🎧 Mein erstes Podcast-Interview | Im Gespräch mit Carmen Köhler | Sensibel und stark durch die Welt.

🌿 Das erste Interview meines Podcasts durfte ich mit der wunderbaren Carmen Köhler führen. Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Thema mentale Gesundheit und arbeitet als Community Managerin bei MentorMe. Darüber haben wir uns auch kennengelernt.

🎧 In unserer gemeinsamen Podcast-Folge stellt sich Carmen meinen Fragen zum Thema Hochsensibilität und gibt tiefe Einblicke in ihr bisheriges Leben. Unter anderem geht es auch um Depression und Antidepressiva.

📮 Wenn du Fragen an Carmen hast, so erreichst du sie per Email unter: carmenkoehler@yahoo.de

👍🏻 Du findest meinen Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Like oder kommentiere ihn gern, empfiehl ihn Personen weiter, die davon profitieren können und lass mich deine Gedanken zu meinen Themen wissen. Ich freue mich außerdem über deine Vorschläge, wen ich in meinem Podcast unbedingt einmal zu Wort kommen lassen sollte.

🎥 Das dazu gehörige Video unserer Podcast-Aufnahme findest du übrigens auf meinem YouTube-Kanal.

😊 Ich freue mich auf dein Feedback.

🎧 Neue Podcast-Folge: „So überstehst du stressige Zeiten“

🌿 In stressigen Zeiten ist es gut, wenn du genau weisst, was du zur Erholung brauchst und wie du dir kleine Auszeiten gönnen kannst.

🎙️ In meiner neuen Podcastfolge spreche ich darüber, wie ich solche Herausforderungen für mich löse und verrate dir wertvolle Impulse, die du auch für dich ausprobieren und anwenden kannst.

🎧 Lass mir gern dein Like da, kommentiere diese Folge bei Spotify oder ApplePodcasts und empfehle meinen Podcast gerne weiter. Und hör doch auch gern mal in meine anderen Folgen zum Thema Hochsensibilität rein.

📰 In meinem Newsletter nächste Woche werde ich das Thema dann noch einmal intensiver betrachten. Besonders spannend ist, was die Wissenschaft dazu zu sagen hat.

🎤 In Kürze werde ich nun auch endlich mein erstes Interview mit einer anderen hochsensiblen Person aufnehmen. Du darfst gespannt sein.

🖥️ Im Herbst veranstalte ich übrigens 5 Online-Seminare zum Thema Hochsensibilität. Schau dafür gern in meinen Shop und buche dir dein Ticket.

🎧 Neue Podcast-Folge: „Hör auf zu jammern!!!“

🌿 „Hör auf zu jammern!“, „Das kannst du doch so nicht machen!“, „Reiß dich doch einfach mal zusammen!“

🎡 Sätze wie diese kennt wahrscheinlich jeder von uns. Und wusstest du, dass diese Glaubenssätze und Denkmuster hauptsächlich aus unserer Kindheit stammen?

👉🏻 Was du tun kannst, um negative Glaubenssätze und Selbstzweifel anzugehen und warum es so wichtig ist, für deine Bedürfnisse einzustehen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge.

👶🏼 Sie ist auch für Eltern sehr informativ. Denn meist sind wir selbst extrem von unserer eigenen Vergangenheit geprägt und handeln im Kontakt mit unseren Kindern dann unbewusst nach diesen Mustern. Dabei ist es doch so wichtig, Kindern ihre Bedürfnisse und ihre Persönlichkeitsmerkmale zuzugestehen.

🌸 Ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir viel Freude beim Anhören. Empfehle meinen Podcast auch gern Menschen, die davon profitieren können.

🗞️ Nächste Woche gibt es dann meinen dazu passenden Newsletter, in dem es um das Thema „Glaubenssätze“ gehen wird. Außerdem gibt es eine kleine Anekdote aus dem Leben von Stephen King. Seid gespannt!

Endlich bin ich LifeTeacher bei LifeTeachUs.

🌿 Welches Unterrichtsfach hättest du dir, rückblickend betrachtet, in der Schule gewünscht?

🌸 Bei mir sind es Themen wie: Social Skills, Soft Skills oder ein wertschätzendes, respektvolles Miteinander. Und genau das möchte ich gern in die Schulen bringen, denn die Veränderung beginnt bereits in jungen Jahren.

🙋🏼‍♀️ Umso mehr freue ich mich darüber, jetzt endlich auch ehrenamtlich als LifeTeacher bei LifeTeachUs mit meinem Herzensthema gelistet zu sein. Bei Ausfallstunden, an Projekttagen oder auch direkt im Unterricht dürfen wir LifeTeacher online oder direkt vor Ort mit praxisnahen LifeLessons unsere Gedanken, Erfahrungen und Impulse in die Schulen tragen.

🔎 Falls ich dein Interesse geweckt habe, schau dich gern auf der offiziellen Webseite um: www.lifeteachus.org. Denn auch du kannst LifeTeacher werden. Und es werden auch immer noch Partnerschulen gesucht. Melde dich gern, wenn du Empfehlungen hast. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Ludwig Thiede, der dieses wunderbare und so wichtige Projekt ins Leben gerufen hat und immer weiter voran treibt 🩷

📌 Welches Fach hat dir damals im Unterricht gefehlt?

🎧 Neue Podcast-Folge: Wie du Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren kannst.

🌿 Manchmal ist es an der Zeit, Außenstehenden eine Entscheidung mitzuteilen. Und dann ist es gut, wenn du dich im Voraus gut auf das anstehende Gespräch vorbereiten kannst.

🌸 Denn viele Menschen scheuen sich davor und schieben so etwas lange vor sich her. Insbesondere hochsensiblen Menschen fällt es sehr schwer, zu ihren eigenen Entscheidungen zu stehen. Denn sie fürchten sich vor Ablehnung, Streit oder haben Angst, andere mit ihren Worten zu verletzen.

🎧 Was du tun kannst, damit dir solche Gespräche zukünftig leichter von der Hand gehen, wie du dich gut darauf vorbereiten kannst und warum es so wichtig ist, mit einer guten Energie in das Gespräch zu gehen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge.

📬 In der kommenden Woche gibt es dann in meinem Newsletter noch etwas ausführlichere Informationen zum Thema. Du erhältst hilfreiche Impulse dazu, wie du dich auf ein schwieriges Gespräch vorbereiten kannst. Wie der aktuelle Forschungsstand dazu aussieht. Und mein „Learning der Woche“ beinhaltet dieses Mal einen kuriosen Fakt zum Thema Konzerte.

🩷 Ich wünsche dir viel Spaß beim Anhören meiner Podcastfolge! Und falls du es noch nicht getan hast: Abonniere gern auch meinen 14-tägigen Newsletter bei LinkedIn oder verwende dieses Formular zur Anmeldung.

Meinen Podcast gibt es überall da, wo es Podcasts gibt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und freue mich über dein Feedback 🙂

🌿 Newsletter #8 | Wirkungsvolle Entscheidungen treffen.

Wenn du nicht in der Lage dazu bist, Entscheidungen zu treffen, werden andere die Entscheidung für dich treffen. Die Frage ist, ob du mit diesem Ergebnis dann besser umgehen und leben kannst.

Tagtäglich treffen wir – bewusst oder unbewusst – Entscheidungen. Sie unterscheiden sich in ihrer Intensität, Emotionalität und Tragweite. Während dem einen schon die Wahl der Kleidung am Morgen schwer fällt, tragen andere große Verantwortung in wirtschaftlicher, finanzieller oder politischer Hinsicht.

Einige Entscheidungen fallen uns sehr leicht und wir treffen sie praktisch aus dem Bauch heraus. Bei anderen Entscheidungen tun wir uns jedoch sehr schwer, wägen immer wieder ab, schwanken zwischen den verschiedenen Optionen und haben schlaflose Nächte.

Warum gibt es eigentlich überhaupt so unterschiedlichen Szenarien? Und was kann dich dabei unterstützen, zukünftig bessere Entscheidungen zu treffen?

Hochsensible Menschen tun sich oft besonders schwer, Entscheidungen zu treffen. Durch unseren Perfektionismus oder unserer Angst davor, uns „falsch“ zu entscheiden, schieben wir Entscheidungen gern lange vor uns her, bis letztendlich kein Aufschub mehr möglich ist.

Denn wir hochsensiblen Menschen betrachten die Dinge gern aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, Hinterfragen viel und wägen Argumente immer wieder gegeneinander ab. So ist die Gefahr groß, dass wir uns in Details verlieren und wir uns somit selbst in der Lösungsfindung blockieren.

Dabei besitzen wir starke intuitive Fähigkeiten, die uns bei Entscheidungen den richtigen Weg weisen. Nun geht es jedoch darum, dem auch zu vertrauen und uns bewusst zu machen, dass es wichtig ist, Entscheidungen für uns zu treffen.

Deshalb dürfen wir unseren Perfektionismus und unser großes Verantwortungsgefühl gern auch einmal ein wenig zur Seite schieben. Das Wissen darum, dass es nicht nur „die eine“ richtige Entscheidung gibt und dass wir es auch nicht allen recht machen können, hilft uns dabei, in Bezug auf Entscheidungen gelassener und mutiger zu werden.

Des weiteren ist es wichtig, dass du dich von der Verantwortung einer Entscheidung bzw. der daraus resultierenden Konsequenz nicht überrollen lässt. Deshalb kann es dir helfen, in kleinen Schritten voran zu gehen und deine Entscheidungen immer wieder zu überprüfen und anzupassen.

Du wirst sehen: Wenn du im Alltag immer wieder übst, konkrete Entscheidungen für dich zu treffen, so werden dir zukünftig auch größere Entscheidungen immer leichter fallen. Vertraue dabei auch auf dein Bauchgefühl. Und wenn du dich doch einmal unsicher fühlst: Suche dir die nötigen Informationen zusammen oder hole dir Unterstützung bei einem entsprechenden Experten.

Wie kannst du zukünftig leichter bessere Entscheidungen treffen? Was unterstützt dich bei der Lösungsfindung? Da es unterschiedliche Ansätze gibt, darfst du für dich herausfinden, welcher Weg für dich und die jeweilige Situation der passendste ist.

  • Entscheide dich FÜR etwas… und schon hast du ein positiveres Gefühl.
  • Sei dir der Konsequenzen bewusst, die aus deiner Entscheidung heraus entstehen. Wie fühlt es sich für dich an? Kannst du mit ihnen leben?
  • Nutze dein Bauchgefühl als Wegweiser für deine Entscheidung.
  • Wenn du dir unsicher bist: Trage so viele Informationen wie möglich zuzsammen und wäge die Möglichkeiten gegeneinander ab.
  • Wenn du selbst keine Erfahrungen auf dem Gebiet der jeweiligen Entscheidung hast, suche dir Menschen, die bereits diese Erfahrungen gemacht haben und bitte sie um Unterstützung.
  • Erstelle eine „Pro-Contra-Liste“ und priorisiere eventuell sogar noch deine Argumente. Was ist dir besonders wichtig? Womit könntest du gar nicht leben?
  • Dokumentiere deinen „Entscheidungs-Ablauf-Prozess“: Was ist relevant? Welche Ressourcen kannst du einsetzen? Was sind die Auswirkungen und Konsequenzen? Wie sehen die möglichen Lösungswege aus?
  • Visualisiere die bedeutungsvollsten Lösungen für dich und frage dich, inwieweit sie wirklich dem entsprechen, was du willst. Hinterfrage deine Entscheidungen so lange, bis du dich wirklich wohl mit ihnen fühlst. Welches Ergebnis hat für dich die höchste Priorität?
  • Wirf eine Münze! Und ganz wichtig: Nicht das Ergebnis ist wichtig, sondern das, was du dir wünschst, während die Münze noch in der Luft ist 😉

Sei dir bewusst, dass die meisten Entscheidungen nicht endgültig sind, sondern du sie immer wieder anpassen und nachjustieren kannst. Oft gibt es auch nicht nur ein „entweder… oder…“, sondern mehrere Alternativen.

Eine 100%ige Sicherheit dafür, die richtige Entscheidung zu treffen, gibt es auch nicht. Also lass ein wenig von deiner Perfektion los und entscheide dich nach bestem Wissen und Gewissen.

Dir fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen? Gern unterstütze ich dich dabei, dich zukünftig wohler damit zu fühlen.

Was sagt eigentlich die Wissenschaft zum Thema Entscheidungen? Im folgenden habe ich einige interessante Ansätze für dich zusammengefasst:

  • Der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann beschreibt zwei Systeme, wie Menschen Entscheidungen treffen: Leichte Entscheidungen werden oft routinemäßig auf der Grundlage von Erfahrungen getroffen. Bei schwierigen Entscheidungen hingegen können wir nicht einfach so auf Erfahrungen zurückgreifen (z.B. in uns noch unbekannten, neuen Situationen).
  • Die meisten Entscheidungen im Alltag beruhen übrigens auf beiden Systemen: Dem Bauchgefühl in Kombinationen mit dem rationalen Denken.
  • Entscheidungen, die uns sehr schwer fallen, haben oft auch bedeutsame Auswirkungen, indem z.B. Fehler gravierende Folgen haben können.
  • Eine aktuelle Studie zeigt, dass Bauchentscheidungen im Alltag grundsätzlich glücklicher machen.
  • Bei Entscheidungen siegt oft das Gefühl über den Verstand.
  • Hat eine Person eine starke und klare Präferenz, entscheidet sie sich schnell und selbstbewusst.
  • Psychologen haben übrigens festgestellt, dass wir nur sehr selten von unseren Gewohnheiten abweichen. Selbst, wenn es Fakten gibt, die vielleicht sogar dagegen sprechen. Erst dann, wenn die eigene Entscheidung wirklich extrem negative Auswirkungen mit sich bringt, sind wir bereit dazu davon abzurücken.

[Quellen: Hochschule Fresenius, Tagesschau, Planet Wissen, Spiegel]

In meiner aktuellen Podcast-Episode betrachte ich das Thema „Entscheidungen“ noch einmal von meiner persönlichen Seite aus.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Der zweite Termin meiner Online-Seminare im Herbst widmet sich dem Thema „Hochsensibilität in Beziehungen.“ Auch dieses Seminar ist für hochsensible Menschen und/oder deren Anghörige geeignet.

Das werden unsere Themenschwerpunkte sein:

  • Welche Besonderheiten haben hochsensible Menschen in Bezug auf Beziehungen?
  • Welche Herausforderungen gibt es zu bestehen?
  • Was sind mögliche Wege, um zukünftig harmonische Beziehungen zu führen?

Alle fünf Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine buchen.

In meinem ersten Newsletter habe ich bereits schon einmal über eine Besonderheit bei Schildkröten gesprochen. Heute geht es jedoch nicht um das Geschlecht, sondern um den Panzer von Schildkröten.

Schildkröten leben nicht einfach so IN ihrem Panzer. Sie SIND ihr Panzer.

Hast du es gewusst? Ich dachte bisher immer, mit dem Schildkrötenpanzer verhält es sich eher wie bei den Einsiedlerkrebsen, aber damit lag ich falsch. Was für eine interessante Erkenntnis.

[By Ian Alexander – Own work, CC BY-SA 4.0,

Während uns einige Entscheidungen ganz leicht aus dem Bauch heraus gelingen, wälzen wir uns bei bedeutsamen Entscheidungen jedoch nächtelang hin und her. Dann kann der Prozess, eine Entscheidung zu treffen, eine wahre Wohltat sein.

Überlege zukünftig genau, welche Tragweite das Ergebnis deiner Entscheidung hat und ziehe dir notfalls Expertenmeinungen hinzu, wenn du dich unsicher fühlst. Nutze Techniken, die dich bei der Lösungsfindung unterstützen. Und höre trotz allem auch immer mit auf dein Bauchgefühl.

Welche Entscheidung in deinem Leben ist dir besonders leicht oder schwer gefallen? Und welche Methoden unterstützen dich bei der Lösungsfindung? Ich freue mich über dein Feedback.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🌿 Newsletter #7 – Die Macht unserer Intuition

Bestimmt bist du auch schon mal einer Person begegnet und hast gedacht: „Oh, das passt ja gar nicht!“ während andere Menschen dir von Anfang an sympathisch waren. Oder du hast Entscheidungen getroffen obwohl dein Bauchgefühl dir davon abgeraten hat.

Dieses seltsam, komische Gefühl im Bauch, das du oft sogar körperlich spüren kannst. Denn nicht ohne Grund heisst es: „Das bereitet mir Bauchschmerzen!“ Doch ist dieses Bauchgefühl eigentlich dasselbe wie Intuition?

Dazu herrscht allgemein noch Uneinigkeit. Während einige sagen, dass Bauchgefühl lediglich eine Alltagsumschreibung für Intuition ist, behaupten andere, dass man beides klar trennen muss. Doch mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Ein Buch, welches mich zum Thema Intuition besonders beeindruckt hat, ist übrigens Folgendes: „Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition.“ von Gerd Gigerenzer. Unbedingt lesenswert, wenn du dich für dieses spannende Thema interessierst.

Wir hochsensiblen Menschen sind sehr empathisch und uns werden starke intuitive Eigenschaften zugeschrieben. Bereits von Geburt an nehmen wir Sinnesreize stärker wahr und lernen sehr schnell, wie wir uns der jeweiligen Situation anpassen können.

In der Tierwelt ist es so, dass die hochsensiblen Tiere dafür da sind, das Überleben ihrer Artgenossen abzusichern. Sie erkennen frühzeitig Gefahren und können andere somit rechtzeitig warnen. Auf den Menschen bezogen gibt es jedoch nur noch sehr selten Situationen, in denen unser Überleben wirklich gefährdet ist. Unser hochsensibles Nervensystem reagiert jedoch trotzdem auf kleinste Veränderungen und wittert schnell mögliche Gefahren.

Dabei unterstützt uns unser Bauchgefühl bzw. unsere Intuition. Es lässt uns wissen, dass irgendetwas nicht stimmt. Jedoch führt genau das auch schnell zu Überreizung, da in den meisten Fällen ja keine wirkliche Gefahr mehr droht. Deshalb versuchen wir hochsensiblen Menschen sehr oft, unser Bauchgefühl zu ignorieren und uns lieber der breiten Masse anzupassen. Dabei steigt jedoch immer mehr die Diskrepanz zwischen dem, was wir innerlich fühlen und dem, wie wir uns wirklich verhalten. Im schlimmsten Fall verlieren wir dadurch die Verbindung zu uns selbst.

Doch lernen wir mit unserer eigenen Hochsensibilität umzugehen, sind wir uns dieser wirklich auch bewusst und trauen wir (wieder) unserem Bauchgefühl, so können wir unsere besonderen Fähigkeiten auch wirkungsvoll einsetzen. Zum Beispiel innerhalb der Familie, im Freundeskreis, in Unternehmen und für die Gesellschaft im Allgemeinen.

Wie kannst du deiner Intuition zukünftig wieder mehr Beachtung schenken und davon profitieren?

  • In der Ruhe liegt die Kraft. Gönne dir immer einmal wieder Momente der Auszeit und Stille, um überhaupt in dich hinein hören zu können. Welche Gedanken und Gefühle kommen in dir hoch? Womit fühlst du dich wohl oder unwohl?
  • Beobachte dich selbst und nimm deine Gefühle in den unetrschiedlichsten Situationen wahr. Wo im Körper spürst du sie? Womit bringen sie sich zum Ausdruck?
  • Richte den Fokus im Alltag auf bestimmte Dinge (z.B. Wieviele rote Autos siehst du? Wieviele Menschen tragen eine Brille?). Dadurch erweiterst du deinen Wahrnehmungsradius und fütterst somit dein Unterbewusstsein.
  • Beobachte Menschen wann immer es möglich ist. Hinterfrage ihr Auftreten. Was steckt hinter dieser Person? Welche Emotion strahlt sie aus? Welche Eigenschaften besitzt sie?
  • Frage dich, warum du jemanden sympathisch oder unsympathisch findest. Ist es wirklich die Person selbst oder ist es vielleicht nur, weil sie dich an jemanden erinnert, mit dem du negative oder auch besonders positive Empfindungen verbindest?
  • Begib dich in die Öffentlichkeit und nimm ganz bewusst alles um dich herum wahr. Welche Alltagssituationen kannst du erkennen? Was für Menschentypen erkennst du? Welchen Gesprächen kannst du lauschen? Was alles siehst du? Halte diese Übung jedoch relativ kurz, um dich vor einer Überreizung zu schützen.
  • Versuche in deinem Alltag in Bezug auf bestimmte Situationen die Zukunft vorauszusagen. Gib Prognosen dazu ab, wie sie weitergehen oder was das jeweilige Ergebnis sein wird.
  • Fange an, deinem Bauchgefühl immer mehr zu trauen. Triff kleinere Entscheidungen spontan und schau, was es mit dir macht und wie es sich anfühlt.
  • Bei größeren und bedeutsamen Entscheidungen kann es jedoch hilfreich sein, auch deinen Verstand mit hinzuzuziehen. Vor allem dann, wenn du auf dem entsprechenden Gebiet (noch) nicht so viel Erfahrung besitzt.

Gern unterstütze ich dich dabei, deine Intuition zu schärfen und zurück zu deinem Bauchgefühl zu finden.

Was genau ist eigentlich Intuition bzw. das Bauchgefühl? Was sagt die Wissenschaft dazu? Im folgenden findest du zusammengefasst die wichtigsten Forschungsergebnisse:

  • Der Begriff Intuition kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet „anschauen“ oder „genau hinsehen“.
  • William James Mayo, ein US-amerikanischer Chirurg und Mitgründer der renommierten Mayo Clinic, sagt, dass Intuition das „instinktive Zusammenfassen von Erinnerungen und anderen Beweismaterialien, von den fünf Sinnen eingesammelt und vom Bewusstsein korreliert“ ist.
  • Der kanadisch-US-amerikanischer Psychiater Eric Berne findet: Intuition ist das Wissen, das auf Erfahrung beruht und durch direkten Kontakt mit dem Wahrgenommenen erworben wird, ohne dass der intuitiv Wahrnehmende sich oder anderen genau erklären kann, wie er zu der Schlussfolgerung gekommen ist.
  • Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass unser Bewusstsein eine Informationsmenge von max. 40 bis 50 Bits pro Sekunde verarbeiten kann (abhängig von diversen Faktoren). Allerdings kann unser Gehirn über die Sinneskanäle im gleichen Zeitraum ein Vielfaches an Informationen empfangen. Der Wissenschaftsjournalist Tor Nørretranders geht von etwa 11 Millionen Bits aus, die größtenteils direkt ins Unterbewusstsein übergehen.
  • Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens individuelle Erfahrungen gemacht. Deshalb sind auch die intuitiven Fähigkeiten von Mensch zu Menschen individuell ausgeprägt.
  • Unsere Intuition sendet uns über Körpersignale oder Gefühle Botschaften, z.B. ein Kribbeln im Bauch, wenn wir verliebt sind oder ein unangenehmes Gefühl im Bauch im Zusammenhang mit einer Entscheidung.
  • Tilmann Betsch, Professor für Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität Erfurt sagt, dass wir uns in Situationen, in denen wir sehr gute Erfahrungen haben, uns auch sehr gut auf unsere Gefühle verlassen können (z.B. bei Feuerwehrleuten, Anwälten, Ärzten etc.). Wenn sich die Umstände ändern und die Dinge vom Gewohnten abweichen, können intuitive Entscheidungen hingegen eher in die Irre führen.
  • Die Verhaltenspsychologin Marie Juanchich bemerkt, dass es unzählige Beeinflussungen gibt, die wir meist gar nicht bemerken. Bei finanziellen Fragen setzt meist der „Ankereffekt“ ein oder wir bewerten unbewusst neue Informationen stärker als ältere. Das ist z.B. bei Falschinformationen von Nachteil.
  • Tilmann Betsch geht davon aus, dass Bauchgefühl und bewusstes Denken in der Regel zusammenarbeiten: „Die Informationssuche läuft zum Großteil bewusst ab. Sie liefert den Raum, in welchem die Intuition die Informationen integriert und zu einer Entscheidung formt.“

[Quellen: Zeitblüten, Spektrum der Wissenschaft]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über das Thema „Dein Bauchgefühl als Wegweiser.“ Und warum gerade bei hochsensiblen Menschen diese Fähigkeit sehr ausgeprägt ist.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

In den kommenden Newslettern werde ich etwas ausführlicher auf meine 5 Online-Seminare im Herbst eingehen. Die einzelnen Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

In der ersten Veranstaltung am Do, 05.09.2024 wird es um das Thema „Hochsensibilität im Alltag“ gehen. Es gibt einen ersten Überblick zum Thema Hochsensibilität, so dass es für hochsensible Menschen selbst oder deren Anghörige geeignet ist.

Du erhältst du eine kurze Zusammenfassung über den derzeitigen Stand der Forschung, wir besprechen die Herausforderungen im Alltag und ich gebe dir wertvolle Impulse mit auf den Weg, wie du zukünftig besser mit deiner eigenen Hochsensibilität oder der anderer Menschen um dich herum umgehen kannst. Außerdem gibt es für dich die Möglichkeit, deine Fragen zum Thema zu integrieren.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine buchen.

Heute geht es um die Frage: Was war zuerst da… Das Huhn oder das Ei?

Das Team um den Forscher Baoyu Jiang fand beim Scannen von Reptilien heraus, dass sich bei vielen Tierarten Phasen, in denen sie Eier legten, mit Phasen, in denen sie lebende Junge zur Welt brachten, abwechselten. Außerdem brachten die frühesten Reptilien, Vögel und Säugetiere lebende Junge zur Welt.

Grundlegend betrachtet legten die Ur-Ur-Ur-Vorfahren der Henne somit gar keine Eier. Also stand ganz am Anfang definitiv kein Ei. Allerdings stand ganz am Anfang auch gar keine Henne…

Die Frage bleibt also irgendwie auch weiterhin ungelöst. Was sind deine Gedanken dazu?


Wenn du das nächste Mal eine Entscheidung triffst, dann höre doch einfach mal etwas mehr auf dein Bauchgefühl. Und dann überlege, ob du ihm auch trauen kannst oder ob du doch besser noch ein paar mehr unabhängige Informationen einholen solltest.

Was hast du für Erfahrungen mit deiner Intuition und deinem Bauchgefühl gemacht? Und, trainierst du aktiv deine Intuition? Ich freue mich auf deine Gedanken.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🌿 Newsletter #6 – Der nächste richtige Schritt

Vielleicht kennst du das auch: Du bist an einem Punkt in deinem Leben angekommen, an dem du genau weißt, wie der nächste Schritt aussehen sollte. Und eigentlich ist es doch auch ganz leicht. Eigentlich. Denn irgendwie schaffst du es nicht. Du schaffst es nicht, den nächsten Schritt zu tun, der dir jedoch absolut logisch erscheint. Denn für dich ist es eben nicht nur ein kleiner Schritt. Sondern es fühlt sich so an, als müsstest du einen riesigen Abgrund überwinden.

Manchmal bist du einfach noch nicht so weit. Manchmal fehlt der Mut, ein anderes Mal die Energie, und manchmal einfach das Selbstvertrauen. Das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. Denn manchmal vergessen wir, wie stark wir eigentlich sind. Wie unabhängig wir sein können. Und dass am Ende wir selbst, mit all unseren Bedürfnissen, in unserem Leben an allererster Stelle stehen sollten.

Hochsensible Menschen tendieren dazu, es anderen immer wieder recht machen zu wollen. Nicht anzuecken oder negativ aufzufallen. Ihnen geht es erst dann gut und sie können erst dann richtig entspannen, wenn es den Menschen um sie herum gut geht. Und das ist wahrlich ein Teufelskreis.

Im Mittelpunkt zu stehen ist uns eher unangenehm… so arbeiten wir doch lieber im Hintergrund und lassen andere Menschen strahlen. Deshalb kehren wir so gern unsere Talente und Fähigkeiten unter den Teppich und üben uns in Bescheidenheit.

Viele hochsensible Menschen haben in ihrer Kindheit und Jugend negative Erfahrungen gemacht mit dem, wie sie sind. Ablehnung und Kritik beziehen wir so oft auf uns selbst und nehmen es persönlich. Wir versuchen, uns immer wieder neu anzupassen. Hinterfragen viel. Analysieren. Was hätte ich nur besser machen können?

Und die Angst vor Ablehnung und Scheitern führt dann oft dazu, dass wir uns nicht trauen, aufzufallen. Unsere Stimme zu erheben. Für unsere Bedürfnisse einzustehen. Wir trauen uns nicht, uns zu zeigen… mit all unseren Facetten.

Dabei wissen wir hochsensiblen Menschen intuitiv oft sehr schnell, was der nächste richtige Schritt wäre. Bei uns selbst und bei anderen. Bei anderen Menschen fällt es uns leicht, sie anzuleiten und zu motivieren. Bei uns selbst scheint dieser nächste Schritt jedoch oft unüberwindbar.

Doch das Gute ist: Du kannst das lernen. Deine eigene Persönlichkeit wiederzuentdecken. Deine Sensibilität anzunehmen und sie zu schätzen lernen. An dich und deine wertvollen Fähigkeiten zu glauben, sie zu zeigen und effektiv einzusetzen. Am Arbeitsplatz, in deinem privaten Umfeld, vor allem jedoch bei dir selbst.

Bevor du überhaupt über den nächsten Schritt nachdenken kannst, ist es wichtig herauszufinden, as du eigentlich wirklich willst. Was deine eigenen Bedürfnisse sind. Mehr Input dazu findest du in meinem letzten Newsletter.

Wenn du für dich herausgefunden hast, in welche Richtung es gehen soll, dann können dir folgende Dinge dabei helfen, in Bewegung zu kommen:

  • Versuche, die negative Gedankenspirale in deinem Kopf abzuschalten bzw. anzuhalten.
  • Frage dich: Was habe ich zu verlieren? Was kann im schlimmsten Fall passieren?
  • Hol dir Unterstützung, wenn du scheinbar keinen Ausweg für dich findest. Ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen, ein Coaching (z.B. mit mir…) oder auch eine Therapie können dir helfen.
  • Trau dich! Sei mutig! Denke eher in kleinen Schritten, so vermeidest du eine Überforderung.
  • Konzentriere dich darauf, wie es sich anfühlt, wenn das, was du vor hast, auch wirklich klappt.
  • Belohne dich und gönn dir etwas Gutes, wenn du den ersten Schritt getan hast.

Grundsätzlich geht es darum, in Bewegung zu bleiben. Egal wie. Egal in welchem Tempo.

Bleibe nur stehen, um kurz durchzuatmen. Gehe nur dann etwas zurück, um neu Anlauf zu nehmen. Behalte dein Ziel vor Augen und nutze die Kraft der Motivation. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Wenn wir Dinge wirklich schaffen und unsere Ziele erreichen wollen, spielt das Thema Motivation dabei eine herausragende Rolle. Im folgenden findest du zusammengefasst die wichtigsten Forschungsergebnisse dazu:

  • Seit dem Industriezeitalter waren Menschen lediglich dazu berufen, im Arbeitsalltag zu funktionieren und so produktiv wie möglich zu sein.
  • Der US-amerikanische Ingenieur und Begründer der Arbeitswissenschaft Frederick Winslow Taylor brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wende und legte damit den Grundstein für die heutige Form des Managements.
  • Zukünftig sollten somit äußere Anreize geschaffen werden, die Menschen dazu motivieren ein Ziel zu erreichen und die Abläufe dabei genau überwacht werden.
  • Allerdings bringt die Belohnung in Form von Geld langfristig nicht den gewünschten Erfolg. Es muss immer wieder angepasst und erhöht werden, um einen neuen Anreiz zu schaffen.
  • Viel mehr Erfolg bringt dahingegen die intrinsische Motivation, also die Motivation, die von innen heraus entsteht.
  • Die Verhaltensforscher Edward L. Deci und Richard Ryan sagen, dass wir drei angeborene psychologische Grundbedürfnisse haben: Kompetenz, Autonomie und Zugehörigkeit. Sind diese drei Bedürfnisse erfüllt, läuft die intrinsische Motivation auf Hochtouren.
  • Selbstbestimmtheit ist außerdem ein wichtiger Faktor für die intrinsiche Motivation. Dazu kommt, den Sinn in einer Aufgabe zu erkennen.
  • Unternehmen sollten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deshalb zukünftig gut zuhören und intensiver auf deren psychologischen Grundbedürfnisse eingehen. Denn wer sich intrinsisch motiviert fühlt, lebt zufriedener kann zukünftig auch besser Krisen meistern.

[Quelle: t3n]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über das Thema „Der nächste richtige Schritt.“ Weshalb es vielen hochsensiblen Menschen besonders schwer fällt, diesen auch wirklich zu tun. Und warum ein unterstützendes Coaching sehr wertvoll sein kann.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Da ich immer wieder Nachrichten und Fragen zu den unterschiedlichsten Bereichen von Hochsensibilität erhalte, wird es Ende des Jahres eine einmalige und exklusive 5-teilige Seminar-Reihe geben.

Die einzelnen Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Sie sind ab jetzt entweder einzeln oder auch als Seminar-Bundle in meinem Online-Shop buchbar.

Wusstest du, dass bis zum 19. Jahrhundert sich nur Frauen die Zähne geputzt haben?

Im Mittelalter wurden Zahnschmerzen als „gottgewollte Probe“ erachtet. Der hatten sich die Männer zu stellen. Männer, die sich die Zähne putzten, galten damals als schwach und dekadent.


Manchmal kann ein kleiner Schritt eine große Herausforderung sein. Nutze deshalb zukünftig vor allem deine intrinsische Motivation, um voranzukommen und deine Ziele zu erreichen. Suche dir die passende Unterstützung, wenn du merkst, dass du an deine Grenzen kommst. Und putze dir regelmäßig die Zähne 😉

Ich freue mich auf deine Gedanken.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🌿 Newsletter #3 – Der Umgang mit Herausforderungen.

Sicher kennst du das auch: Du hast du gut auf eine Situation vorbereitet, hast wertvolle Zeit und Energie darauf verwendet… und dann passiert plötzlich etwas, mit dem du nicht gerechnet hast! Kannst du gut damit umgehen und gelassen darauf reagieren? Oder bricht für dich eher eine Welt zusammen und du bist am Boden zerstört?

Was für den einen „gar nicht so schlimm“ ist, kann für den anderen bereits den Untergang bedeuten. Denn wir alle sind verschieden und unsere „Ressourcen-Fässer“ sind, auf Grund unserer Vergangenheit und Erlebnisse, unterschiedlich gefüllt. Bietet unser Fass noch viel Raum, so stehen die Chancen gut, dass wir gelassen bleiben. Ist unser Fass gedoch bereits bis zum Rand gefüllt, so kann es schon ein kleiner Tropfen zum Überlaufen bringen.

Die Gehirne hochsensibler Menschen arbeiten anders, als die von normalsensiblen Menschen. Sie sind jederzeit Unmengen von Reizen ausgesetzt, die verarbeitet werden müssen. Routine, Planung und Vorhersehbarkeit sind deshalb wichtige Tools, um gut durch die Tage zu kommen und zusätzliche Anstrengungen zu vermeiden.

Passiert nun jedoch etwas Unvorhergesehenes, wirft das hochsensible Menschen schnell aus der Bahn und sie werden von einer Welle aus Stress, Anspannung und Emotionalität überrollt. Je nachdem, wie intensiv die Herausforderung das eigene Leben beeinflusst und je nachdem, wie voll das eigene „Ressourcen-Fass“ bereits ist, kann es sogar zu einem Mental-Breakdown kommen.

Für andere Menschen mag sich das als ein „Überreagieren“ oder „Dramatisieren“ darstellen. Für die oder den Betroffenen jedoch ist es ein wirklich einschneidendes Erlebnis. Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität und der daraus entsehenden körperlichen und seelischen Besonderheiten bewusst zu werden, um zukünftig in solchen Situationen besser damit umgehen zu können.

Nur die wenigsten Menschen können bei größeren Herausforderungen wirklich gelassen bleiben. Und wenn du hochsensibel bist, so wirst du in deinem Leben sehr oft an deine persönlichen Grenzen kommen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um solche Situationen zukünftig gut zu überstehen:

  • Erschaffe dir ein stables Umfeld an Menschen, die dich wertschätzen und unterstützen.
  • Versuche, deine eigenen Emotionen zu zügeln (z.B. durch Atmung, Meditation etc.)
  • Fokussiere dich auf die Chancen, die in den Herausforderungen liegen.
  • Benutze deinen Verstand, um wieder mehr Kontrolle über die Situation zu erhalten.
  • Sprich ganz offen darüber, dass du dich in bzw. mit der Situation überfordert fühlst und suche dir Unterstützung.
  • Nimm, wenn möglich, etwas Abstand von der Situation und betrachte sie dann von einem neuen Blickwinkel aus.
  • Sorge dafür, dass dein „Ressourcen-Fass“ nie bis zum Rand gefüllt ist, sondern gönne dir rechtzeitig Auszeiten und Entspannung.

Mit diesen Tools gelingt es dir, raus aus der Emotion und wieder zurück in deinen Verstand zu kommen. Die Situation neu zu betrachten und zu bewerten, um somit zu neuen Lösungsansätzen zu gelangen. Und das nächste Mal, kannst du vielleicht sogar schon etwas gelassener mit der neuen Herausforderungen umgehen.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt.

Die Dokumentation läuft am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat.

Ich durfte dabei sein und werde in ihrer Dokumentation „Wie Hochsensible die Welt wahrnehmen.“ über meine Arbeit mit Unternehmen und Führungskräften sprechen. Des weiteren wird ein ehemaliger Klient von mir, Martin Roth (Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt) auch ein kurzes Statement dazu geben.

Ich bin selbst schon sehr gespannt und freue mich auf die daraus entstehenden Gespräche und Möglichkeiten.


Die Begründerin der Hochsensibilität – Elaine Aron – hat einen neuen Blog zum Thema „Verarbeitungstiefe bei hochsensiblen Menschen“ geschrieben. Hier sind die wichtigsten Fakten daraus:

  • Hochsensible Personen sind nicht schwach oder anfällig, sondern einfach empfänglicher und offener gegenüber negativen und positiven Einflüssen.
  • Die Eigenschaft der ausgeprägten Verarbeitungstiefe, die nur bei einer Minderheit von Menschen besteht, ermöglicht es diesen Personen, Chancen und Bedrohungen zu bemerken, die andere verpassen.
  • Hochsensible Menschen besitzen eine sehr ausgeprägte Fähigkeit, das Nützliche zu erkennen.
  • In einer Forschungsstudie mit Zwillingen von Pluess et al. aus dem Jahr 2022 konnte Hochsensibilität genetisch identifiziert werden (anstatt lediglich Fragebögen zu verwenden). Was für ein bahnbrechender Erfolg!
  • Treten Probleme auf, so profitieren hochsensible Menschen von entsprechenden Interventionen extrem gut! Manchmal hilft es bereits, ein passendes Buch zu lesen, einen entsprechenden Kurs zu belegen oder therapeutische Hilfe zu beanspruchen.

(Wusstest du eigentlich, dass es für das Wort „Verarbeitungstiefe“ im Deutschen keine richtige Definition gibt?)

In meiner aktuellen Podcast-Episode erzähle ich darüber, wie ich bei unserem geplanten Urlaub plötzlich vor scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen stand.

Du erfährst, was dir dabei helfen kann, solche Situationen gut zu überstehen und warum ein stabiles, soziales Umfeld dabei so wichtig ist.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Weißt du, was zu tun ist, wenn du plötzlich einen riesengroßen Bienenschwarm entdeckst? Von dem ein gewaltiges Summen ausgeht. Und der sich immer mehr verdichtet?

Wir wussten es jedenfalls nicht. Deshalb habe ich mich über Google schlau gemacht und Folgendes dazu gefunden:

Wer den Bienen einen Gefallen tun möchte, beobachtet, wo sich der Schwarm niederlässt, und ruft währenddessen beim örtlichen Imkerverein an.

Und genau das haben wir dann getan. Der Imker erklärte uns, dass sich der Schwarm mit der Zeit immer mehr verdichtet und sich dann gesammelt irgendwo niederlassen würde.

Und genauso war es dann auch. Etwas beängstigend, da es direkt vor einem Hauseingang passierte… aber auch irgendwie extrem faszinierend.

Hättest du es gewusst?


Welchen Herausforderungen stehst du derzeit gegenüber? Was hilft dir dabei, sie zu überwinden und dabei gut für dich zu sorgen?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin


PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website. Folge auch gern meinem Blog oder besuche meine Website „Ruhige Welt„, auf der es Empfehlungen für ein ruhigeres Leben zu finden gibt. Falls du Vorschläge dafür hast, melde dich gern!

🌿 Seelischer Mülleimer

Kennst du das Gefühl, wenn dich dein Gesprächspartner mit seinem Redebedürfnis förmlich überrollt? Wenn der Dialog plötzlich zum Monolog wird? Wenn dir das Gespräch zwar deine Energie entzieht, du jedoch aus Höflichkeit nichts sagst und dich am Ende vollkommen ausgelaugt fühlst?

Rückblickend habe ich in meinem Leben viel zu oft solche Situationen erlebt. Zum Glück gibt es jedoch einige Dinge, die du tun kannst, um dich zukünftig davor zu schützen.

Fällt dir noch etwas ein, das dir dabei hilft, dich besser abzugrenzen?