NEURO-WAS?!

Nicht selten blicke ich in fragende Gesichter, wenn ich รผber das Thema Neurodiversitรคt und allem, was dazu gehรถrt, spreche. Und ich kann es absolut verstehen.

Denn als ich das erste Mal von den Begriffen Neurodiversitรคt, Neurodivergenz, neurotypisch usw. hรถrte, hatte ich einen echten Knoten in meinem Kopf und ich fragte mich: „Wovon sprechen die da eigentlich?“ Deshalb findest du im Folgenden meinen Versuch einer ganz einfach Einordnung.



รœbrigens ist Neurodiversitรคt keine Modeerscheinung, sondern sie war schon immer da. Es gab nur keinen Namen dafรผr. Und es ist sehr spannend fรผr mich mitzuerleben, wie dieses so wichtige Thema immer mehr Einzug in unsere Gesellschaft erhรคlt. Denn genau das bedeutet vor allem fรผr Unternehmen einen wichtigen Grundstein fรผr die eigene Zukunftsfรคhigkeit zu legen.

Wann ist dir das Thema Neurodiversitรคt das erste Mal begegnet?

Schubladendenken

Ein jeder von uns tut es: Andere Menschen bewerten, beurteilen und sie in Schubladen stecken. Und das ist auch gut so! 

Denn, indem wir Dinge und Menschen an Hand unserer Erfahrungen und unseres Wissens in Kategorien einordnen, erleichtern wir uns den Alltag. Unser Gehirn kรถnnte ansonsten die Masse an Informationen und Reizen nicht verarbeiten. 

Das Schubladendenken und Bewerten kรถnnen wir also nicht unterbinden. Was wir jedoch tun kรถnnen ist, uns dieses Prozesses bewusst zu werden. Und uns den Raum und die Zeit zu geben, unsere ersten Eindrรผcke im Nachhinein noch einmal zu รผberdenken. Insbesondere bei Menschen und in Situationen, die uns wichtig sind. 

Es geht z.B. darum, nicht immer gleich das auszusprechen, was uns in den Kopf kommt. Sondern Menschen erst einmal die Chance zu geben, aus der Schublade, in die wir sie im ersten Moment hinein gestopft haben, herauszukommen. Situationen neu zu betrachten und offen zu sein fรผr die Anpassung und Verรคnderung unserer Sichtweise.

Was sind deine Gedanken dazu?