SchlafVerhalten

#SchlafVerhalten #DerBlickHinterDieKulissen

Seit ich selbst Mama bin, beschäftige ich mich mit manchen Dingen meines Lebens etwas intensiver. Und manchmal frage ich mich, weshalb ich so bin, wie ich bin und was mich zu dem gemacht hat. Ein Thema, das mich früher schon beschäftigt hat und jetzt noch viel präsenter geworden ist, ist das Thema #Schlaf.

Seit der Geburt unserer kleinen Tochter letztes Jahr, habe ich keine Nacht mehr länger als 3 Stunden am Stück geschlafen, da sie immer wieder nachts aufwacht und gestillt werden möchte. Mal mehr, mal weniger oft. Einerseits finde ich das gar nicht so schlimm, da ich eigentlich schon immer auch mit relativ wenig Schlaf ausgekommen bin. Aber so langsam gerate auch ich an meine Grenzen. Und jetzt höre ich andere schon wieder sagen: „Dann schlaf doch einfach mal tagsüber!“ Wenn das so einfach wäre. Und jetzt sagen die nächsten: „Aber das kannst du lernen!“… und ich denke: „Ja, hab ich alles schon versucht.“

Irgendwie will es mir tagsüber nicht gelingen, einzuschlafen. Vielleicht sind es die Helligkeit und die Geräusche um mich herum, mit deinen ich als Hochsensible besonders zu kämpfen habe? Aber nein, das ist es nicht nur allein. Es ist auch eine Art innere Unruhe, die ich gar nicht so richtig beschreiben kann. Tagsüber kommt mein Geist einfach nicht zur Ruhe. Ich fühle mich immer wie in „Hab-Acht-Stellung“.

Als ich nachts noch normal schlafen konnte, hat es mir nicht viel ausgemacht tagsüber nicht schlafen zu können und ich habe es auch nie wirklich hinterfragt. Doch jetzt, wenn es darum geht, unserer kleinen Tochter das optimale Schlafen nahe zu bringen, fallen mir einige Dinge auf. In der Literatur heisst es immer wieder, dass man, besonders in den ersten Lebensmonaten, den Schlaf der Kleinen begleiten soll, ganz besonders das Einschlafen. Und sie ganz allgemein auch liebevoll begleiten soll, zum Beispiel beim Weinen und Schreien.

Davon hatte ich noch nie zuvor etwas gehört. In der Theorie heisst es, dass man das Baby, wenn es anfängt zu Weinen oder zu Schreien, liebevoll dabei begleitet. Es im Arm hält und für es da ist. Ihm sozusagen zuhört, was es zu „erzählen“ hat. Und es würde, wenn es sich ausgeweint hat, ganz von selbst beruhigen und sich um Einiges besser fühlen. Dieses liebevoll begleitete Weinen oder Schreien, soll dem Baby Urvertrauen und Sicherheit geben. Es darin stärken, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln.

Mike und ich waren dem gegenüber sehr skeptisch, aber ich probierte es aus. Anfangs war es für mich sehr schwer, das #Schreien auszuhalten, doch ich hielt unsere Kleine liebevoll im Arm. Ich hörte ihr zu und sprach ganz sanft mit ihr. Und irgendwann hörte sie ganz von alleine wirklich langsam auf mit Weinen. Und das Beeindruckendste war, dass sie mich dann plötzlich anlächelte. So als wollte sie sagen: „Danke, Mama, dass du mich gehalten und mir zugehört hast.“ Es war, als wäre plötzlich die ganze Anspannung von ihr abgefallen. Dieser positive Effekt bestärkte mich darin, diese Methode beizubehalten. Sehr oft schlief sie, nach dem #Weinen, dann auch ganz entspannt ein. Und auch beim Schlafen, bin ich von Anfang an immer an ihrer Seite. Ich merke, wie es ihr #Sicherheit gibt. Und Ruhe und Vertrauen. Sie schläft dann viel ruhiger und tiefer. Und auch ich schlafe neben ihr insgesamt viel besser, abgesehen von den kleinen Unterbrechungen nachts.

Doch, wieso nun fällt es mir tagsüber so schwer, abzuschalten und in den Schlaf zu finden, während unsere Kleine auch tagsüber ganz entspannt neben mir einschlafen kann? Wenn ich so an meine eigene #Kindheit zurück denke, dann erinnere ich mich daran, immer allein in meinen eigenen Bettchen geschlafen zu haben. Ich weiß nicht, wie alt ich bei all den Erinnerungen war. Ich hatte zwar mein Kuscheltier bei mir, aber ich fühlte mich trotzdem allein. Ich hatte als Baby und Kleinkind niemanden neben mir liegen, der mir nachts, wenn ich wach wurde, Sicherheit schenkte.

Ich erinnere mich daran, als Kind oft lange Zeit wach in meinen Bettchen gelegen zu haben. Ich erinnere mich daran, dass ich mich, z.B. bei Sturm oder Gewittern, allein in meinem Bettchen fühlte… jedenfalls so lange, bis meine Eltern ins Zimmer kamen und nach mir schauten. Und ich erinnere mich daran, dass ich manchmal mit Absicht ganz laut gehustet habe, so dass meine Eltern nochmal in mein Zimmer kamen. Denn ich wollte einfach nicht allein sein.

Ich weiß, dass damals die gesamte #Erziehung und somit auch die Schlaf-Erziehung, eine ganz andere war, als die heute. Ich mache meinen Eltern in jeglicher Hinsicht keinerlei Vorwürfe, denn sie haben damals nach besten Wissen und Gewissen gehandelt und waren immer liebevoll zu mir. Doch denke ich, dass diese damalige Schlaf-#Erziehung dafür gesorgt hat, dass mir heute das nötige Urvertrauen fehlt. Die Sicherheit, die mich ruhig und entspannt in den Schlaf gleiten lässt.

Abends ist es dunkel und ruhig. Dann kann ich einigermaßen entspannen und abschalten und finde dann auch relativ gut in den Schlaf. Doch tagsüber schaffe ich es einfach nicht, auch wenn ich noch so müde bin. Und ich hoffe sehr, dass wir es mit unserem Weg schaffen, dass unsere Kleine ein gesundes Verhältnis zum Schlaf entwickelt. Dass sie dadurch das #Urvertrauen mit auf den Weg bekommt, welches sie auch zukünftig positiv beeinflussen wird. Und die Erfahrungen der letzten Monate zeigen uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Und vielleicht, schaffe ich es selbst ja auch noch irgendwann, auch tagsüber entspannt in den Schlaf zu finden.

Veröffentlicht von

kristins.blog

Ich schreibe hier über mein Business oder allgemein über das, was mich beschäftigt. Meine professionelle Website gibt es unter: www.kristinkluck.de

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