🎧 Mein erstes Podcast-Interview | Im Gespräch mit Carmen Köhler | Sensibel und stark durch die Welt.

🌿 Das erste Interview meines Podcasts durfte ich mit der wunderbaren Carmen Köhler führen. Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Thema mentale Gesundheit und arbeitet als Community Managerin bei MentorMe. Darüber haben wir uns auch kennengelernt.

🎧 In unserer gemeinsamen Podcast-Folge stellt sich Carmen meinen Fragen zum Thema Hochsensibilität und gibt tiefe Einblicke in ihr bisheriges Leben. Unter anderem geht es auch um Depression und Antidepressiva.

📮 Wenn du Fragen an Carmen hast, so erreichst du sie per Email unter: carmenkoehler@yahoo.de

👍🏻 Du findest meinen Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Like oder kommentiere ihn gern, empfiehl ihn Personen weiter, die davon profitieren können und lass mich deine Gedanken zu meinen Themen wissen. Ich freue mich außerdem über deine Vorschläge, wen ich in meinem Podcast unbedingt einmal zu Wort kommen lassen sollte.

🎥 Das dazu gehörige Video unserer Podcast-Aufnahme findest du übrigens auf meinem YouTube-Kanal.

😊 Ich freue mich auf dein Feedback.

🎧 Neue Podcast-Folge: „So überstehst du stressige Zeiten“

🌿 In stressigen Zeiten ist es gut, wenn du genau weisst, was du zur Erholung brauchst und wie du dir kleine Auszeiten gönnen kannst.

🎙️ In meiner neuen Podcastfolge spreche ich darüber, wie ich solche Herausforderungen für mich löse und verrate dir wertvolle Impulse, die du auch für dich ausprobieren und anwenden kannst.

🎧 Lass mir gern dein Like da, kommentiere diese Folge bei Spotify oder ApplePodcasts und empfehle meinen Podcast gerne weiter. Und hör doch auch gern mal in meine anderen Folgen zum Thema Hochsensibilität rein.

📰 In meinem Newsletter nächste Woche werde ich das Thema dann noch einmal intensiver betrachten. Besonders spannend ist, was die Wissenschaft dazu zu sagen hat.

🎤 In Kürze werde ich nun auch endlich mein erstes Interview mit einer anderen hochsensiblen Person aufnehmen. Du darfst gespannt sein.

🖥️ Im Herbst veranstalte ich übrigens 5 Online-Seminare zum Thema Hochsensibilität. Schau dafür gern in meinen Shop und buche dir dein Ticket.

🌿 Newsletter #8 | Wirkungsvolle Entscheidungen treffen.

Wenn du nicht in der Lage dazu bist, Entscheidungen zu treffen, werden andere die Entscheidung für dich treffen. Die Frage ist, ob du mit diesem Ergebnis dann besser umgehen und leben kannst.

Tagtäglich treffen wir – bewusst oder unbewusst – Entscheidungen. Sie unterscheiden sich in ihrer Intensität, Emotionalität und Tragweite. Während dem einen schon die Wahl der Kleidung am Morgen schwer fällt, tragen andere große Verantwortung in wirtschaftlicher, finanzieller oder politischer Hinsicht.

Einige Entscheidungen fallen uns sehr leicht und wir treffen sie praktisch aus dem Bauch heraus. Bei anderen Entscheidungen tun wir uns jedoch sehr schwer, wägen immer wieder ab, schwanken zwischen den verschiedenen Optionen und haben schlaflose Nächte.

Warum gibt es eigentlich überhaupt so unterschiedlichen Szenarien? Und was kann dich dabei unterstützen, zukünftig bessere Entscheidungen zu treffen?

Hochsensible Menschen tun sich oft besonders schwer, Entscheidungen zu treffen. Durch unseren Perfektionismus oder unserer Angst davor, uns „falsch“ zu entscheiden, schieben wir Entscheidungen gern lange vor uns her, bis letztendlich kein Aufschub mehr möglich ist.

Denn wir hochsensiblen Menschen betrachten die Dinge gern aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, Hinterfragen viel und wägen Argumente immer wieder gegeneinander ab. So ist die Gefahr groß, dass wir uns in Details verlieren und wir uns somit selbst in der Lösungsfindung blockieren.

Dabei besitzen wir starke intuitive Fähigkeiten, die uns bei Entscheidungen den richtigen Weg weisen. Nun geht es jedoch darum, dem auch zu vertrauen und uns bewusst zu machen, dass es wichtig ist, Entscheidungen für uns zu treffen.

Deshalb dürfen wir unseren Perfektionismus und unser großes Verantwortungsgefühl gern auch einmal ein wenig zur Seite schieben. Das Wissen darum, dass es nicht nur „die eine“ richtige Entscheidung gibt und dass wir es auch nicht allen recht machen können, hilft uns dabei, in Bezug auf Entscheidungen gelassener und mutiger zu werden.

Des weiteren ist es wichtig, dass du dich von der Verantwortung einer Entscheidung bzw. der daraus resultierenden Konsequenz nicht überrollen lässt. Deshalb kann es dir helfen, in kleinen Schritten voran zu gehen und deine Entscheidungen immer wieder zu überprüfen und anzupassen.

Du wirst sehen: Wenn du im Alltag immer wieder übst, konkrete Entscheidungen für dich zu treffen, so werden dir zukünftig auch größere Entscheidungen immer leichter fallen. Vertraue dabei auch auf dein Bauchgefühl. Und wenn du dich doch einmal unsicher fühlst: Suche dir die nötigen Informationen zusammen oder hole dir Unterstützung bei einem entsprechenden Experten.

Wie kannst du zukünftig leichter bessere Entscheidungen treffen? Was unterstützt dich bei der Lösungsfindung? Da es unterschiedliche Ansätze gibt, darfst du für dich herausfinden, welcher Weg für dich und die jeweilige Situation der passendste ist.

  • Entscheide dich FÜR etwas… und schon hast du ein positiveres Gefühl.
  • Sei dir der Konsequenzen bewusst, die aus deiner Entscheidung heraus entstehen. Wie fühlt es sich für dich an? Kannst du mit ihnen leben?
  • Nutze dein Bauchgefühl als Wegweiser für deine Entscheidung.
  • Wenn du dir unsicher bist: Trage so viele Informationen wie möglich zuzsammen und wäge die Möglichkeiten gegeneinander ab.
  • Wenn du selbst keine Erfahrungen auf dem Gebiet der jeweiligen Entscheidung hast, suche dir Menschen, die bereits diese Erfahrungen gemacht haben und bitte sie um Unterstützung.
  • Erstelle eine „Pro-Contra-Liste“ und priorisiere eventuell sogar noch deine Argumente. Was ist dir besonders wichtig? Womit könntest du gar nicht leben?
  • Dokumentiere deinen „Entscheidungs-Ablauf-Prozess“: Was ist relevant? Welche Ressourcen kannst du einsetzen? Was sind die Auswirkungen und Konsequenzen? Wie sehen die möglichen Lösungswege aus?
  • Visualisiere die bedeutungsvollsten Lösungen für dich und frage dich, inwieweit sie wirklich dem entsprechen, was du willst. Hinterfrage deine Entscheidungen so lange, bis du dich wirklich wohl mit ihnen fühlst. Welches Ergebnis hat für dich die höchste Priorität?
  • Wirf eine Münze! Und ganz wichtig: Nicht das Ergebnis ist wichtig, sondern das, was du dir wünschst, während die Münze noch in der Luft ist 😉

Sei dir bewusst, dass die meisten Entscheidungen nicht endgültig sind, sondern du sie immer wieder anpassen und nachjustieren kannst. Oft gibt es auch nicht nur ein „entweder… oder…“, sondern mehrere Alternativen.

Eine 100%ige Sicherheit dafür, die richtige Entscheidung zu treffen, gibt es auch nicht. Also lass ein wenig von deiner Perfektion los und entscheide dich nach bestem Wissen und Gewissen.

Dir fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen? Gern unterstütze ich dich dabei, dich zukünftig wohler damit zu fühlen.

Was sagt eigentlich die Wissenschaft zum Thema Entscheidungen? Im folgenden habe ich einige interessante Ansätze für dich zusammengefasst:

  • Der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann beschreibt zwei Systeme, wie Menschen Entscheidungen treffen: Leichte Entscheidungen werden oft routinemäßig auf der Grundlage von Erfahrungen getroffen. Bei schwierigen Entscheidungen hingegen können wir nicht einfach so auf Erfahrungen zurückgreifen (z.B. in uns noch unbekannten, neuen Situationen).
  • Die meisten Entscheidungen im Alltag beruhen übrigens auf beiden Systemen: Dem Bauchgefühl in Kombinationen mit dem rationalen Denken.
  • Entscheidungen, die uns sehr schwer fallen, haben oft auch bedeutsame Auswirkungen, indem z.B. Fehler gravierende Folgen haben können.
  • Eine aktuelle Studie zeigt, dass Bauchentscheidungen im Alltag grundsätzlich glücklicher machen.
  • Bei Entscheidungen siegt oft das Gefühl über den Verstand.
  • Hat eine Person eine starke und klare Präferenz, entscheidet sie sich schnell und selbstbewusst.
  • Psychologen haben übrigens festgestellt, dass wir nur sehr selten von unseren Gewohnheiten abweichen. Selbst, wenn es Fakten gibt, die vielleicht sogar dagegen sprechen. Erst dann, wenn die eigene Entscheidung wirklich extrem negative Auswirkungen mit sich bringt, sind wir bereit dazu davon abzurücken.

[Quellen: Hochschule Fresenius, Tagesschau, Planet Wissen, Spiegel]

In meiner aktuellen Podcast-Episode betrachte ich das Thema „Entscheidungen“ noch einmal von meiner persönlichen Seite aus.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Der zweite Termin meiner Online-Seminare im Herbst widmet sich dem Thema „Hochsensibilität in Beziehungen.“ Auch dieses Seminar ist für hochsensible Menschen und/oder deren Anghörige geeignet.

Das werden unsere Themenschwerpunkte sein:

  • Welche Besonderheiten haben hochsensible Menschen in Bezug auf Beziehungen?
  • Welche Herausforderungen gibt es zu bestehen?
  • Was sind mögliche Wege, um zukünftig harmonische Beziehungen zu führen?

Alle fünf Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine buchen.

In meinem ersten Newsletter habe ich bereits schon einmal über eine Besonderheit bei Schildkröten gesprochen. Heute geht es jedoch nicht um das Geschlecht, sondern um den Panzer von Schildkröten.

Schildkröten leben nicht einfach so IN ihrem Panzer. Sie SIND ihr Panzer.

Hast du es gewusst? Ich dachte bisher immer, mit dem Schildkrötenpanzer verhält es sich eher wie bei den Einsiedlerkrebsen, aber damit lag ich falsch. Was für eine interessante Erkenntnis.

[By Ian Alexander – Own work, CC BY-SA 4.0,

Während uns einige Entscheidungen ganz leicht aus dem Bauch heraus gelingen, wälzen wir uns bei bedeutsamen Entscheidungen jedoch nächtelang hin und her. Dann kann der Prozess, eine Entscheidung zu treffen, eine wahre Wohltat sein.

Überlege zukünftig genau, welche Tragweite das Ergebnis deiner Entscheidung hat und ziehe dir notfalls Expertenmeinungen hinzu, wenn du dich unsicher fühlst. Nutze Techniken, die dich bei der Lösungsfindung unterstützen. Und höre trotz allem auch immer mit auf dein Bauchgefühl.

Welche Entscheidung in deinem Leben ist dir besonders leicht oder schwer gefallen? Und welche Methoden unterstützen dich bei der Lösungsfindung? Ich freue mich über dein Feedback.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

LEARNING #7: Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche.

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit bin ich viele Dinge angegangen, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie wirklich funktionieren. Andererseits habe ich mich jedoch oft auch nicht getraut, etwas in die Tat umzusetzen. Ich hatte z.B. auch große Angst vorm Scheitern. Oder dass ich Fehler mache und die Menschen um mich herum dann mit dem Finger auf mich zeigen.

Als Perfektionistin wollte ich mich im Voraus immer gut absichern und alles richtig machen. Damit bloß keine Fehler entstehen. Schon während der Schulzeit konnte ich mit Fehlern nur schlecht umgehen und habe deshalb oft an mir gezweifelt. Und das zog sich durch mein Leben wie ein roter Faden.

Doch irgendwann erkannte ich, dass Perfektion an sich unerreichbar und auch gar nicht notwendig ist. So viele Menschen um mich herum dachten viel weniger nach als ich, bevor sie mit etwas begannen. Und ich fing an, Fehler zuzulassen. Ich erkannte sie als etwas Positives, was mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung half.

Plötzlich kam es sogar in Mode, Fehler zu machen. Aus dem Scheitern zu lernen. Überall ploppten die „FuckUp-Nights“ aus dem Boden. Und eines Abends stand ich selbst auf der Bühne und sprach über mein persönliches Scheitern. Ich war unglaublich aufgeregt und hatte plötzlich wieder große Selbstzweifel. Und ich war absolut überrascht darüber, wieviel positive Energie ich vom Publikum und auch im Nachhinein von Menschen, die meinen Vortrag später erst gesehen hatten, zurück bekam.

Ich erkannte, dass das Scheitern und das Fehler machen einfach zum Leben dazu gehört. Denn niemand ist unfehlbar! Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche. Denn letztendlich sind Fehler immer auch Interpretationssache. Was für den einen ein Fehler ist, ist für den anderen ganz normal.

Also kann ich auch gleich mein Mindset ändern und mir bewusst machen, dass ich aus meinen Fehlern lernen kann. Ich kann daran wachsen, meine Wege anpassen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Das bedeutet für mich persönliche Weiterentwicklung. Es bedeutet, zu leben.

Was sind deine Erfahrungen zum Thema „Fehler“?

LEARNING #6: Bleib flexibel.

Eines meiner größten Learnings in den 15 Jahren meiner Selbstständigkeit ist: Bleib flexibel. Denn in einer so schnelllebigen Welt, in der es immer wieder zu Veränderung und unvorhersehbaren Geschehnissen kommt, ist es so unglaublich wichtig, auch offen für diese Veränderungen zu bleiben.

Überlege dir in regelmäßigen Abständen immer wieder: Sind deine Produkte oder deine Dienstleistung noch angemessen und zeitgemäß? Welcher Nutzen wird dadurch erbracht? Passt dein Angebot immer noch zu dir und deiner Persönlichkeit? Sind deine Preise noch angemessen?

Wenn ich mir überlege, wieviele Dinge in den letzten 15 Jahren passiert sind, die ich mir nicht hätte ausmalen können. Immer wieder stand ich plötzlich vor einem Abgrund und wusste nicht weiter. Wenn du in solchen Momenten dann auch noch an Altem festhältst, obwohl es gar nicht mehr in die Zeit passt, wirst du höchstwahrscheinlich scheitern.

Viel besser ist es dann, tief durchzuatmen und mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen. Welche Nöte und Bedürfnisse haben die Menschen? Gibt es etwas, was du tun bzw. anbieten kannst, dass genau diese Bedürfnisse erfüllt?

Wenn du offen bist, flexibel bleibst und Mut zur Veränderung hast, so bildet genau das eine gute Basis für langfristigen Erfolg.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen dazu?

LEARNING #5 : Halte durch, auch in kritischen Zeiten.

Eines meiner wohl wichtigsten Learnings aus 15 Jahren Selbstständigkeit ist, durchzuhalten. Auch in kritischen Zeiten. Es wird immer wieder Durststrecken geben, in denen du vielleicht lieber aufgeben möchtest. Oder wo andere Menschen dir sagen, dass das alles so keinen Sinn hat.

Aber weisst du: Was wirklich zählt, ist die Frage, was deine eigenen Gedanken sind. Denkst du, dass es an der Zeit ist, aufzugeben? Oder siehst du vielleicht doch einen Weg, wie es weitergehen kann und wie du die kritische Zeit überstehst?

Gerade zu Beginn ist es oft schwierig, seine Routine zu finden. Es müssen oft noch Anpassungen getroffen werden. Des weiteren braucht es Sichtbarkeit, damit die Menschen wissen, dass es deine Dienstleistung oder dein Produkt überhaupt gibt. Und oft vergeht vom Erstkontakt bis zum letztendlichen Kauf oder der Buchung etwa 1 Jahr.

Wenn du dann auch noch etwas anbietest, das vielleicht neu und relativ unbekannt ist, braucht es eventuell sogar noch etwas mehr Zeit. Und ein gutes Marketing, so dass die Menschen auch verstehen, was überhaupt der Mehrwert deines Angebots ist.

Mir hat es immer sehr geholfen, einen zeitlichen und finanziellen Puffer zu haben, um herausfordernde Zeiten zu überstehen. Die Gewissheit, dass das, was ich anbiete, auch wirklich gebraucht wird. Mir eine Deadline zu setzen, bis wann ich durchhalten kann und möchte. Und bis wann wieder das Licht am Horizont zu sehen sein muss.

Die Hochs und Tiefs in meiner Selbstständigkeit begleiten mich bis heute. Mal läuft es großartig, dann passiert wieder einmal eine Zeit lang gar nichts. Und plötzlich stehst du vor Herausforderungen, die du dir nicht hättest ausmalen können.

Doch glaube ich ganz fest an das, was ich tue! Ich stehe nicht still und ich bin mir voll und ganz meiner Selbstständigkeit bewusst. Das alles hilft mir dabei, auch in schwierige Zeiten durchzuhalten.

Und letztendlich stellte ich mir immer die Frage: Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn es doch nicht klappt? Könnte ich mit den Konsequenzen leben? Und was wäre mein Plan B?

Wie gehst du mit herausfordernden Zeiten und Durststrecken in deiner Selbstständigkeit um?

LEARNING #4 : Erschaffe dir ein Netzwerk aus den unterschiedlichsten Menschen.

In meinen jetzt 15 Jahren Selbstständigkeit war das Netzwerken von Beginn an ein fester Bestandteil. Anfangs waren es eher die großen Netzwerkevents, z.B. von Verbänden oder im Rahmen von Veranstaltungen.

Damals fühlte ich mich oft fehl am Platz. Oft war ich umgeben von Herren in Anzügen, Menschen, die sehr wichtig zu sein schienen oder es kamen immer wieder Männer aus der Finanz- oder Versicherungsbranche auf mich zu, die mich für ihr Angebot gewinnen wollten.

Meine Intuition leistete mir dabei zwar immer gute Dienste, doch meine Unerfahrenheit führte oft trotzdem dazu, dass ich mich viel mit Menschen unterhielt, die mich nicht wirklich weiter brachten. Doch war ich damals froh über jede Person, die sich für meine Angebote interessierte und an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert war.

Oft war ich allein unterwegs, besuchte mehrere Events unterschiedlicher Art und so kam es, dass sich mein Netzwerk immer mehr erweiterte. Ich habe mich nicht nur auf ein Thema festgelegt, sondern war auch immer offen für neue Inspiration und Impulse. So kam es, dass mein Bekanntenkreis immer größer wurde und ich Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen kennenlernte.

Das alles führte letztendlich dazu, dass ich heute auf ein wunderbares und sehr breit gefächertes Netzwerk aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten zurück greifen kann. Egal, welche Ideen ich habe, welche Hilfe ich benötige oder wenn ich wertvolles Feedback brauche: Ich kann immer jemanden kontaktieren, der mich dabei unterstützen kann.

Selbst mit Menschen, mit denen ich vielleicht jahrelang keinen Kontakt mehr hatte, kann ich in Verbindung treten und ich weiß, ich kann auf sie zählen. Und, wenn sie mir selbst nicht weiterhelfen können, dann kennen sie mit Sicherheit jemanden, den sie mir empfehlen können.

Was mich besonders berührt, sind die immer sichtbarerer werdenden Netzwerke aus wunderbaren Business-Frauen. Das hätte ich mir damals, zu Beginn meiner Selbstständigkeit, als Unterstützung gewünscht und es hätte mir vieles erspart.

Ein wertvolles Netzwerk aus den unterschiedlichsten Menschen kann dich privat, aber auch geschäftlich, unglaublich stark machen. Dabei ist es jedoch eine Grundvoraussetzung, sich immer wertschätzend und respektvoll gegenüberzutreten. Deine Kontakte niemals zu missbrauchen. Immer ehrlich und transparent mit ihnen umzugehen. Denn nur dann werden sie dir vertrauen und auch du kannst dir sicher sein, dass es zu keinen bösen Überraschungen oder Enttäuschungen kommt.

Welche sind die Netzwerke, die dich persönlich stark machen und dich wirkungsvoll unterstützen?

LEARNING #1 : Lass dir von niemandem sagen, was geht oder nicht geht.

Kennst du das auch? Du hast eine tolle Idee im Kopf, die es so vielleicht noch nicht gab. Und du hast Lust darauf, die Idee wahr werden zu lassen. Du erzählst einer anderen Person, vielleicht sogar aus deinem nahen Umfeld, davon und die Reaktion ist: „WAS?! Das kannst du vergessen… das wird nie funktionieren!“

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es zwar durchaus förderlich sein kann, sich mit anderen Menschen über seine eigenen Gedanken und Ideen auszutauschen. Jedoch darf ich selbst immer noch darüber entscheiden, ob ich die Gedanken meines Gegenübers auch annehme.

Denn wo wären wir heute, wenn jede Person nur dem gefolgt wäre, was bereits da war? Niemand kennt deine Idee so gut, wie du. Du bist der Experte oder die Expertin auf diesem Gebiet. Und ob etwas gelingt oder zum Scheitern verurteilt ist, wird sich immer erst mit der Zeit zeigen.

Natürlich ist es sinnvoll, dir Feedback und Unterstützung von anderen Menschen einzuholen. Doch entscheide du selbst darüber, welche Priorität sie wirklich für dich und die Umsetzung deiner Idee hat.

Ganz frei nach dem Spruch: „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.“

Hochsensible Menschen können oft erst dann entspannen, wenn sich alle um sie herum wohlfühlen.

Die feinen Antennen hochsensibler Menschen sind fast immer auf Empfang. Selbst kleinste Nuancen und Veränderungen nehmen sie wahr, ob sie wollen oder nicht. Das kann gleichzeitig Fluch und Segen sein.

Die intensive Wahrnehmung ermöglicht es, sich gut auf andere Personen und Situationen einstellen zu können. Unstimmigkeiten oder sogar Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Außerdem sind hochsensible Menschen sehr gute Gastgeber und Gastgeberinnen. Durch ihre hohe Empathie können sie sich besonders gut in andere Menschen hineinversetzen und so ihre Bedürfnisse erkennen.

Doch gleichzeitig ist es so, dass dieses ständige Empfangen und Abchecken von Sinneseindrücken eine ziemliche Belastung darstellen kann, die nicht selten in Überreizung oder einer ausgeprägten Erschöpfung endet. Störungen werden intensiv wahrgenommen und wollen natürlich beseitigt werden. Denn nur dann, wenn wirklich alles harmonisch und stimmig erscheint, sind hochsensible Menschen überhaupt dazu in der Lage, sich auch wirklich zu entspannen. Doch grenzt das nicht bereits an Perfektionismus? Und ist es nicht so, dass Perfektion nie wirklich erreicht werden kann?

Deshalb gilt es für hochsensible Menschen einen guten Mittelweg zu finden. Was sind die Dinge, die du wirklich beeinflussen kannst? Und sind diese Dinge denn auch wirklich wichtig? Dieses Priorisieren kann dabei helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und es ist absolut okay, wenn Kleinigkeiten liegen bleiben oder Listen nicht komplett abgearbeitet werden.

Anfangs ist es vielleicht schwer, nicht die 100% anzustreben, die sonst dein „Normal“ waren. Doch nach und nach wird es immer leichter werden und du wirst immer häufiger Momente der Ruhe finden. Du weißt nicht, wie du all das in deinem Alltag umsetzen kannst? Dann melde dich gern bei mir und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Hochsensible Menschen dürfen lernen, sich selbst zu regulieren.

In unserer Gesellschaft haben nach wie vor hauptsächlich laute Menschen etwas zu sagen. Es geht um Schnelligkeit, Produktivität, ständige Bereitschaft und, und, und. Das Bild wandelt sich nur langsam und du kannst nicht erwarten, dass dein Umfeld auf deine Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Dazu kommt, dass viele hochsensible Menschen in ihrer Kindheit lediglich gelernt haben, ihre Emotionen und Sensibilität zu unterdrücken, anstatt damit umzugehen.

Viel besser ist es jedoch zu lernen, wie du dich selbst regulieren kannst, so dass du auch weiterhin in dieser lauten und schnellen Welt bestehen kannst. Muster, die wir bereits in unserer Kindheit erlernt haben, gehören jedoch zu unserer täglichen Routine. Anpassung, Verleugnung und das ständige Übertreten körperlicher und seelischer Grenzen sind nur einige davon. Doch auf Dauer macht uns das krank und es gilt, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Wir dürfen also lernen, wieder mehr auf unseren Körper zu hören. Merkmale der Überreizung frühzeitig erkennen und dem entgegen wirken. Was ist das, was dir gut tut? Vielleicht sind es Stille, Schlaf, Natur, Meditation oder Musik? Finde heraus, was du brauchst, um deine Überreizung möglichst schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen. Was du jederzeit und überall anwenden kannst.

Dann gelingt es dir auch, stressige und herausfordernde Situationen anzugehen und diese zu meistern. Ohne, dass du im Anschluss daran erst einmal 3 Tage krank bist.