Mediale Hilfsmittel

#MedialeHilfsmittel #StoryTelling

Um eine #Geschichte so richtig zum Leben zu erwecken, empfiehlt es sich, die Sinne des Publikums anzusprechen. Je mehr sie zu einer Art sinnlichen Erfahrung wird, desto besser bleibt sie beim Publikum in Erinnerung.

Sehen: Um die #Augen anzusprechen, könntest du dich zum Beispiel, dem Anlass entsprechend, kleiden. Oder du bringst etwas mit, das zu deiner Geschichte passt und was sich dein Publikum anschauen kann. Auch emotionale Bilder, Filme und Fotos, groß auf Leinwand projeziert, haben Wirkung. Dein #Vortrag könnte auch an einem bestimmten Ort stattfinden oder deine Bühne in entsprechendes Licht oder in Nebel getaucht sein. Auch angeleitete Traumreisen sind möglich.

Hören: Um die Ohren zu beeinflussen, eignen sich #Musik oder Soundeffekte. Und auch der Klang deiner Stimme hat eine entsprechende Wirkung. Verschiedene Rollen könntest du in der jeweils passenden Stimmlage und Stimmfärbung sprechen. Oder du variierst mit Lautstärke und Sprechtempo.

Um die Sinne mit deiner Geschichte anzusprechen, kannst du wirkungsvolle und gut angeleitete Traumreisen verwenden.

Fühlen: Um diesen Sinn anzusprechen, bedarf es ein wenig #Kreativität. Was kannst du dir zu Nutze nehmen, womit dein Publikum auf Tuchfühlung gehen kann? Vielleicht hast du entsprechende Give-Aways, die du verteilen möchtest. Oder du spielst mit der Raumtemperatur, mit Wärme und Kälte. Du könntest außerdem zu Partnerübungen aufrufen oder das Publikum zum Mitmachen motivieren, z.B. die Augen zu schließen und auf eine Traumreise zu gehen. Wie fühlt es sich an, im warmen Sand zu liegen? Oder seine Hand in eisiges Wasser zu tauchen?

Riechen: Hier ist alles gefragt, was über die Nase geht. Parfum, entsprechende #Gerüche, Give-Aways oder auch wieder Traumreisen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Raum im Voraus gut vorzubereiten und ihn mit dem passenden Duft auszustatten.

Schmecken: Dieser Sinn wird über Give-Aways sehr häufig angesprochen… in Form von kleinen Schokoladen, Bonbons, Gummibärchen oder Pfefferminz. Aber auch hier kannst du wieder gut Traumreisen für dich nutzen dir, z.B. dein Lieblingsessen vorstellen. Oder wie es ist, in eine Zitrone zu beissen.

Hast du keine Möglichkeit für entsprechende Vorbereitungen oder Give-Aways, kannst du für alle Sinne Traumreisen als Hilfsmittel verwenden. Allerdings solltest du sie im Voraus ein wenig üben, so dass du dein Publikum gut anleiten kannst. Dann wird es deine Geschichte mit starken Sinneseindrücken verknüpfen und sie somit besser in Erinnerung behalten.

Stimmliche Gestaltung

#StimmlicheGestaltung #Storytelling

Wenn ich an das Thema #Geschichten erzählen denke, dann habe ich ein ganz besonderes Bild vor Augen. Ich sehe einen gemütlichen Raum, in dem nur eine kleine Nachttischlampe brennt. In der Mitte steht ein großes Kuschelbett. Darin liegt ein kleines Kind und hält seinen Teddy in den Armen. Neben dem Bett steht ein gemütlicher Stuhl. Darauf sitzt die Großmutter des Kindes mit einer Brille auf der Nase und einem dicken #Märchenbuch in den Händen. Sie schlägt es auf und beginnt mit den Worten: „Es war einmal…“

Wenn sie anfängt zu sprechen, dann habe ich eine ganz bestimmte Stimme im Ohr. Geht es dir auch so? Oder erinnerst du dich vielleicht an Filme, in denen jemand eine Geschichte erzählt? Zum Beispiel an den Zauberer #Gandalf aus „Der Herr der Ringe“? Auch er hat diese ganz besondere Stimm-Aura, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Was ich damit ausdrücken möchte, ist Folgendes: Deine ganze Geschichte, die du dir mühevoll erarbeitet hast, steht und fällt mit der Art und Weise, wie du sie erzählst.

Geschichten werden erst durch den richtigen Einsatz der Stimme zum Leben erweckt.

Ich bin in anderen Beiträgen von mir bereits intensiv auf das Thema #Stimme und deren Wirkung eingegangen. Jedoch möchte an diesem Punkt noch einmal auf das ein oder andere Detail eingehen. Geschichten haben oft etwas Mystisches, das du mit der Art und Weise, wie du sprichst und deine Stimme einsetzt, unterstützen kannst. Am besten ist es, wenn deine ersten Worte bereits diese #Spannung ausstrahlen. Nehmen wir doch einfach noch einmal den Satzbeginn „Es war einmal…“. Wie könntest du ihn sprechen, so dass er geheimnisvoll klingt?

Deine Stimme sollte dabei entspannt und relativ tief sein. Wenn du beim #Sprechen ein klein wenig die Lautstärke zurück nimmst und die Worte langsam und bedächtig sprichst, kannst du bereits eine gewisse Spannung aufbauen. Versuche es doch einfach mal selbst, diesen Satzbeginn auf unterschiedliche Art und Weise auszusprechen und nimm dich dabei auf. Wie wirken die unterschiedlichen Ansätze?

Natürlich ist nicht nur der Anfang der Geschichte wichtig, sondern die gesamte Geschichte sollte stimmlich aufgearbeitet werden. An welchen Stellen kannst du mit Spannungspausen arbeiten? Wo die #Lautstärke variieren und das Tempo? Gibt es Stellen, an denen deine Stimme zu zittern anfangen kann? Oder kannst du, als Extrembeispiele, einen #Schrei mit einbauen oder ein Flüstern? Es gibt unendliche Möglichkeiten, deine Geschichte stimmlich zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, um Inspiration zu erhalten, sind zum Beispiel #Hörbücher. Und ein bisschen Mut gehört auch dazu. Traust du dich?

StoryTypen

#StoryTypen #StoryTelling

Mit jeder Geschichte hast du anderen etwas mitzuteilen. Jede #Geschichte hat ihre ganz bestimmte „Message“. Und je nachdem, was genau du vermitteln oder ausdrücken möchtest, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, deine Geschichte zu erzählen. Ich möchte heute drei unterschiedliche Typen herausgreifen und dir meine Gedanken dazu mitteilen. Dabei handelt es sich um die Liebesgeschichte, das Genre #Thriller/Horror und die Geschichte mit #Humor.

Bei der Liebesgeschichte kann man eine weite Bandbreite an #Emotionen abdecken. Von der rosaroten Brille bis hin zum #Drama, wie z.B. bei „Romeo und Julia“, ist alles möglich. Der Vorteil bei dieser Art von Geschichten ist, dass fast jeder von uns eigene Erfahrungen mit der Liebe gemacht hat und die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass du damit die Herzen des Publikums berührst.

Egal, ob Liebesgeschichte, Thriller oder Humorvolles… jedes Genre hat seine ganz eigene Wirkung.

Thriller- und Horrorgeschichten gehen eher in die Richtung, das Publikum zu schockieren oder zu ängstigen und damit entsprechende Reaktionen hervor zu rufen. Oder einen extremen #Spannungsbogen aufzubauen, so dass der Zuhörer kaum erwarten kann, zu hören, wie die Geschichte letztendlich ausgeht. Hier könnte man z.B. auch mit einem offenen Ende spielen. Oder den Vortrag mit dem Anfang der Geschichte beginnen und sie erst ganz am Ende des Vortrags auflösen.

Bei der humorvollen Geschichte kann man ganz unterschwellig seine Gedanken oder Emotionen vermitteln. Oder eine gewisse #Zweideutigkeit einbauen. Es gibt auch die Möglichkeit, Sarkasmus, Zynismus oder schwarzen #Humor zu verwenden. Ein extremer Wendepunkt entsteht zum Beispiel, wenn du deine Geschichte humorvoll und leicht beginnst und dann ganz plötzlich eine schockierende Information einfügst. Dieser extreme Gegensatz wird deinem Publikum mit Sicherheit in Erinnerung bleiben.

Sie alle vereint, dass es möglich ist, die klassische Heldengeschichte mit zu integrieren. Das Publikum mag #Helden. Und es besteht außerdem die Möglichkeit, mehrere Genre miteinander zu verbinden. Hier spielen wieder die Wendepunkte in der Geschichte eine bedeutsame Rolle. Wie z.B. in „Der Glöckner von Notre Dame“, wo sich die Gruselgeschichte letztendlich in eine Liebesgeschichte verwandelt.

Bildhafte Sprache

#BildhafteSprache #StoryTelling

Du hast eine Idee, weißt, von welcher Perspektive aus du deine Geschichte erzählen möchtest, du hast eine fesselnde #Storyline mit einem oder sogar mehreren Wendepunkten erstellt und nun geht es daran, deine Geschichte zum Leben zu erwecken. Denn neben all den genannten Merkmalen ist es auch wichtig, die richtigen Worte zu verwenden. Nur so kann es zu einer wirklichen Gedankenverschmelzung zwischen dir und dem Publikum kommen.

Das menschliche #Gehirn denkt größtenteils in Bildern. Doch wie schaffen wir es, diese Bilder, allein mit Worten, in die Köpfe des Publikums zu bekommen? Die Basis dafür bildet eine einfache #Sprache. Zu meinen Klienten sage ich oft: „Stell dir vor, du würdest zu einem Kind sprechen. Welche Worte würdest du wählen?“

Je mehr deine Wortwahl die Sinne anspricht, umso stärker wird deren Wirkung sein.

Neben der einfachen Sprache geht es darum, so viel wie möglich zu beschreiben, um die #Sinne anzusprechen. Denn das, was wir sinnlich erfahren, bleibt besser in unserem Gedächtnis verankert. Anstatt also zu sagen: „Die Blume blüht auf der Wiese.“ wäre das hier viel treffender: „Mit ihrem kräftigen Rot, das einem sofort ins Auge fiel, steht sie, wie die Königin aller Blumen, auf der saftig, grünen Wiese und verbreitet einen lieblichen Duft, der Herzen zum Schmelzen bringt.“

Beschreibe das, was du darstellen willst, so detailliert wie möglich. Was siehst, hörst, riechst, fühlst und schmeckst du? Beim Storytelling geht es nicht unbedingt um die Geschichte an sich, sondern darum, was die Hauptperson dabei erlebt, wie es sich angefühlt und wie es den Menschen verändert hat. Deshalb ist es so wichtig, alle Sinne mit einzubeziehen.

Nutze deshalb viele beschreibende Wörter, Adjektive und #Lautmalereien. Worte, die du auch mit deiner #Stimme gut gestalten kannst. Nutze das gesamte Repertoire, um dein Publikum zu erreichen. Dann wirkt das, was du sagst, auch auf mehreren Ebenen. Male Farben mit deinen Worten und lass somit ein buntes Bild in den Köpfen der anderen entstehen.