🌿 Newsletter #4 – Der Umgang mit Emotionalität, vor allem in wichtigen Gesprächen.

Vielleicht kennst du das auch: Du führst mit jemandem ein Gespräch (egal ob geschäftlich oder privat) und plötzlich bricht dein Gegenüber in Tränen aus. Oder wird wütend. Wie gut kannst du damit umgehen?

Oder betrachten wir das Ganze doch einmal von der anderen Seite: Du befindest dich in einem Gespräch… doch plötzlich triggert dich ein Satz oder ein bestimmtes Wort und dann bist du die Person, die in Tränen ausbricht.

Stauen wir Emotionen zu lange in uns auf oder schieben wir unsere persönlichen Baustellen immer wieder zur Seite, kann es fast jederzeit dazu kommen, dass uns unsere Emotionen ohne Vorwarnung überrollen und wir dann keine Kontrolle mehr darüber haben. Und wenn wir nicht in der Lage dazu sind, uns in diesen Momenten selbst zu regulieren, dann können wir es auch nur sehr schwer aushalten, wenn andere Menschen in unserer Gegenwart emotional werden.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die uns in solchen Situationen helfen können. Mehr dazu im übernächsten Abschnitt. Vorher möchte ich jedoch noch kurz darauf eingehen, welchen Einfluss Hochsensibilität auf das Thema Emotionen hat.

Hochsensible Menschen nehmen Sinnesreize intensiver wahr. Ihre Empathie und Tiefgründigkeit führen außerdem dazu, dass Emotionen einen stärkeren Einfluss auf sie haben. Das Gehirn funktioniert einfach anders als bei normal sensiblen bzw. neurotypischen Menschen. Intensives Fühlen und Erleben sowie das Hineinversetzen in die unterschiedlichsten Situationen und Szenarios gehört bei hochsensiblen Menschen zum Alltag.

Doch viele Hochsensible leben oft noch unentdeckt und sind Meister der Anpassung geworden. Sie sind sich ihrer eigenen Hochsensibilität oft gar nicht bewusst und haben über die Jahre hinweg gelernt, ihre wahren Emotionen zu verstecken. Weil es oft einfach unbequem ist, immer wieder als „Sensibelchen“ abgestempelt zu werden.

Das Ergebnis ist, dass sie emotionale Situationen häufig mit sich selbst ausmachen oder einfach alles in sich hinein fressen. Kommt dann ein Auslöser bzw. „Trigger“ von außen, so lösen sich plötzlich die aufgestauten Emotionen und die eigene Kontrolle darüber geht verloren.

Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität bewusst zu sein. Sie zuzulassen, sie wieder zu entdecken und mit ihr umgehen zu lernen. Sich selbst gut regulieren zu können. Und somit auch für andere Menschen da sein zu können ohne vom Mitgefühl ins selbstschädigende Mitleid abzurutschen.

Sich deiner eigenen Emotionen bewusst zu werden, um anschließend gut mit ihnen umgehen zu können, ist oft ein längerfristiger Prozess. Die folgenden Schritte können dir jedoch gut dabei helfen, in herausfordernden Situationen zukünftig besser zu reagieren:

  • Nimm deine Emotionen ganz bewusst wahr. Welche körperlichen Symptome zeigen sich? Was passiert in dir?
  • Frage dich, was genau der Auslöser bzw. „Trigger“ für deinen emotionalen Ausbruch war. Was kannst du tun, damit das zukünftig nicht wieder passiert?
  • Wenn du merkst, dass dein Körper anfängt zu reagieren: Erschaffe dir eine Art „Notfall- bzw. Pauseknopf„, den du in Gedanken drücken kannst. Dann atme mehrmals tief durch, um dich selbst zu regulieren oder verlasse die emotionale Situation, um Abstand zu erhalten.
  • Wenn du emotional reagierst, werden in deinem Körper zahlreiche Hormone ausgeschüttet, die das Denken blockieren. Erst, wenn diese Hormone wieder abgebaut sind (was übrigens eine ganze Weile dauern kann…) bist du wieder in der Lage, richtig zuzuhören und klar zu denken.
  • Was genau sind bzgl. der emotionalen Situation deine Gedanken? Wie tragen sie dazu bei, dass du die Kontrolle verlierst?
  • Wie sprichst du grundsätzlich mit dir selbst? Sind das wirklich deine eigenen Gedanken oder Glaubenssätze, die von anderen Menschen aus deiner Vergangenheit stammen?
  • Was sind konkrete Dinge, die du tun kannst, wenn du in einem Gespräch emotional wirst? (z.B. Atmung kontrollieren, an etwas Angenehmes denken, um eine kurze Pause bitten etc.)

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl von Impulsen, die gern ergänzt werden dürfen. Grundsätzlich geht es darum, deine Emotionen zu erkennen, dir den Auslösern bewusst zu werden und deine Emotionen zukünftig selbst regulieren zu können.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt. Ich durfte eine von ihnen sein.

Die Dokumentation läuft MORGEN am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat. Danach ist der Beitrag in der Mediathek zu finden.

Heute möchte ich mich kurz dem Thema „Emotinale Intelligenz“ widmen und warum sie so erfolgreich macht.

  • Emotionale Intelligenz bezeichnet das Erkennen bzw. Wahrnehmen von Emotionen, das Verstehen der wahrgenommen Emotion sowie die Fähigkeit zur Regulierung der Emotion. Das alles kann auf die eigenen Emotionen oder die fremder Menschen bezogen werden.
  • Während das Erkennen von Emotionen eher Talent bezogen ist, ist das Verstehen und Regulieren von Emotionen eine Kompetenz. Das bedeutet, du kannst sie aktiv üben und traineren.
  • Hochsensible Menschen sind von Natur aus wahre Talente darin, Emotionen bei anderen zu erkennen.
  • Die kognitive Intelligenz steht in enger Beziehung mit dem Talent, Emotionen zu erkennen und der Kompetenz, Emotionen zu verstehen.
  • Die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor für den Erwerb von Kompetenzen zum Verstehen und Regulieren von Emotionen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es Menschen gibt, die von Natur aus sehr gut darin sind, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen. Das Verstehen von Emotionen sowie deren Regulierung, kann man jedoch sehr gut üben und trainieren.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile übrigens so weit, dass sie Emotionen, an Hand von Gesichtsausdrücken, verlässlich erkennen und sogar Vorhersagen für den Erfolg von Psychotherapie treffen kann. Verrückt, oder?!

[Quelle: Forschung & Lehre, mdr Wissen]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über den Einfluss von Emotionen auf wichtige Gespräche und greife damit das Thema dieses Newsletters noch einmal auf.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Mein Learning der Woche hat dieses Mal mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) zu tun:

Wusstest du, dass Soft Skills in Zeiten von KI auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger werden?

Wo du früher durch Fachwissen glänzen konntest, darfst du heute mit deiner Persönlichkeit überzeugen. Denn Soft Skills, wie z.B. Emotionale Intelligenz, Führungs- und Problemlösefähigkeiten sowie echte Empathie, kann KI (noch?!) nicht.

Wie gut kannst du mit Emotionen bei dir und anderen umgehen? Welche Methoden und Techniken nutzt du zur Selbstregulierung? Welche Informationen hast du, die anderen einen Mehrwert bieten können?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Der Umgang mit Emotionalität in wichtigen Gesprächen.

🤔 Wie oft habe ich in meinen Coachings gehört, dass Führungskräfte in wichtigen Gesprächen nicht mit der Emotionalität ihres Gegenübers umgehen können. Dass Menschen dafür belächelt oder übergangen werden.

🩷 Dabei ist es doch so wichtig, seine eigene Emotionalität und die anderer Menschen regulieren und begleiten zu können. Wie das funktionieren kann, erfährst du in meiner aktuellen Podcastfolge.

Was hast du für Erfahrungen gemacht?

Hier geht es zur aktuellen Podcastfolge:

🌿 Newsletter #3 – Der Umgang mit Herausforderungen.

Sicher kennst du das auch: Du hast du gut auf eine Situation vorbereitet, hast wertvolle Zeit und Energie darauf verwendet… und dann passiert plötzlich etwas, mit dem du nicht gerechnet hast! Kannst du gut damit umgehen und gelassen darauf reagieren? Oder bricht für dich eher eine Welt zusammen und du bist am Boden zerstört?

Was für den einen „gar nicht so schlimm“ ist, kann für den anderen bereits den Untergang bedeuten. Denn wir alle sind verschieden und unsere „Ressourcen-Fässer“ sind, auf Grund unserer Vergangenheit und Erlebnisse, unterschiedlich gefüllt. Bietet unser Fass noch viel Raum, so stehen die Chancen gut, dass wir gelassen bleiben. Ist unser Fass gedoch bereits bis zum Rand gefüllt, so kann es schon ein kleiner Tropfen zum Überlaufen bringen.

Die Gehirne hochsensibler Menschen arbeiten anders, als die von normalsensiblen Menschen. Sie sind jederzeit Unmengen von Reizen ausgesetzt, die verarbeitet werden müssen. Routine, Planung und Vorhersehbarkeit sind deshalb wichtige Tools, um gut durch die Tage zu kommen und zusätzliche Anstrengungen zu vermeiden.

Passiert nun jedoch etwas Unvorhergesehenes, wirft das hochsensible Menschen schnell aus der Bahn und sie werden von einer Welle aus Stress, Anspannung und Emotionalität überrollt. Je nachdem, wie intensiv die Herausforderung das eigene Leben beeinflusst und je nachdem, wie voll das eigene „Ressourcen-Fass“ bereits ist, kann es sogar zu einem Mental-Breakdown kommen.

Für andere Menschen mag sich das als ein „Überreagieren“ oder „Dramatisieren“ darstellen. Für die oder den Betroffenen jedoch ist es ein wirklich einschneidendes Erlebnis. Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität und der daraus entsehenden körperlichen und seelischen Besonderheiten bewusst zu werden, um zukünftig in solchen Situationen besser damit umgehen zu können.

Nur die wenigsten Menschen können bei größeren Herausforderungen wirklich gelassen bleiben. Und wenn du hochsensibel bist, so wirst du in deinem Leben sehr oft an deine persönlichen Grenzen kommen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um solche Situationen zukünftig gut zu überstehen:

  • Erschaffe dir ein stables Umfeld an Menschen, die dich wertschätzen und unterstützen.
  • Versuche, deine eigenen Emotionen zu zügeln (z.B. durch Atmung, Meditation etc.)
  • Fokussiere dich auf die Chancen, die in den Herausforderungen liegen.
  • Benutze deinen Verstand, um wieder mehr Kontrolle über die Situation zu erhalten.
  • Sprich ganz offen darüber, dass du dich in bzw. mit der Situation überfordert fühlst und suche dir Unterstützung.
  • Nimm, wenn möglich, etwas Abstand von der Situation und betrachte sie dann von einem neuen Blickwinkel aus.
  • Sorge dafür, dass dein „Ressourcen-Fass“ nie bis zum Rand gefüllt ist, sondern gönne dir rechtzeitig Auszeiten und Entspannung.

Mit diesen Tools gelingt es dir, raus aus der Emotion und wieder zurück in deinen Verstand zu kommen. Die Situation neu zu betrachten und zu bewerten, um somit zu neuen Lösungsansätzen zu gelangen. Und das nächste Mal, kannst du vielleicht sogar schon etwas gelassener mit der neuen Herausforderungen umgehen.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt.

Die Dokumentation läuft am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat.

Ich durfte dabei sein und werde in ihrer Dokumentation „Wie Hochsensible die Welt wahrnehmen.“ über meine Arbeit mit Unternehmen und Führungskräften sprechen. Des weiteren wird ein ehemaliger Klient von mir, Martin Roth (Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt) auch ein kurzes Statement dazu geben.

Ich bin selbst schon sehr gespannt und freue mich auf die daraus entstehenden Gespräche und Möglichkeiten.


Die Begründerin der Hochsensibilität – Elaine Aron – hat einen neuen Blog zum Thema „Verarbeitungstiefe bei hochsensiblen Menschen“ geschrieben. Hier sind die wichtigsten Fakten daraus:

  • Hochsensible Personen sind nicht schwach oder anfällig, sondern einfach empfänglicher und offener gegenüber negativen und positiven Einflüssen.
  • Die Eigenschaft der ausgeprägten Verarbeitungstiefe, die nur bei einer Minderheit von Menschen besteht, ermöglicht es diesen Personen, Chancen und Bedrohungen zu bemerken, die andere verpassen.
  • Hochsensible Menschen besitzen eine sehr ausgeprägte Fähigkeit, das Nützliche zu erkennen.
  • In einer Forschungsstudie mit Zwillingen von Pluess et al. aus dem Jahr 2022 konnte Hochsensibilität genetisch identifiziert werden (anstatt lediglich Fragebögen zu verwenden). Was für ein bahnbrechender Erfolg!
  • Treten Probleme auf, so profitieren hochsensible Menschen von entsprechenden Interventionen extrem gut! Manchmal hilft es bereits, ein passendes Buch zu lesen, einen entsprechenden Kurs zu belegen oder therapeutische Hilfe zu beanspruchen.

(Wusstest du eigentlich, dass es für das Wort „Verarbeitungstiefe“ im Deutschen keine richtige Definition gibt?)

In meiner aktuellen Podcast-Episode erzähle ich darüber, wie ich bei unserem geplanten Urlaub plötzlich vor scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen stand.

Du erfährst, was dir dabei helfen kann, solche Situationen gut zu überstehen und warum ein stabiles, soziales Umfeld dabei so wichtig ist.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Weißt du, was zu tun ist, wenn du plötzlich einen riesengroßen Bienenschwarm entdeckst? Von dem ein gewaltiges Summen ausgeht. Und der sich immer mehr verdichtet?

Wir wussten es jedenfalls nicht. Deshalb habe ich mich über Google schlau gemacht und Folgendes dazu gefunden:

Wer den Bienen einen Gefallen tun möchte, beobachtet, wo sich der Schwarm niederlässt, und ruft währenddessen beim örtlichen Imkerverein an.

Und genau das haben wir dann getan. Der Imker erklärte uns, dass sich der Schwarm mit der Zeit immer mehr verdichtet und sich dann gesammelt irgendwo niederlassen würde.

Und genauso war es dann auch. Etwas beängstigend, da es direkt vor einem Hauseingang passierte… aber auch irgendwie extrem faszinierend.

Hättest du es gewusst?


Welchen Herausforderungen stehst du derzeit gegenüber? Was hilft dir dabei, sie zu überwinden und dabei gut für dich zu sorgen?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin


PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website. Folge auch gern meinem Blog oder besuche meine Website „Ruhige Welt„, auf der es Empfehlungen für ein ruhigeres Leben zu finden gibt. Falls du Vorschläge dafür hast, melde dich gern!

Neue Podcast-Folge: Endlich Erholung… oder doch nicht?! | Wie du mit Herausforderungen umgehen kannst.

🌿 Die neue Folge meines Podcasts ist online und dieses Mal spreche ich über den Umgang mit Herausforderungen. Zum Beispiel dann, wenn du lange Zeit dafür investiert hast, einen entspannten Urlaub zu planen… und dann plötzlich alles anders kommt.

✅ Was kannst du tun, um in solchen Situationen einen klaren Kopf zu behalten? Welche Rolle spielen dabei dein persönliches Mindset und sein soziales Umfeld?

💚 Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und bin gespannt auf deine Gedanken zum Thema. Was tust du, um bei negativen Überraschungen gelassen bleiben zu können?

Hier geht es zu allen Podcast-Folgen:

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Newsletter #2 – Du bist (k)ein seelischer Mülleimer.

Bist du in Gesprächen ein guter Zuhörer? Oder übernimmst du lieber den Rede-Part und liebst es, dich anderen Menschen mitzuteilen? Grundsätzlich bin ich eine Mischung aus beiden, doch höre ich auch sehr gern anderen Menschen zu. Mich interessieren die Geschichten, die hinter ihnen stehen.

„Mit dir kann man sich richtig gut unterhalten!“ Was im 1. Moment wie etwas Positives erscheint, war für mich, beim genaueren Hinschauen, fast immer eine Qual. Denn diesen Satz hörte ich so oft von Menschen, die in meiner Anwesenheit fast ausschließlich Monologe hielten. Oder nur über ihre Probleme sprachen. In deren „Gesprächen“ mein Redeanteil bei maximal 10 Prozent lag und ich förmlich vom Redeschwall meines Gegenübers überrollt wurde.

Nach diesen Gesprächen fühlte ich mich jedes Mal vollkommen erschöpft und ausgebrannt. Denn es ging gar nicht darum, echte Gespräche zu führen. Ich war lediglich die Zuhörerin und traute mich oft aus Höflichkeit nicht, die andere Person zu unterbrechen und das Gespräch zu beenden.

Wir hochsensiblen Menschen haben ausgeprägte emphatische Fähigkeiten und können uns somit hervorragend in andere Menschen und Situationen hinein fühlen. Außerdem schenken wir unserem Gegenüber gern 100 Prozent unserer Aufmerksamkeit, haben wirkliches Interesse und können unglaublich gut zuhören.

Doch genau das ist das Problem. In der heutigen Welt bleibt selten Raum für echte Gespräche und ehrliche Aufmerksamkeit. Dabei haben wir doch alle in uns diesen Drang, uns anderen Menschen mitzuteilen. Und wie dankbar sind wir deshalb für Menschen, die uns ihre Aufmerksamkeit schenken und uns wirklich einmal zuhören.

Hochsensible Menschen eignen sich deshalb hervorragend als Gesprächspartner. Besonders in therapeutischen und sozialen Berufen oder im Coaching kommt uns das zugute. In zwischenmenschlichen Beziehungen haben wir jedoch oft Schwierigkeiten, uns abzugrenzen und zu erkennen, wann wir ein Gespräch beenden sollten, um uns am Ende nicht vollkommen ausgelaugt zu fühlen.

Wie bereits beschrieben besitzen hochsensible Menschen ausgeprägte emphatische Fähigkeiten. Wir können also ganz tief in die Situationen anderer Menschen hinein fühlen. Das kann jedoch auch zur Gefahr werden.

Genau dann, wenn unser Mit-GEFÜHL in Mit-LEID umschlägt. Denn dann entzieht uns das Gespräch unglaublich viel Energie und kann uns sogar krank machen. Eine Grenze zu ziehen ist also essenziell dafür, dass wir gesund und in unserer Energie bleiben.

  • Ein gutes Gespräch sollte vom Redeanteil und Zuhören aus etwa ausgeglichen sein. Nur dann ist es ein wirklicher Dialog.
  • Höflichkeit ist nur dann etwas Gutes, wenn du dich damit wohl fühlst. Achte deshalb unbedingt auf deine persönlichen Bedürfnisse.
  • Erkenne, wann dein Körper sich meldet (z.B. mit Herzklopfen, Kopfschmerzen etc.) und beende spätestens dann das Gespräch.
  • Signalisiere deinem Gegenüber deutlich, dass du gehen musst, z.B. durch Körpersprache, einen Blick auf die Uhr, dem Gang zur Toilette oder sprich einfach ehrlich an, dass du eine kleine Auszeit brauchst.
  • Lerne, dich von den Themen deines Gegenübers abzugrenzen. Das Leid der anderen ist nicht dein Leid. Mitfühlen ist etwas Wunderbares, mitleiden macht dich krank.

In meiner neuesten Podcast-Episode betrachte ich mein aktuelles Thema noch einmal von einer anderen Seite. Ich erzähle dir darin zum Beispiel, wie meine Vergangenheit als „seelischer Mülleimer“ aussah und warum ich deshalb auch immer wieder unter Liebeskummer litt.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Wenn ein Mensch aus emotionalen Gründen weint, ändert sich die Zusammensetzung der Tränen.

Und noch etwas Interessantes in diesem Zusammenhang:

Eine menschliche Träne wiegt im Durchschnitt etwa 15 Milligramm. Das entspricht etwa 15 Sandkörnern. Oder 15 kleinen Ameisen. Wow!


Danke, dass du bis hierhin gelesen hast und ich hoffe, ich konnte dir ein paar kleine, wertvolle Infos mit auf den Weg geben.

Welche Themen wünschst du dir für die kommenden Newsletter?

Weitere Infos zu mir und meinen Angeboten findest du auf meiner Webseite, in meinem Blog oder Podcast.

Hab eine gute Zeit!

Kristin

Nur, wenn du dich selbst kennst, kannst du wirklich erfolgreich sein.

🌿 #Montagsimpuls

Was passiert, wenn du immer wieder entgegen deiner Persönlichkeit und deiner Bedürfnisse lebst? Warum ist es so wichtig zu wissen, wer du bist und was du brauchst?

Die Antworten darauf begegnen mir immer wieder in meinen Coachings, aber auch in meinem persönlichen Alltag. Denn nur, weil ich weiß, wie etwas geht, heisst das noch lange nicht, dass es mir selbst auch immer gelingt.

Denn letztendlich leben wir alle in den unterschiedlichsten Systemen wie z.B. Familie, Partnerschaft, Arbeitsumfeld, Öffentlichkeit und sind soziale Wesen, die miteinander agieren. Sich aufeinander einstellen. Rücksicht aufeinander nehmen. 

Die Anforderungen an uns in unserer schnelllebigen Gesellschaft sind extrem hoch. Um darin bestehen zu können, ist es unglaublich wichtig zu wissen, welcher Persönlichkeitstyp du bist. Wo deine eigenen Grenzen liegen. Und was du brauchst, um gesund und ausgeglichen zu sein. 

Denn lebst du immer wieder entgegen deiner Natur, schwächt das deinen Körper und deine Seele. Es entzieht dir unglaublich viel Energie. Und du gerätst immer weiter in eine Abwärtsspirale. Gerade hochsensible Menschen sind dafür besonders empfänglich.

Was sind deine Gedanken dazu? Wann hast du erkannt, was du wirklich brauchst? Oder bist du noch auf der Suche?

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🎧 Neue Podcast-Folge: Du bist (k)ein seelischer Mülleimer. 🎧

In meiner 4. Podcast-Episode spreche ich darüber, warum hochsensible Menschen für andere oft zum „seelischen Mülleimer“ werden. Und warum das in meiner Jugendzeit auch oft zu Liebeskummer geführt hat. 

Was sind deine Erfahrungen dazu?

Meinen Podcast findest du überall da, wo es Podcasts gibt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und freue mich außerdem über dein Feedback und deine Anregungen 🙂

Kristin

🌿 Seelischer Mülleimer

Kennst du das Gefühl, wenn dich dein Gesprächspartner mit seinem Redebedürfnis förmlich überrollt? Wenn der Dialog plötzlich zum Monolog wird? Wenn dir das Gespräch zwar deine Energie entzieht, du jedoch aus Höflichkeit nichts sagst und dich am Ende vollkommen ausgelaugt fühlst?

Rückblickend habe ich in meinem Leben viel zu oft solche Situationen erlebt. Zum Glück gibt es jedoch einige Dinge, die du tun kannst, um dich zukünftig davor zu schützen.

Fällt dir noch etwas ein, das dir dabei hilft, dich besser abzugrenzen?

NEWSLETTER #1 – Perfektion | Fluch und Segen –

Bist du jemand, der es immer allen recht machen möchte? Der Angst vor Fehlern und Ablehnung hat? Der immer das bestmögliche Ergebnis von sich selbst erwartet?

Das Streben nach Perfektion an sich ist grundsätzlich ein guter Anreiz. Produkte und Dienstleistungen erhalten dadurch ein hohes Maß an Funktionalität und Fehler können vermieden werden.

Doch der ständige Drang danach, die Dinge perfekt und richtig zu machen, kann auch dazu führen, dass wir krank werden. Uns ausgebrannt fühlen. Oder in die Depression abrutschen.

Deshalb ist es so wichtig, für dich ein Gleichgewicht zu finden und frühzeitig zu erkennen, wann du damit aufhören solltest, etwas immer weiter zu perfektionieren.


Perfektionismus und Hochsensibilität

Wusstest du, dass besonders hochsensible Menschen einen sehr ausgeprägten Drang zur Perfektion haben? Durch unsere Tiefgründigkeit und die Fähigkeit, etwas bis ins kleinste Detail hinein zu analysieren, sind wir besonders gut darin, Fehler aufzudecken, entsprechende Anpassungen zu treffen und somit Prozesse oder Produkte in höchstem Maße zu optimieren.

Diesbezüglich sind hochsensible Menschen für Unternehmen wahre Perlen. Doch kann das auch ins Gegenteil umschlagen. Durch unseren Wunsch, alles perfekt zu machen, können Konzepte und Ideen auch lange auf sich warten lassen. Deadlines werden vielleicht immer wieder verschoben, weil etwas „noch nicht fertig“ ist. Oder das Ergebnis ist so tiefgründig und allumfassend, dass die Umsetzung fast unmöglich erscheint. Das Ende vom Lied? Wir fühlen uns unverstanden, nicht wertgeschätzt und zweifeln an uns und unseren Fähigkeiten.

Wie also kannst du es schaffen, einen wertvollen Mittelweg zu finden, der vor allem die positiven Eigenschaften von Perfektionismus ins rechte Licht rückt?


So nutzt du deinen Perfektionismus auf positive Art und Weise.

  • Hole dir Unterstützung bzw. Menschen an deine Seite, die dich darauf hinweisen, wenn du dich in der Perfektion verlierst.
  • Suche dir Projekt, wo deine Fähigkeiten zur Perfektion von großem Nutzen sein könnte.
  • Setze dir klare Ziele und Deadlines.
  • Mach dir bewusst, dass dein Maßstab für 100% bereits weit über dem des Durchschnitts liegt.
  • Lerne, deine eigene Arbeit wertzuschätzen, auch wenn es sich für dich vielleicht so anfühlt, als wäre sie „noch nicht fertig“.
  • Versuche zu erkennen, wann Perfektionsmus angebracht ist und wann auch mal „nur“ 50 oder 80% Leistung ausreichen.
  • Übe dich darin, deinen Perfektionismus anzunehmen, ihn lieben zu lernen und auch immer einmal wieder mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Neue Episode meines Podcasts: „HOCH-WAS? hochsensibel. “ – Hochsensibilität & Perfektion

In meiner aktuellen Podcast-Folge spreche ich über das Thema „Hochsensibilität und Perfektion“. Darin gehe ich noch einmal etwas genauer darauf ein, warum hochsensible Menschen oft sehr perfektionistisch sind und wie meine eigene Mobbing-Erfahrung in der Schulzeit meine Perfektionismus noch verstärkt hat.

Meinen Podcast findest du überall, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc. Die aktuelle Episode gibt es hier:


Mein Learning der Woche…

Wusstest du, dass sich das Geschlecht der Schildkröten-Embryos nach der Temperatur richtet? Bei niedrigeren Temperaturen werden es männliche Embryos, bei hohen Temperaturen weibliche Reptilien.

Durch die Klimaerwärmung gibt es nun immer mehr weibliche Schildkröten, so dass viele Arten immer mehr vom Aussterben bedroht sind. Was für traurige Aussichten…



Ich hoffe, dir mit meinem Newsletter einen kleinen Mehrwert geschaffen zu haben und bin gern für deine Vorschläge bezüglich zukünftiger Themen für meinen Newsletter, Blog oder Podcast offen. Was interessiert dich zu den Themen Hochsensibilität und Auftretenskompetenz?

Hab eine gute Zeit und genieße den Frühling!

Kristin

🎧 Neue PODCAST-FOLGE: Hochsensibilität & Perfektion 🎧

Die 3. Episode meines Podcasts ist online und heute spreche ich über das Thema #Perfektion im Zusammenhang mit der eigenen #Hochsensibilität. Außerdem erfährst du, was meine eigene Mobbing-Erfahrung in der Schulzeit damit zu tun hat.

Du findest meinen Podcast überall da, wo es Podcasts gibt.

Welches Thema wünschst du dir für die nächste Folge? Ich bin gespannt auf dein Feedback und wünsche dir viel Freude beim Anhören 🙂

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