Gute Tage. Schlechte Tage.

#GuteTage #SchlechteTage #FürMehrRealität

„Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am nötigsten.“

Dieses Zitat von Helen Keller ist mir während meiner Studienzeit begegnet und hat mich damals zum Nachdenken gebracht. Ich denke, jeder von uns kennt das: Den einen Tag ist man super gut drauf und könnte die ganze Welt umarmen, während am folgenden Tag alles schief geht und eine dicke, graue Wolke über einem zu hängen scheint.

Ich kenne viele Menschen, die mit der schlechten Laune oder depressiven Phasen von anderen nicht klar kommen. Die ihre Partner dann nicht akzeptieren. Die ihre Kinder dann ins Zimmer oder ins Bett schicken und sagen: „Du kannst dich da jetzt erst einmal ausbocken und dann wieder raus kommen, wenn du wieder gut drauf bist.“ In unserer Gesellschaft haben wir zu funktionieren, sonst sind wir unbequem. Und diese Konditionierung beginnt meist schon im Kindesalter.

Auch ich habe Tage, an denen ich am liebsten im Bett bleiben und mir die Decke über den Kopf ziehen möchte. Doch das geht nun nicht mehr so leicht, wie noch vor einem Jahr. Denn unsere kleine Tochter verlangt 24h am Tag nach Aufmerksamkeit. Und es gibt Momente, in denen dann selbst Daddy’s Unterhaltungskünste nicht mehr ausreichen. Dann muss die Mama her. Und dann bin ich auch da und stelle meine Befindlichkeiten hinten an.

Somit heißt es jetzt jeden Morgen für mich, egal wie müde ich bin oder wie schlecht ich mich auch fühle: Alle positiven Gedanken und Energien zusammen raufen und raus aus dem Bett. Dann ist der erste Schritt schon mal getan. Die tägliche Morgenroutine erleichtert mir den Start in den Tag und überraschender Weise stecke ich auch die nicht enden wollende Müdigkeit im Laufe des Tages recht gut weg.

Doch was ist an den Tagen, an denen ich dann auch geschäftlich präsent sein muss? Auch, wenn ich die ganze Nacht kaum geschlafen habe, wenn ich von Kopfweh geplagt bin und schon am

Morgen alles schief geht? Dann weiß ich meine mir anerzogene Disziplin sehr zu schätzen. Denn auch dann schaffe ich es, recht gut zu funktionieren. Denn ich weiß, es ist nur für eine bestimmte Zeit, die ich durchhalten muss. Ich versuche mich also, so gut es geht, zu motivieren, richte meine Gedanken auf etwas Schönes aus und starte in meine Aufgabe.

Und wenn sich dann der Vorhang wieder schließt und ich wieder zuhause bin, dann darf ich auch wieder voll und ganz ich sein. Dann darf ich auch mal jammern, wütend oder traurig sein. Denn das gehört zum Leben einfach dazu. Die guten, wie auch die herausfordernden Tage. Schwache Momente machen uns nicht zu Verlierern, sondern sie sind vor allem eins: Menschlich. Und dann ist es gut ein soziales Umfeld zu haben, das dich auffängt und voll und ganz akzeptiert… mit allem, was zu dir gehört.

Ich habe das Glück solche Menschen in meinem Leben zu haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Und ich hoffe, dass wir es auch schaffen, das alles unserer kleinen Tochter zu vermitteln. Dass sie sein darf, wie sie ist… egal ob sie lacht, weint oder auch mal wütend ist. Dass wir sie jeden Tag aufs Neue lieben, mit all ihren Facetten und Emotionen. Und dass sie immer in den Arm genommen wird, wenn sie es braucht.

Und dasselbe dürfen auch wir Erwachsenen uns zugestehen. „Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am nötigsten.“ Denn niemand ist perfekt und immer gut drauf. Wir alle sind es wert, geliebt zu werden, mit all unseren Farben. Und es wird sie mit Sicherheit ein Leben lang geben: Gute und auch schlechte Tage.

Veröffentlicht von

kristins.blog

Ich schreibe hier über mein Business oder allgemein über das, was mich beschäftigt. Meine professionelle Website gibt es unter: www.kristinkluck.de

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