Stimmliche Gestaltung

#StimmlicheGestaltung #Storytelling

Wenn ich an das Thema #Geschichten erzählen denke, dann habe ich ein ganz besonderes Bild vor Augen. Ich sehe einen gemütlichen Raum, in dem nur eine kleine Nachttischlampe brennt. In der Mitte steht ein großes Kuschelbett. Darin liegt ein kleines Kind und hält seinen Teddy in den Armen. Neben dem Bett steht ein gemütlicher Stuhl. Darauf sitzt die Großmutter des Kindes mit einer Brille auf der Nase und einem dicken #Märchenbuch in den Händen. Sie schlägt es auf und beginnt mit den Worten: „Es war einmal…“

Wenn sie anfängt zu sprechen, dann habe ich eine ganz bestimmte Stimme im Ohr. Geht es dir auch so? Oder erinnerst du dich vielleicht an Filme, in denen jemand eine Geschichte erzählt? Zum Beispiel an den Zauberer #Gandalf aus „Der Herr der Ringe“? Auch er hat diese ganz besondere Stimm-Aura, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Was ich damit ausdrücken möchte, ist Folgendes: Deine ganze Geschichte, die du dir mühevoll erarbeitet hast, steht und fällt mit der Art und Weise, wie du sie erzählst.

Geschichten werden erst durch den richtigen Einsatz der Stimme zum Leben erweckt.

Ich bin in anderen Beiträgen von mir bereits intensiv auf das Thema #Stimme und deren Wirkung eingegangen. Jedoch möchte an diesem Punkt noch einmal auf das ein oder andere Detail eingehen. Geschichten haben oft etwas Mystisches, das du mit der Art und Weise, wie du sprichst und deine Stimme einsetzt, unterstützen kannst. Am besten ist es, wenn deine ersten Worte bereits diese #Spannung ausstrahlen. Nehmen wir doch einfach noch einmal den Satzbeginn „Es war einmal…“. Wie könntest du ihn sprechen, so dass er geheimnisvoll klingt?

Deine Stimme sollte dabei entspannt und relativ tief sein. Wenn du beim #Sprechen ein klein wenig die Lautstärke zurück nimmst und die Worte langsam und bedächtig sprichst, kannst du bereits eine gewisse Spannung aufbauen. Versuche es doch einfach mal selbst, diesen Satzbeginn auf unterschiedliche Art und Weise auszusprechen und nimm dich dabei auf. Wie wirken die unterschiedlichen Ansätze?

Natürlich ist nicht nur der Anfang der Geschichte wichtig, sondern die gesamte Geschichte sollte stimmlich aufgearbeitet werden. An welchen Stellen kannst du mit Spannungspausen arbeiten? Wo die #Lautstärke variieren und das Tempo? Gibt es Stellen, an denen deine Stimme zu zittern anfangen kann? Oder kannst du, als Extrembeispiele, einen #Schrei mit einbauen oder ein Flüstern? Es gibt unendliche Möglichkeiten, deine Geschichte stimmlich zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, um Inspiration zu erhalten, sind zum Beispiel #Hörbücher. Und ein bisschen Mut gehört auch dazu. Traust du dich?

StoryTypen

#StoryTypen #StoryTelling

Mit jeder Geschichte hast du anderen etwas mitzuteilen. Jede #Geschichte hat ihre ganz bestimmte „Message“. Und je nachdem, was genau du vermitteln oder ausdrücken möchtest, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, deine Geschichte zu erzählen. Ich möchte heute drei unterschiedliche Typen herausgreifen und dir meine Gedanken dazu mitteilen. Dabei handelt es sich um die Liebesgeschichte, das Genre #Thriller/Horror und die Geschichte mit #Humor.

Bei der Liebesgeschichte kann man eine weite Bandbreite an #Emotionen abdecken. Von der rosaroten Brille bis hin zum #Drama, wie z.B. bei „Romeo und Julia“, ist alles möglich. Der Vorteil bei dieser Art von Geschichten ist, dass fast jeder von uns eigene Erfahrungen mit der Liebe gemacht hat und die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass du damit die Herzen des Publikums berührst.

Egal, ob Liebesgeschichte, Thriller oder Humorvolles… jedes Genre hat seine ganz eigene Wirkung.

Thriller- und Horrorgeschichten gehen eher in die Richtung, das Publikum zu schockieren oder zu ängstigen und damit entsprechende Reaktionen hervor zu rufen. Oder einen extremen #Spannungsbogen aufzubauen, so dass der Zuhörer kaum erwarten kann, zu hören, wie die Geschichte letztendlich ausgeht. Hier könnte man z.B. auch mit einem offenen Ende spielen. Oder den Vortrag mit dem Anfang der Geschichte beginnen und sie erst ganz am Ende des Vortrags auflösen.

Bei der humorvollen Geschichte kann man ganz unterschwellig seine Gedanken oder Emotionen vermitteln. Oder eine gewisse #Zweideutigkeit einbauen. Es gibt auch die Möglichkeit, Sarkasmus, Zynismus oder schwarzen #Humor zu verwenden. Ein extremer Wendepunkt entsteht zum Beispiel, wenn du deine Geschichte humorvoll und leicht beginnst und dann ganz plötzlich eine schockierende Information einfügst. Dieser extreme Gegensatz wird deinem Publikum mit Sicherheit in Erinnerung bleiben.

Sie alle vereint, dass es möglich ist, die klassische Heldengeschichte mit zu integrieren. Das Publikum mag #Helden. Und es besteht außerdem die Möglichkeit, mehrere Genre miteinander zu verbinden. Hier spielen wieder die Wendepunkte in der Geschichte eine bedeutsame Rolle. Wie z.B. in „Der Glöckner von Notre Dame“, wo sich die Gruselgeschichte letztendlich in eine Liebesgeschichte verwandelt.

WendePunkt

#WendePunkt #StoryTelling

Jede gute #Geschichte lebt von einem Wendepunkt. Etwas Unvorhersehbaren. Etwas, wo dir der Atem stockt und du denkst: „Waaaas?!“ Ich denke, fast jeder hat schon mal etwas davon gehört, dass es in einer Geschichte einen Höhepunkt geben soll. Etwas, worauf die Handlung hin arbeitet. Der „Wow“-Moment. Doch ein Wendepunkt hat noch einmal eine ganz andere Wirkung. Vor allem, wenn er an einer Stelle eintritt, wo du nicht damit rechnest. Denn den Wendepunkt kannst du ganz unterschiedlich in deiner Geschichte platzieren.

Zum Beispiel könntest du gleich mit dem Wendepunkt deiner Geschichte starten. Ihn direkt an den Anfang setzen: „Ich drehte mich um… und plötzlich, war sie verschwunden. Nur noch einer ihrer roten Schuhe, lag auf dem Asphalt.“ Mit einem Wendepunkt als Einstieg, fesselst du, vom ersten Moment an, dein Publikum. Du baust sofort #Spannung auf. Und man möchte unbedingt wissen, was da passiert ist, wie es dazu kam und vor allem auch, wie es weiter geht.

Ein gut platzierter Wendepunkt in deiner Geschichte sorgt dafür, dass sie dem Publikum in Erinnerung bleibt.

Natürlich kannst du den Wendepunkt auch im Mittelteil deiner Geschichte setzen. Das ist dann eher der klassische Weg. Eine #Handlung wird Stück für Stück aufgebaut, bis sie sich plötzlich um 180 Grad dreht. Am besten wirkt es, wenn du etwa 2/3 der Zeit die Handlung aufbaust und nach dem Wendepunkt noch etwa 1/3 der Geschichte übrig ist.

Um dein #Publikum mit einem emotionalen Feuerwerk zu verabschieden, kannst du den Wendepunkt jedoch auch ganz ans Ende setzen. Du kannst z.B. eine Geschichte erzählen, in der es um deinen besten Freund geht. Du erzählst sie aus seiner Sicht. Es ist eine sehr bewegende und berührende Geschichte. Und dann sagst du ganz am Ende: „Und dieser Mann, von dem ich die ganze Zeit erzählt habe, ist nicht mein bester Freund. – Der Mann… bin ich.“ Wichtig ist dabei, dass du auch bis zum Schluss den emotionalen Spannungsbogen hältst, damit du beim Publikum auch wirklich einen Wow-Effekt erreichst.

Die Königsdisziplin sind Geschichten mit mehreren Wendepunkten. Ich erinnere mich dabei besonders an die Filme „Magnolia“ oder „Memento“. Oder auch der Klassiker „12 Monkeys“. Die Geschichten in diesen Filmen sind sehr komplex und werden aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und es gibt auch immer wieder Wendepunkte, bis sich schließlich am Ende alles auflöst. Aber zwischendrin dachte ich damals immer wieder: „Häh?!“. Diese drei Filme sind mir bis heute in Erinnerung geblieben und gehören seitdem zu meinen Favoriten.

Für den Alltagsgebrauch solltest du jedoch beachten, nicht zu viele Wendepunkte einzubauen, um deine Geschichte nicht zu anspruchsvoll zu machen. Denn bei einer Rede, kann man nicht einfach mal zurück spulen und sich die Szene noch einmal anschauen.

StoryLine

#StoryLine #StoryTelling

Die Idee für deine #Geschichte ist in dir gereift und du hast dich auch für eine Erzählperspektive entschieden. Dann ist es an der Zeit, deine Storyline zu schreiben. Doch was genau ist das eigentlich?

Sicher hast du schon mal einen #Film gesehen, bei dem du dachtest: „Wow! Was für eine Geschichte!!!“ Dieser Film hatte höchstwahrscheinlich eine gute Storyline… einen guten Handlungsbogen. Ein paar überraschende Momente sowie einen dramaturgisch guten Anfang und ein entsprechendes Ende. Das alles sind Elemente einer bewegenden Geschichte, die in Erinnerung bleibt.

Eine Storyline bzw. der dramaturgische Handlungsbogen, bildet das Gerüst einer jeden Geschichte. Es gibt mehrere Methoden, es aufzubauen. Je nachdem, was du erreichen möchtest. Ganz einfach gesagt, besteht dieses Gerüst aus einem Anfang, einem Hauptteil- bzw. Mittelteil und einem Ende.

Die Storyline deiner Geschichte entscheidet darüber, ob du dein Publikum wirklich berühren wirst.

Es gibt einfache Handlungen, bei denen man schon zu Beginn weiß, wie die Geschichte ausgehen wird. Und es gibt komplexere Handlungsabläufe, bei denen mehrere Wendungen enthalten sind und der Schluss absolut überrascht und so nicht vorhersehbar ist. Es ist ganz klar, dass du mit einem komplexeren #Handlungsablauf die größere Wirkung erzielen kannst.

Mir persönlich hilft es, wenn ich anfangs alles, was mir zu meinem Thema einfällt, aufschreibe, z.B. in Form von Stichpunkten. Einfach erst mal alles raus aus dem Kopf. Dann beginne ich damit, meine Gedanken zu ordnen. Ich fasse die Stichpunkte thematisch zu Absätzen bzw. Bausteinen zusammen. Dann überlege ich mir, in welcher Reihenfolge diese Bausteine stehen sollen. Oft probiere ich dann auch damit herum. Wie fühlt es sich an und wirkt es, wenn ich z.B. den Schluss gleich an den Anfang setze? Oder den Höhe- oder Wendepunkt der Geschichte an eine andere Stelle? Wie kann ich #Dramatik hinzufügen? Was erreicht beim Publikum die größte Wirkung?

Meine Erfahrung ist, dass eine gute Geschichte mit der Zeit entsteht. Deshalb solltest dir auch immer wieder Feedback von anderen einholen. An ihrer Reaktion wirst du beim Erzählen merken, wo etwas noch nicht stimmt. Wo vielleicht etwas fehlt oder noch etwas angepasst werden muss. Plane also immer auch ausreichend Zeit für die Vorbereitung mit ein. Lass deiner Geschichte ausreichend Raum, um zu wachsen.

ErzählPerspektive

#ErzählPerspektive #StoryTelling

Wenn du deine #Idee gefunden hast und weißt, worüber du sprechen möchtest, solltest du dir überlegen, aus welcher #Perspektive du die Geschichte erzählen möchtest. Denn da gibt es mehrere Möglichkeiten. Nun dazu ein paar Beispiele und deren #Wirkung.

Sprichst du in der #Ich-Form, so wird deine Geschichte sehr persönlich. Du offenbarst dich, gibst etwas Preis und machst dich natürlich dadurch auch angreifbar. Manchen Menschen ist das unangenehm. Und es fällt ihnen schwer, über so persönliche Dinge zu sprechen. Doch hat es auch eine sehr starke Wirkung auf das Publikum. Es identifiziert sich mit dir. Es geht den Weg mit dir gemeinsam. Dieser Erzählstil wirkt sehr authentisch und kann sehr berühren und bewegen. In der Ich-Form über etwas zu sprechen, hat eine extreme #Macht.

Es gibt mehrere Perspektiven, die man als Geschichtenerzähler einnehmen kann. Und jede hat ihre ganz eigene Wirkung.

Möchtest du dich eher von der Geschichte abgrenzen, vielleicht, weil sie zu persönlich ist, so kannst du deine #Geschichte auch so erzählen, als hätte sie ein Freund erlebt. Du sprichst dann ganz einfach über die Erlebnissen einer anderen Person. Es fällt vielen leichter, über Erlebtes zu sprechen, wenn sie sich von dem Ereignis distanzieren. Damit kannst du dann zwar deine #Privatsphäre schützen, aber die Wirkung beim Publikum wird auch nicht mehr ganz so intensiv sein.

Die Perspektive der 3. Person eignet sich besonders gut, wenn mehrere Akteure in der Geschichte auftreten. Du kannst das jeweilige Ereignis dann aus mehreren Perspektiven betrachten und somit auch unterschiedliche #Standpunkte beleuchten. Dabei könntest du zum Beispiel einerseits von dir sprechen und, als Gegenstück, aus der Sicht einer anderen Person, die mit beteiligt war.

Der allwissende #Erzähler blickt von oben herab auf das Geschehen. Er weiß über alles Bescheid und hat auch Hintergrundwissen, welches er mit einfließen lassen kann. Diese Erzählweise gleicht der eines #Märchens und hat für mich daher auch einen ganz besonderen Charakter.

Ganz egal, für welche Erzählperspektive du dich letztendlich entscheidest. Wichtig ist, dass du dich damit wohl fühlst und du es dir damit leicht machst, über das Ereignis zu sprechen. Natürlich solltest du dir auch über die Wirkung der gewählten Perspektive bewusst sein. Erst dann ist es möglich, den nächsten Schritt zu gehen und eine gute #Storyline zu entwickeln.

IdeenFindung

#StoryTelling #IdeenFindung

Jeder #Vortrag, jede #Präsentation und ich würde sogar sagen, jedes interessante #Gespräch, lebt von einer guten Geschichte. Wenn du in der Lage dazu bist, Informationen spannend zu verpacken (in Worten, wie auch in der Gestaltung), dann werden dir andere interessiert zuhören. Und wir Menschen lieben es, Geschichten zu hören. Ich selbst hatte das Glück, dass meine Oma mir früher immer Geschichten erzählt hat, als ich als kleines Mädchen bei ihr übernachtet habe. Und auch heute noch höre ich ihr sehr gern zu.

Wenn wir #Geschichten zuhören und uns mit ihnen identifizieren, geschieht eine Art Gedankenverschmelzung mit uns und dem Geschichtenerzähler. Wir fühlen uns ihm nah und durchleben mit ihm gemeinsam das Ereignis. Das erzeugt #Vertrauen und das Gefühl, dazu zu gehören. Besonders wirkungsvoll ist dieses Phänomen zum Beispiel, wenn es um das Thema #Verkauf geht.

Unser Leben besteht aus zahlreichen, aneinander gereihten Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden.

Doch wie finden wir überhaupt die passende Geschichte? Viel zu oft höre ich von anderen: „Ich kann keine Geschichten erzählen.“ Doch wir alle haben etwas aus unserem #Leben zu erzählen. Dinge, die wir selbst erlebt oder von denen wir gehört haben. Etwas, das wir jemandem erzählten und derjenige reagierte darauf emotional. Überrascht, berührt oder mit Entsetzen. All das sind Themen, die Menschen bewegt haben. Und diese Anekdoten solltest du für dich festhalten. Vielleicht in einem kleinen #Buch, dass du immer bei dir trägst. Oder du notierst dir diese Ereignisse als Notiz in deinem Handy.

Wie auch immer du dir diese Ereignisse bzw. Geschichten auch abspeicherst, nach und nach wirst du ein spannendes Portfolio an unterschiedlichen Themen zur Verfügung haben. Hast du dann einen Vortrag oder ein wichtiges #Meeting vor dir, so schau einfach, welches deiner Themen als kleine Geschichte zu der jeweiligen Situation passt. Als Einstieg, als roter Faden oder als krönender Abschluss.

Wenn du kreativ bist und viel Phantasie hast, kannst du dir natürlich auch fiktive Geschichten ausdenken. Oder du schmückst ein Erlebnis etwas aus, so dass es dadurch spannend und ergreifend wird. Den Möglichkeiten sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und wenn du jetzt immer noch sagst „Ich kann wirklich keine Geschichten erzählen.“, dann frage doch mal eine fremde Person oder jemand Nahestehenden nach seinen persönlichen Erlebnissen. Nach Situationen, die ihn berührt und bewegt haben. Und dann nutze das als #Inspiration für dein eigenes Thema.

Mindset und Charisma

#MindsetUndCharisma #Körpersprache

Ich kenne niemanden, der nicht gern einmal in der Lage wäre, bei anderen die #Gedanken zu lesen. Weshalb beschäftigen wir uns überhaupt so intensiv mit dem Thema Körpersprache und weshalb ist es für viele Menschen so interessant? Es ist eine echte Faszination, Menschen lesen zu können. Zu wissen, was sie gerade denken. Und natürlich, ob sie lügen oder die #Wahrheit sagen. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Selbst den besten Experten gelingt es nicht immer, zu ihrem Gegenüber durchzudringen.

Ich habe mich über die Jahre viel mit dem Thema Gesprächs- und Verhörtechniken beschäftigt. Und was dabei immer wieder deutlich wird, ist, dabei alles miteinander zu verbinden. Das Abchecken des Normalzustands, die Körperreaktionen zu beobachten, im richtigen Moment die richtigen #Fragen zu stellen sowie ein echtes Interesse am Gegenüber zu haben. Denn, wenn du kein Interesse daran hast, die „Wahrheit“ auch sehen zu wollen, dann wirst du sichtbare Hinweise einfach übersehen oder sie gar nicht erst wahrnehmen.

Menschen lesen und Lügen von der Wahrheit unterscheiden zu können, ist ein komplexer und anspruchsvoller Prozess.

Dazu ein kleines Beispiel: Menschen mit sehr viel #Charisma, wirken auf andere anziehend und haben eine positive Aura um sich. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn wir bei diesen Menschen von Grund auf nichts Negatives vermuten. Man hört dann oft: „Was? Der??? Das glaube ich jetzt nicht… das war doch immer so ein Guter!“ Und wenn wir versuchen, solche Menschen zu lesen, dann kann es gut sein, dass wir Hinweise und Merkmale übersehen, weil wir einfach nicht glauben können, dass diese Person etwas #Böses getan hat.

Ein ganz anderes Phänomen zeigt sich in Bezug auf das persönliche #Mindset. Es kann sein, dass Menschen etwas so Schlimmes erlebt haben, dass ihr Gehirn, sozusagen als Schutz, dieses Erlebnis komplett ausblendet… so, als wäre es nie geschehen. Nehmen wir z.B. traumatische Ereignisse, die das #Gehirn dann in eine Art „Tresor“ packt. Die Person ist dann wirklich der vollen Überzeugung, dass dieses Ereignis nie passiert ist. Und was ist dann in diesem Fall mit der Körpersprache? Dadurch, dass die Person zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass das Ereignis nie passiert ist, wird der Körper auch keine Stressmerkmale zeigen. Die eigentliche „#Lüge“ wird in diesem Fall zur „Wahrheit“ und es ist kaum möglich, dieses Rätsel zu lösen.

Diese Beispiele zeigen, wie schwierig das eigentliche Lesen von Menschen ist. Es geht weit über das Erkennen einzelner körperlicher Merkmale hinaus. Sei dir dessen immer bewusst und verurteile Menschen niemals vorschnell, z.B. auf Grund einer einzelnen Armbewegung. Denn das genaue Hinschauen, das Stellen der richtigen Fragen sowie das letztendliche Interpretieren des Ganzen, ist ein anspruchsvoller und komplexer Prozess.

Die Fünf Sinne

#DieFünfSinne #Körpersprache

Wenn wir an Körpersprache denken, dann haben wir oft nur die Äußerlichkeiten im Kopf. Wie sieht es aus mit der #Mimik und #Gestik eines Menschen? Wie spricht unser Körper? Und dabei vergessen wir, dass wir auch über unsere #Sinne kommunizieren. Zu den 5 Sinnen gehören: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Doch wie genau kommunizieren wir darüber miteinander und worauf sollten wir achten?

Beginnen wir mit dem #Sehen. Siehst du dir auch schöne, ästhetische Menschen an? Liebst du es, dir Tanzshows anzuschauen? Oder magst du lieber Mode-Events? Tolle Frisuren? Eine schönes Make Up oder tolle Accessoires? Blickst du gern in Gesichter, die ein strahlendes Lächeln haben?Über unser Äußeres setzen wir ein deutliches Statement. Schaut mich an… oder eben genau das Gegenteil: Bloß nicht auffallen. Alles, was wir sehen können, beeinflusst, wie wir über die andere Person denken.

In Bezug auf das #Hören kommunizieren wir über unsere #Stimme. Die Art und Weise, wie wir sprechen, lässt bei unserem Gegenüber einen positiven oder auch negativen Eindruck entstehen. Und auch über unsere Nase nehmen wir Signale von außen wahr. Sicher hast du es schon mal erlebt, dass du dein Gegenüber „nicht riechen“ konntest… und das muss nicht unbedingt am #Parfum gelegen haben. Durch Parfum wird übrigens unser Eigengeruch überdeckt, was sich bei der Partnerwahl eher negativ auswirken kann. Zu viel Parfum wirkt sowieso eher kontraproduktiv. Besser ist es, einen dezenten #Geruch zu wählen, der gut zu einem passt.

Sei dir der kommunikativen Wirkung deiner fünf Sinne bewusst.

Im Bezug auf das #Schmecken und #Fühlen, müssen wir einer anderen Person dann schon sehr nahe sein. Denken wir nur einmal an das Salz auf unserer Haut. Wie süß #Küsse schmecken können. Oder wie unappetitlich, kurz nachdem jemand geraucht hat. Und auch das Essen ist #Kommunikation. Verwöhnst du deine/n Liebste/n gern mit süßen Erdbeeren und Sahne?

Die Art und Weise, wie wir andere berühren, sollte wohl überlegt sein. Denn dafür müssen wir in die Privatsphäre eines Menschen gelangen, was immer nur mit dessen Erlaubnis geschehen sollte. Selbst ein gut gemeintes Schulterklopfen oder kurz die Hand berühren, kann nach hinten losgehen, wenn dein Gegenüber damit nicht einverstanden ist.

Unbewusst treten wir auch über unsere 5 Sinne mit unserer Umwelt in Kontakt. Sei dir deshalb also immer bewusst, dass du auch darüber mit anderen Menschen kommunizierst. Die Art und Weise deines Auftretens kann positive, aber auch negative Auswirkungen haben. Lenke sie in die richtige Richtung, sei flexibel und aufmerksam und gehe auf dein Gegenüber ein.

RaumNutzung

#RaumNutzung #Körpersprache

Ich hatte in meinem Artikel zu den Armen schon einmal angesprochen, dass Menschen unterschiedlich den Raum um sich herum nutzen. Stellen wir uns doch einmal folgende Situation vor. An einem Seminartag treffen nacheinander ein Mann und eine Frau ein, die den #Seminarraum betreten und sich einen Platz suchen. Ich werde das Verhalten dieser beiden Personen, als Beispiel, mal ein wenig genauer beschreiben.

Beginnen wir mit dem #Mann, der zügig den Raum betritt, sich einen Platz sucht, sich setzt und wie ganz selbstverständlich seinen Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls ablegt. Seine Sachen breitet er auf dem vor ihm stehenden Tisch aus und die Tasche stellt er auf dem Nachbarstuhl ab. Er blickt in die Runde, schaut jedem in die Augen und lächelt. Dann steht er auf und geht durch den gesamten Raum, um sich einen Kaffee zu holen. Mit der Tasse stellt er sich dann entspannt ans Fenster und schaut hinaus in die Ferne. Mit seinem Verhalten nutzt er den gesamten Raum. Er zeigt damit ganz deutlich: Hier bin ich, hier ist mein Platz und hier fühle ich mich wohl. Er bewegt sich frei und markiert, mit seinen Sachen auf dem Tisch und seiner Tasche auf dem Nachbarstuhl, gleich sein Revier. Ihm kann man demnach einen großen #Selbstwert sowie eine gewisse #Dominanz zuschreiben.

Nun kommen wir zu der #Frau. Ohne groß umher zu schauen, betritt sie, mit leisen Schritten, denselben Raum und sichert sich gleich den Platz nahe der Tür. Sie setzt sich und holt aus ihrer Tasche einen Block, einen Stift und ihr Handy heraus. Den Block legt sie direkt vor sich und den Stift sowie das Handy auf den Block. Danach stellt sie ihre Tasche zwischen die Beine und greift zum Handy. Ihre Körperhaltung ist extrem angespannt. Ihre Beine halten die Tasche fest und die Arme hält sie eng am Körper. Ihr Blick ist gesenkt und auf das Handy gerichtet. Verstohlen schaut sie in Richtung Kaffeemaschine und anschließend zu dem Mann, der mit seiner Kaffeetasse am Fenster steht. Als er sie anschaut, blickt sie sofort wieder auf ihr Handy und beschäftigt sich anschließend so lange damit, bis das #Seminar beginnt. Im Gegensatz zu dem Mann, bewegt sich die Frau in einem sehr engen Radius. Ihre Bewegungen sind nah am Körper gehalten und sie nutzt den Raum nur so weit, wie sie es unbedingt muss. Sie fühlt sich sichtlich unwohl und möchte so wenig wie möglich auffallen. Ihr #Selbstbewusstsein ist eher gering. Sie wirkt schüchtern und zurückhaltend.

Je mehr du den Raum für dich nutzt, desto selbstbewusster wirkst du.

Bei Menschen mit einem hohen Selbstwert, sind die Körperbewegungen weitschweifig und sie nutzen, bei Bedarf, gern den gesamten Raum. Ist der Selbstwert gering, geht es darum, so wenig wie möglich aufzufallen. Die Körperbewegungen sind klein und eng am Körper gehalten. Der Raum wird so wenig wie nur möglich genutzt.

Warum habe ich gerade für den Mann und die Frau die entsprechenden Rollenbeispiele gewählt? Aus meiner Erfahrung heraus, sind es meist die Männer, die selbstbewusst auftreten und die Frauen eher diejenigen, die sich zurückhalten und in sich zurück ziehen. Doch natürlich darf man aus diesen beiden Beispielen keine Verallgemeinerungen ziehen.

Nun noch kurz ein weiteres Beispiel zum Thema Raumnutzung: Auch bei Rednern auf der #Bühne, kann man diesen Unterschied gut wahrnehmen. Menschen, die während der Rede die Bühne oder sogar den gesamten Raum für sich nutzen und große Bewegungen machen, werden als selbstbewusster wahrgenommen, als Personen, die nur an einer Stelle auf der Bühne stehen und sich krampfhaft am Mikrofon oder ihrem Skript festhalten. Nutze also dementsprechend den Raum für dich. Und sei dir dabei stets auch deiner Haltung und deiner Außenwirkung bewusst.

Kleidung und Accessoires

#KleidungUndAccessoires #Körpersprache

Ich möchte das Thema #Kleidung und #Accessoires gern im Zusammenhang mit der Körpersprache aufbringen, weil es für mich ein weiterer bedeutsamer Aspekt ist, dem oft nur wenig Beachtung geschenkt wird. Für unsere Kleidung und alles weitere, was damit zusammenhängt, sind wir selbst verantwortlich. Wir entscheiden demnach, welche Kleidung wir täglich tragen. Und wenn ich mir dann die Menschen auf der Straße einmal etwas genauer anschaue, frage ich mich oft, weshalb jemand gerade diese Entscheidung getroffen hat. Ich selbst habe mehrere verschiedene Kleidungsstücke im Kleiderschrank. Manche sind schon Jahre alt, manche ganz neu. Wieder andere haben viel Geld gekostet, andere wenig. Ich liebe es, verschiedene Stile miteinander zu kombinieren und wähle auch, je nach Anlass, bewusst aus, was ich trage.

Dabei geht es nicht nur um die Kleidung, sondern auch um die entsprechenden Accessoires. Ich habe unterschiedliche Schmuckstücke, Tücher, Taschen und Schuhe, die ich mit zum Einsatz bringe. Und ich weiß, dass man auch durch Farbe bewusst kommunizieren kann. Ich selbst trage gern Schwarz in Kombination mit anderen Farben. Ich kombiniere gern Altes mit Neuem, Preiswertes mit Teurem. Wir sollten uns viel mehr unserer #Wirkung in Bezug auf das, was wir tragen, bewusst sein. Ich kenne #Menschen, die z.B. ganz bewusst, zum klassischen Business-Outfit, knallbunte Socken tragen. Oder eine herausstechende Brille. Oder auffällige Schuhe. Verrückte Stile, gepaart mit viel #Selbstbewusstsein, haben Wirkung und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auch Frisuren haben eine starke Wirkung. Oder Make-Up. Auffällig oder eher dezent? Was passt am besten zu dir und dem entsprechenden Anlass? Und wie ist es bei den Männern mit dem Bart? Ist er gepflegt und hat einen guten Schnitt? Tattoos sind übrigens auch ein ganz klares Statement.

Dein äußeres Erscheinungsbild sollte deine Persönlichkeit positiv unterstreichen.

Wichtig ist, dass der entsprechende Stil zu dir und deinem Auftreten passt. Sobald du verkleidet wirkst und dich in deiner Kleidung nicht wohl fühlst, wirst du das auch ausstrahlen. Wenn du selbst kein Händchen für Kleidung, Farben und #Stil hast, kannst du dir entsprechende Unterstützung holen. Und nicht umsonst gilt der Spruch: „Kleider machen Leute.“ Kleidung kann dich auch dabei unterstützen, deine #Haltung zu verändern. Denken wir nur an ein Korsett. Oder wie sich der Gang und die Körperbewegung verändern, wenn Frauen Kleider und High Heels tragen. An dieser Stelle noch ein Tipp für uns Frauen: Wenn du hohe Absätze trägst, dann solltest du auch darin laufen können.

Wenn du dich wohl in deiner Haut und mit deinem #Outfit fühlst, dann wird deine #Ausstrahlung eine ganz besondere sein. Es ist beeindruckend, wenn man Vorher/Nachher Bilder von Menschen sieht, die ein Umstyling hinter sich haben. Man sieht förmlich, wie sie neu erstrahlen. Und trau dich ruhig, auch mal neue Dinge auszuprobieren. Hol dir immer wieder Feedback dazu ein. Hab Spaß daran und tu das so lange, bis du deinen persönlichen Stil gefunden hast.