🌿 Seelischer Mülleimer

Kennst du das Gefühl, wenn dich dein Gesprächspartner mit seinem Redebedürfnis förmlich überrollt? Wenn der Dialog plötzlich zum Monolog wird? Wenn dir das Gespräch zwar deine Energie entzieht, du jedoch aus Höflichkeit nichts sagst und dich am Ende vollkommen ausgelaugt fühlst?

Rückblickend habe ich in meinem Leben viel zu oft solche Situationen erlebt. Zum Glück gibt es jedoch einige Dinge, die du tun kannst, um dich zukünftig davor zu schützen.

Fällt dir noch etwas ein, das dir dabei hilft, dich besser abzugrenzen?

Netzwerken für hochsensible Menschen.

🌿 #Montagsimpuls

Netzwerken als hochsensible Person kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Oder auch einfach nur ein tolles Event, auf das du dich freust. Sobald viele Menschen und weitere Sinnenreize auf einem Raum sind, kommt es oft viel zu schnell zur Reizüberflutung. Was also kannst du tun, um dich auf genau solche Situationen besser vorzubereiten? Wie schaffst du es, sie sogar zu positiven Erinnerungen werden zu lassen? 

In meiner Vergangenheit war es oft so, dass eigentlich schöne Ereignisse immer auch mit etwas Negativem verknüpft waren. Zum Beispiel mit einer Migräne, Kreislaufbeschwerden, Magenschmerzen und so weiter… Erst, seit ich weiß, dass ich auf Grund meiner Hochsensibilität einfach mehr auf mich achten und mich besser vorbereiten darf, gelingt es mir, mich während des Events (und auch danach) noch einigermaßen gut zu fühlen. 

Und das kannst du auch. Hier ein paar Tipps von mir, wie für dich Events und Netzwerkveranstaltungen zukünftig zu angenehmen Erlebnissen werden können.

Was hast du für Erfahrungen gemacht?

Die eigenen Bedürfnisse erkennen.

Findest du dich öfter in Streitgesprächen wieder, in denen du vollkommen emotional reagierst und deine Reaktionen kaum unter Kontrolle hast? Fragst du dich vielleicht, weshalb es dir einfach nicht gelingen will, objektiv und sachlich zu bleiben? 

Vielleicht stecken hinter den Reaktionen von dir unerkannte und unerfüllte Bedürfnisse. Dabei ist die Erfüllung körperlicher und psychischer Bedürfnisse die Basis für ein gesundes und glückliches Leben. Bleiben sie über einen längeren Zeitraum hinweg unerfüllt oder vernachlässigt, so äußert sich das in Unzufriedenheit, Überforderung, Depression und kann im Extremfall sogar zum Tod führen.

Deshalb ist es so wichtig, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und für sie einzustehen. Das Erforschen deiner wahren Bedürfnisse ist ein spannender und manchmal auch sehr herausfordernder Prozess. Oft denken wir, sie zu kennen. Doch beim genaueren Hinschauen wird uns klar, dass letztendlich doch etwas ganz anderes dahinter steckt.

Heute bekommst du von mir eine kleine Anleitung dafür, wie du deine eigenen Bedürfnisse erkennen und erforschen kannst. Denn nur, wenn du dir ihrer bewusst bist, kannst du sie auch erfüllen.

Wenn du dir dabei meine professionelle Unterstützung wünschst oder zukünftig in Konfliktsituationen souverän reagieren möchtest, dann melde dich gern bei mir.

Und noch etwas Interessantes zum Schluss: In der Wirtschaft sind unerfüllte Bedürfnisse sehr nützlich, denn sie bringen Kreativität und Innovation hervor.

Die Verwendung einer positive Sprache verändert dein Mindset.

🌿 #MontagsImpuls

Die Verwendung einer positiven Sprache verändert dein Mindset. Denn Sprache wirkt unbewusst. Viel zu oft verwenden wir Floskeln oder Glaubenssätze, weil wir so aufgewachsen sind und uns deren wahrer Bedeutung gar nicht wirklich bewusst sind.

Was bedeutet es eigentlich, wenn wir immer von „Ich muss…“ sprechen. Oder in der Argumentation immer wieder das Wort „aber“ verwenden. Oder was passiert, wenn wir uns in unserer Sprache immer wieder auf das Negative fokussieren, z.B. indem wir zu Kindern sagen: „Fass das bitte nicht an!“?

Heute gibt es 5 kleine Impulse dazu, wie du mit Leichtigkeit eine positivere Sprache ihn deinen Alltag integrieren kannst.

Ich wünsche dir viel Spass dabei 🙂

Als ich die Wohnungstür hinter mir schloss…

…spürte ich, wie die Anspannung langsam von mir abfiel. Das Rauschen des Abends hatte ich noch in den Ohren und mein Herzschlag war deutlich erhöht. Doch selbst, als ich eine halbe Stunde später endlich im Bett lag, liefen mein Körper und mein Geist immer noch auf Hochtouren.

Großveranstaltungen, wie der Neujahrsempfang der IHK gestern Abend in Leipzig, sind für mich (und auch für viele andere hochsensible Menschen) immer wieder eine Herausforderung. Trotz der vielen bekannten Gesichter, der spannenden neuen Begegnungen und der unzähligen, wertvollen Gespräche hinterlassen sie doch auch ihre Spuren.

Durch die andauernde Überreizung in Form von Geräuschen, visuellen Reizen, der eigenen Aufregung und der vielen unterschiedlichen Energien im Raum, brauchen Körper und Geist am nächsten Tag viel Erholung und Ruhe. Das Problem dabei ist, dass sich das im Arbeitsalltag oft nur schwer umsetzen lässt.

Ich als Selbstständige kann mir, zum Glück, den Großteil meiner Termine selbst planen. Doch wie ist das in einem Angestelltenverhältnis? Wie sieht es aus, wenn sich die hochsensible Person selbst vielleicht gar nicht darüber bewusst ist? Oder wenn sie es zwar weiß, ihr Arbeitsumfeld jedoch keine Rücksicht darauf nimmt?

Häufiges Kranksein bis hin zum letztendlichen Burnout sind langfristige Folgen. Das schadet dem Unternehmen und vor allem der hochsensiblen Person selbst. Deshalb ist das Wissen über Hochsensibilität und Neurodiversität gerade in Unternehmen so extrem wichtig. Zu wissen, wie die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ticken, um sie zukünftig dabei unterstützen zu können, ihre wahren Potentiale zu entfalten.

Du möchtest mehr zu diesem Thema erfahren? Du wünschst dir dazu einen Vortrag oder ein professionelles Coaching von mir? Dann melde dich gern 🙂

LEARNING #8: Die Art deiner Sprache beeinflusst dein Mindset.

Seit ich mich mit dem Thema „positive Sprache“ beschäftige, fallen sie mir immer wieder auf: Formulierungen, die das Wort „nicht“ enthalten. Es sind auffallend viele Menschen, die diese Form der Sprache benutzen. Und ich bin mir sicher, dass die meisten davon sich dessen nicht einmal bewusst sind.

Was passiert eigentlich, wenn du einen Satz mit dem Wort „nicht“ liest oder hörst? Dein Mindset blendet das „nicht“ aus und konzentriert sich auf die Aussage, die verneint werden soll. Also konzentrieren wir uns genau auf das Gegenteil von dem, was eigentlich ausgedrückt werden sollte.

Deshalb möchte ich das Bewusstsein für eine positive Sprache wecken und achte selbst im Alltag und in meinen Coachings darauf, meine Gedanken positiv zu formulieren. Auch bei Kindern bringt es z.B. viel größere Erfolge, wenn du anstatt „Bitte NICHT rennen!“ einfach sagst: „Lauf bitte langsam.“

Oder noch ein anderes Beispiel aus der positiven Sprache. Was passiert, wenn du zu einem Kind sagst: „Du brauchst keine Angst zu haben.“? Die Aufmerksamkeit wird überhaupt erst auf die Angst gelenkt. Besser wäre es zu sagen: „Es wird alles okay sein.“ oder „Du bist ganz sicher.“ oder es einfach gar nicht erst thematisieren.

Achte doch einfach mal darauf, wo dir überall das Wort „nicht“ bzw. eine negativ geprägte Sprache begegnet. Und wie oft verwendest du sie eigentlich selbst?

LEARNING #7: Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche.

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit bin ich viele Dinge angegangen, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie wirklich funktionieren. Andererseits habe ich mich jedoch oft auch nicht getraut, etwas in die Tat umzusetzen. Ich hatte z.B. auch große Angst vorm Scheitern. Oder dass ich Fehler mache und die Menschen um mich herum dann mit dem Finger auf mich zeigen.

Als Perfektionistin wollte ich mich im Voraus immer gut absichern und alles richtig machen. Damit bloß keine Fehler entstehen. Schon während der Schulzeit konnte ich mit Fehlern nur schlecht umgehen und habe deshalb oft an mir gezweifelt. Und das zog sich durch mein Leben wie ein roter Faden.

Doch irgendwann erkannte ich, dass Perfektion an sich unerreichbar und auch gar nicht notwendig ist. So viele Menschen um mich herum dachten viel weniger nach als ich, bevor sie mit etwas begannen. Und ich fing an, Fehler zuzulassen. Ich erkannte sie als etwas Positives, was mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung half.

Plötzlich kam es sogar in Mode, Fehler zu machen. Aus dem Scheitern zu lernen. Überall ploppten die „FuckUp-Nights“ aus dem Boden. Und eines Abends stand ich selbst auf der Bühne und sprach über mein persönliches Scheitern. Ich war unglaublich aufgeregt und hatte plötzlich wieder große Selbstzweifel. Und ich war absolut überrascht darüber, wieviel positive Energie ich vom Publikum und auch im Nachhinein von Menschen, die meinen Vortrag später erst gesehen hatten, zurück bekam.

Ich erkannte, dass das Scheitern und das Fehler machen einfach zum Leben dazu gehört. Denn niemand ist unfehlbar! Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche. Denn letztendlich sind Fehler immer auch Interpretationssache. Was für den einen ein Fehler ist, ist für den anderen ganz normal.

Also kann ich auch gleich mein Mindset ändern und mir bewusst machen, dass ich aus meinen Fehlern lernen kann. Ich kann daran wachsen, meine Wege anpassen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Das bedeutet für mich persönliche Weiterentwicklung. Es bedeutet, zu leben.

Was sind deine Erfahrungen zum Thema „Fehler“?

Learning #2: Suche dir Menschen, die schon auf der Ebene sind, die du einmal erreichen möchtest.

Wie oft, in den Anfangsjahren meiner Selbstständigkeit, habe ich mir Ratschläge und Bemerkungen von Menschen angenommen, die mir nicht im geringsten einen Mehrwert gebracht haben. Da sie z.B. ein vollkommen anderes Mindset besaßen.

Dazu ein kurzes Beispiel: Angenommen, du möchtest dich selbstständig machen und unterhältst dich darüber mit jemandem, für das Angestelltsein das A und O ist. Für den Sicherheit und Struktur in seinem Alltag unabdingbar sind. Und dessen Glaubenssätze konservativ und nach den alten Strukturen ausgerichtet sind. Wie kann diese Person dich dazu ermutigen, deine Selbstständigkeit voran zu treiben und dir die richtigen Tipps geben?

In meinen 15 Jahren der Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es unglaublich wichtig ist, sich an Menschen zu orientieren, die sich bereits auf der Ebene befinden, wo du einmal sein möchtest. Die dir wertvolles Feedback geben können und dein Mindset verstehen. Die bereits viele Erfahrungen machen konnten und von deren Weisheit du profitieren kannst.

Suche deshalb ganz gezielt nach solchen Menschen. Geh auf Veranstaltungen, wo du sie antreffen kannst. Trete mit ihnen in persönlichen Kontakt, z.B. über die sozialen Netzwerke. Präsentiere dich ihnen ganz offen und authentisch und trau dich, sie um Rat zu fragen.

Auf diesem Wege habe ich in meinem Leben ganz wunderbare Menschen kennenlernen dürfen. Und manchmal reichte von ihnen bereits ein einziger Satz, um mich zum Nachdenken zu bringen, so dass ich letztendlich von ihnen profitieren konnte.

LEARNING #1 : Lass dir von niemandem sagen, was geht oder nicht geht.

Kennst du das auch? Du hast eine tolle Idee im Kopf, die es so vielleicht noch nicht gab. Und du hast Lust darauf, die Idee wahr werden zu lassen. Du erzählst einer anderen Person, vielleicht sogar aus deinem nahen Umfeld, davon und die Reaktion ist: „WAS?! Das kannst du vergessen… das wird nie funktionieren!“

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es zwar durchaus förderlich sein kann, sich mit anderen Menschen über seine eigenen Gedanken und Ideen auszutauschen. Jedoch darf ich selbst immer noch darüber entscheiden, ob ich die Gedanken meines Gegenübers auch annehme.

Denn wo wären wir heute, wenn jede Person nur dem gefolgt wäre, was bereits da war? Niemand kennt deine Idee so gut, wie du. Du bist der Experte oder die Expertin auf diesem Gebiet. Und ob etwas gelingt oder zum Scheitern verurteilt ist, wird sich immer erst mit der Zeit zeigen.

Natürlich ist es sinnvoll, dir Feedback und Unterstützung von anderen Menschen einzuholen. Doch entscheide du selbst darüber, welche Priorität sie wirklich für dich und die Umsetzung deiner Idee hat.

Ganz frei nach dem Spruch: „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

💛 World Mental Health Day 💛

Heute ist der Welttag für psychische Gesundheit – World Mental Health Day. Und wusstest du, dass insbesondere hochsensible Menschen der Gefahr unterliegen, psychisch krank zu werden? Depressionen zu bekommen oder in einem Burn-On/Burn-Out zu landen?

Hochsensible Menschen nehmen Gefühle und Emotionen besonders intensiv wahr. Sie haben den starken Wunsch, es anderen Menschen recht zu machen. Sie gehen oft über ihre eigenen körperlichen und seelischen Grenzen hinaus, nur, um dazuzugehören und nicht negativ aufzufallen oder anzuecken.

Aufgaben erfüllen sie mit einer ausgeprägten Perfektion und Tiefgründigkeit. Sie hinterfragen, analysieren und geben gern 200 Prozent, wenn sie für etwas brennen. Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten nehmen sie stark mit. Und sie haben leider oft auch verlernt, auf die Warnsignale ihres Körpers zu achten.

Deshalb ist es besonders für hochsensible Menschen so wichtig, zu erkennen, was ihre besondere Persönlichkeit ausmacht. Wie sie damit in Alltag und Beruf optimal umgehen und gut für sich sorgen können. Und wie es ihnen gelingt, sich abzugrenzen und ihre Hochsensibilität vom Fluch in eine wunderbare Gabe zu transformieren.

Etwa jede 5. Person ist hochsensibel. Wenn du es selbst nicht bist, dann hast zu 100% jemanden in deinem Umfeld, der eine hohe Sensitivität besitzt. Doch egal, ob hochsensibel oder nicht… psychische Gesundheit geht uns alle an!

Also betrachte dein Umgeld mit wachen Augen. Gehe aktiv auf Menschen zu, wenn du das Gefühl hast, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Und, wenn du selbst betroffen bist: Such dir bitte professionelle Unterstützung 💛