Warum haben eigentlich so viele Menschen Angst vor anderen zu sprechen?

Ich werde öfter einmal gefragt, weshalb die Menschen eigentlich so große Angst davor haben, auf einer Bühne zu stehen oder vor Menschen zu sprechen. Es kursiert sogar das Gerücht, dass die Angst vorm öffentlichen Sprechen sogar noch vor der Angst vorm Tod steht. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sind für mich bezüglich der Redeangst drei Gründe besonders bedeutsam.

Zum einen liegen die Ursprünge bereits in der Evolutionsgeschichte. Wenn wir als einzelne Person einer Masse gegenüber stehen, so bedeutet das in erster Linie immer Gefahr. Diese Urangst ist auch heute noch in unseren Genen verankert und führt dazu, dass unser Körper ganz automatisch in den Überlebensmodus springt, wenn wir eine Bühne betreten. Es kommt zu einer Art Schockstarre, wir wollen flüchten und unser Adrenalinpegel steigt. Sich dessen bewusst zu sein und diesen Zustand zu akzeptieren, kann allein schon viel bewirken.

Des weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele meiner Klient:innen bereits in der Kindheit und Jugend schlechte Erfahrungen gemacht haben. Da denke ich zum Beispiel an misslungene Vorträge in der Schulzeit. An Mobbing, Versagen oder schlechte Bewertungen. Oder gehen wir einmal zurück in die Kindheit. Wenn ein Kind selbstbewusst erzogen wird, dann stehen ihm auch ganz andere Ressourcen zur Verfügung, als einem Kind, dem ständig gesagt wird: „Du kannst nichts!“ oder „Du bist nichts wert!“.

Ich erinnere mich dabei an eine Klientin von mir, die immer sehr leise gesprochen hat. Nach einigen gemeinsamen Stunden kamen wir dann der Ursache auf den Grund. Es war so, dass ihre Mutter ihr als Kind oft den Mund verboten hatte. Sie solle doch nicht immer so laut sein! Als meiner Klientin das bewusst wurde, sagte sie plötzlich ganz laut und selbstbewusst: „Aber ich möchte doch gehört werden!“ Und das brachte bei ihr den Knoten zum Platzen.

Ein dritter Punkt ist oft die Angst vor Kritik. Oder sagen wir, die Angst vor einer schlechten Bewertung oder dem Versagen. Den meisten Menschen ist es wichtig, dass sie gut rüber kommen und sich nicht blamieren. Sie haben Angst, sich lächerlich zu machen oder etwas nicht zu wissen. Einen Blackout zu haben. Dabei sind diese Ängste oft unbegründet und ein Blackout ist kein Weltuntergang. Denn auf all das kann man sich gut vorbereiten. Es gibt Techniken, die man erlernen kann, um auch bei öffentlichen Auftritten selbstbewusster und überzeugender zu werden.

Letzten Endes zählt für mich vor allem der eigene Wille, wirklich etwas sagen zu wollen. Sich anderen mitzuteilen. Eine Message vermitteln zu wollen, die wichtig ist. Und das eigene Mindset dann auch darauf auszurichten. Denn ja, Sprechen ist Arbeit, aber es kann auch richtig Spaß machen, auf der Bühne zu stehen, seine eigene Geschichte zu erzählen und das Publikum damit in seinen Bann zu ziehen.

Hier eine kurze Zusammenfassung von mir per Video.

Erfahrungsbericht Hochsensibilität: Das Zusammensein mit anderen Menschen.

Was für viele Menschen ganz normal ist und zum täglichen Leben dazu gehört, ist für viele Hochsensible eine echte Herausforderung: Das Zusammensein mit anderen Menschen. Seien es Verabredungen mit Freunden, Familienfeiern, Business-Events oder größere Veranstaltungen.

Da wir Reize relativ ungefiltert aufnehmen und unsere emphatischen Fähigkeiten nicht einfach abschalten können, sind wir schnell reizüberflutet. In der Natur, zuhause oder wenn wir mit uns allein sind, können wir gut für uns sorgen. Schwieriger wird es dann jedoch, wenn sich andere Menschen, über einen längeren Zeitraum, in unserem privaten Raum befinden. Kommen dann noch weitere Sinnesreize, wie z.B. laute Musik, grelles Licht oder auch Gerüche hinzu, wird es noch anstrengender.

Bei mir ist es so, dass ich solche Phasen eine Weile lang relativ gut überstehe, wenn ich mich im Voraus darauf einstellen kann. Doch irgendwann merke ich, dass mir alles zu viel wird. Als erstes Zeichen der Überlastung bekomme ich meist Kopfschmerzen. Normalerweise sollte ich mich dann aus der Situation heraus nehmen und etwas zur Ruhe kommen. Mir einen geschützten Raum suchen. Das ist jedoch leider nicht immer möglich, z.B. wenn ich auf einer Feier bin oder gerade ein Coaching gebe.

Wenn ich diesen Ausstieg an dieser Stelle dann nicht schaffe, meldet sich mein Körper mit immer weiteren Stresszeichen. Ich bekomme z.B. Kreislaufprobleme. Oder fange an zu Zittern. Oft wird mir dann auch schlecht und dann weiß ich: Jetzt musst du wirklich gehen! Und dann brauche ich im Anschluss dann meist etwa drei Tage Ruhe, um wieder zu meiner vollen Kraft und Energie zurück zu finden.

Früher habe ich meine Grenzen immer wieder bewusst übergangen, um nicht immer die Außenseiterin zu sein. Doch hat es mir körperlich oft mehr geschadet, als gut getan. Erst mit den Jahren und dem wachsenden Bewusstsein über meine eigene Hochsensibilität merkte ich, wie wichtig es für meine Gesundheit und mein eigenes Wohlbefinden ist, mir die nötigen Auszeiten auch wirklich zu gönnen und sie im Voraus auch mit einzuplanen. Und das alles dann auch ganz bewusst nach außen hin zu kommunizieren.

Anfangs war es sehr schwer für mich und ich bin bei anderen oft damit angeeckt. Doch mit den Jahren fällt es mir immer leichter, mit meiner Hochsensibilität und meinen eigenen Grenzen umzugehen. Und diesbezüglich gut für mich zu sorgen. Ganz egal, was die anderen dann in diesem Moment davon halten.

Wie du in diesen schwierigen Zeiten gut für dich sorgen kannst.

Nicht nur hochsensible Menschen tun sich schwer damit, in den heutigen, doch sehr turbulenten Zeiten, in ihrer Mitte zu bleiben. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, jeden Tag gut für sich zu sorgen. Ich habe dir hier, aus meiner ganz persönlichen Sicht, ein paar Gedanken zusammen getragen, die dir dabei helfen können:

  • Lass Emotionen und Gefühle zu, wenn sie dich übermannen.
  • Rede mit Menschen in deinem Umfeld, um deine Sorgen und Ängste nach außen zu bringen.
  • Konsumiere Nachrichten nur ganz bewusst, um dich auf den aktuellen Stand zu bringen. Vermeide dabei Fotos und bewegte Bilder.
  • Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt.
  • Überlege, was dir gut tut und sorge gut für dich.
  • Mach es dir zu Hause schön.
  • Richte deine Gedanken in eine positive Richtung aus.
  • Geh raus in die Natur oder nutze sportliche Aktivitäten.
  • Musiziere, male, fotografiere oder Gestalte und verleihe so deinen Emotionen Ausdruck.
  • Koche dir dein Lieblingsessen, schau deinen Lieblingsfilm oder lies ein interessantes Buch.
  • Wenn du den Impuls verspürst, helfen zu wollen, erkundige dich, was du aktiv tun kannst.
  • Solltest du bemerken, dass deine Gedanken nur noch um Negatives kreisen, suche dir professionelle Unterstützung.

Was tust du, um gut durch diese Zeiten zu kommen? Die Liste darf gern ergänzt werden 💛

Erfahrungsbericht Hochsensibilität: Intuition und Empathie

Hochsensiblen Menschen werden eine großartige Intuition und Beobachtungsgabe sowie eine große Menge emphatischer Fähigkeiten zugesprochen. Was auf den ersten Blick recht positiv klingt, kann allerdings auch zu einer echten Belastungsprobe werden. 

Intuition beschreibt die Fähigkeit, Sachverhalte zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, ohne wirklich darüber nachzudenken. Es handelt sich dabei eher um ein Gefühl, das rational nur schwer erklärbar ist. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, habe jedoch sehr lange gebraucht, darauf auch zu vertrauen. Und ich arbeite auch heute noch daran, meiner Intuition wirklich auch zu folgen. Denn Intuition gelingt nur dann, wenn man nicht darüber nachdenkt. 

Anders verhält es sich da mit meinen emphatischen Fähigkeiten. Sie sind da, seit ich denken kann und ich vertraue auch darauf. Wenn ich einem Menschen begegne, dann sehe ich sehr schnell, was wirklich in diesem Menschen steckt. Meine Intuition bestärkt dieses Gefühl dann zusätzlich. Und nur sehr selten, liege ich damit falsch… und auch dann oft nur, weil ich meiner Intuition wieder einmal nicht vertraut habe.

Bei meiner Arbeit als Coach helfen mir meine Empathie und Intuition dabei, schnelle Lösungen für die Herausforderungen meiner Klient:innen zu finden. Allerdings musste ich lernen, dabei sehr behutsam vorzugehen. Denn, wenn ich das, was ich in dem Menschen sehe, sofort nach außen kommuniziere, stößt das sehr schnell auf Ablehnung. Deshalb erarbeite ich die Lösungen dann ganz langsam, Schritt für Schritt, gemeinsam mit meinem Gegenüber. 

Ganz besonders im Privaten jedoch, sind meine Intuition und Empathie gleichzeitig Fluch und Segen. Denn ich spüre sehr schnell, wenn etwas Zwischenmenschliches nicht stimmt. Spreche ich mein Gegenüber darauf an und werden meine Empfindungen dann einfach übergangen oder sogar abgestritten, bleibt immer ein fader Beigeschmack. Meine Intuition signalisiert mir dann sehr deutlich: Hier ist etwas nicht in Ordnung! Und das wirkt sich dann natürlich auf die Qualität meiner Beziehungen aus. 

Was ich jedoch an meiner Hochsensibilität besonders schätze, sind meine sehr empfindlichen Antennen für alles, was auf der psychischen Ebene passiert. Psychische Machtspielchen oder Angriffe durchschaue ich sofort und kann dementsprechend darauf reagieren. Diese Fähigkeit hat mich schon oft vor Verletzungen und Enttäuschungen geschützt. Allerdings war auch das ein Lernprozess, der sich über mehrere Jahre hinzog und mich einiges an Kraft und Nerven gekostet hat. 

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Erfahrungsbericht Hochsensibilität: Hintergrundmusik

In Restaurants, Cafés, Kaufhäusern, Wartezimmern, Fahrstühlen, Salons sowie auf öffentlichen Plätzen ist sie allgegenwärtig: Die so genannte „Hintergrundmusik“. Angeblich ist sie unaufdringlich und bleibt, so wie der Name schon sagt, im Hintergrund der Aufmerksamkeit. Nicht jedoch bei mir. 

Während sie bei anderen Menschen für Entspannung und Wohlfühlen sorgt oder anregend und unterhaltend wirkt, bringt sie mich oft an den Rand des Wahnsinns. Denn ganz egal, wie sehr ich mich auch bemühe: Sie drängt sich ständig in den Vordergrund meiner Aufmerksamkeit. Gesprächen kann ich dann nur noch schwer folgen. Mich zu entspannen oder zu konzentrieren, fällt mir extrem schwer. Spielen dann auch noch Lieder, die ich nicht mag oder läuft nervige Werbung, so möchte ich nur noch flüchten.

Früher war es bei meinen Eltern Zuhause ganz normal, dass im Hintergrund das Radio lief. Damit wuchs ich auf. Und ich übernahm diese Gewohnheit auch später in meinen eigenen vier Wänden.

Eines Tages jedoch, besuchte ich für mehrere Tage eine Freundin und ihren Lebenspartner. Und ich wurde überrascht: Bei ihnen war es Zuhause einfach still. Kein Radio. Keine Hintergrundmusik. Und ich genoss diese Ruhe so sehr. Ich merkte richtig, wie ich selbst mit jedem Tag ruhiger wurde. Ich konnte Gesprächen viel besser folgen und auch meine Konzentrationsfähigkeit war viel ausgeprägter. 

Seitdem ist es auch bei mir Zuhause die meiste Zeit still. Es sei denn, ich wähle die Musik im Hintergrund ganz bewusst aus. Restaurants und Cafés mit lauter oder nerviger Hintergrundmusik, meide ich mittlerweile sogar komplett.

Naturgeräusche im Hintergrund höre ich jedoch sehr gern. Und letztens sah ich eine Werbung, dass manche Läden spezielle Einkaufszeiten für Autisten anbieten… ohne Hintergrundmusik und lauten Durchsagen. Und ich wünschte, diese „Stillen Stunden“ würde es zukünftig überall geben.

Erfahrungsbericht Hochsensibilität: Bibliothek

Während meiner Studienzeit ging ich immer einmal wieder in die Bibliothek, um für Referate, Hausarbeiten und meine Magisterarbeit die Literatur zu studieren. Ich erinnere mich daran, grundsätzlich sehr gern in diesen ruhigen Räumen gewesen zu sein. Es gab auch damals schon einige Computer-Arbeitsplätze und viele Studierende brachten ihre Laptops mit in die Bibliothek, um dort in Ruhe arbeiten zu können. Ich dachte damals, das wäre auch für mich eine gute Idee. 

Also nahm ich eines Tages gut gelaunt meinen Laptop sowie ein paar Unterlagen und machte mich damit auf den Weg in die Bibliothek, um dort zu recherchieren und das Gefundene gleich auf meinem Computer festzuhalten. Dabei hatte ich jedoch all die Ablenkung in der Bibliothek nicht mit einkalkuliert. 

Als Hochsensible, nahm ich alles um mich herum besonders intensiv wahr. Der Ausblick aus dem Fenster zog mich immer wieder magisch an, denn draußen war die ganze Zeit Bewegung. Das Klickern der Tasten und das Rascheln der Bücher um mich herum, störte mich bereits nach kurzer Zeit. Natürlich ging dann, nach kurzer Zeit, auch noch die Lüftung meines Laptops an… (und damals waren die noch richtig laut). Irgendwo im Hintergrund lief andauernd ein Kopierer. In einem Gang, nicht weit von mir entfernt, unterhielten sich zwei Studierende. Und immer wieder lief jemand durch mein Sichtfeld. 

Ich starrte, wie gebannt, auf meinen weißen Bildschirm, sah den Cursor blinken und versuchte, mich zu konzentrieren. Ich blätterte in meinen Büchern und wollte das Gelesene so gern verstehen und verarbeiten. Aber, so sehr ich mich auch bemühte: Es wollte mir einfach nicht gelingen. 

Ich hatte an diesem Tag weit weniger geschafft, als an anderen Tagen zu Hause. Und ich war frustriert. Wieso gelang es den anderen, in der Bibliothek zu arbeiten, aber mir nicht? Ich wollte so gern dazu gehören und eine Studentin sein, die in der Bibliothek ihr zweites Zuhause hat. 

Doch Wunsch und Realität lagen in meinem Fall sehr weit auseinander. Und ich musste mir eingestehen, dass die Bibliothek in meinem Fall nicht der geeignete Arbeitsplatz war. Also blieb ich bei meiner alt-bewährten Methode: Ich ging in die Bibliothek, um zu recherchieren. Dann kopierte ich mir die notwendigen Stellen heraus oder schrieb mir das Wichtigste auf. Und dann ging ich letztendlich wieder nach Hause in mein Zimmer, um das Ganze zu verarbeiten. Denn nur dort konnte ich, so weit wie möglich, alle störenderen Reize abschalten. 

Interviewausschnitt: Hochsensibilität

Kristin, welchen Einfluss hat deine eigene Hochsensibilität auf deine Arbeit?

Hm, das ist eine gute Frage, die ich mir in der letzten Zeit selbst oft gestellt habe. Was wäre eigentlich anders, wenn ich nicht hochsensibel wäre und könnte ich dann überhaupt meiner Arbeit, als Coach und Zuhörerin, so nachgehen?

Dazu kommt, dass ich erst mit fast 30 auf das Thema Hochsensibilität gestoßen bin. Um diese Zeit war ich schon einige Jahre selbstständig. Doch ist es tatsächlich so, dass meine Hochsensibilität mir bis dahin nie bewusst war und ich meine Andersartigkeit eher immer als etwas Negatives empfunden habe. Erst in den letzten Jahren ist es mir endlich gelungen, meine Hochsensibilität als ein Geschenk anzusehen und sie in meiner Arbeit auch viel bewusster einzusetzen.  

Die besondere Fähigkeit, mich sehr schnell in andere Personen hinein versetzen zu können, habe ich, seit ich denken kann. Das wurde mir bereits zu Schulzeiten auch immer wieder bestätigt und ich glaube, genau das ist auch der Punkt, weshalb sich so viele Menschen in meiner Gegenwart so wohl fühlen. Weil ich sie wirklich in ihrer Ganzheit sehen und spüren kann.

Wie soll ich das genau beschreiben? Wenn ich einem Menschen begegne und mich mit ihm unterhalte bzw. ihm zuhöre, dann nehme ich sehr schnell wahr, was wirklich in diesem Menschen steckt. Ich kann dabei meiner Intuition zu 100% vertrauen. Jedoch darf ich auch immer noch lernen, dieses Gefühl dann wirklich auch zuzulassen. 

Jedenfalls, wenn ich mich mit einem Menschen wirklich beschäftige, z.B. während eines Coachings oder beim Zuhören, dann habe ich in mir ganz schnell ein Bild davon, wie für diesen Menschen die ganz eigene Lösung aussieht. 

Und im Coaching ist es dann meine Aufgabe, mein Gegenüber wertschätzend, motivierend und einfühlsam durch den individuellen Prozess hin zur eigenen Lösung zu begleiten. Denn würde ich mein Gegenüber gleich zu Beginn mit dem, was ich sehe und wahrnehme, konfrontieren, so wäre das Ergebnis eine heillose Überforderung, die höchstwahrscheinlich in einer Abwehrhaltung endet. Und um genau das zu verhindern, gehen wir dann gemeinsam den Weg der Veränderung, Schritt für Schritt, im jeweils angemessenem Tempo.

Ich denke, dass ich durch meine Hochsensibilität besonders gut darin bin, andere Menschen wertschätzend zu führen und mich dabei in sie selbst und ihre individuellen Situationen hinein zu versetzen. Durch meine extrem ausgeprägte Fähigkeit, wirklich zuhören zu können, nehme ich auch kleinste Schwingungen zwischen dem Gesagten wahr. Dadurch werden dann oft Themen sichtbar, die nur unterbewusst vorhanden sind oder die vielleicht mit Absicht nicht ausgesprochen werden. Und letztendlich fügt sich dann alles zu einem Gesamtbild zusammen, welches mir dabei hilft, für mein Gegenüber den passenden Lösungsweg zu finden. 

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Emotionalität | KommunikationsStörungen

#Emotionalität #KommunikationsStörungen

Wir kommunizieren immer auf mindestens zwei Ebenen: Zum einen auf der Sach- bzw. Inhaltsebene, zum anderen auf der emotionalen bzw. der Gefühlsebene. Während sachliche Inhalte hauptsächlich über #Worte kommuniziert werden und relativ objektiv sind, werden Gefühle und #Emotionen über die #Stimme und #Körpersprache nach außen gebracht. Emotionen erwecken leere Worte erst zum Leben und nicht selten kann dadurch auch zwischen den Zeilen gelesen werden.

Stellen wir uns nun vor, du möchtest ein #Gespräch mit jemandem führen. Du bereitest dich gut darauf vor. Du überlegst dir im Voraus das Gesprächsziel und wählst deine Worte mit Bedacht. Du versuchst, #Störungen von vorn herein auszuschließen bzw. zu minimieren und wendest außerdem die Regeln der Gewaltfreien #Kommunikation an. Und trotzdem ist dieses Gespräch dann doch vollkommen eskaliert. Wie kann das sein?

Die Ausschüttung verschiedenster Stresshormone im Gehirn, behindert unser Denken, so dass in Gesprächen, bei emotionalen Anzeichen, unbedingt eine Pause eingelegt werden sollte.

Es kann sein, dass dein Gegenüber von irgendetwas, das du thematisiert hast, getriggert wurde. Was genau bedeutet das? Dein Gegenüber hat in seinem Leben schon mehrere Gespräche geführt. Mit den unterschiedlichsten Personen und in verschiednen Situationen. Vielleicht hat sein Gegenüber damals immer verlangt, zwischen den Zeilen zu lesen. Klare Kommunikation ist ihm deshalb fremd. Nun unterhält er sich mit dir und versucht also ganz automatisch, auch hier zwischen den Zeilen zu lesen. Er gleicht das Gesagte mit seiner eigens erschaffenen Welt ab und interpretiert etwas hinein, was von dir aus vielleicht gar nicht gesagt oder gemeint war. Dein Gegenüber kann in dem Moment auch gar nicht anders, da ihm diese Prozess nicht bewusst ist.

So kann es sein, dass dein Gesprächspartner sich durch dich angegriffen fühlt. Fühlen wir uns durch etwas bedroht oder gestresst, ist die Situation nun real oder nur eingebildet, reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Hormonen. Diese verschiedenen #Hormone bewirken, dass unser gesamter Körper sich auf Flucht oder Kampf einstellt. Dafür sorgt unser Reptiliengehirn sowie unsere antrainierte Alarm-Datenbank im #Gehirn ganz automatisch und wir können in diesem Moment kaum etwas dagegen tun. Unser #Denken wird somit behindert. Und wir können damit auch nicht mehr richtig zuhören, weil wir nur noch darauf konzentriert sind, unser Überleben zu sichern und uns zu verteidigen.

Das Einzige, was wir in so einem Moment überhaupt tun können, ist, uns dieser Prozesse im Gehirn bewusst zu sein und sie zu erkennen. Bei unserem Gegenüber und auch bei uns selbst. Nehmen wir wahr, dass wir selbst oder unser Gesprächspartner, emotional werden, so ist das eine ganz bedeutsame „Störung“ im Gespräch, der wir uns erst widmen und dann das Gespräch weiterführen sollten. Am besten ist es in so einem Moment, das Gespräch zu unterbrechen. Denn eine konstruktive Fortführung ist erst dann möglich, wenn die Emotionen wieder abgeflacht sind und wir wieder klar denken können.

Achte also auf körperliche Reaktionen, wie z.B. eine schnellere Atmung, Schweißausbrüche, das Zusammenpressen der Lippen oder Zähneknirschen. Vielleicht ballt dein Gesprächspartner sogar die Fäuste oder die Füße und Beine beginnen sich unentwegt zu bewegen. Auch andere #Stressgesten können sichtbar sein oder dein Gegenüber hat plötzlich Tränen in den Augen. Spätestens dann ist es an der Zeit, das Gespräch zu unterbrechen und vorerst mit auf die emotionale Ebene zu wechseln, z.B. in Form von #Verständnis und Mitgefühl. Fang deinen Gesprächspartner auf, schenke ihm die Zeit, die er braucht, um sich wieder zu beruhigen und führe erst dann dein Gespräch weiter.

Die Fünf Sinne

#DieFünfSinne #Körpersprache

Wenn wir an Körpersprache denken, dann haben wir oft nur die Äußerlichkeiten im Kopf. Wie sieht es aus mit der #Mimik und #Gestik eines Menschen? Wie spricht unser Körper? Und dabei vergessen wir, dass wir auch über unsere #Sinne kommunizieren. Zu den 5 Sinnen gehören: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Doch wie genau kommunizieren wir darüber miteinander und worauf sollten wir achten?

Beginnen wir mit dem #Sehen. Siehst du dir auch schöne, ästhetische Menschen an? Liebst du es, dir Tanzshows anzuschauen? Oder magst du lieber Mode-Events? Tolle Frisuren? Eine schönes Make Up oder tolle Accessoires? Blickst du gern in Gesichter, die ein strahlendes Lächeln haben?Über unser Äußeres setzen wir ein deutliches Statement. Schaut mich an… oder eben genau das Gegenteil: Bloß nicht auffallen. Alles, was wir sehen können, beeinflusst, wie wir über die andere Person denken.

In Bezug auf das #Hören kommunizieren wir über unsere #Stimme. Die Art und Weise, wie wir sprechen, lässt bei unserem Gegenüber einen positiven oder auch negativen Eindruck entstehen. Und auch über unsere Nase nehmen wir Signale von außen wahr. Sicher hast du es schon mal erlebt, dass du dein Gegenüber „nicht riechen“ konntest… und das muss nicht unbedingt am #Parfum gelegen haben. Durch Parfum wird übrigens unser Eigengeruch überdeckt, was sich bei der Partnerwahl eher negativ auswirken kann. Zu viel Parfum wirkt sowieso eher kontraproduktiv. Besser ist es, einen dezenten #Geruch zu wählen, der gut zu einem passt.

Sei dir der kommunikativen Wirkung deiner fünf Sinne bewusst.

Im Bezug auf das #Schmecken und #Fühlen, müssen wir einer anderen Person dann schon sehr nahe sein. Denken wir nur einmal an das Salz auf unserer Haut. Wie süß #Küsse schmecken können. Oder wie unappetitlich, kurz nachdem jemand geraucht hat. Und auch das Essen ist #Kommunikation. Verwöhnst du deine/n Liebste/n gern mit süßen Erdbeeren und Sahne?

Die Art und Weise, wie wir andere berühren, sollte wohl überlegt sein. Denn dafür müssen wir in die Privatsphäre eines Menschen gelangen, was immer nur mit dessen Erlaubnis geschehen sollte. Selbst ein gut gemeintes Schulterklopfen oder kurz die Hand berühren, kann nach hinten losgehen, wenn dein Gegenüber damit nicht einverstanden ist.

Unbewusst treten wir auch über unsere 5 Sinne mit unserer Umwelt in Kontakt. Sei dir deshalb also immer bewusst, dass du auch darüber mit anderen Menschen kommunizierst. Die Art und Weise deines Auftretens kann positive, aber auch negative Auswirkungen haben. Lenke sie in die richtige Richtung, sei flexibel und aufmerksam und gehe auf dein Gegenüber ein.