Unerkannte Hochsensibilität – Wenn Emotionen dich überwältigen…

Menschen, die sich ihrer eigenen Hochsensibilität nicht bewusst sind, laufen Gefahr, dass sie ihren Emotionen immer wieder hilflos ausgeliefert sind. Da sie Sinnenreize sehr stark wahrnehmen und ihr Gehirn viel intensiver auf positive und negative Einflüsse reagiert, kann es vorkommen, dass sie in ihrem Emotionen einfach oft „zu viel“ sind. Stimmungsschwankungen bis hin zu Extremen sind dann keine Seltenheit. Das ist für die Menschen in ihrem Umfeld oft sehr anstrengend. Und auch für die hochsensible Person selbst. 

Als ich noch nicht wusste, was meine „Andersartigkeit“ eigentlich bedeutet und ich mir nicht bewusst darüber war, wie mein Gehirn funktioniert, war auch ich immer wieder solchen extremen Gefühlen und Emotionen ausgesetzt. Ich war einerseits sehr schnell von etwas begeistert und euphorisch. Andererseits konnte ich mich aber auch extrem in Schmerz und Traurigkeit verlieren. 

Seit ich mich jedoch mit mir und meiner eigenen Hochsensibilität beschäftige und gelernt habe, gut auf mich zu achten, gut für mich selbst zu sorgen und erkannt habe, wo meine persönlichen Grenzen liegen, kann ich viel besser mit meinen Gefühlen und Emotionen umgehen. Ich bin ihnen nicht mehr einfach so ausgeliefert und kann rechtzeitig darauf reagieren.

Besonders im Arbeitsalltag ist es wichtig, sich seiner Selbst bewusst zu sein. Und das nicht nur, wenn es um das Thema Führung geht. Selbstreflexion, Abgrenzung und Selbstregulation helfen dabei, eine gute Balance zwischen den Extremen zu finden. Um die eigenen Potentiale optimal nutzen zu können. Und um in herausfordernden Zeiten nicht auszubrennen.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen dazu?

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Hochsensible Menschen können oft erst dann entspannen, wenn sich alle um sie herum wohlfühlen.

Die feinen Antennen hochsensibler Menschen sind fast immer auf Empfang. Selbst kleinste Nuancen und Veränderungen nehmen sie wahr, ob sie wollen oder nicht. Das kann gleichzeitig Fluch und Segen sein.

Die intensive Wahrnehmung ermöglicht es, sich gut auf andere Personen und Situationen einstellen zu können. Unstimmigkeiten oder sogar Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Außerdem sind hochsensible Menschen sehr gute Gastgeber und Gastgeberinnen. Durch ihre hohe Empathie können sie sich besonders gut in andere Menschen hineinversetzen und so ihre Bedürfnisse erkennen.

Doch gleichzeitig ist es so, dass dieses ständige Empfangen und Abchecken von Sinneseindrücken eine ziemliche Belastung darstellen kann, die nicht selten in Überreizung oder einer ausgeprägten Erschöpfung endet. Störungen werden intensiv wahrgenommen und wollen natürlich beseitigt werden. Denn nur dann, wenn wirklich alles harmonisch und stimmig erscheint, sind hochsensible Menschen überhaupt dazu in der Lage, sich auch wirklich zu entspannen. Doch grenzt das nicht bereits an Perfektionismus? Und ist es nicht so, dass Perfektion nie wirklich erreicht werden kann?

Deshalb gilt es für hochsensible Menschen einen guten Mittelweg zu finden. Was sind die Dinge, die du wirklich beeinflussen kannst? Und sind diese Dinge denn auch wirklich wichtig? Dieses Priorisieren kann dabei helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und es ist absolut okay, wenn Kleinigkeiten liegen bleiben oder Listen nicht komplett abgearbeitet werden.

Anfangs ist es vielleicht schwer, nicht die 100% anzustreben, die sonst dein „Normal“ waren. Doch nach und nach wird es immer leichter werden und du wirst immer häufiger Momente der Ruhe finden. Du weißt nicht, wie du all das in deinem Alltag umsetzen kannst? Dann melde dich gern bei mir und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Hochsensible Menschen dürfen lernen, sich selbst zu regulieren.

In unserer Gesellschaft haben nach wie vor hauptsächlich laute Menschen etwas zu sagen. Es geht um Schnelligkeit, Produktivität, ständige Bereitschaft und, und, und. Das Bild wandelt sich nur langsam und du kannst nicht erwarten, dass dein Umfeld auf deine Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Dazu kommt, dass viele hochsensible Menschen in ihrer Kindheit lediglich gelernt haben, ihre Emotionen und Sensibilität zu unterdrücken, anstatt damit umzugehen.

Viel besser ist es jedoch zu lernen, wie du dich selbst regulieren kannst, so dass du auch weiterhin in dieser lauten und schnellen Welt bestehen kannst. Muster, die wir bereits in unserer Kindheit erlernt haben, gehören jedoch zu unserer täglichen Routine. Anpassung, Verleugnung und das ständige Übertreten körperlicher und seelischer Grenzen sind nur einige davon. Doch auf Dauer macht uns das krank und es gilt, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Wir dürfen also lernen, wieder mehr auf unseren Körper zu hören. Merkmale der Überreizung frühzeitig erkennen und dem entgegen wirken. Was ist das, was dir gut tut? Vielleicht sind es Stille, Schlaf, Natur, Meditation oder Musik? Finde heraus, was du brauchst, um deine Überreizung möglichst schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen. Was du jederzeit und überall anwenden kannst.

Dann gelingt es dir auch, stressige und herausfordernde Situationen anzugehen und diese zu meistern. Ohne, dass du im Anschluss daran erst einmal 3 Tage krank bist.

Urlaub kann für hochsensible Menschen eine echte Herausforderung bedeuten.

Die Urlaubssaison des Jahres ist in vollem Gange. Doch was für viele endlich Erholung bedeutet, kann für hochsensible Personen eine echte Herausforderung sein.

Da beginnt es bereits mit der Planung des Urlaubs. Wie finde ich den passenden Ort mit dem richtigen Klima, der nötigen Ruhe und dem angenehmen Umfeld, so dass ich mich auch wirklich wohlfühlen und entspannen kann? Was muss ich alles mitnehmen? Und wenn ich nicht allein verreise: An was muss ich denken, damit sich der Rest meiner Familie auch wohl fühlt?

Ist die Planung vollendet, geht es schon Wochen vorher in die Umsetzung. Listen werden geschrieben, so dass auch nichts vergessen wird. Wäsche muss gewaschen werden, Dinge organisiert, die Wohnung urlaubsreif gemacht werden und, und, und. Und dann kommt die Reise an sich. Die schlaflosen Nächte davor, weil der Kopf voll mit Gedanken ist. Die Aufregung am Reisetag. Die lange Zeit unterwegs, das Ankommen vor Ort und das Abchecken, ob auch wirklich alles so ist, wie angekündigt.

Ein neuer Ort, vielleicht ein neues Klima. Eine neue Wohnung, ein neues Bett, neue Geräusche, neue Menschen und neue Routinen. Das alles bedeutet, dass ich mich ganz neu wieder ausrichten und anpassen muss. Mein Körper braucht dann erst einmal ein paar Tage, um sich von all dem Stress zu erholen. Und bin ich dann endlich im Erholungsmodus angekommen, geht es auch fast schon wieder nach Hause.

Momentan haben wir Glück, dass wir die Hauptreisezeiten noch vermeiden können. So nutzen wir lieber die ruhigeren Wochen, in den wir unsere Auszeit planen. Doch mit Kleinkind ist auch nochmal eine ganz andere Herausforderung. Meist stelle ich da meine Bedürfnisse, auch im Urlaub, erst an zweite Stelle. Was natürlich nicht immer gut ist…

Und trotz aller Herausforderungen liebe ich es, zu verreisen, um raus aus dem Alltag und der Großstadt zu kommen. Und die Auswahl des richtigen Orts und eine gute Vorbereitung helfen mir dabei, mich dann wirklich auch wohlfühlen zu können.

Was mir jedoch bisher fehlt ist etwas, wo ich direkt nach Urlaubsorten für hochsensible Menschen suchen kann. Hast du eine Idee?

Hochsensible Menschen haben oft verlernt, auf ihren Körper zu hören.

Dadurch, dass hochsensible Menschen oft Perfektion anstreben, sehr harmoniebedürftig sind und es gern allen Recht machen, gehen sie sehr oft über ihre körperlichen Grenzen und ignorieren die Warnsignale ihres Körpers.

Dabei ist Abgrenzung und Erholung gerade für sie extrem wichtig. Die eigenen Grenzen zu kennen und für diese auch einzustehen. Um nicht in eine Abwärtsspirale zu gelangen, die sie immer weiter nach unten zieht und letztendlich in einem Burn-Out endet.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Situation während meines Studiums. Es ging darum, Samstag Abend mit auf eine Party zu gehen. Normalerweise hätte ich, wie immer, einfach zugesagt. Doch zu dieser Zeit war ich extrem geschafft von meiner Woche voller Studium und Arbeit. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte zu meinem besten Freund, dass ich nicht mitkommen würde. Er wunderte sich und fragte, ob ich denn etwas anderes vor hätte. Und ich erklärte ihm, dass mir einfach nicht nach Party ist, ich lieber alleine zu Hause bleiben und mich bei einem guten Film entspannen und ausruhen möchte.

Es fiel ihm damals sehr schwer, das nachzuvollziehen und zu verstehen. Und doch akzeptierte er es. Nach vielen Jahren hat er mir dann erzählt, dass er rückblickend sehr beeindruckt von meinem „Nein“ war. Und dass er damals nie den Mut zu so etwas gehabt hätte.

Und dabei ist es doch so unglaublich wichtig, auf dich und deinen Körper zu hören und danach zu leben. Du brauchst eine ruhige Auszeit, möchtest einmal nur für dich sein und nicht auf diese Party gehen? Okay! Ein „Nein“ ist absolut in Ordnung. Steh zu dir und deinen Bedürfnissen und steh auch dafür ein.

PS: Kennst du eigentlich den Begriff Burn-On? Er ist sozusagen die Vorstufe des Burn-Outs. Da du keine Möglichkeit zur Erholung hast, raffst du ich immer wieder zusammen und gehst immer und immer wieder über deine körperlichen Grenzen. Und somit stehst du immer kurz vorm Burn-Out. Erkennst du dich darin wieder?

DramaQueen!

Wenn du als Kind deine Bedürfnisse äußerst und deine Emotionen zeigst… und letztendlich immer wieder als „DramaQueen“ oder „Sensibelchen“ bezeichnet wirst, dann beginnst du immer mehr, dein wahres Ich zu verleugnen. Denn wer möchte sich schon gern immer wieder falsch fühlen oder ausgegrenzt werden?

Gerade hochsensible Menschen fallen bereits in ihrer Kindheit durch ihre „Andersartigkeit“ auf. Sie sind sensibler, emotionaler, oft auch ängstlicher und wirken eher zurückgezogen.

Besonders in den jungen Lebensjahren ist es deshalb wichtig, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Die eigene, hohe Sensibilität wahrzunehmen, sie zu erkennen sowie Techniken und Methoden zu erlernen, mit denen es möglich ist, in unserer lauten und schnellen Welt einigermaßen gut zu leben.

Denn Hochsensibilität ist grundsätzlich eine Stärke. Und ja, es ist auch eine große Herausforderung. Wenn du selbst immer wieder von äußeren und inneren Reizen überwältigt und beeinflusst wirst. Insbesondere als Kind.

Und wenn du als Kind nicht bereits gelernt hast, mit deiner Hochsensibilität gut umzugehen, so wirst du als erwachsene Person immer wieder vor persönlichen Herausforderungen stehen. Doch gibt es auch für dich die Möglichkeit, deine Hochsensibilität anzunehmen und mit ihr gut leben zu lernen.

Denn letztendlich sind wir alle Individuen, die bestrebt sind, ein angemessenes Leben zu führen. Mit all den Chancen und Herausforderungen, die uns gegeben sind.

Kenne deine Grenzen.

Vielleicht bist auch du in einer Umgebung aufgewachsen, in der du gelernt hast, zu funktionieren. Dich anzupassen. Bloß nicht aufzufallen. Und deine eigenen Bedürfnisse zu verleugnen.

Wo du gespürt hast, dass deine Emotionen oft fehl am Platz waren. Und wo du gelernt hast, diese vor anderen Menschen zu verstecken. Zu maskieren. Und manchmal ging es vielleicht sogar so weit, dass du deine eigenen Emotionen vor dir selbst verleugnet hast und du sie als Schwäche ansahst.

Doch was passiert mit dir, wenn du deine Bedürfnisse immer wieder nach hinten drückst? Sie vielleicht gar nicht mehr wahrnimmst? Wenn du gelernt hast, immer wieder über deine körperlichen und seelischen Grenzen zu gehen? Um bloß nicht aufzufallen? Oder unbequem für andere zu werden?

Tief in dir drin spürst du, dass das nicht der richtige Weg ist. Dass deine Kräfte immer mehr schwinden. Dass du nicht wirklich dein Leben lebst. Du deine Lebensfreude verlierst. Und am Ende vielleicht sogar deinen Lebenssinn.

Deswegen: Spüre in dich hinein. Was sind deine wahren Bedürfnisse? Was brauchst du, um dich wohl zu fühlen? Um genügend Energie zu haben und wieder mehr Lebensfreude zu empfinden?

Kenne deine persönlichen Grenzen und traue dich, diese auch nach außen zu zeigen. Steh für dich und deine Bedürfnisse ein. Damit du wieder zurück zu dir und deiner Kraft findest und in einem Umfeld lebst, das genau das an dir schätzt.

Hochsensible Menschen reagieren stärker auf Stress.

Bei hochsensiblen Menschen können Sinnessreize im Gehirn nicht ausreichend gefiltert werden. Das bedeutet, dass selbst unwichtige Reize, wie z.B. die Gespräche am Nachbartisch, die Hintergrundmusik beim Einkaufen oder das Parfum des Gesprächspartners nahezu ungefiltert das Gehirn erreichen. Sie sindSie sind also ständig damit beschäftigt, diese Reize zu verarbeiten und in wichtig und unwichtig einzuteilen.

Das alles führt zu einer schnelleren Überreizung und kann sich in, welche sich in körperlichen Symptomen, wie z.B. Verspannungen, Kopfschmerzen, Kopfschmerzen, schneller Ermüdung oder Magen-/Darmbeschwerden äußern. äußern kannAuch bei Emotionen reagieren hochsensible Menschen stärker als der Durchschnitt. So kann es passieren, dass wir selbst positive Ereignisse, wie z.B. Überraschungen, Reisen oder Konzerte, nicht wirklich genießen können.

Um trotzdem in dieser schnellen und hektischen Welt bestehen zu können, ist es wichtig, dass sich hochsensible Menschendass sich hochsensible Menschen ausreichend Auszeiten und Ruheräume schaffen. Damit ihr Gehirn dazu in der Lage ist, die Eindrücke auch wirklich alle verarbeiten zu können.

Des weiteren helfen z.B. entsprechend angepasste Arbeitsumgebungen sowie die die rechtzeitige Ankündigung von Vorhaben oder Plänen. Denn,, wenn hochsensible Menschen sich gut auf die jeweilige Situation vorbereiten können und die entsprechenden Rahmenbedingungen gegeben sind, so so sind sie,, für eine bestimmte Zeit,, durchaus zu Höchstleistungen fähig und können flexibel auf Veränderungen reagieren.

Die eigenen Emotionen erkennen und akzeptieren.

Emotionale Intelligenz ist in Überbegriff für mehrere Fähigkeiten und umfasst ein breites Spektrum sozialer Kompetenzen. Eine wichtige Grundlage für Emotionale Intelligenz ist, die eigenen Emotionen zu erkennen und zu akzeptieren.

Denn nur, wenn wir überhaupt dazu in der Lage sind, können wir unsere Emotionen auch bewusst beeinflussen und dementsprechend handeln. Ist dies nicht der Fall, sind wir ihnen einfach nur ausgeliefert und werden von ihnen einfach überrollt. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass wir handlungsunfähig werden.

In Unternehmen ist Emotionale Intelligenz zukunftsweisend. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen und Gefühlen sollte dementsprechend Raum gegeben werden. Eine vertrauens- und respektvolle Atmosphäre unterstützt diesen Prozess.

Insbesondere hochsensible Menschen tun sich schwer damit, über ihre wahren Gefühle und Emotionen zu sprechen. Gerade dann, wenn sie damit in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht haben. Zum Beispiel, weil sie immer wieder zu emotional oder zu viel von etwas waren.

Deshalb ist es so wichtig, hochsensible Menschen in Unternehmen zu erkennen und entsprechend zu stärken, so dass sie wieder zu sich selbst finden und ihre wahren Potentiale entfalten können.

Kreativität fördert Innovation

Um in der heutigen Zeit auch zukünftig bestehen zu können, ist Innovation ein wichtiges Tool für Unternehmen. Mit Innovation kann Neues entstehen. Es kann flexibel auf Veränderungen reagiert werden. Neue Zielgruppen und Märkte können erschlossen und Unternehmenskosten gesenkt werden.

Eine wichtige Grundlage für Innovation ist Kreativität. Hochsensible Menschen besitzen diese Fähigkeit von Natur aus. Jedoch kann sie durch negative Lebenserfahrung oder ein falsches Arbeitsumfeld unterdrückt werden.

Deshalb ist es so wichtig, hochsensible Menschen in deinem Unternehmen zu erkennen und zu fördern, so dass sie ihre wahren Potentiale entfalten können. So sparst du außerdem Zeit und Kosten, weil du nicht erst einen aufwendigen Bewerbungsprozess starten und nach kreativen Menschen suchen musst.

Kennst du die hochsensiblen Menschen in deinem Unternehmen?