Die Verwendung einer positive Sprache verändert dein Mindset.

🌿 #MontagsImpuls

Die Verwendung einer positiven Sprache verändert dein Mindset. Denn Sprache wirkt unbewusst. Viel zu oft verwenden wir Floskeln oder Glaubenssätze, weil wir so aufgewachsen sind und uns deren wahrer Bedeutung gar nicht wirklich bewusst sind.

Was bedeutet es eigentlich, wenn wir immer von „Ich muss…“ sprechen. Oder in der Argumentation immer wieder das Wort „aber“ verwenden. Oder was passiert, wenn wir uns in unserer Sprache immer wieder auf das Negative fokussieren, z.B. indem wir zu Kindern sagen: „Fass das bitte nicht an!“?

Heute gibt es 5 kleine Impulse dazu, wie du mit Leichtigkeit eine positivere Sprache ihn deinen Alltag integrieren kannst.

Ich wünsche dir viel Spass dabei 🙂

LEARNING #8: Die Art deiner Sprache beeinflusst dein Mindset.

Seit ich mich mit dem Thema „positive Sprache“ beschäftige, fallen sie mir immer wieder auf: Formulierungen, die das Wort „nicht“ enthalten. Es sind auffallend viele Menschen, die diese Form der Sprache benutzen. Und ich bin mir sicher, dass die meisten davon sich dessen nicht einmal bewusst sind.

Was passiert eigentlich, wenn du einen Satz mit dem Wort „nicht“ liest oder hörst? Dein Mindset blendet das „nicht“ aus und konzentriert sich auf die Aussage, die verneint werden soll. Also konzentrieren wir uns genau auf das Gegenteil von dem, was eigentlich ausgedrückt werden sollte.

Deshalb möchte ich das Bewusstsein für eine positive Sprache wecken und achte selbst im Alltag und in meinen Coachings darauf, meine Gedanken positiv zu formulieren. Auch bei Kindern bringt es z.B. viel größere Erfolge, wenn du anstatt „Bitte NICHT rennen!“ einfach sagst: „Lauf bitte langsam.“

Oder noch ein anderes Beispiel aus der positiven Sprache. Was passiert, wenn du zu einem Kind sagst: „Du brauchst keine Angst zu haben.“? Die Aufmerksamkeit wird überhaupt erst auf die Angst gelenkt. Besser wäre es zu sagen: „Es wird alles okay sein.“ oder „Du bist ganz sicher.“ oder es einfach gar nicht erst thematisieren.

Achte doch einfach mal darauf, wo dir überall das Wort „nicht“ bzw. eine negativ geprägte Sprache begegnet. Und wie oft verwendest du sie eigentlich selbst?

Macht bedeutet Verantwortung.

Wenn du auf einer Bühne stehst und einen Vortrag hältst, hast du unglaublich viel Macht. Doch bist du auch dazu in der Lage, die nötige Verantwortung dafür zu tragen?

Ich erinnere mich noch ganz genau an einen Moment, der mich gleichzeitig erschreckte und faszinierte. Ich sprach damals auf einer Bühne über mein Thema und das Publikum lauschte mir ganz gebannt. Ich machte eine kurze Sprechpause… und plötzlich war er da: Dieser eine Moment. Ich hatte gerade einen wichtigen Satz beendet und ließ ihn wirken. Es war absolute Stille im Raum und alle Augen waren auf mich gerichtet. Ein Knistern lag in der Luft und ich wusste: Jetzt ist der Moment, an dem ich ihnen alles erzählen könnte und sie würden mir folgen.

In diesen einem Moment hatte ich eine unglaubliche Macht über mein Publikum. Auf der einen Seite fühlte es sich für mich unglaublich gut an. Doch im selben Moment wurde mir auch bewusst, wie gefährlich so etwas sein kann. Wenn genau das von Rednern und Rednerinnen dazu genutzt wird, um ihr Publikum zu manipulieren.

Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die genau das tun. Diesen Moment für die eigenen Zwecke nutzen. Die das Publikum ganz bewusst manipulieren und verführen. Um ihnen zu folgen, Geld zu investieren und sich in einer gewissen Art und Weise vom Redner oder der Rednerin abhängig zu machen.

Was als ein wichtiger Aspekt noch dazu kommt, ist die Größe der Veranstaltung und die jeweilige Atmosphäre im Raum. Denn durch das Ansprechen verschiedener Sinne, (z.B. durch Licht und Musik oder auch Gerüche) kann man Unglaubliches erreichen. Und ein großes Publikum bringt insgesamt noch einmal eine ganz besondere Energie mit sich, was durchaus auch negative Auswirkungen haben kann.

Wenn du selbst Redner oder Rednerin bist, so sei dir unbedingt deiner Macht und der draus resultierenden Verantwortung für dein Publikum bewusst. Denn gerade besonders sensible oder auch labile Menschen sind für deine Worte sehr empfänglich. Gehe sorgsam mit ihnen um und missbrauche sie nicht für deine Zwecke. Nutze deine Macht eher dafür, sie zu motivieren und inspirieren, damit sie auch langfristig davon profitieren können.

Tiefgründigkeit

Die Fähigkeit, in Gesprächen nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern anderen Menschen wirklich auch zuzuhören, ist unglaublich wertvoll für Unternehmen.

Natürlich darf es auch mal Smalltalk sein. Doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch andere hochsensible Menschen, wie ich, tiefgründige Gespräche sehr schätzen.

Deshalb ist es in einem Unternehmen so wichtig, die Fähigkeiten hochsensibler Menschen zu erkennen und zu fördern. Denn egal, ob es um Mitarbeitergespräche, Krisen- oder Verhandlungsgespräche geht: Du kannst nur dann Vertrauen herstellen und alle wichtigen Informationen erhalten, wenn du auf dein Gegenüber wirklich eingehst. Die richtigen Fragen stellst, emphatisch reagierst und für die andere Person einen sicheren Ort erschaffst.

Kennst du die hochsensiblen Menschen in deinem Unternehmen?

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Fehlende Empathie beim Arztbesuch.

Für viele hochsensible und introvertierte Menschen sind Arztbesuche von sich aus bereits eine echte Herausforderung. So auch für mich. Habe ich einen Termin, so kann ich mich wenigstens darauf vorbereiten. Doch heute musste ich in die Akutsprechstunde, weil meine Beschwerden einfach nicht besser werden. Und Termine gab es erst wieder im August.

Da ich rechtzeitig da war, hatte ich nur eine Frau vor mir. Doch während die medizinische Fachangestellte am Empfang von der Dame vor mir nur kurz die Personalien aufnahm (sie war auch zum ersten Mal in der Praxis), wurde ich zum Ziel eines kleinen Verhörs:

Sie (genervt): „Welche Beschwerden haben Sie?“

Ich erklärte ihr, dass es um Halsschmerzen und Heiserkeit geht, die schon eine ganze Weile andauern.

Sie (sehr unfreundlich): „Wieso kommen Sie denn gerade heute? So etwas ist kein Fall für die Akutsprechstunde. Nur, wenn man z.B. Fieber oder starke Schmerzen hat. Haben Sie denn Fieber oder starke Schmerzen?“

Ich (sehr deutlich und direkt): „Nein, Fieber habe ich nicht mehr… aber ja, ich habe immer wieder starke Schmerzen… und das schon seit einer ganzen Weile!“

Darauf hin las sie widerwillig meine Daten ein und sagte, ich solle im Wartezimmer Platz nehmen. 

In der Schlange hinter mir standen noch etwa 10 Menschen, die alles mit angehört hatten. Ich wurde sogar im Wartezimmer noch von einigen auf das „Verhör“ am Empfang angesprochen. Ihnen war die Situation auch deutlich unangenehm. 

Hätte ich über die letzten 20 Jahre nicht gelernt, in solchen Momenten selbstbewusst und überzeugend aufzutreten, wäre ich vor Scham im Boden versunken und hätte mir 3 Mal überlegt, das nächste Mal in die Akutsprechstunde zu gehen. Und ich frage mich: Was passiert tagtäglich mit den Menschen in unseren Arztpraxen? Wieviele Menschen trauen sich nicht zum Arzt, um genau solche Situationen nicht ertragen zu müssen? 

Denn besonders sensible Menschen können mit so etwas nur sehr schwer umgehen. Und gerade dann, wenn man in die Akutsprechstunde geht und sich wirklich gesundheitlich schlecht fühlt, sollte man in ein emphatisches und respektvolles Umfeld eintreten und ernst genommen werden. Denn Schmerzen und Unwohlsein sind immer auch relativ zu sehen.  

Was hast du für Erfahrungen gemacht? Und, wie gehst du damit um?

PS: Der Arzt selbst war übrigens sehr empathisch und kompetent. Ein kleines Highlight nach dem unangenehmen Empfang. 

„Was stimmt denn bloß mit dir nicht?“

Beim gestrigen Ausflug setzte sich eine Mutter mit ihren beiden Töchtern mit zu uns an den Tisch und es blieb für uns nicht aus, dass wir ihr Gespräch mit hörten. Die Mutter erzählte darüber, wie sehr sie sich auf den Sommer freue! Und sie fragte ihre beiden Töchter, wie es bei ihnen ist.

Während die eine Tochter mit „Ich auch!“ antwortetet, sagte die etwas ältere der beiden: „Ich freue mich nicht auf den Sommer… sondern auf den Herbst!“ Und die Mutter entgegnete: „Echt jetzt? Was stimmt denn bloß mit dir nicht?!“

Und das traf mich. Weil es mich zurück versetzte in die Zeit meiner eigenen Kindheit. In der es oft so war, dass Äußerungen oder Bedürfnisse von mir nicht ernst genommen oder klein geredet wurden. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, so wie ich bin, nicht richtig zu sein.

Akzeptanz, Wertschätzung und gegenseitiger Respekt beginnt bereits in der Kindheit. So sein zu dürfen, wie man ist, mit all seinen Besonderheiten, ist eine wichtige Grundlage, um auch im Erwachsenenalter selbstbewusst im Leben stehen zu können. Eigene Bedürfnisse zu kommunizieren, eigene Grenzen aufzuzeigen und auch andere Meinungen stehen lassen zu können.

Bekommst du in deiner Kindheit jedoch immer wieder das Gefühl vermittelt, nicht richtig zu sein, so zieht das seine Spuren bis ins Erwachsenenalter. Es führt dazu, dass wir uns verstecken und unsere eigenen Bedürfnisse verleugnen. Dass wir Grenzen überschreiten und sie auch von anderen überschreiten lassen. 

Ich finde, es sollte ganz selbstverständlich sein, auch andere Meinungen und Befindlichkeiten stehen lassen zu können. Sie zu akzeptieren. Und trotzdem wertschätzend und respektvoll miteinander zu kommunizieren.

Was sind deine Gedanken dazu?

Wie du potentielle Interessenten verlierst…

„Wenn du mich anrufst, dann erhältst du deine persönliche Analyse kostenlos.“, sagte eine Unternehmerin während ihrer Kurzvorstellung in der Eröffnungsrunde. Und in genau diesem Moment, hatte sich mich als potentielle Interessentin verloren.

Offensichtlich war sie sich ihrer Worte gar nicht bewusst… und dass sie damit eine bestimmte Menschengruppe von vornherein ausgrenzt. Menschen wie mich, die nicht gern telefonieren. Schon gar nicht mit Menschen, die sie nicht kennen. Deshalb würde ich sie auch nicht anrufen und könnte somit auch nicht von der kostenfreien Analyse profitieren.

Natürlich kann man jetzt sagen: „Na, da schreib doch einfach eine Email!“ Ja, das könnte ich. Doch das ist hier nicht der Punkt.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass man seine Worte im Vornherein überdenken sollten. Insbesondere bei einem Pitch. Was genau möchte ich anderen vermitteln? Welche Möglichkeiten gibt es dafür? Kann es sein, dass ich potentielle Interessenten mit meiner Aussage ausgrenze? 

Die Unternehmerin hätte zum Beispiel auch sagen können: „Wenn du dich bei mir meldest, erhältst du deine persönliche Analyse kostenfrei.“ Damit grenzt sie niemanden aus und man hat die Möglichkeiten, auf unterschiedlichen Kommunikationswegen mit ihr in Kontakt zu treten. 

Was sind deine Gedanken dazu?

Versteckte Informationen sichtbar werden lassen…

Wie wäre es, wenn du in einem wichtigen Meeting jemanden an deiner Seite hättest, der versteckte Informationen sichtbar machen kann?

Vielleicht bist du selbst jemand, der sehr rational denkt. Der sehr gut darin ist, mit Zahlen, Daten und wichtigen Fakten umzugehen.

Doch was dir vielleicht fehlt, sind emphatische Fähigkeiten. Die Möglichkeit, andere Menschen lesen zu können. Zwischen den Zeilen lesen zu können. Um so versteckte Informationen und Emotionen sichtbar zu machen.

Deshalb ist hier mein Tipp für dich: Hole dir für wichtige Meetings oder Verhandlungsgespräche jemanden mit dazu, der diese emphatischen Fähigkeiten besitzt. Der eine hohe Sensibilität und eine gute Menschenkenntnis hat.

Denn diese Person kann dich dabei unterstützen, den größten Mehrwert aus dem jeweiligen Gespräch für dich heraus zu ziehen, so dass du davon profitieren kannst.

In jedem wichtigen Meeting sollte mindestens eine Person sitzen, die hochsensibel ist.

Denn ich persönlich bin der Überzeugung, dass hochsensible Menschen die Erfolgswahrscheinlichkeit deines Verhandlungsgesprächs oder Meetings erhöhen.

Durch ihre empathischen und intuitiven Fähigkeiten nehmen sie auch kleine Nuancen wahr, die anderen verborgen bleiben. Sie können zwischen den Zeilen lesen und somit versteckte Botschaften und Informationen für dich sichtbar machen.

Des weiteren können sie, während des Meetings, für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen und somit schneller Nähe und Vertrauen zum Gegenüber aufbauen. 

Das alles sind wichtige Punkte, die zum Gelingen eines Gesprächs beitragen können. Wenn du also selbst vor wichtigen Terminen stehst, dann sorge dafür, dass dich eine hochsensible Person dabei begleitet. Und du wirst sehen, was für neue Möglichkeiten sich dir plötzlich offenbaren.

Darf ich andere Personen auf ihre Hochsensibilität ansprechen?

Meine Antwort darauf: Ja! Allerdings solltest du dabei nicht mit der Tür ins Haus fallen. Denn, was passiert, wenn wir selbst von anderen auf etwas sehr Persönliches angesprochen werden? Meist reagiert erst einmal unser so genanntes „Reptiliengehirn“ und wir schalten in den Verteidigungsmodus. 

Deshalb ist es besser, deine Vermutung als eine Art Geschenk zu verpacken bzw. durch die Blume zu sprechen. Das kannst du tun, indem du z.B. der anderen Person von einem Artikel oder Beitrag erzählst, in dem es um das Thema Hochsensibilität ging, und dass dich dieser Beitrag an die jeweilige Person erinnert hat. 

Dann hat dein Gegenüber die Möglichkeit, selbst zu dem Thema zu recherchieren und selbst zu der eigenen Erkenntnis zu kommen. Denn da das Thema Hochsensibilität immer noch recht neu ist, habe ich die Vermutung, dass vielen ihre eigene Hochsensibilität gar nicht bewusst ist. Und deshalb kann es durchaus hilfreich sein, andere liebevoll auf dieses Thema hinzuweisen.

Letzten Endes kann das Erkennen der eigenen Hochsensibilität eine extreme Erleichterung nach sich ziehen. Denn ab dann ist man in der Lage dazu, zukünftig besser mit den eigenen Besonderheiten und Herausforderungen umzugehen.