Hochdeutsch und Dialekt

#HochdeutschUndDialekt #DieGesundeStimme

Wusstest du, dass bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, also zu Goethes Zeiten, das Sächsische noch als #Hochdeutsch galt? Erst später im 19. Jahrhundert, wurde der Raum Hannover als Hochdeutsche Region ausgewählt. Es stimmt also gar nicht, wenn behauptet wird, die Hannoveraner hätten keinen #Dialekt. Sie hatten einfach das Glück, dass ihr Dialekt zum #Standarddeutsch gemacht wurde.

Wir leben in einer Zeit, in der Dialekte immer weniger werden und nach und nach aussterben. Dabei haben sie durchaus ihr Gutes. Denn mit ihnen verbinden wir bestimmte regionale #Zugehörigkeit, was auch ein Gemeinschaftsgefühl schafft.

Dialekte haben ihren Ursprung übrigens im Süden Deutschlands und die Lautveränderungen breiteten sich von dort aus in Richtung Norden aus, wobei sie sich immer weiter abschwächten. Leider sind manche Dialekte bei bestimmten Menschen ungerechtfertigter Weise mit #Vorurteilen behaftet, während andere Dialekte als sehr positiv wahrgenommen werden.

Es ist von Vorteil, wenn du Dialekt und Hochdeutsch sprechen kannst. Denn dann kannst du dich, je nach Situation, dementsprechend anpassen.

Jedoch solltest du unbedingt vermeiden, dir selbst das Hochdeutsche beizubringen. Ein Trugschluss ist nämlich, dass man dafür einfach nur alles überbetont und überdeutlich aussprechen muss. Doch dem ist nicht so. Es gibt durchaus noch Silben, die auch im Hochdeutschen zusammen gefasst werden. Weiß man selbst nicht, wo und wie das genau passiert, klingt man schnell etwas abgehoben und kann somit als arrogant oder „etwas Besseres“ abgetan werden.

Doch auch bei Dialekten solltest du vorsichtig sein. Vermeide es, einen Dialekt einfach nachzumachen, ohne dass du ihn wirklich sprichst. Das kann bei echten Mundartsprechern einen negativen Eindruck hinterlassen und wirkt dann vielleicht, als würdest du dich über sie lustig machen.

Meines Erachtens nach kann es deshalb nicht schaden, wenn man beides beherrscht: Dialekt und Hochdeutsch. Und dabei ist es nicht wichtig, dass du alle Dialekte kannst. Manchmal verbindet es bereits, wenn du deinen eigenen Dialekt sprichst. Und kannst du noch dazu ganz bewusst auf Hochdeutsch umschalten, dann kannst du dich, je nach Situation, dementsprechend anpassen.

Atmung

#Atmung #DieGesundeStimme

Babys atmen ganz automatisch in den Bauch und es ist immer wieder beeindruckend, mit wieviel Energie und Ausdauer sie schreien können, ohne heiser zu werden. Doch im Laufe der Jahre verlernen wir die effektive #Bauchatmung und passen uns dem hektischen Alltag an.

Ohne unseren Atem könnten wir gar nicht sprechen bzw. keine Laute produzieren. Denn erst durch den Luftstrom, welcher aus unserer Lunge nach außen transportiert wird, werden unsere #Stimmbänder in Schwingung gebracht. Je nachdem, ob unsere Stimmbänder gespannt oder eher locker sind, verändert sich die Tonhöhe. Und erst im Rachen und in der Mundhöhle werden die entsprechenden Laute gebildet.

Wie wir atmen spielt eine große Rolle dabei, ob wir entspannt oder gehetzt klingen. Ob wir unserem Gegenüber #Vertrauen oder Unsicherheit vermitteln. Besonders dann, wenn wir aufgeregt sind, haben wir oft das Gefühl, nicht genügend Luft zur Verfügung zu haben. Sprechen wir jedoch ganz spontan, zum Beispiel mit Familienmitgliedern oder Freunden, haben wir ganz automatisch immer die optimale Menge an Luft zur Verfügung.

Unsere Atmung zeigt deinem Gegenüber, in welchem Zustand du dich gerade befindest.

Grundlegend empfiehlt sich beim #Sprechen eine entspannte Bauchatmung. Das heisst, dass dein Atem bis tief hinab in den Bauch geht und sich die Bauchdecke beim Ein- und Ausatmen hebt und senkt. Deswegen ist es auch wichtig, keine einengenden Kleidungsstücke zu tragen. Denn nur so können das Zwerchfell und die Lunge optimal arbeiten. Doch in der heutigen, hektischen Zeit, in der wir ständig unter Zeitdruck stehen, nehmen wir uns auch zum Atmen oft nicht die nötige Zeit. Das führt dazu, dass wir meistens nur bis in den Brustkorb atmen. Das erkennen wir daran, dass sich, anstatt der Bauchdecke, die Schultern auf und ab bewegen. Ganz besonders oft sieht man diese Form des Atmens bei Sportlern.

Um die Bauchatmung zu trainieren, lege dich entspannt auf den Rücken und die Hände auf deinen Bauch. Atme tief ein und aus. Spüre ganz bewusst auch die kleine Pause nach dem Ausatmen und wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Stelle dir vielleicht vor, wie du z.B. an einem ruhigen Strand in der Sonne liegst. Traumreisen können dir helfen zu entspannen. Und je öfter du diese Übung machst, desto mehr wird sich die entspannte Bauchatmung auch auf deinen Alltag übertragen.

Was dir ausserdem dabei helfen kann, deinen Luftstrom besser zu kontrollieren, ist ein ganz bewusstes Ausatmen auf „f“ oder „s“. Lass das Ausatmen dabei immer länger werden und verwende eine Stoppuhr, um dabei die Zeit im Auge zu behalten. Du kannst auch versuchen, eine Kerze aus der Ferne auszupusten. Oder Kirschkern-Weitspucken im Garten. Das alles sind Übungen, mit denen du dein Zwerchfell trainierst und deinen Atemstrom bewusster zu kontrollieren lernst. Dann hast du zukünftig auch immer ausreichend Luft beim Sprechen zur Verfügung.

Haltung

#Haltung #DieGesundeStimme

Würdest du bei einem wichtigen Gespräch oder Telefonat einfach nur entspannt auf der Couch lümmeln? Unsere Haltung, egal ob beim Sitzen oder Stehen, spielt beim #Sprechen eine wichtige Rolle. Dabei geht es nicht allein nur um die #Außenwirkung, sondern auch um die richtige Sprechtechnik. Unser Bauch, die Rumpf- und Schulterhaltung, die Arme sowie auch die Neigung des Kopfes, sind dabei besonders ausschlaggebend.

Wenn du überzeugend sprechen oder einen Vortrag halten möchtest, solltest du immer auch auf deine Haltung achten. Doch fangen wir einmal ganz systematisch an. Wie funktioniert überhaupt das optimale #Stehen? Die Füße sind etwa hüftbreit auseinander. Die Zehenspitzen zeigen dabei geradeaus oder leicht nach außen. Die Knie sind locker und nicht etwa durchgedrückt. Wir sind hier immerhin nicht beim Militär. Ein leichtes Ausbalancieren bzw. Pendeln sollte noch möglich sein. Das kommt auch deinem Kreislauf zu Gute. Das Becken ist ein wenig nach vorn gekippt. Besonders wichtig ist es, ein Hohlkreuz zu vermeiden.

Zum überzeugenden Sprechen gehören grundlegend eine aufrechte Körperhaltung und die optimale Körperspannung.

Und was ist mit dem Bauch? Der Bauch sollte die Möglichkeit haben, sich beim #Atmen frei entfalten zu können. Vermeide demnach einengende Kleidungsstücke und zu enge Gürtel. Die Schultern sind leicht nach hinten unten gezogen, so dass Lunge und Zwerchfell gut arbeiten können. Die Arme hängen locker an der Seite des Körpers, so dass sie und die Hände dazu in der Lage sind, sich ganz authentisch beim Sprechen mitzubewegen. Der Hals ist lang gestreckt und das Kinn zeigt ein ganz klein wenig nach oben. Dadurch sind der Kehlkopf und die Luftröhre nicht eingeschränkt und der Luftstrom kann frei fließen.

Wichtig ist vor allem, dass wir nicht herum zappeln und auch beim #Sitzen beide Füße fest auf dem Boden stehen. Natürlich gehört eine gewisse Körperspannung beim Sprechen dazu, jedoch solltest du dabei nicht verspannen. Mit etwas Übung wird sich für dich die optimale Sprechhaltung ganz normal anfühlen. Du kannst sie übrigens sehr gut vor dem Spiegel üben. Baue sie dabei immer wieder von unten nach oben auf und lasse wieder locker. Hilfreich kann es auch sein, einen Tanzkurs zu besuchen, denn dort wirst du ganz automatisch die richtige #Körperhaltung und Körperspannung erlernen.

Lautstärke

#Lautstärke #DieGesundeStimme

Erinnerst du dich an ein #Telefonat, in welchem du dein Gegenüber kaum verstanden hast? Zum Beispiel, weil der Handyempfang sehr schlecht war und ständig Störgeräusche im Vordergrund waren? Was ist in diesem Moment mit dir passiert? Wahrscheinlich war es anstrengend für dich, dem anderen zu folgen bzw. überhaupt zu verstehen, was er dir sagen wollte. Und noch wahrscheinlicher ist es, dass du selbst ganz automatisch viel lauter gesprochen hast, als es notwendig gewesen wäre.

Die optimale Lautstärke kann beim #Sprechen einen großen Einfluss auf das Gelingen deines Gesprächs oder Vortrags haben. Zu leises Sprechen führt zu schneller Ermüdung beim Zuhörer. Der Inhalt kann nur schwer aufgenommen und verarbeitet werden. Das Stresslevel steigt und es kann dazu führen, dass Abneigung beim Gegenüber entsteht oder sogar Wut und Aggression.

Zu lautes oder zu leises Sprechen kann beim Gegenüber zu Desinteresse, Rückzug oder aggressivem Verhalten führen.

Zu lautes Sprechen bis hin zum #Schreien führt dazu, dass das Gegenüber sich persönlich angriffen fühlt. Warum schreit mich der andere denn so an? Ich bin doch nicht taub? Was will der von mir? Das alles kann darin enden, dass beide Gesprächspartner sich anschreien, oder dass der Angeschriene den Rückzug antritt.

Um die optimale Lautstärke zu finden, die auch der jeweiligen Situation angemessen ist, empfiehlt es sich, auf die nonverbalen Signale des Gegenübers zu achten oder ganz direkt nachzufragen, ob man gut verstanden wird. Sprichst du in einem größeren Raum oder zu einem größeren Publikum, solltest du immer ein #Mikrofon verwenden. Denn die Technik verstärkt deinen natürlich Stimmklang, ohne dass du lauter und somit oft auch angestrengter sprechen musst. Das kommt letztendlich dir und auch deinem #Publikum zu Gute.

Tempo und Pausen

#TempoUndPausen #DieGesundeStimme

Wusstest du, dass sehr viele Menschen Angst davor haben, beim Sprechen #Pausen zu machen? Bei meinen Klienten fällt mir das besonders häufig auf. Wenn ich dann genauer nachfrage bekomme ich meist zu hören, dass sie, z.B. bei Vorträgen, #Angst davor haben, dass jemand aus dem Publikum eine Frage stellen könnte, auf die sie keine Antwort haben oder jemand die Sprechpause dafür nutzt, ihnen ins Wort zu fallen. Oder, dass man doch besonders viele Informationen in einen #Vortrag packen muss, die Zeit jedoch nie reicht und man deshalb so schnell sprechen muss.

Erklärungen gibt es viele. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ein Vortrag oder auch ein wichtiges #Gespräch können erst dann gelingen, wenn das Sprechtempo dem Verarbeitungsprozess des Gehirns angepasst ist und wir auch #Pausen für uns nutzen. Wir können zwar bis zu 60 Sprachsignale pro Sekunde beim Hören verarbeiten, doch das optimale Verinnerlichen geschieht in den Pausen. Außerdem ist es sehr anstrengend, über einen längeren Zeitraum einer hohen Sprechgeschwindigkeit zuzuhören.

Nutze Sprechtempo und Pausen, um Spannung zu erzeugen und deinem Gegenüber das Zuhören so angenehm wie möglich zu gestalten.

Pausen und das Sprechtempo sind Stilmittel, die wir wirkungsvoll zum besseren Verständnis und zur #Textgestaltung einsetzen können. Wenn jemand eine spannende #Geschichte zu erzählen hat, wird er ganz automatisch anders sprechen, als normal. Er wird manchmal schneller und manchmal langsamer sprechen. Besondere Höhepunkte wird er besonders betonen und möglicherweise durch Spannungspausen hervor heben.

Warum also nicht auch das bei Vorträgen und #Präsentationen nutzen? Denn so können wir besonders gut #Emotionen erzeugen. Und Emotionen führen wiederum dazu, was wir Informationen besser verarbeiten und abspeichern bzw. erinnern können. Und noch etwas in Bezug auf den Inhalt: Weniger ist oft mehr. Wenige, relevante Informationen gut verpackt sind so viel angenehmer und wertvoller für das #Publikum, als endlose Dauerredner, die sprechen ohne Luft zu holen.

SprechMelodie

#SprechMelodie #DieGesundeStimme

Warst du schon einmal in einem #Vortrag, in welchem der Redner so monoton sprach, dass du fast ins Traumland abgedriftet bist? So eine #Stimme eignet sich vielleicht gut für eine Meditation oder Trauerfeier, aber kaum für einen begeisternden Vortrag. Oder erinnerst du dich an dein letztes #Meeting oder Seminar, in welchem sich anfangs jeder kurz vorstellen sollte? Fast jeder verfällt dabei in den gleichen Singsang, so dass beim Zuhören kaum Inhalt hängen bleibt.

Das sind nur zwei Beispiele, in denen die Sprechmelodie eine herausragende Rolle spielt. Bist du dir eigentlich bewusst darüber, in welcher Melodie du sprichst und wie du dadurch wirkst? Hörst du dich gern auf #Tonaufnahmen oder dem Anrufbeantworter? Wenn nein, warum nicht?

Wir selbst hören uns tiefer, als die eigentliche Stimmlage ist, da unser Körper als zusätzlicher Resonanzraum dient. Hören wir dann eine Tonaufnahme von uns, klingt diese deshalb dann für uns wie jemand Fremdes. Gestern sprach ich bereits darüber, das tiefere und resonanzreichere Stimmen als angenehmer und vertrauenswürdiger empfunden werden.

Setze beim Sprechen sprachmelodisch mehr Punkte und Ausrufezeichen, anstatt ständig Fragen zu stellen.

Das lässt sich auch auf die Sprechmelodie übertragen. Grundsätzlich sollte sie natürlich immer dem Anlass entsprechend sein. Ein motivierender Vortrag und eine monotone Stimme passen nicht zusammen. Eine extrem melodische Trauerrede, wirkt auch eher befremdlich. Achte also bei der Vorbereitung wichtiger #Präsentationen oder Gesprächen auch immer auf deine Sprechmelodie. Ist sie der Situation angemessen?

Und noch ein Tipp, um überzeugender und vertrauenswürdiger zu wirken: Gehe mit deiner Stimme am Ende eines Satzes nach unten. Auch oder ganz besonders bei Fragen. Normalerweise gehen wir bei #Fragen und Aufzählungen automatisch mit der Stimme nach oben. Diese Sprechmelodie wirkt jedoch, im Allgemeinen, auf andere unsicher. Gehst du bei einer Frage am Ende mit der Stimme nach unten, so verwandelt sich diese ganz unbewusst klanglich zur Aussage und du wirkst somit selbstbewusster und überzeugender.

SprechStimmlage

#SprechStimmlage #DieGesundeStimme

Wenn du deine viel #Stimme nutzt, sollte dir auch daran gelegen sein, dass sie gesund bleibt. Ich kenne jedoch viele Menschen, die in sprechintensiven Berufen arbeiten und ständig mit ihrer Stimme Probleme haben. #Heiserkeit, Halsschmerzen bis hin zum vollständigen Verlust der Stimme. Kennst du das auch? Das alles passiert häufig bei Verwendung der falschen Sprechtechnik oder bei langem Sprechen in der falschen Tonlage.

Jeder Mensch besitzt eine persönliche Sprechstimmlage, in der er, auch bei langem Sprechen, die Stimme am wenigsten beansprucht. Wieso also fällt es uns dann so schwer, genau diese Sprechstimmlage für uns zu nutzen? Meistens sind das Auswirkungen unseres hektischen Lebensstils. Denn wer von uns nimmt sich heutzutage schon die Zeit, bevor er überhaupt spricht, seine Worte und auch seine #Stimmlage zu überdenken? Deshalb sprechen wir oft einfach drauf los.

Unsere Stimme entwickelt sich nach den Vorbildern, die uns umgeben. Haben wir also Familie bzw. viele Menschen um uns, die schlecht sprechen, übernehmen wir diesen schlechten Sprachstil ganz automatisch. Es kann also auch sein, dass du schon dein ganzes Leben lang in einer falschen #Tonlage sprichst, ohne dass es dir überhaupt bewusst ist.

Tiefe, entspannte Stimmen sind angenehmer fürs Ohr und wirken überzeugender als schrille, hohe Stimmlagen.

Sind wir in einem angespannten Zustand, so sind auch unsere Stimmbänder und unser Kehlkopf angespannt. Gestern habe ich bereits erklärt, dass die Stimmbänder wie Gitarrensaiten funktionieren. Spannen wir sie (unbewusst) an, wird der Ton höher und die Stimmbänder werden extrem belastet. Diese Fehlbelastung führt dann zu den oben bereits angesprochenen #Stimmstörungen.

Also heisst auch hier das Zauberwort: #Entspannung. Sind wir selbst gelassen und entspannt, entspannt sich auch unsere Stimme. Die persönliche Sprechstimmlage haben wir ganz automatisch dann, wenn wir z.B. von einem Tag fix und fertig nach Hause kommen, wenn wir über leckeres Essen sprechen, abends zum Einschlafen Schäfchen zählen oder über den letzten Urlaub erzählen, den wir entspannt am Strand verbracht haben.

Und genau diese Situationen sollten wir uns vor wichtigen Gesprächen oder #Vorträgen wieder ins Gedächtnis holen. Einfach ein paar Minuten inne halten, die Augen schließen und uns an unseren Traumstrand träumen. Dann überträgt sich dieser entspannte Zustand auf unsere Stimme und somit auch ganz automatisch auf unseren Gesprächspartner.

Entspannung

#Entspannung #DieGesundeStimme

Eine wichtige Grundlage für eine gesunde und angenehme #Stimme ist die Entspannung. Wie ich in meinen anderen Beträgen bereits ansprach, können wir dann am besten denken und kommunizieren, wenn wir entspannt sind. Und unsere Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafür, dass sich dieser Zustand auch auf unser Gegenüber überträgt.

Wie funktioniert das nun aber direkt auf die Stimme bezogen und wieso ist da Entspannung so wichtig? Wir alle haben #Stimmbänder im Hals bzw. in unserem Kehlkopf, die wir durch unseren Luftstrom in Schwingung bringen und die somit unsere Stimme erzeugen. Sie sind Muskeln und reagieren auf Anspannung oder Entspannung.

An- und Entspannung übertragen sich zu 100 Prozent auf die Stimmbänder und führen somit zu einem angespannten oder entspannten Stimmklang.

Unsere Stimmbänder darf man sich wie zwei parallel zueinander liegende Gitarrensaiten vorstellen. Was passiert nun bei An- und Entspannung mit den Gitarrensaiten bzw. dem Ton? Spannen wir bei einer Gitarre die Saiten, dann wird der Ton höher. Lassen wir die Saiten locker, so wird er tiefer. Und genau das lässt sich auch auf unsere Stimmbänder übertragen.

Nun zum Abschluss die Frage: Welche Stimme wirkt auf dich angenehmer? Die schrille, hohe Stimme oder die angenehm tiefe Stimme? Entspannung kannst du übrigens durch #Meditation, Traumreisen, die Vorstellung eines leckeren Essens oder durch tiefes Ein- und Ausatmen erreichen. Mache dir das vor wichtigen Gesprächen zu Nutze und du wirst sehen, dass du entspannter sein wirst und auch dein Gegenüber davon profitiert.

Leben

#Leben #LebenOderÜberleben

Fast kaum jemandem ist bewusst, dass unser #Gehirn aus mehreren Teilgehirnen besteht. Und dass unser Reptiliengehirn sowie das emotionale Gehirn unbewusst auf unsere Umgebung reagieren. Unser ältester Gehirnteil, der Hirnstamm, sichert unser Überleben, während das Emotionale Gehirn entscheidet, ob wir uns wohl oder unwohl fühlen. Der neueste Gehirnteil existiert nur bei den Säugetieren und ist bei uns Menschen am deutlichsten ausgeprägt: Der Neocortex. Er gibt unseren Handlungen einen Sinn und sorgt dafür, dass wir über unser Handeln Nachdenken und #Entscheidungen treffen können.

Somit sind wir nicht nur allein unseren Instinkten ausgesetzt. Auch heute bewahren sie uns zwar noch vor möglicher Gefahr, allerdings kann diese #Angst oder Panik auch allein durch unseren Verstand oder unsere Erziehung ausgelöst sein. Es ist also immer von Vorteil, seine Handlungen im Nachhinein zu überprüfen. War bzw. ist meine Reaktion überhaupt angemessen?

Die Fähigkeit zum Denken und Reflektieren gibt uns die Möglichkeit, ein bewusstes und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die instinktive Reaktion unseres Hirnstamms können wir in Extremsituationen nicht beeinflussen. Wenn wir uns Erschrecken oder uns in Lebensgefahr befinden, reagiert unser Körper als erstes und erst danach schaltet sich unser #Verstand ein. Jedoch können wir unser emotionales Gehirn beeinflussen, so dass wir und unser Gegenüber sich wohl fühlen und es gar nicht erst zu Flucht- oder Kampfgedanken kommt.

Letzten Endes ist es gut, dass unser Reptiliengehirn für unser Überleben sorgt. Doch sollten wir im Nachhinein die jeweilige Situation auch analysieren und schauen, ob wirklich unser Überleben bedroht war. Vielleicht haben wir uns ja auch nur unwohl gefühlt oder unser Verstand hat uns nur etwas vorgespielt.

Wir Menschen gelten als die am höchsten entwickelten Lebewesen auf dieser Erde. Wir sind in der Lage dazu, unser Handeln zu reflektieren und zu hinterfragen, anstatt einfach kopflos in Panik zu verfallen. Wir sollten dankbar für diese Fähigkeit sein und sie auch dem entsprechend nutzen. Denn erst dann fangen wir wirklich an ganz bewusst zu leben, anstatt lediglich im Überlebensmodus zu sein.

Intuition

#Intuition #LebenOderÜberleben

Meiner persönlichen Meinung nach, ist die Intuition bzw. das #Bauchgefühl etwas, das schon lange in uns Menschen verankert ist. Es hat uns, als wir noch nicht in sicheren Wohnungen lebten, vor Gefahren gewarnt und somit unser Überleben gesichert. Doch mit der Zeit und unserer evolutionären Weiterentwicklung, haben wir dieses Bauchgefühl verlernt bzw. haben wir verlernt, es wahrzunehmen und darauf zu vertrauen. Denn in unserer jetzigen Gesellschaft, sind wir relativ abgesichert und brauchen nicht mehr um unser Überleben zu fürchten.

Das Bauchgefühl ist ein Gefühl, das unbewusst von innen heraus kommt, ohne dass wir es genau erklären können. Manchmal sprechen wir mit Menschen oder befinden uns in Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen oder die uns sogar Bauchschmerzen bereiten. Doch oft verdrängen wir dieses Gefühl, welches sich rational nicht erklären lässt und vertrauen lieber unserem #Verstand. Wir lassen uns vom schönen Schein blenden und schieben das schlechte Gefühl im Bauch auf mangelnde Nahrungsaufnahme. Geht das Ganze dann schief, sagen wir im Nachhinein: Hätte ich doch bloß auf meine Intuition gehört!

Vertraue öfter deinem Bauchgefühl, anstatt dir immer wieder den Kopf zu zerbrechen.

Das, was uns dieses ungute Gefühl beschert, sind oft kleine Nuancen in der Stimmfärbung oder der Mikromimik bzw. #Körpersprache unseres Gegenübers, die wir unbewusst wahrnehmen. Und auch, wenn ein Großteil von uns verlernt hat, diese Signale bewusst wahrzunehmen, so kann man es doch wieder lernen, auf sein Bauchgefühl zu hören. Denn es gibt durchaus Situationen, in denen wir allein intuitiv entscheiden. Der Verstand analysiert dann im Nachhinein die Situation und deren Resultate. Sind diese positiv, lernen wir auch, diesem Bauchgefühl wieder mehr zu vertrauen.

Um wieder zurück zur eigenen Intuition zu finden, können z.B. #Mediation und Autogenes Training helfen. Denn nur, wer zur Ruhe kommen kann, kann sich selbst auch wieder besser fühlen. Nachts, während wir schlafen, kann der Geist Herausforderungen und Probleme besonders gut bewältigen und verarbeiten. Somit kann es sein, dass wir früh aufwachen und ganz plötzlich intuitiv eine Lösung parat haben.

Wenn wir uns jedoch zu sehr den Kopf zerbrechen, so endet das häufig in körperlichen Beschwerden, #Stress oder Panik. Also höre lieber öfter einmal wieder darauf, was dein Bauchgefühl dir zu sagen hat… ganz egal, ob du es rational erklären kannst oder nicht.