Teams mit einer hohen emotionalen Intelligenz sind produktiver und stressresistenter.

Dass emotionale Intelligenz von enormer Wichtigkeit für die Zukunft von Unternehmen ist, ist mittlerweile bekannt. Jedoch reicht es nicht aus, ausschließlich Führungskräfte darin zu schulen. Viel effektiver ist es, die emotionale Intelligenz bei jedem einzelnen Teammitglied zum fördern.

Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz sind in der Lage, Emotionen bei sich selbst und anderen zu erkennen. Sie können angemessen darauf reagieren und sich selbst regulieren. Wenn sie dazu in der Lage sind, diese Emotionen auch klar und deutlich zu kommunizieren, kann frühzeitig auf Stress und Konflikte reagiert werden.

Emotional intelligente Teams sind aus Menschen zusammen gesetzt, die dynamisch im Umgang mit ihren Teamkolleg:innen sind und flexibel auf Herausforderungen reagieren. Somit entsteht eine wertvolle Vertrauensbasis und gegenseitiger Respekt. Diese positive Arbeitsatmosphäre sorgt für ein motiviertes Zusammenarbeiten und gegenseitige Unterstützung in schwierigen Situationen.

Werden also Führungskräfte und Mitarbeiter:innen in emotionaler Intelligenz und den entsprechenden Soft Skills gefördert, so entsteht eine wertvolle Basis für den zukünftigen Erfolg von Unternehmen. Hochsensible Menschen besitzen von Natur aus die besten Voraussetzungen für emotionale Intelligenz. Es gilt also, hochsensible Menschen im Unternehmen zu erkennen und entsprechend zu fördern, so dass sie ihre wertvollen Potentiale in vollem Maße entfalten können.

Glaubenssätze

Wie oft ich in meinen jungen Jahren Sprüche bzw. Glaubenssätze verwendet habe, ohne sie wirklich zu hinterfragen. Eigentlich untypisch für mich, da ich den Dingen gern auf den Grund gehe. Doch bei diesen Glaubenssätzen hatte ich einfach das Gefühl, dass sie wahr sind. Weil sie von Menschen kamen, zu denen ich damals aufgesehen habe. Von denen ich dachte, sie müssten es ja wissen oder die Erfahrung haben. Erst später, etwa mit Mitte 20, fiel mir auf, wie wenig Wahrheit doch hinter Glaubenssätzen steckt.

Als ich mich vor gut 15 Jahren selbstständig machte, begegnete mir z.B. immer wieder der Satz: „Als Selbstständiger arbeitet man selbst und ständig.“ Und ich übernahm ihn selbst in mein Sprachrepertoire. Und irgendwann fragte ich mich: Will ich das eigentlich wirklich? Selbst ständig arbeiten? Immer beschäftigt und jederzeit erreichbar sein? Muss ich das überhaupt? Und wer sagt das eigentlich?

Tiefgründigkeit ist bei hochsensiblen Menschen extrem stark ausgeprägt. Sie hinterfragen die Dinge und sind im allgemeinen sehr gewissenhaft. Leider ist das in dieser lauten und schnellen Welt eher ungünstig, da dieses Arbeiten auch ein gewisses Maß an Zeit benötigt. Um nicht aufzufallen oder im Weg zu stehen, passen sich hochsensiblen Menschen deshalb oft ihrem Umfeld an. Das kann dazu führen, dass sie Verhaltensweisen an den Tag legen, die nicht zu ihrer Persönlichkeit passen. Auf Dauer kann dieses Verhalten zu Unzufriedenheit, Krankheiten, Depression und Burnout führen.

Deshalb ist es so wichtig, hochsensiblen Menschen ein entsprechendes Arbeitsumfeld zu bieten, in dem sie Zeit und Raum haben, ihre wertvollen Potentiale zu entfalten. Denn Tiefgründigkeit und Gewissenhaftigkeit sind Fähigkeiten, die für den Erfolg und die Zukunft von Unternehmen von großer Bedeutung sind.

Die eigenen Emotionen erkennen und akzeptieren.

Emotionale Intelligenz ist in Überbegriff für mehrere Fähigkeiten und umfasst ein breites Spektrum sozialer Kompetenzen. Eine wichtige Grundlage für Emotionale Intelligenz ist, die eigenen Emotionen zu erkennen und zu akzeptieren.

Denn nur, wenn wir überhaupt dazu in der Lage sind, können wir unsere Emotionen auch bewusst beeinflussen und dementsprechend handeln. Ist dies nicht der Fall, sind wir ihnen einfach nur ausgeliefert und werden von ihnen einfach überrollt. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass wir handlungsunfähig werden.

In Unternehmen ist Emotionale Intelligenz zukunftsweisend. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen und Gefühlen sollte dementsprechend Raum gegeben werden. Eine vertrauens- und respektvolle Atmosphäre unterstützt diesen Prozess.

Insbesondere hochsensible Menschen tun sich schwer damit, über ihre wahren Gefühle und Emotionen zu sprechen. Gerade dann, wenn sie damit in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht haben. Zum Beispiel, weil sie immer wieder zu emotional oder zu viel von etwas waren.

Deshalb ist es so wichtig, hochsensible Menschen in Unternehmen zu erkennen und entsprechend zu stärken, so dass sie wieder zu sich selbst finden und ihre wahren Potentiale entfalten können.

Der größte Fehler in der Führung ist…

…von dir auf andere zu schließen.

Diesen Worten von Andreas Buhr kann ich mich nur anschließen, denn das sind auch die Erfahrungen, die ich persönlich gemacht habe.

Um wirklich gut führen zu können, solltest du in der Lage sein, die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen, mit denen du zusammen arbeitest.

Dafür sind emphatische Fähigkeiten unabdingbar. Und hier sind insbesondere hochsensible Menschen gefragt, die mit ihrer hohen Empathie versteckte Informationen sichtbar machen können.

Meiner Meinung nach gehören deshalb mehr hochsensible Menschen in die Führungsebene. Oder sie sollten zumindest unterstützend in wichtige Prozesse mit einbezogen werden.

Was sind deine Gedanken dazu?

Mut zur Wahrheit in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Warum fällt es eigentlich so vielen Menschen schwer, in zwischenmenschlichen Beziehungen Klartext zu reden? Egal, ob im beruflichen oder privaten Kontext: Um unangenehme Gespräche zu vermeiden, werden entweder Beschwichtigungen bevorzugt, das angesprochene Thema wird einfach ignoriert oder es kommt zum „Ghosting“, welches den wortlosen Kontaktabbruch in zwischenmenschlichen Beziehungen bedeutet.

Doch gehören zu einem wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander nicht auch Konfrontationen? Dass man dem Gegenüber seine eigenen Gedanken und Gefühle mitteilt? Um Dialoge zu führen? Um Missverständnisse auszuräumen? Oder um vielleicht sogar zu erkennen, dass man besser getrennte Wege gehen sollte?

Ich persönlich finde es viel schlimmer, wortlos zurückgelassen zu werden und keine Antworten auf Fragen zu erhalten. Vor allem dann, wenn ich spüre, dass in der zwischenmenschlichen Beziehung irgendetwas nicht stimmt. Ich suche lieber den Dialog. Um persönlich daran zu wachsen. Um Störungen oder eventuelle Missverständnisse zu erkennen. Und um die eigentlichen Beweggründe und Verhaltensweisen meines Gegenübers zu verstehen. Wie stehst du zu diesem Thema?

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Wenn du wieder einmal an deiner Hochsensibilität zweifelst…

Heute möchte ich dich dazu ermutigen, einmal darüber nachzudenken, in welchen Situationen dich deine Sensibilität positiv beeinflusst hat. Wann hat sie dich oder andere Menschen davor bewahrt, negative Erfahrungen zu machen? In eine Falle zu tappen? Oder in gefährlichen Situationen sogar Leben gerettet?

Viele hochsensible Menschen haben, auf Grund Ihrer „Andersartigkeit“, in ihrer Vergangenheit eher negative Erfahrungen gemacht. Sie neigen dazu, ihre Sensibilität zu verstecken. Sie ziehen sich zurück und nicht selten höre ich von ihnen, dass sie nicht mehr hochsensibel sein wollen. Dass es ein Fluch ist und sie einfach nur ein „normales“ Leben führen möchten.

Doch es gibt auch die andere, wertvolle Seite. Die ausgeprägten emphatischen Fähigkeiten. Eine hohe Intuition. Die Wahrnehmung von Sinneseindrücken, die anderen Menschen verborgen bleiben.

Rufe dir deshalb die positiven Situationen wieder ins Gedächtnis und schreibe sie auf. Vielleicht sogar hier in den Kommentaren, um andere damit zu inspirieren. Denn Hochsensibilität ist nicht nur ein Fluch, sondern auch ein Segen 💛

„Der Schmerz eines anderen, ist nicht dein Schmerz.“

Was im ersten Moment vielleicht ein bisschen provokativ klingt, hat, beim genaueren Hinschauen, einen ganz wertvollen Hintergrund. Denn es geht darum, sich gut abzugrenzen und somit für andere unterstützend da sein zu können. Der Unterschied liegt dabei in der Bedeutung von mitFÜHLEN und mitLEIDEN.

Beim Mit-Leiden hängst du selbst emotional in dem schwarzen Loch. Es geht dir dadurch nicht gut und du überträgst den ganzen Schmerz des anderen mit auf dich. Du schadest damit dir selbst und kannst nicht für den anderen da sein.

Mit-Gefühl bedeutet jedoch eine ganz klare Abgrenzung vom Schmerz des anderen. Du versetzt dich in die jeweilige Situation hinein, leidest jedoch selbst nicht darunter. So hast du ausreichend Energie und Kapazitäten, um für die andere Person da zu sein… sie z.B. trösten und unterstützen. So habt ihr beide etwas davon und könnt etwas Positives daraus entstehen lassen.

Wie würde mein Leben aussehen, wenn ich nicht gelernt hätte, überflüssige Sinnesreize auszublenden?

Als vor einer Weile der Sturm über Deutschland zog, war ich mit meiner kleinen Tochter am Vormittag noch etwas an der frischen Luft. Und mir wurde dabei wieder einmal bewusst, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich nicht gelernt hätte, so viele störende Reize wie möglich auszublenden.

Für Mina war der Sturm an sich nichts Neues, doch all die Geräusche und Eindrücke, die damit verbunden waren, hielten sie völlig in Bann. Der Wind rauschte durch die Bäume und Straßen. Überall klapperte es oder bewegte sich etwas. Papier, Blätter und kleine Reste von Müll wirbelten immer wieder um uns herum. Und der Wind blies ihr immer wieder ins Gesicht. Das alles übermannte sie förmlich. Ständig war sie von etwas Neuem abgelenkt. Mal blieb sie ganz fasziniert stehen. Ein anderes Mal wieder, klammerte sie sich ganz ängstlich an mir fest, weil ihr alles zu viel war.

Mina ist in ihrem Alter noch nicht wirklich dazu in der Lage, Unwichtiges auszublenden. Noch dazu sind viele Dinge für sie neu und unbekannt. Und auch sie hat hochsensible Tendenzen. Ganz besonders dann, wenn es um Geräusche geht. Darauf reagiert sie extrem.

Ich habe mittlerweile über meine Lebensjahre hinweg gelernt, Störendes relativ gut auszublenden. Doch auch solche Naturerlebnisse, wie der Sturm, beeinflussen mich auch heute noch sehr. Die vielen unterschiedlichen Sinneseindrücke: Der Wind, der mir ins Gesicht bläst und meine Haare fliegen lässt. Das Rauschen und Klappern der Bäume und Häuser. Alles, was sich um mich herum bewegt und durch die Gegend gewirbelt wird. Und zu all dem kommen dann noch die normalen Geräusche des Alltags in der Großstadt.

Die Herausforderung ist nun für mich, trotz meiner eigenen Überforderung, meiner Tochter in diesen Situationen Sicherheit zu geben und gut für sie zu sorgen. Ihr Methoden und Techniken mit auf den Weg zu geben, wie sie sich, in solchen Momenten, selbst besser abgrenzen und schützen kann. Wie sie störende und unwichtige Sinneseindrücke ausblenden oder vorüberziehen lassen kann. Und wie sie auch in solchen, herausfordernden Momenten, gut durch den Tag kommt, ohne Reizüberflutung oder extreme Ängste. Dieser Spagat ist für mich eine ganz besondere Herausforderung. Doch ich weiß, dass es all die Mühen wert sind, damit sie ein angenehmes und ruhiges Leben leben kann.

Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Schwierige Gesprächspartner | Kommunikationsstörungen

#SchwierigeGesprächspartner #KommunikationsStörungen

Ich denke, jeder hat schon einmal die Situation erlebt, dass in einem #Seminar oder #Vortrag jemand dabei war, der irgendwie gestört hat. Der vielleicht ständig reingeredet hat, schlechte Laune verbreitete oder immer alles besser wusste. Doch nicht nur in Seminaren und Vorträgen ist das der Fall, es kann auch in einem ganz normalen #Gespräch auftreten. Unter diesen Voraussetzungen ist es fast unmöglich, ein produktives und professionelles Gespräch zu führen, denn es geht dabei eher um Machtspielchen als um einen zwischenmenschlichen Austausch auf Augenhöhe. Doch wie kannst du nun mit solchen Menschen umgehen?

Als Erstes solltest du dir dabei klar machen, dass so ein Verhalten immer eine Ursache hat. Dass dahinter ein unerfülltes #Bedürfnis steckt. Eine persönliche Befindlichkeit, die vielleicht nicht einmal etwas mit dir zu tun hat. Das hilft dir vielleicht dabei, den Angriff nicht persönlich zu nehmen und möglichst entspannt an die Situation heran zu gehen.

Doch was genau wollen „Störer“ mit ihrem Verhalten eigentlich erreichen? Sie wünschen sich in erster Linie #Aufmerksamkeit. Und da sie sich nicht anders auszudrücken wissen oder es nicht anders gelernt haben, tun sie es auf diese Art und Weise. Nun kannst du einerseits versuchen, ihr Verhalten zu ignorieren, um ihnen genau diese Aufmerksamkeit und Genugtuung zu verwehren. Das mag eine gewisse Zeit funktionieren und manchmal hören die #Störer dann sogar damit auf. Manchmal ist es in einem Seminar oder Vortrag auch so, dass die Gruppe von selbst die Sache regelt. Doch es kann auch genau ins Gegenteil umschlagen und die Störer fühlen sich genau dadurch erst bestärkt und werden immer aggressiver.

Hinter jedem störenden Verhalten steckt ein unerfülltes Bedürfnis.

Spätestens dann ist es an der Zeit, die störende Person direkt anzusprechen. Dabei solltest du ruhig und entspannt bleiben und mit Bedacht deine Worte wählen. Auch hier kann wieder das Modell der Gewaltfreien #Kommunikation helfen. Beschreibe zuerst, was du beobachtest bzw. wahrnimmst. Zum Beispiel könntest du sagen: „Wie ich sehe, kennen Sie sich in diesem Thema besonders gut aus? Möchten Sie vielleicht kurz Ihre Erfahrungen dazu schildern und uns daran Teil haben lassen?“ Manchmal kann diese direkte Ansprache schon dafür sorgen, dass sich der Störer zurück zieht.

Ich habe etwas Ähnliches mal in einem meiner Seminare erlebt. Dabei saßen zwei Herren mittleren Alters im Anzug in der ersten Reihe. Sie warfen ständig dumme Bemerkungen in den Raum und versuchten, mich damit aus der Ruhe zu bringen und zu provozieren. Die erste Zeit ignorierte ich sie und bedachte sie nur mit einem kleinen Lächeln. Als sie jedoch nicht aufhörten, sprach ich beide direkt an. Da es um das Thema „Stimme“ ging, bezog ich sie kurzerhand in ein interaktives Beispiel mit ein. Alles ganz professionell, freundlich und mit einem Lächeln. Natürlich war das Thema Stimme etwas, bei dem beide sich nicht auskannten und sich dadurch, in der Übung, selbst bloß stellten. Das half mir dabei, ihnen indirekt zu zeigen, dass das, was ich zu sagen hatte, wohl doch nicht ganz so „dumm“ sei. Und ich hatte Erfolg mit meinem Vorgehen. Denn sie entschuldigten sich direkt nach der Übung ganz von selbst und vor allen anderen bei mir.

Solche direkten Ansprachen können helfen, wieder für Ruhe und #Entspannung zu sorgen. Überlege dir jedoch genau, ob es für dich und den anderen auch tragbar ist, ihn vor dem gesamten Publikum bloßzustellen. Möglich wäre es z.B. auch, eine kleine Pause einzulegen und dir die Person kurz zur Seite zu nehmen. Spiegele ihr, was du wahrnimmst und frage sie freundlich, was sie damit erreichen möchte. Solltest du die Situation jedoch, trotz aller gut gemeinten Versuche, nicht in den Griff bekommen, so hast du durchaus auch die Möglichkeit, das Gespräch abzubrechen oder die Störer des Raumes zu verweisen. Denn gerade bei Vorträgen und Seminaren kann eine einzelne störende Person den gesamten Raum vergiften.