#Entfremdung

Ein Jahr #Corona. Seit einem Jahr nun hält das Virus unsere Welt in Atem und noch immer ist kein Ende in Sicht. Eher das Gegenteil scheint der Fall. Das Chaos wächst. Und dabei könnte es doch so einfach sein. Während in anderen Ländern die Impfung immer weiter voran schreitet, versinkt Deutschland in der Bürokratie. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Im Verlauf der Pandemie, in der Wirtschaft und auch emotional.

Als die Pandemie begann sagte ich: „Es fühlt sich an, als würden wir mitten in einem schlechten Katastrophenfilm stecken.“ Mittlerweile ist daraus eine nicht enden wollende Serie geworden. Eine Serie, bei der ich am liebsten Abschalten würde. Bei der ich mich frage, wer da eigentlich so ein unrealistisches Drehbuch geschrieben hat. Wer sich die oft platten Dialoge ausgedacht hat. Und wer die Akteure zum Großteil so schlecht gecastet hat.

Aber gut, zurück zum eigentlichen Thema. Entfremdung. Nach einem Jahr fühlt es sich für mich so an, als wäre das, was da draussen passiert, nicht mit meinem Leben vereinbar. Als wäre das alles nicht real. Und trotzdem weiß ich, dass es real ist. Surreal, oder? Und dabei spreche ich nicht unbedingt von den Maßnahmen und Restriktionen.

Nie hätte ich mir vorstellen können, dass Geschichte sich doch so wiederholen kann. Dass Menschen sich so voneinander entfremden. Dass sie sich gegenseitig anfeinden, angreifen und so viel Frust, Wut und Hass sichtbar wird.

Ein für mich sehr bewegendes Buch ist „The Stand“ von Stephen King. Darin geht es um ein tödliches Virus, welches die Welt in zwei Lager spaltet: Gut und Böse. Es war das erste Buch, dass ich von Stephen King gelesen habe. Und ich dachte damals: Wow! Was für eine faszinierende Geschichte! Damals hätte ich mir nie vorstellen können, dass ein Virus die Menschheit wirklich in diesem Maße spalten kann. Und doch ist genau das nun Realität.

Und alles fühlt sich mittlerweile so fremd an. Die Gesellschaft, in der ich mich immer relativ sicher und wohl gefühlt habe, wird nun extrem durchgeschüttelt. Macht mir das Angst? Nein, das nicht. Denn ich weiß, dass es letztendlich nach jeder Krise einen Aufschwung geben wird. Dass aus scheinbar Kaputtem immer wieder Neues entstehen kann. Was mich von Zeit zu Zeit mürbe macht, ist das Warten. Das scheinbar endlose Warten auf das Ende… das ja gleichzeitig wieder ein Anfang ist.

In der Presse kursiert derzeit das Wort #mütend. Das trifft es für mich nicht ganz. Ja, ich bin müde. Müde vom Warten. Doch wütend? Was erreiche ich dadurch, dass ich wütend bin? Wut erzeugt Stress. Stress führt dazu, dass mein Gehirn nicht mehr richtig arbeiten kann. Doch Denken ist wichtig, besonders in diesen Zeiten. Wut hindert mich daran, mich auf das vorzubereiten, was der Krise folgen wird. Und Wut hindert mich daran, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die wichtig und bedeutsam für mich und das Leben anderer sind.

Ja, alles fühlt sich irgendwie fremd an. Eine Entfremdung von der Routine. Von meinem alten Leben. Von alten gesellschaftlichen Strukturen. Doch ist nicht alles immer im Wandel und Veränderungen unterlegen? Also versuche ich, diese Entfremdung als etwas Positives zu sehen. Als eine Chance auf etwas Neues und Wunderbares. Und ich bin mir sicher, dass nach dieser Krise die Menschen auch wieder mehr zusammen wachsen werden. Dass wir wieder mehr aufeinander zugehen. Und ich hoffe, dass wir dann auch einander vergeben und gemeinsam nach vorn schauen können.

#ZeroCovid

Im Frühjahr letzten Jahres sah ich ein Video aus Wuhan. Es wurden unter anderem überfüllte Krankenhäuser gezeigt. Leere öffentliche Plätze, die von Menschen in weißen Schutzanzügen und mit Atemmasken gesäubert und desinfiziert wurden. Und ich fragte Mike: „Ist das ein Fake oder ist es wirklich so schlimm?“ Schon damals überkam mich ein ungutes Gefühl.

Das Virus kam kurz darauf auch in Europa an. Unsere Nachbarländer waren zum Teil extrem angeschlagen. Und alle schauten bewundernd zu uns nach Deutschland. Denn wir hatten schnell und effektiv gehandelt. Nach dem harten Lockdown hatten wir das Virus relativ gut im Griff. Die Sorglosigkeit des Sommers kam. Wissenschaftler warnten bereits vor einer größeren 2. Welle im Herbst und Winter. Es bliebe jedoch genügend Zeit, um sich darauf vorzubereiten und notwendige Änderungen und Anpassungen zu treffen. Doch die Rufe verhallten im Nirgendwo. Rechtzeitiges Handeln wurde versäumt oder aufgeschoben.

Der Herbst kam und das Virus nahm erneut Fahrt auf. Doch anstatt wieder schnell mit einem harten Lockdown zu handeln, verloren sich die Politiker in endlosen Diskussionen. Es schien, dass einer den anderen übertrumpfen wollte. Wie in einem schlechten Film. Doch das hier war die Realität. Das eigentliche Ziel war es doch gewesen, das Gesundheitswesen zu entlasten und die Wirtschaft nicht zu sehr einzuschränken. Doch einige Ministerpräsident:innen erkannten den Ernst der Lage zu spät. Der bis heute anhaltende Flickenteppich aus Regeln und Restriktionen, führte zu nachvollziehbarem Unverständnis und Empörung in der Bevölkerung. Immer wieder wurden Lücken gesucht. Der Lockdown „light“ schien die Lösung und es wurde auf Eigenverantwortung gesetzt. Doch nun müssen wir uns eingestehen, dass das alles nicht funktioniert hat. Die Maßnahmen waren zu „light“, alles geriet immer mehr außer Kontrolle. Und mit den neuen Mutationen, kommen nun noch größere Herausforderungen auf uns zu.

Die Menschen sind müde. Ich bin es auch. Und ein Ende des Ganzen scheint in weiter Ferne. Ich möchte endlich wieder unbeschwert raus, Freunde und Familie treffen und umarmen können, verreisen und vor allem wieder voll und ganz arbeiten dürfen. Und ich möchte unserer Tochter endlich auch die Schönheiten des Lebens da draußen zeigen können.

Und für all das, scheint es, meiner Meinung nach, nur eine funktionierende und relativ schnelle Lösung zu geben: ZeroCovid. Denn das Virus braucht einen Wirt, um überleben zu können. Es lebt von uns und unseren Kontakten. Doch ohne all das, stirbt es langsam aus. Und auch, wenn es anfangs extrem hart und Kräfte zehrend erscheint, nochmals für einige Wochen extrem zurückstecken zu müssen, so empfinde ich die Alternativen als noch viel zermürbender.

Schaffen wir es, zusammenzuhalten und gemeinsam (am besten europaweit) noch einmal ein paar herausfordernde Wochen zu überstehen, dann mit dem Wissen, dass danach alles wieder leichter sein wird. Dass ein möglichst unbeschwerter Sommer vor uns liegt. Dass wir dann endlich wieder durchatmen und wahrhaftig leben können.

Tagesrückblick

Jeden Abend, nachdem Mina eingeschlafen ist, nehme ich noch einmal mein Handy zur Hand, scrolle durch die unterschiedlichsten sozialen Netzwerke und Nachrichtenseiten und verschaffe mir einen Überblick über die Geschehnisse des Tages. Und momentan komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Wer bitte schreibt die Storyline für dieses und das letzte Jahr? So etwas kann man sich ja nicht ausdenken… die ganze Welt scheint ver-rückt und aus den Angeln gehoben. Hat man die eine Hiobsbotschaft gerade verarbeitet, kommt bereits die nächste ins Rollen. Ist ein Ende in Sicht?


In diesem Zusammenhang fällt mir ein Zitat aus der „Unendlichen Geschichte“ ein. Der Glücksdrache Fuchur erhält dort von der Zwergin eine Spritze. Er heult auf vor Schmerzen und sie ruft ihm zu: „Es muss weh tun, damit es heilen kann!“ Und ja, vielleicht ist es das. Vielleicht muss alles erst noch schlimmer werden, damit die Welt dann endlich heilen kann…


Ich schließe alle Apps und lege mein Handy zur Seite. Neben mir höre ich die ruhigen und tiefen Atemzüge unserer kleinen Tochter. Momentan ist sie noch so klein, dass sie von all dem da draußen noch nicht viel mitbekommt. Und wenn sie größer wird wünsche ich ihr, dass sie in einer liebevollen, gesunden und schönen Welt aufwachsen kann. Was mir momentan bleibt und Hoffnung gibt, ist die Zuversicht, dass letztendlich doch alles gut werden wird. 💛

Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Auswirkungen von Kommunikationsstörungen

#AusWirkungen #KommunikationsStörungen

In meinem Studium habe ich gelernt: #Störungen haben immer Vorrang! Und damit ist die gesamte #Kommunikation gemeint. Vom Gespräch angefangen über das Meeting bis hin zur Präsentation. Und das hat auch einen guten Grund. Denn, wenn Störungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation vorhanden sind, so werden diese auch immer vordergründig sein, auch wenn wir sie versuchen zu ignorieren oder wegzudrücken. Und in einer Situation mit mehreren Gesprächspartnern kann es sogar so weit kommen, dass sich die Störung auf nahezu alle anderen Personen überträgt.

Doch was genau sind Kommunikationsstörungen überhaupt und was haben sie für Auswirkungen? Beginnen wir mit den schwierigen Gesprächspartnern. Dieses Thema ist so spannend, dass ich darauf in einem anderen Beitrag noch einmal intensiver eingehen werde. Sie können z.B. dafür sorgen, dass Unruhe und Ärger entsteht, weil sie ständig dazwischen reden oder gar nicht erst zuhören.

Störungen können außerdem im Gesprächsablauf entstehen. Zum Beispiel, wenn die die Regeln der professionellen #Gesprächsführung nicht eingehalten werden. Oder die Gesprächspartner nicht auf das Thema vorbereitet sind. Besonders bei Streit- und Kritikgesprächen ist es wichtig, das Thema im Auge zu behalten, nicht zu sehr abzuschweifen und im besten Fall dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation zu folgen. Das bedarf jedoch alles einer guten Vorbereitung.

In der Kommunikation mit anderen, sollten Störungen immer Vorrang haben.

Eine weitere Störung kann auftreten, wenn einer der Gesprächspartner, oder auch mehrere, die Sachebene der Kommunikation verlassen und auf die Gefühlsebene gehen. Oder wenn Sender und Empfänger nicht auf derselben Kommunikationsseite sind. Dann kann es schnell zu #Missverständnissen kommen. Nehmen wir nur einmal an, der Sender sagt etwas rein auf der Inhaltsebene, um Informationen zu vermitteln. Das Gegenüber versucht jedoch, zwischen den Zeilen zu lesen und interpretiert das Gesagte als Angriff. Das Ergebnis: Das Reptiliengehirn in uns springt in den Überlebensmodus, wir haben den Drang zu flüchten oder in den #Kampf zu gehen und das Gespräch endet in einem Fiasko. Dasselbe kann auch passieren, wenn wir durch ein bestimmtes Thema getriggert werden und dadurch in alte Verhaltensmuster verfallen.

Letzten Endes möchte ich noch kurz die Störungen von außen erwähnen. Zum Beispiel eine schlechte Telefonverbindung, so dass man den anderen kaum versteht. Oder Störgeräusche, wie z.B. Straßenlärm oder eine rasselnde Klimaanlage. Auch ein nicht funktionierender Internetzugang oder eine fehlerhafte Präsentation können vom eigentlichen Thema ablenken.

Wichtig ist in all diesen Fällen: Versuche Störungen, sobald sie auftreten, den Vorrang zu geben und sie möglichst schnell zu beseitigen. Denn so lange unser #Gehirn mit dieser Störung beschäftigt ist, sind wir nicht in der Lage, dem Gesprächsablauf und Inhalt zu folgen. Versuche dich also im Vornherein gut vorzubereiten und rechne auch mit möglichen Störungen. Überlege dir dazu Alternativen und versuche, selbst nicht in Stress zu verfallen. Und stellst du bei dir selbst fest, dass dich etwas stört, dann sprich dieses Thema ruhig auch an. Sei dir deiner Reaktionen und Hirnprozesse bewusst und schaffe somit die bestmögliche Ausgangsposition, damit dein Gespräch zu einem wahren #Erfolg wird.

ErWartungen (Der Blick hinter die Kulissen)

#ErWartungen #DerBlickHinterDieKulissen

„Erwarte nichts von anderen, dann kannst du auch nicht enttäuscht werden.“ Ein Satz, den ich in schon oft gehört habe. Doch so einfach, wie er gesagt ist, ist es dann doch nicht umzusetzen. Und trotzdem habe ich dahin gehend schon viel erreicht. Denn das Thema Erwartungen, zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.

Wie oft war mein #Leben, auf Grund falscher Erwartungen, ein wahres Trauerspiel. Ganz besonders häufig in meiner Jugendzeit. Und doch habe ich jedes Mal etwas daraus gelernt. Und an jeder einzelnen Ent-Täuschung, bin ich ein Stück gewachsen.

Wusstest du eigentlich, dass es zwei Varianten von Erwartungshaltungen gibt? Zum einen gibt es da die #Vermutung, zum anderen den #Anspruch. Bei der Vermutung habe ich, auf Grund meiner eigenen Erfahrungen und Menschenkenntnis, eine gewisse Vorstellung davon, wie eine Situation ausgehen bzw. wie andere Menschen sich möglicherweise verhalten könnten. Beim Anspruch habe ich eine ganz klare Vorstellung davon, wie jemand anders sich zu verhalten hat.

Wer etwas erwartet, im Sinne eines Anspruchs, drückt die andere Person in eine Rolle, welcher derjenige vielleicht gar nicht entspricht. Es kann also passieren, dass der andere sich dadurch in seiner #Freiheit eingeschränkt fühlt. Das führt dann bei ihm zu Unwohlsein und Widerstand, wodurch er sich dann komplett verweigert, um seine #Autonomie zu schützen und zu behalten.

Allerdings kann es auch sein, dass er sich der Erwartung beugt, um die Harmonie zu bewahren oder als positiv wahr genommen zu werden. Allerdings wird dieser innere Widerstand gegen die Einschränkung der persönlichen Freiheit, der weiterhin in ihm brodelt, eines Tages an anderer Stelle aus ihm heraus brechen, um die eigene Autonomie wieder herzustellen.

So weit zur Theorie. Theoretisch weiß ich also, dass es nichts bringt, in Bezug auf andere Menschen Erwartungen zu haben. Und oftmals gelingt es mir auch, dem nachzukommen und mit dem zu leben, was sich mir bietet. Doch gerade bei sensiblen Themen, wenn ich in irgendeiner Art Unterstützung benötige oder, wenn ich mich selbst in meiner Freiheit eingeschränkt fühle, verfalle auch ich in den Widerstand oder die Erwartungshaltung gegenüber anderen. Und das endet zumeist in einem riesen Chaos. Und ja, ich sollte es besser wissen… doch manchmal bin ich auch nur ein Mensch und keine „Expertin“. Dann bestehe ich auf meinem eingebildeten Recht, dass andere doch auch mal was für mich tun können. Und dann erwarte ich bestimmte Verhaltensweisen, und das, obwohl ich es besser weiß.

Und blicke ich im Nachhinein zurück auf die Situation, dann sehe ich ganz klar, dass ich meine Bedürfniserfüllung, die ich durch Erwartungen auf andere projiziere, nur auf mich selbst richten kann. Ich kann und ich möchte auch gar niemanden dazu zwingen, mein Leben zu führen. Denn jeden von uns gibt es nur ein Mal auf dieser Erde. Mit dem Gesamtpaket unserer Erfahrungen, Werte und Ansprüche. Und welche Person weiß am besten, was dir gut tut? Das weißt nur du selbst. Und jeder von uns lebt in seiner eigenen Realität. Und somit kann niemand wissen, was du gerade denkst, fühlst oder brauchst, wenn du es nicht nach außen trägst. Wenn du dich anderen nicht mitteilst. Und selbst dann läufst du Gefahr, dass deine Erwartungen nicht erfüllt oder enttäuscht werden.

Deshalb hilft nur, weiterhin deine Erlebnisse für dich selbst zu reflektieren. Entsprach das, was du erwartet hast, einer gerechtfertigten Vermutung? Oder war es lediglich nur dein alleiniger Wunsch? Wenn du dir zukünftig diese Fragen stellst, kannst du falsche Erwartungen schneller entlarven. Und schau, was dein wirkliches #Bedürfnis dahinter ist. Kannst du es dir vielleicht sogar selbst erfüllen? Denn andernfalls gerätst du in eine #Abhängigkeit, die dir, besonders auf lange Sicht, nicht gut tut.

Also sorge gut für dich und halte dich zukünftig möglichst von Erwartungen fern. Reflektiere dich selbst immer wieder und wachse an deinen Erfahrungen. Äußere #Bitten und #Wünsche, aber habe nicht gleichzeitig den Anspruch auf Erfüllung. Dann wirst du letzten Endes glücklicher, zufriedener und ausgeglichener sein.

Diskussions- und Streitkultur (Der Blick hinter die Kulissen)

#DiskussionsUndStreitKultur #DerBlickHinterDieKulissen

In meiner Studienzeit habe ich mich intensiv mit den Thema zwischenmenschliche #Kommunikation beschäftigt. Ich war damals in einen Kreis von Menschen integriert, die es liebten, stundenlang miteinander zu diskutieren. Anfangs war ich in dieser Runde lediglich Beobachter. Später jedoch, fand ich selbst Gefallen daran. Dinge zu hinterfragen, logisch zu denken und mit anderen, ganz entspannt, in den kommunikativen Austausch zu gehen. Bis heute ist es mein Anliegen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Oft einfach nur aus Interesse und des Dialogs und Austauschs wegen. Und nicht, um unbedingt Recht zu bekommen oder am Ende ein gemeinsames Ergebnis zu erhalten. Manchmal stehen verschiedene Meinungen auch nur einfach nebeneinander und es wird kein Konsens gefunden. Und das ist auch vollkommen okay so.

Was ich jedoch immer öfter wahrnehme, ist, dass ein richtiger #Dialog und Austausch untereinander immer seltener möglich ist. Denn, um in den gemeinsamen Austausch zu gehen, muss die Bereitschaft dazu von beiden Seiten aus vorhanden sein. Sobald auch nur einer der Gesprächspartner nicht die Bereitschaft dazu hat, wird das #Gespräch zum Machtkampf. Dann geht es nur noch darum, Recht zu haben. Den anderen von seiner Meinung überzeugen zu wollen. Andere Ansichten gar nicht erst anzuhören, geschweige denn, sie zuzulassen. Und dann diskutiert man auch nicht mehr auf Augenhöhe. Oft sinkt das Niveau dann unter die Gürtellinie. Es werden persönliche Angriffe gefahren oder Gesprächspartner erniedrigt, so dass man sich selbst über sie stellt.

So macht der kommunikative Austausch keinen Spass mehr. Er verliert an Attraktivität und macht dann auch keinen Sinn mehr. Denn was bedeutet es eigentlich, miteinander zu diskutieren? Geht es allein darum, #Recht zu haben und seine Meinung durchzudrücken? Nein. Es geht viel mehr darum, ein #Gespräch bzw. einen Dialog zu führen, in welchem ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt steht und jede Seite ihre Argumente vorträgt. Und genau da, ist schon der erste wichtige Punkt. Es sollte immer nur EIN Thema im Mittelpunkt stehen. Viele schweifen in #Diskussionen vom eigentlichen Thema ab und holen immer neue Themen mit hinein. Da verliert man schnell den Durchblick und das Gespräch gerät am Ende vollkommen außer Kontrolle.

Und dann gelangt man leicht, von der Darstellung der eigenen Position, in eine #Rechtfertigung. Doch was genau ist eigentlich der Unterschied? Kurz gesagt: Es ist die innere Einstellung. Die Art und Weise, wie du deinen Standpunkt darstellst. Fühlst du dich angegriffen und hast du den Drang, dich zu verteidigen? Oder bleibst du ruhig und triffst lediglich eine klare Aussage, in welcher das Thema „Schuld“ keine Rolle spielt? Gerätst du in den Rechtfertigungsmodus, machst du dich entweder selbst kleiner oder auch größer. Es ist also keine Kommunikation auf Augenhöhe. Bei einer Rechtfertigung schwingen oft auch Unsicherheit und #Schuldgefühle mit. Eine Erklärung hingegen, entspringt einem reinen Gewissen. Allerdings muss man erwähnen, dass deine Erklärung oder Begründung auch als Rechtfertigung von deinem Gegenüber gesehen werden kann. Je nachdem, wie dein Gesprächspartner deine Aussage für sich interpretiert.

Doch noch einmal kurz zurück zu den Grundlagen der Diskussion, die meiner Meinung nach wichtig sind, um überhaupt einen Dialog führen zu können. Eine weitere Voraussetzungen für einen guten Diskussionsstil und eine gute Streitkultur, sind gegenseitiger #Respekt. Dazu gehört auch, dass andere Meinungen angehört und zugelassen werden, auch wenn sie der eigenen Meinung widersprechen. Ein respektvoller Umgang miteinander, kann auch in Streitgesprächen vorhanden sein. Es geht dabei vor allem darum, den anderen ausreden zu lassen, ihm wirklich zuzuhören und möglichst sachlich auf die Argumente einzugehen. Und wie gesagt, muss das Ergebnis einer Diskussion nicht zwingend ein Konsens oder Kompromiss sein. Mein Wunsch dabei ist es, ein Thema auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Wie gesagt bin ich ein Mensch, der dem Dialog und Diskussionen nicht aus dem Weg geht, sie manchmal sogar sucht, um neue Sichtweisen zu erhalten. Doch ermüdet es mich ungemein, wenn meinen Gesprächspartnern die Etikette des Diskutierens nicht wichtig ist. Wenn es lediglich darum geht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen oder den anderen von seiner Sichtweise zu überzeugen. Wenn nicht mal die Bereitschaft dazu da ist, auch einmal den Blickwinkel zu verändern. Neue Perspektiven einzunehmen und diese in Ruhe zu überdenken.

Wenn man sich über andere stellt und nicht die Augenhöhe bewahrt. Denn dann, kann man nicht in den Dialog treten. Dann bleiben einem neue Sichtweisen verborgen. Und dann besteht die Gefahr, dass man um sich herum nur noch das wahrnimmt, was man selbst auch vertritt. Man sich in seiner ganz eigenen „Bubble“ befindet und nicht mehr über den Tellerrand hinaus schaut.

Ist man jedoch wirklich an einem Dialog interessiert, so besteht die Möglichkeit, ganz neue Welten zu entdecken, die einem sonst verborgen geblieben wären. Und dann kann man sich auch mal mit jemandem so richtig streiten und trotzdem noch befreundet sein. Denn eine gute Diskussion bleibt immer auf Augenhöhe und ist von gegenseitigem Respekt geprägt. Und das gehört für mich auch zu einer guten Freundschaft und Beziehung zueinander dazu.

BreiFreie Beikost (Der Blick hinter die Kulissen)

#BreiFreieBeikost #DerBlickHinterDieKulissen

Seit ich von meinen #Nahrungsmittelunverträglichkeiten weiß, spielt die #Ernährung in meinem Leben eine wichtige Rolle. Und seit der Geburt unserer kleinen Tochter, ist dieses Thema nochmal ein kleines Stückchen mehr in den Mittelpunkt gerutscht. Denn natürlich möchten wir, dass sie von Anfang an so gesund wie nur möglich aufwächst und sich auch dementsprechend ernährt. Deshalb war das #Stillen für uns sehr wichtig. Zum Glück hat bei uns dahingehend auch alles geklappt. Die WHO empfiehlt, Babies bis zum 6. Monat ausschließlich zu stillen, damit sie mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden.

Doch langsam rückte der Start der #Beikost immer näher und ich begann, mich allumfassend darüber zu informieren. So recherchierte ich zum Thema Stillen und Beikost und fand sehr interessante und aufschlussreiche Beiträge, die jedoch in die unterschiedlichsten Richtungen gingen. Natürlich ist das Thema #Brei dabei allgegenwärtig und steht im Vordergrund. Überall, wo man hin schaut, gibt es Brei in Gläschen zu kaufen. Doch dann stieß ich auf ein Thema, das meine Aufmerksamkeit ganz besonders weckte: Breifreie Beikost.

Diese Beikost, die ohne Brei auskommt, wird auch als Baby Led Weaning (#BLW) bezeichnet. Dabei wird vollkommen auf Brei verzichtet und das Baby isst sozusagen einfach vom #Familientisch mit. Man umgeht also das lästige Gläschen kaufen oder Brei kochen. Das Baby isst mehr oder weniger selbstbestimmt und entscheidet selbst, was und wieviel es essen möchte. Es wird also nicht gefüttert, sondern es isst selbst. Dabei bleibt das Stillen nach wie vor die Hauptmahlzeit, so lange sich Mutter und Kind damit wohl fühlen.

Was für ein spannender Ansatz. Mike und ich sprachen darüber und entschieden uns dafür. So starteten wir langsam im 6. Monat und boten unserer Kleinen erst kleine Nahrungshäppchen an. Den Anfang machte gedünstetes Gemüse und weiches Obst. Als das gut funktionierte, kamen Waffeln, Brot und Pancakes dazu. Und seit einer ganzen Weile, isst sie nun mit uns gemeinsam. Natürlich sind ihre Portionen dabei ohne Zucker und Salz. Am Liebsten isst sie momentan Brot, Weintrauben, Nudeln und Fleisch. Achja, und puren Joghurt liebt sie auch über alles.

Jedoch gibt es für uns als Eltern natürlich auch die ein oder andere Aufgabe zu bewältigen. Bevor wir mit der Beikost begannen, haben wir beide einen Baby-Erste-Hilfe-Kurs besucht. Damit wir genau wissen, was wir zu tun haben, sollte sich unsere Kleine doch einmal #verschlucken. Seit dem Beikoststart hat sie sich 4 Mal richtig doll verschluckt, so dass wir sie über unseren Oberschenkel mit dem Kopf nach unten legen mussten und sie dadurch das verschluckte Essen wieder hervor brachte. Natürlich steigt da der Adrenalinspiegel, aber die Nahrungsstückchen kamen jedes Mal sehr schnell wieder heraus. Und jedes Mal hat es uns daran erinnert, beim #Essen noch genauer hinzuschauen. Ist das Stückchen auch weich genug bzw. hat es die richtige Größe? Und wie schaffen wir es, dass sie beim Essen nicht herum kaspert?

Natürlich gibt es von außen auch immer wieder die Frage: „Und? Isst sie schon schön Brei?“ Und wir antworten dann: „Naja, vielleicht mal ein bisschen Kartoffelbrei. Ansonsten liebt sie Weintrauben, Waffeln und ein saftiges Stück Fleisch.“ Die Blicke der anderen in dem Moment sind unbezahlbar. Doch wir fahren gut mit dem breifreien Konzept. Und unsere Kleine liebt es auch, selbstbestimmt zu essen und mit uns gemeinsam am Tisch zu sitzen.

Und noch etwas: Wir sind mittlerweile dazu gezwungen, unser eigenes Essverhalten auch noch einmal genauer anzuschauen. Was und wie essen wir eigentlich? Das Prinzip ist ja, dass unsere Kleine vom Familientisch mit isst. Das heisst, sie bekommt all das, was wir auch essen. Und das fordert sie natürlich auch ein. So überlegen wir uns mittlerweile zwei Mal, ob es jetzt wirklich das Stück Kuchen oder das Eis sein muss. Wieviel Salz und Zucker wir an unser Essen machen. Ob das Essen wirklich mit Butter, oder doch lieber mit gesünderem Pflanzenöl zubereitet werden soll. Und natürlich bemühen wir uns auch, regelmäßig zu Essen.

Und das alles kommt uns nur zu Gute. Denn eine bewusste und gesunde Ernährung, sorgt für ein gutes Körpergefühl und eine entspannte Seele. Und so macht unsere Kleine uns wieder ein Stück mehr zu besseren und bewussteren Menschen.

WendePunkte

#WendePunkte #DerBlickHinterDieKulissen

Manchmal kommst du in deinem #Leben an einen Punkt und du weißt, du musst eine #Entscheidung treffen. Etwas muss sich verändern. Vielleicht hast du schon länger das Gefühl, dass etwas anders werden muss, aber kannst es noch nicht so richtig greifen. Und so vergehen Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre, in denen du dich einfach dem fügst, was ist. In denen du lediglich reagierst und dich manchmal fühlst, wie die Kugel in einem Flipper-Automaten. Doch nach und nach frisst sich diese #Unzufriedenheit immer weiter in dein Herz und deine Seele. Deine Energie schwindet. Dein positives Lebensgefühl auch.

Und irgendwann bemerkst du, dass alles um dich herum an Farbe verloren hat. Und du fragst dich, wie du überhaupt dort hin gelangen konntest. Wie du für so lange Zeit in diesem Zustand leben konntest. Und du stellst fest, dass die vergangene Zeit nicht mal mehr dem Wort Leben gerecht war. Du beginnst dich selbst zu fragen, was aus dir geworden ist. Du warst doch einmal so stark und lebensfroh. Andere haben dich immer um deine positive Lebenseinstellung beneidet. Wie konnte es nur so weit kommen?

Vielleicht findest du in diesem Moment noch keine Antwort auf deine Frage. Denn oft erkennen wir die Dinge erst im Nachhinein. Doch das ist momentan nicht wichtig. Wichtig ist, dass du erkannt hast, dass sich etwas ändern muss. Und dass sich nichts verändern wird, solange du nicht selbst die Initiative ergreifst. Du für dein eigenes Denken und #Handeln nicht zu 100% die #Verantwortung übernimmst. Du überlegst, was du brauchst, um dich wieder besser zu fühlen. Vielleicht kannst du auch das noch nicht wirklich beantworten, doch du weißt, dass du zu allererst die jetzige Situation verlassen musst, um überhaupt eine Chance auf wirkliche Veränderung zu haben.

Doch Veränderungen brauchen vor allem auch #Mut. Stärke. #Selbstbewusstsein. Und vielleicht ist dir genau das in den letzten Jahren verloren gegangen. Aber das brauchst du, um die Situation überhaupt erst verlassen zu können. Doch du traust dich nicht. Und du beginnst, dir selbst alles schön zu reden. Es ist ja eigentlich auch gar nicht so schlimm. Schau doch mal, wie gut ich es eigentlich habe! Mich hätte es auch viel schlechter treffen können. Und du raffst dich nochmal auf. Versuchst, weiter mit der jetzigen Situation klar zu kommen. Das Positive darin zu sehen. Du kämpfst für das, was irgendwann einmal so viel versprechend begonnen hat. Als alles noch schön war und du dieses Leben genau so wolltest. Und du begreifst, dass du genau das zurück willst. Dieses Gefühl der #Leichtigkeit, des Lachens und der #Zufriedenheit.

Und irgendwann später… Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre… erkennst du, dass du dir selbst die ganze Zeit nur etwas vor gemacht hast. Dass dieses farbenfrohe Bild schon lange nicht mehr existiert und um dich herum schon längst alles schwarz ist. Und nicht nur das, denn jetzt bist du auch noch ausgebrannt, weil du diesem untragbaren Zustand viel zu lange ausgesetzt warst. Du steckst in einem schwarzen Loch. In einer Abwärtsspirale. Und vielleicht bist du jetzt an dem Punkt angelangt, an dem es nur noch zwei Wege gibt: Entweder, dich von dieser Abwärtsspirale immer weiter in den dunklen Abgrund ziehen zu lassen oder endlich deine letzte Energie zusammensuchen, um den Absprung doch noch irgendwie zu schaffen.

Du weißt, dass das vielleicht deine letzte Möglichkeit ist, lebend aus all dem Chaos heraus zu kommen. Doch du hast Angst. #Angst vor der Veränderung. Denn Veränderungen bringen immer auch #Ungewissheiten mit sich. Wer weiß, ob das, was kommt, wirklich besser ist? Vielleicht gibt es ja auch gar keinen Ausweg? Vielleicht schaffe ich es ja auch gar nicht? Und dann taucht es wieder vor deinem geistigen Auge auf. Das Bild von damals, als du noch stark und voller Energie warst. Und genau das ist jetzt dein Antrieb. Da möchtest du wieder hin.

Und mit dem letzten Funken Energie in dir bäumst du dich ein letztes Mal auf. Du weißt, das sich vor dir ein langer und beschwerlicher Weg befindet, voller Stolperfallen und Hindernisse. Doch Mut ist stärker als Angst. Und so konzentrierst du dich auf den ersten Schritt nach vorn. Und dann auf den zweiten. Schritt für Schritt. Und mit jedem geschafften Schritt wächst deine #Zuversicht. Und die Freude darüber, dass du endlich wieder in Bewegung bist. Der Weg ist dein #Ziel. Und ganz tief in deinem Herzen spürst du: „The light at the end is worth the pain. I’m on my way. I’m on my way.“

——

Ich denke, fast jeder von uns hat schon einmal Momente in seinem Leben gehabt, in denen er nicht mehr weiter wusste und an einem Wendepunkt stand. Entweder lebe ich dieses Leben weiter, obwohl es mich unglücklich macht, oder ich nehme all meinen Mut zusammen und verändere die Situation. Ohne zu wissen was kommt. Ohne sicheren Ausgang. Manche schaffen diesen Schritt. Andere nicht. Jeder ist in diesem Sinne für sein eigenes Handeln und Leben verantwortlich.

Ich selbst habe bereits einige Wendepunkte in meinem bisherigen Leben gehabt. Und ich habe Menschen in meinem näheren Umfeld, die zum Teil ganz extreme Veränderungen in ihrem Leben bewältigt haben. Doch kenne ich auch nach wie vor Menschen, die zwar ein unglückliches Leben führen, sich jedoch (noch) nicht trauen. Denen die eigene Angst vor dem „Was kommt danach?“ (noch) im Weg steht.

Und denen, die sich (noch) nicht trauen. Die (noch) nicht bereit sind für die anstehende Veränderung. Denen möchte ich mit auf den Weg geben: Mut ist immer stärker als Angst! Trau dich! Sei mutig! Tu den ersten Schritt heraus aus dem Dunkel! Hab #Vertrauen in dich, deine Entscheidungen und in deinen Weg! Und am Ende wirst du dich fragen, wieso du überhaupt so lange gewartet hast.

WendePunkt

#WendePunkt #StoryTelling

Jede gute #Geschichte lebt von einem Wendepunkt. Etwas Unvorhersehbaren. Etwas, wo dir der Atem stockt und du denkst: „Waaaas?!“ Ich denke, fast jeder hat schon mal etwas davon gehört, dass es in einer Geschichte einen Höhepunkt geben soll. Etwas, worauf die Handlung hin arbeitet. Der „Wow“-Moment. Doch ein Wendepunkt hat noch einmal eine ganz andere Wirkung. Vor allem, wenn er an einer Stelle eintritt, wo du nicht damit rechnest. Denn den Wendepunkt kannst du ganz unterschiedlich in deiner Geschichte platzieren.

Zum Beispiel könntest du gleich mit dem Wendepunkt deiner Geschichte starten. Ihn direkt an den Anfang setzen: „Ich drehte mich um… und plötzlich, war sie verschwunden. Nur noch einer ihrer roten Schuhe, lag auf dem Asphalt.“ Mit einem Wendepunkt als Einstieg, fesselst du, vom ersten Moment an, dein Publikum. Du baust sofort #Spannung auf. Und man möchte unbedingt wissen, was da passiert ist, wie es dazu kam und vor allem auch, wie es weiter geht.

Ein gut platzierter Wendepunkt in deiner Geschichte sorgt dafür, dass sie dem Publikum in Erinnerung bleibt.

Natürlich kannst du den Wendepunkt auch im Mittelteil deiner Geschichte setzen. Das ist dann eher der klassische Weg. Eine #Handlung wird Stück für Stück aufgebaut, bis sie sich plötzlich um 180 Grad dreht. Am besten wirkt es, wenn du etwa 2/3 der Zeit die Handlung aufbaust und nach dem Wendepunkt noch etwa 1/3 der Geschichte übrig ist.

Um dein #Publikum mit einem emotionalen Feuerwerk zu verabschieden, kannst du den Wendepunkt jedoch auch ganz ans Ende setzen. Du kannst z.B. eine Geschichte erzählen, in der es um deinen besten Freund geht. Du erzählst sie aus seiner Sicht. Es ist eine sehr bewegende und berührende Geschichte. Und dann sagst du ganz am Ende: „Und dieser Mann, von dem ich die ganze Zeit erzählt habe, ist nicht mein bester Freund. – Der Mann… bin ich.“ Wichtig ist dabei, dass du auch bis zum Schluss den emotionalen Spannungsbogen hältst, damit du beim Publikum auch wirklich einen Wow-Effekt erreichst.

Die Königsdisziplin sind Geschichten mit mehreren Wendepunkten. Ich erinnere mich dabei besonders an die Filme „Magnolia“ oder „Memento“. Oder auch der Klassiker „12 Monkeys“. Die Geschichten in diesen Filmen sind sehr komplex und werden aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und es gibt auch immer wieder Wendepunkte, bis sich schließlich am Ende alles auflöst. Aber zwischendrin dachte ich damals immer wieder: „Häh?!“. Diese drei Filme sind mir bis heute in Erinnerung geblieben und gehören seitdem zu meinen Favoriten.

Für den Alltagsgebrauch solltest du jedoch beachten, nicht zu viele Wendepunkte einzubauen, um deine Geschichte nicht zu anspruchsvoll zu machen. Denn bei einer Rede, kann man nicht einfach mal zurück spulen und sich die Szene noch einmal anschauen.