🌿 Newsletter #46 | Rückblick. | Was ich aus 17 Jahren Selbstständigkeit gelernt habe.

[Foto: Stephan Glathe, 2008]

Was ich meinem jüngeren Ich vor 17 Jahren gern gesagt hätte:

“Wähle mit Bedacht aus, mit wem und mit was du deine kostbare Zeit verbringst. Löse dich schneller von Menschen, die dir nicht gut tun oder die dich klein halten wollen. Und vertraue letztendlich deiner Intuition und dem, was du fühlst. Du bist auf dem richtigen Weg und kannst Großes vollbringen!”


Und wieder einmal ist dieser besondere Tag, der 15.01., einfach so an mir vorbei geschlichen. Meine Erfolge zu feiern, war noch nie so wirklich mein Ding. Lieber einfach weiter machen, bescheiden sein und mich nicht so in den Mittelpunkt stellen. 

In den vergangenen 17 Jahren habe ich viele wunderbare Menschen kennengelernt. Ich habe unter anderem den Weltstar Robbie Williams persönlich treffen dürfen, habe Sebastian Fitzek die Hand geschüttelt und der liebe, gute Helmut Krauss wurde zu einem meiner vertrautesten Freunde. 

Doch auch geschäftlich habe ich über die Jahre hinweg viele Menschen positiv berührt. Meine Angebote habe ich immer wieder angepasst und optimiert. Anfangs sträubte ich mich gegen Online-Sessions, jetzt gehören sie zu meinem Alltag. Von dem direkten Kontakt mit Menschen ging die Reise hin zu digitalen Angeboten. Sogar 3 Bücher habe ich mittlerweile geschrieben. 

Ich habe beobachten können, wie viele meiner Klienten und Klientinnen manchmal sogar verzweifelt zu mir kamen und durch unsere Zusammenarbeit neue Kraft schöpften, um anschließend ihren Weg selbstbewusst weiter zu gehen. Ich bewundere jede/n Einzelne/n von ihnen. Denn es ist nicht selbstverständlich, sich einer meist doch fremden Person (in diesen Fällen mir) anzuvertrauen, sich zu öffnen und die Bereitschaft zu zeigen, sich persönlich weiterentwickeln zu wollen. 

Ich blicke zurück auf 17 Jahre voller Höhen und Tiefen. Voller Selbstzweifel und Hoffnung. Voller Dankbarkeit und Demut. Und an dieser Stelle: “Danke!” an alle Menschen, die mich ein Stück meines Weges begleitet haben. Denn ihr seid letztendlich der Grund, weshalb ich heute an dem Punkt stehe, wo ich bin.

Schon mein ganzes Leben lang habe ich gespürt, dass ich irgendwie anders bin als andere. Tiefgründiger, analytischer, feinfühliger. Gerechtigkeit und Fairness waren mir schon immer sehr wichtig. Und dass sich die Menschen um mich herum wohl fühlen. 

Leider wurde mir all das auch immer wieder zum Verhängnis. Ich wurde immer ausgenutzt, ausgegrenzt oder einfach so stehen gelassen. Doch all das hat mich auch stark werden lassen. Und vor etwa 15 Jahren habe ich durch einen Artikel im Internet erkannt, was mich so “anders” macht. Meine eigene Hochsensibilität. Und ich begann, mich damit auseinanderzusetzen.

Als Corona die Welt zum Stillstand brachte, musste auch ih mich nur orientieren und ausrichten. Und ich begann, das Thema Hochsensibilität und Neurodiversität aktiv mit in meine Arbeit zu integrieren. Die Wissenschaft dazu steckt auch heute immer noch in den Kinderschuhen, aber die Erkenntnisse sind bezeichnend. Es wird gesagt, dass etwa 20-30% der Menschen neurodivergent sind, also dass deren Funktionsweise des Gehirns von der “Norm” abweicht. Und die Dunkelziffer scheint um einiges größer zu sein.

Diesen doch sehr hohen Anteil dürfen wir nicht einfach ignorieren. Und genau das habe ich mir zur Aufgabe gemacht. Heute unterstütze und begleite ich (nicht nur) neurodivergente Menschen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Insbesondere im beruflichen Umfeld darf dieses Bewusstsein für Neurodiversität noch mehr wachsen.

Dazu trage ich, neben meinen Coachings, mit meinem Podcast “HOCH-WAS? hochsensibel.”, mit meinen Büchern, mit meinen Postings, mit meinen Vorträgen und meinem Fernsehauftritt, mit meiner gegründeten Online-Community für hochsensible Menschen und mit meinen Online-Kursen mit bei. Des weiteren möchte ich zukünftig auch wieder mehr auf die Bühne oder in den klassischen Medien zu sehen sein.

Falls du Ideen hast und mich auf meinem Weg unterstützen möchtest, dann melde dich gern bei mir.

Heute gibt es von mir ein paar Impulse dazu, was dich bei deiner Selbstständigkeit unterstützen kann:

Flexibilität: Du darfst bereit sein, deine Angebote flexibel zu gestalten und den aktuellen Geschehnissen anzupassen.

Menschen: Sei neuen Begegnungen gegenüber offen. Bedränge die Menschen nicht, sondern beobachte erst einmal, wie du ihnen am besten begegnen kannst. Du kannst von jeder Person, die dir in deinem Leben begegnet, etwas lernen.

Resilienz: Sei darauf vorbereitet, dass du Rückschläge und Scheitern erleben wirst. Aber auch das sind Momente, aus denen du letztendlich lernen kannst.

Aktion: Versuche, die Dinge nicht perfekt zu machen. Folge erst einmal deiner Intuition. Komm ins Tun. Anpassungen kannst du auch später noch machen. 

Vertrauen: ich glaube, dass einer der wichtigsten Punkte ist, dir selbst und deiner Mission zu vertrauen. Wenn du selbst nicht daran glaubst, wie sollen es dann andere tun?

Stabilität: Ein Netzwerk aus Menschen, die dich unterstützen, die ehrlich zu dir sind, die dir zuhören und deinen Mehrwert erkennen, sollten die Basis deines Lebens sein. Denn daraus kannst du Kraft schöpfen, Liebe erfahren und besonders in schwierigen Zeiten wertvolle Unterstützung finden.

Wertschätzung: Verkaufe dich nicht unter Wert und sei dir deines Selbstwerts bewusst. Qualität darf ihren Preis haben. Und “Das kannst du doch so nicht machen!” muss nichts mit dir zu tun haben 😉

Du hast eine Frage an mich oder wünschst dir professionelle Unterstützung? Dann schreibe mir gern.

Hier sind ein paar interessante Fakten zum Thema Selbstständigkeit:

  • Die Stimmung bei Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmen ist in den letzten Monaten oft pessimistisch bis unsicher… und das stärker als beim Rest der Wirtschaft.
  • Viele Menschen sehen die Selbstständigkeit noch immer als zu riskant oder kompliziert.
  • Nach amtlichen Zahlen liegt der Anteil der Selbstständigen ohne Angestellte bei rund 3,8 % aller Erwerbstätigenim Alter von 15-64 Jahren.
  • Selbstständigkeit ist für Frauen in Deutschland zunehmend relevant. Etwa ein Drittel aller Selbstständigen sind Frauen. Und auch bei Neugründungen machen sie einen relevanten Anteil aus.
  • Viele Gründer und Selbstständige empfinden administrative Hürden, Steuer- und Sozialversicherungssysteme als besonders belastend.
  • Laut Umfragen fühlen sich viele Selbstständige im Blick auf ihre Altersvorsorge nicht optimal abgesichert, obwohl viele verschiedene Vorsorgestrategien nutzen.

Heute erhältst du den Rückblick auf meine letzten beiden Podcastfolgen zum Thema “Unsicherheiten überwinden.” und “Ich will das nicht mehr!”. 

Ich freue mich über dein Like, deinen Kommentar, dein Abonnement oder deine Weiterempfehlung. Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Hochsensibilität im Berufsleben. | Teil 4: Bedürfnisse, Prioritäten, Grenzen. Hoch-Was? hochsensibel.

Zu wissen, was deine Bedürfnisse sind und wo deine Grenzen liegen, ist grundlegend dafür, deine Berufung zu finden. Denn übergehst du diese immer wieder, so wird letztendlich dein Körper darauf reagieren. Von Erschöpfung über Depression bis hin zu Burnout. Wir verbringen in unserem Leben sehr viel Zeit mit und auf der Arbeit. Sie bestimmt maßgeblich unser Leben und wie wir uns fühlen. Dein Anspruch darf also sein, deine Arbeitsumgebung und deine Arbeitsbedingungen dementsprechend anzupassen. Wie du herausfindest, was deine Bedürfnisse sind, wie du diese priorisierst und wie du deine Grenzen gut abstecken kannst, erfährst du in meiner heutigen Podcastfolge. Sie baut auf die vorherigen 3 Folgen auf. Und nächste Woche folgt dann der letzte Teil zum Thema "Hochsensibilität im Berufsleben.".
  1. Hochsensibilität im Berufsleben. | Teil 4: Bedürfnisse, Prioritäten, Grenzen.
  2. Hochsensibilität im Berufsleben. | Teil 3: Akzeptanz & Selbstreflexion.
  3. Hochsensibilität im Berufsalltag. | Teil 2: Herausforderungen.
  4. Hochsensibilität im Berufsalltag. | Teil 1: Einführung
  5. Genieße deine Erfolge.

Auch heute erhältst du wieder zwei meiner Wochenfragen aus meinem Arbeitsbuch “Neurodivergenz als deine Stärke.”, die dir dabei helfen können, zukünftig bewusster mit deiner Neurodivergenz umzugehen:

Wie beeinflusst mich meine Neurodivergenz im Alltag? 

Oft ist es so, dass wir unserer Neurodivergenz gegenüber, je nach Situation und eigenem Befinden, eher ambivalentgegenüber eingestellt sind. Mal ist sie für uns ein Fluch und manchmal doch eher ein Segen. Wie ist das bei dir?

Welche Menschen aus meinem Umfeld sind auch neurodivergent?

Neurodivergenz wird vererbt. Also frage dich doch einmal, wer aus deiner Familie auch neurodivergent sein könnte? Und wer aus deinem Freundes-, Bekannten- und Arbeitskreis?

Mein Online-Kurs “Hochsensibilität im Alltag.”

Nach dem Erfolg meiner Online-Seminare der vergangenen zwei Jahre zum Thema Hochsensibilität habe ich nun den ersten Online-Kurs für dich erstellt, den du individuell und zeitlich flexibel für dich bearbeiten kannst.

Du erfährst alles über die Eigenschaften hochsensibler Menschen, über unsere Herausforderungen im Alltag und das Wichtigste: Du erhältst von mir ein 10-Schritte-Programm aus praktischen Übungen, die dir dabei helfen, wieder zurück zu mehr Klarheit und Lebensfreude in deinem Alltag zu finden. 

Perfekt für dich, wenn du deine eigene Hochsensibilität entdeckt hast und nun gern wissen möchtest, wie du diese Erkenntnis zukünftig für dich nutzen kannst. Hier geht’s direkt zum Angebot: https://kristinkluck.my-ablefy.com/s/kristinkluck/hochsensibilitaet-im-alltag-zurueck-zu-mehr-lebensfreude-und-klarheit-85d424ea

Unser 2. Treffen des Jahres findet am kommenden Mittwoch, den 04.02.26 um 19 Uhr statt. Thema des Abends ist, wie wir es schaffen gut mit Veränderungen umzugehen.

Du hast Interesse und möchtest dabei sein? Dann nutze unser Kontaktformular, um kurz vorher weitere Informationen zu erhalten..

Wusstest du, dass…

…Johann Sebastian Bach insgesamt 20 Kinder hatte?

Er hatte neun Töchter und elf Söhne, sieben davon aus erster Ehe und 13 davon aus der zweiten. Allerdings starben die meisten von ihnen bereits im Kindesalter.

Vier seiner Söhne jedoch, die sogenannten “Bachsöhne”, wurden ebenfalls bedeutende Musiker und Komponisten.

Hättest du es gewusst?

Mit diesem Newsletter möchte ich mit dir gemeinsam ein wenig meine 17 Jahre Selbstständigkeit feiern und dich an meiner persönlichen Entwicklung Teil haben lassen. Mach dir selbst auch immer einmal wieder bewusst, welche Erfolge du selbst erzielt hast und welchen Mehrwert für andere du dadurch generiert hast.

Wenn du Gedanken zu meinem Newsletter oder auch bestimmte Themenwünsche hast, dann lass es mich gerne wissen. 

Gern unterstütze ich dich auch als Coach auf deinem ganz persönlichen Weg.

Alles Liebe für dich und das neue Jahr!

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website

Als ich die Wohnungstür hinter mir schloss…

…spürte ich, wie die Anspannung langsam von mir abfiel. Das Rauschen des Abends hatte ich noch in den Ohren und mein Herzschlag war deutlich erhöht. Doch selbst, als ich eine halbe Stunde später endlich im Bett lag, liefen mein Körper und mein Geist immer noch auf Hochtouren.

Großveranstaltungen, wie der Neujahrsempfang der IHK gestern Abend in Leipzig, sind für mich (und auch für viele andere hochsensible Menschen) immer wieder eine Herausforderung. Trotz der vielen bekannten Gesichter, der spannenden neuen Begegnungen und der unzähligen, wertvollen Gespräche hinterlassen sie doch auch ihre Spuren.

Durch die andauernde Überreizung in Form von Geräuschen, visuellen Reizen, der eigenen Aufregung und der vielen unterschiedlichen Energien im Raum, brauchen Körper und Geist am nächsten Tag viel Erholung und Ruhe. Das Problem dabei ist, dass sich das im Arbeitsalltag oft nur schwer umsetzen lässt.

Ich als Selbstständige kann mir, zum Glück, den Großteil meiner Termine selbst planen. Doch wie ist das in einem Angestelltenverhältnis? Wie sieht es aus, wenn sich die hochsensible Person selbst vielleicht gar nicht darüber bewusst ist? Oder wenn sie es zwar weiß, ihr Arbeitsumfeld jedoch keine Rücksicht darauf nimmt?

Häufiges Kranksein bis hin zum letztendlichen Burnout sind langfristige Folgen. Das schadet dem Unternehmen und vor allem der hochsensiblen Person selbst. Deshalb ist das Wissen über Hochsensibilität und Neurodiversität gerade in Unternehmen so extrem wichtig. Zu wissen, wie die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ticken, um sie zukünftig dabei unterstützen zu können, ihre wahren Potentiale zu entfalten.

Du möchtest mehr zu diesem Thema erfahren? Du wünschst dir dazu einen Vortrag oder ein professionelles Coaching von mir? Dann melde dich gern 🙂

Als Angestellte wäre mir das sicher nicht passiert…

Gestern war mein 15-jähriges Firmenjubiläum… und ich habe es einfach vergessen. Geht es eigentlich noch anderen Selbstständigen und Freiberuflern so? In meiner Timeline sehe ich immer einmal wieder Bilder von bunt geschmückten Arbeitsplätzen, Blumensträußen und leckerem Kuchen, wenn Jubiläen am Arbeitsplatz begangen werden. Doch viele Freiberufler und Selbstständige sind ihr eigenes, kleines Unternehmen… ganz ohne Angestellte. Und wer feiert denn schon gern sich selbst?

Dabei ist es doch so wichtig und essentiell, seine Erfolge wertzuschätzen und auch gebührend zu feiern! Jedes einzelne Jahr bedeutet harte Arbeit und Durchhaltevermögen. Denn es gibt auch immer wieder Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Ich glaube, dass das „Nicht-Aufgeben“ und das „Durch-Halten“ absolut unterschätzt werden. Denn es bedeutet, immer und immer wieder Extremsituationen auszuhalten. Körperlich und auch psychisch. Und nicht jeder kann und schafft das!

Deshalb: Feiere dich und deine Erfolge! Und ich feiere 15 jähre Selbstständigkeit. 15 Jahre voller Veränderungen, bewegender Begegnungen, extremer Herausforderungen… vor allem aber: Vieler wunderbarer Erfolge mit einzigartigen, wunderbaren Menschen. Ich liebe und lebe das, was ich tue und möchte es mit NICHTS eintauschen. Das Feedback meiner Klienten und Klientinnen zeigt mir immer wieder, wie wertvoll meine Arbeit für sie ist. Wieviel wir gemeinsam bewegen können. Wie wichtig persönliche Stärke und gegenseitige Unterstützung sind.

Auf dem Bild ist nur einen kleinen Auszug meiner Referenzen aus den letzten 15 Jahren. Und hinter all diesen Namen stehen Menschen, denen ich sehr dankbar bin, dass sie mich ausgewählt haben, sie ein Stück ihres Weges zu begleiten. Danke für euer Vertrauen, und dass ihr scheinbar unüberbrückbare Hürden gemeistert habt. Ich glaube an euch und eure Kraft… und die Welt braucht euch mehr denn je!

💐💐💐 Und jetzt: Lasst es Blumen regnen! Ich freue mich auf das, was kommt und bin bereit dazu, die Welt auch weiterhin zu einem liebevolleren und lebenswerteren Ort zu machen 💖

LEARNING #7: Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche.

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit bin ich viele Dinge angegangen, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie wirklich funktionieren. Andererseits habe ich mich jedoch oft auch nicht getraut, etwas in die Tat umzusetzen. Ich hatte z.B. auch große Angst vorm Scheitern. Oder dass ich Fehler mache und die Menschen um mich herum dann mit dem Finger auf mich zeigen.

Als Perfektionistin wollte ich mich im Voraus immer gut absichern und alles richtig machen. Damit bloß keine Fehler entstehen. Schon während der Schulzeit konnte ich mit Fehlern nur schlecht umgehen und habe deshalb oft an mir gezweifelt. Und das zog sich durch mein Leben wie ein roter Faden.

Doch irgendwann erkannte ich, dass Perfektion an sich unerreichbar und auch gar nicht notwendig ist. So viele Menschen um mich herum dachten viel weniger nach als ich, bevor sie mit etwas begannen. Und ich fing an, Fehler zuzulassen. Ich erkannte sie als etwas Positives, was mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung half.

Plötzlich kam es sogar in Mode, Fehler zu machen. Aus dem Scheitern zu lernen. Überall ploppten die „FuckUp-Nights“ aus dem Boden. Und eines Abends stand ich selbst auf der Bühne und sprach über mein persönliches Scheitern. Ich war unglaublich aufgeregt und hatte plötzlich wieder große Selbstzweifel. Und ich war absolut überrascht darüber, wieviel positive Energie ich vom Publikum und auch im Nachhinein von Menschen, die meinen Vortrag später erst gesehen hatten, zurück bekam.

Ich erkannte, dass das Scheitern und das Fehler machen einfach zum Leben dazu gehört. Denn niemand ist unfehlbar! Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche. Denn letztendlich sind Fehler immer auch Interpretationssache. Was für den einen ein Fehler ist, ist für den anderen ganz normal.

Also kann ich auch gleich mein Mindset ändern und mir bewusst machen, dass ich aus meinen Fehlern lernen kann. Ich kann daran wachsen, meine Wege anpassen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Das bedeutet für mich persönliche Weiterentwicklung. Es bedeutet, zu leben.

Was sind deine Erfahrungen zum Thema „Fehler“?

LEARNING #6: Bleib flexibel.

Eines meiner größten Learnings in den 15 Jahren meiner Selbstständigkeit ist: Bleib flexibel. Denn in einer so schnelllebigen Welt, in der es immer wieder zu Veränderung und unvorhersehbaren Geschehnissen kommt, ist es so unglaublich wichtig, auch offen für diese Veränderungen zu bleiben.

Überlege dir in regelmäßigen Abständen immer wieder: Sind deine Produkte oder deine Dienstleistung noch angemessen und zeitgemäß? Welcher Nutzen wird dadurch erbracht? Passt dein Angebot immer noch zu dir und deiner Persönlichkeit? Sind deine Preise noch angemessen?

Wenn ich mir überlege, wieviele Dinge in den letzten 15 Jahren passiert sind, die ich mir nicht hätte ausmalen können. Immer wieder stand ich plötzlich vor einem Abgrund und wusste nicht weiter. Wenn du in solchen Momenten dann auch noch an Altem festhältst, obwohl es gar nicht mehr in die Zeit passt, wirst du höchstwahrscheinlich scheitern.

Viel besser ist es dann, tief durchzuatmen und mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen. Welche Nöte und Bedürfnisse haben die Menschen? Gibt es etwas, was du tun bzw. anbieten kannst, dass genau diese Bedürfnisse erfüllt?

Wenn du offen bist, flexibel bleibst und Mut zur Veränderung hast, so bildet genau das eine gute Basis für langfristigen Erfolg.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen dazu?

LEARNING #5 : Halte durch, auch in kritischen Zeiten.

Eines meiner wohl wichtigsten Learnings aus 15 Jahren Selbstständigkeit ist, durchzuhalten. Auch in kritischen Zeiten. Es wird immer wieder Durststrecken geben, in denen du vielleicht lieber aufgeben möchtest. Oder wo andere Menschen dir sagen, dass das alles so keinen Sinn hat.

Aber weisst du: Was wirklich zählt, ist die Frage, was deine eigenen Gedanken sind. Denkst du, dass es an der Zeit ist, aufzugeben? Oder siehst du vielleicht doch einen Weg, wie es weitergehen kann und wie du die kritische Zeit überstehst?

Gerade zu Beginn ist es oft schwierig, seine Routine zu finden. Es müssen oft noch Anpassungen getroffen werden. Des weiteren braucht es Sichtbarkeit, damit die Menschen wissen, dass es deine Dienstleistung oder dein Produkt überhaupt gibt. Und oft vergeht vom Erstkontakt bis zum letztendlichen Kauf oder der Buchung etwa 1 Jahr.

Wenn du dann auch noch etwas anbietest, das vielleicht neu und relativ unbekannt ist, braucht es eventuell sogar noch etwas mehr Zeit. Und ein gutes Marketing, so dass die Menschen auch verstehen, was überhaupt der Mehrwert deines Angebots ist.

Mir hat es immer sehr geholfen, einen zeitlichen und finanziellen Puffer zu haben, um herausfordernde Zeiten zu überstehen. Die Gewissheit, dass das, was ich anbiete, auch wirklich gebraucht wird. Mir eine Deadline zu setzen, bis wann ich durchhalten kann und möchte. Und bis wann wieder das Licht am Horizont zu sehen sein muss.

Die Hochs und Tiefs in meiner Selbstständigkeit begleiten mich bis heute. Mal läuft es großartig, dann passiert wieder einmal eine Zeit lang gar nichts. Und plötzlich stehst du vor Herausforderungen, die du dir nicht hättest ausmalen können.

Doch glaube ich ganz fest an das, was ich tue! Ich stehe nicht still und ich bin mir voll und ganz meiner Selbstständigkeit bewusst. Das alles hilft mir dabei, auch in schwierige Zeiten durchzuhalten.

Und letztendlich stellte ich mir immer die Frage: Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn es doch nicht klappt? Könnte ich mit den Konsequenzen leben? Und was wäre mein Plan B?

Wie gehst du mit herausfordernden Zeiten und Durststrecken in deiner Selbstständigkeit um?

LEARNING #4 : Erschaffe dir ein Netzwerk aus den unterschiedlichsten Menschen.

In meinen jetzt 15 Jahren Selbstständigkeit war das Netzwerken von Beginn an ein fester Bestandteil. Anfangs waren es eher die großen Netzwerkevents, z.B. von Verbänden oder im Rahmen von Veranstaltungen.

Damals fühlte ich mich oft fehl am Platz. Oft war ich umgeben von Herren in Anzügen, Menschen, die sehr wichtig zu sein schienen oder es kamen immer wieder Männer aus der Finanz- oder Versicherungsbranche auf mich zu, die mich für ihr Angebot gewinnen wollten.

Meine Intuition leistete mir dabei zwar immer gute Dienste, doch meine Unerfahrenheit führte oft trotzdem dazu, dass ich mich viel mit Menschen unterhielt, die mich nicht wirklich weiter brachten. Doch war ich damals froh über jede Person, die sich für meine Angebote interessierte und an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert war.

Oft war ich allein unterwegs, besuchte mehrere Events unterschiedlicher Art und so kam es, dass sich mein Netzwerk immer mehr erweiterte. Ich habe mich nicht nur auf ein Thema festgelegt, sondern war auch immer offen für neue Inspiration und Impulse. So kam es, dass mein Bekanntenkreis immer größer wurde und ich Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen kennenlernte.

Das alles führte letztendlich dazu, dass ich heute auf ein wunderbares und sehr breit gefächertes Netzwerk aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten zurück greifen kann. Egal, welche Ideen ich habe, welche Hilfe ich benötige oder wenn ich wertvolles Feedback brauche: Ich kann immer jemanden kontaktieren, der mich dabei unterstützen kann.

Selbst mit Menschen, mit denen ich vielleicht jahrelang keinen Kontakt mehr hatte, kann ich in Verbindung treten und ich weiß, ich kann auf sie zählen. Und, wenn sie mir selbst nicht weiterhelfen können, dann kennen sie mit Sicherheit jemanden, den sie mir empfehlen können.

Was mich besonders berührt, sind die immer sichtbarerer werdenden Netzwerke aus wunderbaren Business-Frauen. Das hätte ich mir damals, zu Beginn meiner Selbstständigkeit, als Unterstützung gewünscht und es hätte mir vieles erspart.

Ein wertvolles Netzwerk aus den unterschiedlichsten Menschen kann dich privat, aber auch geschäftlich, unglaublich stark machen. Dabei ist es jedoch eine Grundvoraussetzung, sich immer wertschätzend und respektvoll gegenüberzutreten. Deine Kontakte niemals zu missbrauchen. Immer ehrlich und transparent mit ihnen umzugehen. Denn nur dann werden sie dir vertrauen und auch du kannst dir sicher sein, dass es zu keinen bösen Überraschungen oder Enttäuschungen kommt.

Welche sind die Netzwerke, die dich persönlich stark machen und dich wirkungsvoll unterstützen?

Learning #2: Suche dir Menschen, die schon auf der Ebene sind, die du einmal erreichen möchtest.

Wie oft, in den Anfangsjahren meiner Selbstständigkeit, habe ich mir Ratschläge und Bemerkungen von Menschen angenommen, die mir nicht im geringsten einen Mehrwert gebracht haben. Da sie z.B. ein vollkommen anderes Mindset besaßen.

Dazu ein kurzes Beispiel: Angenommen, du möchtest dich selbstständig machen und unterhältst dich darüber mit jemandem, für das Angestelltsein das A und O ist. Für den Sicherheit und Struktur in seinem Alltag unabdingbar sind. Und dessen Glaubenssätze konservativ und nach den alten Strukturen ausgerichtet sind. Wie kann diese Person dich dazu ermutigen, deine Selbstständigkeit voran zu treiben und dir die richtigen Tipps geben?

In meinen 15 Jahren der Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es unglaublich wichtig ist, sich an Menschen zu orientieren, die sich bereits auf der Ebene befinden, wo du einmal sein möchtest. Die dir wertvolles Feedback geben können und dein Mindset verstehen. Die bereits viele Erfahrungen machen konnten und von deren Weisheit du profitieren kannst.

Suche deshalb ganz gezielt nach solchen Menschen. Geh auf Veranstaltungen, wo du sie antreffen kannst. Trete mit ihnen in persönlichen Kontakt, z.B. über die sozialen Netzwerke. Präsentiere dich ihnen ganz offen und authentisch und trau dich, sie um Rat zu fragen.

Auf diesem Wege habe ich in meinem Leben ganz wunderbare Menschen kennenlernen dürfen. Und manchmal reichte von ihnen bereits ein einziger Satz, um mich zum Nachdenken zu bringen, so dass ich letztendlich von ihnen profitieren konnte.

LEARNING #1 : Lass dir von niemandem sagen, was geht oder nicht geht.

Kennst du das auch? Du hast eine tolle Idee im Kopf, die es so vielleicht noch nicht gab. Und du hast Lust darauf, die Idee wahr werden zu lassen. Du erzählst einer anderen Person, vielleicht sogar aus deinem nahen Umfeld, davon und die Reaktion ist: „WAS?! Das kannst du vergessen… das wird nie funktionieren!“

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es zwar durchaus förderlich sein kann, sich mit anderen Menschen über seine eigenen Gedanken und Ideen auszutauschen. Jedoch darf ich selbst immer noch darüber entscheiden, ob ich die Gedanken meines Gegenübers auch annehme.

Denn wo wären wir heute, wenn jede Person nur dem gefolgt wäre, was bereits da war? Niemand kennt deine Idee so gut, wie du. Du bist der Experte oder die Expertin auf diesem Gebiet. Und ob etwas gelingt oder zum Scheitern verurteilt ist, wird sich immer erst mit der Zeit zeigen.

Natürlich ist es sinnvoll, dir Feedback und Unterstützung von anderen Menschen einzuholen. Doch entscheide du selbst darüber, welche Priorität sie wirklich für dich und die Umsetzung deiner Idee hat.

Ganz frei nach dem Spruch: „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

Hochsensible Menschen reagieren stärker auf Stress.

Bei hochsensiblen Menschen können Sinnessreize im Gehirn nicht ausreichend gefiltert werden. Das bedeutet, dass selbst unwichtige Reize, wie z.B. die Gespräche am Nachbartisch, die Hintergrundmusik beim Einkaufen oder das Parfum des Gesprächspartners nahezu ungefiltert das Gehirn erreichen. Sie sindSie sind also ständig damit beschäftigt, diese Reize zu verarbeiten und in wichtig und unwichtig einzuteilen.

Das alles führt zu einer schnelleren Überreizung und kann sich in, welche sich in körperlichen Symptomen, wie z.B. Verspannungen, Kopfschmerzen, Kopfschmerzen, schneller Ermüdung oder Magen-/Darmbeschwerden äußern. äußern kannAuch bei Emotionen reagieren hochsensible Menschen stärker als der Durchschnitt. So kann es passieren, dass wir selbst positive Ereignisse, wie z.B. Überraschungen, Reisen oder Konzerte, nicht wirklich genießen können.

Um trotzdem in dieser schnellen und hektischen Welt bestehen zu können, ist es wichtig, dass sich hochsensible Menschendass sich hochsensible Menschen ausreichend Auszeiten und Ruheräume schaffen. Damit ihr Gehirn dazu in der Lage ist, die Eindrücke auch wirklich alle verarbeiten zu können.

Des weiteren helfen z.B. entsprechend angepasste Arbeitsumgebungen sowie die die rechtzeitige Ankündigung von Vorhaben oder Plänen. Denn,, wenn hochsensible Menschen sich gut auf die jeweilige Situation vorbereiten können und die entsprechenden Rahmenbedingungen gegeben sind, so so sind sie,, für eine bestimmte Zeit,, durchaus zu Höchstleistungen fähig und können flexibel auf Veränderungen reagieren.