Netzwerken für hochsensible Menschen.

🌿 #Montagsimpuls

Netzwerken als hochsensible Person kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Oder auch einfach nur ein tolles Event, auf das du dich freust. Sobald viele Menschen und weitere Sinnenreize auf einem Raum sind, kommt es oft viel zu schnell zur Reizüberflutung. Was also kannst du tun, um dich auf genau solche Situationen besser vorzubereiten? Wie schaffst du es, sie sogar zu positiven Erinnerungen werden zu lassen? 

In meiner Vergangenheit war es oft so, dass eigentlich schöne Ereignisse immer auch mit etwas Negativem verknüpft waren. Zum Beispiel mit einer Migräne, Kreislaufbeschwerden, Magenschmerzen und so weiter… Erst, seit ich weiß, dass ich auf Grund meiner Hochsensibilität einfach mehr auf mich achten und mich besser vorbereiten darf, gelingt es mir, mich während des Events (und auch danach) noch einigermaßen gut zu fühlen. 

Und das kannst du auch. Hier ein paar Tipps von mir, wie für dich Events und Netzwerkveranstaltungen zukünftig zu angenehmen Erlebnissen werden können.

Was hast du für Erfahrungen gemacht?

🌿 Warum du dein Unternehmen oder deine Dienstleistung auf hochsensible Menschen ausrichten solltest.

Wenn du dein Unternehmen bzw. deine Dienstleistung nach den Bedürfnissen hochsensibler Menschen ausrichtest, profitieren letztendlich alle davon. Vernachlässigst du jedoch die Bedürfnisse hochsensibler Menschen, so schließt du etwa 20% aller Menschen aus. 

Viele Einflüsse des Lebens wirken unbewusst auf uns ein. Grelles Licht und grelle Farben, schnelle Bewegungen, laute Geräusche und unangenehme Gerüche nehmen wir deshalb oft nur unterschwellig wahr. Sie hinterlassen jedoch in uns und unserem Gehirn ihre Spuren und führen, besonders auf Dauer, zu Stress und Überreizung. Hochsensible Menschen nehmen Sinneseindrücke viel intensiver wahr, als normal sensible Menschen. Wenn du also dafür sorgst, dass ihre Sinne beruhigt sind und sie sich wohl fühlen, so wirkt sich das auch positiv auf alle anderen aus. 

Nimm also immer einmal wieder die Perspektive hochsensibler Menschen ein oder bitte sie direkt um Unterstützung. Schau, wie du dein Unternehmen und deine Dienstleistung optimal ausrichten kannst. Und du wirst merken, wie schnell sich positive Veränderungen zeigen.

Netzwerken als hochsensible Person

Was für einen Teil der Menschen eine echte Leidenschaft darstellt, kann für die leisen Menschen unter uns eine wahre Herausforderung sein. Denn bei einem Netzwerktreffen prallen unzählige Sinneseindrücke auf uns ein, die unser Gehirn nur schwer filtern und verarbeiten kann. 

Durch die vielen Gespräche untereinander, dem Klappern von Geschirr oder der brummenden Kaffeemaschine, gleicht die Geräuschkulisse einem steten Summen, das mal leiser und mal wieder lauter wird. Immer wieder erreichen Gesprächsfetzen anderer unser Ohr oder ein lautes Lachen  erregt unsere Aufmerksamkeit. So wird es unglaublich schwierig, unserem eigentlichen Gespräch zu folgen.

Des weiteren spielen die Temperatur und die Luft im Raum eine große Rolle dabei, ob wir uns wohl fühlen und uns konzentrieren können. Da viele Räumlichkeiten von Klimaanlagen gesteuert werden, ist es oft entweder zu warm oder zu kalt und an einer ausreichenden Sauerstoffversorgung mangelt es von Zeit zu Zeit.

Auch unsere Augen dürfen einiges verarbeiten, denn es ist fast immer Bewegung im Raum. Unterschiedliche Farben und Muster, Bilder an den Wänden oder gewöhnungsbedürftige Teppiche ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Dann gibt es da noch die vielen unterschiedlichen Gerüche von Essen, Kaffee oder Parfum.

Und nicht zu unterschätzen ist die unglaublich starke Energie im Raum, welche durch die unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmale der Menschen geprägt ist. Hochsensible Menschen nehmen auch kleinste Nuancen wahr und können zwischen den Zeilen lesen. Und all diese Reize strömen, während eines Netzwerktreffens, nahezu ungefiltert auf uns ein. Noch dazu stehen viele hochsensible Menschen nicht gern im Mittelpunkt, was ja aber genau das Ziel von Netzwerktreffen ist. Sich zu präsentieren und sichtbar zu werden.

Was tust du als hochsensibler Mensch, um in solchen Situationen gut für dich zu sorgen? Oder meidest du Netzwerktreffen vielleicht sogar ganz?

„Ach, naja… sooo schlimm ist das doch gar nicht.“

Je öfter ich ganz bewusst Gespräche mit nicht-hochsensiblen Menschen über das Thema Hochsensibilität führe, desto mehr erkenne ich, dass es unglaublich schwer ist, nicht-hochsensiblen Menschen wirklich begreifbar zu machen, was eine Überreizung für hochsensible Menschen eigentlich bedeutet. 

In den Gesprächen spreche ich dann sehr offen über die Herausforderungen hochsensibler Menschen im Alltag und benenne auch ganz konkret Situationen, in denen mir einfach alles zu viel ist. Zum Beispiel die Geräuschkulisse während des Netzwerkens auf einer Veranstaltung. Wenn sich viele Menschen zusammen in einem Raum befinden und in kleineren Gruppen miteinander sprechen.

Was für manche Menschen unglaublich erfüllend sein kann, bedeutet für mich in diesem Moment eine extreme Herausforderung, der ich nur einer gewisse Zeit gewachsen bin. In diesem Rahmen wirklich effektive Gespräche zu führen, während ich unzählige Energien, Geräusche und Worte um mich herum wahrnehme, ist für mich fast ein Ding der Unmöglichkeit. 

Wenn ich im Gespräch einem nicht-hochsensiblen Menschen versuche zu erklären, wie anstrengend Situationen wie diese für mich sind, so höre ich ganz oft: „Ach, naja… sooo schlimm ist es ja gar nicht.“ Und ich versuche dann noch einmal zu verdeutlichen, was genau mich so anstrengt und was das letztendlich mit mir und meinem Körper macht. Doch meistens ist es dann so, dass das mein Gegenüber das alles nicht wirklich nachempfinden kann.

Ich habe schon oft überlegt, ob es überhaupt Beispiele gibt, mit denen man nicht-hochsensiblen Menschen verdeutlichen kann, was diese Überreizung der Sinne mit hochsensiblen Menschen macht… doch ist mir bisher noch nichts wirklich Vergleichbares eingefallen.

Hast du vielleicht eine Idee?