🌿 Newsletter #6 – Der nächste richtige Schritt

Vielleicht kennst du das auch: Du bist an einem Punkt in deinem Leben angekommen, an dem du genau weißt, wie der nächste Schritt aussehen sollte. Und eigentlich ist es doch auch ganz leicht. Eigentlich. Denn irgendwie schaffst du es nicht. Du schaffst es nicht, den nächsten Schritt zu tun, der dir jedoch absolut logisch erscheint. Denn für dich ist es eben nicht nur ein kleiner Schritt. Sondern es fühlt sich so an, als müsstest du einen riesigen Abgrund überwinden.

Manchmal bist du einfach noch nicht so weit. Manchmal fehlt der Mut, ein anderes Mal die Energie, und manchmal einfach das Selbstvertrauen. Das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. Denn manchmal vergessen wir, wie stark wir eigentlich sind. Wie unabhängig wir sein können. Und dass am Ende wir selbst, mit all unseren Bedürfnissen, in unserem Leben an allererster Stelle stehen sollten.

Hochsensible Menschen tendieren dazu, es anderen immer wieder recht machen zu wollen. Nicht anzuecken oder negativ aufzufallen. Ihnen geht es erst dann gut und sie können erst dann richtig entspannen, wenn es den Menschen um sie herum gut geht. Und das ist wahrlich ein Teufelskreis.

Im Mittelpunkt zu stehen ist uns eher unangenehm… so arbeiten wir doch lieber im Hintergrund und lassen andere Menschen strahlen. Deshalb kehren wir so gern unsere Talente und Fähigkeiten unter den Teppich und üben uns in Bescheidenheit.

Viele hochsensible Menschen haben in ihrer Kindheit und Jugend negative Erfahrungen gemacht mit dem, wie sie sind. Ablehnung und Kritik beziehen wir so oft auf uns selbst und nehmen es persönlich. Wir versuchen, uns immer wieder neu anzupassen. Hinterfragen viel. Analysieren. Was hätte ich nur besser machen können?

Und die Angst vor Ablehnung und Scheitern führt dann oft dazu, dass wir uns nicht trauen, aufzufallen. Unsere Stimme zu erheben. Für unsere Bedürfnisse einzustehen. Wir trauen uns nicht, uns zu zeigen… mit all unseren Facetten.

Dabei wissen wir hochsensiblen Menschen intuitiv oft sehr schnell, was der nächste richtige Schritt wäre. Bei uns selbst und bei anderen. Bei anderen Menschen fällt es uns leicht, sie anzuleiten und zu motivieren. Bei uns selbst scheint dieser nächste Schritt jedoch oft unüberwindbar.

Doch das Gute ist: Du kannst das lernen. Deine eigene Persönlichkeit wiederzuentdecken. Deine Sensibilität anzunehmen und sie zu schätzen lernen. An dich und deine wertvollen Fähigkeiten zu glauben, sie zu zeigen und effektiv einzusetzen. Am Arbeitsplatz, in deinem privaten Umfeld, vor allem jedoch bei dir selbst.

Bevor du überhaupt über den nächsten Schritt nachdenken kannst, ist es wichtig herauszufinden, as du eigentlich wirklich willst. Was deine eigenen Bedürfnisse sind. Mehr Input dazu findest du in meinem letzten Newsletter.

Wenn du für dich herausgefunden hast, in welche Richtung es gehen soll, dann können dir folgende Dinge dabei helfen, in Bewegung zu kommen:

  • Versuche, die negative Gedankenspirale in deinem Kopf abzuschalten bzw. anzuhalten.
  • Frage dich: Was habe ich zu verlieren? Was kann im schlimmsten Fall passieren?
  • Hol dir Unterstützung, wenn du scheinbar keinen Ausweg für dich findest. Ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen, ein Coaching (z.B. mit mir…) oder auch eine Therapie können dir helfen.
  • Trau dich! Sei mutig! Denke eher in kleinen Schritten, so vermeidest du eine Überforderung.
  • Konzentriere dich darauf, wie es sich anfühlt, wenn das, was du vor hast, auch wirklich klappt.
  • Belohne dich und gönn dir etwas Gutes, wenn du den ersten Schritt getan hast.

Grundsätzlich geht es darum, in Bewegung zu bleiben. Egal wie. Egal in welchem Tempo.

Bleibe nur stehen, um kurz durchzuatmen. Gehe nur dann etwas zurück, um neu Anlauf zu nehmen. Behalte dein Ziel vor Augen und nutze die Kraft der Motivation. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Wenn wir Dinge wirklich schaffen und unsere Ziele erreichen wollen, spielt das Thema Motivation dabei eine herausragende Rolle. Im folgenden findest du zusammengefasst die wichtigsten Forschungsergebnisse dazu:

  • Seit dem Industriezeitalter waren Menschen lediglich dazu berufen, im Arbeitsalltag zu funktionieren und so produktiv wie möglich zu sein.
  • Der US-amerikanische Ingenieur und Begründer der Arbeitswissenschaft Frederick Winslow Taylor brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wende und legte damit den Grundstein für die heutige Form des Managements.
  • Zukünftig sollten somit äußere Anreize geschaffen werden, die Menschen dazu motivieren ein Ziel zu erreichen und die Abläufe dabei genau überwacht werden.
  • Allerdings bringt die Belohnung in Form von Geld langfristig nicht den gewünschten Erfolg. Es muss immer wieder angepasst und erhöht werden, um einen neuen Anreiz zu schaffen.
  • Viel mehr Erfolg bringt dahingegen die intrinsische Motivation, also die Motivation, die von innen heraus entsteht.
  • Die Verhaltensforscher Edward L. Deci und Richard Ryan sagen, dass wir drei angeborene psychologische Grundbedürfnisse haben: Kompetenz, Autonomie und Zugehörigkeit. Sind diese drei Bedürfnisse erfüllt, läuft die intrinsische Motivation auf Hochtouren.
  • Selbstbestimmtheit ist außerdem ein wichtiger Faktor für die intrinsiche Motivation. Dazu kommt, den Sinn in einer Aufgabe zu erkennen.
  • Unternehmen sollten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deshalb zukünftig gut zuhören und intensiver auf deren psychologischen Grundbedürfnisse eingehen. Denn wer sich intrinsisch motiviert fühlt, lebt zufriedener kann zukünftig auch besser Krisen meistern.

[Quelle: t3n]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über das Thema „Der nächste richtige Schritt.“ Weshalb es vielen hochsensiblen Menschen besonders schwer fällt, diesen auch wirklich zu tun. Und warum ein unterstützendes Coaching sehr wertvoll sein kann.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Da ich immer wieder Nachrichten und Fragen zu den unterschiedlichsten Bereichen von Hochsensibilität erhalte, wird es Ende des Jahres eine einmalige und exklusive 5-teilige Seminar-Reihe geben.

Die einzelnen Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Sie sind ab jetzt entweder einzeln oder auch als Seminar-Bundle in meinem Online-Shop buchbar.

Wusstest du, dass bis zum 19. Jahrhundert sich nur Frauen die Zähne geputzt haben?

Im Mittelalter wurden Zahnschmerzen als „gottgewollte Probe“ erachtet. Der hatten sich die Männer zu stellen. Männer, die sich die Zähne putzten, galten damals als schwach und dekadent.


Manchmal kann ein kleiner Schritt eine große Herausforderung sein. Nutze deshalb zukünftig vor allem deine intrinsische Motivation, um voranzukommen und deine Ziele zu erreichen. Suche dir die passende Unterstützung, wenn du merkst, dass du an deine Grenzen kommst. Und putze dir regelmäßig die Zähne 😉

Ich freue mich auf deine Gedanken.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Der nächste richtige Schritt.

🌿 Vielleicht kennst du das auch: Du bist an einem Punkt in deinem Leben angekommen, an dem du genau weißt, wie der nächste Schritt aussehen sollte. Doch irgendwie schaffst du es nicht, ihn auch wirklich zu tun.

Was sich verändert, wenn du einfach die Bewertung bzw. das „richtig“ heraus nimmst und weshalb es eingroßer Vorteil sein kann, dir extern Unterstützung zu holen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge. Zu hören überall da, wo es Podcasts gibt.

Was hat dir schon dabei geholfen, den nächsten richtigen Schritt zu tun?

🌿 Newsletter #5 – Weisst du, was du willst?

Wahrscheinlich fällt es dir leicht darüber zu sprechen, was dich nervt, was du alles nicht kannst oder was du nicht möchtest. Aber hast du auch eine Antwort auf die Frage: Was willst du eigentlich wirklich?

In meinen Coachings, in Gesprächen oder auch im Alltag erlebe ich es immer wieder, dass Menschen gut darin sind, sich über etwas aufzuregen. Unzufrieden zu sein mit dem, was gerade ist. Aber wenn ich dann die Frage danach stelle, was denn die Alternative sei bzw. womit sie sich besser fühlen würden, dann ist das Ergebnis oft ein „Ich weiss es nicht.“ oder ein „Na, wenn das oder das NICHT ist!“

Und dabei ist es doch so wichtig zu wissen, wie dein Leben aussehen soll. Wo du Kompromisse eingehen möchtest und wo ganz klar deine Grenzen liegen. Womit du dich wirklich wohl fühlst. Denn nur dann bist du auch dazu in der Lage, gut für dich selbst zu sorgen, deine Bedürfnisse und Grenzen nach außen zu kommunizieren und dein Leben danach auszurichten.

Wie ich haben auch viele andere hochsensible Menschen ihre erhöhte Sensitivität in ihrer Kindheit und Jugend oft als etwas Negatives erlebt. Denn wer möchte schon gern immer wieder als „Sensibelchen“ abgestempelt werden oder immer ein Außenseiter sein. Somit sind wir wahre Meister, wenn es um das Thema Anspassung geht.

Durch unsere empathischen Fähigkeiten erspüren wir sehr schnell, wie wir anderen Menschen etwas Gutes tun können. Wir sind extrem gut darin, anderen ein gutes Gefühl zu geben. Wohlfühlatmosphären zu erschaffen. Und wir wissen, was wir tun müssen, um anderen zu gefallen. Doch führt genau das oft dazu, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse verleugnen, sie verstecken und uns viel mehr mit dem Außen beschäftigen, als mit uns selbst.

Das erste Mal richtig bewusst geworden ist mir das mit Anfang 20. Ich besuchte ein Schnupperwochenende zum Thema „Ausbildung zur Integrativen Tanztherapeutin“. Schon da ging es viel um das Thema Selbsterfahrung. Nach einer Übung gab es eine Gesprächsrunde. Ich war an der Reihe und erzählte gerade darüber, wie ich andere Menschen immer wieder auf ihrem Weg und ihren Vorhaben unterstütze. Unsere Seminarleiterin blickte mir in die Augen, lächelte und fragte:

„Und jetzt sag doch mal, Kristin… was willst DU eigentlich?“

Dieser Satz bewegte so viel in mir! Diese Frage hatte mir so noch niemand gestellt und ich begann, sie zu meinem Lebensinhalt zu machen. Wenn mir mein Gefühl sagt, dass ich mit irgendetwas unwohl fühle, hinterfrage ich die Situation und frage mich selbst: Will ich das eigentlich wirklich?

Sich der eigenen Persönlichkeit, Muster und Verhaltensrollen bewusst zu sein bildet die Basis für ein gesundes und ausgeglichenes Leben. Im beruflichen wie auch privaten Kontext. Und gerade hochsensible Menschen dürfen sich dessen bewusst werden, dass zu allererst sie der wichtigste Mensch in ihrem eigenen Leben sind.

Zu wissen, was du nicht in deinem Leben möchtest, ist ein Anfang. Insbesondere dann, wenn du Negatives beseitigen möchtest. Doch ist das alles letztendlich nicht wirklich viel wert, wenn du nicht weißt, was an die Stelle dieses „Nichts“ treten soll. Denn dein Mindset spielt bei diesem Veränderungsprozess eine wichtige Rolle.

  • Nachdem du dir bewusst gemacht hast, was du nicht mehr in deinem Leben haben möchtest, frage dich: Was sind die Dinge, auf die du ab jetzt deinen Fokus richten möchtest?
  • Dir die Frage zu stellen, was du eigentlich wirklich willst, kann anfangs sehr herausfordernd sein. Vielleicht hilft es dir darüber nachzudenken, was du bei anderen Menschen und in deren Leben magst und womit du dich wohl fühlst.
  • Es ist absolut okay, nicht auf alles gleich eine Antwort zu haben. Nutze das „Ich weiß nicht.“ in dir und verwandle es in ein „Ich weiss es NOCH nicht.“ Und schon verändert sich dein Mindset.
  • Suche nach Lösungen für deine Herausforderungen. Wenn du dich mit etwas unwohl fühlst, überlege dir, was du konkret tun kannst, um diese Herausforderungen in etwas Positives umzuwandeln.
  • In welchen Situationen und in der Gegenwart welcher Menschen kannst du entspannen und ganz du selbst sein? Und wie schaffst du es, zukünftig mehr solcher Momente und Menschen in dein Leben zu integrieren?
  • Nutze die Macht der Visualierung. Schließe deine Augen, atme ruhig ein und aus und erschaffe dir vor deinem inneren Auge den Idealzustand, den du erreichen möchtest. Nutze dafür alle deine Sinne. Vielleicht inspiriert dich dieses Bild auch zum Malen oder zum Erschaffen eines Vision-Boards. Träume dich, so oft es geht, in diesen Zustand hinein und genieße das angenehme Gefühl.

Diese Punkte sind ein kleiner Anreiz für dich, wie du deinen eigenen Veränderungsprozess angehen kannst. Egal ob es dabei um private oder berufliche Themen geht.

Grundsätzlich geht es darum, dich und dein Mindset weg vom „Ich will das nicht!“ hin zu einem „Genau das ist es, was ich will!“ zu verändern. Und das im Idealfall dann auch wirkungsvoll nach außen zu kommunizieren.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Im Zusammenhang mit der Wichtigkeit des persönlichen Mindsets könnte dich vielleicht das Thema Neuroplastizität interessieren. Denn Dinge wie z.B. die Visualisierung oder positive Gespräche mit dir selbst, beeinflussen nachhaltig die Veränderungsprozesse im Gehirn. Das kann dich nachhaltig dazu motivieren, deine Ziele auch wirklich zu erreichen.

  • Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit unseres Gehirns, sich an Veränderungen anzupassen. So werden z.B. Routinen und Gewohnheiten erschaffen.
  • Dopamin spielt dabei eine Schlüsselrolle, denn dieses Hormon wird als Belohnung ausgeschüttet und lässt uns gut fühlen.
  • Die Häufigkeit ist ausschlaggebend für den Erfolg. Erst ab etwa 100 Wiederholungen kann mit der Ausbildung neuer Synapsen gerechnet werden.
  • Neu gebildete Nervenverbindungen werden besonders in Ruhephasen gestärkt. Deshalb sind die Reduzierung von Stress und ausreichend Schlaf von großer Wichtigkeit.

[Quelle: Medical Park]

Unter diesem Link von gedankenwelt.de findest du 16 wertvolle Übungen dazu, wie du dein eigenes Gehirn und somit deine Neuroplastizität trainieren kannst.

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über meine eignen Gedanken zum Thema „Weisst du, was du willst?“.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

In den nächsten Wochen stehen in Leipzig wieder einige tolle Events an, bei denen wir beide uns wiedersehen und ins Gespräch kommen können:

11.06.24, 19 Uhr – Red Club Leipzig

13.06.24, 17:30 Uhr – Networking Queens | Pokerface & Abendgarderobe

30.07.24, 18 Uhr – Easy Business Club

28.08.24, 18 Uhr – Speed-Networking bei Entenza

Melde dich gern, wenn du dir mehr Informationen wünschst oder bei dem ein oder anderen Event dabei sein möchtest.

Sehr gern teste ich auch dein Event dahin gehend, ob es für hochsensible Menschen geeignet ist bzw. welche Anpassungen du treffen kannst, um es angenehmer für die Sinne zu machen. Denn letztendlich werden alle Menschen davon profitieren.

Für den heutigen Fakt reisen wir wieder in die Tierwelt.

Wusstest du, dass man das Brusttrommeln von männlichen Gorillas bis zu einem Kilometer weit hören kann?

Forscher vermuten, dass das Trommeln Auskunft über die Größe des Primaten geben kann und somit abschreckend wirken soll.

Die Dauer des Trommelns ist übrigens nur relativ kurz und dauert maximal 3 Sekunden.


War dir bis heute bewusst, dass der Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!“ durch die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung widerlegt wird und Menschen somit bis ins hohe Alter hinein dazu in der Lage sind, ihr Gehirn und ihre Denkstrukturen grundlegend zu verändern?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Weisst du, was du willst?

🌿 „Und, Kristin… was willst DU eigentlich?“

Mit Anfang 20 besuchte ich ein Einführungsseminar in Nürnberg, um herauszufinden, ob ich mich zur Integrativen Tanztherapeutin ausbilden lassen möchte. Während dieses Wochenendes gab es bereits viele Übungen zur Selbsterfahrung. In einer anschließenden Gesprächsrunde erzählte ich davon, wie ich andere Menschen immer wieder auf ihrem Weg unterstütze und ihnen helfe. Unsere Kursleiterin lächelte mich an und fragte: „Und, Kristin… was willst DU eigentlich?“

Diese Frage veränderte mein Leben und ich begann, mich immer weiter mit mir selbst und meinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen. In meinen Coachings und in Gesprächen erlebe ich es immer wieder, dass Menschen zwar genau wissen, was sie nicht mehr möchten… die wenigsten jedoch können sagen, was genau dann an diese Stelle treten soll.

Mehr Gedanken dazu findest du in meiner aktuellen Podcastfolge. Zu hören überall, wo es Podcasts gibt.

Was waren die Wendepunkte in deinem Leben?

🌿 Newsletter #4 – Der Umgang mit Emotionalität, vor allem in wichtigen Gesprächen.

Vielleicht kennst du das auch: Du führst mit jemandem ein Gespräch (egal ob geschäftlich oder privat) und plötzlich bricht dein Gegenüber in Tränen aus. Oder wird wütend. Wie gut kannst du damit umgehen?

Oder betrachten wir das Ganze doch einmal von der anderen Seite: Du befindest dich in einem Gespräch… doch plötzlich triggert dich ein Satz oder ein bestimmtes Wort und dann bist du die Person, die in Tränen ausbricht.

Stauen wir Emotionen zu lange in uns auf oder schieben wir unsere persönlichen Baustellen immer wieder zur Seite, kann es fast jederzeit dazu kommen, dass uns unsere Emotionen ohne Vorwarnung überrollen und wir dann keine Kontrolle mehr darüber haben. Und wenn wir nicht in der Lage dazu sind, uns in diesen Momenten selbst zu regulieren, dann können wir es auch nur sehr schwer aushalten, wenn andere Menschen in unserer Gegenwart emotional werden.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die uns in solchen Situationen helfen können. Mehr dazu im übernächsten Abschnitt. Vorher möchte ich jedoch noch kurz darauf eingehen, welchen Einfluss Hochsensibilität auf das Thema Emotionen hat.

Hochsensible Menschen nehmen Sinnesreize intensiver wahr. Ihre Empathie und Tiefgründigkeit führen außerdem dazu, dass Emotionen einen stärkeren Einfluss auf sie haben. Das Gehirn funktioniert einfach anders als bei normal sensiblen bzw. neurotypischen Menschen. Intensives Fühlen und Erleben sowie das Hineinversetzen in die unterschiedlichsten Situationen und Szenarios gehört bei hochsensiblen Menschen zum Alltag.

Doch viele Hochsensible leben oft noch unentdeckt und sind Meister der Anpassung geworden. Sie sind sich ihrer eigenen Hochsensibilität oft gar nicht bewusst und haben über die Jahre hinweg gelernt, ihre wahren Emotionen zu verstecken. Weil es oft einfach unbequem ist, immer wieder als „Sensibelchen“ abgestempelt zu werden.

Das Ergebnis ist, dass sie emotionale Situationen häufig mit sich selbst ausmachen oder einfach alles in sich hinein fressen. Kommt dann ein Auslöser bzw. „Trigger“ von außen, so lösen sich plötzlich die aufgestauten Emotionen und die eigene Kontrolle darüber geht verloren.

Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität bewusst zu sein. Sie zuzulassen, sie wieder zu entdecken und mit ihr umgehen zu lernen. Sich selbst gut regulieren zu können. Und somit auch für andere Menschen da sein zu können ohne vom Mitgefühl ins selbstschädigende Mitleid abzurutschen.

Sich deiner eigenen Emotionen bewusst zu werden, um anschließend gut mit ihnen umgehen zu können, ist oft ein längerfristiger Prozess. Die folgenden Schritte können dir jedoch gut dabei helfen, in herausfordernden Situationen zukünftig besser zu reagieren:

  • Nimm deine Emotionen ganz bewusst wahr. Welche körperlichen Symptome zeigen sich? Was passiert in dir?
  • Frage dich, was genau der Auslöser bzw. „Trigger“ für deinen emotionalen Ausbruch war. Was kannst du tun, damit das zukünftig nicht wieder passiert?
  • Wenn du merkst, dass dein Körper anfängt zu reagieren: Erschaffe dir eine Art „Notfall- bzw. Pauseknopf„, den du in Gedanken drücken kannst. Dann atme mehrmals tief durch, um dich selbst zu regulieren oder verlasse die emotionale Situation, um Abstand zu erhalten.
  • Wenn du emotional reagierst, werden in deinem Körper zahlreiche Hormone ausgeschüttet, die das Denken blockieren. Erst, wenn diese Hormone wieder abgebaut sind (was übrigens eine ganze Weile dauern kann…) bist du wieder in der Lage, richtig zuzuhören und klar zu denken.
  • Was genau sind bzgl. der emotionalen Situation deine Gedanken? Wie tragen sie dazu bei, dass du die Kontrolle verlierst?
  • Wie sprichst du grundsätzlich mit dir selbst? Sind das wirklich deine eigenen Gedanken oder Glaubenssätze, die von anderen Menschen aus deiner Vergangenheit stammen?
  • Was sind konkrete Dinge, die du tun kannst, wenn du in einem Gespräch emotional wirst? (z.B. Atmung kontrollieren, an etwas Angenehmes denken, um eine kurze Pause bitten etc.)

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl von Impulsen, die gern ergänzt werden dürfen. Grundsätzlich geht es darum, deine Emotionen zu erkennen, dir den Auslösern bewusst zu werden und deine Emotionen zukünftig selbst regulieren zu können.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt. Ich durfte eine von ihnen sein.

Die Dokumentation läuft MORGEN am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat. Danach ist der Beitrag in der Mediathek zu finden.

Heute möchte ich mich kurz dem Thema „Emotinale Intelligenz“ widmen und warum sie so erfolgreich macht.

  • Emotionale Intelligenz bezeichnet das Erkennen bzw. Wahrnehmen von Emotionen, das Verstehen der wahrgenommen Emotion sowie die Fähigkeit zur Regulierung der Emotion. Das alles kann auf die eigenen Emotionen oder die fremder Menschen bezogen werden.
  • Während das Erkennen von Emotionen eher Talent bezogen ist, ist das Verstehen und Regulieren von Emotionen eine Kompetenz. Das bedeutet, du kannst sie aktiv üben und traineren.
  • Hochsensible Menschen sind von Natur aus wahre Talente darin, Emotionen bei anderen zu erkennen.
  • Die kognitive Intelligenz steht in enger Beziehung mit dem Talent, Emotionen zu erkennen und der Kompetenz, Emotionen zu verstehen.
  • Die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor für den Erwerb von Kompetenzen zum Verstehen und Regulieren von Emotionen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es Menschen gibt, die von Natur aus sehr gut darin sind, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen. Das Verstehen von Emotionen sowie deren Regulierung, kann man jedoch sehr gut üben und trainieren.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile übrigens so weit, dass sie Emotionen, an Hand von Gesichtsausdrücken, verlässlich erkennen und sogar Vorhersagen für den Erfolg von Psychotherapie treffen kann. Verrückt, oder?!

[Quelle: Forschung & Lehre, mdr Wissen]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über den Einfluss von Emotionen auf wichtige Gespräche und greife damit das Thema dieses Newsletters noch einmal auf.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Mein Learning der Woche hat dieses Mal mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) zu tun:

Wusstest du, dass Soft Skills in Zeiten von KI auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger werden?

Wo du früher durch Fachwissen glänzen konntest, darfst du heute mit deiner Persönlichkeit überzeugen. Denn Soft Skills, wie z.B. Emotionale Intelligenz, Führungs- und Problemlösefähigkeiten sowie echte Empathie, kann KI (noch?!) nicht.

Wie gut kannst du mit Emotionen bei dir und anderen umgehen? Welche Methoden und Techniken nutzt du zur Selbstregulierung? Welche Informationen hast du, die anderen einen Mehrwert bieten können?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Der Umgang mit Emotionalität in wichtigen Gesprächen.

🤔 Wie oft habe ich in meinen Coachings gehört, dass Führungskräfte in wichtigen Gesprächen nicht mit der Emotionalität ihres Gegenübers umgehen können. Dass Menschen dafür belächelt oder übergangen werden.

🩷 Dabei ist es doch so wichtig, seine eigene Emotionalität und die anderer Menschen regulieren und begleiten zu können. Wie das funktionieren kann, erfährst du in meiner aktuellen Podcastfolge.

Was hast du für Erfahrungen gemacht?

Hier geht es zur aktuellen Podcastfolge:

🌿 Newsletter #3 – Der Umgang mit Herausforderungen.

Sicher kennst du das auch: Du hast du gut auf eine Situation vorbereitet, hast wertvolle Zeit und Energie darauf verwendet… und dann passiert plötzlich etwas, mit dem du nicht gerechnet hast! Kannst du gut damit umgehen und gelassen darauf reagieren? Oder bricht für dich eher eine Welt zusammen und du bist am Boden zerstört?

Was für den einen „gar nicht so schlimm“ ist, kann für den anderen bereits den Untergang bedeuten. Denn wir alle sind verschieden und unsere „Ressourcen-Fässer“ sind, auf Grund unserer Vergangenheit und Erlebnisse, unterschiedlich gefüllt. Bietet unser Fass noch viel Raum, so stehen die Chancen gut, dass wir gelassen bleiben. Ist unser Fass gedoch bereits bis zum Rand gefüllt, so kann es schon ein kleiner Tropfen zum Überlaufen bringen.

Die Gehirne hochsensibler Menschen arbeiten anders, als die von normalsensiblen Menschen. Sie sind jederzeit Unmengen von Reizen ausgesetzt, die verarbeitet werden müssen. Routine, Planung und Vorhersehbarkeit sind deshalb wichtige Tools, um gut durch die Tage zu kommen und zusätzliche Anstrengungen zu vermeiden.

Passiert nun jedoch etwas Unvorhergesehenes, wirft das hochsensible Menschen schnell aus der Bahn und sie werden von einer Welle aus Stress, Anspannung und Emotionalität überrollt. Je nachdem, wie intensiv die Herausforderung das eigene Leben beeinflusst und je nachdem, wie voll das eigene „Ressourcen-Fass“ bereits ist, kann es sogar zu einem Mental-Breakdown kommen.

Für andere Menschen mag sich das als ein „Überreagieren“ oder „Dramatisieren“ darstellen. Für die oder den Betroffenen jedoch ist es ein wirklich einschneidendes Erlebnis. Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität und der daraus entsehenden körperlichen und seelischen Besonderheiten bewusst zu werden, um zukünftig in solchen Situationen besser damit umgehen zu können.

Nur die wenigsten Menschen können bei größeren Herausforderungen wirklich gelassen bleiben. Und wenn du hochsensibel bist, so wirst du in deinem Leben sehr oft an deine persönlichen Grenzen kommen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um solche Situationen zukünftig gut zu überstehen:

  • Erschaffe dir ein stables Umfeld an Menschen, die dich wertschätzen und unterstützen.
  • Versuche, deine eigenen Emotionen zu zügeln (z.B. durch Atmung, Meditation etc.)
  • Fokussiere dich auf die Chancen, die in den Herausforderungen liegen.
  • Benutze deinen Verstand, um wieder mehr Kontrolle über die Situation zu erhalten.
  • Sprich ganz offen darüber, dass du dich in bzw. mit der Situation überfordert fühlst und suche dir Unterstützung.
  • Nimm, wenn möglich, etwas Abstand von der Situation und betrachte sie dann von einem neuen Blickwinkel aus.
  • Sorge dafür, dass dein „Ressourcen-Fass“ nie bis zum Rand gefüllt ist, sondern gönne dir rechtzeitig Auszeiten und Entspannung.

Mit diesen Tools gelingt es dir, raus aus der Emotion und wieder zurück in deinen Verstand zu kommen. Die Situation neu zu betrachten und zu bewerten, um somit zu neuen Lösungsansätzen zu gelangen. Und das nächste Mal, kannst du vielleicht sogar schon etwas gelassener mit der neuen Herausforderungen umgehen.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt.

Die Dokumentation läuft am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat.

Ich durfte dabei sein und werde in ihrer Dokumentation „Wie Hochsensible die Welt wahrnehmen.“ über meine Arbeit mit Unternehmen und Führungskräften sprechen. Des weiteren wird ein ehemaliger Klient von mir, Martin Roth (Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt) auch ein kurzes Statement dazu geben.

Ich bin selbst schon sehr gespannt und freue mich auf die daraus entstehenden Gespräche und Möglichkeiten.


Die Begründerin der Hochsensibilität – Elaine Aron – hat einen neuen Blog zum Thema „Verarbeitungstiefe bei hochsensiblen Menschen“ geschrieben. Hier sind die wichtigsten Fakten daraus:

  • Hochsensible Personen sind nicht schwach oder anfällig, sondern einfach empfänglicher und offener gegenüber negativen und positiven Einflüssen.
  • Die Eigenschaft der ausgeprägten Verarbeitungstiefe, die nur bei einer Minderheit von Menschen besteht, ermöglicht es diesen Personen, Chancen und Bedrohungen zu bemerken, die andere verpassen.
  • Hochsensible Menschen besitzen eine sehr ausgeprägte Fähigkeit, das Nützliche zu erkennen.
  • In einer Forschungsstudie mit Zwillingen von Pluess et al. aus dem Jahr 2022 konnte Hochsensibilität genetisch identifiziert werden (anstatt lediglich Fragebögen zu verwenden). Was für ein bahnbrechender Erfolg!
  • Treten Probleme auf, so profitieren hochsensible Menschen von entsprechenden Interventionen extrem gut! Manchmal hilft es bereits, ein passendes Buch zu lesen, einen entsprechenden Kurs zu belegen oder therapeutische Hilfe zu beanspruchen.

(Wusstest du eigentlich, dass es für das Wort „Verarbeitungstiefe“ im Deutschen keine richtige Definition gibt?)

In meiner aktuellen Podcast-Episode erzähle ich darüber, wie ich bei unserem geplanten Urlaub plötzlich vor scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen stand.

Du erfährst, was dir dabei helfen kann, solche Situationen gut zu überstehen und warum ein stabiles, soziales Umfeld dabei so wichtig ist.

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Weißt du, was zu tun ist, wenn du plötzlich einen riesengroßen Bienenschwarm entdeckst? Von dem ein gewaltiges Summen ausgeht. Und der sich immer mehr verdichtet?

Wir wussten es jedenfalls nicht. Deshalb habe ich mich über Google schlau gemacht und Folgendes dazu gefunden:

Wer den Bienen einen Gefallen tun möchte, beobachtet, wo sich der Schwarm niederlässt, und ruft währenddessen beim örtlichen Imkerverein an.

Und genau das haben wir dann getan. Der Imker erklärte uns, dass sich der Schwarm mit der Zeit immer mehr verdichtet und sich dann gesammelt irgendwo niederlassen würde.

Und genauso war es dann auch. Etwas beängstigend, da es direkt vor einem Hauseingang passierte… aber auch irgendwie extrem faszinierend.

Hättest du es gewusst?


Welchen Herausforderungen stehst du derzeit gegenüber? Was hilft dir dabei, sie zu überwinden und dabei gut für dich zu sorgen?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin


PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website. Folge auch gern meinem Blog oder besuche meine Website „Ruhige Welt„, auf der es Empfehlungen für ein ruhigeres Leben zu finden gibt. Falls du Vorschläge dafür hast, melde dich gern!

Neue Podcast-Folge: Endlich Erholung… oder doch nicht?! | Wie du mit Herausforderungen umgehen kannst.

🌿 Die neue Folge meines Podcasts ist online und dieses Mal spreche ich über den Umgang mit Herausforderungen. Zum Beispiel dann, wenn du lange Zeit dafür investiert hast, einen entspannten Urlaub zu planen… und dann plötzlich alles anders kommt.

✅ Was kannst du tun, um in solchen Situationen einen klaren Kopf zu behalten? Welche Rolle spielen dabei dein persönliches Mindset und sein soziales Umfeld?

💚 Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und bin gespannt auf deine Gedanken zum Thema. Was tust du, um bei negativen Überraschungen gelassen bleiben zu können?

Hier geht es zu allen Podcast-Folgen:

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Newsletter #2 – Du bist (k)ein seelischer Mülleimer.

Bist du in Gesprächen ein guter Zuhörer? Oder übernimmst du lieber den Rede-Part und liebst es, dich anderen Menschen mitzuteilen? Grundsätzlich bin ich eine Mischung aus beiden, doch höre ich auch sehr gern anderen Menschen zu. Mich interessieren die Geschichten, die hinter ihnen stehen.

„Mit dir kann man sich richtig gut unterhalten!“ Was im 1. Moment wie etwas Positives erscheint, war für mich, beim genaueren Hinschauen, fast immer eine Qual. Denn diesen Satz hörte ich so oft von Menschen, die in meiner Anwesenheit fast ausschließlich Monologe hielten. Oder nur über ihre Probleme sprachen. In deren „Gesprächen“ mein Redeanteil bei maximal 10 Prozent lag und ich förmlich vom Redeschwall meines Gegenübers überrollt wurde.

Nach diesen Gesprächen fühlte ich mich jedes Mal vollkommen erschöpft und ausgebrannt. Denn es ging gar nicht darum, echte Gespräche zu führen. Ich war lediglich die Zuhörerin und traute mich oft aus Höflichkeit nicht, die andere Person zu unterbrechen und das Gespräch zu beenden.

Wir hochsensiblen Menschen haben ausgeprägte emphatische Fähigkeiten und können uns somit hervorragend in andere Menschen und Situationen hinein fühlen. Außerdem schenken wir unserem Gegenüber gern 100 Prozent unserer Aufmerksamkeit, haben wirkliches Interesse und können unglaublich gut zuhören.

Doch genau das ist das Problem. In der heutigen Welt bleibt selten Raum für echte Gespräche und ehrliche Aufmerksamkeit. Dabei haben wir doch alle in uns diesen Drang, uns anderen Menschen mitzuteilen. Und wie dankbar sind wir deshalb für Menschen, die uns ihre Aufmerksamkeit schenken und uns wirklich einmal zuhören.

Hochsensible Menschen eignen sich deshalb hervorragend als Gesprächspartner. Besonders in therapeutischen und sozialen Berufen oder im Coaching kommt uns das zugute. In zwischenmenschlichen Beziehungen haben wir jedoch oft Schwierigkeiten, uns abzugrenzen und zu erkennen, wann wir ein Gespräch beenden sollten, um uns am Ende nicht vollkommen ausgelaugt zu fühlen.

Wie bereits beschrieben besitzen hochsensible Menschen ausgeprägte emphatische Fähigkeiten. Wir können also ganz tief in die Situationen anderer Menschen hinein fühlen. Das kann jedoch auch zur Gefahr werden.

Genau dann, wenn unser Mit-GEFÜHL in Mit-LEID umschlägt. Denn dann entzieht uns das Gespräch unglaublich viel Energie und kann uns sogar krank machen. Eine Grenze zu ziehen ist also essenziell dafür, dass wir gesund und in unserer Energie bleiben.

  • Ein gutes Gespräch sollte vom Redeanteil und Zuhören aus etwa ausgeglichen sein. Nur dann ist es ein wirklicher Dialog.
  • Höflichkeit ist nur dann etwas Gutes, wenn du dich damit wohl fühlst. Achte deshalb unbedingt auf deine persönlichen Bedürfnisse.
  • Erkenne, wann dein Körper sich meldet (z.B. mit Herzklopfen, Kopfschmerzen etc.) und beende spätestens dann das Gespräch.
  • Signalisiere deinem Gegenüber deutlich, dass du gehen musst, z.B. durch Körpersprache, einen Blick auf die Uhr, dem Gang zur Toilette oder sprich einfach ehrlich an, dass du eine kleine Auszeit brauchst.
  • Lerne, dich von den Themen deines Gegenübers abzugrenzen. Das Leid der anderen ist nicht dein Leid. Mitfühlen ist etwas Wunderbares, mitleiden macht dich krank.

In meiner neuesten Podcast-Episode betrachte ich mein aktuelles Thema noch einmal von einer anderen Seite. Ich erzähle dir darin zum Beispiel, wie meine Vergangenheit als „seelischer Mülleimer“ aussah und warum ich deshalb auch immer wieder unter Liebeskummer litt.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Wenn ein Mensch aus emotionalen Gründen weint, ändert sich die Zusammensetzung der Tränen.

Und noch etwas Interessantes in diesem Zusammenhang:

Eine menschliche Träne wiegt im Durchschnitt etwa 15 Milligramm. Das entspricht etwa 15 Sandkörnern. Oder 15 kleinen Ameisen. Wow!


Danke, dass du bis hierhin gelesen hast und ich hoffe, ich konnte dir ein paar kleine, wertvolle Infos mit auf den Weg geben.

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Hab eine gute Zeit!

Kristin

Nur, wenn du dich selbst kennst, kannst du wirklich erfolgreich sein.

🌿 #Montagsimpuls

Was passiert, wenn du immer wieder entgegen deiner Persönlichkeit und deiner Bedürfnisse lebst? Warum ist es so wichtig zu wissen, wer du bist und was du brauchst?

Die Antworten darauf begegnen mir immer wieder in meinen Coachings, aber auch in meinem persönlichen Alltag. Denn nur, weil ich weiß, wie etwas geht, heisst das noch lange nicht, dass es mir selbst auch immer gelingt.

Denn letztendlich leben wir alle in den unterschiedlichsten Systemen wie z.B. Familie, Partnerschaft, Arbeitsumfeld, Öffentlichkeit und sind soziale Wesen, die miteinander agieren. Sich aufeinander einstellen. Rücksicht aufeinander nehmen. 

Die Anforderungen an uns in unserer schnelllebigen Gesellschaft sind extrem hoch. Um darin bestehen zu können, ist es unglaublich wichtig zu wissen, welcher Persönlichkeitstyp du bist. Wo deine eigenen Grenzen liegen. Und was du brauchst, um gesund und ausgeglichen zu sein. 

Denn lebst du immer wieder entgegen deiner Natur, schwächt das deinen Körper und deine Seele. Es entzieht dir unglaublich viel Energie. Und du gerätst immer weiter in eine Abwärtsspirale. Gerade hochsensible Menschen sind dafür besonders empfänglich.

Was sind deine Gedanken dazu? Wann hast du erkannt, was du wirklich brauchst? Oder bist du noch auf der Suche?

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