Business und Familie

#BusinessUndOderFamilie

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ – Was in der Fachsprache so abgeklärt und gefühlskalt klingt, ist in Wirklichkeit ein sehr persönlicher und auch emotionaler Prozess. Und ganz besonders als selbstständige Neu-#Mama.

Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, wusste ich nicht wirklich, wie ich meine #Selbstständigkeit weiterführen sollte. Ich hatte für das kommende Jahr bereits einige feste Termine, die ich nun absagen musste. Mit einem etwas unguten Gefühl, teilte ich meinen Klienten die Neuigkeiten mit. Womit ich an diese Stelle nicht gerechnet hatte, war deren absolutes Verständnis für meine Situation. Das führte dazu, dass die Termine allesamt nicht abgesagt, sondern lediglich um ein Jahr verschoben worden.

Ich selbst hatte mir vorgenommen, nach der Geburt maximal 6 Monate auszusteigen. Nach 3 Monaten hatte ich bereits wieder ein Einzelcoaching angenommen. Mein Klient nannte das „sehr mutig“. Ich selbst fand es nicht mutig, sondern einfach an der Zeit und hatte viel Freude an dem Termin. Es waren lediglich 90 min. Unsere Kleine wusste ich in der Zeit gut versorgt, ich hatte endlich mal wieder etwas Abwechslung und Mike holte mich, zusammen mit unserer Kleinen, vom Termin ab. Was für ein schönes Gefühl das war!

Doch dann rückte die Zeit der größeren Termine und Neuauftröge heran. Sollte ich diese wirklich durchführen? Braucht mich meine Tochter nicht 24h am Stück? Was ist, wenn es der Kleinen mal nicht gut geht? Oder es mir mal nicht gut geht und ich eine schlaflose Nacht hatte? Bin ich eine Rabenmutter, wenn ich unsere Kleine für die Arbeit „allein“ lasse? Kann ich es ihr zumuten, bei Geschäftsreisen einfach mitzukommen oder ist das zu viel Aufregung für sie? Vielleicht ist es nun doch an der Zeit, meine Selbstständigkeit aufzugeben?

Tausend Fragen hatte ich Tag für Tag in meinem Kopf. Doch nach 11 Jahren die Selbstständigkeit einfach so aufgeben? Nicht, bevor ich es nicht wenigstens nochmal versucht habe. Also setzten Mike und ich uns zusammen und wir sprachen über all diese Themen, meine Bedenken und alternative Möglichkeiten. Das Ergebnis ist: Wir haben einen gemeinsamen Plan, mit dem wir uns gut fühlen. Mit dem wir für unsere Tochter da sein und gleichzeitig arbeiten können. Und meine oberste Priorität dabei ist: Habe ich das Gefühl, dass es unserer Tochter nicht gut tut, dann machen wir es nicht.

Und so entscheiden wir bei jedem neuen Auftrag gemeinsam und wägen das Für und Wider ab. Fühlt es sich gut an? Macht unsere Kleine das alles gut mit? Schaffe ich alles kräftemäßig? Bleibt ausreichend Raum und Zeit zum Erholen? Und wir spielen, unseren Klienten gegenüber, auch immer mit offenen Karten. Alle wissen von vorn herein Bescheid. Und wir arbeiten, trotz allem, auch weiterhin professionell. So muss ich mich nicht für #Familie oder #Business entscheiden, sondern darf beides haben.

Mit einer guten Planung und Vorbereitung ist so gut wie alles möglich. Und ich empfinde tiefe Dankbarkeit Mike gegenüber, dass er so hinter mir steht, mir den Rücken frei hält und mich, wenn nötig, auch mal ein wenig pushed… und dass wir jetzt alle drei gemeinsam diesen tollen Lebensweg gehen können… so lange er sich für uns gut anfühlt ❤️

Veröffentlicht von

kristins.blog

Ich schreibe hier über mein Business oder allgemein über das, was mich beschäftigt. Meine professionelle Website gibt es unter: www.kristinkluck.de

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