Bist du jemand, der es immer allen recht machen möchte? Der Angst vor Fehlern und Ablehnung hat? Der immer das bestmögliche Ergebnis von sich selbst erwartet?
Das Streben nach Perfektion an sich ist grundsätzlich ein guter Anreiz. Produkte und Dienstleistungen erhalten dadurch ein hohes Maß an Funktionalität und Fehler können vermieden werden.
Doch der ständige Drang danach, die Dinge perfekt und richtig zu machen, kann auch dazu führen, dass wir krank werden. Uns ausgebrannt fühlen. Oder in die Depression abrutschen.
Deshalb ist es so wichtig, für dich ein Gleichgewicht zu finden und frühzeitig zu erkennen, wann du damit aufhören solltest, etwas immer weiter zu perfektionieren.

Perfektionismus und Hochsensibilität
Wusstest du, dass besonders hochsensible Menschen einen sehr ausgeprägten Drang zur Perfektion haben? Durch unsere Tiefgründigkeit und die Fähigkeit, etwas bis ins kleinste Detail hinein zu analysieren, sind wir besonders gut darin, Fehler aufzudecken, entsprechende Anpassungen zu treffen und somit Prozesse oder Produkte in höchstem Maße zu optimieren.
Diesbezüglich sind hochsensible Menschen für Unternehmen wahre Perlen. Doch kann das auch ins Gegenteil umschlagen. Durch unseren Wunsch, alles perfekt zu machen, können Konzepte und Ideen auch lange auf sich warten lassen. Deadlines werden vielleicht immer wieder verschoben, weil etwas „noch nicht fertig“ ist. Oder das Ergebnis ist so tiefgründig und allumfassend, dass die Umsetzung fast unmöglich erscheint. Das Ende vom Lied? Wir fühlen uns unverstanden, nicht wertgeschätzt und zweifeln an uns und unseren Fähigkeiten.
Wie also kannst du es schaffen, einen wertvollen Mittelweg zu finden, der vor allem die positiven Eigenschaften von Perfektionismus ins rechte Licht rückt?

So nutzt du deinen Perfektionismus auf positive Art und Weise.
- Hole dir Unterstützung bzw. Menschen an deine Seite, die dich darauf hinweisen, wenn du dich in der Perfektion verlierst.
- Suche dir Projekt, wo deine Fähigkeiten zur Perfektion von großem Nutzen sein könnte.
- Setze dir klare Ziele und Deadlines.
- Mach dir bewusst, dass dein Maßstab für 100% bereits weit über dem des Durchschnitts liegt.
- Lerne, deine eigene Arbeit wertzuschätzen, auch wenn es sich für dich vielleicht so anfühlt, als wäre sie „noch nicht fertig“.
- Versuche zu erkennen, wann Perfektionsmus angebracht ist und wann auch mal „nur“ 50 oder 80% Leistung ausreichen.
- Übe dich darin, deinen Perfektionismus anzunehmen, ihn lieben zu lernen und auch immer einmal wieder mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Neue Episode meines Podcasts: „HOCH-WAS? hochsensibel. “ – Hochsensibilität & Perfektion
In meiner aktuellen Podcast-Folge spreche ich über das Thema „Hochsensibilität und Perfektion“. Darin gehe ich noch einmal etwas genauer darauf ein, warum hochsensible Menschen oft sehr perfektionistisch sind und wie meine eigene Mobbing-Erfahrung in der Schulzeit meine Perfektionismus noch verstärkt hat.
Meinen Podcast findest du überall, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc. Die aktuelle Episode gibt es hier:

Mein Learning der Woche…
Wusstest du, dass sich das Geschlecht der Schildkröten-Embryos nach der Temperatur richtet? Bei niedrigeren Temperaturen werden es männliche Embryos, bei hohen Temperaturen weibliche Reptilien.
Durch die Klimaerwärmung gibt es nun immer mehr weibliche Schildkröten, so dass viele Arten immer mehr vom Aussterben bedroht sind. Was für traurige Aussichten…

Ich hoffe, dir mit meinem Newsletter einen kleinen Mehrwert geschaffen zu haben und bin gern für deine Vorschläge bezüglich zukünftiger Themen für meinen Newsletter, Blog oder Podcast offen. Was interessiert dich zu den Themen Hochsensibilität und Auftretenskompetenz?
Hab eine gute Zeit und genieße den Frühling!
Kristin