Leben

#Leben #LebenOderÜberleben

Fast kaum jemandem ist bewusst, dass unser #Gehirn aus mehreren Teilgehirnen besteht. Und dass unser Reptiliengehirn sowie das emotionale Gehirn unbewusst auf unsere Umgebung reagieren. Unser ältester Gehirnteil, der Hirnstamm, sichert unser Überleben, während das Emotionale Gehirn entscheidet, ob wir uns wohl oder unwohl fühlen. Der neueste Gehirnteil existiert nur bei den Säugetieren und ist bei uns Menschen am deutlichsten ausgeprägt: Der Neocortex. Er gibt unseren Handlungen einen Sinn und sorgt dafür, dass wir über unser Handeln Nachdenken und #Entscheidungen treffen können.

Somit sind wir nicht nur allein unseren Instinkten ausgesetzt. Auch heute bewahren sie uns zwar noch vor möglicher Gefahr, allerdings kann diese #Angst oder Panik auch allein durch unseren Verstand oder unsere Erziehung ausgelöst sein. Es ist also immer von Vorteil, seine Handlungen im Nachhinein zu überprüfen. War bzw. ist meine Reaktion überhaupt angemessen?

Die Fähigkeit zum Denken und Reflektieren gibt uns die Möglichkeit, ein bewusstes und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die instinktive Reaktion unseres Hirnstamms können wir in Extremsituationen nicht beeinflussen. Wenn wir uns Erschrecken oder uns in Lebensgefahr befinden, reagiert unser Körper als erstes und erst danach schaltet sich unser #Verstand ein. Jedoch können wir unser emotionales Gehirn beeinflussen, so dass wir und unser Gegenüber sich wohl fühlen und es gar nicht erst zu Flucht- oder Kampfgedanken kommt.

Letzten Endes ist es gut, dass unser Reptiliengehirn für unser Überleben sorgt. Doch sollten wir im Nachhinein die jeweilige Situation auch analysieren und schauen, ob wirklich unser Überleben bedroht war. Vielleicht haben wir uns ja auch nur unwohl gefühlt oder unser Verstand hat uns nur etwas vorgespielt.

Wir Menschen gelten als die am höchsten entwickelten Lebewesen auf dieser Erde. Wir sind in der Lage dazu, unser Handeln zu reflektieren und zu hinterfragen, anstatt einfach kopflos in Panik zu verfallen. Wir sollten dankbar für diese Fähigkeit sein und sie auch dem entsprechend nutzen. Denn erst dann fangen wir wirklich an ganz bewusst zu leben, anstatt lediglich im Überlebensmodus zu sein.

Intuition

#Intuition #LebenOderÜberleben

Meiner persönlichen Meinung nach, ist die Intuition bzw. das #Bauchgefühl etwas, das schon lange in uns Menschen verankert ist. Es hat uns, als wir noch nicht in sicheren Wohnungen lebten, vor Gefahren gewarnt und somit unser Überleben gesichert. Doch mit der Zeit und unserer evolutionären Weiterentwicklung, haben wir dieses Bauchgefühl verlernt bzw. haben wir verlernt, es wahrzunehmen und darauf zu vertrauen. Denn in unserer jetzigen Gesellschaft, sind wir relativ abgesichert und brauchen nicht mehr um unser Überleben zu fürchten.

Das Bauchgefühl ist ein Gefühl, das unbewusst von innen heraus kommt, ohne dass wir es genau erklären können. Manchmal sprechen wir mit Menschen oder befinden uns in Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen oder die uns sogar Bauchschmerzen bereiten. Doch oft verdrängen wir dieses Gefühl, welches sich rational nicht erklären lässt und vertrauen lieber unserem #Verstand. Wir lassen uns vom schönen Schein blenden und schieben das schlechte Gefühl im Bauch auf mangelnde Nahrungsaufnahme. Geht das Ganze dann schief, sagen wir im Nachhinein: Hätte ich doch bloß auf meine Intuition gehört!

Vertraue öfter deinem Bauchgefühl, anstatt dir immer wieder den Kopf zu zerbrechen.

Das, was uns dieses ungute Gefühl beschert, sind oft kleine Nuancen in der Stimmfärbung oder der Mikromimik bzw. #Körpersprache unseres Gegenübers, die wir unbewusst wahrnehmen. Und auch, wenn ein Großteil von uns verlernt hat, diese Signale bewusst wahrzunehmen, so kann man es doch wieder lernen, auf sein Bauchgefühl zu hören. Denn es gibt durchaus Situationen, in denen wir allein intuitiv entscheiden. Der Verstand analysiert dann im Nachhinein die Situation und deren Resultate. Sind diese positiv, lernen wir auch, diesem Bauchgefühl wieder mehr zu vertrauen.

Um wieder zurück zur eigenen Intuition zu finden, können z.B. #Mediation und Autogenes Training helfen. Denn nur, wer zur Ruhe kommen kann, kann sich selbst auch wieder besser fühlen. Nachts, während wir schlafen, kann der Geist Herausforderungen und Probleme besonders gut bewältigen und verarbeiten. Somit kann es sein, dass wir früh aufwachen und ganz plötzlich intuitiv eine Lösung parat haben.

Wenn wir uns jedoch zu sehr den Kopf zerbrechen, so endet das häufig in körperlichen Beschwerden, #Stress oder Panik. Also höre lieber öfter einmal wieder darauf, was dein Bauchgefühl dir zu sagen hat… ganz egal, ob du es rational erklären kannst oder nicht.

Sinnhaftigkeit

#Sinnhaftigkeit #LebenOderÜberleben

Der jüngste Gehirnteil, auch #Neocortex genannt, existiert nur bei Säugetieren und wird deshalb umgangssprachlich auch das Säugetiergehirn genannt. Das Wachstum dieses Gehirnteils wird auf die Entwicklung der #Sprache und neuer Fähigkeiten zurück geführt. Er ist verantwortlich für das Träumen, Sprechen und komplexes Denken. Der Mensch hat die höchste Informationsverarbeitungskapazität und #Intelligenz unter allen Lebewesen.

Rufen wir uns doch noch einmal die anderen beiden Gehirnteile in Erinnerung. das Reptiliengehirn, auch Stammhirn genannt, sichert unser Überleben, während die Amygdala für unsere #Emotionen zuständig ist und entscheidet, ob wir uns wohl oder unwohl fühlen. Hätten wir nun den Neocortex nicht, würden wir in Stresssituationen immer wieder in den puren Überlebensmodus zurück fallen.

Der Mensch ist, auf Grund seines Neocortex, dazu in der Lage, seine Handlungen zu hinterfragen und ganz bewusst zu steuern.

Unser Säugetiergehirn bringt uns nun jedoch dazu, die Dinge zu hinterfragen. Was für einen #Sinn hat meine Handlung? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es überhaupt? Was sind die Konsequenzen meines Handelns? Durch den ausgeprägten Neocortex sind wir überhaupt erst in der Lage dazu, Lösungsmöglichkeiten für Herausforderungen zu finden. Und diese Fähigkeit, sollten wir uns, als Menschen, auch zu Nutze machen.

Emotionen

#Emotionen #LebenOderÜberleben

Über unsere #Stimme und #Körpersprache zeigen sich unbewusst unsere Emotionen. Fühlen wir uns wohl in einer Situation oder Umgebung, so sind wir entspannt und können die Seele baumeln lassen. Fühlen wir uns jedoch unwohl oder sogar bedroht, springt unser Reptiliengehirn an und wir verfallen, ob wir wollen oder nicht, zurück in den Überlebensmodus.

Während der älteste Gehirnteil, der Hirnstamm, für unser Überleben sorgt, ist die #Amygdala, welche Teil des limbischen Systems ist, für unsere Emotionen verantwortlich. Vor allem die Entstehung von Angstgefühlen ist im so genannten Mandelkern verankert. #Angst spiegelt sich in unserem Auftreten wieder. Die gesamte Haltung ist angespannt und wir haben den Drang zu flüchten.

In einem wichtigen Gespräch z.B. ist das sehr unpassend. Und da wir in so einem Moment dann oft doch nicht flüchten, verfallen wir in den Kampfmodus, was sich dann in unseren Äußerungen und unserem Verhalten widerspiegelt.

Starke Emotionen, wie Wut oder Angst, führen dazu, dass unser Denken blockiert wird und wir stattdessen in einen Flucht- oder Kampfmodus verfallen.

Angst und #Wut sind sehr starke Emotionen. Dabei werden im Gehirn Stoffe produziert, die uns am Denken hindern. Wir sind dann nur noch damit beschäftigt, daran zu denken, wie wir am besten flüchten oder uns verteidigen können. Fühlen wir diese Emotionen in einem wichtigen Gespräch, ist es von Vorteil, wenn wir eine Pause einlegen und das #Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortführen könnten.

Noch besser ist es jedoch, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Denn unser emotionales Gehirn können wir stark durch unsere Stimme und Körpersprache beeinflussen. Bei Gesprächen oder wichtigen Meetings sollten wir deshalb immer darauf achten, dass wir selbst und auch unser Gegenüber, sich so wohl wie möglich fühlen. Denn dann passiert es gar nicht erst, dass wir um unser Überleben fürchten müssen.

ÜberLeben

#Überleben #LebenOderÜberleben

Tief in uns verankert sind unsere #Instinkte, die unser Überleben sichern. So gelingt es uns, in gefährlichen oder lebensbedrohlichen Situationen, ohne zu überlegen, richtig zu handeln. Wittern wir #Gefahr, schalten wir ganz automatisch und ohne zu denken in den Überlebensmodus.

Dieser wird gesteuert von unserem ältesten Gehirnteil, dem Hirnstamm oder auch #Reptiliengehirn genannt. Es sichert unser Überleben und regelt alle dafür notwendigen Prozesse, wie z.B. das Atmen und Essen sowie auch die Fortpflanzung.

Unsere Instinkte sichern unser Überleben. Jedoch ist es ein Unterschied, ob wir uns wirklich in Gefahr befinden oder uns dieses Gefühl lediglich anerzogen ist.

Finden wir uns nun in einer Gefahrensituation wieder, in welcher wir uns bedroht fühlen, reagiert unser Hirnstamm ganz automatisch in 3 nacheinander anspringenden Stufen: Schockstarre – Flucht – Kampf. Die #Schockstarre zeigt sich durch eine Art Ohnmacht oder totale Handlungsunfähigkeit. Im Tierreich spricht man auch vom „Sich-Tot-Stellen“. Die zweite Phase ist die #Flucht aus der Situation. Gelingt uns das Flüchten nicht, springt automatisch die 3. Stufe an: Der Kampfmodus. All das passiert ganz automatisch ohne unser Zutun.

Die Frage ist nun jedoch: Entspricht die Gefahr, in der wir uns angeblich befinden, auch wirklich der Realität? Ist daher unser Leben bedroht? Oder ist die Gefahr vielleicht doch nur selbst gemacht? Zum Beispiel durch über die Jahre erlernte Verhaltensweisen? Und ist demnach auch unsere Reaktion darauf, die sich letztendlich in Flucht oder #Kampf äußert, überhaupt gerechtfertigt und angemessen?