NEWSLETTER #1 – Perfektion | Fluch und Segen –

Bist du jemand, der es immer allen recht machen mรถchte? Der Angst vor Fehlern und Ablehnung hat? Der immer das bestmรถgliche Ergebnis von sich selbst erwartet?

Das Streben nach Perfektion an sich ist grundsรคtzlich ein guter Anreiz. Produkte und Dienstleistungen erhalten dadurch ein hohes MaรŸ an Funktionalitรคt und Fehler kรถnnen vermieden werden.

Doch der stรคndige Drang danach, die Dinge perfekt und richtig zu machen, kann auch dazu fรผhren, dass wir krank werden. Uns ausgebrannt fรผhlen. Oder in die Depression abrutschen.

Deshalb ist es so wichtig, fรผr dich ein Gleichgewicht zu finden und frรผhzeitig zu erkennen, wann du damit aufhรถren solltest, etwas immer weiter zu perfektionieren.


Perfektionismus und Hochsensibilitรคt

Wusstest du, dass besonders hochsensible Menschen einen sehr ausgeprรคgten Drang zur Perfektion haben? Durch unsere Tiefgrรผndigkeit und die Fรคhigkeit, etwas bis ins kleinste Detail hinein zu analysieren, sind wir besonders gut darin, Fehler aufzudecken, entsprechende Anpassungen zu treffen und somit Prozesse oder Produkte in hรถchstem MaรŸe zu optimieren.

Diesbezรผglich sind hochsensible Menschen fรผr Unternehmen wahre Perlen. Doch kann das auch ins Gegenteil umschlagen. Durch unseren Wunsch, alles perfekt zu machen, kรถnnen Konzepte und Ideen auch lange auf sich warten lassen. Deadlines werden vielleicht immer wieder verschoben, weil etwas „noch nicht fertig“ ist. Oder das Ergebnis ist so tiefgrรผndig und allumfassend, dass die Umsetzung fast unmรถglich erscheint. Das Ende vom Lied? Wir fรผhlen uns unverstanden, nicht wertgeschรคtzt und zweifeln an uns und unseren Fรคhigkeiten.

Wie also kannst du es schaffen, einen wertvollen Mittelweg zu finden, der vor allem die positiven Eigenschaften von Perfektionismus ins rechte Licht rรผckt?


So nutzt du deinen Perfektionismus auf positive Art und Weise.

  • Hole dir Unterstรผtzung bzw. Menschen an deine Seite, die dich darauf hinweisen, wenn du dich in der Perfektion verlierst.
  • Suche dir Projekt, wo deine Fรคhigkeiten zur Perfektion von groรŸem Nutzen sein kรถnnte.
  • Setze dir klare Ziele und Deadlines.
  • Mach dir bewusst, dass dein MaรŸstab fรผr 100% bereits weit รผber dem des Durchschnitts liegt.
  • Lerne, deine eigene Arbeit wertzuschรคtzen, auch wenn es sich fรผr dich vielleicht so anfรผhlt, als wรคre sie „noch nicht fertig“.
  • Versuche zu erkennen, wann Perfektionsmus angebracht ist und wann auch mal „nur“ 50 oder 80% Leistung ausreichen.
  • รœbe dich darin, deinen Perfektionismus anzunehmen, ihn lieben zu lernen und auch immer einmal wieder mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Neue Episode meines Podcasts: „HOCH-WAS? hochsensibel. “ – Hochsensibilitรคt & Perfektion

In meiner aktuellen Podcast-Folge spreche ich รผber das Thema „Hochsensibilitรคt und Perfektion“. Darin gehe ich noch einmal etwas genauer darauf ein, warum hochsensible Menschen oft sehr perfektionistisch sind und wie meine eigene Mobbing-Erfahrung in der Schulzeit meine Perfektionismus noch verstรคrkt hat.

Meinen Podcast findest du รผberall, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc. Die aktuelle Episode gibt es hier:


Mein Learning der Woche…

Wusstest du, dass sich das Geschlecht der Schildkrรถten-Embryos nach der Temperatur richtet? Bei niedrigeren Temperaturen werden es mรคnnliche Embryos, bei hohen Temperaturen weibliche Reptilien.

Durch die Klimaerwรคrmung gibt es nun immer mehr weibliche Schildkrรถten, so dass viele Arten immer mehr vom Aussterben bedroht sind. Was fรผr traurige Aussichten…



Ich hoffe, dir mit meinem Newsletter einen kleinen Mehrwert geschaffen zu haben und bin gern fรผr deine Vorschlรคge bezรผglich zukรผnftiger Themen fรผr meinen Newsletter, Blog oder Podcast offen. Was interessiert dich zu den Themen Hochsensibilitรคt und Auftretenskompetenz?

Hab eine gute Zeit und genieรŸe den Frรผhling!

Kristin

๐ŸŒฟ Immer und immer wiederโ€ฆ

lรถsche ich die soeben gemachte Aufnahme und beginne wieder von vorn. Ich bin unzufrieden mit mir und dem, was ich eingesprochen habe. Eine freundliche und positive BegrรผรŸung soll es seinโ€ฆ fรผr meinen Podcastโ€ฆ fรผr die zweite Folge.

Nach dem 3. Versuche gebe ich auf und atme tief durch. So ein Mist! Dabei weiรŸ ich doch genau, wie es geht. Dabei habe ich es doch gelernt! Wie kann das denn jetzt plรถtzlich nur so schwer sein?

Ein paar anstrengende Wochen liegen hinter mir. Ich bin mรผde und abgespannt. Meine Konzentration ist an diesem Tag nicht die beste und meine Gedanken schweifen immer wieder ab zu den Dingen, die noch abgearbeitet werden mรผssen.

Und in diesem Moment wird mir bewusst, worum es in meinem Podcast eigentlich geht. Ich mรถchte Menschen berรผhren. Einen Teil von mir zeigen und mรถglichst einfach und unterhaltsam รผber das Thema Hochsensibilitรคt informieren. Muss ich dafรผr perfekt sein? Nein!

Doch Perfektion ist ein Teil von mir, schon seit ich denken kann. Und auch von vielen anderen hochsensiblen Menschen. Und immer wieder arbeite ich daran, Dinge auch einfach mal loszulassen. Sie sein zu lassen. Auch, wenn sie nicht perfekt sind.

Somit drรผcke ich auf Aufnahme und beginne genau damit: รœber das zu sprechen, was ich gerade erlebt habe. Und es ist die perfekte รœberleitung zu meinem Thema. Also doch irgendwie wieder perfekt. ๐Ÿ˜Œ

Und es ist plรถtzlich wieder ganz einfach! Wenn ich mir erlaube, ich selbst zu sein. Wenn ich mir erlaube, Fehler zu machen. Und wenn ich einen Teil meiner Unperfektheit zeige. 

Wie ist das bei dir?

PS: รœbrigens spreche ich an einer Stelle in meinem Podcast immer wieder von Puzzleteilen, obwohl ich eigentlich das Wort Puzzle verwenden wollte. Und weiรŸt du was? Ich habe es einfach drin gelassen und genau so verรถffentlicht. Ist es dir aufgefallen?

LEARNING #7: Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche.

In meinen 15 Jahren Selbststรคndigkeit bin ich viele Dinge angegangen, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie wirklich funktionieren. Andererseits habe ich mich jedoch oft auch nicht getraut, etwas in die Tat umzusetzen. Ich hatte z.B. auch groรŸe Angst vorm Scheitern. Oder dass ich Fehler mache und die Menschen um mich herum dann mit dem Finger auf mich zeigen.

Als Perfektionistin wollte ich mich im Voraus immer gut absichern und alles richtig machen. Damit bloรŸ keine Fehler entstehen. Schon wรคhrend der Schulzeit konnte ich mit Fehlern nur schlecht umgehen und habe deshalb oft an mir gezweifelt. Und das zog sich durch mein Leben wie ein roter Faden.

Doch irgendwann erkannte ich, dass Perfektion an sich unerreichbar und auch gar nicht notwendig ist. So viele Menschen um mich herum dachten viel weniger nach als ich, bevor sie mit etwas begannen. Und ich fing an, Fehler zuzulassen. Ich erkannte sie als etwas Positives, was mir bei meiner persรถnlichen Weiterentwicklung half.

Plรถtzlich kam es sogar in Mode, Fehler zu machen. Aus dem Scheitern zu lernen. รœberall ploppten die โ€žFuckUp-Nightsโ€œ aus dem Boden. Und eines Abends stand ich selbst auf der Bรผhne und sprach รผber mein persรถnliches Scheitern. Ich war unglaublich aufgeregt und hatte plรถtzlich wieder groรŸe Selbstzweifel. Und ich war absolut รผberrascht darรผber, wieviel positive Energie ich vom Publikum und auch im Nachhinein von Menschen, die meinen Vortrag spรคter erst gesehen hatten, zurรผck bekam.

Ich erkannte, dass das Scheitern und das Fehler machen einfach zum Leben dazu gehรถrt. Denn niemand ist unfehlbar! Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche. Denn letztendlich sind Fehler immer auch Interpretationssache. Was fรผr den einen ein Fehler ist, ist fรผr den anderen ganz normal.

Also kann ich auch gleich mein Mindset รคndern und mir bewusst machen, dass ich aus meinen Fehlern lernen kann. Ich kann daran wachsen, meine Wege anpassen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Das bedeutet fรผr mich persรถnliche Weiterentwicklung. Es bedeutet, zu leben.

Was sind deine Erfahrungen zum Thema โ€žFehlerโ€œ?

๐Ÿ’› World Mental Health Day ๐Ÿ’›

Heute ist der Welttag fรผr psychische Gesundheit – World Mental Health Day. Und wusstest du, dass insbesondere hochsensible Menschen der Gefahr unterliegen, psychisch krank zu werden? Depressionen zu bekommen oder in einem Burn-On/Burn-Out zu landen?

Hochsensible Menschen nehmen Gefรผhle und Emotionen besonders intensiv wahr. Sie haben den starken Wunsch, es anderen Menschen recht zu machen. Sie gehen oft รผber ihre eigenen kรถrperlichen und seelischen Grenzen hinaus, nur, um dazuzugehรถren und nicht negativ aufzufallen oder anzuecken.

Aufgaben erfรผllen sie mit einer ausgeprรคgten Perfektion und Tiefgrรผndigkeit. Sie hinterfragen, analysieren und geben gern 200 Prozent, wenn sie fรผr etwas brennen. Enttรคuschungen und Ungerechtigkeiten nehmen sie stark mit. Und sie haben leider oft auch verlernt, auf die Warnsignale ihres Kรถrpers zu achten.

Deshalb ist es besonders fรผr hochsensible Menschen so wichtig, zu erkennen, was ihre besondere Persรถnlichkeit ausmacht. Wie sie damit in Alltag und Beruf optimal umgehen und gut fรผr sich sorgen kรถnnen. Und wie es ihnen gelingt, sich abzugrenzen und ihre Hochsensibilitรคt vom Fluch in eine wunderbare Gabe zu transformieren.

Etwa jede 5. Person ist hochsensibel. Wenn du es selbst nicht bist, dann hast zu 100% jemanden in deinem Umfeld, der eine hohe Sensitivitรคt besitzt. Doch egal, ob hochsensibel oder nichtโ€ฆ psychische Gesundheit geht uns alle an!

Also betrachte dein Umgeld mit wachen Augen. Gehe aktiv auf Menschen zu, wenn du das Gefรผhl hast, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Und, wenn du selbst betroffen bist: Such dir bitte professionelle Unterstรผtzung ๐Ÿ’›

Hochsensible Menschen kรถnnen oft erst dann entspannen, wenn sich alle um sie herum wohlfรผhlen.

Die feinen Antennen hochsensibler Menschen sind fast immer auf Empfang. Selbst kleinste Nuancen und Verรคnderungen nehmen sie wahr, ob sie wollen oder nicht. Das kann gleichzeitig Fluch und Segen sein.

Die intensive Wahrnehmung ermรถglicht es, sich gut auf andere Personen und Situationen einstellen zu kรถnnen. Unstimmigkeiten oder sogar Bedrohungen frรผhzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu kรถnnen. AuรŸerdem sind hochsensible Menschen sehr gute Gastgeber und Gastgeberinnen. Durch ihre hohe Empathie kรถnnen sie sich besonders gut in andere Menschen hineinversetzen und so ihre Bedรผrfnisse erkennen.

Doch gleichzeitig ist es so, dass dieses stรคndige Empfangen und Abchecken von Sinneseindrรผcken eine ziemliche Belastung darstellen kann, die nicht selten in รœberreizung oder einer ausgeprรคgten Erschรถpfung endet. Stรถrungen werden intensiv wahrgenommen und wollen natรผrlich beseitigt werden. Denn nur dann, wenn wirklich alles harmonisch und stimmig erscheint, sind hochsensible Menschen รผberhaupt dazu in der Lage, sich auch wirklich zu entspannen. Doch grenzt das nicht bereits an Perfektionismus? Und ist es nicht so, dass Perfektion nie wirklich erreicht werden kann?

Deshalb gilt es fรผr hochsensible Menschen einen guten Mittelweg zu finden. Was sind die Dinge, die du wirklich beeinflussen kannst? Und sind diese Dinge denn auch wirklich wichtig? Dieses Priorisieren kann dabei helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und es ist absolut okay, wenn Kleinigkeiten liegen bleiben oder Listen nicht komplett abgearbeitet werden.

Anfangs ist es vielleicht schwer, nicht die 100% anzustreben, die sonst dein โ€žNormalโ€œ waren. Doch nach und nach wird es immer leichter werden und du wirst immer hรคufiger Momente der Ruhe finden. Du weiรŸt nicht, wie du all das in deinem Alltag umsetzen kannst? Dann melde dich gern bei mir und wir finden gemeinsam eine Lรถsung.

Hochsensible Menschen haben oft verlernt, auf ihren Kรถrper zu hรถren.

Dadurch, dass hochsensible Menschen oft Perfektion anstreben, sehr harmoniebedรผrftig sind und es gern allen Recht machen, gehen sie sehr oft รผber ihre kรถrperlichen Grenzen und ignorieren die Warnsignale ihres Kรถrpers.

Dabei ist Abgrenzung und Erholung gerade fรผr sie extrem wichtig. Die eigenen Grenzen zu kennen und fรผr diese auch einzustehen. Um nicht in eine Abwรคrtsspirale zu gelangen, die sie immer weiter nach unten zieht und letztendlich in einem Burn-Out endet.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Situation wรคhrend meines Studiums. Es ging darum, Samstag Abend mit auf eine Party zu gehen. Normalerweise hรคtte ich, wie immer, einfach zugesagt. Doch zu dieser Zeit war ich extrem geschafft von meiner Woche voller Studium und Arbeit. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte zu meinem besten Freund, dass ich nicht mitkommen wรผrde. Er wunderte sich und fragte, ob ich denn etwas anderes vor hรคtte. Und ich erklรคrte ihm, dass mir einfach nicht nach Party ist, ich lieber alleine zu Hause bleiben und mich bei einem guten Film entspannen und ausruhen mรถchte.

Es fiel ihm damals sehr schwer, das nachzuvollziehen und zu verstehen. Und doch akzeptierte er es. Nach vielen Jahren hat er mir dann erzรคhlt, dass er rรผckblickend sehr beeindruckt von meinem โ€žNeinโ€œ war. Und dass er damals nie den Mut zu so etwas gehabt hรคtte.

Und dabei ist es doch so unglaublich wichtig, auf dich und deinen Kรถrper zu hรถren und danach zu leben. Du brauchst eine ruhige Auszeit, mรถchtest einmal nur fรผr dich sein und nicht auf diese Party gehen? Okay! Ein โ€žNeinโ€œ ist absolut in Ordnung. Steh zu dir und deinen Bedรผrfnissen und steh auch dafรผr ein.

PS: Kennst du eigentlich den Begriff Burn-On? Er ist sozusagen die Vorstufe des Burn-Outs. Da du keine Mรถglichkeit zur Erholung hast, raffst du ich immer wieder zusammen und gehst immer und immer wieder รผber deine kรถrperlichen Grenzen. Und somit stehst du immer kurz vorm Burn-Out. Erkennst du dich darin wieder?

Hochsensible Menschen sind gern gut vorbereitet.

Hochsensible Menschen sind gewissenhaft, tiefgrรผndig, analytisch und kรถnnen unglaublich gut planen und organisieren. Das tun sie vor allem auch, um negativen Erlebnissen aus dem Weg zu gehen. Um Scheitern zu vermeiden. Und sie kรถnnen sich sehr gut in andere Menschen hinein versetzen. Diese Fรคhigkeit verhilft ihnen dazu, sich allumfassend zu informieren und in der Vorbereitung alle Mรถglichkeiten mit einzubeziehen.

Dass das, gepaart mit Perfektion, auch in Stress ausarten und dazu fรผhren kann, dass sich hochsensible Menschen in Details verlieren, ist offensichtlich. Doch was uns noch mehr aus der Fassung bringt, sind รœberraschungen. Unangekรผndigte Verรคnderungen. Situationen, auf die wir nicht vorbereitet sind und flexibel reagieren mรผssen.

Zwar gelingt es, durch unsere Kreativitรคt und unsere Fรคhigkeit zur Anpassung, uns in solchen Situationen nichts anmerken zu lassen. Doch innerlich bedeutet es fรผr uns unglaublichen Stress. Alle Alarmglocken schrillen und der Kรถrper schรผttet Stresshormone aus.

Was helfen kann ist, sich seiner kรถrperlichen Reaktionen bewusst zu sein. Zu akzeptieren, dass wir so funktionieren. In der Evolutionsgeschichte waren hochsensible Menschen dafรผr da, andere vor Gefahren zu warnen. Was also tun, wenn uns plรถtzlich, in eigentlich ungefรคhrlichen Situationen, genau diese Fรคhigkeit zu schaffen macht?

Atme ganz bewusst mehrmals tief ein und aus. Mach dir bewusst, dass auch solche Situationen ihr Gutes haben kรถnnen und versuche, dich genau auf diesen Aspekt zu konzentrieren. Vielleicht kannst du dich das nรคchste Mal schon viel besser darauf vorbereiten. Und es hilft auรŸerdem, deine Befindlichkeiten auch nach auรŸen zu kommunizieren und darum zu bitten, zukรผnftig auf รœberraschungen und kurzfristige ร„nderungen zu verzichten.

Wenn dir dein Perfektionismus im Weg stehtโ€ฆ

Kennst du das Gefรผhl, alles immer perfekt machen zu wollen? Es jedem Recht zu machen? Allen Ansprรผchen zu genรผgen? Stรคndig Konflikte vermeiden zu wollen?

Wenn du einmal genauer darรผber nachdenkst, wirst du schnell feststellen, dass genau das ein Ding der Unmรถglichkeit ist. Denn du kannst nicht alles immer perfekt machen und du kannst es auch nicht jedem Recht machen. Und die einzige Person, die darunter leidet, bist letztendlich du selbst.

Versuche also, immer gut fรผr dich zu sorgen. Setze dir Prioritรคten. Was ist jetzt wirklich wichtig? Dann fokussiere dich darauf und stelle dich einmal selbst in den Mittelpunkt. Denn nur dann, wenn du selbst auch gut fรผr dich sorgst, indem du deinen Perfektionismus und deine Ansprรผche herunter schraubst, kannst du auch fรผr andere da sein und deinen Alltag mit einem guten Gefรผhl erledigen.

Warum ich mich fรผr Hochsensibilitรคt stark mache ๐Ÿ’›๐Ÿ™๐Ÿป

Kristin, warum sprichst und schreibst du in letzter Zeit so viel รผber Hochsensibilitรคt?

Der ein oder andere hat sich vielleicht schon die Frage gestellt, warum ich in letzter Zeit immer mehr รผber das Thema Hochsensibilitรคt spreche und schreibe. Kurz gesagt: Ich mรถchte das Thema Hochsensibilitรคt mehr in den Fokus der Gesellschaft rรผcken. Ich mรถchte aufklรคren, darรผber sprechen und anderen hochsensiblen Menschen die Augen dafรผr รถffnen, dass sie NICHT krank sind und auch NICHT zum Arzt mรผssen. Sondern, dass sie eine wunderbare Gabe besitzen, in welcher ungeahntes Potential steckt. Die im Privaten und in Unternehmen erkannt und gefรถrdert werden sollte. Weil sie, meiner Meinung nach, unbedingt gebraucht wirdโ€ฆ ganz besonders in der heutigen Zeit.

So lange ich denken kann, hatte ich immer wieder das Gefรผhl, anders zu sein als die Menschen um mich herum. Dass mir die Welt da drauรŸen viel zu laut ist. Dass ich viel mehr wahrnehme, als andere. Dass ich mehr Rรผckzugsmรถglichkeiten brauche. Dass ich oft lieber allein fรผr mich bin, als im Trubel zu sein. Und ich habe, wรคhrend meines Lebens, immer wieder Sprรผche gehรถrt wie: โ€žNun reiรŸ dich doch mal zusammen!โ€œ oder โ€žSei doch nicht immer so sensibel!โ€œ Und ich traf, besonders in meiner Jugend und Studienzeit, sehr oft auf Unverstรคndnis, wenn ich mich zurรผckziehen wollte. Deshalb bin ich viel zu oft รผber meine persรถnlichen Grenzen gegangen, nur um dazuzugehรถren und keine AuรŸenseiterin zu sein. Doch das endete dann sehr hรคufig in extremer, kรถrperlicher und auch seelischer Erschรถpfung.

Mit fast 30 stieรŸ ich dann auf einen Artikel im Internet, in welchem es um Hochsensibilitรคt ging. Und ich hatte sofort das Gefรผhl: โ€žDie schreiben รผber mich!!!โ€œ Ich besorgte mir schlieรŸlich die Bรผcher von Elaine Aron und entdeckte nach und nach meine eigene Hochsensibilitรคt. Und das, hat mein Leben komplett verรคndert! Denn seitdem bin ich dabei, meine Gabe immer mehr anzunehmen und in meinen Alltag sowie meine Arbeit ganz bewusst zu integrieren.

Somit rรผckte das Thema immer mehr in den Mittelpunkt meines Lebens. Und es kamen immer wieder Menschen auf mich zu, die ร„hnliches erlebt haben. Die sich in meinen Erzรคhlungen wieder finden. Die ihre Andersartigkeit leider viel zu oft als etwas Negatives fรผhlten. Und das bis zum heutigen Tage. Leider herrscht in unserer Gesellschaft immer noch viel zu wenig Wissen und Aufklรคrung รผber dieses Thema. Es gibt immer noch zu viel Stigmatisierung. Zu viel Mobbing. Zu viel Negativitรคt, die dann oft in Depression und anderen psychischen sowie physischen Beschwerden endet.

Doch all das muss nicht sein. Es kann anders werden, wenn wir Hochsensibilitรคt frรผh genug erkennen. Wenn wir mit ihr umgehen lernen, sie zu schรคtzen wissen und hochsensible Menschen individuell fรถrdern. Deshalb ist es mir ein groรŸes, persรถnliches Anliegen, Hochsensibilitรคt mit allem was dazu gehรถrt, mehr in den Fokus der Gesellschaft zu rรผcken. Darรผber aufzuklรคren. Es als eine wunderbare Gabe zu beschreiben, in der so unglaublich viel Potential steckt! Menschen zu ermutigen und zu motivieren, zu ihrer Hochsensibilitรคt zu stehen. Sie stark zu machen fรผr ihren Platz in der Gesellschaft. Und all das immer mehr in meine Arbeit zu integrieren. Mit dem Wunsch nach mehr Sichtbarkeit und Anerkennung fรผr uns hochsensible Menschen ๐Ÿ’›

Die 18 Minuten Regel

#DieAchtzehnMinutenRegel #DiePerfekteRede

Bei #Vortrรคgen erlebe ich es sehr oft, dass die eingeplante Zeit vom #Redner sehr oft รผberschritten wird. Es scheint also nicht schwer zu sein, viel รผber ein Thema sprechen zu kรถnnen. Die Herausforderung besteht bei vielen jedoch darin, sich kurz zu fassen und auf das Wesentliche zu konzentrieren. Doch, um Informationen #Gehirn gerecht zu verpacken, darf der Redebeitrag nicht zu lang sein.

Hรถren, Denken und Sprechen sind physisch anspruchsvolle Tรคtigkeiten. In einer #Studie mit Universitรคtsstudenten fand man heraus, dass die extreme Anhรคufung von Informationen in den Vorlesungen und Seminaren zu einer steigenden #Angst und enormen Druck fรผhrt. Man will sich ja alles merken, weil es Prรผfungsstoff sein kรถnnte. Dieser Effekt tritt auch beim Publikum auf, wenn dein Vortrag zu lang ist. Durch den kognitiven Rรผckstau an Informationen entstehen mรถglicherweise Angst, Druck bis hin zu richtigem ร„rger. Und das sollte keinesfalls das sein, was du mit deiner Rede erreichen mรถchtest.

18 Minuten sind fรผr eine Rede die perfekte Zeit, um die Aufmerksamkeit des Publikums optimal auszunutzen.

Die berรผhmten #TED Reden dรผrfen 18 Minuten nicht รผberschreiten. Und das hat auch einen guten Grund. Forscher haben entdeckt, dass zu viele Informationen auf einmal die erfolgreiche Vermittlung von Ideen verhindern. Da es viele Redner gewohnt sind, 45 Minuten oder lรคnger zu sprechen, sind 18 Minuten ein guter Anreiz, sein Redethema inhaltlich genauestens zu รผberprรผfen und sich konsequent damit auseinanderzusetzen. Was ist die eigentliche Essenz meiner Rede? Und wie kann ich diese am besten meinem Publikum vermitteln?

18 Minuten entsprechen etwa der Lรคnge einer Kaffeepause. Man kann sich also z.B. die Rede wรคhrenddessen online anschauen und dann an andere Menschen weiter leiten. Somit verbreitete sich eine 18-Minuten-Rede enorm schnell. Aber was, wenn du mit deinem #Vortrag eine Zeit von einer Stunde oder mehr fรผllen musst? Ganz einfach: Baue kognitive Pausen mit ein. Diese kรถnnen z.B. Filme, das Erzรคhlen von Geschichten oder lockere Dialoge mit dem Publikum sein. Also Informationsvermittlung und kleine #Auszeiten immer im Wechsel. Noch besser ist es sogar, deinen Inhalt auf mehrere kurze Blรถcke an unterschiedlichen Tagen aufzuteilen. Das Wichtige ist, deine Informationen Gehirn gerecht in eher kurze Sequenzen zu verpacken, so dass es beim Publikum gar nicht erst zu einem kognitiven Rรผckstau kommt.