Warum haben eigentlich so viele Menschen Angst vor anderen zu sprechen?

Ich werde öfter einmal gefragt, weshalb die Menschen eigentlich so große Angst davor haben, auf einer Bühne zu stehen oder vor Menschen zu sprechen. Es kursiert sogar das Gerücht, dass die Angst vorm öffentlichen Sprechen sogar noch vor der Angst vorm Tod steht. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sind für mich bezüglich der Redeangst drei Gründe besonders bedeutsam.

Zum einen liegen die Ursprünge bereits in der Evolutionsgeschichte. Wenn wir als einzelne Person einer Masse gegenüber stehen, so bedeutet das in erster Linie immer Gefahr. Diese Urangst ist auch heute noch in unseren Genen verankert und führt dazu, dass unser Körper ganz automatisch in den Überlebensmodus springt, wenn wir eine Bühne betreten. Es kommt zu einer Art Schockstarre, wir wollen flüchten und unser Adrenalinpegel steigt. Sich dessen bewusst zu sein und diesen Zustand zu akzeptieren, kann allein schon viel bewirken.

Des weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele meiner Klient:innen bereits in der Kindheit und Jugend schlechte Erfahrungen gemacht haben. Da denke ich zum Beispiel an misslungene Vorträge in der Schulzeit. An Mobbing, Versagen oder schlechte Bewertungen. Oder gehen wir einmal zurück in die Kindheit. Wenn ein Kind selbstbewusst erzogen wird, dann stehen ihm auch ganz andere Ressourcen zur Verfügung, als einem Kind, dem ständig gesagt wird: „Du kannst nichts!“ oder „Du bist nichts wert!“.

Ich erinnere mich dabei an eine Klientin von mir, die immer sehr leise gesprochen hat. Nach einigen gemeinsamen Stunden kamen wir dann der Ursache auf den Grund. Es war so, dass ihre Mutter ihr als Kind oft den Mund verboten hatte. Sie solle doch nicht immer so laut sein! Als meiner Klientin das bewusst wurde, sagte sie plötzlich ganz laut und selbstbewusst: „Aber ich möchte doch gehört werden!“ Und das brachte bei ihr den Knoten zum Platzen.

Ein dritter Punkt ist oft die Angst vor Kritik. Oder sagen wir, die Angst vor einer schlechten Bewertung oder dem Versagen. Den meisten Menschen ist es wichtig, dass sie gut rüber kommen und sich nicht blamieren. Sie haben Angst, sich lächerlich zu machen oder etwas nicht zu wissen. Einen Blackout zu haben. Dabei sind diese Ängste oft unbegründet und ein Blackout ist kein Weltuntergang. Denn auf all das kann man sich gut vorbereiten. Es gibt Techniken, die man erlernen kann, um auch bei öffentlichen Auftritten selbstbewusster und überzeugender zu werden.

Letzten Endes zählt für mich vor allem der eigene Wille, wirklich etwas sagen zu wollen. Sich anderen mitzuteilen. Eine Message vermitteln zu wollen, die wichtig ist. Und das eigene Mindset dann auch darauf auszurichten. Denn ja, Sprechen ist Arbeit, aber es kann auch richtig Spaß machen, auf der Bühne zu stehen, seine eigene Geschichte zu erzählen und das Publikum damit in seinen Bann zu ziehen.

Hier eine kurze Zusammenfassung von mir per Video.

Interviewausschnitt: Coaching vs. Training

Kristin, was unterscheidet dich als Coach von einer Trainerin?

Als ich mich vor 13 Jahren selbstständig machte, arbeitete ich ausschließlich als Stimmtrainerin. Da steckt ja das Wort Trainerin schon mit drin. Und es war zu Beginn auch ein ganz klassisches Training. Denn die Menschen, die zu mir kamen, erlernten durch meine Unterstützung die hochdeutsche Aussprache und wie sie ihre eigene Stimme optimal nutzen können. Da gab es dann viele Übungen, die wir nacheinander gemeinsam durchgingen. Also in etwa wie in der Schule. Oder beim Tanzen lernen. Es gibt bestimmte Vorgänge und Techniken, die man dann praktisch Schritt für Schritt erlernen muss, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Im Idealfall lief das dann so, dass ich die Übungen jeweils vor machte und mein Klient bzw. meine Klientin die Übung so lange wiederholte, bis die Technik wirklich auch saß.

Über die Jahre hinweg merkte ich jedoch, dass Stimmtraining allein nicht wirklich effektiv ist. Mir fehlte dabei, dass der Mensch mit seiner individuellen Persönlichkeit mit einbezogen wird. Und auch das jeweilige Mindset ist extrem wichtig, wenn man sich wirkungsvoll und überzeugend nach außen hin präsentieren möchte. Das, sagen wir mal, Hervorkitzeln der eigenen Persönlichkeit kann jedoch nicht über ein klassisches Training erreicht werden. Denn wie soll ich jemandem vormachen, wie er sein soll? Was, wenn er dem dann gar nicht entspricht? Also zum Beispiel… wenn ein sensibler Mensch zu mir kommt und gern selbstbewusster auftreten möchte, dann kann ich ihm nicht einfach vormachen, wie er zukünftig sprechen und seine Körpersprache einsetzen soll. Und dann macht er es nach und alles funktioniert wie von Zauberhand. Ich meine, ich kann es ihm zwar kurz einmal vormachen, um ihm zu zeigen, was die Idee des Ganzen ist. Aber, selbst wenn er es dann nach macht, wirkt es trotzdem zu diesem Zeitpunkt noch absolut unauthentisch.

Und jetzt kommen wir zum Coaching. Denn Coaching bedeutet, mein Gegenüber zur Lösung hinzuführen. Ihn zu begleiten und ihn dabei zu unterstützen, die Lösung selbst zu erarbeiten. Ich selbst sehe relativ schnell, wie das letztendliche Bild der jeweiligen Person aussehen kann. Das hilft mir dabei, den roten Faden beizubehalten. Doch ich bin lediglich in der Position, die richtigen Fragen zu stellen. Mein Gegenüber zum Nachdenken anzuregen. Dabei zu ermutigen, Dinge auszuprobieren. Zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen. Und somit im jeweils individuellen Tempo, Schritt für Schritt, die eigene Lösung zu finden.

Ich gebe also als Coach keine Übungen mehr vor, sondern bin lediglich eine liebevolle Führung auf dem individuellen Weg. Und so kommt mein Gegenüber letztendlich von selbst zu dem Punkt, wo der Knoten sich löst und die Sicht auf die Dinge wieder klarer wird. Und jetzt schließt sich der Kreis: Denn wenn mein Gegenüber dann an den Punkt kommt, wo der Nebel sich lichtet und die Lösung praktisch vor den eigenen Füßen liegt, in diesem Moment verändern sich, fast wie von Zauberhand, auch die Stimme, die Körpersprache und das gesamte Auftreten der Person. Und das alles erreiche ich ausschließlich in meiner Funktion als professioneller und emphatischer Coach.

Interviewausschnitt: Auftretenskompetenz

Kristin, was genau verbindest du mit dem Begriff „Auftretenskompetenz“?

„Als ich 2009 mit meiner Selbstständigkeit begann, gab ich ganz klassische Stimmtrainings und Kreativ-Tanzkurse. An den Begriff Auftretenskompetenz war damals noch gar nicht zu denken. Ich hatte seit 3 Jahren mein Magisterstudium beendet und mich auf das Thema Stimme fokussiert. Da kannte ich mich aus und wusste auch, dass ich gut darin war. Außerdem war meine weitere Leidenschaft, neben der Stimme, das Tanzen. Während meiner Zeit in Stuttgart, direkt nach dem Studium, hatte ich hauptsächlich Tanzkurse gegeben und gemerkt, dass gerade der kreative Tanz sehr gut bei den Leuten ankam. Also machte ich mich später in Leipzig dann offiziell als Stimmtrainerin und Tanzlehrerin selbstständig.

Mittlerweile sind 13 Jahre vergangen und meine Angebote haben sich, über die Jahre hinweg, weiterentwickelt. Ich verband mein Wissen zu den Themen Stimme und Körper mit den Themen Persönlichkeit und Führung… und natürlich meinen persönlichen Erfahrungen. Es fiel mir jedoch schwer, das, was ich tue, in die richtigen Worte zu fassen. Denn es war mittlerweile so viel mehr als nur reines Stimmtraining. Oft war es auch so, dass meine Klienten zwar ein Stimmtraining bei mir buchten, wir jedoch letztendlich an persönlichen Herausforderungen arbeiteten. Und ich spürte immer deutlicher, dass ich eine neue Bezeichnung für das, was ich tue, brauchte.

Eines Tages war ein guter Freund von mir zu Besuch in Leipzig. Wir saßen gemeinsam in einem kleinen Café am See und sprachen über Gott und die Welt. Und natürlich auch über unser Business. Er selbst ist in einer hohen Führungsposition tätig und wir sprachen damals in sehr regelmäßigen Abständen über unsere Erfahrungen. Jedenfalls sprach er dann darüber, wie bedeutsam meine Arbeit ist und wie viel Wert in ihr steckt. Und ganz nebenbei fiel dabei das Wort: Auftretenskompetenz. Und ich dachte nur: BÄM! Genau das ist es! Dieses Wort umschreibt genau das, was ich in meinen Coachings vermittle. Es ist die Essenz aus Stimme, Körpersprache, persönlichem Mindset, Persönlichkeit und Führungsqualität. Es geht um die Kompetenz des persönlichen Auftritts im öffentlichen Raum. Und wir präsentieren uns immer, wenn wir uns der Öffentlichkeit zeigen, egal ob wir dabei auf einer Bühne stehen oder uns in einem Business-Meeting befinden.

Seit diesem Tag am See verwende ich, im Zusammenhang mit meinen Coachings, den Begriff Auftretenskompetenz. Und ich fühle mich damit sehr wohl. Ich glaube, meinem Freund ist gar nicht bewusst, was er damals mit der Verwendung dieses Wortes in mir ausgelöst hat. Dass er damit eine echte Herausforderung für mich, mit einem Fingerschnipp, gelöst hat. Und dafür bin ich ihm auch heute noch sehr dankbar.“

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Kommunikationsstörungen Vermeiden

#Vermeiden #KommunikationsStörungen

#Störungen sollten in der Kommunikation immer Vorrang haben. Sobald es zu emotionalen Ausbrüchen oder anderweitigen Herausforderungen kommt, ist es kaum noch möglich, ein wirklich konstruktives #Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Und es bedarf einiger Anstrengung, Know How und Fingerspitzengefühl, um mit Störungen professionell umgehen zu können. Somit ist es von Vorteil, wenn du dazu in der Lage bist, sie von Beginn an zu vermeiden.

Ein erster wichtiger Punkt ist dabei die optimale #Vorbereitung deines Gesprächs. Überlege dir dafür Ziel und Vorgehensweise und schließe mögliche Störungen von vornherein aus. Des weiteren solltest du selbst auch ein gutes #Mindset haben und möglichst entspannt in die jeweilige Situation hinein gehen. Bitte auch deinen Gesprächspartner um eine entsprechende Vorbereitung auf das Gespräch und kündige dein Gesprächsziel sowie den organisatorischen Rahmen (Zeit, Ort etc.) rechtzeitig an.

Du wirst umso bessere Gespräche führen, je mehr du über die verschiedenen Kommunikationsmodelle und Prozesse im Gehirn Bescheid weißt.

Ist ein Gespräch jedoch, trotz aller Vorbereitung, doch einmal vollkommen eskaliert und endete in einem großen #Streit, so kannst du versuchen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu wiederholen. Bis dahin sollten die #Emotionen abgeflaut sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass allen Gesprächspartnern daran gelegen sein sollte, letztendlich doch noch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Damit du in diesem zweiten Gespräch nicht dieselben #Fehler machst bzw. sich das Muster nicht wiederholt, kann es ein Vorteil sein, das Gespräch von der #Metaebene der Kommunikation aus zu betrachten. Dabei geht es darum, mit persönlichem Abstand und von oben herab auf das Geschehen zu blicken. Dabei wird nicht emotional, sondern rein sachlich diskutiert. Es kann auch helfen, eine dritte, unbeteiligte Person mit ins Boot zu holen, die darauf achtet, dass das Gespräch nicht auf die emotionale Ebene abdriftet.

In der #Metakommunikation wird über das vergangene Gespräch gesprochen. Dabei wird es möglich zu verstehen, warum das Gespräch überhaupt so eskaliert ist. Die eine Person wiederholt dann noch einmal ganz in Ruhe einen Punkt des Gesprächs und erläutert, wie sie es gemeint hat. Der Gesprächspartner hat danach die Möglichkeit zu erklären, wie es bei ihm angekommen ist. Stimmt beides nicht überein, wird das #Missverständnis sichtbar und man kann diesen Punkt gemeinsam aus der Welt schaffen.

Für zukünftige Gespräche, z.B. auch innerhalb der #Familie und insbesondere mit #Kindern, kann es helfen, wenn du im Voraus klare und einfache #Gesprächsregeln aufstellst, an die sich alle Gesprächspartner zu halten haben. Des weiteren kann es hilfreich sein, sich mit den verschiedenen Kommunikationsmodellen zu beschäftigen (z.B. Paul #Watzlawick, Schulz von #Thun, Marshall B. #Rosenberg etc.), um sich der Kommunikationsprozesse und Abläufe im #Gehirn bewusst zu werden. Denn, je mehr du über all das weißt, desto bewusster und zielgerichteter kannst du kommunizieren und dich schnell auf jede Situation einstellen.

Stress und Hektik | KommunikationsStörungen

#StressUndHektik #KommunikationsStörungen

Neben der Emotionalität sind auch negativer #Stress und Hektik Ursachen dafür, dass Gespräche scheitern oder in einem riesigen Chaos enden können. Denn auch Stress hat Auswirkungen auf unsere Gehirnprozesse und somit auf unser #Denken. In meinen Einzelcoachings habe ich es oft erlebt, dass Klienten vollkommen abgehetzt zum Termin erschienen sind, sie während der gemeinsamen Stunde ständig auf die Uhr und das Handy schauten und somit gar nicht richtig bei der Sache waren. Ich habe diese #Störungen immer sehr schnell zum Thema gemacht. Doch was passiert, wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird?

Stehen wir unter Druck, so fällt es uns schwer, uns wirklich voll und ganz einem #Gespräch zu widmen. Unsere Gedanken schweifen ständig ab. Unsere #Konzentration und Aufmerksamkeit sind auf andere Themen gerichtet. Vielleicht sind wir gedanklich bereits auf der Autobahn oder auf dem Weg zum nächsten Termin. Forscher fanden heraus, dass wir unter Stress nicht ergebnisorientiert denken können. Im Gehirn werden dann vermehrt Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin und andere Stresshormone ausgeschüttet. Bei extremen oder lang andauerndem Stress, haben wir zu viele dieser Hormone im #Gehirn. Sie sorgen dann dafür, dass wir auf altbekannte Verhaltensmuster zurück greifen, anstatt offen für neue und kreative Ideen zu sein und uns auf neue Situationen individuell einstellen zu können.

Zu viele Stresshormone im Gehirn hindern uns daran, uns individuell auf Situationen einzustellen und sie blockieren kreatives Denken.

Wenn wir nicht in der Lage sind, richtig zu denken, dann grübeln wir oft zu lange über einen Sachverhalt nach, ohne zu einer Lösung zu kommen, oder wir übergehen ihn einfach. Beides ist nicht gerade förderlich, wenn es darum geht, neue Lösungen zu finden oder ein anspruchsvolles Gespräch zu führen. Bei zu starkem Druck kann es sogar zu einem #Blackout kommen. Einem kurzzeitigen Teilausfall des Gehirns. Dabei werden bestimmte Hirnareale regelrecht lahmgelegt. Und nicht zu unterschätzen ist bei Stress auch die ständige Alarmbereitschaft unseres Körpers. Zu viel negativer Stress, #Druck und Hektik sorgen dafür, dass die Stresshormone in unserem Körper dann gar nicht mehr richtig abgebaut werden.

Es ist also in mehrfacher Hinsicht von Vorteil, wenn du gut vorbereitet, rechtzeitig und möglichst entspannt in wichtige Gespräche hinein gehst. Sorge dafür, dass du dir im Voraus eine kleine #Auszeit nimmst. Und sei es nur ein paar Minuten in der Sonne sitzen oder einfach etwas Musik zu hören. Pack alles, was nichts mit dem Gespräch zu tun hat, in eine imaginäre Schublade. Diese verschließt du so lange, bis das Gespräch vorbei ist. Es kann auch helfen, eine Atemmeditation zu machen. Dabei reicht es, wenn du die Augen schließt und ein paar Mal ganz tief und bewusst ein- und ausatmest und dich dabei an deinen Lieblingsort träumst. Hilft das alles nichts und schweifen deine Gedanken trotzdem ständig ab, so schau, ob du das Gespräch nicht auf einen anderen Zeitpunkt verschieben kannst. Denn unter Stress und Hektik ist die Gefahr groß, relativ schnell auf die emotionale Ebene abzudriften. Und vielleicht triffst du dadurch am Ende sogar eine #Entscheidung, die du dann im Nachhinein bereust.

Offenheit und Augenhöhe | GesprächsFührung

#OffenheitUndAugenhöhe #GesprächsFührung

In der professionellen Gesprächsführung geht es darum, dass dem #Gespräch auch ein konkretes Ziel zu Grunde liegt. Man hält nicht einfach nur einen entspannten Plausch unter Freunden, sondern es sind bestimmte #Erwartungen mit dem Gespräch verbunden und oft soll am Ende auch ein Ergebnis im Raum stehen. Dieses Ziel bzw. #Ergebnis, kann jedoch nur dann erreicht werden, wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind.

Zum einen gehört dazu die Offenheit und Bereitschaft aller Gesprächspartner, sich auch wirklich am Gespräch zu beteiligen. Denn nur dann kann ein wirklicher Austausch und #Dialog zu Stande kommen. Wenn auch nur eine Person sich von vornherein weigert, ist es keine #Kommunikation auf #Augenhöhe mehr. Diese Person befindet sich dann in ihrer ganz eigenen Welt und lässt nur wenig oder gar keine anderen Meinungen an sich heran. Oft endet das ganze Gespräch dann in einem Machtkampf und rutscht nicht selten auch unter die Gürtellinie.

Die Bereitschaft, mit jemandem auf Augenhöhe in einen Dialog zu treten, ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Gespräch.

Ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen bedeutet, respektvoll miteinander umzugehen. Sich verschiedene Meinungen anzuhören, andere ausreden zu lassen und sich wirklich auch, mit allen Argumenten, intensiv auseinander zu setzen. Die Fähigkeit, sich in andere Personen und ihre Standpunkte hinein zu versetzen und ihre #Bedürfnisse zu erkennen, spielt in der professionellen Gesprächsführung eine ganz bedeutsame Rolle. Denn dann erst kann man den Inhalt und das Thema des Gesprächs überhaupt aus unterschiedlichen #Perspektiven betrachten und neue Lösungsansätze erkennen.

Die Bereitschaft zur Offenheit und Gespräche auf Augenhöhe zu führen sind deshalb so wertvoll, weil man sich anschließend auch immer noch in die Augen schauen kann. Es kommt nicht zu persönlichen Beleidigungen, sondern zu einem intensiven Austausch miteinander. Man hat echtes #Verständnis und Interesse füreinander und ist an einem positiven Ausgang des Gesprächs interessiert. Das alles sollte Voraussetzung für jedes Gespräch sein.

KörperSprache | Kommunikation mit Maske

#KörperSprache #KommunikationMitMaske

Durch das Tragen einer #Maske ist unsere #Kommunikation eingeschränkt und wir sind vor neue Herausforderungen gestellt. Unsere Stimme ist gedämpft, der Mund nicht mehr sichtbar. Ein Großteil unserer #Mimik bleibt verborgen und unser Atem kann nicht mehr frei fließen. Auch können #Stress, Verunsicherung oder Ärger uns negativ beeinflussen. Denn unser Körper passt sich unseren Gedanken und Gefühlen automatisch an und viel Unbewusstes wird darüber sichtbar.

Genauso gut können wir unsere #Körpersprache jedoch auch im positiven Sinne für uns nutzen. Zum Einfluss von Augen und Mimik beim Tragen der Maske, hatte ich gestern bereits etwas geschrieben. Doch auch unsere #Haltung und #Gestik haben Einfluss auf den Erfolg unserer Kommunikation.

Durch den bewussten Einsatz von Körpersprache, kannst du Defizite, die durch das Tragen der Maske entstehen, gut kompensieren.

Möchten wir mit jemandem in den Dialog treten, so ist es sinnvoll, erst einmal #Kontakt zueinander herzustellen. Das kann durch Blickkontakt geschehen oder auch durch eine ansprechende Haltung. Wende dich der Person zu und hebe den Blick. Zeig Offenheit und Bereitschaft zur Kommunikation.

Hast du die Aufmerksamkeit deines Gegenübers, kannst du mit der verbalen Kommunikation beginnen. Um deinen #Worten mehr Ausdruck zu verleihen, unterstütze sie durch entsprechende Gesten. Zeige z.B. auf das, was du kaufen möchtest. Gewähre dem anderen, durch #Handzeichen, den Vortritt. Nicke bei Zustimmung oder schüttle im Gegenzug den Kopf.

Setzt du deine Körpersprache ganz bewusst beim #Sprechen mit ein, so kannst du die Defizite, die durch das Tragen der Maske entstehen, damit ein wenig ausgleichen. Eine aufrechte Haltung erleichtert dir außerdem das Atmen. Und mit ganz bewusster Kommunikation in Bezug auf Inhalt, Stimme und Körpersprache, kannst du grundsätzlich, auch ohne Maske, #Missverständnissen entgegen wirken.

Augen und Mimik | Kommunikation mit Maske

#AugenUndMimik #KommunikationMitMaske

Durch den Mund-Nasen-Schutz sind von unserem Gesicht (zumindest bei richtigem Gebrauch der Maske) nur die #Augen sichtbar. Wenn wir mit jemandem sprechen, dann scannen wir jedoch normalerweise die gesamte #Mimik des anderen. Und wir richten unseren Blick auch immer wieder auf den Mund, um zusätzlich von den Lippen abzulesen. Die Maske erschwert nun diesen Prozess.

Doch gibt es auch in diesem Fall ein paar wertvolle Dinge zu beobachten, denn wir können auch von den Augen so einiges ablesen. Wenn wir mit jemandem sprechen wollen, ist es empfehlenswert, zuerst einmal #Blickkontakt mit der anderen Person aufzunehmen. Denn so können wir erkennen, ob wir überhaupt die Aufmerksamkeit des anderen haben.

Beim Tragen der Maske ist die Mimik hauptsächlich auf die Augenregion beschränkt. Doch auch ein Lächeln ist sichtbar.

Wenn wir dann mit der anderen Person sprechen, ist es von Vorteil, wenn wir dabei weiterhin den Blickkontakt halten. Verändert sich irgendetwas an ihrer Mimik, speziell den Augen und der #Stirn? Ist der Blick wach und verständnisvoll oder eher fragend, indem z.B. die Stirn gerunzelt wird und die #Augenbrauen sich heben?

Und auch mit Maske kannst du lächeln und dir damit einen Vorteil schaffen. Denn ein echtes #Lächeln wird auf die Augen übertragen. Sie werden dabei etwas schmaler und die Lachfältchen treten deutlich hervor. Auf dieses Lächeln reagiert übrigens auch ganz automatisch dein Gegenüber. Dafür sorgen unsere Spiegelneuronen im #Gehirn. Und schon wird die Kommunikation miteinander entspannter.

Konzentriere dich, während des Tragens der Maske, also mehr auf die Region der Augen. Spiele mit dem Blickkontakt, deinem Lächeln, den Augenbrauen oder auch einem Augenzwinkern. Du wirst sehen, dass das alles die #Kommunikation miteinander erleichtert und auch zu deinem eigenen Wohlbefinden beitragen wird.

Atmen mit Maske | Kommunikation mit Maske

#AtmenMitMaske #KommunikationMitMaske

Um mit Maske klar und deutlich sprechen zu können, ist eine gute Atmung Voraussetzung. Der Mund-Nasen-Schutz, auch Maske oder MNS genannt, ist dazu da, um die Übertragung der Viren einzudämmen. Ärzte und Pflegekräfte zum Beispiel, sind es gewohnt, mit #Maske zu arbeiten. Wir hingegen müssen uns erst daran gewöhnen, dass sie nun auch zu unserem Alltag gehört. Und dieses Stück Stoff vor Mund und Nase, beeinträchtigt natürlich auch unsere #Atmung. Besonders an warmen Tagen und in stickigen Räumen, kann das Luft holen damit zur echten Qual werden.

Was also kannst du effektiv tun, um dir genau das zu erleichtern? Das Ein- und Ausatmen ist normalerweise ein passiver Prozess, der ganz automatisch abläuft und den du nicht zu steuern brauchst. Doch, wenn du mit Maske unterwegs bist, ist es wichtig, dass du hinter dem Stoff auch noch ausreichend #Sauerstoff bekommst. Werde dir deshalb dem Prozess des Ein- und Ausatmens bewusst und atme immer einmal wieder richtig tief ein und aus. Denn gerade im Alltag und unter #Stress, neigen wir eher zu einer flachen Atmung.

Atme, beim Tragen der Maske, ganz bewusst tief ein und aus.

Wenn du merkst, dass dir schwindelig wird, atmest du vielleicht nicht tief genug, das heisst, du wirst nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Dann kann es helfen, anstatt durch die Nase, durch den Mund zu atmen. Dadurch bekommst du automatisch mehr Sauerstoff in deine #Lunge. Achte außerdem darauf, dass du tief und langsam atmest. Denn genauso wichtig, wie das Einatmen, ist auch das Ausatmen, damit die verbrauchte #Luft auch wieder deine Lungen verlassen kann. Zu schnelles und hektischen #Atmen kann dazu führen, dass du hyperventilierst. Versuche in diesem Fall, ruhig zu bleiben, langsam weiter zu atmen und die Situation zu verlassen. Gehe dort hin, wo du sicher bist und deine Maske absetzen kannst. Dann atme weiter ruhig durch die Nase ein und aus.

Grundsätzlich empfehle ich dir, die Maske nur dann zu tragen, wenn du sie wirklich auch benötigst. Halte diese Zeiträume lieber kurz und gönne dir zwischendurch ausreichend frische Luft und freies Atmen. Besorge dir außerdem eine Maske, die dir optisch gefällt und die dich gut atmen lässt. Denn es gibt unterschiedliche Modelle, die du ausprobieren kannst.

Und auch deine innere Einstellung kann dir helfen, unter der Maske besser zu atmen. Sieh die Maske nicht als deinen Feind, sondern als etwas Gutes, das dich und andere davor schützen kann, krank zu werden. Akzeptiere die Situation so, wie sie ist und versuche, möglichst entspannt an das Tragen der Maske heran zu gehen. Denn auch das, wird sich auf deine Art und Weise, zu atmen, übertragen.

Abstand Halten | Kommunikation mit Maske

#AbstandHalten #KommunikationMitMaske

Für uns alle ist es eine völlig neue Situation, mit der wir jetzt, in Zeiten von #Corona, konfrontiert sind. Das #Maske tragen im öffentlichen Raum, ruft die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Und es ist ungewohnt. Etwas, womit wir nicht vertraut sind. Und noch dazu das #Abstand halten. Wie genau sollen wir uns denn nun überhaupt in der #Kommunikation mit anderen verhalten? Wie soll das funktionieren, ohne dass wir uns wirklich nah kommen dürfen, so wie wir es doch immer gewohnt waren?

Der Anblick von Menschen mit Masken in Bus, Bahn und beim Einkaufen, verunsichert viele #Menschen. Auch das Abstand halten, ist neu für uns. Die meisten fühlen sich unter bzw. hinter ihrer Maske auch nicht wohl. Das überträgt sich auch auf die Art und Weise, wie sie sprechen und sich bewegen. #Verunsicherung und Unwohlsein hinterlassen ihre Spuren in der #Stimme und #Körpersprache. Wir sprechen dann automatisch leiser, vermeiden Blickkontakt und unsere Körperbewegungen werden kleiner. Wenn wir uns nicht wohl in unserer Haut fühlen, möchten wir nicht auffallen und verkriechen uns immer mehr in uns selbst.

Abstand halten und Maske tragen haben enormen Einfluss auf unsere zwischenmenschliche Kommunikation im öffentlichen Raum.

Doch genau das ist nicht gerade förderlich für unsere Kommunikation. Besonders dann, wenn es zusätzlich nach darum geht, Abstand zu halten. Dazu kommt, dass wir, im #Gespräch mit anderen, gleich mehrere Barrieren durchbrechen müssen. Da ist zum einen die psychische Komponente, unsere eigene #Unsicherheit, die uns klein uns leise werden lässt. Zum anderen gilt es, auch die physischen Barrieren, wie z.B. die #Distanz zwischen unserem Gesprächspartner sowie die Maske und vielleicht sogar noch eine Plexiglasscheibe, zu überwinden. Und wie ist es eigentlich anders herum? Wenn du jemand anderem zuhören möchtest? Und du plötzlich Abstand halten sollst und auch nicht mehr seinen Mund siehst? Fällt es dir dann schwerer, ihn zu verstehen?

Das alles stellt uns vor ganz neue Herausforderungen im zwischenmenschlichen Miteinander. Doch Abstand halten und Maske tragen gehören vorerst zu unserer neuen Normalität. Unsere Stimme und Körpersprache, aber auch unsere innere Einstellung, spielen in der heutigen Kommunikation eine ganz neue Rolle. Und wir sollten uns dieser neuen Herausforderung bewusst sein, um ihr effektiv entgegen treten zu können.