LEARNING #3: Sei offen für neue Menschen und Impulse.

Stell dir einmal vor, du würdest vollkommen isoliert von neuen Begegnungen leben. Einsam und zurückgezogen in den eigenen vier Wänden oder immer wieder nur in derselben Umgebung. Mit denselben Menschen. Ohne neuen Input. Und ohne die Sichtweisen anderer.

Was dann passiert ist, dass deine Gedanken und dein Denken extrem begrenzt werden. Dass du ausschließlich an alten Routinen und Sichtweisen hängen bleibst. Und dass sich deine Meinung immer weiter verhärtet.

Doch persönliches Wachstum bedeutet, sich auch mit den Gedanken anderer Menschen auseinanderzusetzen. In den Dialog zu gehen. Zu hinterfragen, zu diskutieren und sich auch immer einmal wieder in Streitgespräche begeben. Dabei geht es jedoch nicht in erster Linie darum, deine eigene Sichtweise zu vertreten, sondern auch offen zu sein für andere Meinungen. Die vielleicht sogar manchmal das absolute Gegenteil von dem sind, was du denkst und fühlst.

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so lebenswert machen.“ Dieses Zitat von Guy de Maupassant begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Und heute kann ich rückblickend sagen, dass es genau diese Begegnungen mit Menschen waren, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin. Und es ist ein lebenslanger Mehrwert, von dem ich auch weiterhin profitieren werde.

Manchmal haben mir sogar nur ganz kurze Begegnungen und Gespräche einen lebensverändernden Input gegeben. Die mich haben wachsen lassen. Die mein Denken erweitert und meinen Blick geöffnet haben. Die es mir ermöglicht haben, über den Tellerrand meiner eigenen kleinen Welt zu schauen und das große Ganze zu erfassen.

Ich kann dich deshalb nur dazu ermutigen, immer wieder offen zu sein für neue Menschen und Impulse. Neugierig auf neue Begegnungen und Gespräche zu sein. Und schau, was sie mit dir machen. Welche Denkmuster sie durchbrechen. Welche Fragen sie aufwerfen. Und welche neuen Sichtweisen und Wege sich dadurch für dich eröffnen.

Wer sind die Menschen, die bedeutsame Veränderungen in dir angerufen haben?

💛 World Mental Health Day 💛

Heute ist der Welttag für psychische Gesundheit – World Mental Health Day. Und wusstest du, dass insbesondere hochsensible Menschen der Gefahr unterliegen, psychisch krank zu werden? Depressionen zu bekommen oder in einem Burn-On/Burn-Out zu landen?

Hochsensible Menschen nehmen Gefühle und Emotionen besonders intensiv wahr. Sie haben den starken Wunsch, es anderen Menschen recht zu machen. Sie gehen oft über ihre eigenen körperlichen und seelischen Grenzen hinaus, nur, um dazuzugehören und nicht negativ aufzufallen oder anzuecken.

Aufgaben erfüllen sie mit einer ausgeprägten Perfektion und Tiefgründigkeit. Sie hinterfragen, analysieren und geben gern 200 Prozent, wenn sie für etwas brennen. Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten nehmen sie stark mit. Und sie haben leider oft auch verlernt, auf die Warnsignale ihres Körpers zu achten.

Deshalb ist es besonders für hochsensible Menschen so wichtig, zu erkennen, was ihre besondere Persönlichkeit ausmacht. Wie sie damit in Alltag und Beruf optimal umgehen und gut für sich sorgen können. Und wie es ihnen gelingt, sich abzugrenzen und ihre Hochsensibilität vom Fluch in eine wunderbare Gabe zu transformieren.

Etwa jede 5. Person ist hochsensibel. Wenn du es selbst nicht bist, dann hast zu 100% jemanden in deinem Umfeld, der eine hohe Sensitivität besitzt. Doch egal, ob hochsensibel oder nicht… psychische Gesundheit geht uns alle an!

Also betrachte dein Umgeld mit wachen Augen. Gehe aktiv auf Menschen zu, wenn du das Gefühl hast, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Und, wenn du selbst betroffen bist: Such dir bitte professionelle Unterstützung 💛

Intuition beruht auf Wissen und individuellen Erfahrungen.

Hochsensiblen Menschen wird eine ausgeprägte Intuition zugeschrieben. Doch bedeutet das, dass sich diese Intuition auf alle Lebensbereiche bezieht? Denn oft wird genau davon ausgegangen. Doch liegen die intuitiven Fähigkeiten hochsensibler Menschen hauptsächlich im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Intuition beruht immer auf Wissen und den gemachten Erfahrungen einer jeden einzelnen Person. Denn unabhängig vom expliziten Wissen, welches z.B. durch Bücher jedem zugänglich ist, spielt beim Thema Intuition vor allem das implizite, also nicht bewusst zugängliche Wissen, eine herausragende Rolle. Welche Erfahrungen hast du über deine Lebensjahre hinweg gemacht und welches individuelle Wissen hast du dir dadurch angeeignet, so dass du heute auf diesem Gebiet ganz intuitiv Entscheidungen treffen kannst?

Da hochsensible Menschen Sinnesreize und zwischenmenschliche Schwingungen besonders intensiv wahrnehmen, können sie Menschen sehr gut lesen. Sie spüren recht schnell, wenn etwas nicht stimmt. Sie erkennen Unstimmigkeiten, bevor sie überhaupt sichtbar werden. Und sie haben jahrelang Erfahrungen dazu sammeln können, wie Menschen in bestimmten Situationen reagieren. Durch ihre ausgeprägte Empathie können sie sich außerdem sehr gut in andere hinein versetzen.

Das alles führt dazu, dass ihre Intuition auf diesem Gebiet sehr stark ist. Es können somit Konflikte und Unstimmigkeiten sehr schnell aufgedeckt werden. Intuitiv wissen hochsensible Menschen sehr gut, wie sie andere motivieren und für etwas begeistern können. Und sie können dafür sorgen, dass in Teams und Unternehmen eine Wohlfühlatmosphäre und gegenseitiges Vertrauen entsteht.

Auf welchem Gebiet kannst du intuitiv sehr gute Entscheidungen treffen?

Kenne deine Grenzen.

Vielleicht bist auch du in einer Umgebung aufgewachsen, in der du gelernt hast, zu funktionieren. Dich anzupassen. Bloß nicht aufzufallen. Und deine eigenen Bedürfnisse zu verleugnen.

Wo du gespürt hast, dass deine Emotionen oft fehl am Platz waren. Und wo du gelernt hast, diese vor anderen Menschen zu verstecken. Zu maskieren. Und manchmal ging es vielleicht sogar so weit, dass du deine eigenen Emotionen vor dir selbst verleugnet hast und du sie als Schwäche ansahst.

Doch was passiert mit dir, wenn du deine Bedürfnisse immer wieder nach hinten drückst? Sie vielleicht gar nicht mehr wahrnimmst? Wenn du gelernt hast, immer wieder über deine körperlichen und seelischen Grenzen zu gehen? Um bloß nicht aufzufallen? Oder unbequem für andere zu werden?

Tief in dir drin spürst du, dass das nicht der richtige Weg ist. Dass deine Kräfte immer mehr schwinden. Dass du nicht wirklich dein Leben lebst. Du deine Lebensfreude verlierst. Und am Ende vielleicht sogar deinen Lebenssinn.

Deswegen: Spüre in dich hinein. Was sind deine wahren Bedürfnisse? Was brauchst du, um dich wohl zu fühlen? Um genügend Energie zu haben und wieder mehr Lebensfreude zu empfinden?

Kenne deine persönlichen Grenzen und traue dich, diese auch nach außen zu zeigen. Steh für dich und deine Bedürfnisse ein. Damit du wieder zurück zu dir und deiner Kraft findest und in einem Umfeld lebst, das genau das an dir schätzt.

Veränderungen gelingen nur gemeinsam.

Um Unternehmen wirklich zukunftsfähig zu machen, müssen alle an einem Strang ziehen. Es ist grundsätzlich toll, wenn Führungskräfte und einzelne Teammitglieder in Weiterbildungen und Coachings investieren. Doch Veränderungen können nur dann gelingen, wenn alle Beteiligten in den Prozess mit einbezogen werden.

Studien haben heraus gefunden, dass in den kommenden Jahren Soft Skills und emotionale Intelligenz essentiell für das Bestehen von Unternehmen sein werden. Hochsensible Menschen besitzen von Natur aus viele dieser Fähigkeiten, halten sich jedoch oft eher im Hintergrund, um nicht aufzufallen oder anzuecken.

Und es reicht in diesem Fall nicht, wenn ausschließlich in ein Coaching der hochsensiblen Menschen investiert wird. Die Gefahr von Ausgrenzung und Mobbing oder das letztendliche Scheitern der Umsetzung im Arbeitsalltag, sind dabei einfach zu groß.

Deshalb ist es wichtig, die Führungskraft, die Teammitglieder sowie alle anderen Beteiligten in das Coaching mit einzubeziehen. Immer wieder den gegenseitigen Dialog zu gehen. Anpassungen zu treffen, um langfristig wirklich effektive Veränderungen zu erreichen, von denen alle profitieren können.

In der Ruhe steckt eine ungeheure Anziehungskraft.

Gerade hochsensible Menschen haben diese wunderbare Fähigkeit: Ruhe auszustrahlen. Und das ist Gold wert in diesen doch so hektischen und ungewissen Zeiten. Wer Ruhe gibt, ist ein Fels in der Brandung. Er schafft Vertrauen und lässt Raum. Und das alles gibt anderen eine unglaublich große Sicherheit.

Ruhe gepaart mit der Fähigkeit, gut zuhören zu können, hat eine noch größere Macht. Denn Menschen tut es gut, über sich selbst und was sie beschäftigt, zu sprechen. Sich alles von der Seele zu reden. 

Als Jugendliche bin ich einmal über den Begriff des „seelischen Mülleimers“ gestolpert. Und oft hat es sich damals für mich auch genau so angefühlt. Da ich keine Grenzen setzen konnte, wurde ich viel zu oft vom Redeschwall anderer überrollt. Traute mich in dem Moment jedoch oft nichts zu sagen, weil ich es als unhöflich empfand. Danach fühlte ich mich fast immer ausgelaugt und erschöpft.

Heute weiß ich es besser und kann ganz bewusst mit dieser besonderen Fähigkeit umgehen. Kann Grenzen setzen. Anderen ein Energiepol sein ohne dabei selbst meine Energie zu verlieren. 

In meiner Arbeit als Coach kommt mir das alles sehr zu Gute. Meine Klient:innen lieben die Ruhe, die ich ausstrahle. Ebenso die Menschen in meinem Privatleben oder auch Fremde, denen ich in der Öffentlichkeit begegne. 

Wie ist das bei dir? Besitzt du die Fähigkeit, Ruhe auszustrahlen und wirklich zuhören zu können?

Interviewausschnitt: Hochsensibilität

Kristin, welchen Einfluss hat deine eigene Hochsensibilität auf deine Arbeit?

Hm, das ist eine gute Frage, die ich mir in der letzten Zeit selbst oft gestellt habe. Was wäre eigentlich anders, wenn ich nicht hochsensibel wäre und könnte ich dann überhaupt meiner Arbeit, als Coach und Zuhörerin, so nachgehen?

Dazu kommt, dass ich erst mit fast 30 auf das Thema Hochsensibilität gestoßen bin. Um diese Zeit war ich schon einige Jahre selbstständig. Doch ist es tatsächlich so, dass meine Hochsensibilität mir bis dahin nie bewusst war und ich meine Andersartigkeit eher immer als etwas Negatives empfunden habe. Erst in den letzten Jahren ist es mir endlich gelungen, meine Hochsensibilität als ein Geschenk anzusehen und sie in meiner Arbeit auch viel bewusster einzusetzen.  

Die besondere Fähigkeit, mich sehr schnell in andere Personen hinein versetzen zu können, habe ich, seit ich denken kann. Das wurde mir bereits zu Schulzeiten auch immer wieder bestätigt und ich glaube, genau das ist auch der Punkt, weshalb sich so viele Menschen in meiner Gegenwart so wohl fühlen. Weil ich sie wirklich in ihrer Ganzheit sehen und spüren kann.

Wie soll ich das genau beschreiben? Wenn ich einem Menschen begegne und mich mit ihm unterhalte bzw. ihm zuhöre, dann nehme ich sehr schnell wahr, was wirklich in diesem Menschen steckt. Ich kann dabei meiner Intuition zu 100% vertrauen. Jedoch darf ich auch immer noch lernen, dieses Gefühl dann wirklich auch zuzulassen. 

Jedenfalls, wenn ich mich mit einem Menschen wirklich beschäftige, z.B. während eines Coachings oder beim Zuhören, dann habe ich in mir ganz schnell ein Bild davon, wie für diesen Menschen die ganz eigene Lösung aussieht. 

Und im Coaching ist es dann meine Aufgabe, mein Gegenüber wertschätzend, motivierend und einfühlsam durch den individuellen Prozess hin zur eigenen Lösung zu begleiten. Denn würde ich mein Gegenüber gleich zu Beginn mit dem, was ich sehe und wahrnehme, konfrontieren, so wäre das Ergebnis eine heillose Überforderung, die höchstwahrscheinlich in einer Abwehrhaltung endet. Und um genau das zu verhindern, gehen wir dann gemeinsam den Weg der Veränderung, Schritt für Schritt, im jeweils angemessenem Tempo.

Ich denke, dass ich durch meine Hochsensibilität besonders gut darin bin, andere Menschen wertschätzend zu führen und mich dabei in sie selbst und ihre individuellen Situationen hinein zu versetzen. Durch meine extrem ausgeprägte Fähigkeit, wirklich zuhören zu können, nehme ich auch kleinste Schwingungen zwischen dem Gesagten wahr. Dadurch werden dann oft Themen sichtbar, die nur unterbewusst vorhanden sind oder die vielleicht mit Absicht nicht ausgesprochen werden. Und letztendlich fügt sich dann alles zu einem Gesamtbild zusammen, welches mir dabei hilft, für mein Gegenüber den passenden Lösungsweg zu finden. 

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Interviewausschnitt: Coaching vs. Zuhören

Kristin, was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen deinem Coaching und dem Zuhören?

„Also, das ist eigentlich ganz einfach. Beim Zuhören übernehme ich eher die passive Rolle. Und beim Coaching bin ich aktiv am Prozess des Problemlösens beteiligt.

Beim Zuhören nehme mich selbst zurück und lass meinem Gegenüber viel Raum. Ich widme ihm die ganze Zeit meine volle Aufmerksamkeit. Ich höre aktiv zu, stelle lediglich Verständnisfragen, spiegel das Gesagte wider und teile, wenn der Wunsch danach besteht, auch gern meine persönlichen Gedanken mit. 

Bei meinem Coaching ist das da etwas anders. Da bearbeiten wir gemeinsam eine bestimmte Fragestellung zu den Themen Auftretenskompetenz, Kommunikation und Führung. Es geht darum, einen konkreten Lösungsweg zu finden. Diesen gesamten Prozess begleite ich als Coach. Dabei bestimmen meine Klient:innen das Ziel und den Inhalt des Coachings. Gegenüber dem Zuhören ist meine Rolle hierbei jedoch viel aktiver. 

Interessant jedoch ist, dass beim Coaching auch das Zuhören eine wichtige Rolle einnimmt. Denn nur dadurch bin ich überhaupt erst in der Lage, mich wirklich auf mein Gegenüber und die individuelle Fragestellung einzustellen.“

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Interviewausschnitt: Deine Zuhörerin

Kristin, wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du zukünftig auch als „Zuhörerin“ aktiv sein wirst?

Tja, das hat sich über die Zeit so ergeben. In meinen Coachings habe ich, über die Jahre hinweg, oft gemerkt, dass es meinen Klient:innen manchmal gut tut, sich auch einfach mal alles von der Seele reden zu können. Über Privates oder auch Geschäftliches in einem geschützten Rahmen zu sprechen. In diesen Stunden übernahm ich dann eher den passiven Part. Anfangs haben mich diese Stunden sehr verwirrt, da ich im Nachhinein dachte: ‚Oh nein, jetzt haben wir gar nicht wirklich miteinander gearbeitet!’ Doch meine Klient:innen verließen mit einem Strahlen im Gesicht die Coaching-Stunde.

Und da erkannte ich, dass es manchmal genau das ist, was Menschen brauchen. Ein offenes Ohr. Einen geschützten Raum, in dem sie sich einmal alles von der Seele reden können. Ein Gegenüber, das ihm bzw. ihr die volle Aufmerksamkeit entgegen bringt, aktiv zuhört sowie effektiv und wertschätzend den gesamten Prozess begleitet. Und so kam ich letztendlich auf die Idee, das Zuhören separat zu meinen Coachings anzubieten.

www.deinezuhoererin.com | #deinezuhörerin #aktiveszuhören #coaching #behindthescenes

Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.