🌿 Newsletter #9 | Wie du Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren kannst.

Fällt es dir schwer, anderen deine Gedanken, Emotionen und Entscheidungen mitzuteilen? Denn jeder von uns kommt früher oder später einmal an diesen Punkt, sei es im privaten oder beruflichen Kontext. Doch warum fällt genau das uns eigentlich so schwer? 

Es kann sehr wertvoll und entlastend sein, wenn du dich gut auf solche Situationen vorbereitest. In diesem Newsletter wird genau das Thema sein. Du erhältst Impulse dazu, wie diese Vorbereitung aussehen kann und worauf du achten solltest. Des weiteren erfährst du, warum gerade hochsensible Menschen schwierige Gespräche lange vor sich her schieben. Und es gibt spannende Fakten aus der Wissenschaft sowie ein kurioses „Learning der Woche.“

Und jetzt, wie unsere Tochter sagen würde…: „Los geht’s!!!“ ☺️

Hochsensible Menschen tun sich oft schwer damit, Entscheidungen zu treffen und diese anderen auch mitzuteilen. Die Angst davor, unser Gegenüber zu verletzen, auf Gegenwind zu stoßen oder vielleicht sogar angegriffen zu werden, führt dazu, dass wir schwierige Gespräche endlos lange vor uns her schieben.

Immer wieder spielen wir den Ablauf des Gesprächs in unserem Kopf durch, denken uns alle möglichen Szenarien dazu aus und wollen auf alles vorbereitet sein. Dass das vollkommen unmöglich ist, versteht sich von selbst. Und trotzdem haben wir diesenextrem hohen Anspruch an uns selbst.

Vielleicht ist es auch so, dass wir selbst sehr unsicher sind und uns nicht trauen, für unsere Gefühle, Gedanken und Entscheidungen einzustehen. Wenn das eigene Mindset nicht stimmt ist die Gefahr groß, dass uns andere Menschen einfach so überrollen. Insbesondere dann, wenn sie uns mit unseren Bedürfnissen nicht ernst nehmen. So ziehen wir uns lieber zurück, sprechen unbequeme Themen gar nicht erst an oder ordnen uns (wie so oft bereits in unserem Leben) einfach den Ansprüchen anderer Personen unter. 

Dabei ist es so wichtig, für deine Bedürfnisse einzustehen. Und sie nach außen zu kommunizieren. Entscheidungen zu treffen, die dein Leben in eine positive Richtung lenken. Denn, wenn du deine Gedanken und Gefühle nur für dich behältst, wie sollen dann andere davon wissen? 

Wenn du Schwierigkeiten mit diesem Thema hast, dann hoffe ich, dir mit dem folgenden Abschnitt wertvolle Impulse für die Vorbereitung und Durchführung von Gesprächen mit auf den Weg geben zu können. 

Was kann dir dabei helfen, dich auf schwierige oder herausfordernde Gespräche vorzubereiten? Was solltest du beachten und was auf jeden Fall vermeiden? Hier sind meine Impulse für dich:

  • Sorge für eine angenehme Atmosphäre, so dass alle sich wohlfühlen und Störungen möglichst vermieden werden können.
  • Setze dir einen zeitlichen Rahmen für das Gespräch und achte darauf, dass dieser auch eingehalten wird.
  • Frage dich, mit welchem Ergebnis du aus dem Gespräch herausgehen möchtest. Was genau kann dir dabei helfen, dieses Ziel auch zu erreichen?
  • Überlege dir mögliche Szenarien, die auftreten könnten. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Und wie kannst du dich bereits jetzt schon darauf vorbereiten?
  • Sei dir klar darüber, wie du das Gespräch beginnen und beenden möchtest. So gibst du ihm eine klare Struktur bzw. einen Rahmen, in dem ausreichend Raum für Flexibilität bleibst.
  • Emotionen und Störungen haben immer Vorrang! Egal ob bei dir oder deinem Gegenüber. Denn solche Situationen führen dazu, dass das Denken blockiert wird. Lege in diesem Fall eine Pause ein oder verschiebe im Notfall das Gespräch noch einmal.
  • Sollte während des Gesprächs die Gefahr einer Eskalation bestehen, so hole dir im Voraus eine dritte, neutrale Person hinzu. Es kann auch helfen, einen professionellen Mediator oder eine Mediatorin hinzuzuziehen.
  • Achte darauf, mit welchem Mindset du in das Gespräch hinein gehst. Beeinflusse es im Voraus möglichst positiv.
  • Beachte deine Körpersprache und die deines Gegenübers. Ist sie natürlich, offen und authentisch oder wirkt sie eher angespannt, unsicher oder sogar abweisend? An der Körpersprache kannst du bereits viel über die andere Person erfahren und auch du kannst deine Körpersprache bewusst beeinflussen.
  • Schenke während des Gesprächs deinem Gegenüber deine volle Aufmerksamkeit. Gib ausreichend Raum zum Sprechen und höre aufmerksam zu. Im Idealfall hörst du doppelt so viel zu, wie du sprichst.
  • Sprich in der Ich-Perspektive, z.B. „Ich habe das Gefühl, dass…“, „Habe ich das richtig verstanden… „, „Ich vertrete die Meinung, dass…“, „Mir kommt es so vor, dass…“ etc.
  • Beende das Gespräch mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Ausblick darauf, wie es weiter gehen wird. Verabschiede dich wertschätzend und respektvoll.

Dir fällt es schwer, anderen Menschen deine Entscheidungen mitzuteilen oder du hast Angst vor schwierigen Gesprächen? Gern unterstütze ich dich bei der Vorbereitung und verhelfe dir zu einem stabileren Selbstwert. 

Welche Erkenntnisse gibt es im Bereich der Wissenschaft zum Thema Gesprächsführung? Im folgenden habe ich einige interessante Fakten zusammengetragen:

  • Gesprächsführung ist die Kunst, die Kommunikation wertschätzend sowie respektvoll zu gestalten und sie dabei unter Wahrung der legitimen Interessen der Gesprächspartner so zu steuern, dass die eigenen Zielvorstellungen möglichst erreicht werden können.
  • Jeder Gesprächsteilnehmer trägt Mitverantwortung dafür, wie das Gespräch verläuft.
  • Bei einer Gesprächsrunde wird der runde Tisch als optimal angesehen, da er eine Gleichberechtigung aller Gesprächsteilnehmer unterstützt.
  • Der Schlüssel eines guten Gesprächs liegt darin, mehr zuzuhören als zu sprechen.
  • Die Neurowissenschaftlerin Catherine Hobaiter und ihr Team fanden heraus, „dass das Timing der Gesten von Schimpansen der Gesprächsführung von Menschen sehr ähnlich ist. Das deutet darauf hin, dass ähnliche evolutionäre Mechanismen diese sozialen, kommunikativen Interaktionen steuern.“
  • Sehr förderlich ist eine positive Gesprächskultur. Es geht dabei darum, die eigene Perspektive zu erweitern und gemeinsam eine Lösung zu finden. Ziel ist es also nicht Recht zu haben, sondern ein kooperatives Miteinander zu finden.
  • Mehrere Studien haben gezeigt, dass Frauen in Gesprächen häufiger von Männern unterbrochen werden, als umgekehrt. Und das sogar meist ohne wichtigen Grund. Dieses Phänomen nennt man auch „Manterrupting„. 

[Quellen: refa.dearbeits-abc.deDer StandardSpektrum der WissenschaftBusiness Insider]

In meiner aktuellen Podcast-Episode gehe ich auf das Thema „Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren.“ noch einmal von meiner persönlichen Seite aus ein.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple PodcastsYouTube PodcastsSpotifyPodimo etc. 

Der dritte Termin meiner Online-Seminare im Herbst widmet sich dem Thema „Hochsensibilität bei Kindern.“ Da ich immer wieder auf dieses Thema angesprochen werde und wir selbst eine hochsensible Tochter haben, liegt es mir  sehr am Herzen.

Dieses Seminar richtet sich inbesondere an Menschen, die mit hochsensiblen Kindern zusammen leben oder arbeiten.

Das werden unsere Themenschwerpunkte sein:

  • Wie ticken hochsensible Kinder und was macht sie so besonders?
  • Was kann ich persönlich tun, um hochsensible Kinder im Alltag, Kindergarten, Schule etc. zu unterstützen?
  • Wie kann ich (z.B. mit dem Kindergarten oder der Schule) wirkungsvoll kommunizieren, um das Bewusstsein für Hochsensibilität zu erhöhen?

Alle fünf Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine der Seminarreihe „Hochsensibilität“ buchen.

In meinem Learning der Woche geht es dieses Mal um ein interessantes Phänomen, das insbesondere auf Konzerten oder beim Erleben von sehr bewegenden Ereignissen vorkommt. Das Phänomen nennt sich „Post-Konzert-Amnesie„.

Die „Post-Konzert-Amnesie“ führt dazu, dass man zwar körperlich ein Konzert besucht hat, sich im Anschluss jedoch kaum noch daran erinnern kann. 

Es entsteht bei extrem starken Emotionen, z.B. bei unbändiger Vorfreude. Der Neurowissenschaftler Daniel Scholz spricht davon, dass wir bei solchen Ereignissen in eine andere Gedächtnisspur wechseln. Das geschieht z.B. auch bei traumatischen Erlebnissen.

In diesem Moment verhindern die extrem starken Emotionen den Aufbau unserer Erinnerungen. Es fälllt uns somit schwer sie im Nachhinein wieder abzurufen. Allerdings kann es helfen, sich Videos oder Bilder vom Konzert anzuschauen, um so die Erinnerungen wieder hervorzuholen.

Hättest du es gewusst? Und hast du vielleicht selbst schon einmal diese Erfahrung gemacht?

Entscheidungen anderen mitzuteilen kann eine riesige Herausforderung, aber auch eine echte Befreiung sein. Oft entsprechen die negativen Szenarien dazu in unserem Kopf allein unserer Phantasie und die Gespräche verlaufen oft viel besser, als wir denken.

Trotzdem kann es hilfreich sein, wenn du dich im Voraus gut auf das anstehende Gespräch vorbereitest. Meiner Meinung nach hat dein persönliches Mindset mit den größten Einfluss auf den Gesprächsverlauf. Deshalb sorge dafür, dass du mit guten Gedanken und einem positiven Gesfühl in das Gespräch hinein gehst.

Zur Unterstützung kann es außerdem helfen, das Gespräch im Voraus einmal durchzuspielen oder dir jemanden zur Seite zu nehmen, der dich dabei begleitet. Melde dich deshalb gern bei mir, wenn du dir so eine Unterstützung wünschst.

Welche Methoden helfen dir bei der Vorbereitung? Was waren die bisher größten Entscheidungen in deinem Leben? Und welche Gespräche sind letztendlich ganz anders verlaufen, als du dachtest?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu. Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

🎧 Neue Podcast-Folge: Wie du Entscheidungen wirkungsvoll kommunizieren kannst.

🌿 Manchmal ist es an der Zeit, Außenstehenden eine Entscheidung mitzuteilen. Und dann ist es gut, wenn du dich im Voraus gut auf das anstehende Gespräch vorbereiten kannst.

🌸 Denn viele Menschen scheuen sich davor und schieben so etwas lange vor sich her. Insbesondere hochsensiblen Menschen fällt es sehr schwer, zu ihren eigenen Entscheidungen zu stehen. Denn sie fürchten sich vor Ablehnung, Streit oder haben Angst, andere mit ihren Worten zu verletzen.

🎧 Was du tun kannst, damit dir solche Gespräche zukünftig leichter von der Hand gehen, wie du dich gut darauf vorbereiten kannst und warum es so wichtig ist, mit einer guten Energie in das Gespräch zu gehen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge.

📬 In der kommenden Woche gibt es dann in meinem Newsletter noch etwas ausführlichere Informationen zum Thema. Du erhältst hilfreiche Impulse dazu, wie du dich auf ein schwieriges Gespräch vorbereiten kannst. Wie der aktuelle Forschungsstand dazu aussieht. Und mein „Learning der Woche“ beinhaltet dieses Mal einen kuriosen Fakt zum Thema Konzerte.

🩷 Ich wünsche dir viel Spaß beim Anhören meiner Podcastfolge! Und falls du es noch nicht getan hast: Abonniere gern auch meinen 14-tägigen Newsletter bei LinkedIn oder verwende dieses Formular zur Anmeldung.

Meinen Podcast gibt es überall da, wo es Podcasts gibt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und freue mich über dein Feedback 🙂

🌿 Newsletter #8 | Wirkungsvolle Entscheidungen treffen.

Wenn du nicht in der Lage dazu bist, Entscheidungen zu treffen, werden andere die Entscheidung für dich treffen. Die Frage ist, ob du mit diesem Ergebnis dann besser umgehen und leben kannst.

Tagtäglich treffen wir – bewusst oder unbewusst – Entscheidungen. Sie unterscheiden sich in ihrer Intensität, Emotionalität und Tragweite. Während dem einen schon die Wahl der Kleidung am Morgen schwer fällt, tragen andere große Verantwortung in wirtschaftlicher, finanzieller oder politischer Hinsicht.

Einige Entscheidungen fallen uns sehr leicht und wir treffen sie praktisch aus dem Bauch heraus. Bei anderen Entscheidungen tun wir uns jedoch sehr schwer, wägen immer wieder ab, schwanken zwischen den verschiedenen Optionen und haben schlaflose Nächte.

Warum gibt es eigentlich überhaupt so unterschiedlichen Szenarien? Und was kann dich dabei unterstützen, zukünftig bessere Entscheidungen zu treffen?

Hochsensible Menschen tun sich oft besonders schwer, Entscheidungen zu treffen. Durch unseren Perfektionismus oder unserer Angst davor, uns „falsch“ zu entscheiden, schieben wir Entscheidungen gern lange vor uns her, bis letztendlich kein Aufschub mehr möglich ist.

Denn wir hochsensiblen Menschen betrachten die Dinge gern aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, Hinterfragen viel und wägen Argumente immer wieder gegeneinander ab. So ist die Gefahr groß, dass wir uns in Details verlieren und wir uns somit selbst in der Lösungsfindung blockieren.

Dabei besitzen wir starke intuitive Fähigkeiten, die uns bei Entscheidungen den richtigen Weg weisen. Nun geht es jedoch darum, dem auch zu vertrauen und uns bewusst zu machen, dass es wichtig ist, Entscheidungen für uns zu treffen.

Deshalb dürfen wir unseren Perfektionismus und unser großes Verantwortungsgefühl gern auch einmal ein wenig zur Seite schieben. Das Wissen darum, dass es nicht nur „die eine“ richtige Entscheidung gibt und dass wir es auch nicht allen recht machen können, hilft uns dabei, in Bezug auf Entscheidungen gelassener und mutiger zu werden.

Des weiteren ist es wichtig, dass du dich von der Verantwortung einer Entscheidung bzw. der daraus resultierenden Konsequenz nicht überrollen lässt. Deshalb kann es dir helfen, in kleinen Schritten voran zu gehen und deine Entscheidungen immer wieder zu überprüfen und anzupassen.

Du wirst sehen: Wenn du im Alltag immer wieder übst, konkrete Entscheidungen für dich zu treffen, so werden dir zukünftig auch größere Entscheidungen immer leichter fallen. Vertraue dabei auch auf dein Bauchgefühl. Und wenn du dich doch einmal unsicher fühlst: Suche dir die nötigen Informationen zusammen oder hole dir Unterstützung bei einem entsprechenden Experten.

Wie kannst du zukünftig leichter bessere Entscheidungen treffen? Was unterstützt dich bei der Lösungsfindung? Da es unterschiedliche Ansätze gibt, darfst du für dich herausfinden, welcher Weg für dich und die jeweilige Situation der passendste ist.

  • Entscheide dich FÜR etwas… und schon hast du ein positiveres Gefühl.
  • Sei dir der Konsequenzen bewusst, die aus deiner Entscheidung heraus entstehen. Wie fühlt es sich für dich an? Kannst du mit ihnen leben?
  • Nutze dein Bauchgefühl als Wegweiser für deine Entscheidung.
  • Wenn du dir unsicher bist: Trage so viele Informationen wie möglich zuzsammen und wäge die Möglichkeiten gegeneinander ab.
  • Wenn du selbst keine Erfahrungen auf dem Gebiet der jeweiligen Entscheidung hast, suche dir Menschen, die bereits diese Erfahrungen gemacht haben und bitte sie um Unterstützung.
  • Erstelle eine „Pro-Contra-Liste“ und priorisiere eventuell sogar noch deine Argumente. Was ist dir besonders wichtig? Womit könntest du gar nicht leben?
  • Dokumentiere deinen „Entscheidungs-Ablauf-Prozess“: Was ist relevant? Welche Ressourcen kannst du einsetzen? Was sind die Auswirkungen und Konsequenzen? Wie sehen die möglichen Lösungswege aus?
  • Visualisiere die bedeutungsvollsten Lösungen für dich und frage dich, inwieweit sie wirklich dem entsprechen, was du willst. Hinterfrage deine Entscheidungen so lange, bis du dich wirklich wohl mit ihnen fühlst. Welches Ergebnis hat für dich die höchste Priorität?
  • Wirf eine Münze! Und ganz wichtig: Nicht das Ergebnis ist wichtig, sondern das, was du dir wünschst, während die Münze noch in der Luft ist 😉

Sei dir bewusst, dass die meisten Entscheidungen nicht endgültig sind, sondern du sie immer wieder anpassen und nachjustieren kannst. Oft gibt es auch nicht nur ein „entweder… oder…“, sondern mehrere Alternativen.

Eine 100%ige Sicherheit dafür, die richtige Entscheidung zu treffen, gibt es auch nicht. Also lass ein wenig von deiner Perfektion los und entscheide dich nach bestem Wissen und Gewissen.

Dir fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen? Gern unterstütze ich dich dabei, dich zukünftig wohler damit zu fühlen.

Was sagt eigentlich die Wissenschaft zum Thema Entscheidungen? Im folgenden habe ich einige interessante Ansätze für dich zusammengefasst:

  • Der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann beschreibt zwei Systeme, wie Menschen Entscheidungen treffen: Leichte Entscheidungen werden oft routinemäßig auf der Grundlage von Erfahrungen getroffen. Bei schwierigen Entscheidungen hingegen können wir nicht einfach so auf Erfahrungen zurückgreifen (z.B. in uns noch unbekannten, neuen Situationen).
  • Die meisten Entscheidungen im Alltag beruhen übrigens auf beiden Systemen: Dem Bauchgefühl in Kombinationen mit dem rationalen Denken.
  • Entscheidungen, die uns sehr schwer fallen, haben oft auch bedeutsame Auswirkungen, indem z.B. Fehler gravierende Folgen haben können.
  • Eine aktuelle Studie zeigt, dass Bauchentscheidungen im Alltag grundsätzlich glücklicher machen.
  • Bei Entscheidungen siegt oft das Gefühl über den Verstand.
  • Hat eine Person eine starke und klare Präferenz, entscheidet sie sich schnell und selbstbewusst.
  • Psychologen haben übrigens festgestellt, dass wir nur sehr selten von unseren Gewohnheiten abweichen. Selbst, wenn es Fakten gibt, die vielleicht sogar dagegen sprechen. Erst dann, wenn die eigene Entscheidung wirklich extrem negative Auswirkungen mit sich bringt, sind wir bereit dazu davon abzurücken.

[Quellen: Hochschule Fresenius, Tagesschau, Planet Wissen, Spiegel]

In meiner aktuellen Podcast-Episode betrachte ich das Thema „Entscheidungen“ noch einmal von meiner persönlichen Seite aus.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Der zweite Termin meiner Online-Seminare im Herbst widmet sich dem Thema „Hochsensibilität in Beziehungen.“ Auch dieses Seminar ist für hochsensible Menschen und/oder deren Anghörige geeignet.

Das werden unsere Themenschwerpunkte sein:

  • Welche Besonderheiten haben hochsensible Menschen in Bezug auf Beziehungen?
  • Welche Herausforderungen gibt es zu bestehen?
  • Was sind mögliche Wege, um zukünftig harmonische Beziehungen zu führen?

Alle fünf Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine buchen.

In meinem ersten Newsletter habe ich bereits schon einmal über eine Besonderheit bei Schildkröten gesprochen. Heute geht es jedoch nicht um das Geschlecht, sondern um den Panzer von Schildkröten.

Schildkröten leben nicht einfach so IN ihrem Panzer. Sie SIND ihr Panzer.

Hast du es gewusst? Ich dachte bisher immer, mit dem Schildkrötenpanzer verhält es sich eher wie bei den Einsiedlerkrebsen, aber damit lag ich falsch. Was für eine interessante Erkenntnis.

[By Ian Alexander – Own work, CC BY-SA 4.0,

Während uns einige Entscheidungen ganz leicht aus dem Bauch heraus gelingen, wälzen wir uns bei bedeutsamen Entscheidungen jedoch nächtelang hin und her. Dann kann der Prozess, eine Entscheidung zu treffen, eine wahre Wohltat sein.

Überlege zukünftig genau, welche Tragweite das Ergebnis deiner Entscheidung hat und ziehe dir notfalls Expertenmeinungen hinzu, wenn du dich unsicher fühlst. Nutze Techniken, die dich bei der Lösungsfindung unterstützen. Und höre trotz allem auch immer mit auf dein Bauchgefühl.

Welche Entscheidung in deinem Leben ist dir besonders leicht oder schwer gefallen? Und welche Methoden unterstützen dich bei der Lösungsfindung? Ich freue mich über dein Feedback.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🌿 Newsletter #7 – Die Macht unserer Intuition

Bestimmt bist du auch schon mal einer Person begegnet und hast gedacht: „Oh, das passt ja gar nicht!“ während andere Menschen dir von Anfang an sympathisch waren. Oder du hast Entscheidungen getroffen obwohl dein Bauchgefühl dir davon abgeraten hat.

Dieses seltsam, komische Gefühl im Bauch, das du oft sogar körperlich spüren kannst. Denn nicht ohne Grund heisst es: „Das bereitet mir Bauchschmerzen!“ Doch ist dieses Bauchgefühl eigentlich dasselbe wie Intuition?

Dazu herrscht allgemein noch Uneinigkeit. Während einige sagen, dass Bauchgefühl lediglich eine Alltagsumschreibung für Intuition ist, behaupten andere, dass man beides klar trennen muss. Doch mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Ein Buch, welches mich zum Thema Intuition besonders beeindruckt hat, ist übrigens Folgendes: „Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition.“ von Gerd Gigerenzer. Unbedingt lesenswert, wenn du dich für dieses spannende Thema interessierst.

Wir hochsensiblen Menschen sind sehr empathisch und uns werden starke intuitive Eigenschaften zugeschrieben. Bereits von Geburt an nehmen wir Sinnesreize stärker wahr und lernen sehr schnell, wie wir uns der jeweiligen Situation anpassen können.

In der Tierwelt ist es so, dass die hochsensiblen Tiere dafür da sind, das Überleben ihrer Artgenossen abzusichern. Sie erkennen frühzeitig Gefahren und können andere somit rechtzeitig warnen. Auf den Menschen bezogen gibt es jedoch nur noch sehr selten Situationen, in denen unser Überleben wirklich gefährdet ist. Unser hochsensibles Nervensystem reagiert jedoch trotzdem auf kleinste Veränderungen und wittert schnell mögliche Gefahren.

Dabei unterstützt uns unser Bauchgefühl bzw. unsere Intuition. Es lässt uns wissen, dass irgendetwas nicht stimmt. Jedoch führt genau das auch schnell zu Überreizung, da in den meisten Fällen ja keine wirkliche Gefahr mehr droht. Deshalb versuchen wir hochsensiblen Menschen sehr oft, unser Bauchgefühl zu ignorieren und uns lieber der breiten Masse anzupassen. Dabei steigt jedoch immer mehr die Diskrepanz zwischen dem, was wir innerlich fühlen und dem, wie wir uns wirklich verhalten. Im schlimmsten Fall verlieren wir dadurch die Verbindung zu uns selbst.

Doch lernen wir mit unserer eigenen Hochsensibilität umzugehen, sind wir uns dieser wirklich auch bewusst und trauen wir (wieder) unserem Bauchgefühl, so können wir unsere besonderen Fähigkeiten auch wirkungsvoll einsetzen. Zum Beispiel innerhalb der Familie, im Freundeskreis, in Unternehmen und für die Gesellschaft im Allgemeinen.

Wie kannst du deiner Intuition zukünftig wieder mehr Beachtung schenken und davon profitieren?

  • In der Ruhe liegt die Kraft. Gönne dir immer einmal wieder Momente der Auszeit und Stille, um überhaupt in dich hinein hören zu können. Welche Gedanken und Gefühle kommen in dir hoch? Womit fühlst du dich wohl oder unwohl?
  • Beobachte dich selbst und nimm deine Gefühle in den unetrschiedlichsten Situationen wahr. Wo im Körper spürst du sie? Womit bringen sie sich zum Ausdruck?
  • Richte den Fokus im Alltag auf bestimmte Dinge (z.B. Wieviele rote Autos siehst du? Wieviele Menschen tragen eine Brille?). Dadurch erweiterst du deinen Wahrnehmungsradius und fütterst somit dein Unterbewusstsein.
  • Beobachte Menschen wann immer es möglich ist. Hinterfrage ihr Auftreten. Was steckt hinter dieser Person? Welche Emotion strahlt sie aus? Welche Eigenschaften besitzt sie?
  • Frage dich, warum du jemanden sympathisch oder unsympathisch findest. Ist es wirklich die Person selbst oder ist es vielleicht nur, weil sie dich an jemanden erinnert, mit dem du negative oder auch besonders positive Empfindungen verbindest?
  • Begib dich in die Öffentlichkeit und nimm ganz bewusst alles um dich herum wahr. Welche Alltagssituationen kannst du erkennen? Was für Menschentypen erkennst du? Welchen Gesprächen kannst du lauschen? Was alles siehst du? Halte diese Übung jedoch relativ kurz, um dich vor einer Überreizung zu schützen.
  • Versuche in deinem Alltag in Bezug auf bestimmte Situationen die Zukunft vorauszusagen. Gib Prognosen dazu ab, wie sie weitergehen oder was das jeweilige Ergebnis sein wird.
  • Fange an, deinem Bauchgefühl immer mehr zu trauen. Triff kleinere Entscheidungen spontan und schau, was es mit dir macht und wie es sich anfühlt.
  • Bei größeren und bedeutsamen Entscheidungen kann es jedoch hilfreich sein, auch deinen Verstand mit hinzuzuziehen. Vor allem dann, wenn du auf dem entsprechenden Gebiet (noch) nicht so viel Erfahrung besitzt.

Gern unterstütze ich dich dabei, deine Intuition zu schärfen und zurück zu deinem Bauchgefühl zu finden.

Was genau ist eigentlich Intuition bzw. das Bauchgefühl? Was sagt die Wissenschaft dazu? Im folgenden findest du zusammengefasst die wichtigsten Forschungsergebnisse:

  • Der Begriff Intuition kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet „anschauen“ oder „genau hinsehen“.
  • William James Mayo, ein US-amerikanischer Chirurg und Mitgründer der renommierten Mayo Clinic, sagt, dass Intuition das „instinktive Zusammenfassen von Erinnerungen und anderen Beweismaterialien, von den fünf Sinnen eingesammelt und vom Bewusstsein korreliert“ ist.
  • Der kanadisch-US-amerikanischer Psychiater Eric Berne findet: Intuition ist das Wissen, das auf Erfahrung beruht und durch direkten Kontakt mit dem Wahrgenommenen erworben wird, ohne dass der intuitiv Wahrnehmende sich oder anderen genau erklären kann, wie er zu der Schlussfolgerung gekommen ist.
  • Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass unser Bewusstsein eine Informationsmenge von max. 40 bis 50 Bits pro Sekunde verarbeiten kann (abhängig von diversen Faktoren). Allerdings kann unser Gehirn über die Sinneskanäle im gleichen Zeitraum ein Vielfaches an Informationen empfangen. Der Wissenschaftsjournalist Tor Nørretranders geht von etwa 11 Millionen Bits aus, die größtenteils direkt ins Unterbewusstsein übergehen.
  • Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens individuelle Erfahrungen gemacht. Deshalb sind auch die intuitiven Fähigkeiten von Mensch zu Menschen individuell ausgeprägt.
  • Unsere Intuition sendet uns über Körpersignale oder Gefühle Botschaften, z.B. ein Kribbeln im Bauch, wenn wir verliebt sind oder ein unangenehmes Gefühl im Bauch im Zusammenhang mit einer Entscheidung.
  • Tilmann Betsch, Professor für Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität Erfurt sagt, dass wir uns in Situationen, in denen wir sehr gute Erfahrungen haben, uns auch sehr gut auf unsere Gefühle verlassen können (z.B. bei Feuerwehrleuten, Anwälten, Ärzten etc.). Wenn sich die Umstände ändern und die Dinge vom Gewohnten abweichen, können intuitive Entscheidungen hingegen eher in die Irre führen.
  • Die Verhaltenspsychologin Marie Juanchich bemerkt, dass es unzählige Beeinflussungen gibt, die wir meist gar nicht bemerken. Bei finanziellen Fragen setzt meist der „Ankereffekt“ ein oder wir bewerten unbewusst neue Informationen stärker als ältere. Das ist z.B. bei Falschinformationen von Nachteil.
  • Tilmann Betsch geht davon aus, dass Bauchgefühl und bewusstes Denken in der Regel zusammenarbeiten: „Die Informationssuche läuft zum Großteil bewusst ab. Sie liefert den Raum, in welchem die Intuition die Informationen integriert und zu einer Entscheidung formt.“

[Quellen: Zeitblüten, Spektrum der Wissenschaft]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über das Thema „Dein Bauchgefühl als Wegweiser.“ Und warum gerade bei hochsensiblen Menschen diese Fähigkeit sehr ausgeprägt ist.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

In den kommenden Newslettern werde ich etwas ausführlicher auf meine 5 Online-Seminare im Herbst eingehen. Die einzelnen Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

In der ersten Veranstaltung am Do, 05.09.2024 wird es um das Thema „Hochsensibilität im Alltag“ gehen. Es gibt einen ersten Überblick zum Thema Hochsensibilität, so dass es für hochsensible Menschen selbst oder deren Anghörige geeignet ist.

Du erhältst du eine kurze Zusammenfassung über den derzeitigen Stand der Forschung, wir besprechen die Herausforderungen im Alltag und ich gebe dir wertvolle Impulse mit auf den Weg, wie du zukünftig besser mit deiner eigenen Hochsensibilität oder der anderer Menschen um dich herum umgehen kannst. Außerdem gibt es für dich die Möglichkeit, deine Fragen zum Thema zu integrieren.

Du kannst direkt in meinem Shop entweder ein Einzelticket für 29 Euro je Seminar oder ein Ticket im Wert von 99 Euro für alle 5 Veranstaltungstermine buchen.

Heute geht es um die Frage: Was war zuerst da… Das Huhn oder das Ei?

Das Team um den Forscher Baoyu Jiang fand beim Scannen von Reptilien heraus, dass sich bei vielen Tierarten Phasen, in denen sie Eier legten, mit Phasen, in denen sie lebende Junge zur Welt brachten, abwechselten. Außerdem brachten die frühesten Reptilien, Vögel und Säugetiere lebende Junge zur Welt.

Grundlegend betrachtet legten die Ur-Ur-Ur-Vorfahren der Henne somit gar keine Eier. Also stand ganz am Anfang definitiv kein Ei. Allerdings stand ganz am Anfang auch gar keine Henne…

Die Frage bleibt also irgendwie auch weiterhin ungelöst. Was sind deine Gedanken dazu?


Wenn du das nächste Mal eine Entscheidung triffst, dann höre doch einfach mal etwas mehr auf dein Bauchgefühl. Und dann überlege, ob du ihm auch trauen kannst oder ob du doch besser noch ein paar mehr unabhängige Informationen einholen solltest.

Was hast du für Erfahrungen mit deiner Intuition und deinem Bauchgefühl gemacht? Und, trainierst du aktiv deine Intuition? Ich freue mich auf deine Gedanken.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Unser Bauchgefühl als Wegweiser.

🌀Sicher kennst du es auch: Dieses unangenehme Gefühl im Bauch, wenn du etwas tust und es sich irgendwie nicht richtig anfühlt. Oder das Gefühl, als würden viele Schmetterlinge in deinem Bauch umher fliegen, wenn dir etwas unglaublich Schönes oder Aufregendes passiert.

🎧 Während das gerade beschriebene Bauchgefühl eher unspezifisch ist, kannst du deine Intuition jedoch ganz aktiv trainieren, so dass sie dir zukünftig bei Entscheidungen ein guter Wegweiser sein kann. Ein paar Denkanstöße zu diesem sehr spannenden Thema erhältst du heute bereits in meiner aktuellen Podcastfolge.

📬 Etwas ausführlicher wird es dann die kommende Woche in meinem Newsletter, in welchem ich dir wertvolle Tipps zum Trainieren deiner Intuition mit auf den Weg gebe und du außerdem auch etwas mehr über die wissenschaftlichen Hintergründe erfährst. Und über die spannende Frage: Was war zuerst da… Huhn oder Ei? 🐔🥚

🩷 Ich wünsche dir viel Spaß beim Anhören meiner Podcastfolge! Und falls du es noch nicht getan hast: Abonniere gern auch meinen 14-tägigen Newsletter bei LinkedIn oder schreibe mir eine Nachricht, dass ich dich in den Verteiler mit aufnehmen darf.

Komm gut durch die hochsommerlichen Tage! 🙂

🌿 Newsletter #6 – Der nächste richtige Schritt

Vielleicht kennst du das auch: Du bist an einem Punkt in deinem Leben angekommen, an dem du genau weißt, wie der nächste Schritt aussehen sollte. Und eigentlich ist es doch auch ganz leicht. Eigentlich. Denn irgendwie schaffst du es nicht. Du schaffst es nicht, den nächsten Schritt zu tun, der dir jedoch absolut logisch erscheint. Denn für dich ist es eben nicht nur ein kleiner Schritt. Sondern es fühlt sich so an, als müsstest du einen riesigen Abgrund überwinden.

Manchmal bist du einfach noch nicht so weit. Manchmal fehlt der Mut, ein anderes Mal die Energie, und manchmal einfach das Selbstvertrauen. Das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. Denn manchmal vergessen wir, wie stark wir eigentlich sind. Wie unabhängig wir sein können. Und dass am Ende wir selbst, mit all unseren Bedürfnissen, in unserem Leben an allererster Stelle stehen sollten.

Hochsensible Menschen tendieren dazu, es anderen immer wieder recht machen zu wollen. Nicht anzuecken oder negativ aufzufallen. Ihnen geht es erst dann gut und sie können erst dann richtig entspannen, wenn es den Menschen um sie herum gut geht. Und das ist wahrlich ein Teufelskreis.

Im Mittelpunkt zu stehen ist uns eher unangenehm… so arbeiten wir doch lieber im Hintergrund und lassen andere Menschen strahlen. Deshalb kehren wir so gern unsere Talente und Fähigkeiten unter den Teppich und üben uns in Bescheidenheit.

Viele hochsensible Menschen haben in ihrer Kindheit und Jugend negative Erfahrungen gemacht mit dem, wie sie sind. Ablehnung und Kritik beziehen wir so oft auf uns selbst und nehmen es persönlich. Wir versuchen, uns immer wieder neu anzupassen. Hinterfragen viel. Analysieren. Was hätte ich nur besser machen können?

Und die Angst vor Ablehnung und Scheitern führt dann oft dazu, dass wir uns nicht trauen, aufzufallen. Unsere Stimme zu erheben. Für unsere Bedürfnisse einzustehen. Wir trauen uns nicht, uns zu zeigen… mit all unseren Facetten.

Dabei wissen wir hochsensiblen Menschen intuitiv oft sehr schnell, was der nächste richtige Schritt wäre. Bei uns selbst und bei anderen. Bei anderen Menschen fällt es uns leicht, sie anzuleiten und zu motivieren. Bei uns selbst scheint dieser nächste Schritt jedoch oft unüberwindbar.

Doch das Gute ist: Du kannst das lernen. Deine eigene Persönlichkeit wiederzuentdecken. Deine Sensibilität anzunehmen und sie zu schätzen lernen. An dich und deine wertvollen Fähigkeiten zu glauben, sie zu zeigen und effektiv einzusetzen. Am Arbeitsplatz, in deinem privaten Umfeld, vor allem jedoch bei dir selbst.

Bevor du überhaupt über den nächsten Schritt nachdenken kannst, ist es wichtig herauszufinden, as du eigentlich wirklich willst. Was deine eigenen Bedürfnisse sind. Mehr Input dazu findest du in meinem letzten Newsletter.

Wenn du für dich herausgefunden hast, in welche Richtung es gehen soll, dann können dir folgende Dinge dabei helfen, in Bewegung zu kommen:

  • Versuche, die negative Gedankenspirale in deinem Kopf abzuschalten bzw. anzuhalten.
  • Frage dich: Was habe ich zu verlieren? Was kann im schlimmsten Fall passieren?
  • Hol dir Unterstützung, wenn du scheinbar keinen Ausweg für dich findest. Ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen, ein Coaching (z.B. mit mir…) oder auch eine Therapie können dir helfen.
  • Trau dich! Sei mutig! Denke eher in kleinen Schritten, so vermeidest du eine Überforderung.
  • Konzentriere dich darauf, wie es sich anfühlt, wenn das, was du vor hast, auch wirklich klappt.
  • Belohne dich und gönn dir etwas Gutes, wenn du den ersten Schritt getan hast.

Grundsätzlich geht es darum, in Bewegung zu bleiben. Egal wie. Egal in welchem Tempo.

Bleibe nur stehen, um kurz durchzuatmen. Gehe nur dann etwas zurück, um neu Anlauf zu nehmen. Behalte dein Ziel vor Augen und nutze die Kraft der Motivation. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Wenn wir Dinge wirklich schaffen und unsere Ziele erreichen wollen, spielt das Thema Motivation dabei eine herausragende Rolle. Im folgenden findest du zusammengefasst die wichtigsten Forschungsergebnisse dazu:

  • Seit dem Industriezeitalter waren Menschen lediglich dazu berufen, im Arbeitsalltag zu funktionieren und so produktiv wie möglich zu sein.
  • Der US-amerikanische Ingenieur und Begründer der Arbeitswissenschaft Frederick Winslow Taylor brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wende und legte damit den Grundstein für die heutige Form des Managements.
  • Zukünftig sollten somit äußere Anreize geschaffen werden, die Menschen dazu motivieren ein Ziel zu erreichen und die Abläufe dabei genau überwacht werden.
  • Allerdings bringt die Belohnung in Form von Geld langfristig nicht den gewünschten Erfolg. Es muss immer wieder angepasst und erhöht werden, um einen neuen Anreiz zu schaffen.
  • Viel mehr Erfolg bringt dahingegen die intrinsische Motivation, also die Motivation, die von innen heraus entsteht.
  • Die Verhaltensforscher Edward L. Deci und Richard Ryan sagen, dass wir drei angeborene psychologische Grundbedürfnisse haben: Kompetenz, Autonomie und Zugehörigkeit. Sind diese drei Bedürfnisse erfüllt, läuft die intrinsische Motivation auf Hochtouren.
  • Selbstbestimmtheit ist außerdem ein wichtiger Faktor für die intrinsiche Motivation. Dazu kommt, den Sinn in einer Aufgabe zu erkennen.
  • Unternehmen sollten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deshalb zukünftig gut zuhören und intensiver auf deren psychologischen Grundbedürfnisse eingehen. Denn wer sich intrinsisch motiviert fühlt, lebt zufriedener kann zukünftig auch besser Krisen meistern.

[Quelle: t3n]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über das Thema „Der nächste richtige Schritt.“ Weshalb es vielen hochsensiblen Menschen besonders schwer fällt, diesen auch wirklich zu tun. Und warum ein unterstützendes Coaching sehr wertvoll sein kann.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Da ich immer wieder Nachrichten und Fragen zu den unterschiedlichsten Bereichen von Hochsensibilität erhalte, wird es Ende des Jahres eine einmalige und exklusive 5-teilige Seminar-Reihe geben.

Die einzelnen Events sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Sie sind ab jetzt entweder einzeln oder auch als Seminar-Bundle in meinem Online-Shop buchbar.

Wusstest du, dass bis zum 19. Jahrhundert sich nur Frauen die Zähne geputzt haben?

Im Mittelalter wurden Zahnschmerzen als „gottgewollte Probe“ erachtet. Der hatten sich die Männer zu stellen. Männer, die sich die Zähne putzten, galten damals als schwach und dekadent.


Manchmal kann ein kleiner Schritt eine große Herausforderung sein. Nutze deshalb zukünftig vor allem deine intrinsische Motivation, um voranzukommen und deine Ziele zu erreichen. Suche dir die passende Unterstützung, wenn du merkst, dass du an deine Grenzen kommst. Und putze dir regelmäßig die Zähne 😉

Ich freue mich auf deine Gedanken.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Der nächste richtige Schritt.

🌿 Vielleicht kennst du das auch: Du bist an einem Punkt in deinem Leben angekommen, an dem du genau weißt, wie der nächste Schritt aussehen sollte. Doch irgendwie schaffst du es nicht, ihn auch wirklich zu tun.

Was sich verändert, wenn du einfach die Bewertung bzw. das „richtig“ heraus nimmst und weshalb es eingroßer Vorteil sein kann, dir extern Unterstützung zu holen, erfährst du in meiner aktuellen Podcast-Folge. Zu hören überall da, wo es Podcasts gibt.

Was hat dir schon dabei geholfen, den nächsten richtigen Schritt zu tun?

🌿 Newsletter #5 – Weisst du, was du willst?

Wahrscheinlich fällt es dir leicht darüber zu sprechen, was dich nervt, was du alles nicht kannst oder was du nicht möchtest. Aber hast du auch eine Antwort auf die Frage: Was willst du eigentlich wirklich?

In meinen Coachings, in Gesprächen oder auch im Alltag erlebe ich es immer wieder, dass Menschen gut darin sind, sich über etwas aufzuregen. Unzufrieden zu sein mit dem, was gerade ist. Aber wenn ich dann die Frage danach stelle, was denn die Alternative sei bzw. womit sie sich besser fühlen würden, dann ist das Ergebnis oft ein „Ich weiss es nicht.“ oder ein „Na, wenn das oder das NICHT ist!“

Und dabei ist es doch so wichtig zu wissen, wie dein Leben aussehen soll. Wo du Kompromisse eingehen möchtest und wo ganz klar deine Grenzen liegen. Womit du dich wirklich wohl fühlst. Denn nur dann bist du auch dazu in der Lage, gut für dich selbst zu sorgen, deine Bedürfnisse und Grenzen nach außen zu kommunizieren und dein Leben danach auszurichten.

Wie ich haben auch viele andere hochsensible Menschen ihre erhöhte Sensitivität in ihrer Kindheit und Jugend oft als etwas Negatives erlebt. Denn wer möchte schon gern immer wieder als „Sensibelchen“ abgestempelt werden oder immer ein Außenseiter sein. Somit sind wir wahre Meister, wenn es um das Thema Anspassung geht.

Durch unsere empathischen Fähigkeiten erspüren wir sehr schnell, wie wir anderen Menschen etwas Gutes tun können. Wir sind extrem gut darin, anderen ein gutes Gefühl zu geben. Wohlfühlatmosphären zu erschaffen. Und wir wissen, was wir tun müssen, um anderen zu gefallen. Doch führt genau das oft dazu, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse verleugnen, sie verstecken und uns viel mehr mit dem Außen beschäftigen, als mit uns selbst.

Das erste Mal richtig bewusst geworden ist mir das mit Anfang 20. Ich besuchte ein Schnupperwochenende zum Thema „Ausbildung zur Integrativen Tanztherapeutin“. Schon da ging es viel um das Thema Selbsterfahrung. Nach einer Übung gab es eine Gesprächsrunde. Ich war an der Reihe und erzählte gerade darüber, wie ich andere Menschen immer wieder auf ihrem Weg und ihren Vorhaben unterstütze. Unsere Seminarleiterin blickte mir in die Augen, lächelte und fragte:

„Und jetzt sag doch mal, Kristin… was willst DU eigentlich?“

Dieser Satz bewegte so viel in mir! Diese Frage hatte mir so noch niemand gestellt und ich begann, sie zu meinem Lebensinhalt zu machen. Wenn mir mein Gefühl sagt, dass ich mit irgendetwas unwohl fühle, hinterfrage ich die Situation und frage mich selbst: Will ich das eigentlich wirklich?

Sich der eigenen Persönlichkeit, Muster und Verhaltensrollen bewusst zu sein bildet die Basis für ein gesundes und ausgeglichenes Leben. Im beruflichen wie auch privaten Kontext. Und gerade hochsensible Menschen dürfen sich dessen bewusst werden, dass zu allererst sie der wichtigste Mensch in ihrem eigenen Leben sind.

Zu wissen, was du nicht in deinem Leben möchtest, ist ein Anfang. Insbesondere dann, wenn du Negatives beseitigen möchtest. Doch ist das alles letztendlich nicht wirklich viel wert, wenn du nicht weißt, was an die Stelle dieses „Nichts“ treten soll. Denn dein Mindset spielt bei diesem Veränderungsprozess eine wichtige Rolle.

  • Nachdem du dir bewusst gemacht hast, was du nicht mehr in deinem Leben haben möchtest, frage dich: Was sind die Dinge, auf die du ab jetzt deinen Fokus richten möchtest?
  • Dir die Frage zu stellen, was du eigentlich wirklich willst, kann anfangs sehr herausfordernd sein. Vielleicht hilft es dir darüber nachzudenken, was du bei anderen Menschen und in deren Leben magst und womit du dich wohl fühlst.
  • Es ist absolut okay, nicht auf alles gleich eine Antwort zu haben. Nutze das „Ich weiß nicht.“ in dir und verwandle es in ein „Ich weiss es NOCH nicht.“ Und schon verändert sich dein Mindset.
  • Suche nach Lösungen für deine Herausforderungen. Wenn du dich mit etwas unwohl fühlst, überlege dir, was du konkret tun kannst, um diese Herausforderungen in etwas Positives umzuwandeln.
  • In welchen Situationen und in der Gegenwart welcher Menschen kannst du entspannen und ganz du selbst sein? Und wie schaffst du es, zukünftig mehr solcher Momente und Menschen in dein Leben zu integrieren?
  • Nutze die Macht der Visualierung. Schließe deine Augen, atme ruhig ein und aus und erschaffe dir vor deinem inneren Auge den Idealzustand, den du erreichen möchtest. Nutze dafür alle deine Sinne. Vielleicht inspiriert dich dieses Bild auch zum Malen oder zum Erschaffen eines Vision-Boards. Träume dich, so oft es geht, in diesen Zustand hinein und genieße das angenehme Gefühl.

Diese Punkte sind ein kleiner Anreiz für dich, wie du deinen eigenen Veränderungsprozess angehen kannst. Egal ob es dabei um private oder berufliche Themen geht.

Grundsätzlich geht es darum, dich und dein Mindset weg vom „Ich will das nicht!“ hin zu einem „Genau das ist es, was ich will!“ zu verändern. Und das im Idealfall dann auch wirkungsvoll nach außen zu kommunizieren.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Im Zusammenhang mit der Wichtigkeit des persönlichen Mindsets könnte dich vielleicht das Thema Neuroplastizität interessieren. Denn Dinge wie z.B. die Visualisierung oder positive Gespräche mit dir selbst, beeinflussen nachhaltig die Veränderungsprozesse im Gehirn. Das kann dich nachhaltig dazu motivieren, deine Ziele auch wirklich zu erreichen.

  • Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit unseres Gehirns, sich an Veränderungen anzupassen. So werden z.B. Routinen und Gewohnheiten erschaffen.
  • Dopamin spielt dabei eine Schlüsselrolle, denn dieses Hormon wird als Belohnung ausgeschüttet und lässt uns gut fühlen.
  • Die Häufigkeit ist ausschlaggebend für den Erfolg. Erst ab etwa 100 Wiederholungen kann mit der Ausbildung neuer Synapsen gerechnet werden.
  • Neu gebildete Nervenverbindungen werden besonders in Ruhephasen gestärkt. Deshalb sind die Reduzierung von Stress und ausreichend Schlaf von großer Wichtigkeit.

[Quelle: Medical Park]

Unter diesem Link von gedankenwelt.de findest du 16 wertvolle Übungen dazu, wie du dein eigenes Gehirn und somit deine Neuroplastizität trainieren kannst.

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über meine eignen Gedanken zum Thema „Weisst du, was du willst?“.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

In den nächsten Wochen stehen in Leipzig wieder einige tolle Events an, bei denen wir beide uns wiedersehen und ins Gespräch kommen können:

11.06.24, 19 Uhr – Red Club Leipzig

13.06.24, 17:30 Uhr – Networking Queens | Pokerface & Abendgarderobe

30.07.24, 18 Uhr – Easy Business Club

28.08.24, 18 Uhr – Speed-Networking bei Entenza

Melde dich gern, wenn du dir mehr Informationen wünschst oder bei dem ein oder anderen Event dabei sein möchtest.

Sehr gern teste ich auch dein Event dahin gehend, ob es für hochsensible Menschen geeignet ist bzw. welche Anpassungen du treffen kannst, um es angenehmer für die Sinne zu machen. Denn letztendlich werden alle Menschen davon profitieren.

Für den heutigen Fakt reisen wir wieder in die Tierwelt.

Wusstest du, dass man das Brusttrommeln von männlichen Gorillas bis zu einem Kilometer weit hören kann?

Forscher vermuten, dass das Trommeln Auskunft über die Größe des Primaten geben kann und somit abschreckend wirken soll.

Die Dauer des Trommelns ist übrigens nur relativ kurz und dauert maximal 3 Sekunden.


War dir bis heute bewusst, dass der Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!“ durch die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung widerlegt wird und Menschen somit bis ins hohe Alter hinein dazu in der Lage sind, ihr Gehirn und ihre Denkstrukturen grundlegend zu verändern?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.

🎧 Neue Podcast-Folge: Weisst du, was du willst?

🌿 „Und, Kristin… was willst DU eigentlich?“

Mit Anfang 20 besuchte ich ein Einführungsseminar in Nürnberg, um herauszufinden, ob ich mich zur Integrativen Tanztherapeutin ausbilden lassen möchte. Während dieses Wochenendes gab es bereits viele Übungen zur Selbsterfahrung. In einer anschließenden Gesprächsrunde erzählte ich davon, wie ich andere Menschen immer wieder auf ihrem Weg unterstütze und ihnen helfe. Unsere Kursleiterin lächelte mich an und fragte: „Und, Kristin… was willst DU eigentlich?“

Diese Frage veränderte mein Leben und ich begann, mich immer weiter mit mir selbst und meinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen. In meinen Coachings und in Gesprächen erlebe ich es immer wieder, dass Menschen zwar genau wissen, was sie nicht mehr möchten… die wenigsten jedoch können sagen, was genau dann an diese Stelle treten soll.

Mehr Gedanken dazu findest du in meiner aktuellen Podcastfolge. Zu hören überall, wo es Podcasts gibt.

Was waren die Wendepunkte in deinem Leben?

🌿 Newsletter #4 – Der Umgang mit Emotionalität, vor allem in wichtigen Gesprächen.

Vielleicht kennst du das auch: Du führst mit jemandem ein Gespräch (egal ob geschäftlich oder privat) und plötzlich bricht dein Gegenüber in Tränen aus. Oder wird wütend. Wie gut kannst du damit umgehen?

Oder betrachten wir das Ganze doch einmal von der anderen Seite: Du befindest dich in einem Gespräch… doch plötzlich triggert dich ein Satz oder ein bestimmtes Wort und dann bist du die Person, die in Tränen ausbricht.

Stauen wir Emotionen zu lange in uns auf oder schieben wir unsere persönlichen Baustellen immer wieder zur Seite, kann es fast jederzeit dazu kommen, dass uns unsere Emotionen ohne Vorwarnung überrollen und wir dann keine Kontrolle mehr darüber haben. Und wenn wir nicht in der Lage dazu sind, uns in diesen Momenten selbst zu regulieren, dann können wir es auch nur sehr schwer aushalten, wenn andere Menschen in unserer Gegenwart emotional werden.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die uns in solchen Situationen helfen können. Mehr dazu im übernächsten Abschnitt. Vorher möchte ich jedoch noch kurz darauf eingehen, welchen Einfluss Hochsensibilität auf das Thema Emotionen hat.

Hochsensible Menschen nehmen Sinnesreize intensiver wahr. Ihre Empathie und Tiefgründigkeit führen außerdem dazu, dass Emotionen einen stärkeren Einfluss auf sie haben. Das Gehirn funktioniert einfach anders als bei normal sensiblen bzw. neurotypischen Menschen. Intensives Fühlen und Erleben sowie das Hineinversetzen in die unterschiedlichsten Situationen und Szenarios gehört bei hochsensiblen Menschen zum Alltag.

Doch viele Hochsensible leben oft noch unentdeckt und sind Meister der Anpassung geworden. Sie sind sich ihrer eigenen Hochsensibilität oft gar nicht bewusst und haben über die Jahre hinweg gelernt, ihre wahren Emotionen zu verstecken. Weil es oft einfach unbequem ist, immer wieder als „Sensibelchen“ abgestempelt zu werden.

Das Ergebnis ist, dass sie emotionale Situationen häufig mit sich selbst ausmachen oder einfach alles in sich hinein fressen. Kommt dann ein Auslöser bzw. „Trigger“ von außen, so lösen sich plötzlich die aufgestauten Emotionen und die eigene Kontrolle darüber geht verloren.

Deshalb ist es so wichtig, sich seiner eigenen Hochsensibilität bewusst zu sein. Sie zuzulassen, sie wieder zu entdecken und mit ihr umgehen zu lernen. Sich selbst gut regulieren zu können. Und somit auch für andere Menschen da sein zu können ohne vom Mitgefühl ins selbstschädigende Mitleid abzurutschen.

Sich deiner eigenen Emotionen bewusst zu werden, um anschließend gut mit ihnen umgehen zu können, ist oft ein längerfristiger Prozess. Die folgenden Schritte können dir jedoch gut dabei helfen, in herausfordernden Situationen zukünftig besser zu reagieren:

  • Nimm deine Emotionen ganz bewusst wahr. Welche körperlichen Symptome zeigen sich? Was passiert in dir?
  • Frage dich, was genau der Auslöser bzw. „Trigger“ für deinen emotionalen Ausbruch war. Was kannst du tun, damit das zukünftig nicht wieder passiert?
  • Wenn du merkst, dass dein Körper anfängt zu reagieren: Erschaffe dir eine Art „Notfall- bzw. Pauseknopf„, den du in Gedanken drücken kannst. Dann atme mehrmals tief durch, um dich selbst zu regulieren oder verlasse die emotionale Situation, um Abstand zu erhalten.
  • Wenn du emotional reagierst, werden in deinem Körper zahlreiche Hormone ausgeschüttet, die das Denken blockieren. Erst, wenn diese Hormone wieder abgebaut sind (was übrigens eine ganze Weile dauern kann…) bist du wieder in der Lage, richtig zuzuhören und klar zu denken.
  • Was genau sind bzgl. der emotionalen Situation deine Gedanken? Wie tragen sie dazu bei, dass du die Kontrolle verlierst?
  • Wie sprichst du grundsätzlich mit dir selbst? Sind das wirklich deine eigenen Gedanken oder Glaubenssätze, die von anderen Menschen aus deiner Vergangenheit stammen?
  • Was sind konkrete Dinge, die du tun kannst, wenn du in einem Gespräch emotional wirst? (z.B. Atmung kontrollieren, an etwas Angenehmes denken, um eine kurze Pause bitten etc.)

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl von Impulsen, die gern ergänzt werden dürfen. Grundsätzlich geht es darum, deine Emotionen zu erkennen, dir den Auslösern bewusst zu werden und deine Emotionen zukünftig selbst regulieren zu können.

Gern unterstütze ich dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden.

Die Redakteurin Henriette Maslo-Dangl vom ORF hat eine Dokumentation über Hochsensibilität ins Leben gerufen und ausgewählte Menschen zu diesem Thema interviewt. Ich durfte eine von ihnen sein.

Die Dokumentation läuft MORGEN am 22. Mai 2024 um 20:15 Uhr in Erstaustrahlung bei 3sat. Danach ist der Beitrag in der Mediathek zu finden.

Heute möchte ich mich kurz dem Thema „Emotinale Intelligenz“ widmen und warum sie so erfolgreich macht.

  • Emotionale Intelligenz bezeichnet das Erkennen bzw. Wahrnehmen von Emotionen, das Verstehen der wahrgenommen Emotion sowie die Fähigkeit zur Regulierung der Emotion. Das alles kann auf die eigenen Emotionen oder die fremder Menschen bezogen werden.
  • Während das Erkennen von Emotionen eher Talent bezogen ist, ist das Verstehen und Regulieren von Emotionen eine Kompetenz. Das bedeutet, du kannst sie aktiv üben und traineren.
  • Hochsensible Menschen sind von Natur aus wahre Talente darin, Emotionen bei anderen zu erkennen.
  • Die kognitive Intelligenz steht in enger Beziehung mit dem Talent, Emotionen zu erkennen und der Kompetenz, Emotionen zu verstehen.
  • Die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor für den Erwerb von Kompetenzen zum Verstehen und Regulieren von Emotionen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es Menschen gibt, die von Natur aus sehr gut darin sind, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen. Das Verstehen von Emotionen sowie deren Regulierung, kann man jedoch sehr gut üben und trainieren.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile übrigens so weit, dass sie Emotionen, an Hand von Gesichtsausdrücken, verlässlich erkennen und sogar Vorhersagen für den Erfolg von Psychotherapie treffen kann. Verrückt, oder?!

[Quelle: Forschung & Lehre, mdr Wissen]

In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich über den Einfluss von Emotionen auf wichtige Gespräche und greife damit das Thema dieses Newsletters noch einmal auf.

Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple Podcasts, Google Podcasts, YouTube Podcasts, Spotify, Podimo etc.

Mein Learning der Woche hat dieses Mal mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) zu tun:

Wusstest du, dass Soft Skills in Zeiten von KI auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger werden?

Wo du früher durch Fachwissen glänzen konntest, darfst du heute mit deiner Persönlichkeit überzeugen. Denn Soft Skills, wie z.B. Emotionale Intelligenz, Führungs- und Problemlösefähigkeiten sowie echte Empathie, kann KI (noch?!) nicht.

Wie gut kannst du mit Emotionen bei dir und anderen umgehen? Welche Methoden und Techniken nutzt du zur Selbstregulierung? Welche Informationen hast du, die anderen einen Mehrwert bieten können?

Ich freue mich über deine Gedanken dazu.

Sei herzlichst gegrüßt,

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Website.