Körper und Gesundheit | Die 5 Lebenssäulen

#KörperUndGesundheit #DieFünfLebensSäulen

Widmen wir uns heute der ersten Lebenssäule. Sie beschreibt den Bereich der Leiblichkeit und des Geistes bzw. der #Gesundheit des Körpers und der Seele.

Ist diese Säule gestärkt, so fühlen wir uns gesund, sind voller Energie und Schaffenskraft und haben einen wachen Geist. Auch in stressigen Phasen können wir diese Säule eine Zeit lang aufrecht erhalten. Doch stehen wir unter Dauerstress, werden Geist und Körper anfällig für #Krankheiten. Ein weiterer Grund für das Bröckeln dieser Säule können Unfälle oder ein angeschlagenes Selbstwertgefühl sein.

Wie stehst du zu deinem Körper? Hast du eine gute Beziehung zu ihm oder ist er für dich nur Mittel zum Zweck? Ernährst du dich gesund und hältst du dich fit? Nutzt du deinen Geist und bringst du dich im Leben aktiv mit ein? Oder betäubst du ihn durch Drogen oder mediale Dauerberieselung? Und wie verhält es sich mit deinem #Selbstwert? Weißt du um deinen Wert und bist du mit dir selbst im Reinen?

Das alles sind Fragen, mit denen du heraus finden kannst, ob du gut für deinen Körper und deine Seele sorgst. Bist du überhaupt in der Lage zu erkennen, wenn dein Körper oder dein Geist dir Alarmsignale senden? Bist du in der Lage, Emotionen wahrzunehmen und sie auszudrücken? Was tust du selbst, um dich immer einmal wieder zu entspannen und deinen Akku neu aufzuladen?

Sorge gut für dich! Für deinen Körper und deine Seele. Das hält dich gesund, lässt dich leistungsstark sein und führt zu einem guten Selbstwertgefühl.

Ich selbst bin #hochsensibel und habe ein sehr gutes Gespür für meinen Körper. Alarmsignale erkenne ich demnach sehr schnell und kann darauf reagieren. Doch gab es auch in meinem Leben eine Zeit, in der ich immer wieder über meine Grenzen gegangen bin. Letztendlich steckte auch ich dann im #Burnout, aus welchem ich mich jedoch selbst wieder heraus gearbeitet habe. Das bedurfte viel Geduld, Disziplin und vor allem ganz viel Ruhe.

Deshalb meine Empfehlung für dich: Lass es gar nicht erst so weit kommen. Sorge gut für dich! Für deinen Körper und deine Seele. Das hält dich gesund, lässt dich leistungsstark sein und führt zu einem guten Selbstwertgefühl.

Bildhafte Sprache

#BildhafteSprache #PositiveFormulierungen

Eine wichtige Rolle bei der Verwendung positiver Sprache spielt das persönliche Mindset. Welche Bilder hast du im Kopf? Sind sie eher schwarz-weiß oder mit bunten Farben gemalt? Haben sie viele, schöne Details oder sind es nur schwarze, einfache Striche?

Je nachdem, wie deine Bilder im Kopf aussehen, wird auch dein Denken sein. Macht es dir Freude, dir gewisse Situationen im Kopf auszumalen und dich damit zu beschäftigen? Dann wirst du das auch nach außen hin ausstrahlen. Je detailreicher deine Bilder sind, desto besser wirst du dich hinein versetzen und hinein fühlen können.

Erzeuge mit Hilfe der bildlichen Sprache positive Emotionen. Denn vielleicht erinnern sich die Menschen nicht mehr an das, was du gesagt hast. Aber sie werden sich daran erinnern, wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben.

Doch, wie bringst du diese Bilder über die Sprache nach außen? Welche Worte solltest du für dich nutzen? Nun, es ist so ähnlich wie mit den Bildern im Kopf. Zeichnest du nur Strichmännchen bzw. wählst du zum Beispiel die Methode, Zahlen, Daten und Fakten aufzuzählen, so ist das zwar informativ, hat jedoch absolut keinen Unterhaltungswert. Das menschliche Gehirn jedoch, denkt in Bildern. Und diese Bilder sind mit Emotionen verknüpft.

Jeder Mensch strebt danach, sich wohl zu fühlen. Also verschaffe deinem Gegenüber eine positive Atmosphäre. Nutze dafür eine möglichst bildhafte Sprache. Versuche, das, was du sagen und vermitteln möchtest, auszugestalten und mit deinen Worten auszumalen. Dann passiert bei dir und deinem Gegenüber eine „Gedankenverschmelzung“. Das führt zu mehr Sympathie und Vertrauen.

Und statt Aber

#UndStattAber #PositiveFormulierungen

Ein Thema, dass mich schon seit mehreren Jahren beschäftigt. Und bis zum heutigen Tage bin ich immer noch dabei, es für mich umzusetzen. Das schöne Wörtchen „aber“. Früher habe ich es unbewusst verwendet, während ich heute um seine Bedeutung weiß. Wie ist das mit dir? Weißt du, wie oft am Tag du es verwendest und welche Wirkung es hat?

„Aber“ solltest du immer mit Bedacht verwenden, denn es hat eine große #Macht. Alles, was du gesagt hast, wird durch das darauf folgende „aber“ negiert bzw. verliert es dadurch an Bedeutung. Das möchte ich an einigen kurzen Beispielen verdeutlichen:

„Du hast ein schönes Kleid an… ABER irgendwie steht dir die Farbe nicht.“

Welches #Gefühl hinterlässt dieser Satz? Dass das Kleid schön ist, ist nach dem „aber“ wieder vergessen. Was wäre jedoch, wenn wir das „aber“ durch ein „und“ ersetzen?

„Du hast ein schönes Kleid an… UND wenn du es jetzt noch in der Farbe Rot tragen würdest, wäre es einfach perfekt.“

Auch hier wird zwar indirekt #Kritik geübt, jedoch ist es positiv verpackt und hinterlässt ein ganz anderes Gefühl. Es ist also eine etwas entschärfte Version des ersten Satzes. Diese Wirkung kannst du ganz bewusst für dich nutzen, um eine angenehmere und entspanntere Atmosphäre in Gesprächen zu erhalten.

Verwende „aber“ mit Bedacht und überlege, ob es für den weiteren Verlauf des Gesprächs vielleicht sinnvoller wäre, es durch ein „und“ zu ersetzen. Denn „und“ verbindet, während ein „aber“ uns voneinander trennt.

Versuche zukünftig, jedes „aber“ durch ein „und“ zu ersetzen und den Satz dementsprechend umzuformulieren. Und schau, was es mit deinem und dem Gefühl deines Gegenübers macht.

Natürlich kannst du das „aber“ auch ganz bewusst einsetzen, um etwas zu verdeutlichen oder hervorzuheben. Hier machst du dir die Wirkung des „aber“ im positiven Sinne zu Nutze.

„Du kommst zwar ständig zu spät und vergisst immer wieder deine Schlüssel… ABER ich liebe dich (trotzdem) über alles!“

Hier wird das „aber“ ganz bewusst eingesetzt, um das Positive hervor zu heben. Doch egal, wie du „aber“ verwendest… dir sollte bewusst sein, welche Wirkung du mit diesem kleinen Wörtchen hervor rufst und ob es wirklich das ist, was du willst. Ein nachgeschobenes: „Das hab ich doch gar nicht so gemeint!“ bringt dann nur selten noch Entspannung in die angeheizte Situation. Und manchmal lohnt es sich durchaus, ganz bewusst ein „und“ zu verwenden, um Situationen zu entschärfen oder von vorn herein zu entspannen. Außerdem ist es doch auch viel schöner, das in den Mittelpunkt zu stellen, was uns verbindet, anstatt uns darauf zu fokussieren, was uns voneinander trennt.

Nicht Weglassen

#NichtWeglassen #PositiveFormulierungen

Ein kleines Wort kann so viel verändern. Deine Gedanken, dein Handeln sowie die Art und Weise deiner Kommunikation. Dazu ein kleines Beispiel. Wir können einen bestimmten Sachverhalt auf zwei verschiedenen Wegen ausdrücken:

Variante 1: Ich möchte nicht krank werden.

Variante 2: Ich möchte gesund bleiben.

Was passiert mit dir, wenn du diese beiden Sätze miteinander vergleichst? Welche Gefühle rufen sie in dir hervor? Auf was wird hierbei jeweils der Schwerpunkt gelegt?

Sagst du: „Ich möchte nicht krank werden.“, konzentrierst du dich auf das Negative und stellst es so in den Mittelpunkt. Du programmierst dich also regelrecht in diese Richtung: „Oh Gott, hoffentlich werde ich nicht krank!“ Da schwingen viele Ängste, vielleicht sogar Panik mit.

Verwendest du das Wörtchen „nicht“, sprichst du davon, was du vermeiden möchtest. Lenke deinen Fokus deshalb lieber auf das, was du willst und fasse es ganz klar in Worte.

Sagst du im Gegenzug: „Ich möchte gesund bleiben.“, gehst du vom Positiven aus. Es geht dir gut, du bist gesund und möchtest es auch bleiben. Wunderbar! Warum also das Negative… das Kranksein in den Mittelpunkt stellen?

Möchtest du positiv kommunizieren sowie gute Gedanken und Gefühle haben und auch andere daran Teilhaben lassen, versuche zukünftig auf das Wörtchen „nicht“ zu verzichten. So lenkst du deinen Schwerpunkt und den der anderen auf das Positive.

Sei dir bewusst, was für einen großen Einfluss deine Worte und Gedanken auf dein Wohlbefinden haben! Und solltest du das Wörtchen „nicht“ doch nicht ganz weglassen können, dann sage wenigstens: „Ich kann das NOCH nicht.“ 😉

Weichmacher Vermeiden

#WeichmacherVermeiden #PositiveFormulierungen

Als ich meinem Freund die Themen für diese Woche zeigte, las er sich die einzelnen Punkte durch und fragte mich dann: „Was sind denn Weichmacher?“

Weichmacher in der #Sprache sind Wörter, welche die Bedeutung einer Aussage relativieren bzw. „weich machen“. Das geschieht manchmal aus #Angst davor, zu hart zu sein oder aus einer Unsicherheit heraus. Es werden eher Andeutungen gemacht als klare Ansagen. Das passt auch zu einem eher weichen #Führungsstil.

Ich möchte das an einem kurzen Beispiel verdeutlichen. Anstatt zu sagen: „Frau Müller, bitte sorgen Sie dafür, dass das Schreiben an Herrn Maier bis spätestens Montag in der Post ist.“ wird eher folgende Formulierung gewählt: „Liebes Team, wir sollten vielleicht bald einmal das Schreiben an Herrn Maier rausschicken.“ Was fehlt, ist hierbei das klare #Delegieren an eine konkrete Person mit einer klaren Aufgabe und einer entsprechenden Deadline. Anstatt eindeutige Ansagen zu machen, wird sich lieber hinter dem „wir sollten vielleicht bald…“ versteckt. Das führt jedoch dazu, dass sich nicht wirklich jemand verantwortlich fühlt und die Ansage im Nichts verschwindet.

Hinter Weichmachern in der Sprache verstecken sich diejenigen, die Angst davor haben, Verantwortung zu übernehmen.

Weitere Weichmacher sind zum Beispiel die gestern angesprochenen Verallgemeinerungen. Außerdem gehören dazu auch Andeutungen und Zweideutigkeiten. Bei beiden hält man sich eine Hintertür offen und kann letztendlich immer sagen: „Das hab ich doch gar nicht so gemeint.“

Um effektiv und möglichst eindeutig kommunizieren zu können, sollten sprachliche Weichmacher vermieden werden. Anstatt „vielleicht“ oder „wir sollten bald einmal…“ zu verwenden, sind direkte Ansagen mit klaren Deadlines eindeutig die bessere Wahl.

Keine Verallgemeinerungen

#KeineVerallgemeinerungen #PositiveFormulierungen

„Immer machst du alles falsch!“ Dieser Satz oder ähnliche Sätze fallen schnell einmal in #Diskussionen oder Streitgesprächen. Allerdings sind sie nicht wirklich effektiv und konstruktiv. Denn niemand macht IMMER und dann auch noch ALLES falsch. Solche Sätze sind meist nur Ausdruck extremer Unzufriedenheit und führen häufig zu noch mehr #Frustration.

Mit konkreten Ansagen und eindeutigen Ich-Botschaften schaffen wir Klarheit und vermeiden endlosen Interpretationsspielraum. Somit wird die Wahrscheinlichkeit für Missverständnisse geringer und die Kommunikation insgesamt entspannter.

Auch das allseits beliebte Wörtchen „man“ wird gern verwendet. „Man macht das so nicht.“ oder „Man sagt so etwas doch nicht!“ Allerdings habe ich diesen „man“ noch nie getroffen. Ganz besonders fällt mir das „man“ in Situationen auf, in denen es Menschen unangenehm ist, über sich selbst zu sprechen. Zum Beispiel, wenn sie über Themen reden, bei denen sie nicht so gut da stehen. Dann wird das „man“ an der Stelle von „ich“ verwendet, um eine gewisse Distanz zwischen einem Selbst und dem Negativen herzustellen.

Wie können wir nun also Verallgemeinerungen vermeiden? Ganz einfach: #Klartext reden! Anstatt „man“ oder die Allgemeinheit vorzuschieben, sprich ganz klar von dir selbst in der „ich“-Form und steh zu deinen Aussagen. Außerdem hilft es, Situationen so eindeutig wie nur möglich zu benennen. Was denkst du? Wie fühlst du dich? Was genau nimmst du wahr? Ist es wirklich „immer“, dass der andere etwas falsch macht? Oder vielleicht doch nur in gewissen Situationen?

Der richtige Ton | Gewaltfreie Kommunikation

#DerRichtigeTon #GewaltfreieKommunikation

Nachdem ich mich in den letzten vier Tagen mit dem Modell der Gewaltfreien #Kommunikation nach Rosenberg beschäftigt habe, möchte ich heute dazu einen wichtigen persönlichen Punkt ergänzen. Denn nicht nur das, was du sagst, überzeugt. Du überzeugst.

Unsere Sprache entstand erst langsam vor ca. 150.000 Jahren. Davor verständigten sich unsere Vorfahren ausschließlich über #Körpersprache und die #Stimme. Und auch heute steckt das noch in uns und wir reagieren unbewusst darauf.

Deshalb reicht es, meines Erachtens nicht aus, nur das Modell sowie die einzelnen Schritte zu kennen. Es ist ist auch extrem wichtig, dabei den richtigen Ton zu treffen. Denn du kannst deine Worte noch so mit Bedacht wählen… wenn deine Stimme diese #Empathie nicht widerspiegelt, wirst du allein mit deinen Worten nicht erfolgreich sein.

Nicht nur das, was du sagst, überzeugt. Du überzeugst.

Frage dich einmal selbst, wie du dir in solchen Momenten wünschst, dass dein Gegenüber mit dir spricht. Welche Tonhöhe, welches Tempo und welches Klangmuster sollte er wählen? Und wenn du dir diese Frage beantwortet hast, frage dich einmal selbst: Wie klingst du eigentlich?

Wer empathisch auftreten möchte, sollte sich in den anderen hinein versetzen können. Er darf einfühlsam sein und das auch in seiner Stimme und Sprechweise ausdrücken. Eine eher ruhige und tiefere Stimme sowie eine langsamere Sprechweise gelten dahin gehend als angemessen und wirkungsvoll. Hohe Stimmen und schnelles Sprechen wirken eher gestresst und angespannt.

Achte also nicht nur auf den Inhalt und deine Worte, sondern auch darauf, wie du etwas sagst. Denn das kann letztendlich dein Schlüssel für eine erfolgreiche Gesprächsführung sein.

Bitten statt Fordern | Gewaltfreie Kommunikation

#BittenAnstattFordern #GewaltfreieKommunikation

Ich persönlich finde, dass jeder Mensch grundsätzlich nach #Harmonie strebt. Ist dem nicht so, sind wichtige Bedürfnisse nicht erfüllt. Dazu gehören, neben den Grundbedürfnissen wie Essen und Schlafen, auch Bedürfnisse nach Sicherheit, Liebe und Anerkennung.

Fühlst du, dass ein wichtiges #Bedürfnis nicht erfüllt ist, gibt es zwei Wege das zu ändern. Entweder sorgst du gut für dich und findest Möglichkeiten, dir dieses Bedürfnis selbst zu erfüllen, oder du beziehst dein Gegenüber mit ein.

Doch viel zu oft geraten wir dann in die #Frustration. Wir fangen an Forderungen zu stellen oder drohen dem anderen sogar. Doch führt das zum Ziel? Was passiert bei dir selbst, wenn dich jemand unter Druck setzt? Entweder gehen wir sofort in den Kampfmodus oder wir fügen uns aus Angst vor den Konsequenzen.

Während Forderungen hauptsächlich Druck und Angst vor den Konsequenzen erzeugen, beinhaltet eine Bitte die Möglichkeit, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Ein liebevolles und empathisches Miteinander kann damit nicht erreicht werden. Versuche deshalb deinen Wunsch in eine Bitte zu packen. Am besten ist dieser auf eine konkrete Situation bezogen und zeitnah erfüllbar. Wünsche wie z.B. „Sei bitte liebevoller zu mir.“, lass sich nur schwer zeitnah und konkret umsetzen. Besser wäre es da zu sagen: „Könntest du mich bitte das nächste Mal einfach in den Arm nehmen, wenn du nach Hause kommst?“

Je konkreter und zeitnaher du deine Bitte formulierst, desto leichter wird sie für den anderen umsetzbar. Noch besser ist es, wenn du eine positive Sprache verwendest und kompromissbereit bist. Jedoch solltest du auch damit rechnen, dass dein Gegenüber der Bitte nicht nachkommen kann bzw. nicht nachkommen möchte. Dann könntest du fragen, was ein alternativer Vorschlag wäre.

Durch dieses empathische, wertschätzende und respektvolle Verhalten seid ihr in der Lage, Lösungen zu finden, um gemeinsam wieder glücklich zu sein. Natürlich gibt es da kein Erfolgsrezept. Es kann auch sein, dass keine gemeinsame #Lösung gefunden wird und man dann vielleicht doch getrennte Wege geht. Doch einen Versuch ist es allemal wert.

Bedürfnisse Erkennen | Gewaltfreie Kommunikation

#BedürfnisseErkennen #GewaltfreieKommunikation

Ich persönlich finde, dass hinter jedem #Streit ein tiefer sitzendes, unerfülltes #Bedürfnis steht, welches es herauszufinden gilt. Das habe ich besonders oft während meiner Arbeit im Kinder- und Jugendwohnheim erlebt. Dort steckte hinter #Aggressionen und Wut häufig das unerfüllte Bedürfnis nach Anerkennung, Zuneigung und Liebe.

Das war besonders deutlich bei einem 10-jährigen Jungen zu erleben, der immer auf Krawall gebürstet war. Eines Tages war es wieder einmal so weit… der Kleine wütete und schlug wie wild um sich. Anstatt mit ihm zu schimpfen, wie es andere oft taten, versuchte ich ihn ganz liebevoll in die Arme zu nehmen. Natürlich wehrte er sich anfangs mit Händen und Füßen dagegen, doch ich lies mich davon nicht abhalten, ihn weiterhin in den Armen zu halten. Nach und nach wurde sein Wehren weniger und sein wildes Toben ging langsam in ein Weinen über. Er schluchzte herzzerreißend, klammerte sich an mich und weinte sich in meinen Armen einmal richtig aus. Danach hielt ich ihn noch etwa eine halbe Stunde im Arm, bis er dann wieder nach draußen zum Spielen ging. Es war für mich ein sehr prägendes und bewegendes Erlebnis.

Unsere Gefühle drücken aus, ob ein Bedürfnis erfüllt ist oder nicht.

Positive #Gefühle zeigen, dass man sich wohl fühlt, während negative Gefühle häufig Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse sind. Wichtig ist dabei auch, die volle Verantwortung für die eigenen Gefühle und Handlungen zu übernehmen und diese nicht an andere abzuschieben. Denn jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie er sich fühlt und was er tut bzw. wie er mit der jeweiligen Situationen umgeht.

Wenn in der #Kommunikation mit anderen Gefühle wie Wut, Ärger oder Aggressionen hervor treten, solltest du dich selbst einmal fragen, welches unerfüllte Bedürfnis dahinter steckt, anstatt dem Gegenüber die Schuld dafür zu geben. Ist es vielleicht fehlende Anerkennung? Fehlende Liebe? Das Gefühl, nicht gesehen oder gehört zu werden? Und was kannst du letztendlich tun, um dieses unerfüllte Bedürfnis zu befriedigen… ganz unabhängig von der anderen Person? Und gelingt es dir, bei deinem Gegenüber das unerfüllte Bedürfnis hinter dem Wutanfall zu erkennen?

Gefühle Beschreiben | Gewaltfreie Kommunikation

#GefühleBeschreiben #GewaltfreieKommunikation

Nachdem es gestern um das Thema „Beobachten statt Bewerten“ ging, beschäftige ich mich heute mit den #Gefühlen, welche hinter jeder Kommunikation stehen. Denn jede Beobachtung löst eine körperliche Reaktion sowie ein Gefühl in uns aus, dem wir nachgehen sollten.

Also beobachten wir uns doch einmal selbst in der jeweiligen Situation. Welche Gefühle lösen die Situation oder das Verhalten einer anderen Person in mir aus? Und warum ist das so?

Das Verhalten von jemandem kann in uns eine körperliche Reaktion auslösen. Vielleicht bekommen wir plötzlich Herzrasen, wenn wir auf ein bestimmtes Thema angesprochen werden. Dann frage dich in genau dem Moment, wenn das Herzrasen einsetzt, weshalb es gerade jetzt beginnt. Schau einmal ganz genau hin. Welches Gefühl bringt es in dir auf? Und an was oder welche Situation aus der #Vergangenheit erinnert es dich?

Negative Gefühle blockieren unser Denken und sollten deshalb in Gesprächen, Diskussionen und Meetings immer Vorrang haben.

Denn oft ist es so, dass diese Gefühle mit etwas verknüpft sind, was zu deiner Geschichte gehört und mit der die Person, die es bei dir auslöst, wahrscheinlich gar nichts zu tun hat. Versuche dann, deinem Gefühl nachzugehen. Beschreibe zunächst deine körperliche Empfindung. Zum Beispiel: „Ich spüre, dass jetzt in diesem Moment mein Herz ganz schnell zu schlagen beginnt.“ Das Herzrasen in dir lässt dich unwohl fühlen, es macht dich vielleicht wütend, und all das ist mit einem Bedürfnis verknüpft, welches es nun herauszufinden gilt. Wahrscheinlich wird das Bedürfnis sein, dass das Herzrasen aufhört bzw. so eine Situation zukünftig nicht mehr auftritt.

Aber nun noch einmal kurz zurück zu den Gefühlen. Gelingt es dir, deine körperlichen Empfindungen sowie das damit verbundene Gefühl in Worte zu fassen? Genauso kannst du es übrigens auch bei deinem Gegenüber handhaben. Sprich direkt an, wenn du etwas wahrnimmst. Zum Beispiel: „Ich nehme wahr, dass deine Hände leicht anfangen zu zittern.“ Auch dahinter steckt dann wieder ein Bedürfnis, das es herauszufinden gilt.

Empathie ist für mich eine der wichtigsten Eigenschaften, wenn es um gewaltfreie Kommunikation geht. Die Fähigkeit, beim Gegenüber Gefühle zu erkennen und seine eigenen Gefühle zu hinterfragen. Hinter die menschliche Fassade zu schauen und seine eigene Kommunikation anpassen zu können, so dass man das Bedürfnis dahinter berücksichtigen und in den Vordergrund stellt.

Negative Gefühle blockieren uns beim Denken und sollten in Gesprächen, Meetings und Diskussionen immer Vorrang haben. Denn erst, wenn die negativen Emotionen wieder abgeklungen sind, kann das Gehirn wieder richtig funktionieren.