Die Sache mit dem Mangel

#DieSacheMitDemMangel #DerBlickHinterDieKulissen

In manchen Zeiten fühlt man sich persönlich richtig gut und in anderen Momenten geht es einem richtig schlecht. Das ist nur menschlich und darf auch so sein. Denn niemand ist immer nur gut drauf. Was mir jedoch immer wieder auffällt… bei mir und auch bei anderen… ist, dass wir uns nur allzu gern auf das Negative konzentrieren. Was hat alles nicht funktioniert? Was haben wir alles vergessen? Was hätte besser laufen können? Warum haben wir nicht dies oder das?

Doch allzu oft vergessen wir dabei auch die Dinge ins Licht zu rücken, die gut geklappt haben, die wir geschafft haben und die selbstverständlich sind. Ich kann mich an viele Situationen in meinem Leben erinnern, in denen mir gesagt wurde, dass ich mich z.B. viel zu oft für etwas bedanke. Damit konnten viele Menschen nicht umgehen. Und dabei war es bei mir nie ein „Fake-Danke“, sondern immer auch ernst gemeint.

Während des Studiums fiel mir zum ersten Mal auf, dass ich mich viel zu oft auf das Negative konzentriere. Bei mir selbst und auch bei anderen. Anstatt öfter einfach auch mal ein #Kompliment zu machen. Und vor allem auch zu lernen, Komplimente von anderen mit einem ernst gemeinten ‚Danke‘ annehmen zu können. Ich habe lieber die Dinge gesehen, die ich noch nicht gut konnte oder die andere besser gemacht haben, als ich. Das ist ein Thema, an welchem ich auch heute noch arbeite.

Über die Jahre habe ich mich immer mehr mit diesem Thema beschäftigt und ich bemerkte, dass viele Menschen sich hauptsächlich auf das Negative konzentrieren. In meiner Arbeit frage ich z.B. gern nach den #Stärken meiner Klienten. Doch nur die wenigstens können mir dabei mit Leichtigkeit aufzählen, was ihnen gut gelingt. Die Liste mit den #Schwächen hingegen, ist endlos lang.

Und auch in der jetzigen Zeit sehe ich, dass die Menschen sich hauptsächlich auf das konzentrieren, was nicht in Ordnung zu sein scheint. Was nicht funktioniert. Was fehlt. Was falsch ist. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass sie dabei sogar noch die kleinste Nadel im Heuhaufen suchen. Diese Konzentration auf den #Mangel verschiebt jedoch auch den Blick auf die Gesamtheit. Das Negative wird immer größer, während das Positive davon immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird.

Und die #Schuld für diesen Mangel bzw. den Fehler wird dann meistens bei anderen gesucht. Die Verantwortung für das eigene Denken, Handeln und Fühlen abgegeben. Doch was genau ändert die Suche nach der Schuld am Ergebnis? Wäre es nicht viel besser, ganz woanders anzusetzen und zu schauen, wie es weiter nach vorn gehen und wie gemeinsam Lösung gefunden werden können? Was jeder Einzelne von uns tun kann, damit es besser wird?

Und ja, auch ich ertappe mich immer mal wieder dabei, dass ich nach der Schuld suche und mich besser fühle, wenn ich sie an jemanden anderen abgeben kann. Doch dann wird mir auch ziemlich schnell bewusst, dass nur ich selbst wirklich aktiv etwas dagegen tun kann, wenn ich mich nicht gut fühle. Wenn mir etwas fehlt. Es ist nicht allein die Verantwortung von anderen. Wenn ich die Schuld jemand anderem geben kann, dann ist das für mich nur eine sehr kurze Dauer von Genugtuung. Ich kann sagen: „Ich war das nicht!!!“ Aber das führt mich nicht wirklich zu einer Lösung. Also nehme ich dann doch meinen Verstand zusammen und frage mich, wie ich selbst aus dem Ganzen wieder heraus kommen kann.

Das ist nicht nur allein positives Denken. Es geht auch darum, eigenverantwortlich zu handeln. Nach Lösungen zu suchen, anstatt nach dem Mangel. Mich selbst zu motivieren und wertzuschätzen. Selbst dafür zu sorgen, dass es mir gut geht, indem ich mich auf das konzentriere, was gut ist. Indem ich voran gehe, um etwas an der Situation zu ändern. Und ich eben nicht einfach die Verantwortung für mein eigenes Glück an jemand anderen abgebe. Wenn ich das für mich erkenne, dann ändert sich mein Blick auf die gesamte Situation und ich komme in die selbstbestimmte Aktion, anstatt lediglich zu reagieren.

Veröffentlicht von

kristins.blog

Ich schreibe hier über mein Business oder allgemein über das, was mich beschäftigt. Meine professionelle Website gibt es unter: www.kristinkluck.de

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