Tiefgründigkeit

Die Fähigkeit, in Gesprächen nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern anderen Menschen wirklich auch zuzuhören, ist unglaublich wertvoll für Unternehmen.

Natürlich darf es auch mal Smalltalk sein. Doch habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch andere hochsensible Menschen, wie ich, tiefgründige Gespräche sehr schätzen.

Deshalb ist es in einem Unternehmen so wichtig, die Fähigkeiten hochsensibler Menschen zu erkennen und zu fördern. Denn egal, ob es um Mitarbeitergespräche, Krisen- oder Verhandlungsgespräche geht: Du kannst nur dann Vertrauen herstellen und alle wichtigen Informationen erhalten, wenn du auf dein Gegenüber wirklich eingehst. Die richtigen Fragen stellst, emphatisch reagierst und für die andere Person einen sicheren Ort erschaffst.

Kennst du die hochsensiblen Menschen in deinem Unternehmen?

#Hochsensibilität #neurodiversität #Unternehmen #Unternehmensführung #Unternehmenskultur #Führung #Gesprächsführung #Verhandlungen #Profiling

Vorteile hochsensibler Menschen in Unternehmen.

Dass sich (Neuro-)Diversität in Teams auszahlt und zu besseren Arbeitsergebnissen führt, ist mittlerweile mehrfach wissenschaftlich belegt. Doch weshalb sollten wir unsere Aufmerksamkeit gerade auf hochsensible Menschen legen?

Eine Studie des Weltwirtschaftsforums hat die 10 Top Skills von Unternehmen heraus gearbeitet, die Unternehmen besitzen sollten, wenn sie auch noch im Jahr 2025 bestehen wollen. Etwa 8 dieser 10 Top Skills haben hochsensible Menschen von Natur aus.

Etwa jeder 5. Mensch ist hochsensibel und besitzt demnach förderliche Eigenschaften, die unabdingbar für die Zukunft von Unternehmen sind. Dazu gehören u.a. eine hohe Gewissenhaftigkeit, Tiefgründigkeit und Sorgfalt, eine ausgeprägte Kreativität sowie hohe emphatische und kommunikative Fähigkeiten.

Unternehmen müssen also nicht erst extern nach Menschen suchen, welche diese Fähigkeiten besitzen, sondern können intern ihre Mitarbeiter:innen unter die Lupe nehmen. Es geht darum, die Menschen mit einer hohen Sensibilität zu erkennen und entsprechend zu fördern, so dass sie in der richtigen Position ihre wahren Potentiale entfalten können.

Wenn Unternehmen hochsensible Menschen unterstützen, bestärken und ihnen ein entsprechendes Arbeitsumfeld schaffen, können sie also nur davon profitieren. Und dieser Prozess ist letztendlich immer noch kostengünstiger und bedeutet weniger Aufwand, als nach neuen Mitarbeiter:innen zu suchen, um dann den gesamten Bewerbungs- und Einarbeitungsprozess zu durchlaufen.

Kennst du bereits die hochsensiblen Menschen in deinem Unternehmen?

Kreativität fördert Innovation

Um in der heutigen Zeit auch zukünftig bestehen zu können, ist Innovation ein wichtiges Tool für Unternehmen. Mit Innovation kann Neues entstehen. Es kann flexibel auf Veränderungen reagiert werden. Neue Zielgruppen und Märkte können erschlossen und Unternehmenskosten gesenkt werden.

Eine wichtige Grundlage für Innovation ist Kreativität. Hochsensible Menschen besitzen diese Fähigkeit von Natur aus. Jedoch kann sie durch negative Lebenserfahrung oder ein falsches Arbeitsumfeld unterdrückt werden.

Deshalb ist es so wichtig, hochsensible Menschen in deinem Unternehmen zu erkennen und zu fördern, so dass sie ihre wahren Potentiale entfalten können. So sparst du außerdem Zeit und Kosten, weil du nicht erst einen aufwendigen Bewerbungsprozess starten und nach kreativen Menschen suchen musst.

Kennst du die hochsensiblen Menschen in deinem Unternehmen?

In der Ruhe steckt eine ungeheure Anziehungskraft.

Gerade hochsensible Menschen haben diese wunderbare Fähigkeit: Ruhe auszustrahlen. Und das ist Gold wert in diesen doch so hektischen und ungewissen Zeiten. Wer Ruhe gibt, ist ein Fels in der Brandung. Er schafft Vertrauen und lässt Raum. Und das alles gibt anderen eine unglaublich große Sicherheit.

Ruhe gepaart mit der Fähigkeit, gut zuhören zu können, hat eine noch größere Macht. Denn Menschen tut es gut, über sich selbst und was sie beschäftigt, zu sprechen. Sich alles von der Seele zu reden. 

Als Jugendliche bin ich einmal über den Begriff des „seelischen Mülleimers“ gestolpert. Und oft hat es sich damals für mich auch genau so angefühlt. Da ich keine Grenzen setzen konnte, wurde ich viel zu oft vom Redeschwall anderer überrollt. Traute mich in dem Moment jedoch oft nichts zu sagen, weil ich es als unhöflich empfand. Danach fühlte ich mich fast immer ausgelaugt und erschöpft.

Heute weiß ich es besser und kann ganz bewusst mit dieser besonderen Fähigkeit umgehen. Kann Grenzen setzen. Anderen ein Energiepol sein ohne dabei selbst meine Energie zu verlieren. 

In meiner Arbeit als Coach kommt mir das alles sehr zu Gute. Meine Klient:innen lieben die Ruhe, die ich ausstrahle. Ebenso die Menschen in meinem Privatleben oder auch Fremde, denen ich in der Öffentlichkeit begegne. 

Wie ist das bei dir? Besitzt du die Fähigkeit, Ruhe auszustrahlen und wirklich zuhören zu können?

Schubladendenken

Ein jeder von uns tut es: Andere Menschen bewerten, beurteilen und sie in Schubladen stecken. Und das ist auch gut so! 

Denn, indem wir Dinge und Menschen an Hand unserer Erfahrungen und unseres Wissens in Kategorien einordnen, erleichtern wir uns den Alltag. Unser Gehirn könnte ansonsten die Masse an Informationen und Reizen nicht verarbeiten. 

Das Schubladendenken und Bewerten können wir also nicht unterbinden. Was wir jedoch tun können ist, uns dieses Prozesses bewusst zu werden. Und uns den Raum und die Zeit zu geben, unsere ersten Eindrücke im Nachhinein noch einmal zu überdenken. Insbesondere bei Menschen und in Situationen, die uns wichtig sind. 

Es geht z.B. darum, nicht immer gleich das auszusprechen, was uns in den Kopf kommt. Sondern Menschen erst einmal die Chance zu geben, aus der Schublade, in die wir sie im ersten Moment hinein gestopft haben, herauszukommen. Situationen neu zu betrachten und offen zu sein für die Anpassung und Veränderung unserer Sichtweise.

Was sind deine Gedanken dazu?

„Ach, naja… sooo schlimm ist das doch gar nicht.“

Je öfter ich ganz bewusst Gespräche mit nicht-hochsensiblen Menschen über das Thema Hochsensibilität führe, desto mehr erkenne ich, dass es unglaublich schwer ist, nicht-hochsensiblen Menschen wirklich begreifbar zu machen, was eine Überreizung für hochsensible Menschen eigentlich bedeutet. 

In den Gesprächen spreche ich dann sehr offen über die Herausforderungen hochsensibler Menschen im Alltag und benenne auch ganz konkret Situationen, in denen mir einfach alles zu viel ist. Zum Beispiel die Geräuschkulisse während des Netzwerkens auf einer Veranstaltung. Wenn sich viele Menschen zusammen in einem Raum befinden und in kleineren Gruppen miteinander sprechen.

Was für manche Menschen unglaublich erfüllend sein kann, bedeutet für mich in diesem Moment eine extreme Herausforderung, der ich nur einer gewisse Zeit gewachsen bin. In diesem Rahmen wirklich effektive Gespräche zu führen, während ich unzählige Energien, Geräusche und Worte um mich herum wahrnehme, ist für mich fast ein Ding der Unmöglichkeit. 

Wenn ich im Gespräch einem nicht-hochsensiblen Menschen versuche zu erklären, wie anstrengend Situationen wie diese für mich sind, so höre ich ganz oft: „Ach, naja… sooo schlimm ist es ja gar nicht.“ Und ich versuche dann noch einmal zu verdeutlichen, was genau mich so anstrengt und was das letztendlich mit mir und meinem Körper macht. Doch meistens ist es dann so, dass das mein Gegenüber das alles nicht wirklich nachempfinden kann.

Ich habe schon oft überlegt, ob es überhaupt Beispiele gibt, mit denen man nicht-hochsensiblen Menschen verdeutlichen kann, was diese Überreizung der Sinne mit hochsensiblen Menschen macht… doch ist mir bisher noch nichts wirklich Vergleichbares eingefallen.

Hast du vielleicht eine Idee?  

Wusstest du, dass etwa jede 5. Person hochsensibel ist?

Und wusstest du, dass vielen davon noch gar nicht bewusst ist, dass sie hochsensibel sind? Das ist besonders interessant aus unternehmerischer Sicht. Denn in hochsensiblen Menschen stecken wertvolle Potentiale, die Unternehmen Zeit und Kosten sparen können.

Eine herausragende Fähigkeit ist z.B. deren ausgeprägte Kreativität. Und Kreativität wird besonders dann von Bedeutung, wenn es um das Thema Innovation geht. Und Innovation wird wichtig, wenn es z.B. um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen geht.

Deshalb finde ich es von besonderer Bedeutung, hochsensible Menschen in Unternehmen ausfindig zu machen und entsprechend zu fördern, so dass sie ihre wertvollen Potentiale optimal entfalten können. 

Was sind deine Gedanken dazu?

Wie du potentielle Interessenten verlierst…

„Wenn du mich anrufst, dann erhältst du deine persönliche Analyse kostenlos.“, sagte eine Unternehmerin während ihrer Kurzvorstellung in der Eröffnungsrunde. Und in genau diesem Moment, hatte sich mich als potentielle Interessentin verloren.

Offensichtlich war sie sich ihrer Worte gar nicht bewusst… und dass sie damit eine bestimmte Menschengruppe von vornherein ausgrenzt. Menschen wie mich, die nicht gern telefonieren. Schon gar nicht mit Menschen, die sie nicht kennen. Deshalb würde ich sie auch nicht anrufen und könnte somit auch nicht von der kostenfreien Analyse profitieren.

Natürlich kann man jetzt sagen: „Na, da schreib doch einfach eine Email!“ Ja, das könnte ich. Doch das ist hier nicht der Punkt.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass man seine Worte im Vornherein überdenken sollten. Insbesondere bei einem Pitch. Was genau möchte ich anderen vermitteln? Welche Möglichkeiten gibt es dafür? Kann es sein, dass ich potentielle Interessenten mit meiner Aussage ausgrenze? 

Die Unternehmerin hätte zum Beispiel auch sagen können: „Wenn du dich bei mir meldest, erhältst du deine persönliche Analyse kostenfrei.“ Damit grenzt sie niemanden aus und man hat die Möglichkeiten, auf unterschiedlichen Kommunikationswegen mit ihr in Kontakt zu treten. 

Was sind deine Gedanken dazu?

Woran merke ich eigentlich, dass ich selbst hochsensibel bin?

Wenn ich über das Thema Hochsensibilität spreche, werde ich immer wieder gefragt, woran man selbst denn eigentlich merkt, dass man hochsensibel ist. Deshalb hier noch einmal ein paar Zeilen dazu:

Zuerst finde ich es noch wichtig zu sagen, dass Hochsensibilität an sich keine Krankheit ist und es daher auch keine allgemein gültige Diagnose gibt. Denn Hochsensibilität ist lediglich ein Persönlichkeitsmerkmal.

Wenn du Sinneseindrücke besonders intensiv wahrnimmst, du eine ausgeprägte Intuition hast und dazu noch emphatische Fähigkeiten hast, könnte es durchaus sein, dass du hochsensibel bist. Hochsensible Menschen können gut zwischen den Zeilen lesen und nehmen aus sehr gut Emotionen bei ihrem Gegenüber wahr.

Wenn du also das Gefühl hast, dass dir die Welt oft zu laut und zu schnell ist. Wenn du von Reizen oft überflutet wirst. Wenn du von dem Zusammensein mit anderen Menschen, Ausflügen oder Parties schnell erschöpft bist. Oder wenn du in der Lage bist, schnell zu erkennen, in welcher Emotion oder Situation sich eine andere Person gerade befindet, dann könnte es sein, dass du selbst hochsensibel bist.

Dann gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, im Internet nach Tests zum Thema Hochsensibilität zu suchen. Dabei ist es wichtig zu schauen, dass sie auf der Basis von Elaine N. Aron (der Begründerin von Hochsensibilität) erstellt worden sind. Diese Tests können dir dann bereits eine sehr gute, erste Tendenz aufzeigen, ob du vielleicht hochsensibel bist. 

Versteckte Informationen sichtbar werden lassen…

Wie wäre es, wenn du in einem wichtigen Meeting jemanden an deiner Seite hättest, der versteckte Informationen sichtbar machen kann?

Vielleicht bist du selbst jemand, der sehr rational denkt. Der sehr gut darin ist, mit Zahlen, Daten und wichtigen Fakten umzugehen.

Doch was dir vielleicht fehlt, sind emphatische Fähigkeiten. Die Möglichkeit, andere Menschen lesen zu können. Zwischen den Zeilen lesen zu können. Um so versteckte Informationen und Emotionen sichtbar zu machen.

Deshalb ist hier mein Tipp für dich: Hole dir für wichtige Meetings oder Verhandlungsgespräche jemanden mit dazu, der diese emphatischen Fähigkeiten besitzt. Der eine hohe Sensibilität und eine gute Menschenkenntnis hat.

Denn diese Person kann dich dabei unterstützen, den größten Mehrwert aus dem jeweiligen Gespräch für dich heraus zu ziehen, so dass du davon profitieren kannst.