Lernen ist eine Sucht

#LernenIstEineSucht #DiePerfekteRede

Wir #Menschen sind von Grund auf neugierig. Beobachten wir kleine #Babies, so sehen wir sie unermüdlich alles um sich herum erforschen. #Kinder lieben es, zu experimentieren. Neues zu entdecken. Und wenn der Mensch nicht diesen unablässigen Drang danach hätte, Dinge zu untersuchen und herauszufinden, wie etwas funktioniert und wie man vielleicht etwas besser machen könnte, so würden wir heute wahrscheinlich immer noch wie unsere ersten Vorfahren leben.

Wir Menschen haben einen fast unermüdlichen Drang, zu forschen und neues Wissen in uns aufzusaugen.

Und genau diese #Neugier kannst du dir in deiner Rede zu Nutze machen. Denn das Publikum ist wissbegierig und möchte von dir etwas Neues lernen. Sonst wäre es nicht da. Etwas, das es bisher noch nicht kennt oder mit dem es sich bisher noch nicht auseinander gesetzt hat. Und ist der erste Schritt erst einmal getan und das Feuer entfacht, dann ist es wie eine #Sucht. Man möchte immer mehr, mehr, mehr. Ich habe es damals als Kind geliebt, Wissensbücher zu lesen. Ich hatte einen Metallbaukasten, mit dem ich experimentierte und immer wieder neue Sachen gebaut habe. Ich sah mir unglaublich gern Wissenssendungen im Fernsehen an. Als ich älter wurde, las ich Fachzeitschriften. Und immer wieder war es so und ist es bis heute: Wenn mich ein Thema wirklich gefesselt hat, dann will ich immer mehr darüber wissen. Immer mehr #Wissen zu diesem Thema in mich aufsaugen.

Möchtest du also eine wirklich überzeugende #Rede halten, so überlege dir bereits im Voraus, was du deinem Publikum an neuen Informationen bieten kannst. Baue dann dieses neue Wissen auf eindrucksvolle Art und Weise mit in deine Rede ein. Womit kannst du dein Publikum fesseln und deren #Leidenschaft wecken? Wie kannst du die neuen Informationen am besten verpacken? In Form von beeindruckenden Bildern, Diagrammen und Filmen? Oder ist es sogar möglich, das neue Wissen in Form eines Experiments auf die #Bühne zu bringen?

Egal, was du dir auch überlegst: Mach dein #Publikum neugierig, so dass es Lust auf mehr bekommt. Dass es an deinen Lippen hängt, weil es alles in sich aufsaugen möchte. Dass es mit einem Mehrwert für sich nach Hause geht. Dass du und deine Rede dauerhaft in Erinnerung bleiben und es noch Jahre später davon erzählt. Und dass du dadurch vielleicht sogar etwas im Leben eines jeden Einzelnen bewegt hast.

Verinnerlichung

#Verinnerlichung #StoryTelling

Stell dir vor, jemand würde dich nachts wecken und dich darum bitten, ihm deine #Geschichte zu erzählen… bist du in der Lage dazu? Oder musst du erst nach deinen Notizen suchen? In den meisten Fällen ist wahrscheinlich Letzteres der Fall. Doch, um dein #Publikum wirklich überzeugen zu können, musst du Eins mit deiner Geschichte geworden sein.

Das Publikum sollte immer das Gefühl haben, als würdest du deine Geschichte zum allerersten Mal erzählen. Als wäre sie dir gerade erst in den Sinn gekommen. Verinnerlichen geht weit darüber hinaus, die #Worte lediglich auswendig zu lernen und auszugestalten. Um die #Lebendigkeit zu spüren und authentisch zu wirken, hilft nur #Üben, Üben und nochmals Üben.

Wahres Storytelling geht über reines Auswendiglernen und Gestalten hinaus.

Hast du eine Vorstellung davon, wie lange es in etwa dauert, eine #Rede von 20 Minuten optimal vorzubereiten? In dem Buch „TALK like #TED – Die 9 Geheimnisse der besten TED Redner“ (welches ich übrigens sehr empfehlen kann), steht geschrieben, dass in eine einzige Rede bis zu 250 Stunden Vorbereitungszeit investiert wurden. Eine andere Rednerin hatte ihre Rede im Voraus über 200 Mal vor Publikum gehalten, bevor sie sich wirklich bereit für die große #Bühne fühlte.

Und diese Investition lohnt sich und zahlt sich aus. Dadurch wirst du dich von den anderen abheben. Denn es geht darum, nicht nur Informationen zu vermitteln bzw. einen #Vortrag zu halten. Beim Geschichtenerzählen ist es wichtig, dass du mit deinem Publikum in echte Interaktion trittst. Dass du ein #Gespräch mit ihm führst. Dass du deine Geschichte so erzählst, als würdest du gerade mit deinem besten Freund zusammen sitzen. Und um diese Lässigkeit, #Authentizität und Glaubhaftigkeit zu erreichen, braucht es Zeit… und vor allem ganz viel Übung. Viel lautes Sprechen. Sich unermüdlich immer wieder #Kritik aussetzen und sich auch immer wieder #Feedback einholen, um dann die entsprechenden Anpassungen zu treffen.

Dieser gesamte Prozess sollte so lange dauern, bis du deine Geschichte wirklich im Schlaf erzählen kannst. Bis du dich rundherum wohl mit ihr fühlst. Bis du sie, in dem Moment, wenn du sie erzählst, immer noch einmal selbst durchlebst. Und das mit allem, was dazu gehört. Denn nur dann bist du auch glaubhaft und überzeugend. Und du erweckst in dir und deinem Publikum, deine Geschichte zu neuem Leben.

FeinSchliff

#FeinSchliff #StoryTelling

Du hast deine #Geschichte bis ins Detail vorbereitet, hast ein ansprechendes Thema gefunden, sie aufgearbeitet und ausgestaltet. Normalerweise könntest du an diesem Punkt enden. Jedoch solltest du bedenken, dass die Geschichte dann lediglich aus deiner Sicht geschrieben ist.

Was fehlt, ist der Blick von außen. Denn wie kannst du dir sicher sein, dass deine Geschichte auch richtig beim #Publikum ankommt und verstanden wird? Ich habe es selbst bei einigen Redewettbewerben erlebt, dass die Redner absolut überzeugt von ihrer Geschichte waren und der #Auftritt dann genau das Gegenteil zeigte. Humor wurde nicht verstanden, es fehlten wichtige Informationen, der Schluss war nicht wirkungsvoll und die Struktur insgesamt deutlich verbesserungswürdig.

Eine Geschichte entwickelt nur dann ihre gesamte Kraft, wenn sie vom Publikum auch verstanden wird.

Meine Empfehlung deshalb für dich an dieser Stelle: Hole dir, von den unterschiedlichsten Personen, im Voraus regelmäßig #Feedback ein. Halte deine Rede immer wieder vor neuem Publikum und bitte ganz konkret um Verbesserungsvorschläge. Allerdings darfst du diese auch sorgfältig für dich sortieren. Denn nicht jeder gut gemeinte Vorschlag, bedarf auch der Umsetzung.

Du darfst immer für dich entscheiden, ob du ihn auch annehmen möchtest. Ob er wirklich zu dir passt. Ob du es ausprobieren und deine Geschichte demnach verändern möchtest. Denn du solltest dich damit immer noch wohl fühlen. Wenn jedoch mehrere Personen eine Sache ansprechen, solltest du dir das auch wirklich zu Herzen nehmen. Auch, wenn es anfangs für dich vielleicht befremdlich wirkt. Denn dann stimmt meisten irgendetwas Grundlegendes nicht.

Nur durch das Einholen von Feedback wirst du erreichen, dass deine Geschichte auch wirklich rund wird. Du kannst es zwar nicht allen recht machen, aber du kannst damit dafür sorgen, dass du von der Mehrheit auch verstanden wirst. Das sollte unbedingt in deinem Sinne sein, denn du möchtest darüber eine „Message“ transportieren. Überprüfe deshalb deine Geschichte immer einmal wieder und triff die nötigen Anpassungen. So lange, bis sie wirklich fein geschliffen ist.

Mediale Hilfsmittel

#MedialeHilfsmittel #StoryTelling

Um eine #Geschichte so richtig zum Leben zu erwecken, empfiehlt es sich, die Sinne des Publikums anzusprechen. Je mehr sie zu einer Art sinnlichen Erfahrung wird, desto besser bleibt sie beim Publikum in Erinnerung.

Sehen: Um die #Augen anzusprechen, könntest du dich zum Beispiel, dem Anlass entsprechend, kleiden. Oder du bringst etwas mit, das zu deiner Geschichte passt und was sich dein Publikum anschauen kann. Auch emotionale Bilder, Filme und Fotos, groß auf Leinwand projeziert, haben Wirkung. Dein #Vortrag könnte auch an einem bestimmten Ort stattfinden oder deine Bühne in entsprechendes Licht oder in Nebel getaucht sein. Auch angeleitete Traumreisen sind möglich.

Hören: Um die Ohren zu beeinflussen, eignen sich #Musik oder Soundeffekte. Und auch der Klang deiner Stimme hat eine entsprechende Wirkung. Verschiedene Rollen könntest du in der jeweils passenden Stimmlage und Stimmfärbung sprechen. Oder du variierst mit Lautstärke und Sprechtempo.

Um die Sinne mit deiner Geschichte anzusprechen, kannst du wirkungsvolle und gut angeleitete Traumreisen verwenden.

Fühlen: Um diesen Sinn anzusprechen, bedarf es ein wenig #Kreativität. Was kannst du dir zu Nutze nehmen, womit dein Publikum auf Tuchfühlung gehen kann? Vielleicht hast du entsprechende Give-Aways, die du verteilen möchtest. Oder du spielst mit der Raumtemperatur, mit Wärme und Kälte. Du könntest außerdem zu Partnerübungen aufrufen oder das Publikum zum Mitmachen motivieren, z.B. die Augen zu schließen und auf eine Traumreise zu gehen. Wie fühlt es sich an, im warmen Sand zu liegen? Oder seine Hand in eisiges Wasser zu tauchen?

Riechen: Hier ist alles gefragt, was über die Nase geht. Parfum, entsprechende #Gerüche, Give-Aways oder auch wieder Traumreisen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Raum im Voraus gut vorzubereiten und ihn mit dem passenden Duft auszustatten.

Schmecken: Dieser Sinn wird über Give-Aways sehr häufig angesprochen… in Form von kleinen Schokoladen, Bonbons, Gummibärchen oder Pfefferminz. Aber auch hier kannst du wieder gut Traumreisen für dich nutzen dir, z.B. dein Lieblingsessen vorstellen. Oder wie es ist, in eine Zitrone zu beissen.

Hast du keine Möglichkeit für entsprechende Vorbereitungen oder Give-Aways, kannst du für alle Sinne Traumreisen als Hilfsmittel verwenden. Allerdings solltest du sie im Voraus ein wenig üben, so dass du dein Publikum gut anleiten kannst. Dann wird es deine Geschichte mit starken Sinneseindrücken verknüpfen und sie somit besser in Erinnerung behalten.

Stimmliche Gestaltung

#StimmlicheGestaltung #Storytelling

Wenn ich an das Thema #Geschichten erzählen denke, dann habe ich ein ganz besonderes Bild vor Augen. Ich sehe einen gemütlichen Raum, in dem nur eine kleine Nachttischlampe brennt. In der Mitte steht ein großes Kuschelbett. Darin liegt ein kleines Kind und hält seinen Teddy in den Armen. Neben dem Bett steht ein gemütlicher Stuhl. Darauf sitzt die Großmutter des Kindes mit einer Brille auf der Nase und einem dicken #Märchenbuch in den Händen. Sie schlägt es auf und beginnt mit den Worten: „Es war einmal…“

Wenn sie anfängt zu sprechen, dann habe ich eine ganz bestimmte Stimme im Ohr. Geht es dir auch so? Oder erinnerst du dich vielleicht an Filme, in denen jemand eine Geschichte erzählt? Zum Beispiel an den Zauberer #Gandalf aus „Der Herr der Ringe“? Auch er hat diese ganz besondere Stimm-Aura, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Was ich damit ausdrücken möchte, ist Folgendes: Deine ganze Geschichte, die du dir mühevoll erarbeitet hast, steht und fällt mit der Art und Weise, wie du sie erzählst.

Geschichten werden erst durch den richtigen Einsatz der Stimme zum Leben erweckt.

Ich bin in anderen Beiträgen von mir bereits intensiv auf das Thema #Stimme und deren Wirkung eingegangen. Jedoch möchte an diesem Punkt noch einmal auf das ein oder andere Detail eingehen. Geschichten haben oft etwas Mystisches, das du mit der Art und Weise, wie du sprichst und deine Stimme einsetzt, unterstützen kannst. Am besten ist es, wenn deine ersten Worte bereits diese #Spannung ausstrahlen. Nehmen wir doch einfach noch einmal den Satzbeginn „Es war einmal…“. Wie könntest du ihn sprechen, so dass er geheimnisvoll klingt?

Deine Stimme sollte dabei entspannt und relativ tief sein. Wenn du beim #Sprechen ein klein wenig die Lautstärke zurück nimmst und die Worte langsam und bedächtig sprichst, kannst du bereits eine gewisse Spannung aufbauen. Versuche es doch einfach mal selbst, diesen Satzbeginn auf unterschiedliche Art und Weise auszusprechen und nimm dich dabei auf. Wie wirken die unterschiedlichen Ansätze?

Natürlich ist nicht nur der Anfang der Geschichte wichtig, sondern die gesamte Geschichte sollte stimmlich aufgearbeitet werden. An welchen Stellen kannst du mit Spannungspausen arbeiten? Wo die #Lautstärke variieren und das Tempo? Gibt es Stellen, an denen deine Stimme zu zittern anfangen kann? Oder kannst du, als Extrembeispiele, einen #Schrei mit einbauen oder ein Flüstern? Es gibt unendliche Möglichkeiten, deine Geschichte stimmlich zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, um Inspiration zu erhalten, sind zum Beispiel #Hörbücher. Und ein bisschen Mut gehört auch dazu. Traust du dich?

StoryTypen

#StoryTypen #StoryTelling

Mit jeder Geschichte hast du anderen etwas mitzuteilen. Jede #Geschichte hat ihre ganz bestimmte „Message“. Und je nachdem, was genau du vermitteln oder ausdrücken möchtest, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, deine Geschichte zu erzählen. Ich möchte heute drei unterschiedliche Typen herausgreifen und dir meine Gedanken dazu mitteilen. Dabei handelt es sich um die Liebesgeschichte, das Genre #Thriller/Horror und die Geschichte mit #Humor.

Bei der Liebesgeschichte kann man eine weite Bandbreite an #Emotionen abdecken. Von der rosaroten Brille bis hin zum #Drama, wie z.B. bei „Romeo und Julia“, ist alles möglich. Der Vorteil bei dieser Art von Geschichten ist, dass fast jeder von uns eigene Erfahrungen mit der Liebe gemacht hat und die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass du damit die Herzen des Publikums berührst.

Egal, ob Liebesgeschichte, Thriller oder Humorvolles… jedes Genre hat seine ganz eigene Wirkung.

Thriller- und Horrorgeschichten gehen eher in die Richtung, das Publikum zu schockieren oder zu ängstigen und damit entsprechende Reaktionen hervor zu rufen. Oder einen extremen #Spannungsbogen aufzubauen, so dass der Zuhörer kaum erwarten kann, zu hören, wie die Geschichte letztendlich ausgeht. Hier könnte man z.B. auch mit einem offenen Ende spielen. Oder den Vortrag mit dem Anfang der Geschichte beginnen und sie erst ganz am Ende des Vortrags auflösen.

Bei der humorvollen Geschichte kann man ganz unterschwellig seine Gedanken oder Emotionen vermitteln. Oder eine gewisse #Zweideutigkeit einbauen. Es gibt auch die Möglichkeit, Sarkasmus, Zynismus oder schwarzen #Humor zu verwenden. Ein extremer Wendepunkt entsteht zum Beispiel, wenn du deine Geschichte humorvoll und leicht beginnst und dann ganz plötzlich eine schockierende Information einfügst. Dieser extreme Gegensatz wird deinem Publikum mit Sicherheit in Erinnerung bleiben.

Sie alle vereint, dass es möglich ist, die klassische Heldengeschichte mit zu integrieren. Das Publikum mag #Helden. Und es besteht außerdem die Möglichkeit, mehrere Genre miteinander zu verbinden. Hier spielen wieder die Wendepunkte in der Geschichte eine bedeutsame Rolle. Wie z.B. in „Der Glöckner von Notre Dame“, wo sich die Gruselgeschichte letztendlich in eine Liebesgeschichte verwandelt.

Bildhafte Sprache

#BildhafteSprache #StoryTelling

Du hast eine Idee, weißt, von welcher Perspektive aus du deine Geschichte erzählen möchtest, du hast eine fesselnde #Storyline mit einem oder sogar mehreren Wendepunkten erstellt und nun geht es daran, deine Geschichte zum Leben zu erwecken. Denn neben all den genannten Merkmalen ist es auch wichtig, die richtigen Worte zu verwenden. Nur so kann es zu einer wirklichen Gedankenverschmelzung zwischen dir und dem Publikum kommen.

Das menschliche #Gehirn denkt größtenteils in Bildern. Doch wie schaffen wir es, diese Bilder, allein mit Worten, in die Köpfe des Publikums zu bekommen? Die Basis dafür bildet eine einfache #Sprache. Zu meinen Klienten sage ich oft: „Stell dir vor, du würdest zu einem Kind sprechen. Welche Worte würdest du wählen?“

Je mehr deine Wortwahl die Sinne anspricht, umso stärker wird deren Wirkung sein.

Neben der einfachen Sprache geht es darum, so viel wie möglich zu beschreiben, um die #Sinne anzusprechen. Denn das, was wir sinnlich erfahren, bleibt besser in unserem Gedächtnis verankert. Anstatt also zu sagen: „Die Blume blüht auf der Wiese.“ wäre das hier viel treffender: „Mit ihrem kräftigen Rot, das einem sofort ins Auge fiel, steht sie, wie die Königin aller Blumen, auf der saftig, grünen Wiese und verbreitet einen lieblichen Duft, der Herzen zum Schmelzen bringt.“

Beschreibe das, was du darstellen willst, so detailliert wie möglich. Was siehst, hörst, riechst, fühlst und schmeckst du? Beim Storytelling geht es nicht unbedingt um die Geschichte an sich, sondern darum, was die Hauptperson dabei erlebt, wie es sich angefühlt und wie es den Menschen verändert hat. Deshalb ist es so wichtig, alle Sinne mit einzubeziehen.

Nutze deshalb viele beschreibende Wörter, Adjektive und #Lautmalereien. Worte, die du auch mit deiner #Stimme gut gestalten kannst. Nutze das gesamte Repertoire, um dein Publikum zu erreichen. Dann wirkt das, was du sagst, auch auf mehreren Ebenen. Male Farben mit deinen Worten und lass somit ein buntes Bild in den Köpfen der anderen entstehen.

WendePunkt

#WendePunkt #StoryTelling

Jede gute #Geschichte lebt von einem Wendepunkt. Etwas Unvorhersehbaren. Etwas, wo dir der Atem stockt und du denkst: „Waaaas?!“ Ich denke, fast jeder hat schon mal etwas davon gehört, dass es in einer Geschichte einen Höhepunkt geben soll. Etwas, worauf die Handlung hin arbeitet. Der „Wow“-Moment. Doch ein Wendepunkt hat noch einmal eine ganz andere Wirkung. Vor allem, wenn er an einer Stelle eintritt, wo du nicht damit rechnest. Denn den Wendepunkt kannst du ganz unterschiedlich in deiner Geschichte platzieren.

Zum Beispiel könntest du gleich mit dem Wendepunkt deiner Geschichte starten. Ihn direkt an den Anfang setzen: „Ich drehte mich um… und plötzlich, war sie verschwunden. Nur noch einer ihrer roten Schuhe, lag auf dem Asphalt.“ Mit einem Wendepunkt als Einstieg, fesselst du, vom ersten Moment an, dein Publikum. Du baust sofort #Spannung auf. Und man möchte unbedingt wissen, was da passiert ist, wie es dazu kam und vor allem auch, wie es weiter geht.

Ein gut platzierter Wendepunkt in deiner Geschichte sorgt dafür, dass sie dem Publikum in Erinnerung bleibt.

Natürlich kannst du den Wendepunkt auch im Mittelteil deiner Geschichte setzen. Das ist dann eher der klassische Weg. Eine #Handlung wird Stück für Stück aufgebaut, bis sie sich plötzlich um 180 Grad dreht. Am besten wirkt es, wenn du etwa 2/3 der Zeit die Handlung aufbaust und nach dem Wendepunkt noch etwa 1/3 der Geschichte übrig ist.

Um dein #Publikum mit einem emotionalen Feuerwerk zu verabschieden, kannst du den Wendepunkt jedoch auch ganz ans Ende setzen. Du kannst z.B. eine Geschichte erzählen, in der es um deinen besten Freund geht. Du erzählst sie aus seiner Sicht. Es ist eine sehr bewegende und berührende Geschichte. Und dann sagst du ganz am Ende: „Und dieser Mann, von dem ich die ganze Zeit erzählt habe, ist nicht mein bester Freund. – Der Mann… bin ich.“ Wichtig ist dabei, dass du auch bis zum Schluss den emotionalen Spannungsbogen hältst, damit du beim Publikum auch wirklich einen Wow-Effekt erreichst.

Die Königsdisziplin sind Geschichten mit mehreren Wendepunkten. Ich erinnere mich dabei besonders an die Filme „Magnolia“ oder „Memento“. Oder auch der Klassiker „12 Monkeys“. Die Geschichten in diesen Filmen sind sehr komplex und werden aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und es gibt auch immer wieder Wendepunkte, bis sich schließlich am Ende alles auflöst. Aber zwischendrin dachte ich damals immer wieder: „Häh?!“. Diese drei Filme sind mir bis heute in Erinnerung geblieben und gehören seitdem zu meinen Favoriten.

Für den Alltagsgebrauch solltest du jedoch beachten, nicht zu viele Wendepunkte einzubauen, um deine Geschichte nicht zu anspruchsvoll zu machen. Denn bei einer Rede, kann man nicht einfach mal zurück spulen und sich die Szene noch einmal anschauen.

StoryLine

#StoryLine #StoryTelling

Die Idee für deine #Geschichte ist in dir gereift und du hast dich auch für eine Erzählperspektive entschieden. Dann ist es an der Zeit, deine Storyline zu schreiben. Doch was genau ist das eigentlich?

Sicher hast du schon mal einen #Film gesehen, bei dem du dachtest: „Wow! Was für eine Geschichte!!!“ Dieser Film hatte höchstwahrscheinlich eine gute Storyline… einen guten Handlungsbogen. Ein paar überraschende Momente sowie einen dramaturgisch guten Anfang und ein entsprechendes Ende. Das alles sind Elemente einer bewegenden Geschichte, die in Erinnerung bleibt.

Eine Storyline bzw. der dramaturgische Handlungsbogen, bildet das Gerüst einer jeden Geschichte. Es gibt mehrere Methoden, es aufzubauen. Je nachdem, was du erreichen möchtest. Ganz einfach gesagt, besteht dieses Gerüst aus einem Anfang, einem Hauptteil- bzw. Mittelteil und einem Ende.

Die Storyline deiner Geschichte entscheidet darüber, ob du dein Publikum wirklich berühren wirst.

Es gibt einfache Handlungen, bei denen man schon zu Beginn weiß, wie die Geschichte ausgehen wird. Und es gibt komplexere Handlungsabläufe, bei denen mehrere Wendungen enthalten sind und der Schluss absolut überrascht und so nicht vorhersehbar ist. Es ist ganz klar, dass du mit einem komplexeren #Handlungsablauf die größere Wirkung erzielen kannst.

Mir persönlich hilft es, wenn ich anfangs alles, was mir zu meinem Thema einfällt, aufschreibe, z.B. in Form von Stichpunkten. Einfach erst mal alles raus aus dem Kopf. Dann beginne ich damit, meine Gedanken zu ordnen. Ich fasse die Stichpunkte thematisch zu Absätzen bzw. Bausteinen zusammen. Dann überlege ich mir, in welcher Reihenfolge diese Bausteine stehen sollen. Oft probiere ich dann auch damit herum. Wie fühlt es sich an und wirkt es, wenn ich z.B. den Schluss gleich an den Anfang setze? Oder den Höhe- oder Wendepunkt der Geschichte an eine andere Stelle? Wie kann ich #Dramatik hinzufügen? Was erreicht beim Publikum die größte Wirkung?

Meine Erfahrung ist, dass eine gute Geschichte mit der Zeit entsteht. Deshalb solltest dir auch immer wieder Feedback von anderen einholen. An ihrer Reaktion wirst du beim Erzählen merken, wo etwas noch nicht stimmt. Wo vielleicht etwas fehlt oder noch etwas angepasst werden muss. Plane also immer auch ausreichend Zeit für die Vorbereitung mit ein. Lass deiner Geschichte ausreichend Raum, um zu wachsen.

ErzählPerspektive

#ErzählPerspektive #StoryTelling

Wenn du deine #Idee gefunden hast und weißt, worüber du sprechen möchtest, solltest du dir überlegen, aus welcher #Perspektive du die Geschichte erzählen möchtest. Denn da gibt es mehrere Möglichkeiten. Nun dazu ein paar Beispiele und deren #Wirkung.

Sprichst du in der #Ich-Form, so wird deine Geschichte sehr persönlich. Du offenbarst dich, gibst etwas Preis und machst dich natürlich dadurch auch angreifbar. Manchen Menschen ist das unangenehm. Und es fällt ihnen schwer, über so persönliche Dinge zu sprechen. Doch hat es auch eine sehr starke Wirkung auf das Publikum. Es identifiziert sich mit dir. Es geht den Weg mit dir gemeinsam. Dieser Erzählstil wirkt sehr authentisch und kann sehr berühren und bewegen. In der Ich-Form über etwas zu sprechen, hat eine extreme #Macht.

Es gibt mehrere Perspektiven, die man als Geschichtenerzähler einnehmen kann. Und jede hat ihre ganz eigene Wirkung.

Möchtest du dich eher von der Geschichte abgrenzen, vielleicht, weil sie zu persönlich ist, so kannst du deine #Geschichte auch so erzählen, als hätte sie ein Freund erlebt. Du sprichst dann ganz einfach über die Erlebnissen einer anderen Person. Es fällt vielen leichter, über Erlebtes zu sprechen, wenn sie sich von dem Ereignis distanzieren. Damit kannst du dann zwar deine #Privatsphäre schützen, aber die Wirkung beim Publikum wird auch nicht mehr ganz so intensiv sein.

Die Perspektive der 3. Person eignet sich besonders gut, wenn mehrere Akteure in der Geschichte auftreten. Du kannst das jeweilige Ereignis dann aus mehreren Perspektiven betrachten und somit auch unterschiedliche #Standpunkte beleuchten. Dabei könntest du zum Beispiel einerseits von dir sprechen und, als Gegenstück, aus der Sicht einer anderen Person, die mit beteiligt war.

Der allwissende #Erzähler blickt von oben herab auf das Geschehen. Er weiß über alles Bescheid und hat auch Hintergrundwissen, welches er mit einfließen lassen kann. Diese Erzählweise gleicht der eines #Märchens und hat für mich daher auch einen ganz besonderen Charakter.

Ganz egal, für welche Erzählperspektive du dich letztendlich entscheidest. Wichtig ist, dass du dich damit wohl fühlst und du es dir damit leicht machst, über das Ereignis zu sprechen. Natürlich solltest du dir auch über die Wirkung der gewählten Perspektive bewusst sein. Erst dann ist es möglich, den nächsten Schritt zu gehen und eine gute #Storyline zu entwickeln.