Lautstärke

#Lautstärke #DieGesundeStimme

Erinnerst du dich an ein #Telefonat, in welchem du dein Gegenüber kaum verstanden hast? Zum Beispiel, weil der Handyempfang sehr schlecht war und ständig Störgeräusche im Vordergrund waren? Was ist in diesem Moment mit dir passiert? Wahrscheinlich war es anstrengend für dich, dem anderen zu folgen bzw. überhaupt zu verstehen, was er dir sagen wollte. Und noch wahrscheinlicher ist es, dass du selbst ganz automatisch viel lauter gesprochen hast, als es notwendig gewesen wäre.

Die optimale Lautstärke kann beim #Sprechen einen großen Einfluss auf das Gelingen deines Gesprächs oder Vortrags haben. Zu leises Sprechen führt zu schneller Ermüdung beim Zuhörer. Der Inhalt kann nur schwer aufgenommen und verarbeitet werden. Das Stresslevel steigt und es kann dazu führen, dass Abneigung beim Gegenüber entsteht oder sogar Wut und Aggression.

Zu lautes oder zu leises Sprechen kann beim Gegenüber zu Desinteresse, Rückzug oder aggressivem Verhalten führen.

Zu lautes Sprechen bis hin zum #Schreien führt dazu, dass das Gegenüber sich persönlich angriffen fühlt. Warum schreit mich der andere denn so an? Ich bin doch nicht taub? Was will der von mir? Das alles kann darin enden, dass beide Gesprächspartner sich anschreien, oder dass der Angeschriene den Rückzug antritt.

Um die optimale Lautstärke zu finden, die auch der jeweiligen Situation angemessen ist, empfiehlt es sich, auf die nonverbalen Signale des Gegenübers zu achten oder ganz direkt nachzufragen, ob man gut verstanden wird. Sprichst du in einem größeren Raum oder zu einem größeren Publikum, solltest du immer ein #Mikrofon verwenden. Denn die Technik verstärkt deinen natürlich Stimmklang, ohne dass du lauter und somit oft auch angestrengter sprechen musst. Das kommt letztendlich dir und auch deinem #Publikum zu Gute.

Tempo und Pausen

#TempoUndPausen #DieGesundeStimme

Wusstest du, dass sehr viele Menschen Angst davor haben, beim Sprechen #Pausen zu machen? Bei meinen Klienten fällt mir das besonders häufig auf. Wenn ich dann genauer nachfrage bekomme ich meist zu hören, dass sie, z.B. bei Vorträgen, #Angst davor haben, dass jemand aus dem Publikum eine Frage stellen könnte, auf die sie keine Antwort haben oder jemand die Sprechpause dafür nutzt, ihnen ins Wort zu fallen. Oder, dass man doch besonders viele Informationen in einen #Vortrag packen muss, die Zeit jedoch nie reicht und man deshalb so schnell sprechen muss.

Erklärungen gibt es viele. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ein Vortrag oder auch ein wichtiges #Gespräch können erst dann gelingen, wenn das Sprechtempo dem Verarbeitungsprozess des Gehirns angepasst ist und wir auch #Pausen für uns nutzen. Wir können zwar bis zu 60 Sprachsignale pro Sekunde beim Hören verarbeiten, doch das optimale Verinnerlichen geschieht in den Pausen. Außerdem ist es sehr anstrengend, über einen längeren Zeitraum einer hohen Sprechgeschwindigkeit zuzuhören.

Nutze Sprechtempo und Pausen, um Spannung zu erzeugen und deinem Gegenüber das Zuhören so angenehm wie möglich zu gestalten.

Pausen und das Sprechtempo sind Stilmittel, die wir wirkungsvoll zum besseren Verständnis und zur #Textgestaltung einsetzen können. Wenn jemand eine spannende #Geschichte zu erzählen hat, wird er ganz automatisch anders sprechen, als normal. Er wird manchmal schneller und manchmal langsamer sprechen. Besondere Höhepunkte wird er besonders betonen und möglicherweise durch Spannungspausen hervor heben.

Warum also nicht auch das bei Vorträgen und #Präsentationen nutzen? Denn so können wir besonders gut #Emotionen erzeugen. Und Emotionen führen wiederum dazu, was wir Informationen besser verarbeiten und abspeichern bzw. erinnern können. Und noch etwas in Bezug auf den Inhalt: Weniger ist oft mehr. Wenige, relevante Informationen gut verpackt sind so viel angenehmer und wertvoller für das #Publikum, als endlose Dauerredner, die sprechen ohne Luft zu holen.

SprechMelodie

#SprechMelodie #DieGesundeStimme

Warst du schon einmal in einem #Vortrag, in welchem der Redner so monoton sprach, dass du fast ins Traumland abgedriftet bist? So eine #Stimme eignet sich vielleicht gut für eine Meditation oder Trauerfeier, aber kaum für einen begeisternden Vortrag. Oder erinnerst du dich an dein letztes #Meeting oder Seminar, in welchem sich anfangs jeder kurz vorstellen sollte? Fast jeder verfällt dabei in den gleichen Singsang, so dass beim Zuhören kaum Inhalt hängen bleibt.

Das sind nur zwei Beispiele, in denen die Sprechmelodie eine herausragende Rolle spielt. Bist du dir eigentlich bewusst darüber, in welcher Melodie du sprichst und wie du dadurch wirkst? Hörst du dich gern auf #Tonaufnahmen oder dem Anrufbeantworter? Wenn nein, warum nicht?

Wir selbst hören uns tiefer, als die eigentliche Stimmlage ist, da unser Körper als zusätzlicher Resonanzraum dient. Hören wir dann eine Tonaufnahme von uns, klingt diese deshalb dann für uns wie jemand Fremdes. Gestern sprach ich bereits darüber, das tiefere und resonanzreichere Stimmen als angenehmer und vertrauenswürdiger empfunden werden.

Setze beim Sprechen sprachmelodisch mehr Punkte und Ausrufezeichen, anstatt ständig Fragen zu stellen.

Das lässt sich auch auf die Sprechmelodie übertragen. Grundsätzlich sollte sie natürlich immer dem Anlass entsprechend sein. Ein motivierender Vortrag und eine monotone Stimme passen nicht zusammen. Eine extrem melodische Trauerrede, wirkt auch eher befremdlich. Achte also bei der Vorbereitung wichtiger #Präsentationen oder Gesprächen auch immer auf deine Sprechmelodie. Ist sie der Situation angemessen?

Und noch ein Tipp, um überzeugender und vertrauenswürdiger zu wirken: Gehe mit deiner Stimme am Ende eines Satzes nach unten. Auch oder ganz besonders bei Fragen. Normalerweise gehen wir bei #Fragen und Aufzählungen automatisch mit der Stimme nach oben. Diese Sprechmelodie wirkt jedoch, im Allgemeinen, auf andere unsicher. Gehst du bei einer Frage am Ende mit der Stimme nach unten, so verwandelt sich diese ganz unbewusst klanglich zur Aussage und du wirkst somit selbstbewusster und überzeugender.

SprechStimmlage

#SprechStimmlage #DieGesundeStimme

Wenn du deine viel #Stimme nutzt, sollte dir auch daran gelegen sein, dass sie gesund bleibt. Ich kenne jedoch viele Menschen, die in sprechintensiven Berufen arbeiten und ständig mit ihrer Stimme Probleme haben. #Heiserkeit, Halsschmerzen bis hin zum vollständigen Verlust der Stimme. Kennst du das auch? Das alles passiert häufig bei Verwendung der falschen Sprechtechnik oder bei langem Sprechen in der falschen Tonlage.

Jeder Mensch besitzt eine persönliche Sprechstimmlage, in der er, auch bei langem Sprechen, die Stimme am wenigsten beansprucht. Wieso also fällt es uns dann so schwer, genau diese Sprechstimmlage für uns zu nutzen? Meistens sind das Auswirkungen unseres hektischen Lebensstils. Denn wer von uns nimmt sich heutzutage schon die Zeit, bevor er überhaupt spricht, seine Worte und auch seine #Stimmlage zu überdenken? Deshalb sprechen wir oft einfach drauf los.

Unsere Stimme entwickelt sich nach den Vorbildern, die uns umgeben. Haben wir also Familie bzw. viele Menschen um uns, die schlecht sprechen, übernehmen wir diesen schlechten Sprachstil ganz automatisch. Es kann also auch sein, dass du schon dein ganzes Leben lang in einer falschen #Tonlage sprichst, ohne dass es dir überhaupt bewusst ist.

Tiefe, entspannte Stimmen sind angenehmer fürs Ohr und wirken überzeugender als schrille, hohe Stimmlagen.

Sind wir in einem angespannten Zustand, so sind auch unsere Stimmbänder und unser Kehlkopf angespannt. Gestern habe ich bereits erklärt, dass die Stimmbänder wie Gitarrensaiten funktionieren. Spannen wir sie (unbewusst) an, wird der Ton höher und die Stimmbänder werden extrem belastet. Diese Fehlbelastung führt dann zu den oben bereits angesprochenen #Stimmstörungen.

Also heisst auch hier das Zauberwort: #Entspannung. Sind wir selbst gelassen und entspannt, entspannt sich auch unsere Stimme. Die persönliche Sprechstimmlage haben wir ganz automatisch dann, wenn wir z.B. von einem Tag fix und fertig nach Hause kommen, wenn wir über leckeres Essen sprechen, abends zum Einschlafen Schäfchen zählen oder über den letzten Urlaub erzählen, den wir entspannt am Strand verbracht haben.

Und genau diese Situationen sollten wir uns vor wichtigen Gesprächen oder #Vorträgen wieder ins Gedächtnis holen. Einfach ein paar Minuten inne halten, die Augen schließen und uns an unseren Traumstrand träumen. Dann überträgt sich dieser entspannte Zustand auf unsere Stimme und somit auch ganz automatisch auf unseren Gesprächspartner.

Entspannung

#Entspannung #DieGesundeStimme

Eine wichtige Grundlage für eine gesunde und angenehme #Stimme ist die Entspannung. Wie ich in meinen anderen Beträgen bereits ansprach, können wir dann am besten denken und kommunizieren, wenn wir entspannt sind. Und unsere Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafür, dass sich dieser Zustand auch auf unser Gegenüber überträgt.

Wie funktioniert das nun aber direkt auf die Stimme bezogen und wieso ist da Entspannung so wichtig? Wir alle haben #Stimmbänder im Hals bzw. in unserem Kehlkopf, die wir durch unseren Luftstrom in Schwingung bringen und die somit unsere Stimme erzeugen. Sie sind Muskeln und reagieren auf Anspannung oder Entspannung.

An- und Entspannung übertragen sich zu 100 Prozent auf die Stimmbänder und führen somit zu einem angespannten oder entspannten Stimmklang.

Unsere Stimmbänder darf man sich wie zwei parallel zueinander liegende Gitarrensaiten vorstellen. Was passiert nun bei An- und Entspannung mit den Gitarrensaiten bzw. dem Ton? Spannen wir bei einer Gitarre die Saiten, dann wird der Ton höher. Lassen wir die Saiten locker, so wird er tiefer. Und genau das lässt sich auch auf unsere Stimmbänder übertragen.

Nun zum Abschluss die Frage: Welche Stimme wirkt auf dich angenehmer? Die schrille, hohe Stimme oder die angenehm tiefe Stimme? Entspannung kannst du übrigens durch #Meditation, Traumreisen, die Vorstellung eines leckeren Essens oder durch tiefes Ein- und Ausatmen erreichen. Mache dir das vor wichtigen Gesprächen zu Nutze und du wirst sehen, dass du entspannter sein wirst und auch dein Gegenüber davon profitiert.