Die eigenen Bedürfnisse erkennen.

Findest du dich öfter in Streitgesprächen wieder, in denen du vollkommen emotional reagierst und deine Reaktionen kaum unter Kontrolle hast? Fragst du dich vielleicht, weshalb es dir einfach nicht gelingen will, objektiv und sachlich zu bleiben? 

Vielleicht stecken hinter den Reaktionen von dir unerkannte und unerfüllte Bedürfnisse. Dabei ist die Erfüllung körperlicher und psychischer Bedürfnisse die Basis für ein gesundes und glückliches Leben. Bleiben sie über einen längeren Zeitraum hinweg unerfüllt oder vernachlässigt, so äußert sich das in Unzufriedenheit, Überforderung, Depression und kann im Extremfall sogar zum Tod führen.

Deshalb ist es so wichtig, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und für sie einzustehen. Das Erforschen deiner wahren Bedürfnisse ist ein spannender und manchmal auch sehr herausfordernder Prozess. Oft denken wir, sie zu kennen. Doch beim genaueren Hinschauen wird uns klar, dass letztendlich doch etwas ganz anderes dahinter steckt.

Heute bekommst du von mir eine kleine Anleitung dafür, wie du deine eigenen Bedürfnisse erkennen und erforschen kannst. Denn nur, wenn du dir ihrer bewusst bist, kannst du sie auch erfüllen.

Wenn du dir dabei meine professionelle Unterstützung wünschst oder zukünftig in Konfliktsituationen souverän reagieren möchtest, dann melde dich gern bei mir.

Und noch etwas Interessantes zum Schluss: In der Wirtschaft sind unerfüllte Bedürfnisse sehr nützlich, denn sie bringen Kreativität und Innovation hervor.

🌿 Warum du dein Unternehmen oder deine Dienstleistung auf hochsensible Menschen ausrichten solltest.

Wenn du dein Unternehmen bzw. deine Dienstleistung nach den Bedürfnissen hochsensibler Menschen ausrichtest, profitieren letztendlich alle davon. Vernachlässigst du jedoch die Bedürfnisse hochsensibler Menschen, so schließt du etwa 20% aller Menschen aus. 

Viele Einflüsse des Lebens wirken unbewusst auf uns ein. Grelles Licht und grelle Farben, schnelle Bewegungen, laute Geräusche und unangenehme Gerüche nehmen wir deshalb oft nur unterschwellig wahr. Sie hinterlassen jedoch in uns und unserem Gehirn ihre Spuren und führen, besonders auf Dauer, zu Stress und Überreizung. Hochsensible Menschen nehmen Sinneseindrücke viel intensiver wahr, als normal sensible Menschen. Wenn du also dafür sorgst, dass ihre Sinne beruhigt sind und sie sich wohl fühlen, so wirkt sich das auch positiv auf alle anderen aus. 

Nimm also immer einmal wieder die Perspektive hochsensibler Menschen ein oder bitte sie direkt um Unterstützung. Schau, wie du dein Unternehmen und deine Dienstleistung optimal ausrichten kannst. Und du wirst merken, wie schnell sich positive Veränderungen zeigen.

Als ich die Wohnungstür hinter mir schloss…

…spürte ich, wie die Anspannung langsam von mir abfiel. Das Rauschen des Abends hatte ich noch in den Ohren und mein Herzschlag war deutlich erhöht. Doch selbst, als ich eine halbe Stunde später endlich im Bett lag, liefen mein Körper und mein Geist immer noch auf Hochtouren.

Großveranstaltungen, wie der Neujahrsempfang der IHK gestern Abend in Leipzig, sind für mich (und auch für viele andere hochsensible Menschen) immer wieder eine Herausforderung. Trotz der vielen bekannten Gesichter, der spannenden neuen Begegnungen und der unzähligen, wertvollen Gespräche hinterlassen sie doch auch ihre Spuren.

Durch die andauernde Überreizung in Form von Geräuschen, visuellen Reizen, der eigenen Aufregung und der vielen unterschiedlichen Energien im Raum, brauchen Körper und Geist am nächsten Tag viel Erholung und Ruhe. Das Problem dabei ist, dass sich das im Arbeitsalltag oft nur schwer umsetzen lässt.

Ich als Selbstständige kann mir, zum Glück, den Großteil meiner Termine selbst planen. Doch wie ist das in einem Angestelltenverhältnis? Wie sieht es aus, wenn sich die hochsensible Person selbst vielleicht gar nicht darüber bewusst ist? Oder wenn sie es zwar weiß, ihr Arbeitsumfeld jedoch keine Rücksicht darauf nimmt?

Häufiges Kranksein bis hin zum letztendlichen Burnout sind langfristige Folgen. Das schadet dem Unternehmen und vor allem der hochsensiblen Person selbst. Deshalb ist das Wissen über Hochsensibilität und Neurodiversität gerade in Unternehmen so extrem wichtig. Zu wissen, wie die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ticken, um sie zukünftig dabei unterstützen zu können, ihre wahren Potentiale zu entfalten.

Du möchtest mehr zu diesem Thema erfahren? Du wünschst dir dazu einen Vortrag oder ein professionelles Coaching von mir? Dann melde dich gern 🙂

LEARNING #7: Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche.

In meinen 15 Jahren Selbstständigkeit bin ich viele Dinge angegangen, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie wirklich funktionieren. Andererseits habe ich mich jedoch oft auch nicht getraut, etwas in die Tat umzusetzen. Ich hatte z.B. auch große Angst vorm Scheitern. Oder dass ich Fehler mache und die Menschen um mich herum dann mit dem Finger auf mich zeigen.

Als Perfektionistin wollte ich mich im Voraus immer gut absichern und alles richtig machen. Damit bloß keine Fehler entstehen. Schon während der Schulzeit konnte ich mit Fehlern nur schlecht umgehen und habe deshalb oft an mir gezweifelt. Und das zog sich durch mein Leben wie ein roter Faden.

Doch irgendwann erkannte ich, dass Perfektion an sich unerreichbar und auch gar nicht notwendig ist. So viele Menschen um mich herum dachten viel weniger nach als ich, bevor sie mit etwas begannen. Und ich fing an, Fehler zuzulassen. Ich erkannte sie als etwas Positives, was mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung half.

Plötzlich kam es sogar in Mode, Fehler zu machen. Aus dem Scheitern zu lernen. Überall ploppten die „FuckUp-Nights“ aus dem Boden. Und eines Abends stand ich selbst auf der Bühne und sprach über mein persönliches Scheitern. Ich war unglaublich aufgeregt und hatte plötzlich wieder große Selbstzweifel. Und ich war absolut überrascht darüber, wieviel positive Energie ich vom Publikum und auch im Nachhinein von Menschen, die meinen Vortrag später erst gesehen hatten, zurück bekam.

Ich erkannte, dass das Scheitern und das Fehler machen einfach zum Leben dazu gehört. Denn niemand ist unfehlbar! Wer Angst davor hat, Fehler zu machen, macht letztendlich trotzdem welche. Denn letztendlich sind Fehler immer auch Interpretationssache. Was für den einen ein Fehler ist, ist für den anderen ganz normal.

Also kann ich auch gleich mein Mindset ändern und mir bewusst machen, dass ich aus meinen Fehlern lernen kann. Ich kann daran wachsen, meine Wege anpassen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Das bedeutet für mich persönliche Weiterentwicklung. Es bedeutet, zu leben.

Was sind deine Erfahrungen zum Thema „Fehler“?

LEARNING #5 : Halte durch, auch in kritischen Zeiten.

Eines meiner wohl wichtigsten Learnings aus 15 Jahren Selbstständigkeit ist, durchzuhalten. Auch in kritischen Zeiten. Es wird immer wieder Durststrecken geben, in denen du vielleicht lieber aufgeben möchtest. Oder wo andere Menschen dir sagen, dass das alles so keinen Sinn hat.

Aber weisst du: Was wirklich zählt, ist die Frage, was deine eigenen Gedanken sind. Denkst du, dass es an der Zeit ist, aufzugeben? Oder siehst du vielleicht doch einen Weg, wie es weitergehen kann und wie du die kritische Zeit überstehst?

Gerade zu Beginn ist es oft schwierig, seine Routine zu finden. Es müssen oft noch Anpassungen getroffen werden. Des weiteren braucht es Sichtbarkeit, damit die Menschen wissen, dass es deine Dienstleistung oder dein Produkt überhaupt gibt. Und oft vergeht vom Erstkontakt bis zum letztendlichen Kauf oder der Buchung etwa 1 Jahr.

Wenn du dann auch noch etwas anbietest, das vielleicht neu und relativ unbekannt ist, braucht es eventuell sogar noch etwas mehr Zeit. Und ein gutes Marketing, so dass die Menschen auch verstehen, was überhaupt der Mehrwert deines Angebots ist.

Mir hat es immer sehr geholfen, einen zeitlichen und finanziellen Puffer zu haben, um herausfordernde Zeiten zu überstehen. Die Gewissheit, dass das, was ich anbiete, auch wirklich gebraucht wird. Mir eine Deadline zu setzen, bis wann ich durchhalten kann und möchte. Und bis wann wieder das Licht am Horizont zu sehen sein muss.

Die Hochs und Tiefs in meiner Selbstständigkeit begleiten mich bis heute. Mal läuft es großartig, dann passiert wieder einmal eine Zeit lang gar nichts. Und plötzlich stehst du vor Herausforderungen, die du dir nicht hättest ausmalen können.

Doch glaube ich ganz fest an das, was ich tue! Ich stehe nicht still und ich bin mir voll und ganz meiner Selbstständigkeit bewusst. Das alles hilft mir dabei, auch in schwierige Zeiten durchzuhalten.

Und letztendlich stellte ich mir immer die Frage: Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn es doch nicht klappt? Könnte ich mit den Konsequenzen leben? Und was wäre mein Plan B?

Wie gehst du mit herausfordernden Zeiten und Durststrecken in deiner Selbstständigkeit um?

💛 World Mental Health Day 💛

Heute ist der Welttag für psychische Gesundheit – World Mental Health Day. Und wusstest du, dass insbesondere hochsensible Menschen der Gefahr unterliegen, psychisch krank zu werden? Depressionen zu bekommen oder in einem Burn-On/Burn-Out zu landen?

Hochsensible Menschen nehmen Gefühle und Emotionen besonders intensiv wahr. Sie haben den starken Wunsch, es anderen Menschen recht zu machen. Sie gehen oft über ihre eigenen körperlichen und seelischen Grenzen hinaus, nur, um dazuzugehören und nicht negativ aufzufallen oder anzuecken.

Aufgaben erfüllen sie mit einer ausgeprägten Perfektion und Tiefgründigkeit. Sie hinterfragen, analysieren und geben gern 200 Prozent, wenn sie für etwas brennen. Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten nehmen sie stark mit. Und sie haben leider oft auch verlernt, auf die Warnsignale ihres Körpers zu achten.

Deshalb ist es besonders für hochsensible Menschen so wichtig, zu erkennen, was ihre besondere Persönlichkeit ausmacht. Wie sie damit in Alltag und Beruf optimal umgehen und gut für sich sorgen können. Und wie es ihnen gelingt, sich abzugrenzen und ihre Hochsensibilität vom Fluch in eine wunderbare Gabe zu transformieren.

Etwa jede 5. Person ist hochsensibel. Wenn du es selbst nicht bist, dann hast zu 100% jemanden in deinem Umfeld, der eine hohe Sensitivität besitzt. Doch egal, ob hochsensibel oder nicht… psychische Gesundheit geht uns alle an!

Also betrachte dein Umgeld mit wachen Augen. Gehe aktiv auf Menschen zu, wenn du das Gefühl hast, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Und, wenn du selbst betroffen bist: Such dir bitte professionelle Unterstützung 💛

Unerkannte Hochsensibilität – Wenn Emotionen dich überwältigen…

Menschen, die sich ihrer eigenen Hochsensibilität nicht bewusst sind, laufen Gefahr, dass sie ihren Emotionen immer wieder hilflos ausgeliefert sind. Da sie Sinnenreize sehr stark wahrnehmen und ihr Gehirn viel intensiver auf positive und negative Einflüsse reagiert, kann es vorkommen, dass sie in ihrem Emotionen einfach oft „zu viel“ sind. Stimmungsschwankungen bis hin zu Extremen sind dann keine Seltenheit. Das ist für die Menschen in ihrem Umfeld oft sehr anstrengend. Und auch für die hochsensible Person selbst. 

Als ich noch nicht wusste, was meine „Andersartigkeit“ eigentlich bedeutet und ich mir nicht bewusst darüber war, wie mein Gehirn funktioniert, war auch ich immer wieder solchen extremen Gefühlen und Emotionen ausgesetzt. Ich war einerseits sehr schnell von etwas begeistert und euphorisch. Andererseits konnte ich mich aber auch extrem in Schmerz und Traurigkeit verlieren. 

Seit ich mich jedoch mit mir und meiner eigenen Hochsensibilität beschäftige und gelernt habe, gut auf mich zu achten, gut für mich selbst zu sorgen und erkannt habe, wo meine persönlichen Grenzen liegen, kann ich viel besser mit meinen Gefühlen und Emotionen umgehen. Ich bin ihnen nicht mehr einfach so ausgeliefert und kann rechtzeitig darauf reagieren.

Besonders im Arbeitsalltag ist es wichtig, sich seiner Selbst bewusst zu sein. Und das nicht nur, wenn es um das Thema Führung geht. Selbstreflexion, Abgrenzung und Selbstregulation helfen dabei, eine gute Balance zwischen den Extremen zu finden. Um die eigenen Potentiale optimal nutzen zu können. Und um in herausfordernden Zeiten nicht auszubrennen.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen dazu?

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Du möchtest mehr über dich und deine eigene Hochsensibilität erfahren? Du möchtest wissen, wie du sie besser in dein Leben und deinen Arbeitsalltag integrieren kannst? Du möchtest deine wahren Potentiale entdecken und zukünftig ein entspannteres Leben führen? Dann ist mein exklusiver 10-wöchiger Online-Kurs „Wenn dir die Welt zu laut wird…“ genau das Richtige für dich 🙂 Weitere Informationen dazu findest du hier: https://www.kristin-kluck.de/online-kurs/

Hochsensible Menschen haben oft verlernt, auf ihren Körper zu hören.

Dadurch, dass hochsensible Menschen oft Perfektion anstreben, sehr harmoniebedürftig sind und es gern allen Recht machen, gehen sie sehr oft über ihre körperlichen Grenzen und ignorieren die Warnsignale ihres Körpers.

Dabei ist Abgrenzung und Erholung gerade für sie extrem wichtig. Die eigenen Grenzen zu kennen und für diese auch einzustehen. Um nicht in eine Abwärtsspirale zu gelangen, die sie immer weiter nach unten zieht und letztendlich in einem Burn-Out endet.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Situation während meines Studiums. Es ging darum, Samstag Abend mit auf eine Party zu gehen. Normalerweise hätte ich, wie immer, einfach zugesagt. Doch zu dieser Zeit war ich extrem geschafft von meiner Woche voller Studium und Arbeit. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte zu meinem besten Freund, dass ich nicht mitkommen würde. Er wunderte sich und fragte, ob ich denn etwas anderes vor hätte. Und ich erklärte ihm, dass mir einfach nicht nach Party ist, ich lieber alleine zu Hause bleiben und mich bei einem guten Film entspannen und ausruhen möchte.

Es fiel ihm damals sehr schwer, das nachzuvollziehen und zu verstehen. Und doch akzeptierte er es. Nach vielen Jahren hat er mir dann erzählt, dass er rückblickend sehr beeindruckt von meinem „Nein“ war. Und dass er damals nie den Mut zu so etwas gehabt hätte.

Und dabei ist es doch so unglaublich wichtig, auf dich und deinen Körper zu hören und danach zu leben. Du brauchst eine ruhige Auszeit, möchtest einmal nur für dich sein und nicht auf diese Party gehen? Okay! Ein „Nein“ ist absolut in Ordnung. Steh zu dir und deinen Bedürfnissen und steh auch dafür ein.

PS: Kennst du eigentlich den Begriff Burn-On? Er ist sozusagen die Vorstufe des Burn-Outs. Da du keine Möglichkeit zur Erholung hast, raffst du ich immer wieder zusammen und gehst immer und immer wieder über deine körperlichen Grenzen. Und somit stehst du immer kurz vorm Burn-Out. Erkennst du dich darin wieder?