Augen

#Blickkontakt #Körpersprache

Kennst du folgende Situation? Du sitzt in der Bahn, in einem Wartezimmer oder an sonst einem öffentlichen Ort und derjenige, der dir gegenüber sitzt, starrt dich unermüdlich an. Was geht in dir vor? Vielleicht erst einmal #Unsicherheit… du fragst dich vielleicht, ob du was im Gesicht hast oder deine Brille schief sitzt. Vielleicht streichst du dir nervös übers Gesicht. Starrt dich derjenige immer noch an, wächst in dir langsam die innere #Anspannung. Du fühlst dich unwohl und es ärgert dich, dass er andere dich so penetrant anstiert und du bist froh, wenn er endlich wegschaut oder du die Situation verlassen kannst.

Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich, welche #Wirkung Blickkontakt haben kann. Und das im positiven, als auch im negativen Sinne. Wie lange sollte man eine andere Person anschauen, so dass es einen positiven Eindruck hinterlässt? Es wird gesagt, dass eine Dauer von 2-3 Sekunden im akzeptablen Rahmen ist. Dauert der Blickkontakt deutlich länger, fühlt sich die andere Person angesprochen. Beim #Flirten mag das vielleicht positive Auswirkungen haben, ansonsten hat es eher einen provokativen Charakter.

Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Schaust du jemanden zu lange an, kann das beim Gegenüber zu Unsicherheit bis hin zu #Aggression führen. Dessen solltest du dir bewusst sein. Bist du jedoch in einem Zweier-Gespräch, so kann der Blickkontakt natürlich auch länger andauern. Jedoch solltest du auf die Reaktion deines Gegenübers achten. Fängt die andere Person an, nervös an sich herum zu nesteln, löse den Blickkontakt immer mal wieder ganz bewusst, bis die Atmosphäre zwischen euch wieder entspannter ist.

Wichtig ist auch die richtige Kopfhaltung. Hältst du den Kopf gesenkt, wirkt dein Blick schüchtern, zurückhaltend und unsicher. Hast du deinen Kopf zu stark gehoben, kann das einschüchternd und arrogant rüber kommen. Ein Vorteil ist es außerdem im Sommer, wenn du in einem Gespräch die Sonnenbrille absetzt, damit dein Gegenüber deine Augen sehen kann. Alles andere kann unhöflich und verunsichernd für den anderen sein.

Und noch ein Tipp für #Vorträge und #Präsentationen. Suche unbedingt den Blickkontakt zum Publikum. Lass deinen Blick über die Personen schweifen und denke vor allem auch an die toten Punkte, wie z.B. rechts und links vor dir. Bei bis zu 20 Personen kannst du gut jeden Einzelnen einbeziehen. Lass deinen Blick auch hier immer einmal wieder ca. 2-3 Sekunden auf jedem Gesicht ruhen.

Mimik

#Mimik #Körpersprache

An der Mimik eines Menschen erkennt man, was er gerade fühlt. Doch ist es wirklich so einfach? Studien haben heraus gefunden, dass es gar nicht so leicht ist, allein von der Mimik Rückschlüsse auf die menschlichen #Emotionen zu ziehen. Über die Jahre hinweg haben wir gelernt, unser #Gesicht weitestgehend zu kontrollieren, so dass nicht immer die wahren Emotionen hervortreten. Und um Mikromimik entschlüsseln zu können, muss man schon einiges an Wissen haben.

Außerdem ist es so, dass ähnliche Gesichtsausdrücke unterschiedliche Bedeutungen haben. Stellen wir uns doch einfach mal ein Gesicht vor, dass die Augen geschlossen und den Mund weit aufgerissen hat. Was könnte das bedeuten? Ist die Person wütend? Schreit sie vielleicht gerade? Oder ist sie einfach nur so müde und gelangweilt, so dass sie gähnen muss?

Neben den 6 Grundemotionen gibt es noch zahlreiche weitere Gesichtsausdrücke, die zum Teil nicht so leicht zu entschlüsseln sind.

Ein spannender Aspekt ist auch, was passiert, wenn der Inhalt des Gesprochenem nicht mit dem Gesichtsausdruck überein stimmt. Oft ist es so, dass der Sender sich dann in einem Zwiespalt befindet… also sich unwohl fühlt. Ein gutes Beispiel dafür, ist das falsche oder auch aufgesetzte #Lächeln, bei dem sich lediglich der Mund bewegt.

Letzten Endes spielt auch bei der Mimik immer der Kontext eine bedeutende Rolle, um die Emotionen einer Person wirklich entschlüsseln und lesen zu können. Dabei sind viele Merkmale zu beachten. An welchem Ort sehe ich diesen Gesichtsausdruck? Wie ist die Haltung und die Gesichtsfarbe der Person? Was hat sie kurz vorher getan oder erlebt? Aus welchem Kulturkreis stammt sie?

Übrigens hier noch ein interessanter Fakt: Bisher sind alle Versuche, künstliche Intelligenz Gesichter und damit Emotionen lesen zu lassen, gescheitert.

Kopf

#Kopf #Körpersprache

Menschen, die sich beim Reden an den Hals oder den Kopf fassen, zeigen damit Unsicherheit und #Stress. Gerade in meinen Coachings kommt es häufiger vor, dass mein Klienten sich unbewusst, bei gewissen Fragen oder Themen, an den Kopf oder an den Hals fassen. #Frauen spielen häufig mit der Kette am Hals. #Männer dahingegen nesteln gern am Kragen oder am Bart. Denn unsere Kehle ist ein sehr empfindlicher Bereich, den wir in Stresssituationen versuchen, zu schützen.

Fasst sich jemand bei einem bestimmten Thema oder eine Frage mit der Hand an den Hinterkopf oder den Hals, zeigt das ganz deutlich Unwohlsein und Unsicherheit. „Sich-am-Kopf-Kratzen“ bedeutet übrigens, dass man damit versucht, bestimmte Hirnregionen zu aktivieren. Wir tun das zum Beispiel ganz automatisch, wenn wir über etwas nachdenken.

Der Kopf ist das Zuhause unserer Gedanken.

Es lohnt sich auch einmal genauer hinzuschauen, wie unser Gegenüber den Kopf geneigt hält. Ist er gesenkt und schütz er somit seine Kehle? Dann fühlt sich derjenige in der Situation nicht wohl oder ist verunsichert. Zeigt das Gegenüber jedoch ganz deutlich die Kehle, signalisiert er damit, dass alles okay ist. Denn das Zeigen der Kehle zeugt von Vertrauen.

Neigen wir den Kopf zur Seite, zeigen wir Skepsis der Situation oder Person gegenüber. Heben wir ein wenig den Kopf und damit auch unsere Nasenspitze, so macht das eher einen überheblichen bis arroganten Eindruck. Sind die Schultern hochgezogen und der Kopf verschwindet, so dass kaum noch Hals zu sehen ist, vermittelt das deutliches Unbehagen. Ein zustimmendes Nicken in einem Gespräch, kann Vertrauen erzeugen und Mitfühlen signalisieren. Und nicht zu vergessen: Auch mit unseren Frisuren, dem Bart, einer Brille, einer Kopfbedeckung sowie Make Up und Schmuck kommunizieren wir ganz deutlich.

Hände

#Hände #Körpersprache

Die wohl weltweit bekannteste Geste ist die „Merkel-#Raute“. Und was von vielen nur allzu oft belächelt wird, ist eine der stärksten und mächtigsten Gesten überhaupt. Bei der Raute bzw. dem Dach, werden die Hände zentral vor dem Körper gehalten. Die Fingerspitzen beider Hände berühren sich. Es sieht ein wenig so aus, als würde man beten, allerdings berühren sich die Handflächen nicht. Die Finger können leicht voneinander abgespreizt oder eng aneinander liegen. Diese #Geste strahlt Dominanz und ein hohes #Selbstvertrauen aus.

Ändert sich dieses Gefühl jedoch hin zu Unsicherheit, kann es sein, dass sich plötzlich die Finger oder Hände ineinander verschränken. Man hält sich dann, als Sicherheit, an sich selbst fest. Manchmal sogar so fest, dass die Knöchel ganz weiß werden. Die Handflächen aneinander reiben bedeutet übrigens, dass wir uns auf etwas freuen. Sieht es eher so aus, als würden wir uns die Hände waschen, so kann das jedoch auch, im entsprechenden Kontext, ein Zeichen für #Unsicherheit und der Suche nach Halt sein.

Sprache und Gestik gehen im Gleichschritt einher.

Beim #Händeschütteln kannst du einmal darauf achten, wie sich die Daumen bzw. Handflächen zueinander verhalten. Stehen beide Handflächen senkrecht? Oder hat einer der beiden den Handrücken oben? Dann wird derjenige der Dominantere sein. Am besten ist der ausgeglichene Handschlag, bei dem beide den Daumen oben liegen haben. Der Griff sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu lasch sein. Und es ist ein großer Vorteil, wenn deine Handfläche dabei trocken ist.

Bist du ein Typ, der gern mal die Hände in die Hosentaschen steckt? Dann versuche, dabei immer den Daumen draußen zu lassen. Ein wenig so, als würde er deine Hand am Rand der Hosentasche einhaken. Das wirkt positiv und selbstbewusst. Und wenn du nicht weißt, was du mit deinen Händen und Armen bei einem #Vortrag machen sollst: Lass sie einfach entspannt neben deinem Körper herunter hängen. Das ist immer noch besser, als krampfhaft einstudierte Gesten. Denn, wenn du selbst locker und entspannt bist, dann werden sich deine Arme und Hände ganz von allein beim #Sprechen mitbewegen.

Arme

#Arme #Körpersprache

Ist dir auch schon mal jemand begegnet, der sich auf einen Stuhl setzte und ganz selbstverständlich seinen einen Arm auf der Lehne des Nachbarstuhls abgelegt hat? Das sagt bereits ganz deutlich etwas über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Arme aus. Man kann sie entweder eng am Körper halten und kleine #Bewegungen machen oder weite, ausufernde Armbewegungen vollführen und somit den gesamten Raum um sich herum einnehmen. Doch was bedeutet das alles bzw. was kann man daran ablesen?

Der Herr, der mit seinem Arm auch gleich den Nachbarstuhl für sich mit beansprucht, verfügt z.B. über einen relativ hohen #Selbstwert. Kleine Bewegungen und Einschränkungen sind nichts für ihn. Er weiß, wo es lang geht. Dem gegenüber gibt es jedoch Menschen, die man in einer Runde am Tisch fast übersieht, weil sie sich so klein machen. Die Arme sind eng an den Körper gepresst und bewegen sich, wenn überhaupt, nur mit dem unteren Teil ab dem Ellenbogen. Sie beanspruchen demnach nur wenig Raum um sich herum und ziehen sich zurück. Auch der Selbstwert ist hier eher gering.

Unsere Armbewegungen verraten, wie wir uns fühlen und wie es um unseren Selbstwert bestellt ist.

Nun kurz zu dem Thema: Die Arme vor dem Brustkorb verschränken. Viele interpretieren diese Geste als Ablehnung… weil sie das vielleicht irgendwo mal so gehört haben. Jedoch handelt es sich hierbei um gefährliches Halbwissen. Beim Thema #Körpersprache ist es extrem wichtig, immer den Gesamtkontext zu betrachten. Denn viele Menschen verschränken ihre Arme auch einfach nur, weil es für sie bequem ist. Führen wir jedoch ein #Gespräch und kommen auf ein bestimmtes Thema zu sprechen oder stellen unserem Gegenüber eine #Frage und derjenige verschränkt dann genau in diesem Moment seine Arme, kann man das durchaus als Reaktion auf das Vorangegangene interpretieren. Es deutet auf Unbehagen hin, Rückzug und wir schützen durch das Arme verschränken unsere empfindliche Körpermitte.

Auch bei den Armen ist es wieder so, dass alle Bewegungen entgegen der Schwerkraft Zufriedenheit ausstrahlen. Beim Gehen schwingen dann unsere Arme ganz wie von selbst. In Gesprächen gestikulieren wir mehr. Und wenn unsere Lieblingsmannschaft endlich ein Tor schießt, so schießen auch unsere Arme ganz von selbst in die Höhe. Bei Unwohlsein fallen unsere #Schultern und Arme nach unten. Man kann richtig zusehen, wie es in diesen Momenten aussieht, als würden schwere Gewichte an ihnen hängen.

Zum Schluss vielleicht noch ein interessanter Fakt: Droht uns Gefahr, so sorgt das limbische System in diesen Momenten ganz automatisch dafür, dass wir versuchen, uns mit unseren Armen zu schützen. Zum Beispiel halten wir in dem Moment, wenn es um uns herum irgendwo knallt, ganz automatisch zum #Schutz die Arme über den Kopf.

Schultern

#Schultern #Körpersprache

Angenommen, du stellst jemandem eine Frage. Derjenige zuckt darauf hin kurz mit den Schultern und sagt: „Ich weiß es nicht.“ Dann solltest du beim nächsten Mal etwas genauer hinschauen. Denn es gibt verschiedene Arten, mit den Schultern zu zucken.

Dabei spielt das Gesetz der Schwerkraft eine bedeutsame Rolle. Denn alle Bewegungen, die entgegen gesetzt der Erdanziehungskraft gerichtet sind, reflektieren in der Regel aufrichtige #Gefühle. Sich solche Bewegungen bewusst anzutrainieren, ist ein sehr aufwändiger Prozess. Bezogen auf das Schultern zucken bedeutet das, dass bei einem echten Schultern zucken beide Schultern bis hoch an die Ohren gezogen werden. Bewegen sie sich jedoch nur leicht oder sogar nur eine von beiden Schultern, so könnte es sein, dass derjenige in dem Moment nicht ganz ehrlich ist.

Unsere Schultern verraten mehr, als wir erahnen.

Des weiteren kann man an den Schultern erkennen, ob jemand sehr gestresst ist. Stellen wir eine unangenehme Frage oder befindet sich jemand in einer unangenehmen Situation, so wird seine #Atmung schneller und flacher. Sie geht dann nicht mehr entspannt bis in den Bauch, sondern lediglich bis in den Brustkorb, welcher sich dann beim Atmen sichtlich hebt und senkt. Und genau das überträgt sich automatisch auf die Schultern. Bemerkst du also bei einem bestimmten Thema, dass sich bei deinem Gegenüber die Schultern plötzlich schnell heben und senken, steht derjenige in diesem Moment höchstwahrscheinlich unter #Stress und fühlt sich sichtlich unwohl.

Und wie verhält es sich letztendlich mit der Haltung? Wie wirkt es auf dich, wenn jemand seine Schultern bei einem Thema langsam, wie eine Schildkröte, immer weiter nach oben zieht, so dass es am Ende vielleicht aussieht, als hat er gar keinen Hals mehr? Dann fühlt sich derjenige in dieser Situation sichtlich unwohl. Das Kopf einziehen ist in diesem Moment so etwas wie ein Schutzmechanismus… man möchte unsichtbar werden und am liebsten verschwinden. Und Menschen, die extrem gestresst sind oder deren Wohlbefinden dauerhaft abhanden gekommen ist, haben oft insgesamt eine eher geduckte #Haltung und hochgezogene Schultern.

Oberkörper

#Oberkörper #Körpersprache

Die Vorderseite unseres Körpers ist sehr empfindlich. An ihr befinden sich unsere Augen, der Mund, die Brust und unsere Genitalien. Deshalb ist sie schützenswert und wir öffnen sie nur dann, wenn wir uns wohl und sicher fühlen. Ist das nicht der Fall, so drehen wir uns von den #Menschen oder auch Dingen weg, die wir nicht mögen. Manchmal geht es sogar so weit, dass wir diesen Menschen oder Dingen unbewusst den Rücken zuwenden.

Ist es uns, z.B. aus Höflichkeit, nicht möglich, uns abzuwenden, so schützen wir unbewusst unsere Vorderseite und vor allem die Körpermitte. Wir bedecken sie dann durch unsere Arme, unsere Hände oder sogar durch Gegenstände, wie z.B. Kissen, Taschen oder Notizblöcke. Ich habe schon Menschen beobachtet, die sich mitten im #Gespräch ihre riesengroße Handtasche auf den Schoß und vor die Brust gehalten haben, ohne es zu bemerken.

Wenn wir uns unwohl fühlen, schützen wir unseren Oberkörper unbewusst mit den Händen, Armen oder sogar Gegenständen.

Unsere #Kleidung kann, in Bezug auf unseren Oberkörper, auch als Schutz und Kommunikationsmittel dienen. Ein Geschäftsmann kann zum Beispiel ganz unbewusst das Jackett auf oder zuknöpfen oder die Krawatte lösen und den oberen Knopf öffnen. Oder wir schützen unsere Körpermitte durch Schals und Tücher. Auch #Schmuck ist bei dieser Körperregion ein wichtiges Kommunikationsmittel. Denken wir nur einmal an den Offizier, der seine Abzeichen und Orden stolz auf der Brust trägt. Oder an Menschen, die mit Ketten ihren Brustbereich betonen. Und Frauen spielen dahin gehend auch gern einmal mit ihrem Ausschnitt.

Was passiert eigentlich, wenn wir den Oberkörper vor einer anderen Person nach vorn neigen? Wir alle kennen sicher die #Verbeugungen vor wichtigen Persönlichkeiten. In alten Filmen ist das Verneigen vor König oder Königin ganz selbstverständlich. Dieses Verhalten drückt Demut, Respekt und Ehrerbietung aus. Manchmal können wir das auch heute noch bei Menschen beobachten, wenn sie mit einer sehr respekteinflößenden Person Kontakt aufnehmen. Bei Japanern oder Chinesen ist es jedenfalls durchaus üblich, sich vor anderen zu verbeugen, während es für uns Europäer eher untypisch ist.

Becken

#Becken #Körpersprache

Das Becken ist für viele vielleicht ein etwas untypisches Körperteil, doch möchte ich es wenigstens gern kurz in diese Serie mit aufnehmen. Du fragst dich warum? Ich selbst habe viele Jahre klassisch getanzt und außerdem auch noch viele Jahre lang im Chor gesungen. Und ich habe über die Jahre hinweg spannende Beobachtungen gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Das Becken ist eher versteckt im Körper, doch hat seine Stellung Auswirkungen auf unsere gesamte #Haltung. Und es kann auch direkt mit uns kommunizieren. Denken wir doch bloß einmal an den klassischen Bauchtanz. Da erzählt das Becken zahlreiche spannende Geschichten. Oder denken wir an den #Tanz ganz allgemein.

Professionelle Tänzer und Tänzerinnen haben eine sehr aufrechte Haltung und nutzen beim Tanzen das Becken auch als Kommunikationsmittel. Ein Beispiel, das mir dabei gerade in den Kopf kommt, ist Michael #Jackson mit seinem ganz eigenwilligen Tanzstil. Viele Personen aus dem professionellen Tanz haben ihr Becken allgemein ein wenig nach vorn gekippt, was über die Zeit nicht selten zu einem #Hohlkreuz führt. Ist das Becken jedoch allgemein etwas nach vorn geneigt, so kann der gesamte Körper dadurch gestreckter und aufgerichteter sein.

Die Stellung des Beckens hat Einfluss auf deine gesamte Haltung und somit auch auf deine Außenwirkung.

Das Gleiche gilt, neben der Tanzhaltung, für das Singen. Auch da benötigen wir eine aufrechte Haltung und es hilft, dabei das Becken ein wenig nach vorn zu kippen. Ebenso verhält es sich beim #Sprechen. Kippen wir das Becken ein wenig nach vorn, so gehen wir automatisch in eine aufrechtere Haltung.

Ist unser Becken dem hingegen jedoch nach hinten geneigt, so fällt unsere gesamte Körperhaltung in sich zusammen. Der Rücken wird runder und die Schultern fallen nach vorn. Der Kopf bzw. das Kinn sinkt ein wenig auf die Brust und der Blick wird gesenkt. All das hat erhebliche Auswirkungen auf deine #Außenwirkung.

Durch das leicht nach vorn gekipptes Becken stehst du aufrechter und wirkst somit selbstbewusster. Du wirst gesehen und wahrgenommen, während ein leicht nach hinten gekipptes Becken dich kleiner und unscheinbarer wirken lässt.

Schau einmal selbst, am besten vor dem Spiegel, wie die unterschiedlichen Beckenstellungen deine Haltung verändern. Und sei dir um dessen Wirkung bewusst. Dann kannst du diesen kleinen, aber feinen Effekt, zukünftig bewusst für dich nutzen.

Beine

#Beine #Körpersprache

Unsere Beine sind unsere Hauptfortbewegungsmittel. Wir benutzen sie tagtäglich, aber nur selten ist uns bewusst, dass auch sie eine ganz besondere #Sprache sprechen. Im jeweiligen Kontext betrachtet, können sie uns mitteilen, ob jemand gern mit uns zusammen ist oder nicht, ob jemand angespannt ist oder locker und wie selbstbestimmt sich jemand gibt.

Etwas, das vielleicht allen bekannt ist, ist das Beine übereinander schlagen. Was bei Frauen eigentlich dazu dient, dass man nicht unter den Rock oder das Kleid schauen kann, ist bei Männern eher unüblich. Was macht es mit dir, wenn ein Mann die Beine übereinander schlägt? Dem hingegen sehen wir bei Männern häufig das so genannte „#Manspreading“. Dabei sitzt der Mann mit extrem gespreizten Beinen. Was strahlt das für dich aus? Bequemlichkeit? Oder Dominanz? Auch hierbei kommt es wieder auf den jeweiligen Kontext an.

Unterhalten sich zwei Personen sitzend miteinander und einer oder beide haben die Beine verschränkt, kann man ein interessantes Phänomen beobachten. Wenn ein Thema angesprochen wird, bei dem wir uns wohl fühlen, zeigt die Fußspitze zu unserem Gegenüber. Wird dann plötzlich ein Thema angesprochen, bei dem wir uns nicht wohl fühlen, schlagen wir die Beine in die andere Richtung übereinander, so dass der Oberschenkel nun als Barriere zum anderen dient. Doch auch hier ist es wieder wichtig alles im Gesamtkontext zu betrachten.

Unsere Beine sind nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern kommunizieren auf ganz besondere Art und Weise.

Wie verhält es sich im #Sitzen, wenn während eines Gesprächs jemand plötzlich die Hände auf die Knie legt und seinen Oberkörper leicht nach vorn neigt? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass derjenige gehen bzw. die Situation verlassen möchte. Und wie ist es, wenn sich jemand ständig über die Oberschenkel streicht? Das kann eine Beruhigungsgeste sein. Vielleicht fühlt sich derjenige unwohl, weil ihm gerade eine unangenehme Frage gestellt wurde.

Beim #Stehen kann man schauen, ob die Knie extrem durchgedrückt oder eher locker sind. Durchgedrückte Beine zeigen eine gewisse Anspannung. Ist der Stand dann noch eher breitbeinig, wird damit ein Territorium markiert. Hier stehe ich! Oft sieht man diese breitbeinige, angespannte Haltung bei Polizisten im Einsatz. Sind die Beine oder Füße jedoch umeinander verschlungen oder gekreuzt, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass der andere sich in dem Moment wohl fühlt. Denn habe ich das Gewicht nur auf ein Bein verlagert, kann ich nicht schnell loslaufen bzw. flüchten.

Füße

#Füße #Körpersprache

Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass die Füße bei einem Menschen das ehrlichste Körperteil sind, konnte ich es erst kaum glauben. Aber ja! Wer von uns achtet in einem #Gespräch schon auf seine und die Füße anderer? So gut wie niemand. Und genau das ist der Punkt. Wir alle haben gelernt unsere Mimik und unsere Hände in einem gewissen Maße zu kontrollieren und vernachlässigen dabei komplett das andere Ende unseres Körpers.

Dabei haben uns die Füße so viel zu sagen. Schon allein die Art und Weise, wie jemand geht. Werden ganz kleine, schnelle Bewegungen gemacht? Oder ganz Langsame? Wie ist das bei kleinen Kindern, wenn sie aufgeregt sind? Wie ist das bei dir, wenn du aufgeregt oder nervös bist? Oft glauben wir unsere Füße unbeobachtet und gut unter dem Tisch versteckt. Doch lenken wir einmal unsere Aufmerksamkeit darauf, sehen wir vielleicht ein ständiges Zappeln. Oder Füße, die ganz fest auf dem Boden stehen.

Unseren Füßen schenken wir nur wenig Beachtung. Und genau das ist der Grund, weshalb man an ihnen so viel ablesen kann.

Ganz interessant ist es auch, die Füße im Gegensatz zum restlichen Körper zu beobachten. In welche Richtung zeigt der Körper und in welche Richtung zeigen die Füße? Ist alles in dieselbe Richtung gewandt, kannst du davon ausgehen, dass sich dein #Gesprächspartner wohl fühlt. Wie ist es jedoch, wenn die Fußspitzen von dir weg bzw. in Richtung Ausgang zeigen? Dann könnte es sein, dass dein Gegenüber nur höflich ist und eigentlich schon längst den Raum oder die Situation verlassen haben möchte.

Und noch ein letzter Punkt: Welche #Schuhe werden getragen? Sind sie alt und ausgelatscht? Oder immer ganz modisch und glänzend geputzt? Stecken die Frauenfüße in High Heels? Oder Männerfüße in Sandalen und weißen Tennissocken? Ist es der bequeme Turnschuh oder doch der stilvolle Lederschuh?

Schau doch einfach bei deinem Gegenüber einmal genauer hin. Was kannst du an deren Füßen alles ablesen?