Ich werde immer einmal wieder gefragt, wie ich denn eigentlich selbst heraus gefunden habe, dass ich hochsensibel bin. Mehr als die Hälfte meines Lebens lebte ich mit dem Gefßhl, irgendwie anders zu sein und nicht wirklich in diese laute und schnelle Welt hinein zu passen.
Erst mit Ende 20 las ich durch Zufall einen Artikel im Internet, in welchem es um das Thema Hochsensibilität ging und ich dachte: âDie schreiben Ăźber mich!!!â Noch nie zuvor hatte ich mich so gefĂźhlt. Verstanden, erkannt und angenommen. Dieser Artikel brachte mich dazu, mich intensiver mit dem Thema Hochsensibilität auseinander zu setzen.
Ich besorgte mir zwei BĂźcher von Elaine N. Aron, der BegrĂźnderin der Hochsensibilität. Zum einen das Buch âSind Sie hochsensibel?â und zum anderen das dazu gehĂśrige Arbeitsbuch. Beide BĂźcher arbeitete ich Ăźber einen längeren Zeitraum hinweg durch und es veränderte mein gesamtes Leben.
Ich hatte endlich das GefĂźhl, mit meiner âAndersartigkeitâ nicht mehr allein zu sein. Ich verstand rĂźckblickend vieles besser und konnte ab da an mein Leben besser auf meine BedĂźrfnisse ausrichten. Heute weiĂ ich, warum ich so bin, wie ich bin. Und dass es nicht nur ein Fluch, sondern auch ein Segen ist. Dass in Hochsensibilität viele ungeahnte Fähigkeiten und Potentiale stecken, die es zu erkennen, zu fĂśrdern und anzunehmen gilt. Am besten schon von Kindheit an.
Mittlerweile versuche ich, den doch eher stillen, hochsensiblen Menschen eine Stimme zu geben. Sie sichtbar zu machen. Ăber das Thema aufzuklären und zu informieren. Hochsensiblen Kindern und Erwachsenen Mut zu machen, dass sie genau richtig sind, so wie sie sind. Ihre Potentiale zu entdecken und zu entfalten. Um so ihren Platz in dieser Welt zu finden, sie mit ihren Fähigkeiten zu bereichern und fĂźr sich persĂśnlich ein glĂźckliches Leben fĂźhren zu kĂśnnen.



