat sie kurz vorher getan oder erlebt? Aus welchem Kulturkreis stammt sie?

Übrigens hier noch ein interessanter Fakt: Bisher sind alle Versuche, künstliche Intelligenz Gesichter und damit Emotionen lesen zu lassen, gescheitert.

Kopf

#Kopf #Körpersprache

Menschen, die sich beim Reden an den Hals oder den Kopf fassen, zeigen damit Unsicherheit und #Stress. Gerade in meinen Coachings kommt es häufiger vor, dass mein Klienten sich unbewusst, bei gewissen Fragen oder Themen, an den Kopf oder an den Hals fassen. #Frauen spielen häufig mit der Kette am Hals. #Männer dahingegen nesteln gern am Kragen oder am Bart. Denn unsere Kehle ist ein sehr empfindlicher Bereich, den wir in Stresssituationen versuchen, zu schützen.

Fasst sich jemand bei einem bestimmten Thema oder eine Frage mit der Hand an den Hinterkopf oder den Hals, zeigt das ganz deutlich Unwohlsein und Unsicherheit. „Sich-am-Kopf-Kratzen“ bedeutet übrigens, dass man damit versucht, bestimmte Hirnregionen zu aktivieren. Wir tun das zum Beispiel ganz automatisch, wenn wir über etwas nachdenken.

Der Kopf ist das Zuhause unserer Gedanken.

Es lohnt sich auch einmal genauer hinzuschauen, wie unser Gegenüber den Kopf geneigt hält. Ist er gesenkt und schütz er somit seine Kehle? Dann fühlt sich derjenige in der Situation nicht wohl oder ist verunsichert. Zeigt das Gegenüber jedoch ganz deutlich die Kehle, signalisiert er damit, dass alles okay ist. Denn das Zeigen der Kehle zeugt von Vertrauen.

Neigen wir den Kopf zur Seite, zeigen wir Skepsis der Situation oder Person gegenüber. Heben wir ein wenig den Kopf und damit auch unsere Nasenspitze, so macht das eher einen überheblichen bis arroganten Eindruck. Sind die Schultern hochgezogen und der Kopf verschwindet, so dass kaum noch Hals zu sehen ist, vermittelt das deutliches Unbehagen. Ein zustimmendes Nicken in einem Gespräch, kann Vertrauen erzeugen und Mitfühlen signalisieren. Und nicht zu vergessen: Auch mit unseren Frisuren, dem Bart, einer Brille, einer Kopfbedeckung sowie Make Up und Schmuck kommunizieren wir ganz deutlich.

Hände

#Hände #Körpersprache

Die wohl weltweit bekannteste Geste ist die „Merkel-#Raute“. Und was von vielen nur allzu oft belächelt wird, ist eine der stärksten und mächtigsten Gesten überhaupt. Bei der Raute bzw. dem Dach, werden die Hände zentral vor dem Körper gehalten. Die Fingerspitzen beider Hände berühren sich. Es sieht ein wenig so aus, als würde man beten, allerdings berühren sich die Handflächen nicht. Die Finger können leicht voneinander abgespreizt oder eng aneinander liegen. Diese #Geste strahlt Dominanz und ein hohes #Selbstvertrauen aus.

Ändert sich dieses Gefühl jedoch hin zu Unsicherheit, kann es sein, dass sich plötzlich die Finger oder Hände ineinander verschränken. Man hält sich dann, als Sicherheit, an sich selbst fest. Manchmal sogar so fest, dass die Knöchel ganz weiß werden. Die Handflächen aneinander reiben bedeutet übrigens, dass wir uns auf etwas freuen. Sieht es eher so aus, als würden wir uns die Hände waschen, so kann das jedoch auch, im entsprechenden Kontext, ein Zeichen für #Unsicherheit und der Suche nach Halt sein.

Sprache und Gestik gehen im Gleichschritt einher.

Beim #Händeschütteln kannst du einmal darauf achten, wie sich die Daumen bzw. Handflächen zueinander verhalten. Stehen beide Handflächen senkrecht? Oder hat einer der beiden den Handrücken oben? Dann wird derjenige der Dominantere sein. Am besten ist der ausgeglichene Handschlag, bei dem beide den Daumen oben liegen haben. Der Griff sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu lasch sein. Und es ist ein großer Vorteil, wenn deine Handfläche dabei trocken ist.

Bist du ein Typ, der gern mal die Hände in die Hosentaschen steckt? Dann versuche, dabei immer den Daumen draußen zu lassen. Ein wenig so, als würde er deine Hand am Rand der Hosentasche einhaken. Das wirkt positiv und selbstbewusst. Und wenn du nicht weißt, was du mit deinen Händen und Armen bei einem #Vortrag machen sollst: Lass sie einfach entspannt neben deinem Körper herunter hängen. Das ist immer noch besser, als krampfhaft einstudierte Gesten. Denn, wenn du selbst locker und entspannt bist, dann werden sich deine Arme und Hände ganz von allein beim #Sprechen mitbewegen.

Arme

#Arme #Körpersprache

Ist dir auch schon mal jemand begegnet, der sich auf einen Stuhl setzte und ganz selbstverständlich seinen einen Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls abgelegt hat? Das sagt bereits ganz deutlich etwas über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Arme aus. Man kann sie entweder eng am Körper halten und kleine #Bewegungen machen oder weite, ausufernde Armbewegungen vollführen und somit den gesamten Raum um sich herum einnehmen. Doch was bedeutet das alles bzw. was kann man daran ablesen?

Der Herr, der mit seinem Arm auch gleich den Nachbarstuhl für sich mit beansprucht, verfügt z.B. über einen relativ hohen #Selbstwert. Kleine Bewegungen und Einschränkungen sind nichts für ihn. Er weiß, wo es lang geht. Dem gegenüber gibt es jedoch Menschen, die man in einer Runde am Tisch fast übersieht, weil sie sich so klein machen. Die Arme sind eng an den Körper gepresst und bewegen sich, wenn überhaupt, nur mit dem unteren Teil ab dem Ellenbogen. Sie beanspruchen demnach nur wenig Raum um sich herum und ziehen sich zurück. Auch der Selbstwert ist hier eher gering.

Unsere Armbewegungen verraten, wie wir uns fühlen und wie es um unseren Selbstwert bestellt ist.

Nun kurz zu dem Thema: Die Arme vor dem Brustkorb verschränken. Viele interpretieren diese Geste als Ablehnung… weil sie das vielleicht irgendwo mal so gehört haben. Jedoch handelt es sich hierbei um gefährliches Halbwissen. Beim Thema #Körpersprache ist es extrem wichtig, immer den Gesamtkontext zu betrachten. Denn viele Menschen verschränken ihre Arme auch einfach nur, weil es für sie bequem ist. Führen wir jedoch ein #Gespräch und kommen auf ein bestimmtes Thema zu sprechen oder stellen unserem Gegenüber eine #Frage und derjenige verschränkt dann genau in diesem Moment seine Arme, kann man das durchaus als Reaktion auf das Vorangegangene interpretieren. Es deutet auf Unbehagen hin, Rückzug und wir schützen durch das Arme verschränken unsere empfindliche Körpermitte.

Auch bei den Armen ist es wieder so, dass alle Bewegungen entgegen der Schwerkraft Zufriedenheit ausstrahlen. Beim Gehen schwingen dann unsere Arme ganz wie von selbst. In Gesprächen gestikulieren wir mehr. Und wenn unsere Lieblingsmannschaft endlich ein Tor schießt, so schießen auch unsere Arme ganz von selbst in die Höhe. Bei Unwohlsein fallen unsere #Schultern und Arme nach unten. Man kann richtig zusehen, wie es in diesen Momenten aussieht, als würden schwere Gewichte an ihnen hängen.

Zum Schluss vielleicht noch ein interessanter Fakt: Droht uns Gefahr, so sorgt das limbische System in diesen Momenten ganz automatisch dafür, dass wir versuchen, uns mit unseren Armen zu schützen. Zum Beispiel halten wir in dem Moment, wenn es um uns herum irgendwo knallt, ganz automatisch zum #Schutz die Arme über den Kopf.