🌿 Newsletter #12 | Manchmal hilft es, einfach anzufangen.

Kennst du diese Momente? Wo du eine Idee, einen Gedanken, einen Funken im Kopf hast… du ihn gern umsetzen möchtest, aber irgendwie nicht weißt, wie? So viele Ideen habe ich schon verworfen, weil mich der Mut verlassen hat. Weil ich ewig nach dem richtigen, ersten Schritt gesucht habe. Weil meine Perfektion mir im Weg stand, ich alles zerdacht und letztendlich meine Ideen einfach über Bord geworfen habe.

Die besten Dinge sind jedoch oft genau dann entstanden, wenn ich einfach angefangen habe. Ohne viel nachzudenken. Natürlich hat nicht immer alles Früchte getragen und manche Dinge sind dann in der Umsetzung auch gescheitert. Oder ich stellte fest, dass etwas doch nicht so funktioniert. Aber an jedem einzelnen Schritt bin ich gewachsen. Nur so konnte ich wachsen und mich immer weiter entwickeln. Denn wenn du gar nicht erst anfängst, kannst du auch nicht wissen, ob es funktioniert.

So erging es mir auch mit meinem Podcast. Lange trug ich die Idee dazu im Kopf. Und auch die Interviews war etwas, das ich gern umsetzen wollte. Ebenso meine Idee mit den Online-Kursen zum Thema Hochsensibilität. Lange Zeit schob ich deren Umsetzung vor mir her. Und dann… dann tat ich es einfach. Was hatte ich schon zu verlieren? Und ich bereue nichts… ganz im Gegenteil: Ich habe unglaublich viel Freude daran und es bereichert mein Leben auf eine ganz positive Art und Weise. Das alles wäre mir entgangen, hätte ich nicht einfach damit angefangen.

In Menschen mit hochsensiblen Eigenschaften steckt unglaublich viel Kreativität und somit auch die Grundlage für Innovation. Doch damit sich dieses Potenzial auch wirklich entfalten kann, müssen optimale Bedingungen herrschen, was besonders im Arbeitsalltag eine echte Herausforderung sein kann.

Besonders die Angst vorm Scheitern und die ansgetrebte, sehr hohe Perfektion führen dazu, dass wir unsere Ideen nicht in die Tat umsetzen und sie gar nicht erst äußern. In meinen Gesprächen mit anderen hochsensiblen Menschen höre ich sehr oft, dass sie besonders in der Kindheit und Jugend mit ihrer „Andersartigkeit“ angeeckt sind. Dass ihnen wirkliche Aufmerksamkeit gefehlt hat und sie sich ungesehen gefühlt haben. Somit wurde unglaublich viel Energie darauf verwendet, sich anzupassen und bloß nicht negativ aufzufallen.

Als Erwachsene haben wir uns diesen Kern oft beibehalten. Viel lieber bleiben wir im Hintergrund, als im Rampenlicht zu stehen. Viel lieber folgen wir der Masse, um nicht aufzufallen. Und unser geringer Selbstwert und unsere Bescheidenheit führen dazu, dass wir uns Dinge oft auch nicht zutrauen. 

Doch die Veränderung ist bereits da. Viele hochsensible Menschen trauen sich immer mehr in die Öffentlichkeit. Sie trauen sich so zu zeigen, wie sie sind. Und sie motivieren damit andere, ihrem Weg zu folgen. Und das Schöne daran ist, dass daraus ganz wunderbare Dinge entstehen, von denen unsere Gesellschaft in hohem Maße profitieren kann.

Wie kannst du es schaffen, deine Ideen einfach mal in die Tat umzusetzen? Wie gelingt dir „Der nächste richtige Schritt? Hier sind zusammengefasst ein paar wertvolle Impulse von mir für dich:

  • Wenn du eine Idee oder einen Gedanken hast, dann schreibe sie auf, so dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Dann kannst du sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder hervorholen, wenn du momentan keine Zeit dafür hast.
  • Überlege dir, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn deine Idee nicht von Erfolg gekrönt ist. Und wie könntest du dich darauf vorbereiten?
  • Es gibt übrigens oft keinen „richtigen“ Moment, um mit etwas anzufangen. Die Zeit des Aufschiebens und darüber Nachdenkens entzieht dir oft viel zu lange wertvolle Energie, die du viel besser für die Umsetzung nutzen könntest.
  • Manchmal kann es auch helfen, dir eine Deadline zu setzen. Was bist du bereit zu investieren? Wann soll sich der Erfolg auf welchem Weg gezeigt haben? Wann ist die Grenze erreicht, das Projekt abzubrechen oder zu beenden? 
  • Erzähle jemandem von deiner Idee, der dir wohlgesonnen ist und dir ein ehrliches Feedback geben kann. 
  • Selbst wenn dein Gegenüber sagt, dass deine Idee „totaler Quatsch“ ist, bedeutet das nicht, dass es nicht trotzdem funktionieren kann. Denke dabei nur an all die wunderbaren Erfindungen, an die vorher keiner geglaubt hat.
  • Werfe Mindsets, die dich einschränken und am Anfangen hindern (z.B. Perfektionsmus) über Bord und konzentriere dich lieber darauf, was alles passieren könnte, wenn du deine Gedanken und Ideen endlich in die Tat umsetzt.

Im Folgenden habe ich einige interessante Fakten zum Thema „Anfangen“ für dich zusammengetragen:

  • Wenn du es einfach nicht schaffst, Dinge in die Tat umzusetzen, wird das übrigens auch als Prokrastination oder Aufschieberitis bezeichnet. 
  • Hinter jeder Blockade stecken gute Gründe. Irgendwann in deiner Vergangenheit ist etwas passiert, das dich heute noch daran hindert, voran zu kommen (z.B. zu hohe Erwartungen, Versagensangst, Ausgrenzung etc.).
  • Die Zeit, die du eigentlich zum Umsetzen anstehener Aufgaben nutzen könntest, füllen wir oft mit so genannten „Ersatztätigkeiten„. Diese können jedoch zu einem erhöhten Druck führen, weil sie in diesem Sinne ja eigentlich nicht zielführend sind. Somit fühlst du dich am Ende schlechter, wenn du Dinge immer wieder aufschiebst und nicht ins tatsächliche Handeln kommst.
  • Prokrastination ist keine Krankheit in den gängigen psychotherapeutischen Klassifikationssystemen wie dem ICD. Sie kann aber als Teil einer psychischen Störung wie einer Depression, einer Angststörung oder ADHS auftreten.
  • Die Psychologin Carol Dweck, beschreibt in ihrem Buch “Selbstbild” zwei verschiedene Extreme von Menschen. Die einen leben mit einem eher dynamischen Selbstbild (growth mindset) während andere zu einem statischeren Selbstbild (fixed mindset) tendieren. Die einen denken, dass sie alles lernen können und trauen sich demnach auch viel mehr zu. Die anderen glauben, dass sie entweder etwas können oder eben nicht. Unser Selbstbild kann sich jedoch im Laufe des Lebens und je nach Lebenssituation auch verändern. Das zu wissen kann dir dabei helfen Wege zu finden, dich mehr zum Anfangen zu motivieren.
  • Die Diplompsychologin Julia Scharnhorst empfiehlt, sich nicht am Anfang gleich zu viel vorzunehmen, sondern sich eher auf einen Bereich oder eine Richtung zu konzentrieren, bei der du bereits Erfolge erzielen konntest und dann darauf aufzubauen.  

[Quellen: Piper, Haufe, Deutschlandfunk]

Letzte Woche gab es bei mir eine Podcast-Premiere, denn in meiner aktuellen Folge durfte ich die wunderbare Carmen Köhler interviewen. Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Mental Health und arbeitet als Community Managerin bei MentorMe.

In unserer gemeinsamen Podcast-Folge stellt sich Carmen meinen Fragen zum Thema Hochsensibilität und gibt tiefe Einblicke in ihr bisheriges Leben. Unter anderem geht es auch um Depression und Antidepressiva. Nächste Woche stelle ich mir in meinem Podcast dann  die Frage: „Bin ich ein Hypochonder?“. 

Ich freue mich über dein Like, deinen Kommentar oder dein Abonnement. Meinen Podcast findest du überall dort, wo es Podcasts gibt, z.B. auf Apple PodcastsYouTube PodcastsSpotifyPodimo etc.

Das Gespräch von Carmen und mir haben wir dieses Mal übrigens auch per Video aufgenommen. Du kannst es dir gern auf meinem Kanal bei Youtube anschauen.

Online-Seminar „Hochsensibilität in Beziehungen“

Nachdem mein erstes Online-Seminar „Hochsensibilität im Alltag“ bereits stattgefunden hat, gibt es nun für dich die Möglichkeit, in zwei Wochen mehr zum Thema „Hochsensibilität in Beziehungen.“ zu erfahren.

Dieser Abend ist für hochsensible Menschen selbst, deren Angehörige oder Menschen, die mit hochsensiblen Menschen zusammen leben gedacht. Es geht um die Frage, was die Herausforderungen im Zusammenleben mit hochsensiblen Menschen sind, insbesondere innerhalb von Partnerschaften. Und natürlich, wie du diesbezüglich mehr Klarheit für dich erlangen kannst. Außerdem gibt es die Möglichkeit, deine Fragen zum Thema mit einzubringen.

Alle Events dieser Veranstaltungsreihe sind sehr praxisnah gestaltet und bestehen aus 90 min interaktivem Vortrag inklusive einer ausgiebigen Q&A-Session.

Sichere dir jetzt direkt in meinem Shop dein Ticket für 29 Euro.


Neuer Termin für das SpeedNetworking.

Das SpeedNetworking bei ENTENZA in Leipzig, auf welchem ich einen Impulsvortrag geben werde, wurde auf Montag, den 14.10.2024 verschoben.

Sichere dir noch heute dein Ticket, damit wir uns kennenlernen können.

Ich bin ein echter Fan von gut gemachten True Crime Podcasts. Insbesondere, wenn sie authentisch sind und außerdem noch mit wohltuend Stimmen für die Ohren. Meine absoluten Favoriten sind derzeit POLLUX – Der erste True-Criminal-Podcast. und Verbrechen von nebenan.- True Crime aus der Nachbarschaft.

In einer Folge von „Verbrechen von nebenan.“ war der Strafanwalt Dr. Alexander Stevens zu Gast. Er erklärte, weshalb Mörder so oft weiße Papieranzüge tragen, nachdem sie verhaftet worden sind. 

Die weißen Papieranzüge verhindern, dass die Inhaftierten sich mit Hilfe von Kleidungsstücken suizidieren.

Nach der Verhaftung müssen sie demnach ihre Kleidung abgeben, damit eventuelle Spuren gesichert werden können. Sie erhalten dann allerdings oft keine Ersatzkleidung, sondern eben diesen weißen Papieranzug. Denn mit dem können sie sich nicht selbst das Leben nehmen.

Hättest du es gewusst?

Mit der Angewohnheit, Dinge vor dir her zu schieben, bist du nicht alleine. Fast jeder tendiert dazu, Unangenehmes oder Unbekanntes im ersten Moment vor sich her zu schieben. Anstatt dich jedoch darauf zu konzentrieren, was alles nicht, fokussiere dich lieber darauf, was alles möglich ist und was daraus entstehen kann. Im besten Fall stellst du dir vor, es gäbe niemanden, der dich an der Umsetzung hindert oder negative Kommentare abgeben könnte.

Ich hoffe, dir mit meinen Impulsen ein paar wertvolle Anregungen mit auf den Weg geben zu können. Das Interview mit Carmen Köhler in meinem Podcast zeigt auch noch einmal ganz deutlich, was alles aus einer scheinbar ausweglosen Situation entstehen kann.

Ich wünsche dir eine gute Woche… und lass mich gern wissen: Womit wirst du in Kürze beginnen?

Kristin

PS: Mehr Infos zu mir und meiner Arbeit findest du wie immer auf meiner Website.


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Ich schreibe hier zu den Themen Neurodiversität und Auftretenskompetenz. Meine Webseite findest du hier: www.kristin-kluck.de.

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